
Ich hatte mich während des größten Teils der 1.900 Meter-Distanz an der Innenkante verstecken können. Im Schlussbogen erspähte ich dann plötzlich eine Lücke, in die Unikum willig hineinstrebte und sich in der vorentscheidenden Phase des Rennens von der Konkurrenz löste,schilderte Wewering, der zuletzt 2001 mit Oscar Schindler Sl das Blaue Band gewonnen hatte, seine imponierende Siegfahrt.
Ein Glücksgriff! Ich wusste ja, dass Heinz nichts verlernt hat.
Schon im Vorlauf, als Unikum Zweiter war, bin ich mit ihm gut zurechtgekommen. Diesmal hat er sich noch gesteigert.
Ich hatte ein wenig Angst vor Heinz Wewering mit San Siro BR in meinem Rücken. Aber es lief dann am Ende doch alles reibungslos.
Ich wollte meinen Hengst auch noch einmal dem deutschen Publikum präsentieren. Dass er dabei vollauf überzeugt hat, freut mich umso mehr.Sir Karan, am Toto wie der Sieger stark beachtet, kam für Ursula Augst (Sprockhövel) mit Roland Hülskath hinter dem in 1:12,8 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer siegreichen Hanke-Hengst auf Rang zwei. Dritter wurde Gustav Diamant mit Gerd Biendl.
Eine Runde vor Schluss waren wir noch ganz hinten. Dann habe ich mich an Jag Junior dran gehängt, ehe wir auf der Zielgeraden gezeigt haben, dass Marc Burgerheide ein Flugzeug ist.
Ich gewinne, wenn Indikid keinen Fehler macht,hatte Hülskath vor dem Rennen optimistisch verkündet. Er scheiterte mit seiner Prognose nur ganz knapp. Besitzerin Marion Jauß verpasste ihren dritten Triumph in Serie im Arthur Knauer-Rennen hauchdünn.
Es war kein leichtes Rennen. Wir lagen außen an vierter Stelle. Es war vielleicht unser Glück, dass Gondolin in Führung nicht so schnell war, so dass wir mit unserem Angriff warten konnten.Schwerer war der Rennverlauf zweifellos für Indikid, mit der Hülskath aus dem hinteren Drittel in der Schlussrunde in dritter Spur startete und auch schnell im Vorderfeld auftauchte.
Auch Inara hatte sich eine Infektion eingefangen. Einige meiner Pferde sind ausgerechnet in der Derby-Woche davon betroffen. Dadurch ist auch das schwache Laufen einiger Pferde am ersten Derby-Wochenende zu erklären.
Es lief diesmal optimal. Nach dem schwachen Laufen vor einer Woche hat man bei Lady Maud einiges verändert. Das hat sich sehr positiv ausgewirkt.
Medhufushi ist ein gigantisches Pferd. 98 Prozent des Erfolges hat er ausgemacht, zwei Prozent der Fahrer. Ich wollte eigentlich nur 2,5 Minuten alles richtig machen. Das ist mir gelungen,so Tux. Lob für den neuen Amateur-Meister gab es von Medhufushis Trainer Heli“ Biendl:
Marian Tux hat keine Nerven gezeigt und sich das Tempo genau so eingeteilt, dass die Konkurrenz keine Chance hatte.
Es ist alles optimal gelaufen. Ich wusste, dass die Stute gut in Form ist und bin froh, dass es mit dem Sieg geklappt hat,freute sich Tesselaar über den Erfolg mit der Stute, die sich als Vorlaufs-Dritte für das Finale qualifiziert hatte.
Dem Hengst hat die weite Anreise über mehr als 3.600 Kilometer nichts ausgemacht. Ich hatte schon beim vierten Platz im Buddenbrock-Rennen ein gutes Gefühl im Hinblick auf die Derby-Chancen.Da Armando Kievitshof mit Cees Kamminga (NL) sich hinter Garant einen Finalplatz schnappte, verpasste auch der für das Derby-Finale von seinem Trainer und Fahrer Heli Biendl aus Ascha hoch eingeschätzte Derby-Kandidat Sahir als Vierter den Endlauf, weil er erst hinter Baron W. mit dem Oberhausener Michael Schmid ins Ziel kam. Baron W. reichte ein dritter Platz, um als einer von zwei zweitschnellsten Dritten in das Finale einzuziehen.
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1 Unikum mit Heinz Wewering 2 Amoor Kievitshof mit Hugo Langeweg jr. 3 Garant mit Michael Nimczyk 4 Mary’s Boy mit Robbin Bot 5 Baltimore As mit Roland Hülskath |
6 Armando Kievitshof mit Cees Kamminga 7 Finca mit Dominik Locqueneux 8 Like that Diamant mit Gerhard Biendl 9 Baron W. mit Michael Schmid 10 Picasso mit Andor Schute |
Wir haben etwas am Gebiss verändert,verriet Uwe Zevens, der Vin Race in Berlin auch steuerte, das Geheimnis für die Leistungsexplosion der Fuchsstute, die bis vor vier Wochen noch von Gerd Holtermann in Bladenhorst trainiert worden war. Zevens:
Die Veränderung am Gebiss der sensiblen Stute hat sich gelohnt. Zuvor war sie auch nicht schlecht gelaufen, doch sie ließ sich schlecht regulieren und baute meist nach 1.500 Metern ab.
Sie hatte im Vorlauf lange am Ende des Feldes gelegen. Aber ich habe in allen vier Vorläufen kein Pferd gesehen, das auf den letzten 800 Metern so schnell war wie Finca,sagt de Jong über die Stute, die Visser vor zwei Jahren auf der Berliner Jährlings-Auktion für rund 11.000 Euro ersteigert hatte.
Visser hat außerdem den Ehrgeiz, nach dem Derby-Sieg 2004 mit Ambassador As noch einmal im großen Derby Erfolg zu haben.
Ich hatte schon vor den Vorläufen Indikid als das Pferd bezeichnet, das für Marion Jauß im Derby besonders chancenreich sein würde.
mit viel Vertrauen.Gondolin gewann ihren Vorlauf mit Detlef Fleischer (München) nach einem verbummelten Rennen, so dass abzuwarten bleibt, wie diese Leistung einzustufen sein wird. Sensations-Vorlaufsiegerin Vin Race (Sieg 234:10) wirkte auf den letzten Metern nicht mehr ganz so zwingend, wehrte aber mit Uwe Zevens (Bedburg-Hau) den Schlussangriff von More Muscles erfolgreich ab.
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1 Vin Race mit Uwe Zevens (49/Bedburg-Hau) 2 Gondolin mit Detlef Fleischer (38/München) 3 Anky Kievitshof mit Robin Bakker (27/Wolvega, NL) 4 Angelique Transs R mit Heinz Wewering (60/Hamburg) 5 Indikid mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) |
6 More Muscles mit Michael Nimczyk (24/Willich) 7 Action Transs R mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) 8 Bella B mit Michael Schmid (43/Oberhausen) 9 Floriane mit Thomas Panschow (43/Oberhausen) 10 Sirmione Way mit Helmut Biendl (59/Ascha) |
So offen war das Derby wohl seit Jahren nicht. Alles ist möglich.
Beim fünften Platz im Vorlauf musste Year of Transs R in zweiter Spur weite Wege gehen. Diesmal hatte ich alles selbst in der Hand und konnte mir das Rennen selbst einteilen,strahlte ein überglücklicher Robbin Bot nach seinem Triumph in der 30.000 Euro-Prüfung im Rahmen der Derby-Woche.
Bei dem Großangriff seines Stuten-Quintetts in den vier Vorläufen ist Heli
Biendl auf Fremdhilfe angewiesen. Ich kann halt nur viermal selbst in den Sulky steigen. Aber mit Heinz Wewering habe ich für die Fahrt hinter der Stute Bella sicherlich keine schlechte Wahl getroffen,sieht sich Biendl mit seiner Stuten-Herde gut aufgestellt. Und nicht nur das. Er wagt auf die Frage, welche Stute denn das Finale am 31. Juli auf der Derby-Bahn in Mariendorf seiner Meinung nach gewinnt, sogar eine äußerst optimistische Prognose.
Wer genau, das weiß ich nicht. Aber es wird mit einiger Wahrscheinlichkeit eine meiner Stuten sein.
Sirmione Way (1. Vorlauf) patzte zuletzt im ersten Bogen, als es vor uns eng war. Sie hat sehr gut gearbeitet, kann mehr, als ihre Formen aussagen. Inara (3. Vorlauf), ebenfalls aus dem Besitz der Münchner Hannelore Weber-Berchtold und Thomas Berchtold, müsste das Finale leicht erreichen können. Almasi aus dem Besitz des Gestüts Stormy Horses von Jörg Brandt (Scharbeutz) ist frische Doppelsiegerin, überzeugte bei der Generalprobe in Gelsenkirchen. Ein sehr gutes Pferd, das sich sogar steigern kann. Sie lässt sich manchmal noch etwas bitten, reagiert dann aber prompt.
Jitanes, ebenfalls von Jörg Brandt, ist unglaublich schnell, für das Finale müsste es glatt gehend allemal reichen. In ihrer Entwicklung ist sie noch etwas zurück. Vielleicht kommt das Stuten-Derby für sie noch zu früh. Auf jeden Fall hat sie Steigerungspotenzial. Sie startet zusammen mit der von Heinz Wewering gefahrenen Berchtold-Stute Bella B im vierten und wohl auch schwersten Vorlauf. Bella B ist noch launisch. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. Sie ist halt ein Mädchen.
Wir haben immer noch eine große Meinung. Aber sie schwächelt ständig in der Startphase, ist übereifrig und patzt. Geht sie mal glatt, dann ist eine durchschnittliche Kilometerzeit von 1:15,5 bis 1:16,0 Minuten durchaus drin.
doch noch hin zu kriegen,so Hendrikx.
Sie hat andere Eisen bekommen, um runder zu laufen. Mit dem Gebiss haben wir etwas geändert, mit der Anspannung auch.
Unsere Siegchancen liegen vielleicht bei einem Prozent. Und das ist eventuell schon zu hoch gegriffen. Aber ich freue mich auf dieses Derby-Erlebnis, auch wenn es nur ein Vorlauf ist.Und dann verrät Hendrikx auch seine Taktik:
Bei den beiden letzten Starts bin ich ganz vorsichtig ins Rennen gegangen, war immer respektvoll deutlich hinter dem Startauto. Jetzt aber wird drauf gehalten. Alles oder nichts. Mehr als verlieren geht schließlich nicht.
Die Zulage kann nur dann zum Problem werden, wenn der Rennverlauf gegen uns ist,meint Trainer Mollema, der seinen Schützling auch steuern wird.
Die Form von Unforgettable ist sehr gut, das Pferd fühlt sich wohl. Ich fahre optimistisch nach Berlin. Von der Klasse her ist der Hengst das beste Pferd im Feld.
Mehr an Traber-Geschichte als bei Mary’s Boy - trotz des noch jungen
Alters - gibt es kaum. Der Trabrennsport spielt in seinem Umfeld schon lange eine
wichtige Rolle. Eigentlich schon seit der Zeit, als der Hengst noch nicht
geboren war. Heinz und Sonja Wewering kauften auf einer Auktion bei Alwin
Schockemöhle die Stute Red Lady. Als Besitzerin eingetragen: Tochter Marie
Charlott Wewering. Ein guter Ankauf. Red Lady gewann viel, unter anderem
auch das Derby für die Stuten.Ein Trabrennpferd zum Verlieben,fand Sonja Wewerings Mutter Doris Wilhelm (Stall Cortina/Köln), selbst erfolgreiche Besitzerin und Züchterin.
Ich hätte Mary’s Boy meiner Tochter zu gerne abgekauft. Aber sie wollte nur die Hälfte abgeben. Wir haben uns nicht geeinigt,erinnert sich Doris Wilhelm. Das hatte freilich überhaupt keine Auswirkungen darauf, dass die ganze Sippschaft sich über die Entwicklung des gut geratenen Red Lady-Sprößlings freut.
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Ich habe meinen Erfolg noch gar nicht in vollem Umfang realisiert. Das wird wohl noch ein paar Tage dauern,sagte Hülskath. Für seinen Derby-Helden Zar As, der vom Niederländer Paul Hagoort (31/Oldetrijne) trainiert wird, sieht der Fahrplan in dieser Saison noch einige große Aufgaben vor. Zu den wichtigsten Zielen – das kündigte Roland Hülskath an - gehören die Rennen um die Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November in Gelsenkirchen sowie das Europa-Championat der Dreijährigen in Frankreich.
Ich freue mich vor allem deswegen, weil Zar As kein einfacher Bursche ist, mit dem manchmal das Temperament durchgeht. Er war auf den Moment genau in Glanzform und ist ein Derby-Sieger, der noch einiges erreichen wird, wenn er gesund bleibt.
Ich wollte nicht alles riskieren und hatte mir vorgenommen, trotz Startnummer eins nicht auf Biegen und Brechen los zu fahren, sondern erst im ersten Bogen an die Spitze zu kommen.Das klappte auch, aber dann hatte Pools doch einige Mühe, einen gut aussehenden Schlussangriff von Karaburan mit Helmut Biendl (58/Ascha) kontern zu können. Das hatte zweifellos Kraft gekostet. Vielleicht war das auch der Grund dafür, dass Marc Burgerheide im Finale, in dem er lange im hinteren Feld lag, nur Dritter hinter Karaburan mit Heli Biendl wurde.
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