Zur Kritik, dass vom Direktorium der Erfolg der TV-Serie "Rivalen der Rennbahn" nicht weiter ausgebaut und verfolgt wurde, hat der Pressesprecher Peter Brauer Stellung genommen und mit interessanten Einzelheiten klargestellt, wie sehr sich das Direktorium um diese Serie und auch um ihre Fortsetzung bemüht hat (9.03.2000):
"Die (alleine in Deutschland dreimal wiederholte) Serie "Rivalen der Rennbahn" hätte es nie gegeben, wenn wir nicht von der ersten Stunde an dabei gewesen wären (noch lange vor Erstellung des ersten Drehbuches). Wir
haben die Drehorte gesucht und vermittelt, die Drehbücher mitbearbeitet, alle möglichen (extrem weit gehenden) Genehmigungen erteilt bzw. besorgt, Requisiten zur Verfügung gestellt (einschließlich meines halben privaten Hausstandes und meiner Pferde), ca. 30 Stuntpferde genau wie menschliche Doubles beschafft und und und....
Selbst Uwe Stoltefuß, der vom Aussehen her so geeignet war, wurde von
uns überredet, als Double mitzumachen, genau wie der jetzige Trainer-
und Jockeypräsident Ralf Suerland, der in den Rennszenen Thomas Fritsch
doubelte.
Nach Feierabend und nach Stallschluss haben einige von uns Thomas
Fritsch, der 20 Jahre nicht mehr auf einem Pferd gesessen hatte, Reitunterricht auf den eigenen Vollblütern gegeben und alle möglichen Tipps. Wir haben die Rennordnung so weit gedehnt, wie es nur ging, um alles möglich zu machen, was da nötig war.
Und glauben Sie mir, es gab massive Widerstände, die überwunden werden mussten, nicht nur in Köln. Ich erinnere mich da zum Beispiel an ein Gestüt, das ein 8 Stunden-Drehentgelt von 4.500 DM (im Jahre 1986) aufrief, bloß um die Filmaufnahmen ja nicht am Ende an den Hals zu bekommen. Und den
Rennvereinsgeschäftsführer, der von der Filmfirma in fünfstelliger Form
Vorkasse für Drehentgelte verlangte und jeden Ballen Stroh extra berechnete.
Und Aktive (als Doubles vorgesehen), Besitzer, Besitzertrainer, die aus heiterem Himmel streikten und im "Goldrausch" utopische
Forderungen stellten, weil die Gelegenheit zum Erpressen während der laufenden Produktion (an manchen Tagen 80 Personen beteiligt, viele davon nicht gerade aus der Leichtlohngruppe) so besonders günstig und verlockend war. All diese Probleme haben wir in Köln mit gelöst. Teils in stundenlangen Telefonaten vom Urlaubsort aus.
Mit dem Geschäftsführer der Produktionsfirma, den wir so weit in den Rennsport eingeführt haben, dass er am Ende 16 oder 18 Rennpferde besaß und Mitglied in diversen Rennvereinen wurde, sind einige von uns noch heute befreundet. Etliche einzelne Filme sowie zahlreiche Episoden in anderen Serien, die im Rennsport angesiedelt wurden, gehören mit zu den Ergebnissen.
Der vierbeinige Hauptdarsteller Mazzoni wurde auf einmal zum Star. Rennvereinen war es auf einmal namhafte (!) Summen wert, ihn in Begleitung einiger der Schauspieler auf die Bahn zu bekommen, weil es ein solcher Publikumserfolg war.
Margot Hielscher, Thomas Fritsch, Radost Bokel und Maja Maranow liefen
dutzendemal uns zuliebe zu PR-Terminen bei Rennen, Championatsehrungen,
Galopper-des Jahres-Präsentationen, bei der "Nacht des Pferdes" oder beim
Sportpressefest in der Dortmunder Westfalenhalle auf. Eine spezielle Yellow
Press PR-Agentur entwickelte eine hocherfolgreiche begleitende Printkampagne.
Zahllose Versuche des Produzenten, die Staffel, die teilweise Einschaltquoten hatte wie heute "Wetten dass", fortzusetzen, wurden von uns unterstützt. Internationale Coproduktionen wurden konzipiert, leider ohne Erfolg. Selbst Herr von Gaertner antichambrierte bei Professor Stolte (ZDF-Intendant) wie bei Gyula Trebitsch und und und... Leider ohne Erfolg. "
Aber die Serie lebt immer noch
Es gibt einen Eintrag bei Wikipedia: de.wikipedia.org/.../Rivalen_der_Rennbahn
Immer noch stehen die "Rivalen" unter www.fernsehserien.de/index.php?
Auch eine eigene private Seite, die leider in großen Teilen immer noch "in Arbeit" ist, existiert mit Darstellerlisten, Bildern und Inhaltsangaben. Der Link rivalen-der-rennbahn.de
Daraus sei der Inhalt zitiert: Am 30. März 1989 fiel der Startschuss für die 90minütige Pilotsendung zu "Rivalen der Rennbahn", eine Serie, in der es um Liebe, Leidenschaft und Hass geht. Eiskalte Geschäftsinteressen werden mit Doping, Brandstiftung und Erpressung durchgesetzt. Anderthalb Jahre lang drehten mehr als 60 prominente Schauspieler auf den Rennbahnen von Deauville, Baden-Baden, Köln, Düsseldorf Gelsenkirchen und auf so feudalen Fürstensitzen wie dem Wasserschloss von Anholt. Zehn Wochen lang sorgten 30 edle Vollblüter, 20 Jockeys und tollkühne Stuntmen in deutschen Wohnzimmern für eine knisternde Atmosphäre.
Und dann gibt es natürlich noch YouTube...
Beispielsweise diese Szene mit Manfred Zapatka als Hans-Otto Gruber in einer Auseinandersetzung mit
Thomas Fritsch und Hellmut Lange, seinen Trainern:
Die Filmmusik trug mit zum Erfolg bei. Komponiert wurde sie von Dieter Bohlen. Dazu das Interview vor dem Serienstart: