Zuletzt bearbeitet: 13.12.2010
Kooyman-Wallach bleibt in Deutschland weiter unbesiegt
Diego Guapa mit dem längsten Atem
Hamburg (mspw) - Die Serie des sechsjährigen Traber-Wallachs Diego Guapa
hält. Der vom Niederländer Tom Kooyman (49/Lijnden) trainierte und
gesteuerte 12:10-Favorit hatte am Sonntag (12-12-10) bei einem mit 10.000 Euro dotierten
Steher-Rennen über die Marathon-Distanz von 2.720 Metern auf der
Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld den längsten Atem und kam damit bei
seinem elften Start in Deutschland auch zum elften Sieg.
Obwohl Diego Guapa zunächst sehr vorsichtig ins Rennen geschickt worden
war und dann in zweiter Spur recht weite Wege gehen musste, hatte der
Kooyman-Schützling am Ende keine Mühe, den lange Zeit führenden Hengst
Top of the Rocks mit dem Münchner Gerhard Biendl (53) im Endspurt noch auf
Rang zwei zu verweisen. Das dritte Geld holte sich der 545:10-Außenseiter
Eckstein mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) im Sulky.
Die nächste Aufgabe für Diego Guapa wird jetzt am 26. Dezember der
Hauptlauf zum Weihnachts-Pokal (2.600 Meter), dotiert mit 30.000 Euro, auf
der Bahn in München-Daglfing sein. Auch das Finale wollen wir gewinnen,
kündigte Tom Kooyman nach dem Triumph in Hamburg voller Optimismus an:
Wenn Diego Guapa gesund bleibt, ist auch gegen noch stärkere Konkurrenten
für uns alles möglich.
Ebenfalls um je 10.000 Euro Weihnachtsgeld ging es in den beiden Läufen
zum Hamburger Bahrenfeld-Cup. Dabei war die vierjährige Stute Push the
Button mit Detlef Fleischer (39/München) im Sulky als 25:10-Favoritin
nicht zu bezwingen. Lange Zeit hatte der 300:10-Außenseiter Milton mit dem
amtierenden Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk (24/Willich) das Feld
angeführt. Vor dem Schlussbogen drückte Detlef Fleischer mit der von
Gerhard Biendl vorbereiteten Push the Button aber auf die Tube, zog an
Milton vorbei und dann unaufhaltsam davon. Milton behauptete Platz zwei
vor Sweet Fly mit Henri Joseph Pools (68/Berlin).
Einen holländischen Doppelsieg gab es im zweiten Rennen um den
Bahrenfeld-Cup. Die vierjährige Stute Monica di Quattro aus dem
Trainingsquartier von Jeroen Engwerda (49/Beddinghuizen) verwies mit dem
in den Niederlanden wohnenden Belgier Kurt Roeges (35/Ureterp) im Sulky
den von Marcel Hauber (40/Deurze) vorbereiteten Zycknit mit Thomas
Panschow (43/Bladenhorst) auf Rang zwei. Knapp dahinter belegte Lincolns
Crown, gefahren vom deutschen Lehrlings-Champion Tim Schwarma (19/Weeze),
den dritten Platz.
Während der künftige Goldhelm Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) den
ohnehin schon uneinholbaren Vorsprung im Berufsfahrer-Championat durch
seine Saisonsiege 181, 182 und 183 in Hamburg weiter ausbaute, ging
Titelverteidiger Michael Nimczyk leer aus. Er bleibt mit 130 Volltreffern
Dritter hinter Rekord-Champion Heinz Wewering (60/Berlin), der bisher 131
Rennen für sich entschieden hat.
Trial II zum Weihnachts-Pokal am Sonntag in Hamburg
Serie von Diego Guapa soll halten
Hamburg (mspw) - Zwölf Tage vor Heiligabend geht es Sonntag (12-12-10) auf der
Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld um viel Weihnachtsgeld. Gleich drei
mit beachtlichen 10.000 Euro dotierte Prüfungen stehen auf der Tageskarte.
Neben dem Trial II zum Weihnachts-Pokal werden in der Hansestadt auch zwei
Läufe zum Bahrenfeld-Cup entschieden. Allein an die Sieger dieser drei
hochkarätigen Rennen gehen jeweils 5.000 Euro.
Viel Puste ist im Trial II zum Weihnachts-Pokal gefragt. Die Prüfung führt
über die Marathon-Distanz von 2.720 Metern. Auch im Hauptlauf zum
Weihnachts-Pokal (30.000 Euro) ist am Sonntag, 26. Dezember, in
München-Daglfing über 2.600 Meter ein gutes Stehvermögen gefordert.
Dass lange Strecken für ihn kein Problem sind, hat der vom Niederländer
Tom Kooyman (49/Lijnden) trainierte Diego Guapa bereits eindrucksvoll
unter Beweis gestellt. Zuletzt war der sechsjährige Wallach Ende November
im Trial I zum Weihnachts-Pokal (2.500 Meter) in Berlin-Mariendorf nicht
zu bezwingen. Zuvor hatte Diego Guapa Mitte Oktober in Gelsenkirchen sogar
eine Prüfung über 3.225 Meter für sich entschieden. Auch in Hamburg ist
Tom Kooyman der Fahrer des Wallachs, der bei zehn Deutschland-Starts noch
ungeschlagen ist.
Mit sechs Kontrahenten bekommt es Diego Guapa in Hamburg zu tun. Trainer
und Fahrer Gerhard Biendl (53/München) hat dabei gleich zwei heiße Eisen
im Feuer. Er selbst steuert den frischen Sieger Top of the Rocks, der in
dieser Saison exakt die Hälfte seiner 14 Starts gewinnen konnte. Seinen
Schützling Perl’s Fortune, zuletzt zweimal in Folge Zweiter, vertraut
Gerhard Biendl dem Münchner Detlef Fleischer (39) an.
Gut gerüstet für die lange Distanz ist auch Hannieball, trainiert und
gefahren vom Niederländer Joop Pool (47). Seine letzten drei Starts
absolvierte der fünfjährige Wallach bei Trabreiten in Frankreich, von
denen keines kürzer als 2.775 Meter war. Dabei zog sich Hannieball mit
Michelle Kokkes (20/Assen, NL) im Sattel einmal als Zweiter und zweimal
als Dritter achtbar aus der Affäre. Nun soll der Wallach wieder in einem
Sulky-Rennen zeigen, was in ihm steckt.
Die hohen Dotierungen in Hamburg sorgen dafür, dass Sonntag fast alle
deutschen Spitzen-Fahrer auf der Bahrenfelder Bahn vertreten sind. Neben
Gerhard Biendl sind auch der designierte Deutsche Meister Roland Hülskath
(35/Mönchengladbach), der aktuelle Goldhelm Michael Nimczyk (24/Willich)
sowie Thomas Panschow (43/Bladenhorst) und Michael Schmid (43/Oberhausen)
dabei.
Michael Nimczyk, der sich noch mit Rekord-Champion Heinz Wewering
(60/Berlin) ein spannendes Duell um den Silberhelm liefert, darf sich
vor allem im Bahrenfeld-Cup II mit dem frischen Dreifach-Sieger Don
Corleone gute Chancen auf einen Volltreffer ausrechnen.
Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld feiert ihren 130. Geburtstag
Auf dem neuesten Stand
Hamburg (mspw) - Tradition mit Zukunft! Pünktlich zu ihrem 130. Geburtstag,
der in dieser Woche mit einem Jubiläums-Renntag gefeiert wird, präsentiert
sich die Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld modern und auf dem neuesten
Stand. Dank der umfangreichen Sanierung und Neugestaltung des 1.040 Meter
langen Geläufs sowie des Publikumsbereiches inclusive der Tribüne
innerhalb des letzten Jahres durch die neue Betreiber-Gesellschaft Win
Race zeigt sich die traditionsreiche Trabrennbahn in der Hansestadt zu
ihrem runden Geburtstag in einem neuen Gewand und kommt bei Gästen und
Aktiven gut an.
Die Bahn ist außerordentlich schnell und insgesamt auf einem Top-Niveau,
lobt nicht nur Rekord-Champion Heinz Wewering (60), der selbst regelmäßig
auf seiner neuen Heimatbahn in den Sulky steigt.
Exakt seit dem 20. Juni 1880, damals unter der Regie des Norddeutschen
Renn- und Traber-Club, finden im Hamburger Ortsteil Bahrenfeld Trabrennen
statt, damals übrigens auf einer 1.320 Meter langen Grasbahn. Die weiteren
Veranstalter im Laufe der wechselvollen Geschichte der Bahn waren die
Kavalleristen-Kameradschaft von 1877 (ab 1894), der Altonaer Renn-Club
(ab 1905) und die Hamburger Trabrenngesellschaft (ab 1976).
Traber-Legenden wie Charlie Mills, Hänschen Frömming, Eddy Freundt,
Gerhard Krüger, der heutige Rennvereins-Vorsitzende Peter Heitmann oder
der erst vor wenigen Tagen verstorbene Kurt Hörmann feierten hier
zahlreiche Triumphe.
Oft stand die Anlage kurz vor dem endgültigen Aus. Immer wieder gab es
Rückschläge wie das Totalisator-Verbot durch Kaiser Wilhelm I. (1881 bis
1886), die Zwangspausen während der beiden Weltkriege, einen Großbrand,
dem zahlreiche Pferde und Stallungen zum Opfer fielen (1925), oder den
zwischenzeitlichen Umzug nach Farmsen zu Beginn der 70er-Jahre. Hinzu
kamen häufig auch wirtschaftliche Probleme.
Vor allem im vergangenen Jahrzehnt gingen die allgemeinen Probleme des
Trabrennsports mit deutlichen Umsatz- und Zuschauer-Rückgängen auch an
Hamburg nicht spurlos vorüber. Seit der Trendwende in den beiden letzten
Jahren blicken aber auch die Veranstalter in der Hansestadt wieder in eine
bessere Zukunft, zumal durch die umfangreichen Sanierungs- und
Modernisierungsarbeiten erheblich in die Infrastruktur investiert wurde.
Das soll sich künftig auszahlen.
Allein zur Wiederöffnung der Bahn zum Ostermeeting 2010 sorgten rund 6.000
Zuschauer Anfang April für eine große Kulisse und den besten Umsatz seit
fünf Jahren. Sie setzten damit ein Signal für die Zukunft. Außerdem ist
das Gelände der Trabrennbahn zu einem Mekka für Musik-Fans geworden.
Open Air-Gastspielen von Superstars wie den Rolling Stones oder Robbie
Williams, der an zwei Tagen 160.000 Besucher anzog, sollen in Zukunft noch
zahlreiche weitere Highlights folgen.
Gewinner von 3.348 Rennen verstarb im Alter von 84 Jahren
Trabsport trauert um Kurt Hörmann
Hamburg (mspw) - Der deutsche Trabrennsport trauert um eine seiner
berühmtesten und erfolgreichsten Persönlichkeiten. Im Alter von 84 Jahren
ist Kurt Hörmann, Gewinner von insgesamt 3.348 Rennen, nach langer,
schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Hamburg verstorben. Sein größter
Erfolg war der Derby-Sieg 1955 mit der Stute Hindumädel.
Kurt Hörmann, der 1926 in Hamburg-Wandsbek geboren wurde und den alle nur
Kuddel nannten, machte im In- und Ausland durch Siege in zahlreichen
hochdotierten Rennen Schlagzeilen, arbeitete über viele Jahre zusammen mit
dem legendären Charlie Mills in Frankreich. Er war mit Sulky-Künstlern wie
Johannes Hänschen Frömming oder Gerhard Krüger befreundet.
Als Trainer brachte es Hörmann sogar auf 4.295 Siege. Zu seinen
bekanntesten Trabern gehörten Spice Island, der auf eine Gewinnsumme von
insgesamt 493.024 Euro kam, sowie Corner, der zwei- und dreijährig
ungeschlagen blieb und während seiner Rennkarriere 347.019 Euro verdiente.
Auch Bontano (126.223 Euro) und Nimes (123.733 Euro) waren herausragende
Traber. Spice Island und Bontano gehörten dem Stall Cicero von Harald
Charles Grendel. Für Grendel, den Mitbesitzer des Prix
d’Amerique-Siegers Sea Cove (1984), trainierte Kurt Hörmann zahlreiche
Pferde.
Schon sein Vater Josef Hörmann war im Trabrennsport engagiert. Kurt
Hörmanns Tochter Rosita Brammann ist auf ihrem Hof in Sparrieshoop bei
Elmshorn als Traberzüchterin aktiv (Gestüt Corner).
Erst im Alter von 74 Jahren beendete Kurt Hörmann seine aktive Laufbahn
und bestritt im Jahr 2000 auf der Bahn in Berlin-Karlshorst sein letztes
offizielles Rennen mit der Stute Josefine Island. Zuletzt war er als
Privattrainer für den Hamburger Besitzer und Immobilien-Kaufbahn Hermann
J. Mismahl tätig.
2005 ging Kurt Hörmann unter die Autoren, verfasste gemeinsam mit dem
Rennsport-Journalisten und -Funktionär Heinz Otto Stemper das Buch Kurt
Hörmann - Ein Derby-Sieger blickt zurück.
Darin ließ er seine
einzigartige Karriere Revue passieren. Mit Hindumädel und mir hat damals
niemand gerechnet,
erinnerte er sich an seinen Derby-Triumph.
Wegen einer schweren Muskelkrankheit war Kurt Hörmann bereits seit fünf
Jahren an den Rollstuhl gefesselt, besuchte aber noch regelmäßig die
Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld, von der er nur einen Steinwurf
entfernt wohnte. Er war nicht ganz einfach, aber ein sehr guter Mensch.
Er hatte ein großes Herz,
sagte sein langjähriger Freund und Nachbar
Alfred Kluth.
Hamburg-Horn nur ohne Herz?
(11-3-10) Die in Hamburg-Horn geplante kombinierte Galopp-
und Trabrennbahn ist nach einem Bericht des Hamburger Abendblatt in weite Ferne gerückt. Der Unternehmer Günter Herz steht, wie es in dem Artikel heißt, als Investor
nicht mehr zur Verfügung. Sein Unternehmen Win Race investiere derzeit einen Millionenbetrag in die eigentlich
zum Abriss freigegebene Trabrennbahn in Bahrenfeld.
Der Hamburger Senat, der im Etat 30 Millionen für eine
Doppelrennbahn stehen hat, sieht trotzdem eine Chance:
Qualität geht vor Eile,
zitiert das Abendblatt Staatsrat
Manfred Jäger. Jetzt aber muss für die geplante Doppelrennbahn noch
ein anderer Investor gefunden werden.
Nun also doch: 2010
kein Pit Pan-Rennen
Hamburg - Nur zwei Tage nach der Mitteilung einer geplanten Verschiebung des Pit Pan-Rennens auf den 9. Mai teilte das Hamburger Trabzentrum am Donnerstag (25. Februar) mit, dass in diesem Jahr überhaupt kein Pit Pan-Rennen stattfinden wird.
Wörtlich heißt es in der MItteilung: Basierend auf die Resonanz der Aktiven bezüglich der Verschiebung haben wir uns nun entschieden, das Pit Pan-Rennen 2010 nicht zu verschieben sondern komplett zurückzuziehen. Sämtliche Einsätze werden selbstverständlich zurückgezahlt.
Um nicht nur den im Pit Pan-Rennen genannten, sondern auch den nach der Winterpause wieder einsatzbereiten Pferden eine alternative Verdienstmöglichkeit zu geben, bieten wir für den Renntag am Sonntag, 9. Mai 2010 ein höher dotiertes Rennen an.
Dieses Rennen wendet sich an 4- bis 10j. Pferde aller Länder mit einer Gewinnsumme bis 30.000 Euro und wird mit Vorläufen (1. Vorlauf bis 15.000 und 2. Vorlauf bis 30.000 Euro) sowie einem Finale (Bänderstart) ausgeschrieben. Die Rennpreise in den Vorläufen und einem eventuellen Finale B betragen 2.500 Euro, das Finale wird mit 12.500 Euro dotiert sein. Die Starterangabe ist am Montag, 3. Mai 2010. Die detaillierte Ausschreibung liegt ab 2. April 2010 aus. Wir hoffen, Ihnen damit eine attraktive Start- und Verdienstmöglichkeit anzubieten.
Keine Chance gegen das Wetter:
Pit Pan-Rennen erst am 9. Mai
Der Winter hat die Hamburger ensetzlich gebeutelt. Durch die extreme Witterung auf dem umgestalteten Geläuf jagte bisher eine Absage die nächste. Der letzte Renntag fand am 21. Januar statt. Inzwischen wurden die Veranstaltungen für den 25. Februar (Donnerstag), den 4. und den 7. März abgesagt, weil man sich nicht in der Lage sieht, die Bahn wieder in Ordnung zu bringen. Betroffen ist auch das Pit Pan-Rennen (34 500 Euro).
In einer Mitteilung des HVT heißt es dazu: Aufgrund der ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse war vielerorts eine Vorbereitung auf das bereits auf den 7. März terminierte PIT PAN-Rennen nicht möglich. Zur Vermeidung einer Absage dieses Traditionsrennens wird der Termin verlegt auf Sonntag, den 9. Mai 2010 (an diesem Tag findet auch der NRZ-Pokal /Trial I beim HTZ statt).
Alle Nennungen bleiben bestehen, sofern nicht spätestens bis zum 1. März 2010
(ursprünglicher Termin der Starterangabe) eine schriftliche Rücknahme der Nennung beim HTZ
eingeht. In diesem Fall werden die bislang gezahlten Einsätze rückerstattet.
Im Hamburger Trabzentrum (HTZ) ist man bemüht, einen Trainingsbetrieb anzubieten. Voraussichtlich auch am Donnerstag (25.02.2010) soll die Bahn ab ca. 12
Uhr zur Verfügung stehen. Das HTZ will dazu Aktiven und Besitzern in einem persönlichen Gespräch die Absage der Renntage begründen und lädt deshalb
zu einer Informationsveranstaltung im Wett-Casino
am Donnerstag (25.02.2010) ab 17.30 Uhr ein. In diesem Zusammenhang könne man sich Vorort über den Fortschritt der Umbauarbeiten
in der Tribüne überzeugen.
Hamburg mit neuer Schweden-Bahn:
Die Aktiven waren rundum begeistert
Die Trabrennbahn Hamburg hatte am Tag der Deutschen Einheit (3-10-09) ihren ersten großen Renntag nach
umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten. Und die Aktiven waren begeistert über die neue deutsche Schweden-Bahn mit ihren überhöhten Bögen und dem Open Stretch (innere Überholspur im Zieleinlauf), für den extra noch die Trabrennordnung geändert wurde. Auch wenn die Pferde diesmal auf der Gegenseite mit starkem Gegenwind zu kämpfen hatten, waren die Spitzenfahrer Wewering, Hülskath und Nimczyk des Lobes voll. Selbst die Pferdeführer am Winner-Cirkel trugen - wie in Schweden Vorschrift - einen Schutzhelm.
Sportlich hatten die an diesem Tag durch die
Unterstützung von Sponsoren deutlich angehobenen Rennpreise die Fahrerelite wie auch
erstklassige Pferde nach Hamburg gelockt. Nach zwei Siegen führt Roland
Hülskath (Mönchengladbach) im Fahrerchampionat nun mit drei
Punkten vor Michael Nimczyk (Willich). Aktueller Stand: 116:113. Im mit 6000 Euro dotierten Hauptrennen über 1680 Meter siegte Thomas Panschow mit Infineon als zweiter Favorit vor Heinz Wewering mit Nijinskij November. Der eigentliche Favorit King Prestige mit Roland Hülskath wurde arg behindert, wofür Benny Christensen mit Impressive Lavec bestraft und aus der Wertung genommen wurde. Hart traf es den Betreuer von King Prestige, Henk Grift, nachdem mit ihm die Pferde durchgegangen waren. Er erhielt 1000 € Strafe und 28 Tage Fahrverbot nach Tätlichkeiten gegenüber einem Ausweisinhaber auf dem Geläuf mit Schädigung des Trabrennsports in der Öffentlichkeit.
Gesamtumsatz: 91.257,00 - Bahnumsatz: 41.407,50 - Außenumsatz: 49.849,50. Bei der Generalpobe am Donnerstag hatte man bereits einen Umsatz von 71.166,70 € erzielt.
Im Mittelpunkt des ersten Renovierungsabschnitts stand die Erneuerung des Geläufs, das nach den
neuesten technischen Erkenntnissen mit einem hochwertigen Spezialuntergrund erstellt wurde und
somit ausgesprochen schonend für die Pferdebeine ist. Zudem werden die stark überhöhten Kurven
schnellere Rundenzeiten als bisher zulassen. Darüber hinaus wurden in den Stallungen lecke Dächer
und marode Wasserleitungen instand gesetzt, um auch hier den Grundansprüchen einer adäquaten
Pferdeunterbringung zu genügen.
Ein Paradezirkel nach schwedischem Vorbild, in dem sich die Pferde vor dem Rennen sammeln und
präsentieren, ein neuer Zaun zum Geläuf und kleine Verschönerungen am Äußeren der Tribüne wie
am Winner Circle runden optisch den stark verbesserten Gesamteindruck ab. Im Frühjahr sollen
weitere Maßnahmen im Zuschauerbereich und der Tribüne folgen. Zunächst stand das Wohl der
Pferde im Vordergrund. Ermöglicht wurden die Arbeiten durch das Engagement der Win Race GmbH
sowie durch die Unterstützung der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Tagesspresse sprach von 600 000 €, die zunächst in die neue Bahn investiert wurden.