Großer Andrang zum ersten Renntag

Am Freitag, 9. Juli 2010, beginnt um 18 Uhr der 1. Renntag des Pferdesportpark Recklinghausen. Acht Rennen mit jeweils zehn Pferden stehen auf dem Programm der C-Kathegorie mit jeweils 1000 Euro Preisgeld - ausgenommen einem Gästefahren. Dabei sind die Aktiven und Amateure des Westens fast ausnahmslos am Start - einschließlich Gold- und Silberhelm. Ursprünglich wurden für jedes Rennen weit über 30 Pferde genannt - wie zu den glanzvollsten Traber-Zeiten mit Wartelisten. Es gibt eine Extra-Ausgabe der Traberwelt. Der Verein hat viel Arbeit investiert, um die Bahn herzurichten. Die marode Tribüne wird mit einem Bauzaun abgetrennt. Davor stehen Zelte für Vip-Besucher und die Wettkassen - übrigens nur Bahnwetten. Alles steht unter dem Motto Die Legende lebt. Und dieser Spruch ziert auch die T-Shirts, die zum Kauf angeboten werden. Plätze im VIP-Zelt kosten 40 € für ein rustikales Büffet bei freien Getränken.

Vorsitzender Jürgen Nethöfel hat erklärt: Natürlich kriegen wir das nicht so hin wie früher. Dennoch wollen wir unseren Sport möglichst charmant präsentieren und Aktiven wie Publikum angenehme Renntage bieten. Andererseits dürfen wir nicht vergessen, dass wir C-Bahn-Renntage veranstalten. Auch das Geläuf ist mit großem Aufwand optimiert worden.

Wie groß der Rückhalt der Recklinghäuser Bahn in Kreisen der Züchter und Besitzer ist, beweisen u. a. die Patronate. Die passionierte Familie Sürder sicherte sich ein Namenssponsoring. Die engagierten Sürders haben einen besonderen Bezug zur Hillerheide. Schließlich wird ihr Winterfavorit Super Neo dort im Stall von Thomas Kornau vorbereitet. Und der großartige Sir Karan wird präsent sein, zumindest als Namensgeber eines Rennens. Ursula Augst wird den Sieger ehren. Die Traber Allianz West ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, sich durch ein Sponsoring zum Traberstandort Recklinghausen zu bekennen.

Hillerheide mit Rückenwind aus Holland

Hochschule organisiert Tag des Trabers

Recklinghausen / Wageningen - Bei seinen Anstrengungen, Trabrennsport in Recklinghausen nachhaltig zu sichern, bekommt der Verein Pferdesportpark Recklinghausen wirksame Unterstützung aus den Niederlanden. Sechs Studentinnen der Hogeschool Van Hall Larenstein University of Applied Sciences in Wageningen wollen sich mit einem Praxisprojekt an der Wirklichkeit anstecken.

Kristina Fischer zum Vorhaben: Wir planen und organisieren eine Sympathieveranstaltung für den Pferdesportpark-Verein und für den Trabrennsport schlechthin. Unter dem Motto Tag des Trabers wollen die jungen Damen am Samstag, 19. Juni, auf der Stallseite der Trabrennbahn Pferdesportinteressierten und Familien ein abwechslungsreiches und spannendes Programm bieten. Das Studienfach heißt Euqine, Leisure and Sports (Pferde, Freizeit und Sport).

Dafür haben die Studentinnen eine imaginäre Firma gegründet: Wir durchlaufen alle Punkte, die für die Gründung einer Firma wichtig sind. Neben rechtlichen Grundlagen lernen wir Finanzplanung, Projektmanagement und langzeitliches Wirtschaften. Das Programm ist in der Tat recht bunt. Es reicht von der Exterieur-Beurteilung eines Trabers über Minitraber-Vorführungen, gastronomische Highlights, Sulkyfahrten bis hin zu Kinderschminken und Ponyworkshops.

Noch mal Kristina Fischer: Durch dieses praxisnahe Projekt wollen wir bessere Einblicke in den Berufsalltag bekommen und Erfahrungen sammeln. Sie betont dabei: Wir stimmen mit den Zielen des Pferdesportpark-Vereins überein. Es wäre großartig, wenn sich die Hillerheide für den Rennalltag reaktivieren lässt. Den Tag des Trabers betrachten die Studentinnen als Zwischendurch-Happen bis zum ersten Renntag am Freitag, 9. Juli 2010.

  Δ nach oben Δ  

Der Pferdesportpark informiert

über geplante Machbarkeitsstudie

Recklinghausen - Der Pferdesportparkverein Recklinghausen hat das Unternehmen AWC AG (awc-ag im Web) aus Köln damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. In einem Schreiben an die Mitglieder erläutert Vorsitzender Jürgen Nethöfel: Wir wollen seriöse und fachlich fundierte Aussagen erhalten. Uns interessiert, ob und gegebenenfalls unter welchen Bedingungen nachhaltig Trabrennsport in Recklinghausen möglich ist.

Der Verein lädt seine Mitglieder und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung ein. Die findet statt am Freitag, 20. November, 20 Uhr, in der Recklinghäuser Gaststätte Haus Rosewitz, Herner Straße 195. An diesem Abend wird Sabby Mohrhardt vom Consulting-Unternehmen über den Charakter der Studie informieren und erklären, wie AWC AG konkret an die Aufgabe herangeht.

Nach diesem Veranstaltungsteil sind alle die noch zum Bleiben eingeladen, die aktiv die geplanten zwei Renntage in Recklinghausen unterstützen wollen. Nach jetzigem Stand sollen am 9. Juli und 22. August 2010 wieder Traber das Oval auf der Hillerheide umrunden.
Just noch am Wochenende ist einmal mehr die Bedeutung der Hillerheide für den Aufbau junger Pferde dokumentiert worden. Der Derbyfavorit 2010, der zweijährige Hengst Super Neo aus dem Stall der Familie Sürder, ist in Recklinghausen vorbereitet worden. Er hat am Wochenende die Breeder`s Crown gewonnen. Den Preis des Winterfavoriten hatte der sympathische Dunkelbraune zuvor für sich entschieden. Auch das Spitzenpferd unter den heimischen Vierjährigen, Noxean Com, erhält seinen Feinschliff jeweils auf der Hillerheide.



Von der Kompetenz und vom Engagement angetan:

Arbeitsgruppe plant zwei Renntage

Es geht voran! Dieses Lied präsentierte die Gruppe Fehlfarben in den Achtzigern. Dieses Motto kann auch die Arbeitsgruppe Renntag-Vorbereitung des Pferdesportparkvereins Recklinghausen anstimmen. Bei der ersten Sitzung konnten die Räume der Familie Kornau den Andrang kaum bewältigen. So groß ist das Interesse daran, dass Pferde auf der Hillerheide wieder Rennen bestreiten. Es waren etliche Pferdesportfreunde dabei, die sich vorher gar nicht angemeldet hatten. Ein Luxusproblem, wie Miriam Sürder lächelnd bemerkte.

Die junge Rechtsanwältin war es auch, die - top vorbereitet - die Zusammenkunft leitete. Nach intensiver Diskussion legte die Arbeitsgruppe zwei Termine für mögliche Renntage fest: Samstag, 27. Juni, und Freitag, 7. August. Der 27. Juni soll als Familien-Renntag konzipiert werden. Und das muss jetzt alles gleichzeitig passieren: Genehmigung der Renntage durch den HVT, Antrag bei der Bezirksregierung für die Totogenehmigung, Ausschreibung der Renntage. Vorsitzender Jürgen Nethöfel zu den bevorstehenden Aufgaben: Hinter diesen dürren Worten steckt jede Menge Arbeit. Vor allem muss sehr korrekt gearbeitet werden. Bei den formalen Dingen darf uns kein Fehler unterlaufen. Allerdings mache ich mir da keine Sorgen. In der Gruppe steckt jede Menge Kompetenz und Schaffenskraft.

Ein ganz dicker Brocken ist der Zustand der Bahn. Wir wollen natürlich nicht, so Vorstandsmitglied Laurenz Messmann, dass wir die Besucher in einem vermüllten Zuschauerbereich begrüßen müssen. Da gäbe es noch jede Menge zu tun. Nicht nur der Zuschauerbereich müsse hergerichtet werden, auch der Paddock und die Parkplätze. Schließlich seien etliche technische Fragen zu klären. Für eine Bestandsaufnahme trifft sich die Arbeitsgruppe am Mittwoch, 11. März, 13 Uhr, auf der Trabrennbahn. Ziel ist, möglichst viele Arbeiten ehrenamtlich in Eigenregie zu erledigen.

Die Arbeitsgruppe trifft sich das nächste Mal am Dienstag, 24. März, 19.30 Uhr, wiederum bei der Familie Kornau in Recklinghausen. Vorher am Freitag, 13. März, 19 Uhr, Gaststätte Schnitzelhaus an der Herner Straße unweit der Autobahnabfahrt, ist der Stammtisch vorgesehen. Auch hier dürfte über die geplanten Renntage gesprochen werden. Den Stammtisch hat der Vorstand des Pferdesportparkvereins Recklinghausen eingerichtet, um den Informationsfluss zwischen Mitgliedern und Vorstand sicherzustellen.



Jetzt werden C-Bahn-Veranstaltungen auf der Hillerheide geplant

Standort für Sport unverzichtbar

Recklinghausen (18-2-09) - Was kaum ein Traberfreund zu hoffen wagte, wird möglicherweise Realität: Auf der Trabrennbahn Recklinghausen sollen wieder Rennen stattfinden. Dafür sind zwei Fakten zusammengetroffen. Erstens: Die arabischen Interessenten haben aufgrund der weltweiten Finanzkrise einen Rückzieher gemacht. Sie investieren derzeit nicht in Europa. So hat der Pferdesportparkverein Recklinghausen momentan eine Verschnaufpause. Der Vorstand hatte sich in der Vergangenheit dagegen gewehrt, Rennen zu veranstalten, um sich nicht zu verzetteln. Zweitens: Der Ruf der Besitzer ist stärker geworden. Sie wollen ihre Pferde auf der Hillerheide laufen sehen. Das äußerten sie vehement auf der jüngsten Jahreshauptversammlung des Pferdesportparkvereins im Casino Marpe.

Zunächst vereitelte die Versammlung, dass sich der Vorstand nach zweijähriger Arbeit zurückzieht. Einstimmig wurden Jürgen Nethöfel, Hubert Beckmann, Michael Polubinski, Laurenz Meßmann und Herbert Schütze gebeten, sich weiterhin zur Verfügung zu stellen. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Miriam Sürder wird nun prüfen, unter welchen Bedingungen sich C-Bahn-Veranstaltungen organisieren lassen. Vorsitzender Jürgen Nethöfel: Mut macht, dass sehr viel junge Leute in der Arbeitsgruppe mitwirken. Das ist Basisarbeit pur. Der Mythos der Hillerheide als Bahn der Herzen ist ungebrochen.

In seiner Analyse dokumentierte Hubert Beckmann, dass der Standort Recklinghausen für den Trabrennsport schlechthin unverzichtbar sei. Das zeige der aktuelle Startermangel nur zu deutlich. Recklinghausen habe als Züchter- und Qualifikationsbahn in der pferdereichsten Region Europas immer das Pferdematerial herangezogen, von dem auch die anderen Bahnen profitiert haben. Noch seien hier mehr Pferde stationiert als auf allen anderen westdeutschen Rennbahnen zusammen. Wörtlich fügte er hinzu: Das Ende des Rennbahnbetriebes in Recklinghausen hat hinsichtlich des Pferdebestandes keinem benachbarten Veranstalter etwas gebracht. Eine völlig Einstellung des Sportstättenbetriebes würde dagegen alle nochmals treffen.

Parallel zu möglichen C-Bahn-Veranstaltungen will der Vorstand seine konzeptionelle Arbeit fortsetzen. Laurenz Meßmann erläuterte: Die Pferdesportidee mit pferdesportlich orientierten Zusatznutzungen bleibt im Mittelpunkt. Wir haben quasi ein Baukastensystem. Je nach Investitionsbereitschaft kann ein passendes Modell zugeschnitten werden. Der Verein kommt allerdings nicht drum herum, eine Machbarkeitsstudie erarbeiten zu lassen. Schatzmeister Herbert Schütze: Jeder Investor fragt natürlich nach der zu erwartenden Rendite. Als Basis dafür brauchen wir diese Studie. In dieser Frage ist der Vorstand mit Landesministerien im Gespräch.

Nach Einschätzung von Michael Polubinski ist vorsichtiger Optimismus angesagt: Aufgrund der aktuellen positiven Umsatz- und Kostenentwicklungen im Trabrennsport nicht zuletzt dank der Vermarktungsgesellschaft Win Race lässt sich heute das Kerngeschäft günstiger kalkulieren als noch vor zwei Jahren. Übrigens: Die Araber halten noch Kontakt mit Recklinghausen. Sie überwiesen von sich aus 10.000 Euro aufs Vereinskonto.


     Δ nach oben Δ    

Neuer Investor in Recklinghausen nicht aus Traber-Kreisen:

"Ein Vincennes für Tauben"

(22-6-07) Eigentlich beschämend wie derzeit alles im Trabrennsport: Der neue Verein, der die Trabrennbahn Recklinghausen retten will, hat trotz eines ausgereiften und tragfähigen Betriebs-Konzeptes und monatelangen Werbens kaum Geld unter den Traber-Leuten aufbringen können. Jetzt haben die aktiven Leute um Wilhelm Bruns und Jürgen Nethöfel aber einen neuen Investor gefunden, bei dem der Trabrennsport - wie eine unterschriebene Vereinbarung über die Kooperation sichert - als Mieter wieder Rennen veranstalten kann.

Das war die große Überraschung heute bei der Mitgliederversammlung im Casino Marpe. Ein "Internationales Brieftauben-Zentrum Deutschlandflug" (IBZ), das die 34 Hektar von der Stadt erwerben will, möchte eine europaweit einmalige Taubenanlage schaffen, auf der sowohl finanziell äußerst lukrative Rennen ihren Schlusspunkt haben, aber auch Privatleute ihre guten Tauben in Training geben können.

Wilhelm Bruns, der vorher das blamable Echo der Vereins-Anstrengungen unter den Traberleuten geschildert hatte, sprach hoffnungsvoll von einem "Vincennes für Tauben" in Recklinghausen. Die Partner - finanziell äußerst solide - hätten sich auf eine Erhaltung des Trabrennsports verpflichtet und auch die notwendigen Erneuerungen oder Renovierungen der vorhandenen Anlagen zugesagt. Besonders wichtig: Die Miete für den Trabrennsport werde nicht mehr betragen als im Vereinskonzept über die Wirtschaftlichkeit berechnet. Alles sei abgesichert, um den geplanten hohen Standard umzusetzen.

Eigentlich gibt es auch bei den Tauben Stunk mit dem Verband, der einen Geschäftsführer entließ und nun in einem Prozeß um Millionen kämpft. Doch daneben sind deutsche Brieftauben international in Millionen-Rennen engagiert und erfolgreich. Als jüngst eine Reviertaube namens "Schalke 04" mal eben in Südafrika 120 000 Euro kassierte und in den nächsten lukrativen Rängen deutsche Züchter mehrfach vertreten waren, konnte es nicht ausbleiben, diese Möglichkeiten nicht nur in Afrika, Taiwan oder China wahrzunehmen, sondern auch in Deutschland anzubieten.

Bei diesen Aussichten wurde die Stimmung der Versammlung bei Marpe, zu der 47 Mitglieder und dreizehn Gäste erschienen, unverbrüchlich positiv. Selbst die Gruppe um Christian Schäfer, die eigentlich einen Entscheid für einen Verband (HVT oder Traberliga) erzwingen wollte, zog ihre Anträge zurück - nachdem Wilhelm Bruns realistisch betonte: Trabrennen in Recklinghausen wird es vermutlich erst in neun oder zwölf Monaten wieder geben.


     Δ nach oben Δ    

Zittern um Recklinghausen!

(1-6-07) Bei allem skandalösen Hickhack um wetter-feindliche Rennleitungsentscheidungen und den andauernden renntagsbedrohlichen Regelungen um Trainingslisten jetzt ein weiterer dicker Hammerschlag: Deutschlands schnellste Bahn soll verschrottet werden!

Während der neue Verein "Pferdesportpark Recklinghausen" intensiv daran arbeitet, ein zukunftsträchtiges Finanzierungsmodell auf die Beine zu stellen, hat Insolvenzverwalter Lorisch überraschend die Konsequenzen aus zunehmendem Vandalismus, Diebstählen und ersten Anzeichen einer neuen Drogenszene auf der Recklinghäuser Bahn gezogen. Die Verantwortung für die verbliebenen Werte will er nicht mehr tragen. Jetzt soll alles noch zu Geld gemacht werden, selbst wenn es niet- und nagelfest ist.

Lorisch hat eine Verwertungsfirma beauftragt, und die wird sich nicht scheuen, mit der Flex selbst Lichtmasten, die Bande und alles Gestühl flach zu legen. Dann ist an die Veranstaltung von Rennen gar nicht mehr zu denken. Was nun? Der neue Verein müsste alles aukaufen bevor es zu Schrott wird. Doch dazu fehlt das Geld. Denn die Finanzierung ist bisher trabergemäß nach dem Motto "Hannemann, geh du voran". Offenbar dennken alle wieder: "Lass die mal machen. Wir können dann immer noch einsteigen - wenn´s läuft."

Aber mal ehrlich: Was der Verein jetzt als Pressemitteilung verbreitet, ist ein Paradebeispiel dafür, wie gegenwärtig der ganze Trabrennsport von den Behörden und der Politik behandelt wird: Man macht mit leeren Floskeln Versprechungen und schert sich einen Deut um den Trabrennsport. Fazit: Wir stehen auf dem Abstellgleis der Zeitgeschichte. Und daran wird sich auch nichts ändern, solange keine neuen Leute im Stellwerk sind und die Weichen umwerfen.

Die Pressemitteilung:

Jetzt muß gehandelt werden!

(31.5.07) Sparkasse Vest legt Angebot vor: In dem konstruktiven Gespräch am 07. Mai mit Stadt, Bank und Insolvenzverwalter Lorisch wurde die Basis für eine gute Zusammenarbeit der beteiligten Gruppen in Sachen Pferdesportpark gelegt. Alle Beteiligten haben in dem Mai-Termin für das Konzept des PSP RE Unterstützung signalisiert. Seitdem aber ist einiges geschehen.

Die Sparkasse Vest hat vereinbarungsgemäß Ende Mai ein telefonisches Angebot zur Ablösung der Grundschuld abgegeben, das der PSP RE derzeit prüft. Aufgrund unserer am 07.05.07 gestarteten Vorverhandlungen mit der Sparkasse liegt das Angebot jetzt bei € 1 Mio. und hat sich damit im Vergleich zu früheren Jahren bzw. Verhandlungen anderer Interessenten bereits deutlich gebessert, jedoch wird auch dieses Angebot für unseren Verein aufgrund der aktuellen Finanzlage schwer zu stemmen sein. Dennoch arbeiten wir mit Hochdruck an Lösungen, um den Park mit verschiedenen Pferdesportarten und mehr unter einem Dach zusammenführen und zu einem echten Zentrum zu entwickeln. Notwendig hierzu sind aber nicht nur die Ablösung der Grundschuld, sondern auch Investitionen für Inventar, Reparaturen und Neuanlagen. Der Verein hat zwischenzeitlich als Einstieg für einen potentiellen Investor eine planungsrechtliche Anfrage an die Stadt gerichtet.

Insolvenzverwalter beauftragt Verwertungsfirma: Aufgrund der Geschehnisse in der letzten Woche auf der Bahn hat der PSP am Dienstag nachmittag kurzfristig und unangemeldet den Insolvenzverwalter Herrn Lorisch besucht. An dem Gespräch nahm auch Otto Fehlings als Vorsitzender des alten Rennvereins teil. Aus Sicht des Insolvenzverwalters hat sich die Situation auf der Trabrennbahn insbesondere seit dem 07.05.07 dramatisch verändert. Es bestehe Gefahrenpotential u.a. durch Vandalismus, Müll, mangelnde Sicherheit, Diebstahl, Sachbeschädigung und Drogen. Er, Lorisch, werde für Konzequenzen aus möglichen Gefahren voll in die Verantwortung gezogen, wenn er jetzt nicht handelt. Um aus dieser Haftungssituation herauszukommen, ist es laut Lorisch erforderlich, dass er aus der Masse entlässt, weshalb u.a. von ihm eine Firma mit der Verwertung beauftragt wurde. Möglicherweise fällt letztlich die Sicherheitsverantwortung auf diesem Wege an die Stadt zurück. Die Eintragung der Grundschuld bleibt davon unberührt.

Durch die aktuelle Entwicklung kommt auch der PSP RE unter erhöhten Handlungszwang, da die Funktionsunfähigkeit in wesentlichen Teilen der Rennbahn droht. Um zu verhindern, dass als Vorkehrungsmaßnahme gegen Vandalismus u.a. auch Zäune und Lichtmasten per Flex zu Fall gebracht werden, muß in den nächsten 2 bis 3 Wochen eine Lösung gefunden werden. Vorstand und Beirat arbeiten mit Hochdruck daran und bitten um konkrete Unterstützungsangebote zur Beseitigung dieser Missstände.

Mitgliederversammlung am 22. Juni bei Marpe
Schon vorab weist der Verein auf eine Mitgliederversammlung hin, die am 22.06.07 bei Marpe stattfinden soll. Die Einladung folgt.


     Δ nach oben Δ    


Der Vorstand des Vereins Trabersportpark Recklinghausen (v. links) Hubert Beckmann, Jürgen Nethöfel, Jörg Kurpicz, Michael Polubinski, Laurenz Messmann. Foto: Hövelmann

Pferdesportpark wählt Vorstand

Verein engagiert sich für einen nachhaltigen Neuanfang

(psp-re.press) Der Arbeitskreis "Traber haben Freunde“ hat am Freitagabend, 9. Februar, eine wichtige Etappe zurückgelegt: 85 Personen haben im Casino Marpe auf der Trabrennbahn Recklinghausen den Verein Pferdesportpark Recklinghausen“ gegründet. Sie alle erhalten jeweils übrigens eine schmucke Gründungsurkunde, die die Trabersportfamilie Gisela und Hubert Glied entworfen und gestiftet hat. Mit der Vereinsgründung und den Wahlen haben die Initiatoren nun auch formal das Mandat, mit der Sparkasse Vest und der Stadt Recklinghausen mit dem Ziel verhandeln zu können, der Hillerheide einen nachhaltigen pferdesportlichen Neuanfang zu ermöglichen.

Der Kaufmann Jürgen Nethöfel führt fortan den Verein. Ihn unterstützen Michael Polubinski, Hubert Beckmann, Jörg Kurpicz und Laurenz Messmann. Laut Satzung ist der Vorstand für eine Periode von drei Jahren gewählt worden. Das Quintett will sich jedoch in etwa einem Jahr dem Urteil der Mitglieder stellen. Jürgen Nethöfel: "In der jetzt beginnenden heißen Phase hatte uns der Arbeitskreis gebeten, dass wir Protagonisten erst einmal an Bord bleiben. Wenn allerdings demnächst aus Reihen der Investoren oder Mitglieder ergänzende Personalvorschläge kommen, werden wir sehr flexibel sein. Für ergänzenden hilfreichen Sachverstand sind wir offen und dankbar. Ich denke, da wird sich eine Dynamik entwickeln.“ Den Beirat bilden Britta Kornau, Christine Markhoff, Willi Bruns, Klemens Messmann und Willi Rode. Auch dieses Quintett hatte die bisherigen Überlegungen und Konzepte wesentlich mit geprägt. Der Vorstand will sich auch weiterhin den Sachverstand und die Unterstützung von Michael Gutsche und Dieter Waltemathe sichern.

Die Versammlung fasste alle Beschlüsse einstimmig. Mit gleicher Harmonie billigten die Mitglieder das Grundkonzept, wonach der Pferdesportpark auf mehreren pferdesportlichen Säulen steht. Damit können Kosten verteilt und die Einnahmesituation wesentlich verbessert werden. Begrüßt wurde in diesem Zusammenhang das Organisationskonstrukt mit dem Pferdesportpark als Dach“ mit den einzelnen Betriebsgesellschaften. Die geplante Kommanditgesellschaft soll von Profis geführt werden. Michael Polubinski dazu: "Wir bekennen uns weiterhin zum Ehrenamt. Das ist an vielen Stellen unverzichtbar. Aber dort, wo am Ende Millionen gedreht werden, da brauchen wir ganz ausgeschlafene wie verantwortungsvolle Finanzfachleute. Das sind wir dem kleinen Gesellschafter wie den Großinvestoren schuldig.“ Ein Anteil kann ab 200 Euro erworben werden.

Hubert Beckmann versprach: "Unsere Pläne gelten zwar als visionär, aber wir behalten Bodenkontakt mit einer besonderen Hinwendung zur Basis.“ Der Vorstand wolle weiterhin für demokratische Entscheidungsprozesse und für Transparenz sorgen. Wer dem Vorstand, Beirat sowie dem übrigen Arbeitskreis über die Schultern gucken oder sich einbringen will, kann das tun am Freitag, 23. Februar, 19.00 Uhr, Gestüt Messmann, Veiinghof, Waltrop. Neue Mitglieder sind ebenfalls willkommen (Aufnahmegebühr 50 Euro, Jahresbeitrag 60 Euro). eMail-Kontakt: Michael Polubinski
Hier können Sie die Präsentation aufrufen!

Arbeitsgruppen für die Vereinsarbeit

In Vorbereitung der Vereinsgründung am 09.02.2007 hat sich der Initiativkreis Traber(haben)Freunde bei seiner Sitzung am 02.02.2007 auf dem Gestüt Messmann, Waltrop, Gedanken über eine zukünfige Vereinsarbeit gemacht. Die vorhandenen Arbeitsgruppen hatten sich in den letzten Wochen zunehmend verselbstständigt und an Effektivität gewonnen. Die Teilnehmer waren zufrieden darüber, endlich Perspektiven entwickeln zu können und damit auch ein Stückchen Spaß am Sport zurückzugewinnen. Die Zusammenarbeit geht teilweise sogar über die Ländergrenzen hinweg.

Zwischenseitlich haben sich die Arbeitsfelder deutlich verschoben. Es sind jetzt folgende Arbeitsgruppen eingerichtet, die von den genannten Ansprechpartnern koordiniert werden. Die Koordinatoren halten den kurzen Draht zum Vereinsvorstand. Bei Interesse ist jeder herzlich eingeladen, sich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen.


Pferdesportpark Recklinghausen: 9. Februar Gründung

Zum Neuanfang Hillerheide

Wohlwollen der Stadtspitze

(bhf-press) Die Pläne des Freundeskreises "Traber haben Freunde“, der Hillerheide einen nachhaltigen Neuanfang zu ermöglichen, können mit wohlwollendem Interesse der Stadt Recklinghausen rechnen. Diesen Eindruck haben Willi Bruns, Jürgen Nethöfel, Michael Polubinski und Dieter Waltemathe bei einem Gespräch mit dem Recklinghäuser Stadtkämmerer Christoph Tesche gewonnen.

Mit fundierten Fakten zum Pferdesportpark einschließlich der Arbeitsplatzeffekte und der geplanten Gesellschaftsform konnte das Quartett beim obersten Finanzmann der Stadt punkten. Optimismus schöpft der Freundeskreis auch durch eine schriftliche Kooperationszusage der Kreisreitervereinigung Recklinghausen. Jürgen Nethöfel dazu: Deren Geschäftsführer Rolf Schettler zählt im Westen zu den erfolgreichsten Unternehmern. Wenn dieser gewiefte Kaufmann an unser Projekt glaubt, ist das ein wichtiges Signal für andere Investoren.“

Als nächste Etappen stehen an, Kommanditanteile zu akquirieren und mit der Sparkasse Vest zu verhandeln. Sie ist Inhaberin des Erbaurechtes. Am Freitag, 9. Februar, 19.00 Uhr, Casino Marpe, Trabrennbahn Recklinghausen, wird der Verein Pferdesportpark Recklinghausen e.V.“ gegründet. - (Christian Sperl)

     Δ nach oben Δ    

"Pferdesportpark Recklinghausen"

mit deutschem Nachwuchszentrum

(20-1-07) Anfang Februar soll ein neuer Verein ins Leben gerufen werden mit dem Namen Pferdesportpark Recklinghausen e.V. (PS RE). Das ist das wichtigste Ergebnis einer Arbeitsgruppensitzung, zu der sich am Freitag abend 48 Traber(haben)Freunde im Casino Marpe auf der Trabrennbahn Recklinghausen trafen. Dieser Verein soll später die Mutter sein für u.a. eine Betreiber GmbH, die als Veranstalter für Trabrennen auftritt.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand das Konzept für den geplanten Pferdesportpark. Neben den Trabern sollen auch Reit-, Freizeit- und Therapiepferde auf dem Gelände eine neue Bleibe finden. Mit dem Verein "integratives Reiten" und mit der Kreisreitervereinigung gibt es konkrete Gespräche. Es ist auch ein (oder das deutsche) Minitraber-Nachwuchszentrum mit Kinder- und Elternranch angedacht, um den Nachwuchs (unabhängig vom Alter) konsequent in das Renntagsgeschehen einzubinden und um für das Publikum eine unmittelbare Nähe zum Pferd zu schaffen. Der Aufbau eines Pferdesportparks zielt darauf ab, die Pferdehaltung insgesamt attraktiver zu gestalten, das Gelände besser auszunutzen und die Kosten auf mehreren Schultern zu verteilen.

Alle zukünftig vertretenen Pferdesportarten sollen in dem gemeinsamen Verein zusammenkommen. Die Notwendigkeit für die Vereinsgründung ergibt sich daraus, dass für baldige Verhandlungen mit Stadt, Bank und Verband eine Legitimation benötigt wird. Außerdem erhebt der Verein Anspruch auf den Freitag als Veranstaltungstermin. Eine Gruppe um den Hillerheider Politiker Jürgen Nethöfel @ will die Gründung vorbereiten und sich Dienstag zu einem Arbeitstreffen zusammenfinden, um die neue Satzung abzustimmen.

Starkes Bündnis für PS RE
Grundsätzlich werden dem Standort Recklinghausen beste Chancen eingeräumt. Ob Verhandlungen erfolgreich geführt werden können, hängt entscheidend von der tatkräftigen Unterstützung aus dem Sport ab. Die aktuelle GuV-Kalkulation sieht auf der Basis einer Eigenfinanzierung durch den Sport und der Neuverhandlung aller Verträge hier eine gute Chance. Sie geht ausschließlich von Bahnwetten aus, es sei denn, dass ein lukratives Nettoangebot eines starken Wettanbieters vorliegt.

Aktuelles vom Arbeitskreis "Traber haben Freunde“

Freundeskreis sieht Licht

am Ende des Tunnels

(3-1-07) Die Gruppe "Traber haben Freunde“, die sich für einen sportlichen Neuanfang auf der Recklinghäuser Hillerheide einsetzt, sieht erstes Licht am Ende des Tunnels. Grund für den verhaltenen Optimismus ist die Tatsache, dass erste Kooperationsangebote für die Fortsetzung des Rennbetriebes vorliegen. Gleichzeitig existiert ein Konzept, wie sich die renntagsabhängigen Kosten drastisch senken lassen. Ende Januar, Anfang Februar kann die Gruppe voraussichtlich sagen, ob und - wenn ja – wie es weitergeht. Dabei will der Freundeskreis seinem Arbeitsstil treu bleiben. Das heißt: Sorgfältig prüfen und hierbei vor allem die Zahlen im Auge behalten.

Apropos Zahlen: Der Freundeskreis entwickelt gegenwärtig ein Modell, mit dem sich jeder Interessierte durch sein finanzielles Engagement an der Entwicklung der Recklinghäuser Trabrennbahn beteiligen und seine Solidarität tatkräftig beweisen kann.

Weitere Bausteine kristallisieren sich in diesen Tagen für das geplante Pferdezentrum heraus. Mit der Vorsitzenden des Integrativen Reitvereins Haard, Barbara Gustävel-Walendzik, wurden Gespräche mit dem Ziel vertieft, den Verein auf der Hillerheide anzusiedeln. Sie wiederum unterstützte die Planung, die Recklinghäuser Bahn durch ein Minitraber-Nachwuchszentrum (Ponyhof) zu bereichern. Der wäre eine ideale Ergänzung für den Schulsport und für die Arbeit mit Behinderten.

Parallel zu den konzeptionellen Würfen erledigt die Gruppe ganz praktische Arbeit. So hat Otto Kleverbeck das Geläuf geschleppt, um den Trainingsbetrieb sicherzustellen. Nach Vorarbeit des Freundeskreises hat der Zwangsverwalter die Heizungs- und Wasserleitungen winterfest gemacht. Es ist erreicht worden, dass die Ställe die Trecker nutzen können. Gilbert Hoppe besitzt gegenwärtig die Schlüsselgewalt. Wilhelm Kornau bündelt die Interessen der Stallpächter und vertritt sie gegenüber dem Zwangsverwalter. Als nächste Nuss ist das Energieproblem zu knacken. Hier konnte der Experte Jörg Malmann gewonnen werden. Unter seiner Federführung wird gegenwärtig ein neues Energiekonzept erarbeitet. Hierfür sucht die Gruppe noch weitere Mitstreiter (Kontakt: malmann.joerg@werlcom.biz).

Der Freundeskreis arbeitet gegenwärtig engagiert an der Vision, noch im 1. Halbjahr wieder Rennen in Recklinghausen zu veranstalten. Zurzeit setzt die Gruppe ihre Prüfungen fort, welche Organisationsform die richtige ist, damit in wenigen Wochen die Gründungsversammlung stattfinden kann. Wieso sich Optimismus breit macht, beschreibt Michael Polubinski so: Es macht einfach Spaß, mit Fachleuten aus Geschäftswelt, Traberszene, Werbebranche, Eventgeschäft, Politik die Dinge seriös anzupacken. Probleme werden nicht langatmig beschrieben, sondern gelöst. Auch die menschliche Ebene stimmt. Es laufen da keine eitlen Gockel oder Selbstdarsteller herum. Stattdessen sind mir Menschen begegnet, denen der Trabrennsport am Herzen liegt.“ - Christian Sperl

     Δ nach oben Δ    

Freundeskreis vor einem Berg von Problemen

Betrugsanzeige gegen

Straubinger Betreiber?

(10-12-06) Der Freundeskreis Hillerheide, der die Recklinghäuser Trabrennbahn retten will, hat beim Gespräch mit dem Zwangsverwalter eine Reihe drängender Probleme erkannt, die möglichst umgehend gelöst werden müssen. Dabei steht die Tribüne mit an erster Stelle. Wenn die Fernwärmeheizung nicht rechtzeitig zu den ersten Frosttagen dieses Winters wieder läuft, könne man "die Anlagen bald nur noch der GSG 9 als Übungsgelände anbieten", sagte sakastisch der vom Gericht auf Betreiben der Sparkasse Vest eingesetzte Zwangsverwalter Notar Witte.

Hans Witte half dem Freundeskreis, der sich am letzten Freitag erneut im Waltroper Trabergestüt Messmann traf, einen Einblick in die laufenden Betriebskosten zu bekommen und drohende Zwangsmaßnahmen, die unmittelbar bevorstehen, zu erkennen. Dabei wurde das Finanzgebahren des letzten Betreibers aus Straubing, des BZV, immer unerklärlicher. Die Tatsache, dass der inzwischen insolvente BZV zwar Strom- und Wasserkosten von allen Mietern der Bahn kassierte, aber offenbar nicht an die Versorgungsunternehmen weiterleitete, führte zu der Frage eines anwesenden Trainers, ob man denn nun nicht Anzeige wegen Betruges erstatten sollte.

Keine Frage: Die Situation ist gegenwärtig bedrohlich. Recklinghausens Kämmerer Christoph Tesche, als Sieger in einem Gästefahren selbst ausgewiesener Traberfreund, hatte gerade erst der Recklinghäuser Zeitung unumwunden erklärt, dass die Stadt bei allem guten Willen keine Forderungen erlassen, aber auch keine finanzielle Unterstützung leisten könne. Und jetzt machte auch Notar Hans Witte deutlich, dass er die Anlage ohne Geld nicht weiter unterhalten könnte. Die Sparkasse, der er in dieser Woche wieder Bericht erstatten werde, habe bisher aber nicht erkennen lassen, dass sie als Hauptgläubiger nach den Millionen der Vergangenheit noch weiteres Geld zur Erhaltung der Anlagen aufbringen wolle.

Erst Wittes Gespräch mit der Sparkasse wird zeigen, wie es nun weitergeht. Davon hängt auch ab, ob sich zum Beispiel die Ventile für die Fernwärme wieder so herrichten lassen, dass die kommende Winterkälte nicht noch mehr Schaden in dem ohnehin undichten Tribünenhaus anrichten kann. Während im Championsladen, der zum größten Teil dem Berliner Präsidenten Mommert gehört, weiter mit Propangas-Öfchen (!) geheizt wird, hat Witte zumindest schon mal erreicht, dass die Familien in den betroffenen Mietwohnungen weiter Wärme bekommen und auch am Stromnetz bleiben werden. Die Aktiven, denen die Abstellung von Strom und Wasser droht, wollen die Nebenkosten für ihre Ställe nun erstmal nicht mehr nach Straubing schicken und eventuell mit Wittes Hilfe direkt an die Versorgungsunternehmen überweisen, um so ihre Anschlüsse zu behalten.

Der Initiativkreis "Traber haben Freunde" beschrieb inzwischen in einem Bericht den Meinungsaustausch mit dem Juristen als hilfreich. Michael Polubinski: "Herr Witte war präzise, kenntnisreich und konstruktiv." Ratsherr Jürgen Nethöfel (CDU) signalisierte Kooperationsbereitschaft für seine Fraktion, sofern den Gremien der Stadt Recklinghausen ein schüssiges Konzept vorliegt. Zuvor hatte bereits Peter Budschun (SPD) die Unterstützung seiner Fraktion angekündigt.

Einig ist sich die Interessengemeinschaft darüber, dass sich das Areal nicht allein durch den Trabrennsport finanzieren lässt. Es müssen ergänzende Nutzungen her, damit "was in die Kasse kommt", wie es Züchter Otto Kleverbeck jun. auf den Punkt brachte. Das wiederum soll mit Projektentwicklern und - vor allem mit der Stadt Recklinghausen erarbeitet werden. Vor einem möglicherweise großen konzeptionellen Wurf sind aktuell ganz praktische Probleme zu lösen: Die Tribüne muss winterfest gemacht und das Geläuf demnächst neu belegt werden, um den weiteren Trainingsbetrieb sicherzustellen.

Hillerheide ist unverzichtbar

(5-12-06) Die Trabrennbahn in Recklinghausen ist zumindest für den Traberwesten unverzichtbar. Das hat der Arbeitskreis Traber haben Freunde“ bei der jüngsten Zusammenkunft auf dem Höwingshof in Marl bekräftigt. Im Umfeld von Recklinghausen gibt es eine breite Basis an Trabrennsportlern, die auch künftig ihren Sport ausüben wollen. Möglicherweise ist die Hillerheide die wichtigste Rennbahn überhaupt. Deshalb“, so Höwingshof-Chef Otto Kleverbeck jun., lohnt unser aller Einsatz für den Erhalt der Hillerheider Bahn“.

Der Arbeitskreis hat seine Erkenntnisse zur Bedeutung der Bahn in Recklinghausen für den (west-) deutschen Trabrennsport in zehn Punkten zusammengefasst:

  • 1. Die Züchterbahn: Recklinghausen liegt als Brücke zum Münsterland am Rande der pferdereichsten Region Deutschlands.

  • 2. Die Marktnähe: Die Rennbahn liegt an der Schnittstelle zwischen Zucht und Sport (Erzeuger und Verbraucher).

  • 3. Die Qualifikationsbahn: Für den Aufbau junger Talente bietet die Bahn optimale Voraussetzungen. Das wissen nicht nur Trainer großkalibriger Pferde zu schätzen. Nirgendwo anders fanden mehr Qualifikationen statt.

  • 4. Die 1.200-Meter-Bahn: Insbesondere junge Pferde benötigen für die Koordination die großen Bögen, um ihre Gesundheit zu erhalten.

  • 5. Der Linkskurs: Die meisten Pferde gehen links herum besser. International findet man deshalb überwiegend Linkskurse.
  • 6. Die Linienführung: Die Bahn gilt als fair wie keine andere. Die Pferde können von sich aus der Linienführung folgen.

  • 7. Die Topographie: Der Einlauf verfügt über eine leichte Neigung, was im Autobahnbogen sanft ausgeglichen wird. Das ist kräftesparend, macht die Bahn dadurch schnell und leicht zu laufen.

  • 8. Der Belag: Die Aschebahn bietet Halt und Griff. Das ermöglicht ein sicheres Auf- und Abfußen.

  • 9. Die Gangart-Freundlichkeit: Die genannten Aspekte erleichtern vielen Pferden eine saubere Trabaktion. Das wiederum schont die Gesundheit.

  • 10. Die Sympathiebahn: Wegen der pferdegerechten Anlage, der züchterischen Präsenz und landschaftlich schönen Umgebung fühlt sich die Basis in Recklinghausen zu Hause. Recklinghausen ist / war nicht von ungefähr die Heimatbahn der nach Siegen erfolgreichsten Trabrennsportler aller Zeiten. -Christian Sperl-


  •      Δ nach oben Δ    

    Zukunft der Trabrennbahn Recklinghausen

    Freundeskreis drängt auf "Runden Tisch"

    (24-11-06) Der Schwung des Freundeskreises Trabrennbahn Hillerheide“ gewinnt an Fahrt. Nach der großartigen Resonanz mit 124 Besuchern der Solidaritätsveranstaltung und anschließend über 80 motivierten Mitstreitern haben sich sofort erste Arbeitsgruppen gebildet. Züchter Laurenz Messmann dazu: Entgegen der ursprünglichen Absicht, spontan einen Verein zu gründen, wollen wir zunächst sorgfältig prüfen, welche Organisationsform einen nachhaltigen Erfolg verspricht. Ein Verein ist nur eine Möglichkeit.“ Das Hilfsangebot des renommierten Steuerberaters Michael Gutsche wird wichtige Entscheidungshilfen genau zu diesem Thema bieten.

    Praktische Unterstützungsangebote reißen nicht ab. So wird der bekannte frühere WDR-Sportredakteur Dietmar Schott für die Trabrennbahn Recklinghausen streiten. Aus Kanada hat sich Benjamin Heckmann gemeldet. Dort wird die Homepage des Initiativkreises entstehen, der sich fortan Traber haben Freunde“ nennt. Gesichtspunkte des Arbeitsmarktes, regionale Aspekte und die Projektentwicklung wird der Chef der Wirtschaftsförderung aus Castrop-Rauxel, Hans-Werner Diel, im Auge haben. Der erfolgreiche Wirtschaftsförderer der Europastadt hat ebenfalls seine Mitarbeit zugesagt.

    Ganz oben auf der Tagesordnung steht ein Gespräch am Runden Tisch“, das gerade vorbereitet wird. Hierzu wünscht sich der Initiativkreis Partner wie die Stadt Recklinghausen, Sparkasse Vest, Zwangsverwalter und Politiker. Alfred Kleinfeldt erläutert: Die Stadt Recklinghausen ist Eigentümerin des Geländes und damit erste Ansprechpartnerin. Wir müssen die Pläne und Konzepte der Stadt kennen lernen. Das ist die wichtigste Voraussetzung für unser künftiges Handeln. In diesem Zusammenhang freuen wir uns über erste positive Signale aus den Fraktionen des Recklinghäuser Stadtrates.“ (Christian Sperl)


    Arbeitsgruppen loten

    die Möglichkeiten aus

    (21-11-06) Der Schwung des Recklinghäuser Kreises "Traber haben Freunde“ – das ist der vorläufige Arbeitstitel - soll erhalten bleiben: Deshalb haben die Initiatoren zwei Tage nach dem Treffen im Casino Marpe auf dem Höwinghof ihre Arbeit sofort fortgesetzt. An diesem Freitagabend wurde noch einmal die Zielsetzung der aktuellen Anstrengungen präzisiert: Es wird geprüft, ob sich und - wenn ja - unter welchen Voraussetzungen auf der Hillerheide der Rennbetrieb fortsetzen lässt.

    Hierfür haben die Initiatoren diese Themenfelder identifiziert, die in Arbeitsgruppen geklärt werden sollen:

  • Klärung der Organisationsform: Was ist sinnvoll? Ein Freundeskreis, ein Verein, eine gemeinnützige GmbH, eine AG ...... ? Welche Form verspricht einen nachhaltigen Erfolg?

  • Vorbereitung runder Tisch: Insbesondere mit der Grundstückeigentümerin Stadt Recklinghausen, mit dem Zwangsverwalter, Politiker, Sparkasse sind Gespräche zu führen. Die Zielsetzungen und Konzepte der Verfahrensbeteiligten müssen als wichtigste Voraussetzung für weitere Aktivitäten bekannt werden. Hierbei werden Kooperationen angestrebt. Später werden eventuell Projektentwickler eingebunden. Kontakte zur Wirtschaft, zu Universitäten usw. schließen sich an. Als Ergebnis soll der Masterplan Hillerheide“ entstehen.

  • Sofortmaßnahmen Geläuf und Tribüne: Der Zustand ist zu prüfen. Maßnahmen ergreifen, um irreparable Schäden in Absprache mit dem Zwangsverwalter zu verhindern.

  • Veranstaltungsvorbereitung: Wie lässt sich möglichst bald der Rennbetrieb wieder aufnehmen? Renntechnische und organisatorische Bestandsaufnahmen. Mit wem lässt sich gewinnbringend kooperieren: Race Win / TRS AG.... ? Kalkulation. Ablauforganisation.

  • Öffentlichkeitsarbeit: Strategie erarbeiten, Fachleute gewinnen, Verbindung zum Stadtleben aufbauen, Marketing umsetzen, Internetauftritt .....

  • Die Arbeitsgruppen konstituieren sich in diesen Tagen. Jeder, der sich angesprochen fühlt und etwas Positives beitragen kann, ist herzlich zum Mitmachen eingeladen. Vorläufige Ansprechpartner sind: AG Organisationsform: Bernd Kessen (Tel. 02366 – 4730, bkessen@bestattungen-kessen.de), Vorbereitung Runder Tisch“: Michael Polubinski (Tel. 02366- 303 562, m_polubinski@hotmail.com), AG Sofortmaßnahmen Tribüne + Geläuf: Otto Kleverbeck (Tel. 0170 563 2221), AG Veranstaltungsvorbereitung: Laurenz Messmann (Tel. 0173 2779491, trabergestuet.messmann@t-online.de), AG Öffentlichkeitsarbeit: Alfred Kleinfeldt (Tel. 0201 – 402 873, alfred@kleinfeldt.de.

    Bis die eigene Homepage steht, informiert der Arbeitskreis auf den Traberseiten von Alfred Kleinfeldt (www.kleinfeldt.de/freundeskreis re) und verbreitet Neuigkeiten über die verschiedenen Pferdeportale.

    Recklinghausen: Hoffnung und ein starker Wille, sie zu verwirklichen

    "Die Hillerheide will leben"

    (15-11-06) "Zur Beerdigung kommen sie alle", sagte einer der Gäste sarkastisch angesichts des Ansturms beim Informationsabend zur Rettung des Trabrennsport auf der Hillerheide in Recklinghausen. Mehr als hundert Aktive, Züchter, Besitzer und Freunde der Hillerheide aus ganz Westfalen füllten das Casino Marpe dichter als an jedem Renntag. Eine Beerdigung war es nicht, aber auch nicht mehr als Hoffnung, dass man irgendwie einen Weg finden wird, um den Trabrennsport auf einer der schnellsten Bahnen Europas zu erhalten.

    Viele sahen sich enttäuscht, weil sie Perspektiven erwartet hatten. Doch der Freundeskreis um Michael Polubinski und Hubert Beckmann, der immerhin eine solche Menge an Interessenten trotz des gleichzeitigen Fußball-Länderspiels auf die Beine brachte, blieb noch unterhalb der Realitätsgrenze. Keine Phantasien, keine Träume - Probleme wurden ausgeleuchtet, und davon gibt es reichlich.

    "Die Hillerheide will leben" lautete das Motto des Abends, nachdem der Recklinghäuser Bürgermeister Wolfgang Pantförder in der Öffentlichkeit gesagt hatte: "Der Trabrennsport ist tot." Und dieser Ansicht will man jetzt einen neuen Verein entgegensetzen, der auch bereit ist, bei Null anzufangen. Hatte man in der Einladung noch davon gesprochen, dass Max Stadler die örtlichen Impulse begrüße, so wurde jetzt sein Antwortschreiben verlesen, in dem er sich für nicht zuständig bezeichnet und lapidar an den gegenwärtigen BZV-Vorsitzenden Stefan Griesbeck verweist. Doch den versuchen die Recklinghäuser Aktiven schon seit drei Monaten vergeblich zu erreichen...

    In dieser Versammlung wurde Tacheles geredet und mit zahlreichen Vorurteilen aufgeräumt. Alle, die den Buchmachern die Bilder abschalten wollen, mussten sich (von Michael Gutsche) sagen lassen, dass
  • Bilder, wenn sie denn vorhanden sind, laut mehrerer Gerichtsurteile zu der Monopolstellung des Pferderennsports, auch abgegeben werden müssen - dass
  • Außenwetten nach der Steuererhöhung auf 19 Prozent zum 1. Januar ohnehin zum Zuschuss-Geschäft werden - dass
  • keine Bahn in Deutschland über einen Großrechner verfügt, um den eigenen Toto auszurechnen - dass selbst
  • die Kameras nicht den Vereinen, sondern der TRS AG gehören - dass
  • die TRS AG als Organisation aller Vereine aber nicht mehr für alle Vereine handeln darf.

  • Während Dieter Waltemathe die Ansicht vertrat, dass neu gegründete Vereine sich nicht mehr an bestehende Verträge halten müssen, gab Gutsche ernüchterne Einblicke in die Betriebskosten der Recklinghäuser Bahn. Schon vor zwei Jahren habe er für die Förder- und Betreibergesellschaft des alten HVT eine jährliche Unterdeckung auf der Hillerheide von 150 000 Euro errechnet. Diese Situation habe sich durch die sinkenden Wettumsätze und den Verkauf des Championsladens, dessen Umsätze heute als Außenwetten gelten, erheblich verschlechtert. Jetzt sei selbst bei geschlossener Bahn außerhalb der Renntage bei nur einem Wachmann mit einer Unterdeckung von 250 000 Euro zu rechnen.

    Doch trotz dieser Warnungen: Die Liste zur Vereinsgründung unterschrieben die meisten der Gäste, darunter auch zwei Politiker, die die Ratsfraktionen vertraten und die Hillerheide als eine der drei Highlights der Stadt - neben Ruhr-Festspielen und Bergbaumuseum - erhalten wissen möchten. Sprachen sie bereits von dem Know How und den Verbindungen der Stadt zu Sponsoren, mit denen dem Verein geholfen werden könne, so sucht auch der Freundeskreis schon einen gewichtigen Namenspatron wie bei Fußballstadien. Einen vom Hauptgläubiger, der Sparkasse, mit Millionen bezuschussten Museumsneubau mit dem Neubau einer Tribüne zu verbinden, war eine von weiteren Ideen zur Rettung der Hillerheide.

    Freundeskreis für Recklinghausen

    (8-11-06) Während der Straubinger BZV der Öffentlichkeit mitteilte, dass man die beiden geplanten November-Renntage (10. und 19. 11.) in Recklinghausen "aufgrund finanzieller Planungsunsicherheit" ausfallen läßt, war bereits die Einladung einer Gruppe von Züchtern, Besitzern und Trainern unterwegs, die einen Freundeskreis für die "Zukunft des Trabrennsports in Reckllinghausen" bilden wollen.

    Der Kreis, dem unter anderem auch Hubert Beckmann und Klaus Horn angehören, hat nach wiederholten Zusammenkünften die Überzeugung gewonnen, "dass sich vor Ort etwas bewegen läßt" und man dem "drohenden Niedergang der Recklinghäuser Trabrennbahn nicht tatenlos zusehen" muss. Mit einem Treffen am Mittwoch, 15. November, um 19 Uhr im Casino Marpe will man jetzt an die Öffentllichkeit gehen.
    Michael Polubinski aus Herten, der die Einladungen verschickte, betont, dass örtliche Impulse auch von Max Stadler vom veranstaltenden BZV begrüßt würden. Man wolle wie in Mönchengladbach ehrenamtliche Funktionen und Aktivitäten bilden, die den Trabrennsport in Recklinghausen sichern können. Ebenso soll aber auch die Stadt Recklinghausen in die Pflicht genommen werden, den Trabrennsport zu sichern.

    Polubinski schließt seine Einladung mit den Sätzen: "Lassen Sie unsere Zusammenkunft zu einer überzeugenden Demonstration unseres Überlebenswillens werden. Deshalb wäre es gut, wenn eine stattliche Anzahl von Trabsport-Interessierten der Einladung folgt."
    Der BZV, der wegen seiner finanziellen Lage auch schon die vorübergehende Abschaltung von Strom und Heizung hinnehmen musste, hat versprochen, "selbstverständlich alles daran zu setzen, um kurzfristig wieder Rennen abhalten zu können." Dass die Absagen in Recklinghausen den zweiten BZV-Veranstaltungsort Gelsenkirchen stärken sollen, lässt sich vermuten. Dort hat man im Gegensatz zu Recklinghausen immer wieder Schwierigkeiten, die Starterfelder zu füllen. Ob sich nun auch dort der Umsatz verbessert, bleibt abzuwarten. Die ehemals führende Bahn in Deutschland erreichte beim letzten Mal nur noch etwas mehr als die Hälfte der Umsätze in Dinslaken, wo bekanntlich der örtliche Verein unter Theo Lettgen nach wie vor das Sagen hat.


    Vertragsunterzeichnung in Recklinghausen:

    Wohl zu kurz für eine Zukunft

    (27-1-06) In Recklinghausen ist heute morgen der Pachtvertrag zwischen dem Insolvenzverwalter Wolfgang Lorisch und dem Straubinger »Besitzer- und Züchtervereins für Traber-Zucht und –Rennen e.V.« unterzeichnet worden - für drei Jahre. Dieser Straubingen Verein wurde, wie HVT-Präsident Stadler anschließend erläuterte, vor zwei Jahren auf Vorrat gegründet. Damit dieser Verein selbst Rennen in Recklinghausen veranstalten kann, muss er noch die Totoerlaubnis des Regierungspräsidenten in Münster erhalten und eine entsprechende Funktionärsliste im Trabrennkalender veröffentllichen. Welche und ob überhaupt Unterschiede zwischen diesem Verein und der Münchner SMV-AG bestehen, wurde nicht erläutert.

    Max Stadler machte deutllich, dass man das Rettungsunternehmen Recklinghausen mit der heißen Nadel stricken musste. Bei "re-press" heißt es: "In einer von Steuerberater Wolfgang Lorisch, Herten, als Insolvenzverwalter über das Vermögen des Trabrennvereins Recklinghausen e.V. einberufenen Pressekonferenz am heutigen Freitag wurde die am selben Vormittag erfolgte Unterzeichnung des Pachtvertrages mit den neuen Betreibern der Trabrennbahn und der Wettannahmestelle bekannt gegeben.

    Die Wettannahmestelle wird künftig betrieben von der »Trabrennbahn Hillerheide Wettgesellschaft GmbH & Co. KG i.Gr.«, die von der »MTG Mariendorfer Trabrenn GmbH« vertreten wird. Der Rennbetrieb findet künftig statt unter Federführung des »Besitzer- und Züchtervereins für Traber-Zucht und –Rennen e.V.«, dem Stefan Hiendlmeier, Straubing, vorsteht und für den Herr Stephan Griesbeck anwesend war. Der Trainingsbetrieb wird auf dem Gelände der Trabrennbahn Recklinghausen unter Zuständigkeit der ortsansässigen Trainer und Stallmieter aufrecht erhalten.

    Herr Lorisch bedankte sich beim stv. Bürgermeister der Stadt Recklinghausen Ferdinand Zerbst, sowie Herrn Hans Wienhöfer von der Sparkasse Vest Recklinghausen für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren. ebenso wie bei den Herren Otto Fehlings und Peter Erwig vom alten Vorstand bzw. Herrn Wilhelm Wefringhaus als Organisationsleiter des Rennvereins. Anschließend stellte Max Stadler klar, dass die Fortführung des Rennbetriebs durch den BZV vornehmlich als Standortsicherung zu verstehen ist. Investitionen sind mit der aktuellen Vertragslage und Perspektive nicht möglich. Als vorrangig angesehen wird das Signal des ersten Schrittes in die Richtung einer Systemänderung innerhalb des Trabrennsports dahingehend, dass künftig Sportveranstaltung und Umsatzerwirtschaftung nicht mehr voneinander abhängig sind, sondern durch neue Strukturen strikt getrennt werden können. Abschließend stand Max Stadler noch in seiner Eigenschaft als HVT-Präsident und Vorsitzender der Vermarktungsfirma SVM-AG den Fragen der anwesenden Journalisten sowie zahlreicher ebenfalls erschienener Interessierten aus dem Aktiven-Lager Rede und Antwort."

    Max Stadler machte in seinen Ausführungen deutlich, dass die Vermarktung des Wettgeschäftes in der bisherigen Form solange funktioniert habe, wie es ausschließlich die Produkte des Lotto-Blocks und die Pferdewette gab. Nun sehe man sich einer Vielzahl von Konkurrenten und Konkurrenzprodukten gegenüber, die mit stellenweise gigantischen Budgets in den Markt drängten. Deshalb werde es Zeit, dass der Trabrennsport, wenn er überleben will, sich entsprechend auf diese Lage einstelle. Stadler machte ferner deutlich, dass die Vermarktung des Wettgeschäftes durch eine privatwirtschaftlich organisierte »Wett-Gesellschaft« nach Muster von PMU oder ATG natürlich zum Ziel habe, deren Erträge für die Entwicklung des Trabrennsports einzusetzen.

    Die existierenden Vereine seien zukünftig anders zu betrachten als bislang, die sollten sich in erster Linie darum kümmern, dass das jeweilige Gelände in einen präsentablen Zustand versetzt werde, damit ...»es den Leuten auf der Bahn wieder gefällt«... Zur Gewinnung neuer Besitzer sei es unbedingt erforderlich, dass diese die Atmosphäre einer Rennbahn mögen würden und »ihr« Pferd unmittelbar von den Rails aus laufen sehen könnten. Außerdem sehe er, so Stadler, auch die Gewinnung von örtlichen oder regionalen Sponsoren sowie die Organisation nicht-sportlicher Events als Aufgabe der Vereine an. Hier, so Stadler weiter, seien der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

    Die SVM-AG (Stammkapital: 50.000 Euro), die man bereits vor zwei Jahren gegründet habe, decke das finanzielle Risiko der Durchführung der Rennveranstaltung, in erster Linie Rennpreise und Züchterprämien, ab. Damit dass System sich letztlich durchsetzen könne, müssten es möglichst viele Vereine unterstützen. Ohne Namen zu nennen, sagte Stadler, dass das Interesse durchaus nennenswert sei. Dies solle im Laufe des Jahres 2006 vorangetrieben werden. Man dürfe allerdings keine schnellen Erfolge erwarten.

    Die zur Durchführung der Projekte notwendigen Investitionen sollten nicht über Kredite finanziert werden, Kapital im benötigten Umfang könne man nur generieren, so Stadler weiter, ...»wenn wir ein Projekt auflegen, das private Beteiligungen zulässt«... Einzelheiten dazu wollte er auch auf Nachfrage nicht nennen, ...»wir melden uns erst dann, wenn wir tatsächlich etwas erreicht haben«... blieb der 52-Jährige zu diesem Punkt verschlossen. Es gäbe allerdings einige ...»sehr helle Hofnungsschimmer«...

    Zum Thema »Weiterführung von Trainings- und Rennbetrieb« war u.a. von Willi Rode zu erfahren, dass die ortsansässigen Trainer eine Gesellschaft gründen (oder bereits gegründet haben), die sich mit dem Betreiber auf die Übernahme der Bahnpflege mit allen dazu notwendigen Aufgaben vertraglich geeinigt hat (einigen wird). Der Maschinenpark geht danach auf die Trainer über, die im Gegenzug für die von ihnen erbrachten Leistungen ihre Stalleinheiten mietfrei nutzen können. Die Trainer würden außerdem sicherstellen, dass die Bahn auch von nicht dort stationierten Pferden zum Training benutzt werden kann, allerdings nur gegen eine entsprechende Gebühr.

    Sanierungen an den Gebäuden wird es hingegen vorläufig nicht geben. Derartige Investitionen lasse die doch relativ kurzfristige Vertragslaufzeit von drei Jahren momentan nicht zu. Nicht sehr überzeugend klang die Erklärung Stadlers zur Zurückhaltung des neuen Betreibers beim Verkauf der Wettannahme, die nach Auskunft von Dietmar Kitowski von BTV-Präsident Ulrich Mommert und ihm erworben worden sei. Auf Vorhalt eines Journalisten, dass die Wettannahme allgemein als »profitabel« gelte, merkte Stadler an, dass die dazu notwendige Investition nicht ins (finanzielle) Konzept des neuen Betreibers gepasst habe. »Wir brauchen ja nicht nur eine, sondern letztlich viele Wettannahmen« lautete der entsprechende Zusatz, der dann aber nicht weiter hinterfragt wurde.

    Recklinghausen in Bayern-Hand?

    (21-1-06) Vor fast zwei Wochen hatte HVT-Chef Stadler für die nächsten Tage eine Erklärung über die Zukunft der schnellsten deutschen Rennbahn in Recklinghausen angekündigt. Alles sei in trockenen Tüchern, hieß es in der Presse. Doch seitdem kam gar nichts mehr.

    Nur die Aktiven im Stallgelände, denen die Boxen ebenso zum 1. Februar gekündigt wurden wie die Verträge aller Beschäftigten, haben inzwischen einen Vertragsentwurf bekommen, aus dem hervorgeht, dass ein bayerischer Besitzer- und Züchterverband die Recklinghäuser Bahn betreiben soll. Der Vertrag, von einem Herrn Hiendlmeyer abgezeichnet, soll den Fortbestand des Trainingsbetriebes sichern, wird aber von den Betroffenen als nicht unterschriftsfähig angesehen. Abgesehen von den offenbar nach Bayern verlagerten Betreiberrechten halten die Aktiven die ihnen in dem Papier auferlegten Verpflichtungen bei einer Weiternutzung für unannehmbar. So sollen sie unter anderem bei jedem Wetter - also auch bei extremsten Verhältnissen - Bahn und Paddock in einem für Rennveranstaltungen geeigneten Zustand halten. Das sei auch bei einer zugesagten mietfreien Nutzung der Stallungen nicht finanzierbar, so die Aktiven.

    Ihre abschlägige Antwort konterte Max Stadler angeblich nur mit dem Ausspruch: "Dann machen wir einen anderen Vertrag". Der vereinbarte Abstimmungstermin darüber am Freitag kam aber trotz fester Zusagen nicht zustande. Stadler, der sich auch nach der Hiendlmeyer-Unterschrift weiter als Ansprechpartner ausgibt, hat die Recklinghäuser jetzt vage auf die nächste Woche vertröstet.

    Beginnt schon der Schlussverkauf im Westen?

    Recklinghausen macht den Anfang

    (9-1-06) Es ist alles gekündigt - zum 1. Februar. Rennbahn, Stallgelände und alle Beschäftigten. Doch heute wollen HVT-Präsident Max Stadler und Insolvenzverwalter Wolfgang Lorisch in Recklinghausen schon neue Pachtverträge unterschreiben. Wer aber der Pächter ist, wissen bei der von den Stadler-Fans so gepriesenen "Transparenz und Offenheit" bisher nur der HVT-Chef selbst und der Insolvenzverwalter.

    Bei der desolaten finanziellen Lage des HVT scheint es wahrscheinlich, dass Stadler nicht für den HVT, sondern für seine SMV-Aktiengesellschaft oder die Familie Herz verhandelt. Stadler hatte bereits in der letzten Woche verkündet, dass man am Stallgelände und dem Drumherum keinerlei Interesse habe. Für die verunsicherten Aktiven waren dann Wilhelm Kornau und Alt-Trainer Willi Rode zur Audienz in Kaarst. Auch sie beschied Stadler aber mit der Ankündigung einer offiziellen Erklärung für die nächste Zeit, aus der dann die neuen Organisationen ersichtlich seien. Rode und Kornau wollen nun versuchen, in einem Drei-Monats-Test Stallungen und Trainingsbetrieb zu organisieren und zu retten. Wie sich die vielen finanziellen Risiken dabei abdecken lassen, ist noch völlig ungewiss.

    Bekannt ist, dass der neue Pächter - wer immer das sein mag - Mietfreiheit zusichert, dafür aber die Instandhaltung der gesamten Anlage, Begleichung der Strom- uund Wasserkosten, aber besonders auch die Pflege der Rennbahn erwartet. Dafür müssten die Aktiven erst einmal eine verträgliche und vertragliche Organisationsform unter sich aushandeln. Bereits unter Insolvenzverwalter Lorisch hatte es Aushänge über nicht gezahlte Miet- und Betriebskosten im Stallgelände gegeben, die aber auch nicht zum restlosen Ausgleich führten.

    Recklinghausen verfügt insgesamt noch über 600 Boxen, von denen aber lediglich ein verschwind kleiner Teil genutzt wird und viele Außenboxen gar nicht mehr den Vorschriften für tiergerechte Haltung entsprechen sollen.

    Unterschriftsreif sind auch bereits die Kaufverträge über die früher einzige Einnahmequelle des Recklinghäuser Vereins, den Championsladen. Das Wettgeschäft soll an einen Berliner aus dem Mommert-Umfeld gehen. Die Unterzeichnung des Kaufs ist nur noch abhänging von dem Abschluss des Pachtvertrages.



         Δ nach oben Δ    

    Wenn Sie zurück zu den aktuellen Nachrichten wollen, klicken Sie bitte oben links in "Aktuelles"