| Kataja im Spaziergang Viermal Oranjes bei den Hengsten Mutterstute auf dem zweiten Platz Erste Krone für Yewel Boshoeve Yankee Elmo flitzte allen davon |
Beim Drei-Tage-Meeting wurde insgeamt ein Umsatz von 473.093 Euro erzielt. Den Hauptanteil schaffte dabei der Sonntag mit 225.955 Euro. Samstag: 120.811 - Freitag: 126.327 Euro. |
Der jetzt in Frankreich trainierte Lasbeker Hengst kam bei seinem 27. Start zu seinem 23. vollen Erfolg, hat nun eine Gewinnsumme von mehr als 300.000 Euro vorzuweisen. Dabei hatte der Spätstarter, inzwischen sechs Jahre alt, seine Laufbahn erst als Vierjähriger begonnen.Ich hatte leider kein Führpferd. Der Sieger Brioni ist allerdings auch ein sehr gutes Pferd, gehört zur europäischen Spitze.
Der Hengst war nach einer mehrmonatigen Pause vielleicht einen Schuss zu frisch. Ich musste ihn am Start mächtig bremsen. Dabei kam er von den Beinen, so dass wir ohne jede Chance waren.
Das sieht überhaupt nicht so schnell aus. Aber Finca hat eine Schrittlänge, das erlebt man nicht alle Tage,strahlte Michael Schmid (42/Oberhausen) nach seinem Sieg im BC-Züchter-Krone-Rennen für zweijährige Stuten (18.600 Euro) am Sonntag (8-11-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Die Siegprämie ging an den niederländischen Stall Vibelzee von Ger Visser (50/Deventer). Als Züchter durfte sich Günter Herz (69) für sein Gestüt Lasbek freuen. Trainer ist Hugo Langeweg junior (25/Schagerbrug, NL). Das zweite Preisgeld ging durch Forever yours mit Michael Nimczyk (23/Willich) an einen finnischen Recycling-Unternehmer aus Tampere. Und auch das Geld für den dritten Rang durch Lady Maud mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) wird an einen investitionsfreudigen Besitzer im Ausland, nämlich in die Niederlande, überwiesen.
Wir waren Favorit und mussten uns das Rennen selbst machen. Im Winterfavoriten hatte ich noch eine defensivere Fahrweise ausprobiert. Super Neo hat alles ganz fein gemacht. Erstaunlich, wie gut er die lange Saison gemeistert hat. Dass er nun im nächsten Jahr zum engeren Favoritenkreis im Derby zählt, dürfte nach seinen Leistungen klar sein. Erst einmal geht es jetzt in die verdiente Winterruhe.
Gerd Biendl war mit dem zweiten Rang von Like that Diamant keineswegs unzufrieden. 600 Meter vor dem Ziel habe ich gemerkt, dass ich eine Chance haben würde. Der Hengst ist besser gegangen, als ich es eigentlich erwartet hatte.

Brioni ist ein Profi, ein komplettes Rennpferd. Auf jeder Distanz und bei jedem Rennverlauf kann er gewinnen,lobt der Spitzen-Fahrer. Sonntag (8-11-09) können sich die Besucher der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (elf Rennen, erster Start 13.20 Uhr) von Brionis Können überzeugen. Dann absolviert der Hengst, der Günter Herz (Gestüt Lasbek) gehört, im Hauptlauf zur Breeders Crown für Fünf- bis Siebenjährige (Dotierung: 78.050 Euro) überhaupt seinen ersten Start auf deutschem Boden.
Er hat überhaupt keine Probleme, sich auf fremde Bahnen einzustellen. Zwar wird er zum ersten Mal ein Rennen auf einem Rechtskurs bestreiten. Im Training hat er jedoch schon bewiesen, dass er auch das kann,ist Lövgren optimistisch.
Und noch etwas könnte für Brioni sprechen. Bei einem Start in Jägersro Anfang März hatte sich der Hengst einen Hornspalt zugezogen. Die Verletzung zog eine Pause von mehr als vier Monaten nach sich,erinnert sich Lövgren, der seit 1998 in Skurup an der schwedischen Südküste seine eigene Trainier-Anstalt betreibt.
Brioni befindet sich jetzt erst in der Saisonmitte, ist noch frisch. Das kann Sonntag ein Vorteil sein,glaubt der Schwede.
Jetzt ist er wegen seiner starken Muskeln für Verletzungen wenig anfällig.Seit Ende 2006 befindet sich Brioni bei Joakim Lövgren im Training.
Seine extreme Größe war anfangs ein Problem. Hinzu kam sein manchmal überschäumendes Temperament. Deshalb haben wir beschlossen, Brioni erst vierjährig - also relativ spät - für den Rennbetrieb zu qualifizieren. Seine Entwicklung war als Dreijähriger noch nicht abgeschlossen,so Lövgren, der mit Spitznamen Jocke gerufen wird.
Zu Brionis größten Erfolgen zählt der Gewinn des Europa-Championats der Fünfjährigen Mitte September 2008 im schwedischen Aby. Mittlerweile zählt Brioni zu den besten sechsjährigen Trabrennpferden Europas. Sonntag in Gelsenkirchen fordern ihn sieben Starter heraus. Darunter sind mit Corleone (Olivier Monshouwer/36/Vaterstetten), Sir Karan (Roland Hülskath/34/Mönchengladbach) und Gustav Diamant (Gerd Biendl/52/München) auch drei Pferde, die Brioni in dieser Saison schon geschlagen hat. Das Losglück, das ihm auch noch Startplatz 2 sicherte, hätten alle seine Gegner nötiger gehabt.
Ich hatte es ja angekündigt: Schon im Training hatte Kataja angezeigt, dass sie wieder die Form wie beim Stutenderby zur Verfügung hat.
Mit Jasmina, die mit Michael Schmid Zweite wurde, und Lady Wood, von der wir noch im Derby-Vorlauf geschlagen wurden, waren starke Gegner zur Stelle. Aber wir sind wunschgemäß schnell in Führung gekommen und konnten uns das Rennen selbst machen. Unsere Rechnung ist aufgegangen. Und eine Zeit von 1:15,3 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer läuft eine dreijährige Stute auch in Gelsenkirchen nicht alle Tage.Wewering kündigte an, dass die Saison mit dem Sieg in Gelsenkirchen beendet ist.
Sie hat sich die Ruhe redlich verdient,meinte der gebürtige Münsterländer.
Gegen eine Kataja in Bestform hatten wir nichts zu bestellen. Aber ich glaube, das Beste rausgeholt zu haben.Rang drei belegte Riwa mit Michael Nimczyk (23/Willich), nicht weit hinter Jasmina. Für die stark am Wettmarkt notierte Lady Wood und Peter Strooper (43/Callantsoog, NL) blieb nur der siebte Rang.
Doch wer Wewering kennt, der weiß auch, dass er auf solche Umstände keine Rücksicht nimmt. Er wurde vor allem deswegen hinter Viva Cortina, die seiner Schwiegermutter Doris Wihelm gehört, nur Zweiter, weil er mit Delhi aus dem Stall seiner Chefin Marion Jauß nie an die Innenkante kam, viel tun musste und am Ende froh sein durfte, die lange führende Hella Hannover mit Josef Franzl junior (38/Sauerlach) noch für das zweite Geld in Schach gehalten zu haben.
Ich wollte nichts riskieren.Aber schon im ersten Bogen führte er seinen Schützling zum Angriff. Burgerheide vor Burgerheide hieß es schon früh, wobei allerdings auch Zalgado Transs R mit Cees Kamminga (Willemsoord/NL), der am Samstag 45 Jahre wurde, immer an der Innenkante mitmischte.
Ich freue mich, dass unsere niederländischen Freunde für ihr Investment in deutsche Trabrennpferde so reichlich belohnt werden.
In einer weiteren Entlastung für dreijährige Stuten setzte sich die von Josef Franzl junior (38/Sauerlach) früh an die Spitze gebrachte Lovely RD ganz sicher durch, war zum Kurs von 50:10 nie in Gefahr und blieb für Besitzerin Michaela Dürr (Denkendorf) sicher vor Uzuri mit Michael Schmid (42/Oberhausen) für Jörg Brandt (47/Scharbeutz) für dessen Erfolgsstall Stormy Horses. Norwegian Dream lief mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) noch vom fünften auf den dritten Rang vor.
Nach ihrem kürzlichen Sieg in Gelsenkirchen sollte Love Times eigentlich zunächst im Münchner Stuten-Grand Prix starten. Doch Besitzer Florian Marcussen (38), ein Geschäftsmann und Amateurfahrer aus Hamburg, war das Risiko einer Nachnennung wegen der entstehenden Kosten (rund 3.300 Euro) zu groß. Um die Nennungskosten zurückzubekommen, hätte Love Times nämlich mindestens Dritte werden müssen. Deshalb schickte Marcussen die Stute in Absprache mit Trainer Holtermann nach Schweden. Das war zwar auch teuer, kostete aber längst nicht so viel wie eine mögliche Nachnennung für das Rennen in München. Marcussen: Diese Entscheidung war genau richtig.Denn Love Times gewann mit dem schwedischen Spitzen-Fahrer Erik Adielsson (34/Malmö) im Sulky das Rennen auf der Bahn in Jägersro (Malmö) und kehrte mit 3.682 Euro Siegprämie in die Heimat zurück.
Das war ein feiner Erfolg,resümierte Holtermann nach dem dritten Sieg in Serie zufrieden.
Zu Saison-Beginn hat ihr noch ein wenig die Kraft gefehlt. Deshalb haben wir ihr von Mitte Juni bis Ende August eine Pause gegönnt und das Training umgestellt,erklärt Holtermann:
Jetzt hat sie an Muskelmasse zugelegt, ist für alle Distanzen bestens gerüstet.
Wie bei den Stuten geht es auch im Hauptlauf für die vierjährigen Hengste und Wallach am Freitag um Prämien in Höhe von 41.119 Euro. Gute Chancen auf den Löwenanteil von 20.559 Euro für den Sieger hat Lets go on, der von seinem Trainer Heli Biendl (59/Ascha) gesteuert wird. An den letzten Auftritt seines Schützlings am Nienhausen Busch dürfte sich Biendl allerdings nicht so gerne erinnern. Im Großen Preis von Deutschland wurde Lets go on mit dem belgischen Hexenmeister Jos Verbeeck (52) nach einem Fehler bereits in der Startphase disqualifiziert. Die letzten Formen von Lets go on sagen überhaupt nichts über seine wahre Leistungsfähigkeit aus. Er hat im Training überzeugt, ist in sehr guter Verfassung,sagt Biendl, der sich nach seinem Gastspiel in Gelsenkirchen einer lange geplanten Hüft-Operation unterziehen wird.
Und nun zu Ihren Startern aus dem Lot von Marion Jauß: Mit Kataja (Samstag) bieten Sie für die engagierte Besitzerin aus Neritz bei den dreijährigen Stuten die aktuelle Stuten-Derbysiegerin auf. Sie lief danach als 13:10-Favoritin in der Gelsenkirchener Entlastung zum St. Leger gegen starke Hengste, wurde Zweite. Wie ist die aktuelle Form?
Wewering: Irancy war in Berlin hinter dem Auto noch recht nervös. Aber sie überzeugt in der Arbeit. Platzierung: 1 bis 4. Indikid hat gut gearbeitet. Sie zeigte sich bei ihrem Erstauftritt in Berlin als Dritte gut an. Es ist alles in Ordnung mit ihr. Platzierung: 1 bis 3.
Hallo Frau Augst! Sir Karan kann am Nienhausen Busch bereits seine dritte Krone gewinnen. Welche Bedeutung hat die BC-Züchter-Krone?Die BC-Züchter-Krone ist ein Höhepunkt der Saison. Wir haben Sir Karan gezielt auf dieses Rennen vorbereitet und die Starts so ausgewählt, dass er genügend Pause bekommt. Die Prüfung am 8. November wird noch einmal dadurch aufgewertet, dass nun erstmals die Fünf- bis Siebenjährigen gegeneinander um die Krone kämpfen werden.
Schon im letzten Jahr war Sir Karan als Fünfjähriger ganz dicht dran, das Rennen zu gewinnen. Ohne eine Behinderung hätte es wohl gereicht. Nach einer Phase in diesem Sommer, als Sir Karan nicht ganz so gut drauf war, ist er jetzt wieder voll da und hat sehr gut trainiert. Ein Platz unter den ersten Drei sollte möglich sein. Das ist unser Ziel. Aber ich sage immer, dass jedes Rennen erst einmal gelaufen werden muss. Es gibt schließlich so viele Unwägbarkeiten, die den Ausgang beeinflussen können. Andererseits: Die dritte Krone wäre natürlich die Krönung für ein außergewöhnliches Rennpferd.
Roland Hülskath wird Sir Karan steuern. Er hat seine Aufgabe bei den letzten Auftritten sehr gut gemacht.
Er war noch nicht fertig und befand sich im Wachstum. Sir Karan hätte wohl die Form gehabt, um in der BC-Züchter-Krone für Zweijährige zu starten. Aber man muss bei so jungen Pferden sehr aufpassen, um das Pferd nicht kaputt zu machen. Deshalb hatten wir uns dafür entschieden, Sir Karan erst dreijährig in Rennen starten zu lassen. Im Nachhinein war das die richtige Entscheidung.
In Frankreich Rennen zu gewinnen, ist sehr schwer. Es muss alles stimmen, die winzigsten Kleinigkeiten entscheiden über Sieg oder Niederlage. Wir waren mit seinen Leistungen dennoch zufrieden.
Augst: Stand jetzt ist: Nach dem Auftritt in Gelsenkirchen ist kein Start mehr geplant. Wir möchten das Rennen erst abwarten. Danach hängt es auch vom Wetter ab, ob wir mit ihm noch einmal ins Ausland gehen. Liegt Schnee oder ist es glatt, wäre ein Transport zu gefährlich.
Wir werden ihm zwischenzeitlich zwei bis drei Monate Ruhe gönnen. Das hat Sir Karan sich verdient. Im nächsten Jahr wird er weiter an den Start gehen. Die Voraussetzung ist natürlich, dass er gesund bleibt.
Es ist zu erwarten, dass der gebürtige Münsterländer der jungen
Fahrergarde wieder enger auf den Pelz rückt, denn Wewering reist mit einem
Großaufgebot von acht Rennpferden an, die seiner Chefin Marion Jauß (70)
aus Neritz gehören. Jauß, die jahrelang selbst als Amateurfahrerin mit
mehr als 1.500 Siegen erfolgreich war und für die auch Springreiter
Christian Ahlmann (34/Marl) Geldschränke wie den Schimmel Cöster über
den Parcours schickt, führt nur allerbeste Ware in ihrem Rennstall.
Nun greift er ab Freitag in Gelsenkirchen an. Dort werden an drei Tagen
mehr als 570.000 Euro ausgeschüttet. Und diesmal setzt nicht nur Marion
Jauß auf die Fahrkünste von Heinz Wewering. Nicht weniger als 13 Traber
wurden ihm nämlich auch von fremden Besitzern und Trainern anvertraut.
Heinz the Champ, wie ihn seine Fans nennen, ist auch mit knapp 60 Jahren
zur Zeit wieder richtig in.
Velten Versace stammt aus dem Besitz von Sigrid Velten (Hochheim) und Bernie Johnston (53), einem ehemaligen Eishockey-Trainer, Spieler und Manager. Seit einigen Jahren lassen sie ihre Pferde von Tipke, der seine Karriere einst als Amateurfaher begonnen hatte, auf die Rennen vorbereiten. Der Kontakt kam über Pfleger Benjamin Lauschke (31) zu Stande. Er ist zu Hans Joachim Tipke gewechselt und wollte sein Lieblings-Pferd Velten Versace unbedingt mitnehmen. Wir haben zugestimmt, waren zufrieden und so hat sich die Zusammenarbeit intensiviert,erinnert sich Sigrid Velten noch ganz genau.
An Hans Joachim Tipke schätze ich besonders, dass ihn nichts aus der Ruhe bringen kann.
Sie ist im Stall manchmal eine Zicke, hat ihren eigenen Kopf,weiß Sigrid Velten.
Velten Versace ist sehr trabsicher und vor allem im Endspurt stark. Sie ist auf der Zielgeraden in der Lage, das Feld von hinten aufzurollen,erklärt Tipke, der mit seiner Frau Reni auf dem Hof in Steddorf wohnt.
Mit Kataja, Lady Wood und Jasmina sind einige Brocken dabei. Dennoch sind wir alles andere als chancenlos.Gleiches dürfte auch für Tipkes Start mit den Velten-Pferden Velten Brown Sugar im Entlastungslauf für fünf- bis siebenjährige Stuten (6.690 Euro) am Samstag und Velten Moviestar im Vorlauf für fünf- bis siebenjährige Stuten am Sonntag gelten. In einem Entlastungslauf für die älteren Stuten steuert Tipke Flying Cloud aus eigenem Besitz.
Die Burgerheides treffen unter anderem auf Wee Catch Diamond aus dem Besitz von Marion Jauß (70/Neritz). Der von Rekord-Champion Heinz Wewering (59/Hamburg) trainierte und gesteuerte Hengst verpasste als Vorlauf-Fünfter überraschend den Derby-Endlauf. Seine Formkurve zeigte zuletzt aber wieder deutlich nach oben,ist Wewering optimistisch.
Baumeister ist vom Leistungsvermögen seines Hengstes, den er selbst gezogen hat, fest überzeugt. Das wird ein Riese,sagt Baumeister.
Er hat eine enorme Grund-Schnelligkeit, ist ein Dauerläufer, mit dem im Training selbst ältere Pferde nicht mithalten können. Nur im Rennen konnte Georgies Boy sein Potenzial noch nicht so richtig zeigen.
Da war eine Menge Pech im Spiel,erinnert sich Baumeister:
Hinzu kamen eine Pilzerkrankung und Zahnprobleme, die wir jetzt aber in den Griff bekommen haben.
Alles ist möglich.
Ich merke, dass es mit dem Sport wieder bergauf geht. Mit dem Vermarkter Win Race und Max Stadler an der Spitze des Dach-Verbandes HVT sind kompetente Leute am Werk,lobt Baumeister:
Deshalb werde ich auch in den kommenden Jahren weiter Pferde züchten.
Gregor Baumeister hat bereits am Samstag mit Noble Star noch eine weitere Chance, in einem hoch dotierten Breeders Crown-Rennen am Nienhausen Busch mitzumischen. Bemerkenswert: Noble Star stammt quasi von der Reste-Rampe. Vier Jährlinge hatte Leo Beckmann (78), ein in Alt-Marl ansässiger Züchter von Trabrennpferden, einst zum Verkauf angeboten. Drei gingen sofort weg. Übrig blieb eine Jährlings-Stute namens Noble Star. Gregor Baumeister beobachtete die Stute auf der Weide, sah ein herrliches Geläuf, das auf viel Talent schließen ließ.Er kaufte die Stute zum Schnäppchen-Preis. Samstag trifft Noble Star, die inzwischen 8.529 Euro gewonnen hat, im Hauptlauf der dreijährigen Stuten (30.170 Euro) auf elf Gegnerinnen.

genannt für die BCist inzwischen ein wichtiges Prädikat beim An- und Verkauf von Trabrennpferden. Letztlich soll die BC zu einer Aufwertung der Zucht führen. Für die besten Deckhengste ist die BC eine Leistungsplattform, über die der Markt angekurbelt werden soll. Rennveranstalter und Wettvermarkter Win Race fördert die BC unter anderem durch die Erstattung der jeweils ersten Einsätze für die BC-Anmeldung durch die Besitzer.
Vorne ging es zunächst sehr schnell los. Ich konnte mir das Ganze in Ruhe von hinten anschauen. Im letzten Bogen habe ich dann gespürt, dass ich eine gute Chance haben würde. Am Ende war es recht leicht. Denn Yewel Boshoeve, deren Mutter ich schon gefahren habe, hat einen guten Speed in die Wiege gelegt bekommen. Ich freue mich auch für den sehr engagierten Züchter und Besitzer Wiebe Landman, der für seine langjährigen Bemühungen hier belohnt worden ist.
Ich wollte mich eigentlich früh an die favorisierte Love Times dranhängen,verriet Hülskath.
Aber dann kam Aida mit Michael Schmid dazwischen, so dass sich ein anderer Rennverlauf entwickelte.Und bei einem Blick ins Programmheft, das 6.168 Euro für Rang drei auswies, meinte Hülskath:
Da darf man wirklich nicht meckern.
Es ging einfach nicht. Meine Hüfte, an der ich in der nächsten Woche operiert werde, schmerzte zu sehr. Ich habe alles versucht. Aber es war einfach nicht möglich, auch nur ein einziges Rennen zu fahren.
Trainer Heli Biendl hatte mir gesagt, dass Medhufushi in Führung etwas phegmatisch wird und dass man ihn immer bei Laune halten muss. Genau das habe ich getan.
Mit riesigem Speed kam der aus Schweden angereiste Mister Giant auf Rang zwei vor Louis Vuitton, den Robbin Bot (18/Wolvega/NL) für Marie Charlotte und Sonja Wewering (Seppenrade) an der Innenseite immer wieder motivieren konnte. Johnny Be Good kam bei einem Angriff auf den späteren Sieger 200 Meter vor dem Ziel mit Gerd Biendl aus dem Takt und kam als zweites Pferd im Galopp über die Ziellinie.Yankee Elmo gewinnt,hatte der gebürtige Gelsenkirchener Thomas Panschow (42/Bladenhorst) vor dem Hauptlauf um die BC-Züchter-Krone für vierjährige Hengste und Wallache Freitag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn optimistisch angekündigt. Es kam genau so, wie es Panschow prophezeit hatte. Yankee Elmo siegte Start/Ziel mit zwei Längen Vorsprung und verdiente dem niederländischen Immobilien-Kaufmann Jacob Elzinga (59/Peize) stolze 20.559 Euro. Yankee Elmos Erfolg ist auch ein Verdienst des niederländischen Trainers Arnold Mollema (60/Wolvega), der den Hengst vorbereitet.
Mit mächtigem Antritt hatte Yankee Elmo gleich nach dem Start die Spitze genommen. Dahinter sah man Sir Louis mit Peter J. Strooper (42/Callantsoog, NL) und Sir Hajo, dem Heinz Wewering (59/Hamburg) schon früh unbedingt eine gute Ausgangsposition sichern wollte. Ich musste aber auf den ersten 300 Metern einiges tun, um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen,sagte Wewering.
Vielleicht war das der Tick, der uns am Ende fehlte, um noch weiter vorne zu landen.
Entscheidend war sicher, dass ich gleich nach vorne gekommen bin und dort das Tempo bestimmen konnte. Yankee Elmo ist bestens in Schuss, war letztlich ein souveräner Sieger. Denn die Konkurrenz kam nie entscheidend näher.
So ist nun mal Rennsport. Mal läuft es gut, mal ist man enttäuscht.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich in Front kommen würde. Miss Jilli, die wegen ihrer Launenhaftigkeit im Stall etwas umstritten ist, zog aber immer wieder gut durch. Da habe ich mich entschlossen, vorne weiter Tempo zu machen.Zu Beginn der Zielgeraden führte Miss Jilli immer noch mit zwei Längen, wurde auch auf den letzten 300 Metern nicht kürzer und kam für den Sieg überhaupt nicht mehr in Gefahr.
Wichtig war vor allem, dass die Stute von Karin Kauczinski aus Gladbeck diesmal fehlerlos lief. Es gab eine Phase, als sie etwas nachließ. Aber sie hat sich schnell wieder berappelt und lieferte eine sehr ordentliche Vorstellung ab.
Nicht zufrieden mit dem Rennverlauf war Heinz Wewering, der für Manfred Schub (46/Straubing) mit Guidance Dritter wurde. Wewering: Wir mussten sehr viel außen herum laufen. Ich bekam einfach keine bessere Position, sonst wären wir wohl weiter vorne gewesen.Für die 20:10-Totofavoritin Just Magic Diamant und Gerd Biendl (52/München) reichte es nur zu Rang vier. Weiter vorne war die Stute nie zu sehen.
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