Zuletzt bearbeitet: 27.12.2010

In München riss jetzt die Siegesserie von Diego Guapa

Corleone gewinnt erneut den Pokal

Im mit 30.000 Euro dotierten Weihnachts-Pokal am zweiten Weihnachtsfeiertag (26-12-10) auf der Trabrennbahn in München-Daglfing triumphierte zum zweiten Mal in Folge Corleone. Der 60:10-Mitfavorit aus dem Besitz des Stalles Wieserhof der Familie Lindinger setzte sich mit Amateurfahrerin Marie Lindinger (31/Aschheim) auf schneebedeckter Bahn gegen Top of the Rocks mit Gerhard Biendl (53/München) und den von Biendl trainierten Light of Europ mit Christoph Schwarz (35/Neufahrn) im Sulky durch.
Beim ersten Sieg in dieser Saison verdiente Geldschrank Corleone, der mit 25 Metern Zulage ins Rennen über die Grunddistanz von 2.600 Metern gegangen war, stolze 15.000 Euro und schraubte seine Gewinnsumme auf 323.817 Euro. Dabei hatte es zunächst nicht nach einer Titelverteidigung von Corleone ausgesehen. Denn der Lindinger-Schützling war nach verhaltenem Start zunächst am Ende des Feldes zu sehen. Dann startete der Großverdiener allerdings seine erfolgreiche Aufholjagd. Leicht mit drei Längen gewann Corleone vor Top of the Rocks.
"Das war ein hartes Stück Arbeit," strahlte Lindinger nach dem Rennen. "Es ist für mich etwas ganz Besonderes, gegen so erfahrene und erfolgreiche Profis wie Heinz Wewering oder Gerhard Biendl zu gewinnen."
Der zuvor in Deutschland bei elf Starts noch ungeschlagene Diego Guapa (21:10) mit seinem niederländischen Trainer Tom Kooyman (49/Lijnden) im Sulky wurde nach einem Fehler disqualifiziert. Zuvor hatte der sechsjährige Wallach beide Trials zum Weihnachts-Pokal überlegen für sich entschieden.
Die Plätze vier und fünf gingen an Odessa Santana mit Jochen Haide (42/Sauerlach) und den 27:10-Mitfavoriten Gustav Diamant, gesteuert von Rekord-Champion Heinz Wewering (60/Berlin). Beide Pferde waren, wie Corleone, mit einer Zulage von 25 Metern ins Rennen gegangen. Gustav Diamant, der in seiner Karriere bereits fast 360.000 Euro gewonnen hat, musste sich erstmals nach zwei Starts wieder geschlagen geben.

Weihnachts-Pokal: Diego Guapa fordert Gustav Diamant und Corleone

Serien-Sieger gegen Geldschränke

München (mspw) - Die Rollen im mit 30.000 Euro dotierten Weihnachts-Pokal am Sonntag, 26. Dezember (zweiter Weihnachtsfeiertag), auf der Trabrennbahn in München-Daglfing sind klar verteilt. Der bei elf Starts in Deutschland noch ungeschlagene Diego Guapa aus dem Trainingsquartier des Niederländers Tom Kooyman (49/Lijnden, NL) fordert die Geldschränke Gustav Diamant mit Rekord-Champion Heinz Wewering (60/Berlin) im Sulky und den überlegenen Vorjahres-Sieger Corleone mit Amateurfahrerin Marie Lindinger (31/Aschheim) heraus.
Die hoch dotierte Prüfung in der bayerischen Landeshauptstadt führt über die Grunddistanz von 2.600 Metern, so dass vor allem Stehvermögen gefragt ist. Der sechsjährige Wallach Diego Guapa war bei seinen letzten Starts auf lange Distanzen spezialisiert. Zwei mit jeweils 10.000 Euro dotierte Marathon-Rennen über 2.500 und 2.720 Meter entschied er in Berlin und Hamburg überlegen für sich. Zuvor war der Kooyman-Wallach sogar bei einem 3.225 Meter-Rennen auf der Bahn in Gelsenkirchen nicht zu bezwingen.
Diego Guapas aktuelle Gewinnsumme von 33.370 Euro wirkt im Vergleich zu den Hochkarätern Gustav Diamant (354.768 Euro) und Corleone (311.717 Euro) bescheiden. Noch nie hat es Diego Guapa mit so starker Konkurrenz zu tun bekommen. Gegenüber den beiden Spitzenverdienern muss er am Sonntag aber 25 Meter weniger zurücklegen.
Gustav Diamant steht vor seinem Deutschland-Comeback. Der Spitzen-Traber wird inzwischen vom Niederländer Hendrik W. Grift (63) in Italien trainiert. Der achtjährige Hengst, der erstmals Heinz Wewering anvertraut wird, kommt als frischer Doppel-Sieger an den Start.
Titelverteidiger Corleone gehört dem Stall Wieserhof der Familie Lindinger (Aschheim). Bei seinem letzten Auftritt im Hauptlauf zur Breeders Crown (Züchter-Krone) Anfang November in Gelsenkirchen musste sich der Siebenjährige nur dem überragenden 2008-Derbysieger Nu Pagadi und Bagley geschlagen geben.
Zumindest zahlenmäßig stehen die Chancen des Münchner Lokalmatadors Gerd Biendl (53) nicht schlecht, im Weihnachts-Pokal vorne zu landen. Denn der erfahrene Trainer schickt gleich drei Starter ins Rennen. Biendl selbst steuert Top of the Rocks, der Diego Guapa zuletzt als Zweiter mit eineinhalb Längen unterlegen war. Christoph Schwarz (35/Neufahrn) ist mit Light of Europ dabei, Detlef Fleischer (39/München) mit Perl’s Fortune. Auch das Biendl-Trio startet über die Grunddistanz.
Mit recht guten Chancen geht die frische Doppelsiegerin und Vorjahres-Dritte Provence mit Herbert Strobl (43/München) ins Rennen. Auch die siebenjährige Stute hat gegenüber den Mit-Favoriten Gustav Diamant und Corleone sowie dem 2009 zweitplatzierten Odessa Santana mit Jochen Haide (42/Sauerlach) einen Vorteil von 25 Metern.

Helmut Biendl triumphiert im Bayern-Pokal

Stormy Horses-Stute Almasi

stürmt vorbei an Velten Couture

München (mspw) - Dank eines fulminanten Endspurts triumphierte die von Helmut Biendl (60/Ascha) trainierte und gesteuerte Almasi am Sonntag (24-10-10) auf der Trabrennbahn in München-Daglfing im mit 25.000 Euro dotierten Bayern-Pokal für Dreijährige. Die Stute aus dem Besitz des Gestüts Stormy Horses von Jörg Brandt (48/Scharbeutz) stürmte auf den letzten Metern noch am Favoriten Velten Couture mit seinem Trainer Hans Joachim Tipke (53/Heeslingen) im Sulky vorbei, gewann am Ende nach Kampf mit einem kurzen Kopf. Rang drei ging an Finca, die dem Stall Vibelzee des Niederländers Ger Visser (51/Deventer) gehört, mit Hugo Langeweg jr. (26/Schagerbrug, NL).

Durch ihren fünften Sieg beim neunten Start in diesem Jahr schraubte Almasi, die im Vorlauf zum Stuten-Derby nach einer Galoppade ausgeschieden war, ihre Gewinnsumme auf einen Schlag von 9.520 Euro auf nun 22.020 Euro. Es war schon beeindruckend, wie Almasi dieses Rennen gegen die starke Konkurrenz gewonnen hat, strahlte Heli Biendl nach seinem Erfolg. Velten Couture war auf der Zielgeraden schon weit enteilt. Ich habe aber gesehen, dass seine Schritte ein wenig kürzer geworden sind und immer an den Sieg geglaubt. Nächste Station für Almasi soll nun der Hauptlauf für dreijährige Stuten um die Breeders Crown (Züchter-Krone) Anfang November in Gelsenkirchen sein.

Nicht nach Plan verlief die Meilen-Prüfung in München für den zweiten Vibelzee-Schützling und Derby-Vierten Baron W. mit dem Oberhausener Michael Schmid (43). Der Hengst wurde nach einem Fehler ebenso disqualifiziert wie San Siro BR mit Heinz Wewering (60/Berlin).
St. Leger-Sieger Garant, gesteuert von Vize-Europameister Michael Nimczyk (24/Willich), hatte gleich nach dem Start die Führung übernommen, konnte auf der Zielgeraden aber nicht mehr zulegen und wurde nach hinten durchgereicht. Der in Finnland trainierte Hengst wurde Sechster hinter den Außenseitern Like that Diamant mit Gerhard Biendl (53/München) und Emblem mit Thomas Kornau (51/Recklinghausen).

Den mit 7.000 Euro dotierten Entlastungslauf zum Bayern-Pokal gewann die von Gerhard Biendl vorbereitete Stute Gondolin mit Detlef Fleischer (39/München) im Sulky. Die 35:10-Mitfavoritin behauptete sich im Endspurt knapp gegen Serien-Sieger Golden Sunlight (15:10) mit Rekord-Champion Heinz Wewering. Platz drei belegte die von Helmut Biendl trainierte und gesteuerte Bella B.

Derby-Jahrgang im Bayern-Pokal um 25.000 Euro

Leger-Sieger Garant gegen

Pechvogel Velten Couture

München (mspw) - Der wohl größte Pechvogel der aktuellen Saison greift am Sonntag (24-10-10) auf der Trabrennbahn in München-Daglfing im mit 25.000 Euro dotierten Bayern-Pokal für Dreijährige an. Velten Couture, der verhinderte Derby-Sieger aus dem Besitz von Sigrid Velten (Hochheim), gehört in der Meilen-Prüfung zum Kreis der Sieganwärter.
Der Hengst trifft allerdings auf hochkarätige Konkurrenz. Denn ebenfalls am Start ist der Derby-Vierte Baron W., der Fünfte Like that Diamant sowie die siebtplatzierte Finca und der Neunte Garant, der vor wenigen Wochen das Traber St. Leger, die klassische Derby-Revanche über 2.600 Meter, für sich entscheiden konnte.
Experten zählen Velten Couture aktuell zu den besten dreijährigen Trabern Deutschlands. Aber ausgerechnet im Derby, dem Höhepunkt der Saison, konnte er sein Können nicht unter Beweis stellen. Nach einem Fehler und der Disqualifikation im Vorlauf war der Derby-Traum bereits ausgeträumt.
Gesteuert von seinem Trainer Hans Joachim Tipke (53/Heeslingen) soll Velten Couture jetzt in München zeigen, was in ihm steckt. Bei seinem letzten Start Mitte Oktober auf der Bahn im schwedischen Jägerso belegte er allerdings nur einen vierten Rang.
Zu den Gegnern von Velten Couture gehört St. Leger-Sieger Garant mit dem frisch gebackenen Vize-Europameister Michael Nimczyk (24/Willich) im Sulky. Garant tankt in seiner finnischen Heimat unter anderem durch Schwimmen in Seen die nötige Kondition.
Mit gutem Gefühl reist der Oberhausener Michael Schmid (43) in seine frühere bayerische Heimat. Denn mit Baron W. rechnet sich der gebürtige Niederbayer gute Chancen aus, bei der Vergabe um den Siegkranz mitzumischen. Die Generalprobe in Gelsenkirchen verlief positiv. Der Baron aus dem Besitz des Stalles Vibelzee von Ger Visser (51/Deventer, NL) musste sich nur Zizou, Zweiter aus dem Niederländischen Derby 2009, geschlagen geben. Wie viel man im Stall von Baron W. hält, wird auch an der Nennung für den Gran Premio Orsi Mangelli (600.600 Euro), einem Rennen der höchsten Kategorie, am 1. November in Mailand deutlich.
Ein Heimspiel haben die beiden Biendl-Brüder Helmut (60/Ascha) und Gerhard (53/München). Sie werden hoch motiviert sein, den Bayern-Pokal zu gewinnen. Gerhard Biendl steuert Like that Diamant, sein älterer Bruder ist mit der Stute Almasi vertreten, der im Vorlauf zum Stuten-Derby ein Fehler unterlaufen war.
Rekord-Champion Heinz Wewering (60) reist mit San Siro BR aus Berlin nach München. Der Wallach wurde zuletzt in einem Vorbereitungslauf auf den Bayern-Pokal Zweiter hinter Almasi.

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Michael Nimczyk triumphiert im Jugend-Preis

Bambi Boko war hoch überlegen

München (mspw) - Großer Erfolg für Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk (Willich): Die vom 24-jährigen Goldhelm gesteuerte Stute Bambi Boko triumphierte Sonntag (5-9-10) auf der Trabrennbahn in München-Daglfing im mit 25.000 Euro dotierten Jugend-Preis für Zweijährige. Bei ihrem überlegenen Sieg mit sechseinhalb Längen vor Rumpelstilzchen mit Josef Sparber (Taufkirchen) sowie Jill mit dem Tschechen Mykola Volf (Prag) im Sulky demonstrierte Bambi Boko ihre Klasse, ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.

Ihren Rennrekord von bis dahin 1:18,6 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer verbesserte Bambi Boko, die von Traber-Trainer Reinier Feelders (Kevelaer) für die Gerrits-Brüder Leendert und Willem (beide Helmond, NL) vorbereitet wird, um fast eine Sekunde auf 1:17,8 Minuten. Michael Nimczyk hatte die Stute nach einem verhaltenen Start auf der letzten Gegengeraden zum Angriff nach außen beordert. Bambi Boko ließ die Konkurrenz bei ihrer Attacke förmlich stehen und kam zu einem ungefährdeten Erfolg.
Ich danke den Besitzern und dem Trainer, dass ich so ein Klasse-Pferd steuern durfte, strahlte Michael Nimczyk bei der Siegerehrung. Ich war fest von Bambi Boko überzeugt und wusste, dass ihren Speed nicht viele Gegner mitgehen können. Die Stute hat eine große Zukunft vor sich, sagte Nimczyk zur Freude von Leendert und Willem Gerrits, die zuletzt 2009 mit Zar As das Deutsche Derby gewonnen hatten.

Hinter der 19:10-Favoritin Bambi Boko belegte Rumpelstilzchen mit seinem Trainer Josef Sparber Rang zwei. Der Hengst hatte zuvor ein hoch dotiertes Zuchtrennen in Österreich gewonnen. Platz drei ging an die 127:10-Außenseiterin Jill, die lange geführt hatte. Trotz eines Fehlers in der Startphase sicherte sich Charles Aznavour mit Jochen Holzschuh im Sulky das vierte Geld. Im Vorjahr hatte der 35-jährige Mönchengladbacher mit Gilbert Becaud den Jugend-Preis gewonnen.
Die Stute Moorlady Diamant mit dem Münchner Lokalmatador Gerhard Biendl wurde im Sechser-Feld Fünfte. Halley Jet Star mit Hannu Voutilainen (Aschheim) war wegen eines Fehlers disqualifiziert worden.

Im Trial zum Deutschen Traber-St. Leger, das am 19. September auf der Bahn in Gelsenkirchen entschieden wird, behielt der dreijährige Wallach San Siro BR mit Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) sicher mit einer Länge gegenüber Sahir, gesteuert von Helmut Biendl (Ascha), die Oberhand. Sechseinhalb Längen hinter Sahir sicherte sich Dschingis Kahn (Gerhard Biendl) in der mit 7.000 Euro dotierten Prüfung über die Steher-Distanz von 2.600 Metern das dritte Geld. Das Traber-St. Leger gilt als klassische Derby-Revanche.

Daglfing: Jugend-Preis am Sonntag (5-9-10) über die Meile

Rumpelstilzchen will sich Namen machen

München (mspw) - Auf der Trabrennbahn in München-Daglfing steht am Sonntag (5-9-10) der erste Saison-Höhepunkt für Zweijährige auf dem Programm. Dann wird der mit 25.000 Euro dotierte Jugend-Preis entschieden. Sechs Pferde aus dem jüngsten rennfähigen Jahrgang sind über die Meilen-Distanz am Start.
Zum Favoriten-Kreis zählt ein gewisser Hengst Rumpelstilzchen, der sich mit einem weiteren Erfolg einen Namen machen will. Mit seinem Mitbesitzer und Trainer Josef Sparber (Taufkirchen) im Sulky gewann der Hengst zuletzt ein Zuchtrennen (7.500 Euro) in Österreich. Zwar ist Rumpelstilzchen in Österreich registriert. Dennoch darf er im Jugend-Preis an den Start gehen, weil die Prüfung auch für ausländische Teilnehmer geöffnet ist.

Nach seinem Erfolg auf der Rennbahn in Baden bei Wien rechnet sich Josef Sparber, dem Rumpelstilzchen gemeinsam mit dem Münchner Wein-Großhändler Henning Schulz gehört, für Sonntag gute Chancen aus. Unter die ersten Drei sollte er kommen, ist der 50-Jährige, der in diesem Jahr auch schon das Österreichische Derby mit der Stute Black Attack gewonnen hatte, optimistisch.

Ihr Debüt gibt Moorlady Diamant, gesteuert von Trainer Gerhard Biendl (München). Die Stute aus dem Besitz von Johann Holzapfel (Langenmosen) und dem Stall MS Diamanten (Max Schwarz/Langenmosen) hat bisher erst eine Qualifikation und einen Probelauf bestritten. Dabei hat sie aber einen sehr guten Eindruck hinterlassen, stuft Josef Sparber Moorlady Diamant recht hoch ein.
Den besten Rekord unter den sechs Teilnehmern kann Bambi Boko vorweisen. Anfang August gewann die Stute, die von Reinier Feelders (Kevelaer) für die Gerrits-Brüder Leendert und Willem (beide Helmond, NL) trainiert wird, ein Rennen in Mönchengladbach in einer beachtlichen durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:18,6 Minuten. Gesteuert wird Bambi Boko von Goldhelm Michael Nimczyk (Willich).
Komplettiert wird das Teilnehmer-Feld durch Halley Jet Star mit Hannu Voutilainen (Aschheim), Jill mit Mykola Volf (Prag/Tschechien) und Charles Aznavour mit Jochen Holzschuh (Mönchengladbach). Holzschuh hatte den Jugend-Preis 2009 mit Gilbert Becaud gewonnen. Sowohl Charles Aznavour als auch Gilbert Becaud gehören Heinz-Willi Gruteser (Stall Spitzbube/Viersen).

Rund einen Kilometer mehr als die jüngsten Nachwuchstraber müssen die neun Dreijährigen im Trial zum St. Leger (2.600 Meter) zurücklegen. Die mit 7.000 Euro dotierte Prüfung dient nicht zuletzt der Vorbereitung auf das Traber-St. Leger (25.000 Euro), der klassischen Derby-Revanche am Sonntag, 19. September, auf der Bahn in Gelsenkirchen.

Traber-Criterium der Vierjährigen Sonntag in München-Daglfing

Aus Schweden kommt Heros

München (mspw) - Herbert Schütze aus Moers war früher Leiter der Versicherungsabteilung in einem großen deutschen Konzern. Er wägt genau ab, welches Risiko er eingeht. Aber Schütze zögerte keinen Moment, seinen jetzt bei Conrad Lugauer in Blentarp nahe Malmö stationierten Hengst Heros die weite Reise nach München-Daglfing antreten zu lassen, um am Sonntag (18-7-10) beim mit 30.000 Euro dotierten Criterium der Vierjährigen dabei zu sein. Wir haben reelle Chancen, ist der bald 59-Jährige von der aktuellen Hochform seines braunen Schützlings mit dem markanten weißen Stern auf der Stirn felsenfest überzeugt.

Zunächst ein Blick zurück auf die letzte Saison: Heros, der aus der Zucht des Hamburgers Richard Busch stammt, sollte Anfang August mit Benjamin Hagen (Berlin) in einem Vorlauf zum Traber-Derby starten. Er war im Vorfeld kaum weniger beachtet als der spätere Derby-Dritte Marc Burgerheide. Besitzer Herbert Schütze: Dann passierte etwas, womit niemand gerechnet hatte. Am Vortag des Derbys stand Heros plötzlich mit 40 Grad Fieber im Stall. Aus der Traum von der Derby-Teilnahme.
Es dauerte rund zehn Wochen, ehe sich Heros wieder bekrabbelt hatte. Schütze: Es hatte ihn arg erwischt. Reichlich abgenommen und Muskelabbau.
Aus der Traum auch von einer Teilnahme an einem weiteren hoch dotierten Rennen. Herbert Schütze gab nicht auf. Er beorderte seinen talentierten Hengst zum in Südschweden ansässigen deutschen Trainer Conrad Lugauer.

Fünf Starts hat Heros (Schütze: Ein bildhübscher Kerl. Wer ihn sieht, will ihn am liebsten gleich mitnehmen) inzwischen in Skandinavien absolviert, zwei davon siegreich, wobei die letzte Form in Halmstad, als er in der durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:13,4 Minuten mit acht Längen Vorsprung über 1.609 Meter gewann, überaus souverän ausfiel. Solche Pferde fallen nicht von den Bäumen, meinte ein begeisterter Conrad Lugauer nach diesem imponierenden Auftritt.

In München-Daglfing geht es am Sonntag exakt über die Distanz, über die Heros zuletzt in Halmstad so für sich einzunehmen wusste. Leicht wird die Aufgabe nicht, obwohl Herbert Schütze mit der Startnummer 4 (das passt) für seinen Hengst zufrieden ist. Ganz innen schickt Josef Sparber aus Taufkirchen den mit einer frischen Siegform antretenden Wings of Crown ins Rennen. Viel wird davon abhängen, ob Key of Life Diamant mit Georg Frick sowie der Derby-Zweite Karaburan mit Heli Biendl mit den Startnummern 2 und 3 glatt ins Rennen finden. Zuletzt neigten beide zu Fehlern. Mit More Magic Be bietet der Münchner Gerhard Biendl direkt neben Heros einen in Italien gegen exzellente Gegner sehr starken Kandidaten in diese Meilenprüfung.

Come on Bo wird vom Ennepetaler Stall Habo (Hans Bornmann) sowie Trainer Frank Ostermann aus Burgwedel für den zuletzt mit Roland Hülskath als 14:10-Favorit in Hamburg siegreichen Come on Bo diesmal mit Formfahrer Josef Franzl junior (Sauerlach) aufgeboten. Geht er glatt, kann Come on Bo durchaus von der Startnummer 6 aus ins Geld laufen.
Mit der 8 startet U.S. Lane, den Benny Hagen für den Stall Adamas (Bargteheide) aufbietet. Nach letzten Formen riecht es hier eher nach einem Platzgeld, auf das wohl auch der tschechische Gast Speedy du Perche mit Mykola Volf setzt. Dessen erfolgloser Abstecher kürzlich nach Berlin hat die Besitzer nicht davon abgehalten, nun die Herausforderung im Criterium anzunehmen.

Von Hause aus sind Jag Junior mit dem Oberhausener Michael Schmid und der Derby-Fünfte Peter Burgerheide mit Tom Kooyman (NL) neben More Magic B die größten Herausforderer von Heros. Aber aus der zweiten Reihe ist die Aufgabe doppelt schwer.
Eins steht fest: München sieht am Sonntag ein großartig besetztes Rennen, ein Spitzentreffen der deutschen Vierjährigen-Elite.
EM der Amateurfahrerinnen im norwegischen Harstad

Marie Lindinger vertritt

Deutschland am Polarkreis

Aschheim/Harstad (mspw) - Im äußersten Norden Norwegens will die angehende Tiermedizinerin Marie Lindinger aus dem bayerischen Aschheim hoch hinaus. Die 30jährige vertritt Deutschland am Freitag (11. Juni 2010) bei der Europameisterschaft der Amateur-Trabrennfahrerinnen in Harstad, 250 Kilometer nördlich des Polarkreises auf der Insel Hinnoy. Bereits zum vierten Mal nimmt die erfahrene Hobbyfahrerin (fast 530 Siege) an einer EM teil. Ihre bisher beste Platzierung bei kontinentalen Titelkämpfen war ein dritter Rang im Jahr 2003 in Moskau.
Marie Lindinger weiß, worauf es bei einer EM ankommt.Vieles hängt einfach vom Glück ab, sagt die Süddeutsche aus eigener Erfahrung. Ich hoffe, dass ich gute und trabsichere Pferde bekomme und die gestellte Ausrüstung stimmt. Dann wird man sehen, welche Platzierung am Ende dabei herausspringt. Immerhin hat sie mit Abstand die meisten Siege aller EM-Teilnehmerinnen auf dem Konto. Ihr am nächsten kommt die Ungarin Andrea Nagyvary (53), die hauptberuflich als Journalistin arbeitet, mit bisher 375 Siegen.

Bereits Mittwoch hat sich Marie Lindinger gemeinsam mit ihren ebenfalls im Trabrennsport engagierten Eltern Renate und Karl Lindinger sowie Elisabeth Jänchen (München), zweite Vorsitzende des deutschen Verbandes der Trabrenn-Amateurfahrerinnen (Ladytrab), auf die rund 3.000 Kilometer lange Reise nach Harstad gemacht.

Fahrerinnen aus insgesamt 13 Nationen nehmen an der Europameisterschaft teil. Fünf Wertungsläufe werden ausgetragen, wobei jede Teilnehmerin einmal pausieren muss. Die Pferde werden vom Veranstalter gestellt. Titelverteidigerin Julia Kashkovskaya aus Russland ist diesmal nicht am Start. Die Teilnehmerinnen an der EM der Amateurfahrerinnen (in Klammern: Alter, Herkunftsland und Anzahl der Siege): Trine Urth (27/Dänemark, 13), Saara Sihvonen (27/Finnland, 42), Hiltje Tjalsma (30/Niederlande, 117), Katrine Olsen Wagenes (23/Norwegen, 19), Nicole Schneider (24/Schweiz, 10), Marie Lindinger (30/Deutschland, 528), Beatrice Demoulin (40/Belgien, 36), Asa Svensson (35/Schweden, 88), Gundula Bauer (34/Österreich, 142), Tatiana Luts (56/Russland, 32), Andrea Nagyvary (53/Ungarn, 375), Alena Cemusova (48/Tschechien, 78), Alice Beaucamp (24/Frankreich, 26).
Samstag Großer Weihnachts-Pokal in München:

Unforgettable gegen Corleone

München (mspw) - Zum letzten Mal im Traber-Jahr 2009 sind die Geldtöpfe am 2. Weihnachtsfeiertag (Samstag, 26. Dezember) prall gefüllt. Im Großen Weihnachts-Pokal auf der Rennbahn in München-Daglfing über 2.600 Meter geht es um Prämien von 30.000 Euro. Und einige der besten Fahrer und Pferde aus Deutschland und den Niederlanden wollen sich die Chance auf die Siegprämie von 15.000 Euro nicht entgehen lassen.

Unter den zehn Startern befindet sich mit Unforgettable sogar ein ehemaliger Derby-Sieger. 2005 gewann der inzwischen siebenjährige Hengst das wichtigste Rennen des Jahres in Deutschland. Satte 712.774 Euro Gewinnsumme hat der trabende Geldschrank auf seinem Konto. In München wird der Spitzen-Traber, der eine Zulage von 25 Metern wettmachen muss, von seinem Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega) gesteuert. Im Training hat er überzeugt. Ich rechne mir einiges aus, sagt der Niederländer. Allerdings blieb Unforgettable zuletzt nicht immer fehlerlos. Wenn er glatt geht, wird er ganz weit vorne landen, ist Mollema überzeugt.

Als Hauptkonkurrenten hat Mollema mit Corleone einen weiteren Top-Verdiener ausgemacht. Der Gewinner von 270.698 Euro wird von Marie Lindinger (30/Aschheim) gesteuert und hatte zuletzt die Generalprobe in München, einen Vorbereitungslauf zum Weihnachts-Pokal, gewonnen. Wie Unforgettable muss Corleone, der Marie Lindingers Eltern Karl und Renate (Stall Wieserhof) gehört, eine Zulage von 25 Metern aufholen. Das sollte kein Problem sein, ist Karl Lindinger optimistisch.

Neben Unforgettable und Corleone startet auch E.T. Diamant, der in seiner Karriere bereits 139.402 Euro gewonnen hat, mit einer Zulage aus dem zweiten Band. Sein ständiger Fahrer Georg Frick (46/Hohenlinden) steuerte den neunjährigen Wallach im Münchner Vorbereitungslauf hinter Corleone auf Rang zwei.

Die 17.600 Euro Gewinnsumme von Icare de Bois wirken im Vergleich zu den drei Geldschränken bescheiden. Doch das Laufwunder aus dem Trainingsquartier des Niederländers Henk Grift (34/Kevelaer) dürfte glatt gehend ein Kandidat für die vorderen Plätze sein. Ein Erfolg würde Fahrer und Vize-Meister Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) doppelt freuen. Denn für den 34-Jährigen geht es auch um Punkte im Berufsfahrer-Championat, in dem er mit Michael Nimczyk (23/Willich) um den Goldhelm kämpft.
Ebenfalls zum Favoritenkreis in München zählt der frische Doppel-Sieger Odessa Santana mit Jochen Haide (41/Sauerlach). Der fünfjährige Hengst triumphierte im Vorbereitungslauf in Gelsenkirchen.

Favoriten-Sieg im Münchner Stuten-Grand Prix um 30.000 Euro

Aliss hatte den längsten Atem

München (mspw) - Den längsten Atem im mit 30.000 Euro dotierten Stuten-Grand Prix über die Marathon-Distanz von 2.600 Metern am Sonntag (25-10-09) auf der Trabrennbahn in München-Daglfing hatte die siebenjährige Aliss. Trotz einer Zulage von 25 Metern war die 26:10-Favoritin, die von Lokalmatador Detlef Fleischer (38) gesteuert wurde, nicht zu schlagen und kam zu einem überlegenen Sieg. Überglücklich nahmen Fleischer und Besitzer Peter Niedermeier (Vilsbiburg) die Glückwünsche von HVT-Präsident Max Stadler (Frauenau), der seit vielen Jahren auch den Münchner Trabrenn- und Zuchtverein führt, entgegen. Ich habe mich zu Beginn etwas geärgert, dass ich nicht schon eher nach vorne gekommen bin. Aber am Ende ist ja alles gut gegangen, strahlte Fleischer.

Für Aliss war der überlegene Erfolg mit sieben Längen bereits der siebte Saison-Sieg beim elften Start. Allerdings war es der erste Big Point ihrer Karriere. Die Siegprämie von 15.000 Euro im Stuten-Grand Prix schraubte die Gewinnsumme von Aliss auf nun 32.370 Euro deutlich in die Höhe. Rang zwei ging an Out of Wüstenrot, die Besitzer Rainer Heubl (Aschau) extra aus Schweden hatte anreisen lassen. Auch für ihren Fahrer Michael Schmid aus Oberhausen lohnte sich die lange Anfahrt. Als Prämie für Rang zwei wurden 7.500 Euro gezahlt.

Die 142:10-Außenseiterin Raena mit ihrem Trainer Daniel Wagner (35/Zossen) im Sulky belegte hinter dem Spitzen-Duo Rang drei, für den es immer noch 3.750 Euro gab. Das Renngeschehen wurde über weite Strecken von Raena bestimmt. Nach einem Vorstoß in äußeren Spuren mischte auch Aliss in der Spitzen-Gruppe mit. Im Schlussbogen steckte Aliss erstmals die Nase in Führung und baute ihren Vorsprung auf der Zielgeraden entscheidend aus. Im Endspurt sicherte Out of Wüstenrot noch vor Raena Rang zwei.
Amateurfahrer will es den Profis Sonntag in München zeigen

Maximilian durch nichts zu erschüttern

München (mspw) - Ein Amateur will es am Sonntag (25-10-09) auf der Trabrennbahn in München-Daglfing den Profis zeigen. Der erst 21-jährige Maximilian Berger (Oberschneiding) darf mit Sessibo im mit 30.000 Euro dotierten Stuten-Grand Prix starten, weil sich die Achtjährige im Familienbesitz befindet. Trainer ist Maximilians Vater Heinrich Berger (50/Oberschneiding), als Besitzerin ist Mutter Isolde Berger (58) eingetragen. Sessibo, die in dieser Steher-Prüfung über die Grunddistanz von 2.600 Metern aus dem ersten Band ins Rennen geht, bekommt es mit elf Gegnerinnen zu tun.

Dass Maximilian Berger, der eine Lehre zum Hufschmied absolviert, überhaupt noch Trabrennen bestreiten kann, grenzt an ein Wunder. Denn das Nachwuchs-Talent musste in seinem Leben schon zwei schwere Unfälle überstehen. Bei einem Autounfall vor einigen Jahren brach sich Berger das Genick. Die Verletzung beeinträchtigt mich kaum noch, hatte Berger Glück im Unglück.

Das war auch bei seinem Start mit der Stute Senhorita zu Beginn der Derby-Woche 2008 in Berlin-Mariendorf der Fall. Das plötzlich auskeilende Pferd traf ihn mitten im Gesicht. Vier Tage musste Berger wegen Knochenbrüchen im Gesicht im Krankenhaus verbringen, wurde mehrere Stunden operiert. Am fünften Tag hielt ihn nichts mehr im Krankenbett. Sein Weg führte ihn direkt wieder auf die Derby-Bahn, wo er den Start seines Vaters Heinrich mit Running Ship im Derby-Vorlauf beobachtete.

Sonntag wird es umgekehrt sein. Heinrich Berger wird seinem Sohn an der Bande die Daumen drücken. Ich werde versuchen, ein gutes Führpferd zu bekommen. Mit der Distanz hat Sessibo keine Probleme. Erst nach 2.000 Metern kommt sie so richtig auf Touren, erklärt Berger junior, der kürzlich mit Shagall die Deutsche Besitzerfahrer-Amateurmeisterschaft in Straubing gewann und gleichzeitig seinen 50. Sieg feierte.

Die Profi-Konkurrenz bereitet Maximilian Berger keine schlaflosen Nächte. Anfangs war ich aufgeregt, wenn es gegen die Profi-Fahrer ging. Mittlerweile ist das nicht mehr so. Aber Siege gegen Fahrer wie Heinz Wewering, Roland Hülskath oder Gerd Biendl sind nach wie vor etwas Besonderes, sagt Berger.

Zum Favoritenkreis im Stuten-Grand Prix zählen auch Aliss mit Detlef Fleischer (38/München) im Sulky, Just Magic Diamant mit Gerd Biendl (52/München), die eigens aus Schweden anreisende Out of Wüstenrot mit Michael Schmid (42/Oberhausen) und Gini Diamant, die von Jochen Haide (41/Sauerlach) gesteuert wird.


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Gilbert Becaud gewinnt Münchner Jugend-Preis

Traum-Sonntag für Jochen Holzschuh

München (mspw) - Riesenerfolg für Jochen Holzschuh (Mönchengladbach) auf der Trabrennbahn in München-Daglfing! Erst gewann der 34-jährige Jung-Trainer mit dem 120:10-Außenseiter Capo di Capi überraschend den so genannten Entlastungslauf zum Jugend-Preis für Zweijährige (7.000 Euro). Und dann war Holzschuh auch im Hauptrennen nicht zu schlagen. Gilbert Becaud siegte im mit 25.000 Euro dotierten Jugend-Preis zum Totokurs von 64:10 und gilt nun als Deutschlands aktuell bestes zweijähriges Trabrennpferd.

Ganz knapp mit einem kurzen Kopf verwies Gilbert Becaud den Hengst Giro mit Thomas Kornau (50/Recklinghausen), der auf der Zielgeraden mächtig auf Touren gekommen war, auf Rang zwei. Super Neo mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) wurde Dritter.

Das ist Wahnsinn. Ich fahre nach München und gewinne beide Hauptrennen für die Zweijährigen, konnte es Holzschuh kaum fassen. Dabei hatte Gilbert Becaud diesmal einige Probleme mit der Gangart. Aber er war so schnell, dass ich mir sicher war, dass wir gewinnen werden. Auf der Zielgeraden habe ich Giro fast übersehen. Deshalb wurde es doch noch einmal eng, so Holzschuh weiter. Bis zum Derby im nächsten Jahr vergeht noch eine ganze Weile. Aber die Leistungen meiner beider Pferde machen Hoffnung.

Der Jugend-Preis konnte erst mit Verzögerung gestartet werden. Zunächst musste die als Mit-Favoritin gehandelte Sweet Dreams von Trainer und Fahrer Josef Sparber (49/Taufkirchen) kurzfristig wegen Lahmheit als Nichtstarterin gemeldet werden. Dann sorgte Vin Race mit Benjamin Hagen (37/Berlin) für einen Fehlstart.

Schon gleich nach dem zweiten Startversuch hielt sich Gilbert Becaud, der dem Computerspiele-Händler Willi Gruteser aus Viersen gehört, nach einem guten Start immer im vorderen Teil des Feldes auf. Im Schlussbogen übernahm Gilbert Becaud, benannt nach dem französischen Chanson-Sänger, die Führung. Bis kurz vor dem Ziel hatte sich der Holzschuh-Hengst einen deutlichen Vorsprung auf die Konkurrenten heraus gearbeitet. Die Angriffe der heranstürmenden Giro und Super Neo konnte der Sieger knapp abwehren.

Für den 20:10-Favoriten Baltimore As mit Rekord-Champion Heinz Wewering (59/Hamburg) reichte es beim mit Spannung erwarteten ersten Auftritt hinter dem Spitzen-Trio nur zu Rang vier. Besitzerin Marion Jauß (70/Neritz) hatte sich den Erwerb von Baltimore As bei der Derby-Auktion 2008 satte 220.000 Euro kosten lassen.
In München wird der beste Zweijährige gesucht

Baltimore As: Das 220.000 Euro-Pferd

München (mspw) - Auf der Rennbahn in München-Daglfing wird Sonntag (6-9-09) Deutschlands aktuell bestes zweijähriges Trabrennpferd gesucht. Im mit 25.000 Euro dotierten Hauptlauf zum Jugend-Preis über die Meile kämpfen elf Nachwuchs-Traber aus dem kommenden Derby-Jahrgang um die Siegprämie von 12.500 Euro.

Schon lange vor seinem ersten Auftritt auf der Rennbahn hatte Baltimore As aus dem Besitz von Marion Jauß (70/Neritz) für Schlagzeilen gesorgt. Denn bei der Derby-Auktion 2008 ließ sich Jauß den Erwerb des Hengstes die Rekordsumme von 220.000 Euro kosten. Trainer und Rekord-Champion Heinz Wewering (59/Hamburg) wird den Jauß-Hengst in München steuern. Baltimore As gilt als großer Hoffnungsträger. Er könnte für seine Besitzerin, die im Stuten-Derby bereits mehrfach triumphierte, im nächsten Jahr erstmals das Deutsche Traber-Derby gewinnen, wenn er seinen Vorschusslorbeeren auch auf der Rennbahn gerecht werden sollte. Am Sonntag bestreitet er im Jugend-Preis sein erstes richtiges Rennen.

Neben Baltimore As hat auch Sweet Dreams aus dem Besitz von Pia Platzer (Zorneding), Ehefrau des Amateurfahrers Peter Platzer, bereits für reichlich Furore gesorgt. Die Stute absolvierte ihre Qualifikation mit Trainer Josef Sparber (49/Taufkirchen) im Sulky in einer bemerkenswerten durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:16,9 Minuten. Damit steht sie im Jugend-Preis um zwei Sekunden über allen anderen Pferden. Im Trabrennsport ist das eine kleine Welt. Bemerkenswert: In der Qualifikation war Sweet Dreams allein auf weiter Flur. So eine gute Zweijährige hatte ich noch nie, schwärmt Sparber.

Als frischer Sieger kommt Gilbert Becaud, benannt nach dem französischen Chanson-Sänger, nach München. Jung-Trainer Jochen Holzschuh (34/Mönchengladbach) ist optimistisch, dass sein Schützling, der zuletzt in Dinslaken ein Zweijährigen-Rennen gewann, erneut vorne mitmischen kann. Gilbert Becaud verfügt bereits über Renn-Erfahrung. Das ist sicher kein Nachteil. Wenn er glatt geht, wird der Hengst um die vorderen Plätze mitkämpfen, sagt Holzschuh.

Gleich mit zwei Startern ist Champion-Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vertreten. Der Berliner Benjamin Hagen (37) steuert Vin Race, der Deutsche Vize-Meister Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) Van Diesel.


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