
Ich wollte ein verstecktes Rennen auf Warten haben. Genau so ist es gekommen,freute sich Nimczyk.
Ich war schon einmal Zweiter im St. Leger. Der Erfolg mit Garant ist die Krönung.
Den nächsten Angriff auf die Spitze startete Finca, die vom Ende des Feldes in zweiter Spur eingesetzt wurde. Dort machte die Stute zügig Boden gut und übernahm die Führung. Danach bestimmte Finca das Geschehen. Garant konnte sich an der Innenkante verstecken.Es hat alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte,resümierte Nimczyk zufrieden. Derbysieger Unikum hatte mit Thomas Panschow (43/Bladenhorst) nicht den glücklichsten Rennverlauf. Er saß an der Innenkante lange fest, kam erst spät frei, so dass es nur zum fünften Platz reichte. Sowohl Unikum als auch Garant wurden vom Ascheberger Heinrich Platvoet gezüchtet.
Vielleicht lag es daran, dass ich mit einem Rad in die Rinne an der Innenkante gekommen bin, wobei sich Emblem erschreckt haben könnte.
Ich wollte wenigstens Zweiter oder Dritter werden. Ohne Fehler hätte ich Whippet wohl auch nicht mehr eingeholt.Wegen Galoppierens auf der Zielgeraden wurde Jambalaya Diamant mit Heinz Wewering, zunächst auf Rang drei ins Ziel gekommen, von der Rennleitung noch nachträglich aus der Wertung genommen, wovon Yamira Beuckenswyk mit Robin Bakker profitierte.
Es stehen viele Fragen im Raum. Derby-Sieger Unikum, aus finnischem Besitz, von Heinrich Platvoet in Ascheberg gezogen, muss auf die Sieger-Hand von Heinz Wewering (60/Berlin) aus dem Derby verzichten, weil der für seinen neuen Chef Ulrich Mommert (ebenfalls Berlin) San Siro BR (Zweiter im Derby-Trostlauf) an den Start bringt. Bemerkenswert: San Siro BR war danach noch zweimal am Start und gewann beide Rennen, das letzte davon in München über die lange Distanz von 2.600 Metern.Ich bin, im Gegensatz zum Derby-Finale, von vorne gefahren. Das war wohl nicht die ideale Taktik.Nun darf gerätselt werden, welche Taktik Thomas Panschow in Gelsenkirchen wählen wird.
Damit er dich nicht erfriert
Der gelernte Elektriker Rolf Dautzenberg, der von seinem Traber-Lehrherrn Horst Bandemer so viel abgeschaut hatte, dass er genau wie Bandemer Europameister wurde, gehörte zu den ganz Großen des europäischen Trabrennsports. Seine Bilanz in Zahlen: 18.861 Starts, 5.318 Siege! Mit Pik König und General November gewann er das Traber-Derby - und das St. Leger. Für seine Besitzer fuhr er Geldpreise in Höhe von mehr als 27 Millionen Euro ein.Fahr schnell, gib Gas, damit er dich nicht erfriert.
| 1 | Unikum | Thomas Panschow (43/Bladenhorst) |
| 2 | Armando Kievitshof | Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) |
| 3 | Garant | Michael Nimczyk (24/Willich) |
| 4 | Velten Couture | Hans Joachim Tipke (53Heeslingen) |
| 5 | Baron W. | Michael Schmid (43/Oberhausen) |
| 6 | Baltimore As | Roland Hülskath (35/Mönchengladbach |
| 7 | Like that Diamant | Gerhard Biendl (53/München) |
| 8 | Finca | Hugo Langeweg jun. (26/Schagerbrug, NL) |
| 9 | Sahir | Helmut Biendl (59/Ascha) |
| 10 | San Siro BR | Heinz Wewering (60/Berlin) |
| 1 | Anky Kievitshof | Robin Bakker (27/Deurze, NL) |
| 2 | Gondolin | Detlef Fleischer (39/München) |
| 3 | I’m a Star | Klaus Horn (61/Marl) |
| 4 | Graceland | Kornelius Kluth (23/Hamburg) |
| 5 | Indikid | Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) |
| 6 | Lady Maud | Hugo Langeweg jun. (26/Schagerbrug, NL) |
| 7 | Bella B | Helmut Biendl (59/Ascha) |
| 8 | Angelique Transs R | Heinz Wewering (60/Berlin) |
| 9 | Action Transs R | Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) |
| 10 | Recordtime | Hugo Langeweg sen. (57/Schagerbrug, NL) |
| 1 | Golden Sunlight | Heinz Wewering (60/Berlin) |
| 2 | Armstrong Transs R | Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) |
| 3 | Sirmione Way | Helmut Biendl (59/Ascha) |
| 4 | Robino Bes | Michael Schmid (43/Oberhausen) |
| 5 | Dschingis Khan | Gerhard Biendl (53/München) |
| 6 | Alexander Arlo | Johannes Bot (58/Lippenhuizen, NL) |
| 7 | Danilo Bo | Klaus Horn (61/Marl) |
| 8 | Emblem | Thomas Kornau (51/Recklinghausen) |

Jag Junior ist nicht der beste Starter. Ich habe vorsichtig begonnen, wollte nichts riskieren und war letztlich froh, versetzt in zweiter Spur mit Karaburan ein Führpferd zu haben,so Schmid. Die weite Distanz, immerhin 700 Meter mehr als im Derby, machte Jag Junior überhaupt nichts aus. Sein Vater Jag de Bellouet, der mit dem Prix d’Amerique auch das schwerste Trabrennen der Welt in Vincennes für sich entscheiden konnte, war bereits ein ausgezeichneter Steher.
Jag Junior hat bewiesen, dass er nicht von schlechten Eltern ist, strahlte Schmid, der mit seinem vierten St. Leger-Sieg auf den Spuren des vor vier Jahren verstorbenen ehemaligen Spitzenfahrers Rolf Dautzenberg wandelt. Atom-Rolf hatte das St. Leger nicht weniger als achtmal für sich entscheiden können.
Ich dachte, den angreifenden Titan Patrik später ohnehin hinter mir lassen zu können. Deswegen bin ich vorne geblieben, um einen frühen Angriff eines der anderen Favoriten zu erleben. In dessen Sog hätte ich dann das gewünschte Rennen gehabt,erläuterte Heli Biendl.

Ich hatte ein Traumrennen, alles lief wie am Schnürchen. Zanetti Djamel ist jetzt in Bestform, ist nun gefestigter. Im Derby Anfang August war der Wallach noch nicht so weit.
In die zweite Entlastung war die Stutenderby-Siegerin Kataja mit Heinz Wewering als klare Favoritin gegangen. Besitzerin Marion Jauß (70/Neritz) hatte für diesen vermeintlich leichteren Weg votiert, um nicht gegen die erste Garde im St. Leger-Hauptlauf antreten zu müssen und es Kataja im Hinblick zum Beispiel auf einen Start in der Gelsenkirchener Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November in Gelsenkirchen leichter zu machen.Ich dachte, wir wären heute nicht gut genug. Ich bin unterwegs gefahren und gefahren. Aber so richtig kam nichts,sagte Biendl, der genau auf der Linie Kataja noch abfangen konnte. Was Biendl als es kam nichts bezeichnete, war immerhin ein Vorstoß in der Schlussrunde vom letzten Platz auf Rang fünf. Biendl nutzte dann den Schwung und das Stehvermögen des dreijährigen Hengstes der Besitzergemeinschaft Holzapfel/Stall M.S. Diamanten (Langenmosen) konsequent aus und kam zu einem meisterlichen Sieg.
Vielleicht war es entscheidend, dass wir seit sechs Wochen kein Rennen hatten. Da hat wohl etwas gefehlt, als es zur Sache ging. Aber wir gehen dennoch optimistisch in die Züchter-Krone Anfang November.

Wir sind gut auf das Deutsche Traber St. Leger am Sonntag in Gelsenkirchen vorbereitet,sagt Johnston über sich und seine Lebensgefährtin Sigrid Velten aus Hochheim im Taunus. Johnston:
Und wenn unsere Stute Velten Versace auch so gut auf dem Posten ist, dann müsste es für uns auch ein gutes St. Leger werden.Neun Gegner stellen sich Sonntag der dreijährigen Johnston-Stute. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr.
Johnston und der Sport – das hat sich vor allem auf zwei Ebenen abgespielt. Begonnen hatte er 1972 als Eishockey-Nachwuchsspieler in seiner Geburtsstadt Toronto. Von 1976 bis 1989 spielte er als Profi, unter anderem für die Maine Mariners und die Hartford Whalers, aber auch in der Schweiz für den Erstligisten Kloten Flyers. Später war er Cheftrainier in der Deutschen Eishockey-Liga beim EV Landshut und den Frankfurt Lions.Kataja ist seit dem Stuten-Derby nicht mehr gelaufen. Wir wollen ihr das schwere St. Leger ersparen, denken eher an einen Start Anfang November in der Gelsenkirchener Breeders Crown.
Nichts ist unmöglich,sagt Bernie Johnston.
Gerade im Pferderennsport ist schon so mancher Affe aus dem Nest gefallen.
Es ist der Wunsch von Besitzerin Marion Jauß (70/Neritz). Kataja hat nach dem Derby keinen einzigen Start mehr bestritten. Vor unserem geplanten Engagement in der Gelsenkirchener Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November wollten wir ihr den schweren St. Leger-Hauptlauf ersparen, versuchen es mit der leichteren Route.
Kataja (sieben Starts, davon sechs Siege und ein zweiter Platz) könnte mit ihrem Fehlen im St. Leger den Weg frei machen für Karaburan, den Zweiten im Derby, der vom vielfachen bayerischen Champion Heli Biendl (58/Ascha) aufgeboten wird. Für Heinz Wewering ist Jag Junior, gefahren vom Oberhausener Michael Schmid (42), der Favorit. Wewering: Da lege ich mich mal fest. Wenn Jag Junior keinen Fehler macht, ist er ganz vorne.
Wünsche mir verdecktes Rennen für Karaburan
Nach dem Derby hat Karaburan rund einen Monat pausiert. Seinen letzten Auftritt vor dem St. Leger hatte er am 30. August in einem Probelauf. Wie ist Karaburan in Form?Er hat sowohl beim Probelauf als auch zuletzt im Training überzeugt. Er wird im St. Leger bestens vorbereitet an den Start gehen.
Das kann ich noch gar nicht absehen. Nach dem St. Leger peilen wir in dieser Saison noch einen Start in der Züchter-Krone im November in Gelsenkirchen an. Dann sehen wir weiter.
Das stimmt. Das wird nicht ganz so einfach. Ich wünsche mir ein verdecktes Rennen und dass Karaburan seine Nerven im Griff hat. Manchmal ist er ein bisschen schwierig. Was die lange Distanz angeht, müssen wir mal abwarten. Die Arbeit war jedenfalls recht ordentlich.
Das St. Leger ist einer der Saison-Höhepunkte, auf die man hinarbeitet. Mit Titus B und Galea konnte ich das Rennen in den letzten drei Jahren gleich zweimal für mich entscheiden. Ich hätte sicher nichts gegen einen weiteren Treffer mit Karaburan.
Ich werde mich im Spätherbst einer Hüftoperation unterziehen müssen. Man wird halt nicht jünger. Die Hüfte zwickt schon länger. Das muss jetzt behoben werden.
Atom-Rolf
Atom-Rolf. Dautzenberg ist vor vier Jahren an einer Lungenkrankheit verstorben. Er wäre jetzt 64 Jahre. Seine Schwägerin Kerstin Oex (42) aus Gladbeck wird auch in diesem Jahr die Siegerehrung beim St. Leger vornehmen und einen Ehrenpreis überreichen.
Auch der jüngste Traber-Jahrgang hat am Sonntag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn seinen Auftritt. Um 7.000 Euro geht es für die Zweijährigen in einem Vorbereitungsrennen für den Preis des Winterfavoriten, der am 18. Oktober am Nienhausen Busch mit 25.000 Euro dotiert sein wird. Alle Augen werden sich auf Baltimore As richten, einen braunen Hengst, für den Besitzerin Marion Jauß (70/Neritz) auf der Derby-Auktion des letzten Jahres nach einem spannenden Bieter-Zweikampf 220.000 Euro ausgegeben hatte.
Das hängt von seinem Abschneiden am Donnerstag ab,erklärt Mollema.
Für Zanetti Djamel waren die zwei Rennen an einem Tag hart. Deshalb ist er in eine Pause gegangen,so Schmid.
Jetzt ist er wieder voll da und sollte eine gute Chance besitzen. Er ist ein ordentliches Pferd. Ein bisschen unerfahren, aber das werden wir schon hinkriegen.
Wenn der glatt geht, kann er ganz vorne mitmischen,sagt Schmid.
Das war schon eine herbe Enttäuschung,gesteht Holtermann. Jetzt richtet sich sein Blick aber nur noch nach vorn. Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (elf Rennen, erster Start 14.00 Uhr) probt der dreijährige Hengst für einen geplanten Schweden-Start am 10. September. Im Anschluss soll Celebration XL am 20. September im Deutschen Traber St. Leger, der klassischen Derby-Revanche, am Nienhausen Busch an den Start gehen. Der letzte Auftritt in diesem Jahr für den Hengst aus dem Besitz von Gerhard Hölter (58/Hamburg) ist dann für die Rennen um die Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November in Gelsenkirchen geplant.
In Abwesenheit seiner Stamm-Fahrer Thomas Panschow (42/Bladenhorst) und Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), die beide zeitgleich in Berlin-Mariendorf engagiert sind, wird Holtermann Celebration XL in der fünften Tages-Prüfung selbst steuern. Im Derby hat man Celebration XL angemerkt, dass ihm nach seiner wachstumsbedingten Trainings-Pause noch die nötige Kraft und Ausdauer gefehlt haben,erklärt Holtermann. Hinzu kam noch eine Eigenart des hoch veranlagten Hengstes, der bei fünf Starts dreimal siegreich war.
Auf der Zielgeraden lag er im Vorlauf mit fünf Längen in Führung. Doch wenn er alleine läuft, macht es bei ihm im Kopf Klick’ und er legt einfach nicht mehr zu.Die Folge: Die Konkurrenz zog auf den letzten Metern noch vorbei. Für den drittplatzierten Celebration XL war es erst die zweite Niederlage seiner Rennlaufbahn überhaupt.
Eckstein und Sharif Norton sind zwei gute Pferde. Ich erwarte daher einen Dreikampf um den Sieg,so Holtermann.
Ein so offenes Rennen habe ich selten gesehen. Alle 15 Kandidaten besitzen Sieg-Chancen. Sunrise Star ist gut drauf. Ich hoffe, dass er einen guten Rennverlauf bekommt und ganz vorne mitmischen kann.
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