Zuletzt bearbeitet: 22.08.2010
Berlin-Mariendorf: Schmid-Triumph im Vierjährigen-Marathon
Jag Junior hatte 40 Meter mehr drauf
Berlin (mspw) - Das war eine Demonstration! Trotz einer Zulage von 40 Metern
hatte der vorjährige Traber-St. Leger-Sieger Jag Junior mit dem
Oberhausener Michael Schmid im Sulky keine Probleme, auf der Trabrennbahn
in Berlin-Mariendorf den mit 30.000 Euro dotierten Vierjährigen-Marathon
zu gewinnen. Das Preisgeld von 15.000 Euro geht an Besitzer Ger Visser aus
Deventer/Niederlande.
Es war ein Rennen nach Jag Juniors Geschmack,
strahlte Michael Schmid.
Der gebürtige Niederbayer sah sich das zunächst überaus schnelle Rennen in
Ruhe von hinten an, vertraute ganz auf die Speed-Qualitäten von Jag Junior
und war mühelos zur Stelle, als die Konkurrenz auf der Zielgeraden
schwächer wurde.
Ich hatte immer ein Auge auf den dänischen Spitzenfahrer Steen Juul mit
dem für mich favorisierten Last Man Standing. Der war innen an
fünfter/sechster Position eingeklemmt, was sicherlich ein Vorteil für mich
war. Denn ich hatte, nachdem ich im Schlussbogen durch die dritte Spur
musste, freie Bahn und kam so weit genug vom Feld weg, dass mich Last Man
Standing nicht mehr erreichen konnte,
sagte Schmid nach seiner Sieg-Fahrt.
Last Man Standing war - erst spät richtig in Schwung gekommen - für den
zweiten Platz ungefährdet. Vize-Champion Roland Hülskath aus
Mönchengladbach hatte in dritter Spur mit Salut aus dem Besitz von Marion
Jauß (Neritz) einen Gewaltvorstoß auf den lange führenden Mister PK mit
Michael Nimczyk (Willich) unternommen. Salut streckte dann auch im
Schlussbogen kurz den Kopf in Front. Doch waren Jag Junior und Last Man
Standing einfach stärker, verwiesen Salut auf Rang drei. Für Zycknit, den
Thomas Panschow (Bladenhorst) für niederländische Farben steuerte, blieb
das vierte Geld.
Mitfavorit Candles N Caviar hatte sich mit Dion Tesselaar (Oudeschoot/NL)
schon in der Startphase mit einem Fehler aus der Partie gesprungen.
U.S.Lane mit dem Berliner Lokalmatador Benjamin Hagen, ohnehin durch eine
Zulage von 20 Metern gehandicapt, war nach einem Fehler chancenlos. Key of Life Diamant mit Georg Frick (Hohenlinden) mischte anfangs im
Vorderfeld mit. Das galt auch für Brentano, den Heinz Wewering (Berlin)
für Besitzer Ulrich Mommert zügig ins Rennen geschickt hatte. Aber in der
Endabrechnung spielten sie ebenso wenig eine entscheidende Rolle bei der
Verteilung der Dotierung wie Wings of Crown mit dem oftmaligen Berliner
Champion Michael Hönemann.
Das Entlastungsrennen hatte sich überraschend Parisienne Blue mit Hannu
Voutilainen (Aschheim) vor Wee Catch Diamond mit Roland Hülskath und Lucky
Moor mit Michael Nimczyk gesichert.
So. 22. August: Um 30.000 Euro im Vierjährigen-Marathon
Abstrampeln von ganz hinten:
Doppelte Zulage für Jag Junior
Berlin (mspw) - Er ist nicht der schnellste Starter, hatte bei seinem
letzten Auftritt Probleme mit der Gangart und muss am Sonntag (22-8-10) beim
Vierjährigen-Marathon auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf eine
Zulage von 40 Metern in Kauf nehmen. Dennoch zählt der letztjährige St.
Leger-Sieger Jag Junior in dem mit 30.000 Euro dotierten
Langstrecken-Rennen über 2.500 Meter wohl zum engsten Kreis der
Sieganwärter.
Der letzte Patzer, als Jag Junior vom Niederländer Hugo Langeweg junior in
der Derby-Revanche auf der Zielgeraden beim Kampf um den Sieg wackelte
und von der Rennleitung aus der Wertung genommen wurde, wird wohl von den
Verantwortlichen des Stalles Vibelzee von Ger Visser (Deventer/NL) nicht
allzu tragisch genommen. Jedenfalls scheuen sie die erneute Anreise nach
Berlin auch trotz der Zulage von 40 Metern nicht. Als Fahrer ist wieder
Michael Schmid aus Oberhausen dabei. Dessen Fahrer-Bilanz mit Jag Junior
kann sich sehen lassen: Sechs Starts, davon vier siegreich, einmal
Zweiter, einmal Vierter.
Mit nur 20 Metern Zulage geht U.S.Lane mit dem Berliner Lokalmatador
Benjamin Hagen für den Stall Adamas (Bargteheide) von Dagmar und Thomas
Bosner ins Rennen. Ihm wuchsen beim letzten Aufeinandertreffen mit Jag
Junior in der Derby-Revanche auf der Zielgeraden geradezu Flügel, als er
aus dem Mittelfeld angeschossen kam und noch recht nahe zum Sieger Marc
Burgerheide auflief.
Von der Grunddistanz aus kann Last Man Standing mit dem dänischen
Spitzenfahrer Steen Juul für das Gestüt Stormy Horsers von Jörg Brandt
(Scharbeutz) das Rennen aufnehmen. Elf Starts, davon acht Siege und zwei
Platzierungen sagen ebenso einiges über die Klasse des Vierjährigen aus
wie seine phantastischen Zeiten auf den schnellen Pisten in Schweden und
Dänemark.
Zeiten freilich spielen oft in Marathon-Rennen nicht die entscheidende
Rolle. Deswegen gehen auch die wie Jag Junior aus den Niederlanden
anreisenden Candles N Caviar mit Dion Tesselaar (Oudeschoot) und Zycknit,
der erneut von Thomas Panschow (Bladenhorst) pilotiert wird, durchaus mit
guten Aussichten in das Berliner Rennen. Beide hinken zwar mit ihren
Rekordzeiten der Konkurrenz hinterher. Doch die letzten Vorstellungen
waren beeindruckend, wobei Candles N Caviar beim direkten
Aufeinandertreffen dieses Duos klar vor Zycknit ins Ziel kam.
Salut, nun zum dritten Mal für Marion Jauß (Neritz) mit Roland Hülskath
(Mönchengladbach), hat sich auch schon mit Jag Junior gemessen, war dabei
in Dinslaken mit Champion Michael Nimczyk (Willich) Vierter.
Mister PK aus dem Trainingsquartier von Frank Ostermann (Burgwedel), den
Nimczyk diesmal für Peter Krohm (Hamburg) aus dem ersten Band startet, war
bei seinem letzten Auftritt als Dritter durchaus in Sichtweite von Candles
N Caviar und Zycknit. Ulrich Mommert, Besitzer von Brentano, setzt darauf,
dass Heinz Wewering (Berlin) seinem Hengst so viele Reserven entlocken
kann, dass er ins Geld läuft. Zweifellos hat es Brentano diesmal weitaus
schwerer als kürzlich bei einem Erfolg in einem Amateur-Rennen.
Georg Frick bietet für Frank Zickmantel (München) mit der der Startnummer 1 Key of Life
Diamant auf, der trotz der guten Ausgangsposition nur Außenseiterchancen
geltend machen dürfte. Das gilt wohl auch für Wings of Crown, der 20 Meter
mehr als die sieben Gegner aus dem ersten Band zu absolvieren hat.
Interessant sicherlich, dass Trainer Josef Sparber (Taufkirchen) den
vielfachen Berliner Champion Michael Hönemann als Fahrer aus Österreich in
dessen frühere Heimat einfliegen lässt.
Traber-Derby-Generalprobe: Überraschung im Buddenbrock
Wewering trumpft mit Unikum auf
Berlin (mspw) - Bei der Generalprobe vor dem Deutschen Traber-Derby in Berlin-Mariendorf, das Anfang August stattfindet, kam der 29-fache Champion Heinz Wewering nur wenige Tage nach dem Ende seines Trainer-Engagements bei der Neritzer Großbesitzerin Marion Jauß erneut in die Schlagzeilen. Der 60-Jährige gewann das Buddenbrock-Rennen, den letzten Test vor dem Derby, mit dem aus Finnland angereisten und im münsterländischen Ascheberg von Heinrich Platvoet gezogenen Hengst Unikum unerwartet zum Totokurs von 62:10.
Mit einer fahrerischen Glanzleistung fing Wewering den bis kurz vor der Ziellinie in Führung liegenden Hengst Velten Couture mit Hans-Joachim Tipke aus Heeslingen noch ganz knapp ab. Nicht weit zurück war Marisa Bock aus Schöneiche mit Picasso aus dem Besitz von Rabea Schulze Wienker (Versmold) auf Rang drei ungefährdet.
Die hoch gehandelte Finca, einzige Stute in diesem Dreijährigen-Feld, machte in der letzten Runde, als Fahrer Michael Schmid aus Oberhausen aus der sechsten Position heraus in äußeren Spuren angriff, einen Fehler und wurde disqualifiziert.
Hinter Garant mit dem Willicher Goldhelm Michael Nimczyk belegte der letztjährige Winterfavorit Super Neo, der wegen einer Atemwegserkrankung länger pausiert hatte, nur Rang fünf mit Thomas Panschow aus Bladenhorst. Auf den letzten Metern fehlte es dem Hengst, der dem Odenthaler Henno Sürder gehört, wohl noch an Kraft. Georgies Boy kam als sechstes Pferd mit Gerd Steinhaus aus Recklinghausen ins Ziel. Vier Teilnehmer waren nach Fehlern disqualifiziert worden.
Den mit 12.500 Euro dotierten Buddenbrock-Stutenlauf sicherte sich mit einer großartigen Speedleistung Anky Kievitshof, gefahren vom Niederländer Robin Bakker. Lange lag Anky Kievitshoff auf Rang vier in Lauerstellung, wurde in der entscheidenden Phase von Robin Bakker außen zu einem Angriff geführt und fing die vom Start weg führende Gondolin, gefahren vom Münchner Detlef Fleischer, trainiert von Gerhard Biendl für den Stall Elan der Münchnerin Christine Fleischer, noch sicher ab. Gut auch die Vorstellung der Drittplatzierten Angelique Transs R, für die Trainer Hans Bot (NL) Heinz Wewering verpflichtet hatte. Als Dritte zeigte die Stute ihre bisher überzeugendste Vorstellung. Jitanes war mit Heli Biendl zu Beginn des Einlaufs noch sehr prominent dabei, zog aber nicht ganz durch und wurde Vierte. Action Transs R enttäuschte als Fünfte mit Kees Kamminga (NL). Auf Rang sechs kam Butterfly Blue ein, die sich mit Michael Nimczyk durch einen Rumpler um eine bessere Platzierung brachte. Sirmione Way sprang mit Michael Schmid am Start und wurde ebenso disqualifiziert wie Aphrodite Eden mit Roland Hülskath, der nie entscheidend eingreifen konnte.
In der Entlastung zum Buddenbrock-Rennen konnte sich der 18-jährige Robbin Bot (NL) mit Mary’s Boy schon weit vor dem Ziel seines überaus beeindruckenden Sieges sicher sein. Baron W. kam mit Michael Schmid zwar noch gut auf, war für den Sieg aber chancenlos. Armstrong Transs R mischte mit Cees Kamminga (NL) immer in der Spitzengruppe mit, wurde Dritter.
Derby-Meeting mit sechs Renntagen
Die Derbywoche vom Samstag, 24.Juli bis Sonntag, 1. August bietet durch die Modusänderung diesmal sechs Renntage begrüßen zu dürfen. Der zusätzliche Renntag bietet die Chance, für Traber jeder Alters-, Gewinn- und Leistungsklasse differente Betätigungsfelder und lukrative Verdienstmöglichkeiten zu schaffen.
Die wichtigste Nachricht: Wegen der durch den neuen Modus bedingten Mehrkosten für die Besitzer des Derbyjahrgangs werden die Dotationen folgender Rennen erhöht:
Arthur Knauer – Rennen (Stuten-Derby)
Finale -B- 15.000.-Euro (2009 – 8.000.-Euro)
digibet.de 115. Deutsches Traber-Derby
Finale -B- 20.000.-Euro (2009 – 10.000.-Euro)
Aufgrund einer Änderung der TRO sind diese Rennen auch offen für in den Vorläufen disqualifizierte Teilnehmer. Diese Dotationserhöhungen wurden durch Sponsorengelder möglich und gehen nicht zu Lasten des Derby–Pools!
Der Berliner Trabrennverein bietet erstmalig eine Derbyrevanche an.
Starberechtigt sind alle Pferde des Jahrgangs 2006, die eine Nennung zum Deutschen Traberderby 2009, mit mindestens einem bezahlten Einsatz besaßen.
Derbyrevanche 2009
Hauptlauf - 1900 Meter, Dotation 25.000.- Euro.
Stutenlauf - 1900 Meter, Dotation 8.000.- Euro.
Entlastung - 1900 Meter, Dotation 5.000.- Euro.
Renntermin: Sonntag, 01. August 2010.
Zur Steigerung der Attraktivität werden auch die Dotationen der traditionellen Highlights der Derbywoche erhöht:
Derby - Rekordmeile
Frei für alle, 1609 Meter AS, Dotation 15.000.- Euro ( bisher 5.000.- Euro)
Renntermin: Sonntag, 01. August 2010.
Derby-Marathon-Pokal
Frei für alle, 3200 Meter BS, Dotation 15.000.- Euro ( bisher 5.000.- Euro)
Renntermin: Sonntag, 01. August 2010.
Derby-Handicap de luxe
Unter diesem Motto stehen einige neu kreierte Rennen der Derbywoche. Erstmalig wird das Derby-Handicap de luxe angeboten; ein Rennen mit einer Gesamtdotation von mindestens 15.000.- Euro, das sich an Pferde bis 16.000.- GS richtet, die nicht unbedingt den Seriensiegern zugerechnet werden können.
1. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde mit Gewinndurchschnitt bis 125.-/Start
Dotation: 2.500.- Euro.
2. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde mit Gewinndurchschnitt bis 250.-/Start
Dotation: 2.500.- Euro.
Finale - 2000 Meter BS; Dotation 10.000.- Euro.
Der Einsatz für dieses Rennen beträgt nur 50.- Euro!
Renntermin: Freitag, 30. Juli 2010.
Derby-Championat der Ladies I
In der Derbywoche werden auch die Amateure nicht zu kurz kommen! Neben den Vor- und Finalläufen der traditionellen Deutschen Amateurmeisterschaft gibt es folgende feste Programmpunkte für Ladies und Herren mit Amateurlizenz:
AF für Damen ; 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 10000.- Dotation 3.000.- Euro
Renntermin: Samstag, 24. Juli 2010.
Derby-Championat der Ladies II
AF für Damen 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 20000.- Dotation 3.000.- Euro
Renntermin: Freitag, 30. Juli 2010;
Beide Läufe mit Punktewertung um wertvolle Ehrenpreise.
Derbypokal der Herrenfahrer
AF für Herren 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 4000.- Dotation 3.000.- Euro
Renntermin: Samstag, 24. Juli 2010;
Derbykampf der Geschlechter
1. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 13.000.- Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Damen mit Amateurlizenz.
2. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 13.000.- Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Herren mit Amateurlizenz.
Finale - 1900 Meter AS; Dotation 5.000.- Euro
Der Einsatz für das Finale ist frei
Renntermin: Samstag, 31. Juli 2010.
Derby Kombi - Pokal
Neben den Amateuren möchte man auch den Trabreitern Startmöglichkeiten anbieten, um erwartete, neue Besucher durch die Vielseitigkeit des TRS zu begeistern.
Für die Trabreiter/innen wurden zwei Prüfungen ausgeschrieben, wovon
eine als Kombination aus Trabreiten und Trabfahren in zwei Rennen, über eine Punktewertung für die gleichen Pferde ausgetragen wird.
Rennen in 2 Läufen mit Punktewertung (pro Punkt 10.-); Dotation 6.000.- Euro
1. Lauf – Trabreiten, 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 25.000.-. Für Reiter mit Lizenz.
2. Lauf – Trabfahren, 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 25.000.-. Offenes Rennen.
Der Einsatz für dieses Rennen beträgt nur 50.- Euro!
Renntermin: Sonntag, 01. August 2010.
Derby-Pokal der Trabreiter/innen
Frei für alle, 2000 Meter BS, Lagen ab 20000+35000.- Dotation 3.000.- Euro
Renntermin: Samstag, 24. Juli 2010.
Derby-Duell Nachwuchs vs. Lehrmeister
Natürlich erhält auch der Nachwuchs seine Chancen, um sich an großen Renntagen vor einem breiten Publikum zu beweisen. Neben einem reinen Nachwuchsfahren wird es erstmals zu einem Generations-Duell
mit den Lehrmeistern kommen.
1. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 15.000.- Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Lehrlinge und Berufsfahrer mit Erlaubnis.
2. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 15.000.- Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Berufsfahrer mit Trainerlizenz, sowie Berufsfahrer mit mehr als 500 Siegen.
Finale - 2020 Meter BS; Dotation 5.000.- Euro
Der Einsatz für das Finale ist frei!
Renntermin: Samstag, 24. Juli 2010.
Derby-Pokal der Nachwuchsfahrer/innen
Startberechtigt sind Lehrlinge und Berufsfahrer mit Erlaubnis, sowie Berufsfahrer unter 30 Siegen; 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 22.000.-. Dotation 3.000.- Euro
Der Einsatz für dieses Rennen ist frei!
Renntermin: Donnerstag, 29. Juli 2010.
Derby-Länderduell D vs. NL
Deutschland vs. Niederlande, dieses ewig junge Länderduell sorgte bei
Fußballweltmeisterschaften stets für Brisanz, Spannung und Emotionen.
Um dieses Szenario auf den TRS zu übertragen, wurde das Derbyduell
für Fahrer beider Nationen ausgeschrieben.
1. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 5.000.- off. R. Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Profis deutscher Nationalität.
2. Vorlauf - 1900 Meter AS, Pferde a.L. bis 5.000.- off. R. Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Profis niederländischer Nationalität.
Finale - 1900 Meter AS; Dotation: 5.000.- Euro
Der Einsatz für das Finale ist frei!
Renntermin: Sonntag, 25. Juli 2010.
In den letzten Jahren haben deutsche Besitzer vermehrt Produkte aus anderen Ländern erworben. Aus diesem Grund bieten wir das Derby-Zuchtbuchduell an - ein Rennen, in dem Pferde aus dem niederländischen, skandinavischen und deutschen Zuchtbuch in den Vorläufen unter sich bleiben. Die jeweils 4 Bestplatzierten qualifizieren sich für das Finale.
Derby-Zuchtbuchduell
1. Vorlauf - 1900 Meter AS, bis 9.000.- off. R. Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Pferde aus skandinavischen Zuchtbüchern.
2. Vorlauf - 1900 Meter AS, bis 9.000.- off. R. Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Pferde aus dem niederländischen Zuchtbuch.
3. Vorlauf - 1900 Meter AS, bis 9.000.- off. R. Dotation: 3.000.- Euro
Startberechtigt sind Pferde aus dem deutschen Zuchtbuch.
Finale - 1900 Meter AS; Dotation: 6.000.- Euro
Renntermin: Samstag, 31.Juli 2010.
Champions Day in Mariendorf
Die Derby-Bahn ehrt die Berliner Meister und den Mariendorfer Traber des Jahres“ – Große Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Haiti – Ein Hauch von Vincennes: Parallel zum Prix de Cornulier“ finden zwei Trabreiten statt
Der große Tag der Champions: Die Ehrung der besten Berliner Trabrennsportler der letzten Saison steht neben den zehn spannenden Prüfungen im Mittelpunkt der Sonntagsveranstaltung (24-1-10). Die Zeremonie findet direkt im Winnercircle der Bahn statt. Und dass beim Trabrennsport natürlich das Pferd an erster Stelle steht, dokumentiert die Chronologie dieser Zeremonie. Denn der Wallach Connery wird als Mariendorfer Traber des Jahres gleich nach dem 1. Rennen geehrt, bevor es mit Marisa Bock (Champion der Trabreiter) und den Berliner Meistern Andre Pögel (Amateure), Ulrich Mommert (Besitzer), Manfred Zwiener (Berufsfahrer), Bernd Schrödl (Züchter) und Roman Matzky (Trainer) weitergeht.
Die Champions zu ehren, ist dem Berliner Trabrenn-Verein Jahr für Jahr eine echte Herzensangelegenheit. Doch die Aufmerksamkeit und Anteilnahme aller Aktiven und aller Freunde des Sulkysports gehört in diesen Tagen vor allem den Erdbebenopfern in Haiti, die jegliche erdenkliche Hilfe der Weltöffentlichkeit dringend benötigen. Daher bittet der Rennverein alle Besitzer, Fahrer und Trainer darum, einen Beitrag im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten zu leisten.
Ulrich Mommert, der Vorsitzende des BTV, geht mit gutem Beispiel voran und verzichtet auf sämtliches Preisgeld, das seine sechs am Sonntag startenden Pferde verdienen. Der Deutsche Champion Michael Nimczyk stößt mit seiner gesamten Familie dazu: Der Goldhelm, der am Mariendorfer Renntag sieben Mal in den Sulky steigt, sein Vater Wolfgang (zwei Fahrten) und seine Schwester Cathrin (zwei Ritte) verzichten auf alle Fahrer- bzw. Reiterprämien. Nimczyks Onkel Hans Brocker und Peter Sieburg, einer der großen Besitzer im Stall, spenden jeweils 200 Euro. Und als der vielfache norddeutsche Champion Heiner Christiansen, der am Sonntag sechs Traber an den Start bringt, von der geplanten Aktion erfuhr, ließ er sich ebenso nicht lumpen: Ich spende meine gesamten Trainerprozente und hoffe, dass meine Pferde weit nach vorne laufen!
Und das soll nur ein Zeichen und der Anfang sein: Für alle Aktiven, die sich an der Spendenaktion beteiligen wollen und bereit sind, auf Anteile ihrer Preisgelder und Prämien zu verzichten, hat der Rennverein am Sonntag ab 12 Uhr unter der Rufnummer 0177-20 444 44 extra eine Hotline geschaltet. Denn jede Unterstützung und jeder einzelne Cent wird gebraucht, um denjenigen Menschen zu helfen, die unverschuldet in grausame Not geraten sind. Das durch den Prämienverzicht gesammelte Geld wird direkt an das Deutsche Rote Kreuz weitergeleitet, das bei der Bank für Sozialwirtschaft (Bankleitzahl 370 205 00) unter dem Stichwort Haiti ein Spendenkonto mit der Nummer 41 41 41 eingerichtet hat. Alle Spender erhalten vom Deutschen Roten Kreuz selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.
Anlässlich der schrecklichen Tsunami-Katastrophe hat der deutsche Trabrennsport schon einmal seine Solidarität mit notleidenden Menschen bewiesen. Nun ist erneut die Initiative aller Sportler gefragt – an einem Nachmittag, an dem trotz der eiskalten Temperaturen ein Hauch von Vincennes über die Mariendorfer Rennpiste wehen wird. Denn zwei Trabreiten innerhalb weniger Stunden wurden noch nie auf der Berliner Bahn ausgetragen. Nun ist es soweit: Parallel zum Prix de Cornulier in Paris, dem mit 700.000 Euro dotierten wichtigsten Trabreiten der Welt, finden in Berlin zwei Entscheidungen unter dem Sattel statt, die beide mit jeweils 1.000 Euro Siegjackpot ausgestattet sind.
Im 3. Rennen trifft die Championesse Marisa Bock mit dem viermal hintereinander erfolgreichen Zico Buitenzorg auf den zwanzig Meter schlechter gestellten Doppelsieger Voici Cartouche (Daniela von Dabrowski). Ein echtes Spitzenduell zweier Formpferde, die ihr Können bisher ausnahmslos vor dem Sulky bewiesen haben und nun ihr Monté-Debüt abliefern. Das als 6. Rennen ausgetragene zweite Trabreiten des Tages ist ähnlich interessant besetzt. Der unter dem Sattel bereits erfahrene Premier November (Cathrin Nimczyk) muss sich gegen den Newcomer Christian RM (Joana Klein) beweisen.
Auch die acht weiteren Sulky-Prüfungen des Nachmittags sind häufig von Duellen ausgesprochener Formpferde geprägt. Dies gilt besonders für das 7. Rennen (mit Zweierwetten-Gewinnspiel) und das 10. Rennen (mit 1.000 Euro Siegjackpot). Rower You (Michael Nimczyk) gegen Daniel Boone (Heiner Christiansen) und Milton (Michael Nimczyk) gegen Brentano (Thomas Heinzig) lautet hier die Devise. Doch auch die unteren Gewinnsummenklassen sind exquisit besetzt. Gleich im Auftaktrennen, bei dem Pferde bis 3.600 Euro Gewinnsumme startberechtigt sind, kann der frische Doppelsieger Youcancallme AL (Michael Nimczyk) bereits auf eine 17,0-Rekordmarke verweisen. Für seinen Düsseldorfer Besitzer Peter Sieburg erzielte der Erstling der Lambada Girl eine herausragende Bilanz. Denn obwohl der niederländische Wallach zuvor auf seiner Heimatbahn Wolvega die eine oder andere Schlappe eingesteckt hatte, war er auf deutschem Boden bisher kaum zu bezwingen. Von seinen fünf Starts in Dinslaken und Karlshorst gewann Youcancallme AL vier Mal und war nur ein einziges Mal knapp unterlegen.
Die Prämienausspielung um Wettgutscheine in Höhe von 1.000 Euro findet in den Rennen 1-9 statt. Treffen Sie einfach einen der ersten neun Sieger mit mindestens zehn Euro Einsatz und Sie erhalten Ihr Prämienlos! Unser Gewinnspiel für Bahnbesucher gibt es wieder im 7. Rennen. Dort sind über die Zweierwette 500 Euro extra zu gewinnen! Mit zusätzlichen Siegjackpots in Höhe von jeweils 1.000 Euro sind das 3., 6., 8. und 10. Rennen ausgestattet.
Das erste Rennen wird um 14.00 Uhr gestartet!
Yardley Rich gewinnt den Vierjährigen-Marathon in Berlin
Kein Problem für Mollema-Schützling
Berlin (mspw) - Selbst eine Zulage von 40 Metern im mit 30.000 Euro
dotierten Vierjährigen-Marathon (2.500 Meter) am Sonntag (23-8-09) auf der
Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf konnten den ehemaligen Derby-Zweiten
Yardley Rich nicht stoppen. Thomas Panschow (42/Bladenhorst) hatte mit dem
von Arnold Mollema (60/Wolvega, NL) für den ehemaligen Architekten
Johannes Rijk (Epe, NL) vorbereiteten Hengst wenig Mühe, als Erster die
Ziellinie zu überqueren. Zum Totokurs von 85:10 verwies Yardley Rich die
40 Meter vor ihm gestarteten Top of the Rocks mit Gerd Biendl
(52/München), Hannieball mit John Westenbrink (27/Wolvega, NL) sowie Yewel
Boshoeve, gesteuert vom aktuellen Deutschen Meister Michael Nimczyk
(23/Willich), auf die Plätze. Die Viererwette auf diesen Einlauf wurde
nicht getroffen.
Nimczyk profitierte von der nachträglichen Disqualifikation des
ursprünglich viertplazierten Jolimede mit Reinier Feelders (45/Kevelaer).
Die Rennleitung war der Meinung, dass Jolimede Sir Hajo mit Rob de Vlieger
(44/Zwaanshoek, NL) behindert haben soll.
Für Sieger-Trainer Arnold Mollema, kam der Erfolg seines Schützlings nicht
überraschend. Er hatte zwar ein paar Probleme mit den Gelenken. Aber der
Hengst ist momentan in einer Top-Form. Die längere Distanz ist überhaupt
kein Problem für ihn,
strahlte Mollema, der das Rennen in seiner
niederländischen Heimat am Fernseher verfolgt hatte. Nachdem Yardley Rich
im Schlussbogen die Führung übernommen hatte, war ich mich sicher, dass er
nicht mehr einzuholen war.
Gleich nach dem Start hatte Sorbas mit Michael Schmid (42/Oberhausen) die
Führung übernommen. Einen guten Antritt aus dem ersten Band hatten auch
Yewel Boshoeve und Wonderboy mit Olivier Monshouwer (33/Bemmel) erwischt.
Sorbas unterlief jedoch früh ein schwerer Fehler.
Yardley Rich wurde zunächst im Feld von Fahrer Thomas Panschow
zurückgehalten. Erst kurz vor dem Schlussbogen wurde der Hengst
eingesetzt, kam in äußerer Spur zügig voran. Er stellte den ermüdeten
Hannieball und war schnell uneinholbar in Front. Hannieball
musste im Endspurt noch Top of the Rocks passieren lassen, rettete aber
immerhin Rang drei.
Yardley Rich soll nun im Großen Preis von Deutschland am 15. Oktober in
Gelsenkirchen laufen. Dort geht es um ein Preisgeld von mindestens 150.000
Euro.
Sonntag ist in Berlin-Mariendorf auch bei den Pferden langer Atem gefragt
Vierjährige Traber wie Marathon-Läufer
Berlin (mspw) - Bei der Leichtathletik-WM in Berlin kämpfen die besten
Athleten der Welt bis Sonntag um Medaillen. Eine der letzten Disziplinen
ist am Schlusstag der Marathon der Frauen. Am Sonntag (23-8-09) wird – nur wenige
Kilometer vom Olympiastadion entfernt – aber noch ein anderer Ausdauerlauf
entschieden. Auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf steht der mit
30.000 Euro dotierte Vierjährigen-Marathon auf dem Programm. Und die
Bänderstart-Prüfung, die über eine Distanz von 2.500 Metern führt, ist
exzellent besetzt. Unter anderem treffen mit Yardley Rich, gesteuert von
Thomas Panschow (42/Bladenhorst), und Sir Hajo mit dem Niederländer Rob de
Vlieger (44/Zwaanshoek) im Sulky der Derby-Zweite und –Dritte des
Vorjahres auf 13 weitere Konkurrenten.
Für die beiden Spitzen-Traber gibt es beim Kampf um die Siegprämie von
15.000 Euro aber noch ein zusätzliches Handicap. Denn Yardley Rich und Sir
Hajo müssen wegen ihrer hohen Gewinnsummen aus dem dritten Band starten
und damit sogar noch 40 Meter mehr zurücklegen als die meisten
Konkurrenten. Der Rennverlauf muss bei 40 Extra-Metern schon genau
passen. Trotz der Zulage sind wir aber alles andere chancenlos,
sagt
Thomas Panschow, der im Vorjahr das Derby mit Nu Pagadi gegen eben jenen
Yardley Rich und Sir Hajo für sich entschieden hatte.
Neben Sir Hajo hat Panschow noch vier oder fünf weitere Anwärter auf den
Sieg im Auge. Ein Kandidat ist Top of the Rocks. Der Hengst, der vom
Münchner Gerd Biendl (52) trainiert und gefahren wird, hat bereits
positive Erfahrungen mit der Steher-Distanz gemacht.
Denn beim zweiten Vorbereitungslauf zum Vierjährigen-Marathon Anfang
August in Dinslaken siegte Top of the Rocks leicht mit zwei Längen vor
Hannieball (John Westenbrink/Meppel, NL), der am Sonntag ebenfalls mit von
der Partie ist.
Hoffnungen auf den Sieg macht sich auch der aktuelle Deutsche Meister
Michael Nimczyk (23/Willich). Denn die von ihm gesteuerte Stute Yewel
Boshoeve gewann den ersten Vorbereitungslauf Ende Juli in
Berlin-Mariendorf. Es wird viel auf den Start ankommen. Wenn wir gut ins
Rennen kommen, dann können wir weit vorne landen. Die Distanz wird Yewel
Boshoeve keine Probleme bereiten,
sagt der Goldhelm, der mit 101
Erfolgen dieser Saison im Berufsfahrer-Championat schon wieder ganz vorne
zu finden ist. Ihm auf den Fersen ist Roland Hülskath (34/Mönchengladbach)
mit 96 Erfolgen. Hülskath steuert im Vierjährigen-Marathon den Hengst
Sunrise Star.