Zuletzt bearbeitet: 08.03.2010
Gelsenkirchen: Mollemas Rekordrenner Nevele Wood wird Dritter
Rick Wester strahlt: Strand-Training
zahlt sich für Topshine Diamant aus
Gelsenkirchen (mspw) - Hopp oder top ist beim Traber-Wallach Topshine Diamant Programm. Drei Siege und drei Disqualifikationen standen bis zum Auftritt am Sonntag (7-3-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen in der Bilanz des Fünfjährigen. Am Nienhausen Busch setzte Topshine Diamant seine Serie fort. Mit dem Niederländer Rick Wester (24/Schaandamm) im Sulky verkniff sich der Wallach jeden falschen Schritt und landete Start/Ziel seinen zweiten Sieg in Folge. Auf sehr tiefem Geläuf belegten Millhill mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) und Deutschland-Debütant Nevele Wood mit seinem Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega, NL) im Sulky die nächsten Plätze.
Fahrer und Trainer Rick Wester strahlte nach dem Sieg mit der Sonne um die Wette, hatte aber auch gleich die Erklärung für die Top-Leistung seines Schützlings parat. Zweimal die Woche fahre ich mit Topshine Diamant an den Strand. Das Training im tiefen Sand ist optimal. Er wird auch bei tiefem Boden nicht müde,
so Wester. Und wenn Topshine Diamant einmal die Führung erobert hat, ist er kaum aufzuhalten,
so Wester, der den nächsten Auftritt des Diamanten für den Gelsenkirchener Renntag am 21. März ankündigte.
Gleich nach dem Start - die Pferde wurden wegen der schwierigen Bahnverhältnisse jeweils ohne Startauto ins Rennen geschickt - war Topshine Diamant an die Spitze des Feldes gestürmt. Nevele Wood und Millhill folgten dicht dahinter. Für Farnese, gesteuert von Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), war das Rennen dagegen schon früh gelaufen. Der vierjährige Wallach war überhaupt nicht zum Traben zu bewegen und wurde von der Rennleitung disqualifiziert.
Vor den Tribünen beorderte Mollema den 16:10-Favoriten Nevele Wood, der als Zweijähriger im dänischen Charlottenlund bei seinem Sieg in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:15,6 Minuten für Furore und einen Bahn-Rekord gesorgt hatte, zum Angriff in die zweite Spur. Doch Topshine Diamant hielt energisch dagegen und behauptete die Führung. Mollema brach die Attacke ab und ordnete sich wieder an der Innenkante ein. Topshine Diamant hatte danach alles im Griff und führte das Feld auf die Zielgerade. Zwar versuchten Millhill und Nevele Wood noch einmal, an den 23:10-Mitfavoriten heran zu kommen. Dieser ließ an seinem zweiten Saison-Sieg aber keinen Zweifel mehr, gewann überlegen mit vier Längen vor Millhill, der sich im Endspurt gegen Nevele Wood mit einer Länge behauptete.
Nevele Wood fehlt noch die Erfahrung, um bei so schwierigen Verhältnissen gut zurecht zu kommen,
analysierte Mollema, der seinen Schützling aktuell bei 90 Prozent seines Leistungsvermögens
sieht. Im Laufe dieser Saison soll der dreijährige Hengst aus dem Besitz von Robbert Feenstra (Wolvega, NL) in Jahrgangsrennen an den Start kommen. Geplant sind Auftritte auf den Bahnen in Oslo und Solvalla im Mai. Danach wird er nach Italien gebracht, wo er auf das Italienische Derby vorbereitet werden soll,
hat Mollema die Marschroute schon abgesteckt.
Für Arnold Mollema reichte es auch im zweiten Rennen mit dem 12:10-Favoriten Armbro Embellish nur zu Rang drei. Zwar hatte der sechsjährige Hengst, der im Vorjahr fünf seiner sechs Saison-Starts in Deutschland für sich entscheiden konnte, das Feld auf die Zielgerade geführt. Doch im Endspurt musste der Mollema-Schützling der Siegerin Yasmine Boshoeve (Roland Hülskath) sowie Floranus Bosphorus mit Lokalmatador Peter Poen (52/Gelsenkirchen) den Vortritt lassen.
Marcel Hauber (39/Deurze, NL), Trainer der Saison-Debütantin Yasmine Boshoeve, war vollauf zufrieden. Mit dem Sieg war eigentlich kaum zu rechnen. Denn die Trainingsbedingungen waren alles andere als optimal,
sagte Hauber, der die fünfjährige Stute jetzt gezielt auf das Johannes Frömming-Memorial am Karfreitag, 2. April, in Hamburg vorbereiten will.
Erste Saison-Niederlage für Elwood Blues
Sechsmal in Folge war der von Stefan Humel (61/Mönchengladbach) vorbereitete Traber-Wallach Elwood Blues ungeschlagen geblieben und hatte auch seine ersten beiden Auftritte in diesem Jahr siegreich gestaltet. Am Sonntag gab auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen allerdings ein anderes Pferd den Ton an. Im Endspurt behauptete sich Shali’s Timmy mit Stefan Musga (43/Duisburg) im Sulky gegen den erneut von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) gesteuerten 15:10-Favoriten Elwood Blues. Rang drei ging an Ain’tshes Best mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen).
Shali’s Timmy hat sich prächtig entwickelt. Als junges Pferd war er noch recht mickrig. Er ist mittlerweile aber richtig stark und einer meiner besten Traber im Stall,
freute sich Stefan Musga, der den fünfjährigen Wallach gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang (54/Dinslaken) vorbereitet. Manchmal ist er noch ein wenig faul. Deshalb muss man ihn im Rennen immer bei Laune halten,
verriet Stefan Musga.
Gleich nach dem Start hatte Shali’s Timmy, der dem Gestüt Aschau von Dr. Otto Adelberger (München) gehört, die Führung übernommen. Die Attacke von Elwood Blues vor den Tribünen wehrte der Musga-Schützling ab und behauptete seine Spitzen-Position bis ins Ziel. Sicher mit einer Länge verwies er den Serien-Sieger Elwood Blues auf Platz zwei. Als Dritte war die fünfjährige Stute Ain’tshes Best nur um einen Hals geschlagen.
Der Star im Preis von der Cote d’Azur, einer Bänderstart-Prüfung, war der von Thomas Panschow (42/Bladenhorst) gesteuerte Wallach Kosmo Star. Der Siebenjährige, der von Klaus Horn (60/Marl) für Martina Jänsch (42/Oberhausen) vorbereitet wird, erwischte aus dem ersten Band den besten Start und hatte danach keine Probleme, seinen ersten Erfolg in diesem Jahr perfekt zu machen. Zweiter wurde Speedy Chiola mit Wolfgang Musga vor King Kahn, gesteuert von Eckhardt Drees (64/Lüdinghausen).
Einen Heimsieg gab es für den fünfjährigen Hengst Noble Shaolin aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters Volker Heimeshoff (41). Mit Eckhardt Drees im Sulky bescherte Noble Shaolin seinem Besitzer beim dritten Jahresstart bereits den zweiten Sieg. Der 19:10-Favorit Zycknit musste sich mit Thomas Panschow mit Rang zwei zufrieden geben. Dritter wurde Spendic Boy mit Lokalmatador Peter Poen (52).
Ymond B und dann lange nichts
Gelsenkirchen (mspw) - Die Wetter, die am Sonntag (28-2-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn auf einen neuerlichen Erfolg des Doppelsiegers Ymond B gesetzt hatten, mussten sich mit einer Siegquote von 11:10 zufrieden geben. Meinte ein Besucher am Nienhausen Busch: Nicht viel gewonnen, aber zehn Prozent Rendite bekommst du im Moment bei keiner Bank.
Siegfahrer Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), der mit Ymond B zu seinem zehnten Erfolg in diesem Jahr kam, gönnte dem von Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) vorbereiteten Wallach eine bessere Spazierfahrt, denn Ymond B musste sich nicht sonderlich anstrengen, um zu einem überlegenen Erfolg zu kommen.
Es war der dritte Sieg in Serie für Ymond B, womit der früher so startschwierige Wallach bewies, dass er derzeit in Glanzform läuft. Roland Hülskath musste sich nur am Start bemühen, Ymond B sicher auf die Reise zu schicken. Im ersten Bogen hatte er bereits die Spitze inne, womit das Rennen schon so gut wie gelaufen war.
Mit viel Vertrauen hatte auch der Niederländer Cees Kamminga (43/Willemsoord) den Hengst Credits by Myself ins Rennen geschickt. Beim ersten Passieren der Tribüne war Credits by Myself bereits außen in dritter Position aufgetaucht. 200 Meter weiter war Kamminga schon Zweiter. Doch eingangs des Schlussbogens reagierte der Hengst mit einem Fehler und wurde disqualifiziert. Vorne lief Ymond B unbeeindruckt einem sicheren Sieg entgegen. Milka mit Reinier Feelders (46/Kevelaer), zuletzt bereits nur am übermächtigen Ymond B gescheitert, kam für Besitzer Siegmund Heinrichs (81/Sonsbeck) noch auf Rang zwei. Kunstprofessor Heinrichs, Experten auch unter seinem Pseudonym Charly Martin bekannt, konnte trotz der Niederlage mit seiner klein gewachsenen Milka zufrieden sein. Imponierend, wie sie Wieteke mit Rick Wester (24/Schaandam, NL) für das zweite Geld noch abfing. Reinier Feelders: Mehr war nicht drin, zumal Sieger Ymond B seinen Rekord verbesserte und auch Milka neue Bestzeit lief.
Zum engeren Favoritenkreis gehörte Roland Hülskath in der zweiten Tagesprüfung mit Amazing Wish nicht. Ein Sieg bei den letzten 20 Starts hatten die Wetter im Hinblick auf ein siegreiches Abschneiden der Stute aus dem Besitz von Winfried Fenske (62/Bochum) und trainiert von Ralf Oppoli (42/Recklinghausen), vorsichtig gemacht. Am Ende reichte es zu Rang vier, womit die Stute ihre derzeitige Form bestätigte.
Besser lief es für die auf 28:10 herunter gewettete Stute Spicyara, die wie Amazing Wish von Ralf Oppoli trainiert wird. Im Fahrwasser von John Jademan mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) hatte Oppoli mit Spicyara ein Rennen nach Maß, zog 200 Meter vor der Ziellinie an John Jademan vorbei und kam noch zu einem sicheren Erfolg mit einer halben Länge Vorsprung. Oppoli: Es lief alles wie geplant. Wir können sehr zufrieden sein. Spicyara hat die letzten sehr ordentlichen Leistungen vollauf bestätigt.
Immerhin brachte Roland Hülskath mit dem von Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) vorbereiteten 14:10-Favoriten Zorroh Boshoeve, der dem engagierten niederländischen Züchter Wiebe D. Landman (64/St. Nicolaasga) gehört, seinen zweiten Tagessieg unter Dach und Fach. Es war der zweite Sieg in Serie für den Landman-Hengst, der sich diesmal ganz überlegen gegen Zephira's Muscle mit Cees Kamminga und Zorayah mit dem Gelsenkirchener Lokalmatador Peter Poen (52) durchsetzte.
So kann es gerne weiter gehen,
freute sich Roland Hülskath, der eine starke Grippe inzwischen gut überstanden hat. Drei Starts in Gelsenkirchen, dabei zwei Siege und ein vierter Platz - das konnte sich für den amtierenden Vize-Meister sehen lassen. Zufrieden packte Hülskath danach seine Sachen, denn für ihn war das Sonntags-Programm am Nienhausen Busch damit gelaufen. Zweiter Doppelsieger in Gelsenkirchen war Tim Schwarma, der nach seinem Coup mit Lincolns Ass zum Abschluss der Veranstaltung auch noch mit dem fünfjährigen Hengst Noddy Flamingo als 20:10-Favorit gewann.
Aus den Bändern gestartet wurde das Februar-Handicap, in dem es um 2.900 Euro ging. Hier setzte sich mit dem frischen Sieger Victor Bas ein Teilnehmer aus dem zweiten Band durch. Victor Bas wurde vom Ende des Feldes erst im Schlussbogen in dritter/vierter Spur energisch nach vorne gebracht und siegte leicht mit dem Niederländer Rob T. de Vlieger (45/Zwaanshoek) vor Tennessie Forest mit Carolin Aalbers (33/Callantsoog, NL). Rang drei ging an Thor Boshoeve mit Silvia Raspe (24/Weeze).
Zum Totokurs von 340:10 sorgte Lokalmatador Peter Poen für die größte Überraschung des Tages. Der 52-Jährige siegte mit dem achtjährigen Hengst Bellagio, den er nicht nur trainiert, sondern dessen Besitzer er auch ist.
Doch noch gute Proben für Pit Pan
Gelsenkirchen (mspw) - Ganz anders als bei Wall Street geriet die Vorstellung des schon achtjährigen Wallachs Oh Boy, den Ruud Pools (57/Heiloo, NL) am Sonntag (21-2-10) vorstellte, um ebenfalls für das Pit Pan-Rennen zu testen. Oh Boy mischte von Beginn an vorne mit, wurde schnell an die Spitze pilotiert und verabschiedete sich geradezu spielerisch leicht von der Konkurrenz. Lincolns Sara kam mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) auf Rang zwei vor I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen). Auch deren beide Pferde wurden auf die Hamburger Prüfung vorbereitet, wobei sowohl Hülskath als auch Oppoli zufrieden waren. Hülskath deswegen, weil Lincolns Sara auf den ersten 600 Metern einiges tun musste, um eine gute Ausgangsposition zu erobern und dennoch gut bis zur Linie durchzog. Oppoli deswegen, weil I will fight for U erst spät eine gute Lage fand und sich auf der Zielgeraden dennoch gut anbot.
Hannibal As mit Dieter Brüsten (41/Gladbeck), Berufsfahrer bei Michael Gutsche (54/Oberhausen), dürfte sich mehr versprochen haben, denn der Hamburg-Test von Hannibal As verlief wohl deshalb nicht überzeugend, weil der Hengst nie die Innenkante sah. Zoon van Minne, von Berufsfahrerin Mieke van der Meer (41/Wateren, NL) für Hamburg getestet, kam lediglich auf Rang acht, war nie besser im Rennen.
Auch in der Klasse der gewinnarmen Pferde (bis 600 Euro Gewinnsumme) gab es für Mieke van der Meer nichts zu holen. Mit Zenith BD wurde sie nach einem Fehler disqualifiziert. Ebenfalls am Turm landeten Galaxy Star, Gräfing Clivia (war lange Zweite) und Limpino. Your Point mit Stefan Musga (44/Duisburg) war hier ungefährdet. Prinz Titan kam zwar mit Jan Wagenaar junior (48/Otterlo, NL) auf den letzten Metern noch etwas näher, konnte den Sieger aber nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Zanadu Lane mit Krista Timmer (29/Heemsker, /NL) kam auf Rang drei. Methusalem, den Ralf Künzel (52/Gelsenkirchen) mit einigem Vertrauen an den Start gebracht hatte, begann mit einem schweren Startfehler, konnte nie mehr ernsthaft ins Geschehen eingreifen. Letztlich reichte es noch zur letzten Prämie, die es für Rang fünf gab.
Im Internationalen Februar-Pokal der Amateure, der aus zwei Bändern gestartet wurde, setzte sich Yordi va Camstra mit Hiltje Tjalsma (30/Zwaanshoek, NL) sicher gegen den mit einer Zulage bedachten Thor Boshoeve mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) durch. Nicole Hildebrandt (Borken) kam mit einer starken Leistung von Wodka Volo auf den letzten 400 Metern noch auf den dritten Platz. Rusty Columbus mit Anke Börnig (32/Dinslaken) und Travel Check mit Susanne Meis (42/Marl) wurden nach frühen Patzern disqualifiziert.
Innerhalb von nur einer halben Stunde kam Amateurfahrer und Besitzer Michael Gutsche (54/Oberhausen) zu zwei Siegen. Erst steuerte Profi Dennis Spangenberg (27/Kirchhellen) Youlucia Toscana aus Gutsches Besitz (Stall Top Point) zu einem überlegenen Sieg mit drei Längen vor Emily Rose mit Eckhardt Drees (64/Lüdinghausen). Im Anschluss war Gutsche auch als Fahrer mit seinem fünfjährigen Wallach Butch Cassidy erfolgreich.
Seine Siegesserie setzte der von Stefan Humel (61/Mönchengladbach) vorbereitete Elwood Blues fort. Gesteuert von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach), war der fünfjährige Wallach bereits zum siebten Mal hintereinander nicht zu schlagen, kam zu einem sicheren Erfolg vor Starship Combination mit Wolfgang Musga (54/Dinslaken).
Silberhelm Roland Hülskath ging bei seinen vier Fahrten am Nienhausen Busch leer aus und bleibt damit bei acht Siegen in diesem Jahr. Goldhelm Michael Nimczyk (23/Willich), der zeitgleich in Berlin-Mariendorf drei Prüfungen für sich entscheiden konnte, überholte Hülskath, hat jetzt neun Siege auf seinem Konto. Der führende Manfred Zwiener (53/Berlin) ging auf seiner Heimatbahn zwar leer aus, liegt aber mit 22 Treffern in dieser Saison nach wie vor souverän auf Rang eins.
Schülerin Sina wie eine Meisterin
Sie ist 18 Jahre jung und geht noch zur Penne. Amateurfahrerin Sina Baruffolo aus Essen, die ehrgeizige Schülerin, zeigte freilich am Sonntag (21-2-10) auf ihrer Heimatbahn am Nienhausen Busch in Gelsenkirchen mit dem fünfjährigen Traber-Wallach Straight on eine meisterliche Fahrt. Nach ihrem Sieg, dem ersten vollen Erfolg in Gelsenkirchen, war die Gymnasiastin aus Essen-Borbeck zunächst sprachlos, ehe sie überglücklich kommentierte: Auf diesen Sieg am Nienhausen Busch habe ich einige Zeit warten müssen. Jetzt ist der Bann endlich gebrochen.
Auch Sinas Vater Günter, ein Dachdecker, der seine Traber in Gelsenkirchen stationiert hat, freute sich für seine Tochter: Das hat sie prima hinbekommen.
Dabei hatte Straight on, im Vorjahr siebenfacher Sieger, beim zweiten Start in diesem Jahr zunächst mit dem Geschehen an der Spitze nichts zu tun. Sina Baruffolo reihte sich an vierter Position ein, während sich vorne John Jademan mit Andrea Dworatzyk (26/Wesel) und Valerie Boshoeve mit Thomas Maassen (41/Willich) abwechselten, ehe sich John Jademan an der Spitze durchsetzte. Best of Germany mit Michael Gutsche (54/Oberhausen), die beim Jahresdebüt in Mönchengladbach einen ordentlichen dritten Platz hingelegt hatte, war an dritter Position zu sehen. Die Außenseiter Kanorell, Tizian Way und im letzten Bogen auch Tessino fielen durch Fehler aus. Samuray musste mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) immer außen gehen.
Mitte des Schlussbogens erfolgte dann der Angriff von Straight on, der rasch und in imponierendem Stil an der Konkurrenz vorbei lief und zu einem noch sicheren Sieg vor John Jademan und Valerie Boshoeve kam. Trainiert wird der Sieger von Klaus Horn (60/Marl). Best of Germany wurde Vierte. Thomas Maassen, Fahrer von Valerie Boshoeve: Auf der tiefen Bahn hatte die Stute am Ende keine Kraft mehr, um sich noch steigern zu können.
Nicht gelungen ist die Vorbereitungsprüfung für das Hamburger Pit Pan-Rennen (7. März) dem Wallach Bemms Axel aus dem Besitz von Pia Krug (Moers). Mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky hatte sich der Sechsjährige einen Startfehler erlaubt und lief weit hinter dem Feld her. An der Spitze lieferten sich die Oranjes Yankee Attack und Yankee Butcher einen sehenswerten Zweikampf, den Yankee Butcher mit Formfahrer Robin Bakker (26/Deurze, NL) schließlich souverän für sich entschied.
Auf dem dritten Rang hinter Yankee Attack mit Jan van Dooyeweerd (48/Hoofddorp, NL) landete mit der siebenjährigen Stute Lady Lay Luck, gefahren von Thomas Kooyman (48/Limmen, NL), ein weiterer Gast aus dem Nachbarland.

Feelders scherzt nach Rang zwei:
Sieger war fast doppelt so groß
Gelsenkirchen (mspw) - In den Niederlanden wackelt die friesische Traditionsrennbahn Wolvega. Finanziell klamm, sechs Veranstaltungen in Serie wegen der widrigen Witterungsverhältnisse ausgefallen. Da wundert es nicht, dass die Aktiven aus dem Nachbarland froh sind, auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen Start- und Verdienstmöglichkeiten zu haben. Robin Bakker (26/Deurze) nutzte am Sonntag (14-02-10) gleich das erste Rennen am Nienhausen Busch, legte mit Marcel Bos eine blitzsaubere Siegfahrt hin.
Der 16:10-Favorit war recht vorsichtig ins Rennen geschickt worden. Robin Bakker tauchte aber dann doch zügig außen an dritter Stelle auf. Zu Beginn des Einlaufs erfolgte der erwartete Angriff auf die Spitze, die lange Milltown mit Michael Schmid (42/Oberhausen) inne hatte. Schnell gelangte Marcel Bos in einen leichten Vorteil und kam damit beim dritten Start nach einer siebenwöchigen Pause bereits zum zweiten vollen Erfolg. Bakker hatte sich geschickt im Fahrwasser von Milltown eine günstige Ausgangsposition gesichert.
Bei Temperaturen von minus vier Grad hätte ich eigentlich dickere Handschuhe anziehen müssen. Aber dann hätte ich nicht genügend Gefühl in den Händen gehabt,
meinte der talentierte niederländische Berufsfahrer Robin Bakker und eilte nach der Siegerehrung schnell in den warmen Stall, um wieder auf Temperatur zu kommen.
Marieke Willems (32/Koekange, NL), Besitzerin und Trainerin des siegreichen fünfjährigen Hengstes, freute sich über die richtige Handschuh-Wahl von Robin Bakker, war sehr zufrieden. Kann sie auch sein, denn im Moment läuft es bei der Trainerin, die zurzeit in Balkbrug bei Zwolle zehn Traber trainiert, ganz gut.
Spicyara, die Günter Jenzer (Bottrop) gehört, kam mit guter Unterstützung ihres Steuermanns Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) auf der Zielgeraden noch prima in Schwung und wurde bei ihrem Jahresdebüt Zweite. Zoon van Unia mit dem Niederländer Josef van Koolwijk (53/Koekangerveld) kam auf Rang drei vor Conrad Lad mit dem aktuellen Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk (23/Willich), der nach dem ersten Start in diesem Jahr für Besitzerin Cornelia Zdziarstek (38/Gelsenkirchen) seit Mitte September nicht unzufrieden war.
Auch im zweiten Rennen waren die Niederländer wieder unterwegs auf der Jagd nach Sonntags-Geld am Nienhausen Busch. Rick Wester (24/Schaandam) hatte mit dem frischen Sieger Ymond B keine Probleme, gleich nach dem Start in Front zu ziehen. Im Fahrwasser sahen die Besucher Milka mit Reinier Feelders (45/Kevelaer) im Sulky.
So blieb es bis zur Ziellinie. Zaffier Boshoeve schob sich mit Michael Nimczyk noch auf Rang drei vor. Zico Exprees, mit Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek, NL) an den Start gekommen, hatte früh nichts mehr zuzusetzen und kam abgeschlagen als Letzter ins Ziel, wobei auffiel, dass der vierjährige Wallach schon Mitte des letzten Bogens nichts mehr zu verkaufen hatte und wohl gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war.
Reinier Feelders war mit Rang zwei hinter Ymond B keineswegs unzufrieden: Milka, die Charly Heinrichs aus Sonsbeck gehört, ist nicht viel mehr als halb so groß wie Ymond B. Mehr als Rang zwei war da beim besten Willen nicht drin.
Follow Me siegt im Valentins-Cup
Großer Tag für Silvia Raspe! Erst hatte die 24-Jährige aus Weeze-Wemb mit ihrem Schimmel Thor Boshoeve gegen die Profis gewonnen, dann sicherte sie sich auch den Sieg im Finale um den Valentins-Cup am Sonntag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Im Kampf der Geschlechter siegte Raspe, wie übrigens auch schon eine Woche zuvor in ihrem Vorlauf, mit der fünfjährigen Stute Follow Me, die von Rabea Schulze Wienker (37) aus Versmold trainiert wird und deren Vater Franz Klein (59) gehört.
Raspe nutzte dabei konsequent den Vorteil, dass die weiblichen Teilnehmer in diesem Finale mit ihren Schützlingen 25 Meter weniger zurückzulegen hatten als ihre männlichen Kollegen. Auf Rang zwei landete mit Sierra Angel, gefahren von der Niederländerin Hiltje Tjalsma (30/Zwaanshoek), ebenfalls eine Starterin aus dem ersten Band. Bester männlicher Vertreter war Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) mit Argentini auf Rang drei. Mitfavorit und Vorlaufsieger Winston C fand mit Erik van den Bergh (42/Duindigt, NL) keine Lage, musste im Schlussbogen außen herum“ weite Wege gehen und wurde nur Sechster. Die durch gute Leistungen aus der letzten Saison empfohlene Riwa lief mit Franz Klein eher unauffällig, hatte nie eine bessere Lage und kam erst im Einlauf auf Touren, so dass es noch zu Rang fünf reichte.
Eine Glanzfahrt legte Silvia Raspe auch mit ihrem neunjährigen Wallach Thor Boshoeve hin. Zum dritten Mal in diesem Jahr bot sie den Schimmel in einem Rennen gegen die Fahrer-Profis auf. Die Bilanz nach dem neuerlichen Erfolg (Toto 44:10) für die engagierte Amateurfahrerin: Zwei Siege und ein zweiter Platz in so genannten offenen Rennen mit Thor Boshoeve.
Diesmal hatte Raspe ihren Schützling schon früh nach vorne gefahren. Im Einlauf wehrte sie den Angriff von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) mit Chingagchook ab und war für den Sieg ungefährdet. Eckstein war in diesem Rennen Nichtstarter. Vize-Champion Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), der in den letzten Tagen wegen einer Grippe-Erkrankung ausgefallen war, nahm zwar eine Fahrt für seinen niederländischen Kollegen Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) mit Typical Meadow wahr, landete dabei auf Rang sechs, meldete sich danach aber für den Rest des Renntages ab, weil er noch nicht wieder richtig fit war.
Im Rennen mit Viererwette hatte Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) mit Kansas C das bessere Ende für sich, siegte vor East Orange, Monsun und Benno. Aber es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre es ganz anders gekommen. Hafer, der Nathan Streamline als Vater von Kansas C bestens kennt, versuchte frühzeitig, die Spitze zu bekommen. Ich wusste aus eigener Erfahrung, dass Nathan Streamline die besten Rennen von vorne bestritten hat. Was der Vater kann, das dürfte auch der Sohn können, dachte ich mir, wollte deswegen in Front fahren,
verriet Hafer.
Sein Manöver wäre fast missglückt. Denn als er die Ohrenkappe bei Kansas C ziehen wollte, um den Hengst aufmerksamer zu machen, verhakte diese sich am Sulky. Erst im zweiten Anlauf klappte die Aktion, bescherte Kansas C die Führung, die der Hengst bei seinem überlegenen Fünf-Längen-Sieg auch nicht mehr abgab. Die Viererwettte zahlte im Übrigen 17.347 Euro für zehn Euro Einsatz.
Ingesamt gab es am Nienhausen Busch gleich drei Doppelsieger. Neben Silvia Raspe gewannen auch Peter Grundmann und der Niederländer Rick Wester (24/Schaandamm) am Sonntag jeweils zwei Rennen.
Bürgertraber“ Sir Herten verdient 1.200 Euro für Haiti-Hilfe
Hülskath macht Ortiz zum Seriensieger
Gelsenkirchen (mspw) - Wird es ihm schon zu kribbelig, weil Marisa Bock (29/Schöneiche) bereits zwölf Siege in dieser noch jungen Saison hingelegt hat und er selbst zuvor erst fünfmal als Sieger durchs Ziel fahren konnte? Jedenfalls legte Silberhelm“ Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) am Donnerstag (28-01-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn gleich los wie die Feuerwehr. Der ihm anvertraute sechsjährige Wallach Ortiz aus der Trainieranstalt von Frank Ostermann (46/Burgwedel) zeigte sich wie bei seinen letzten beiden siegreichen Auftritten erneut in blendender Form, kam auf der vom Schnee befreiten Piste am Nienhausen Busch zum dritten Erfolg en suite und darf nun mit Fug und Recht als Seriensieger bezeichnet werden.
Lange hatte Lincolns Sara mit Michael Schmid (42/Oberhausen) die Führung, die sich Schmid gleich nach dem Start sichern konnte. An der Außenkante tauchte schon früh der Außenseiter King Kahn mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) auf. Ortiz war von Roland Hülskath vorsichtig ins Rennen geschickt worden, während Victoria Camelot mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) sowie Mary Poppins mit Michael Nimczyk (23/Willich) bereits kurz nach dem Start mit Fehlern ausgefallen waren.
In zweiter Spur und im Windschatten von King Kahn war Ortiz immer nah bei der Spitze. Im Einlauf nahm Roland Hülskath den Wallach, der Frank Ostermanns Mutter Brigitte (61) gehört, nach außen und war schnell in einem Vorteil.
Trainer Ostermann lobte: Hut ab vor Roland Hülskath. Bei diesen schwierigen Bahnverhältnissen hat er alles goldrichtig gemacht. Ortiz ist eigentlich ein schneller Beginner. Aber wir hatten zuhause Sondertraining absolviert, um ihn auch mal aus hinteren Regionen einsetzen zu können. Es hat alles prima geklappt.
An der Innenkante hatte sich Lincolns Sara aus dem Besitz von Dieter Handke (24/Hamm) lange gewehrt, musste letztlich alles geben, um Sierra Angel mit Jan T. de Jong (22/Zwaanshoek, NL) noch knapp für den zweiten Platz in Schach halten zu können.
Groß war die Freude der engagierten Besitzerschaft des Bürgertrabers Sir Herten im zweiten Rennen des Abends. Die Besitzer hatten versprochen, eine eventuelle Prämie für die Haiti-Erdbebenhilfe zu stiften. Veranstalter Win Race wollte nicht zurückstehen und sagte zu, eine eventuelle Prämie sogar für den guten Zweck zu verdoppeln. Und tatsächlich wurde das Unternehmen ein voller Erfolg. Mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) im Sulky triumphierte Sir Herten beim ersten vollen Erfolg seiner Karriere. 1.200 Euro kamen damit für den guten Zweck zusammen. Die Aktion wurde auch von den Medien gebührend berücksichtigt, so dass alle Beteiligten zufrieden sein durften.
Sir Herten war am Toto auf 18:10 herunter gewettet worden. Lange lief er an fünfter/sechster Position. Erst auf der Zielgeraden hatte Ralf Oppoli den vierjährigen Wallach näher an die Spitze heran geführt. Am Ende langte es noch zu einem sicheren Sieg mit einer Länge Vorsprung vor Bemms Jana mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) und Keepcool Laurelton, mit der Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) für Besitzer Tulus Laubinger aus Osnabrück lange geführt hatte.
Sir Hertens Trainer Willi Rode (71/Recklinghausen) freute sich mit den Besitzern seines Schützlings: Die gute Kondition hat heute den Ausschlag gegeben.
Und Siegfahrer Ralf Oppoli atmete auf: Am Start sind wir nicht so gut weggekommen. Ich dachte schon, dass ich chancenlos für den Sieg sein würde. Aber Sir Herten hat alle Reserven abgerufen. Der wusste wohl, dass ihm diesmal ganz viel Vertrauen entgegen gebracht wurde.
Donnerstag für Wetter ein Glückstag
Tim Schwarma (18/Weeze), der am 2. Februar 19 Jahre jung wird und zu den hoffnungsvollsten deutschen Talenten im Traber-Sulky gehört, trug Donnerstag (28-01-10) in Gelsenkirchen maßgeblich dazu bei, einen Wetter richtig glücklich zu machen. Für einen Einsatz von einem Euro konnte der Glückliche nämlich 5.000 Euro einstreichen, weil er die Viererwette mit dem Sieger El Comandante und Tim Schwarma im Sulky getroffen hatte.
Rainer Hoffmann (44/Krefeld) und Tim Schwarma selbst sind die Besitzer von El Comandante, der bei seinen letzten fünf Auftritten nichts gerissen hatte, davor allerdings einen Sieg hinlegen konnte. Diesmal setzte er sich dank eines sehenswerten Endspurtes noch sicher mit eineinhalb Längen durch. Dahinter kamen Milltown mit Michael Schmid (42/Oberhausen), Starchip Combination mit Wolfgang Musga (53/Dinslaken) und Amazing Wish mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) ins Ziel. Eine äußerst lohnende Viererwette mit einer Quote von 50.005:10 war die Folge auf dem Wettmarkt!
Für Tim Schwarma, Vize bei der Lehrlings-Europameisterschaft des letzten Jahres, war es der erste Sieg seiner Karriere auf der Gelsenkirchener Bahn am Nienhausen Busch. Schwarma: Endlich ist der Knoten geplatzt. Ich fahre sehr gerne in Gelsenkirchen und hatte einen vollen Erfolg auf dem Rechtskurs schon lange im Visier.
Die durchaus chancenreichen Cabo di Roca mit Tim Schwarma und Maralena mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) waren dagegen im gut besetzten Flower Kronos-Rennen gleich zu Beginn schon aus der Partie. Maralena sprang endlos hinter dem Startauto und wurde ebenso disqualifiziert wie Cabo di Roca, der wegen unreiner Gangart schon nach wenigen Metern aus der Wertung genommen wurde. Nach einem Fehler im Schlussbogen landete auch Times mit dem Niederländer Cees Kamminga (45/Willemsoord) am Turm. Aber Kammingas Landsmann Robin Bakker (26/Deurze) rettete die Ehre der Oranjes in diesem Rennen. Mit Yours or mine setzte er sich leicht gegen I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) und Catsuit (23/Willich) mit Michael Nimczyk durch. Nimczyk: Catsuit tut sich bei Tempowechseln nicht ganz leicht. Deswegen war diesmal nicht mehr drin.
Le Carolus HH, den Trainer Frank Ostermann (46/Burgwedel) Roland Hükskath (34/Mönchengladbach) anvertraut hatte, war lange am Ende des Feldes auszumachen und kam nicht über den vierten Rang hinaus.
Dass der zehnjährige Fuchswallach Chouchou sowohl unter dem Sattel beim Trabreiten als auch vor dem Sulky zu den besseren Rennpferden gehört, unterstrich er diesmal mit Rita Drees (67/Gronau-Epe) im Sulky. Überlegen mit sechs Längen fertigte der Oldie, der 2008 und 2009 jeweils der siegreichste Traber am Nienhausen Busch war, wieder einmal seine Gegner ab und hat damit von seinen letzten sieben Auftritten nicht weniger als fünf siegreich bestritten. Chouchou gehört damit nach wie vor zu den Aushängeschildern von Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen), der Trainer und Besitzer dieses Alleskönners ist.
Im Spaziergang entschied der erst seit wenigen Wochen von Henk Grift (35/Kevelaer) vorbereitete französische Wallach Lys Petteviniere, gesteuert von Europameister Roland Hülskath, die mit 3.000 Euro dotierte Bänderstart-Prüfung eindrucksvoll für sich. Trotz einer Zulage von 25 Metern ließ der Elfjährige, der schon fast 800.000 Euro gewonnen hat, den lange führenden Wyard Beuckenswyk mit Robin Bakker im Sulky und Sir Groenhof mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) überlegen hinter sich. Für Roland Hülskath war es der zweite Tagestreffer. Gleiches gelang auch Robin Bakker wenig später mit Zico Express.
Glück im Unglück hatte schließlich Tim Schwarma, als er beim Aufwärmen (Heat) mit dem neunjährigen Wallach Big Bes aus dem Sulky geschleudert wurde. Er ist plötzlich gesprungen,
sagte Schwarma, der mit Prellungen davon kam. Big Bes drehte ohne Fahrer etliche Runden um den Kurs, konnte dann aber unversehrt eingefangen werden.
Riesenquote auf Holzschuh-Stute
Gelsenkirchen (mspw) - Nur ein einziges Mal bei ihren letzten zehn Starts war die vierjährige Stute Talky Venus ohne Rennpreis in den Stall zurückgekehrt. Dabei hatte sie allerdings auch nur einmal gewonnen. Sonntag (17-1-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn sorgte die von Jochen Holzschuh (34/Mönchengladbach) trainierte und gefahrene Stute für den zweiten Sieg ihrer Karriere. Die Wetter hatten der Stute diesen Erfolg wohl nicht so recht zugetraut, denn die Siegquote betrug stolze 200:10 Euro.
Auch Jochen Holzschuh selbst war überrascht von diesem Erfolg. Damit hatte ich nie und nimmer gerechnet. Bei ihrem Start rechts herum am 3. Dezember in Gelsenkirchen war sie disqualifiziert worden. Wir dachten schon, das geht überhaupt nicht. Aber dann bekam ich hinter Illa d'Or mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) ein Traumrennen. Auf der Zielgeraden drängte die Stute dann nach innen und es kam zu einer kurzen Berührung mit dem Sulky von Roland. Aber das war nur ein Sekunden-Bruchteil, dann hatte sich die Situation wieder entzerrt.
Mit großartigem Speed auf der schweren Bahn ersprintete sich Kim November, trainiert von Peter Poen (52/Gelsenkirchen), mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) noch das zweite Geld vor Illa d’Or.
Der 14:10-Favorit Ziscar Migliore mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) war nach einem frühen Fehler von der Rennleitung disqualifiziert worden. Auch die übrigen Gemeinten liefen außerhalb der Platzierung ein, so dass die Zweierwette 2.854:10 und die Dreierwette sogar 26.585:10 Euro zahlten.
In einem von insgesamt vier Amateurfahrten des Nachmittags setzte sich der 16:10-Favorit Ocean of Fire mit Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) sicher durch. Allerdings musste der sechsjährige Hengst, der vorsichtig ins Rennen geschickt worden war, sehr weite Wege gehen, um am Ende vorn zu sein. Auf der Zielgeraden schwärmte das Feld in sechs, sieben Spuren dem Zielstrich entgegen, ganz weit außen Ocean of Fire, der dabei anscheinend die beste Geläuf-Linie erwischte.
Besitzerin Patricia Ruckdäschel (47/Moers) strahlte. Ocean of Fire hat oft Schleim im Hals. Wir versuchen, ihn mit Akupunktur und chinesischen Kräutern wegen seiner Lungenprobleme zu behandeln. Es sieht so aus, als würde das helfen.
In der Tat: Von seinen letzten sechs Starts beendete der Ruckdäschel-Schützling vier siegreich, war jeweils einmal Zweiter und Dritter!
Probleme hatte Nicole Hildebrandt (35/Borken), die mit Roy Horn Zweite wurde. Ich bin Kontaktlinsenträgerin. Da war es bei diesen Witterungsbedingungen nicht ganz einfach. Umso mehr freue ich mich über den Ehrenplatz.
Rang drei in dieser Prüfung ging an Bungee, den Rita Drees (67/Epe-Gronau) auf der Zielgeraden noch sehr schnell gemacht hatte, so dass es noch zu einer Platzprämie reichte.
Die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees, die 2009 bereits zum 14. Mal die erfolgreichste Hobbyfahrerin in Deutschland war, bestätigte mit gleich zwei Siegen ihre Klasse-Form. Mit Noble Shaolin aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters Volker Heimeshoff (41) und mit der von Altmeister Willi Rode (71/Recklinghausen) vorbereiteten Bibi S war sie nicht zu schlagen. Damit hat Rita Drees nach gerade einmal sechs Jahresstarts schon wieder vier Volltreffer auf ihrem Konto.
Ebenfalls zwei Siegfahrten legten beim Gelsenkirchener Saisonstart 2010 Cees Kamminga (mit Zardy Butcher und Wildfire) sowie Amateurfahrerin Silva Raspe (24/Weeze-Wemb) hin. Erst nahm sie es dabei mit ihrem neunjährigen Schimmel-Wallach Thor Boshoeve sogar mit den Profis auf und ließ unter anderem Chouchou, das Gelsenkirchener Pferd des Jahres 2009, mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) im Sulky knapp hinter sich. Zum Abschluss war Silvia Raspe dann auch mit Quabaleros erfolgreich. Beide Pferde werden von ihrem Stiefvater Reinier Feelders (45/Kevelaer) trainiert.
Einen Favoritensieg gab es in der mit 3.000 Euro dotierten Bänderstart-Prüfung um den Preis der Dolomiten. Trotz 25 Metern Zulage sicherte der zwölfjährige Hengst Kebby du Bocage mit Michael Schmid (42/Oberhausen) im Sulky seinem belgischen Trainer und Besitzer Lieven de Groote (45/Nazareth) die Siegprämie von 1.250 Euro.
Van Koolwijk nach Sieg nass geschwitzt:
Ich musste unterwegs mächtig arbeiten
Gelsenkirchen (mspw) - Nass geschwitzt, aber überglücklich kehrte der Niederländer Jos van Koolwijk (53/Koekangerveld) nach seinem Sieg mit Wyard Beuckenswyk am Donnerstag (3-12-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen in den Stall zurück. Das Rennen hatte Pferd und Fahrer alles abverlangt. Ich musste unterwegs mächtig arbeiten,
erklärte van Koolwijk. Wyard Beuckenswyk ist gewöhnlich kein Kämpfertyp. Man muss ihn immer wieder animieren. Hinter Sir Groenhof hatte ich jedoch auch eine wunderbare Lage. Auf der Zielgeraden wusste ich, dass ich mich auf seinen Speed verlassen konnte.
Wyard Beuckenswyk, ein fünfjähriger Wallach, verwies im Endspurt den 57:10-Mitfavoriten Höwings Kumpel mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) sowie den 25:10-Favoriten Sir Groenhof mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) auf die Plätze.
Gleich der erste Start-Versuch in der mit 2.500 Euro dotierten Bänderstart-Prüfung hatte geklappt. Sir Bajazzo (Thomas Kornau/50/Recklinghausen) und Sir Groenhof kämpften gleich nach dem Ab um die Spitzenposition. Erst nach rund 500 Metern konnte Sir Bajazzo den Zweikampf für sich entscheiden. Doppeldecker mit Klaus Horn (60/Marl) und Wyard Beuckenswyk trabten dahinter in Lauerstellung. Für den ehemaligen Derby-Dritten Sir Hajo mit Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek. NL) war das Rennen nach einem Fehler in der Startphase frühzeitig beendet. Er wurde disqualifiziert.
Der von Arnold Mollema (60/Wolvega, NL) vorbereitete Geldschrank Armstrong As (Thomas Panschow/42/Bladenhorst) hatte sich nach einem Start aus der zweiten Reihe im Laufe des Rennens immer weiter nach vorne gearbeitet. Als das Feld auf die Zielgerade einbog, lag der Gewinner von exakt 128.042 Euro zwar in einer aussichtsreichen Position, machte dann jedoch einen Fehler und war damit aus dem Rennen.
Auf breiter Front kämpften auf der Zielgeraden gleich mehrere Pferde um den Sieg. Die größten Reserven hatte Wyard Beuckenswyk, der sicher mit einer halben Länge vor Höwings Kumpel gewann. Sir Groenhof, Doppeldecker und Sir Bajazzo belegten die Plätze.
Beinahe wäre die Taktik von Ex-Fußballer Hannes Bongartz (58/Bottrop) im Pokal der Traber Allianz West aufgegangen. Um eine günstige Startnummer zu bekommen, hatte Bongartz die fünfjährige Stute El Conchita erstmals zwei Gewinnklassen höher starten lassen. El Conchita liebt es, direkt am Flügel des Startautos zu kleben. So kommt sie gleich prächtig auf Touren,
so Bongartz vor dem Rennen.
Und zunächst sah es auch so aus, als könne El Conchita (Gewinnsumme: 12.240 Euro) die Gegner mit einer Gewinnsumme von bis zu 19.502 Euro in Schach halten. Die Startphase gehörte der Bongartz-Stute, bis zur Zielgeraden war die ehemalige Serien-Siegerin in Führung zu sehen. Gegen die Angriffe der Konkurrenz wehrte sich El Conchita energisch, musste schließlich aber dem Sieger Rusty Columbus mit Anke Börnig (32/Dinslaken) und Utah Fortuna, gesteuert von Silvia Raspe (23/Wemb) den Vortritt lassen. Das war ein Traum-Rennen,
freute sich Börnig.
Eine sehr gute Leistung von El Conchita,
war Hannes Bongartz auch mit Platz drei einverstanden. Ich wollte sofort die Spitze übernehmen, das ist gelungen. Allerdings wirkte die Stute auf den letzten Metern etwas müde. Das kann am letzten Start gelegen haben, der nur acht Tage zurückliegt.
Im Kampf um das Berufsfahrer-Championat bleibt es spannend. Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) konnte sich am Nienhausen Busch mit dem überlegenen Weile-Erfolg mit Zanne Flevo und mit Goetmals Best zweimal in die Siegerliste eintragen. Der Silberhelm steht nun bei 144 Saison-Siegen. Der führende Michael Nimczyk (23/Willich) verpasste zeitgleich in Hamburg den 150. Jahres-Treffer, bleibt bei 149 vollen Erfolgen.
Hohe Zweierwette: Satte 1.119 Euro für einen Euro
Woudstra macht Wetter glücklich
Gelsenkirchen (mspw) - Das gibt es wahrlich nicht alle Tage. Beim Sieg des 102:10-Außenseiters Vivaldi Teb mit Simon Woudstra (45/Herwen, NL) am Donnerstag (19-11-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen vor der 723:10-Außenseiterin Miss Dynamite (Wolfgang Musga/53/Dinslaken) zahlte die Zweierwette satte 11.193 Euro auf der Basis von zehn Euro Einsatz. Den richtigen Einlauf hatte nur ein einziger Wetter auf der Bahn am Nienhausen Busch auf seinem Tippzettel. Für einen Euro Einsatz kassierte er 1.119 Euro. Hinter Vivaldi Teb und Miss Dynamite belegte die von Willi Rode (71/Recklinghausen) vorbereitete 23:10-Mitfavoritin Bibi S (Ralf Oppoli/42/Recklinghausen) Rang drei. Die Dreierwette zahlte 5.393 Euro für zehn Euro Einsatz. Also nur rund die Hälfte der Zweierwette.

Ich hatte schon im Heat ein gutes Gefühl,
sagte ein glücklicher Simon Woudstra. Allerdings hat Vivaldi Teb in den Bögen immer ein wenig an Boden verloren. Dafür habe ich keine Erklärung. Aber es hat ja auch so geklappt,
strahlte der Niederländer.
Dabei sah es zunächst nicht nach einem Erfolg von Vivaldi Teb aus. Denn der sechsjährige Hengst war nach einem schwachen Start am Ende des Feldes zu sehen. Die Führung hatte gleich nach dem Ab Waikiki Boshoeve mit Patrick van Ooijen (32/Herwen, NL) übernommen. Vor den Tribünen wurde die Stute jedoch von Bibi S abgelöst. Miss Dynamite lag aussichtsreich im Mittelfeld.
Bis zum Schlussbogen hatte sich Vivaldi Teb bis auf die sechste Position verbessert. Dann zündete der Hengst den Turbo. Nach einem beeindruckenden Endspurt setzte sich Vivaldi Teb sicher mit einer halben Länge vor Miss Dynamite durch. Bibi S kämpfte gegen die Niederlage, wurde Dritte.
Die hohe Zweierwette hat mich selbst ein wenig gewundert,
gab Wolfgang Musga nach Platz zwei mit Miss Dynamite zu Protokoll. Die Stute wurde wohl nach ihrem letzten Platz in Dinslaken Anfang November unterschätzt. Ich war mir aber sicher, dass der letzte Auftritt ein Ausrutscher war.
Äußerst vielversprechend sah zunächst das Debüt von Maxim Gorki aus dem Besitz von Franz Graupe (58/Rheinberg) im Yewel Boshoeve-Rennen aus. Lange war der dreijährige Wallach, der sich in einer starken durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:18,7 Minuten qualifiziert hatte, an der Spitze zu sehen. Doch auf der Zielgeraden gingen Maxim Gorki die Kräfte aus und er fiel bis auf Rang sechs zurück.
Der Sieg ging im Endspurt an die von Marcel Hauber (39/Deurze, NL) vorbereitete Zandina Boshoeve mit Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky. Und das trotz eines eher ungünstigen Startplatzes in der zweiten Reihe. Zentaur Boko mit Michael Schmid (42/Oberhausen) und Spirit in the Sky mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) hatten das Nachsehen.
Roland Hülskath ist der perfekte Mann für meine Pferde,
lobte Trainer Marcel Hauber. Er hat Zandina Boshoeve optimal eingesetzt.
Optimal lief es für Hülskath auch mit dem vom Claus Kolb (48/Ascheberg) vorbereiteten Rio Chavon. Der Erfolg mit dem 20:10-Favoriten war Hülskaths zweiter Tages-Sieg am Nienhausen Busch. Im Berufsfahrer-Championat konnte der Silberhelm den Rückstand auf den führenden Michael Nimczyk (23/Willich), der zeitgleich in Hamburg ein Rennen gewann, etwas verkürzen. Nimczyk hat 144 Saison-Erfolge auf dem Konto, Hülskath 137.
Neben Roland Hülskath gelangen auch Michal Schmid (Oberhausen) zwei Treffer in Gelsenkirchen. Der 42-Jährige war mit Super d’Aunou und Zagreb siegreich.
Im abschließenden Amateurfahren gab es den zweiten Erfolg in Serie von Chouchou (Rita Drees/67/Gronau-Epe), der sich gegen Thor Boshoeve (Silvia Raspe/23/Wemb) und Ulli Klee (Lutz Will/53/Dieburg) durchsetzte. Der 21:10-Favorit Eckstein, der erstmals in einem Amateurfahren startete, wurde mit Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) im Sulky wegen unreiner Gangart disqualifiziert.
Ralf Oppoli: Japa’s Dream kann es noch
Das Pferd mit der höchsten Gewinnsumme konnten die Besucher der Trabrennbahn in Gelsenkirchen am Donnerstag (19-11-09) schon vor dem ersten richtigen Rennen in Aktion bewundern. Japa’s Dream, Gewinner von 266.030 Euro, absolvierte erfolgreich einen Probelauf. Als Dritter trabte der neunjährige Wallach in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:20,6 Minuten locker durch das Ziel. Der von Willi Rode (71/Recklinghausen) für den Computer-Fachmann Stephan Jörgens (57/Bochum-Wattenscheid) trainierte Geldschrank soll in mehreren Probeläufen auf die Rückkehr in den Rennbetrieb vorbereitet werden.
Von Fahrer Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) wurde Japa’s Dream behutsam ins Rennen gebracht. Zunächst war der Wallach, der in seiner Karriere mehrere Prüfungen auf der berühmten Trabrennbahn in Paris-Vincennes gewinnen konnte, am Ende des Feldes zu sehen. Oppoli: Es lief alles nach Plan. Ich habe ihn eher vorsichtig gefahren, damit er sich wieder an die Renn-Situation gewöhnt.
Auf der Zielgeraden legte Japa’s Dream noch einmal zu. Nach einem durchaus sehenswerten Endspurt überholte der Wallach mehrere Teilnehmer und endete hinter Zatopek Boshoeve (Roland Hülskath/34/Mönchengladbach) und Keep Smiling (Danny Gratzki/29/Bladenhorst) auf Rang drei. Auch wenn das am Ende so nicht unbedingt geplant war. Da hat Japa’s Dream gezeigt, dass er es noch kann,
strahlte Oppoli.
Und auch Trainer Willi Rode war mit der Leistung seines Schützlings, den Besitzer Jörgens seinen alten Herrn nennt, zufrieden. Der Probelauf ist optimal verlaufen. Wir werden Japa’s Dream in etwa zehn Tagen noch einmal testen. Eventuell benötigt er auch noch einen dritten Probelauf,
so Rode. Wenn er mit den jungen Pferden dann wieder so gut mithält, werden wir ihn für ein Rennen melden.
Ilse und Claus Kolb taten einen wahren Glücksgriff
Ascheberger vertrauten Roland Hülskath
Gesamtumsatz: 117.662,00 €, davon Bahnumsatz: 36.696,00 €
Gelsenkirchen (mspw) - Es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ilse Kolb (72) aus Ascheberg und ihr Sohn Claus (45), langjähriger Trabertrainer und Fahrer, Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) für eine Fahrt mit dem familieneigenen vierjährigen Wallach Rio Chavon verpflichtet haben. Erstmals mit Hülskath im Sulky langte es nach einer Reihe von Platzierungen am Sonntag (25-10-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen zu einem vollen Erfolg gegen höher eingeschätzte Gegner. Für Hülskath war es der 129. Jahressieg, den auch der in der Rangliste an zweiter Stelle positionierte Michael Nimczyk (23/Willich) mit Viktoria nicht verhindern konnte.
Nach diesem Rennen stand es im Championatskampf 129:125 für Hülskath. Ein beachtlicher Vorsprung, aber noch keinesfalls eine Vorentscheidung im Wettbewerb um Gold und Silber, zumal Nimczyk gleich im nächsten Rennen mit Zandina Boshoeve für Toto 58:10 einen Sieg nachlegte, so dass der Abstand zu Hülskath wieder nur noch drei Zähler betrug.
Roland Hülskath war nach seinem Sieg sehr zufrieden. Wir sind gut abgekommen, konnten immer vorne dabei bleiben. Auf der Zielgeraden hatte ich noch einiges in der Hand, so dass der Sieg letztlich leicht ausgefallen ist.
Michael Nimczyk hatte mit Viktoria aus dem Besitz des engagierten Züchters und Besitzers Hans-Joachim Kleemann (72/Berlin/Firma Stall Preussen) keine echte Siegchance, obwohl auch die von Herbert Jans (50/Lage) vorbereitete Stute immer vorne dabei war, allerdings nicht an die Innenkante kam.
Violet Phoenix, als 20:10-Favoritin in die Partie gegangen, war nach einem frühen Fehler mit Patrick van Ooijen (32/Herwen/NL) beim ersten Passieren der Tribüne disqualifiziert worden.
Black Leonie klebte“ mit Peter Grundmann (34/Ascheberg) lange am Schluss des Feldes, musste in dritter/vierter Spur durch den letzten Bogen und stieß nicht weiter nach vorne, als es zur Sache ging. Wessel Landerije mit Gerrit Gommans (59/Uedem) sicherte sich das dritte Geld. Für den lange führenden Zam Avon mit Wim van Buytene (52/Echt, NL) reichte es letztlich nur zu Rang vier. Florian Klee lief mit Klaus Horn (60/Marl) als Fünfter seine aktuelle Form aus.
Dass Michael Nimczyk mit Zandina Boshoeve in der zweiten Tagesprüfung zu einem vollen Erfolg kam, war für Trainer Marcel Hauber (39/Deurze, NL) keine besondere Überraschung. Wir hatten uns einiges ausgerechnet. Die kleine Stute hat ein großes Kämpferherz, was vor allem auf den letzten 500 Metern ein Riesenvorteil ist. Hinzu kommt, dass Michael hervorragend gefahren ist.
Nimczyk war bis zum Schlussbogen vorne dabei, griff dann in dritter Spur an und war schnell in einem Vorteil, auch wenn der Richterspruch mit Kampf/Hals gegenüber Zizou AM mit Hubert W. Schoonhoven (58/Nije Berkoop/NL) denkbar knapp ausfiel.
Freedom of the Sea, im Besitz von Detlef Tappe (50/Oberhausen), dem Nu Pagadi-Eigner, patzte in diesem Rennen, machte mit Roland Hülskath nach knapp einer Runde am Schluss des Feldes einen Fehler und wurde aus der Wertung genommen. Noch zu unreif und unkonzentriert,
befand Hülskath.

Deutschen Sieg im Drei-Länderkampf
sicherten Jörg Hafer und Anke Börnig
Gelsenkirchen (mspw) - Ein Sieg durch Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen), ein zweiter Platz durch Anke Börnig (32/Dinslaken) - schon war das Ding drin beim Länder-Vergleichstreffen der Amateur-Trabrennfahrer aus Deutschland, Dänemark und Schweden für die einheimischen Farben am Sonntag (25-10-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Es war ein haushoch überlegener Gesamtsieg des deutschen Aufgebots, das auf insgesamt 97 Punkte kam. Zweiter wurde Dänemark (42 Punkte) vor Schweden (40).
Deutschland war vertreten durch Amateurfahrer der Traber-Allianz West. Und die Westdeutschen machten es schon im ersten von zwei Vergleichsrennen so gut, dass die Gäste nicht gerade überglücklich in die Ställe zurückkehrten. Auf den ersten fünf Plätzen landeten nämlich deutsche Fahrer, allen voran Jörg Hafer, der mit Ocean of Fire aus dem Besitz von Patricia Ruckdäschel (47/Moers) nach einer Fahrt immer an der Innenkante einen überlegenen Sieg heraus fuhr. Wish me luck war kurzfristig Christoph Pellander (30/Köln) anvertraut worden. Der entlockte dem Hengst auf der Zielgeraden enorme Reserven, so dass Wish me luck noch auf Platz zwei nach vorne lief. Famous of Gold, den Heinz Michael Bockhoff (47/Recklinghausen) nach einer viermonatigen Pause vorstellte, zeigte auf der Zielgeraden bemerkenswertes Stehvermögen, so dass es noch zum dritten Platz reichte. Bockhoff: Ich habe sehr defensiv begonnen, wollte nichts überstürzen. Als ich merkte, dass ich noch etwas in der Hand hatte, bin ich richtig zugefahren. Famous of Gold lief sehr ordentlich. Da darf man nicht meckern.
Mit Hannes Bongartz (58/Bottrop) kam ein weiterer Teilnehmer mit der diesmal wieder gut trabenden El Conchita an der Innenkante auf Rang vier. Und da durch Wishmelucktoday, gefahren von Christoph Pellanders Vater Franz Josef (59/Kevelaer), auch der fünfte Platz in diesem Feld von einem deutschen Hobbyfahrer belegt wurde, war schon nach diesem Lauf eine Vorentscheidung über die Gesamtwertung gefallen. Deutschlands Traber-Allianz West führte mit 58 Zählern vor den Schweden (18) und den Dänen (12).
Im zweiten Vergleichsrennen sah es so aus, als wäre der sechsjährige Wallach Chicago mit dem Dänen Jörgen Reffling (63), einem gelernten Fotokaufmann, im Schlussbogen mit seinen Kräften am Ende. Er kam in dritter Spur nicht nach vorne, konnte Amazing Wish mit dem Schweden Roger Allercrantz (58) an der Spitze nicht verdrängen. Hinzu kam, dass Anke Börnig nun in zweiter Spur Bemms DT in die Entscheidung warf. Doch der 134:10-Außenseiter Chicago, der sich außerdem zu Beginn der Zielgeraden noch einen Rumpler erlaubte, kam aus dem Nichts weit außen noch einmal angeflogen, zog an der Konkurrenz vorbei, so dass Anke Börnig für den Sieg noch abgefangen wurde und sich mit Rang zwei zufrieden geben musste.
Miss Dynamite mit Martin Majewski (49/Gelsenkirchen), in einer vorentscheidenen Phase des Rennens vom späteren Sieger noch nach außen gedrängt und damit aus dem Rhythmus gebracht, lief dennoch auf den dritten Rang vor. Majewski: Ohne die Behinderung hätte ich durchaus noch weiter vorne landen können, denn meinem Pferd wurde der Schwung genommen.
Jörgen Reffling sicherte sich durch seinen Sieg mit Chicago und Rang sieben im ersten Vergleichsrennen noch den Gesamtsieg in der Einzelwertung, was bei den dänischen Gästen einigen Jubel auslöste. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Christoph Pellander, weil er mit Wish me luck Zweiter und danach mit Prinz Quufa Sechster wurde.
Glück hatte ein Wetter aus den Niederlanden, der von außerhalb einen Wettschein nach Gelsenkirchen geschickt hatte. Er setzte in der Viererwette des Tages insgesamt 45 Euro ein und traf dabei die Wette zum Grundeinsatz von 50 Cent. Ihm wurden 5.363,85 Euro ausgezahlt.
Im mit 10.000 Euro dotierten Vorbereitungsrennen zum Stuten-Grand-Prix:
Love Times glückte ein Ausreißmanöver
Gelsenkirchen (mspw) - Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) und dem Hamburger Besitzer Florian Marcussen war es 1.250 Euro wert, die Stute Love Times für ein Vorbereitungsrennen auf den Stuten-Grand Prix, der in zwei Wochen (25. Oktober) auf der Bahn in München-Daglfing ausgetragen wird, noch nachträglich auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn mit einer Nachnennung an den Start zu bringen. Der Mut sollte belohnt werden. Denn mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky gewann Love Times den Test für das Finale in München hochüberlegen. 10.000 Euro wurden in dieser Steherprüfung am Sonntag (11-10-09) über 2.600 Meter ausgeschüttet, 5.000 Euro davon an Florian Marcussen.
Thomas Panschow: Das war ein Rennverlauf nach Maß. Einmal in Front gefahren, konnte ich das Tempo drosseln. 200 Meter vor dem Ziel glückte eine Tempo-verschärfung, um die Gegner deutlich in Schach zu halten.
Ein erfolgreiches Ausreißmanöver. Zufriedenheitenheit hier, totale Enttäuschung dort. Denn für die mit großen Erwartungen von Georg Frick (45/Hohenlinden) für den Stall Success von Frank Zickmantel (60/München) und Karl Bühler (47/Unterhaching) angespannte Jamilah Diamant war das Rennen so etwas wie ein Desaster. Jamilah Diamant, die für das mit 20.000 Euro dotierte Stuten-Rennen zum Großen Preis von Deutschland in einer Woche einem Test unterzogen werden sollte, war scheinbar nicht in Ordnung. Georg Frick: Ich stehe vor einem Rätsel. Schon am Start kam ich mit der Stute nicht gut weg, musste später in der Todesspur fahren und hatte auf der Zielgeraden nichts mehr in der Hand
. Die Folge: Jamilah Diamant kam als letztes Pferd ins Ziel!
Georg Frick: Die Stute kann nicht in Ordnung gewesen sein. Wir werden sie jetzt genau untersuchen lassen und Mitte der Woche endgültig entscheiden, ob wir das Engagement in Gelsenkirchen am nächsten Sonntag wahrnehmen können.
Überhaupt nicht am Start war die Stute Betty Kramer, die im Vorjahr 17 Rennen für sich entschieden hatte. Trainer und Fahrer Jochen Holzschuh (34/Mönchengladbach) musste die Stute, die Louise Schacky aus Kalkar gehört, kurzfristig abmelden. Sie hat eine leichte Lahmheit hinten links, wird am Montag untersucht. Ich gehe davon aus, dass es nichts Schlimmes ist. Die Abmeldung war eher eine Vorsichtsmaßnahme, um den Start im Münchner Stuten-Grand Prix, bei dem es in Daglfing um 30.000 Euro geht, nicht zu gefährden,
sagte Holzschuh.
Love Times gerüstet, Jamilah Diamant nicht in Glanzform, Betty Kramer mit Fragezeichen - das waren die Erkenntnisse nach dem Rennen in Gelsenkichen. Nicht vergessen sollten die Wetter allerdings auch den Auftritt von Velten Moviestar. Besitzerin Sigrid Velten (Hochheim) hatte bereits ein Stuten-Vorbereitungsrennen in Berlin mit Hans-Joachim Tipke (52/Heeslingen) im Sulky wahrgenommen. Der Start endete damals mit einer Disqualifikation. Diesmal mischte die Stute über weite Strecken an der Innenkante in dritter/vierter Position mit. Zu Beginn des Schlussbogens sah es so aus, als könne Velten Moviestar nicht mehr mithalten. Doch dann zog sie noch einmal an und kam an der Innenkante hinter Love Times noch auf den zweiten Platz vor Wies Buitenzorg, die mit Robin Vercammen (18/Oud Turnhout) in äußerer Spur unterwegs sehr viel tun musste. Volann Rich kam mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) diesmal fehlerfrei über die Runden und ließ als Vierte einen Formanstieg erkennen.
Favorit siegt: Aber Viererwette nicht getroffen
Das passiert auch nicht alle Tage. Auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn gewann Sonntag (11-10-09) zwar der haushohe 14:10-Totofavorit Candles N Caviar mit Michael Schmid (42/Oberhausen). Doch die Viererwette wurde nicht getroffen. Mit Starlight BR, den Tim Schwarma (18/Weeze) zum Totokurs von 1.267:10 auf Rang zwei und Nit Monsol mit Sigrid Eichler (49/Kevelaer) auf Rang drei (Totokurs sogar 3.167:10) hatte kein Wetter gerechnet, auch wenn mit dem für 55:10 notierten I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) einer der gemeinten“ Kandidaten noch auf dem vierten Platz ins Ziel kam. Wette nicht getroffen, das bedeutet einen Jackpot in Höhe von 5.493 Euro, ausgespielt am nächsten Sonntag (18. Oktober), wenn auch der mit 175.000 Euro dotierte Große Preis von Deutschland auf der Tageskarte steht.
Candles N Caviar, der dem niederländischen Trabertrainer Age Posthumus (44/Koekange) gehört, war von Michael Schmid früh an die Spitze beordert worden. Und damit war die Partie auch schon entschieden, zumal Robbin Bot (18/Wolvega, NL) im Schlussbogen mit Ysvogel in zweiter Position außen einen Fehler machte und damit aus der Partie war.
Während Starlight BR mit dem Lehrlings-Vize-Europameister Tim Schwarma erst auf der Zielgeraden in die Entscheidung geworfen wurde, mischte Sigrid Eichler mit dem aus Spanien stammenden Wallach Nit Monsol von Beginn an innen auf Rang zwei/drei immer gut mit und zog auch auf den letzten Metern ordentlich durch. I will fight for U belegte zeitgleich mit Nit Monsol den vierten Rang, während Youthful Hanover mit Rick Wester (24/Schaandamm, NL) auf Platz fünf schon sehr deutlich zurück über die Ziellinie lief.
In den beiden einleitenden Rennen hatte es schon Siege für niederländische Interessen gegeben. Yankee Attack setzte sich zum Kurs von 44:10 mit Jan van Dooyeweerd (47/Hoofdorp, NL) für Peter Wisker (60/Haarlem/NL) durch. Wisker, ein Pferdemetzger, gehörte vor Jahren zu den erfolgreichsten niederländischen Amateurfahrern. Er war Sonntag ebenso selbst zur Rennbahn am Nienhausen Busch angereist wie sein Landsmann und Kommunikationskaufmann Wilco van der Jagt (41/Wuustwezel). Auch dieser Besuch sollte sich lohnen. Mit Thomas Panschow im Sulky gewann van der Jagts Miracle Lavec, trainiert in Wolvega von Arnold Mollema (60), leicht und kam damit zum dritten Erfolg in Serie.
Einen weiteren deutschen Fahrererfolg gab es in der ersten Abteilung des Amateurfahrens. Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) setzte sich mit Zilverboy Worthy leicht durch.
Alles andere als zufrieden sein dürfte der am Platze anwesende Trainer Marcel Hauber (39/Assen, NL) mit der Vorstellung von Yason Boko, der mit Robin Bakker (26/Deurze, NL) als 16:10-Totofavorit ins Rennen gegangen war. Von seiner Generalprobe für den Großen Preis von Deutschland, der am nächsten Sonntag in Gelsenkirchen gelaufen wird, hatten sich auch die Wetter mehr erwartet. Robin Bakker schickte den vierjährigen Hengst sehr verhalten auf die Reise, war lange an achter Position in zweiter Spur zu sehen. Auf äußeren Wegen kämpfte sich der Hengst zwar zum Schluss auf Rang drei vor, war jedoch vom Sieger Wim Robel mit Thomas Kooyman (48/Lynden, NL), der äußerst knapp und genau auf der Linie Chingagchook mit Patricia Ruckdäschel (47/Moers) noch abfing, weit entfernt. Nach dieser Vorstellung ist Yason Boko am nächsten Sonntag wohl nur krasser Außenseiter.

Yardley Rich gewann im Spaziergang
Gelsenkirchen (mspw) - Um mindestens 150.000 Euro geht es in knapp zwei Wochen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn beim Großen Preis von Deutschland“. Bei diesem Vierjährigen-Rennen wird es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Derby-Sieger Nu Pagadi und seinem Herausforderer Yardley Rich kommen. Letzterer probte am Sonntag (4-10-09) am Nienhausen Busch und kam in einem Probelauf zu einem leichten Sieg mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky. Für Yardley Rich war es ein besserer Spaziergang. Eine überzeugende Arbeit für Panschow: Trainer Arnold Mollema wird den Hengst am Tag des Deutschland-Preises in Glanzform vorstellen.
Arnold Mollema (60/Wolvega, NL) selbst weilte am Wochenende in Skandinavien, schnüffelte dabei auch in Solvalla, wo er Rennen und eine Auktion besuchte, ein wenig hinter den Kulissen, um etwas über die aktuelle Verfassung des zur Zeit in Schweden bei Stig H. Johansson trainierten Derby-Siegers Nu Pagadi zu erfahren. Der Hengst, der dem Oberhausener Unternehmer Detlef Tappe (50) gehört, eilt in Schweden von Sieg zu Sieg, dürfte in dieser Verfassung auch beste Chancen haben, im Großen Preis von Deutschland am Sonntag, 18. Oktober, ein dickes Preisgeld zu gewinnen.
Von seinem Personal erhielt Mollema gleich nach dem Auftreten am Sonntag in Gelsenkirchen einen Bericht über das Laufen seines vierjährigen Schützlings, der dem früheren Architekten Johannes de Rijk aus den Niederlanden gehört. Mollema, dessen Gattin Jolanda und Sohn Jannick in Gelsenkirchen zu Gast waren, zeigte sich zufrieden mit den aktuellen Meldungen vom Nienhausen Busch. Das konnte er auch sein, denn Thomas Panschow tat nicht mehr, als unbedingt nötig war, um die Gegner in Schach zu halten. Erst knapp 200 Meter vor dem Ziel nahm er Yardley Rich in dritter Spur zu einem Angriff heraus und siegte leicht mit vier Längen. Die Siegerzeit betrug 1:16,0 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer. Damit wird Yardley Rich in knapp zwei Wochen zwar bei weitem nicht hinkommen. Aber Thomas Panschow hatte beim Überqueren der Ziellinie noch einiges in der Hand.
Kim Veening (27), Pflegerin von Yardley Rich, der im niederländisch-friesischen Wolvega vorbereitet wird, verriet: Wir haben den Hengst zuletzt im tiefen Sand trainiert, damit er Kondition, Kraft und Luft bekommt.
Die Vorstellung jedenfalls war beeindruckend. Thomas Panschow: Der Probelauf war dazu da, um Yardley Rich in den richtigen Laufrhythmus zu bringen. Es ist alles planmäßig gelaufen.
Dass die Stallform bei Arnold Mollema stimmt, wurde auch wenig später im Winrace.de-Rennen“ unterstrichen. Auch hier setzte sich mit dem dreijährigen Wallach und 15:10-Favoriten Zanetti Djamel, hinter dem ebenfalls Thomas Panschow als Steuermann saß, erneut ein Mollema-Starter durch, wiederholte damit seinen kürzlichen Gelsenkirchener Erfolg und lief dabei mit 1:16,5 Minuten sogar noch zwei Zehntel-Sekunden schneller als am 20. September an gleicher Stelle.
Das Mollema/Panschow-Festival war damit aber noch längst nicht beendet. Denn Panschow sorgte mit dem dreijährigen Hengst Miracle Lavec, der am Toto mit 30:10 honoriert wurde, und mit dem 16:10-Favoriten Mystery Lavec für zwei weitere Mollema-Treffer.
Gelsenkirchen: Test für Züchter-Krone kurzfristig abgesagt
Pablo Picasso muss mit Fieber passen
Eckstein siegt zum fünften Mal in Serie
Gelsenkirchen (mspw) - Betreuer Thomas Holtermann (27/Mühlen) hatte alles prima vorbereitet. Der sechsjährige Wallach Pablo Picasso sollte Sonntag (4-10-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn für den Stall von Dagmar und Thomas Bosner (Stall Adamas/Bargteheide) den Feinschliff für den Start bei der Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November (6. bis 8.11.) auf der Bahn am Nienhausen Busch erhalten. Daraus wurde nichts. Pablo Picasso musste kurzfristig wegen einer Halsentzündung (Fieber und Husten) abgemeldet werden. Holtermann: Die Züchter-Krone können wir jetzt wohl vergessen.
Der Neffe von Traber-Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) beklagt seit einigen Tagen eine Grippe-Epidemie in seinem Mühlener Trainingscamp. Fünf Pferde waren bis Sonntag nachweislich davon betroffen. Holtermann: Neben Pablo Picasso hat auch der vierjährige Hengst Bagley Fieber. Auch für ihn sieht es im Hinblick auf die Züchter-Krone nun nicht allzu gut aus.
Durchaus möglich, dass auch U.S.Lane aus dem Stall Adamas, der ebenfalls im Mühlener Holtermann-Stall steht, betroffen ist. Im Gegensatz zu Pablo Picasso, der am Sonntag vor dem Preis der Deutschen Einheit noch abgemeldet worden war, kam Derby-Finalist U.S.Lane mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) an den Start - und patzte.
Hülskath hielt den schwarzbraunen Hengst lange an vorletzter Position, nahm ihn Ende des Schlussbogens zu einem Angriff heraus. U.S.Lane reagierte mit einem Fehler und wurde disqualifiziert. Thomas Holtermann wollte die Disqualifikation nicht auf die Epidemie zurückführen. Ich glaube, dass es daran lag, dass U.S.Lane in den Bögen bisweilen Probleme hat, vor allem bei plötzlicher Tempo-Verschärfung.
Yankee Elmo mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst), zuvor bereits dreifacher Tages-Sieger mit Pferden, die von Arnold Mollema trainiert werden, schien an der Innenkante für einen weiteren Volltreffer hin zu kommen. Doch dann kämpfte sich Eckstein mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) trotz eines nicht gerade passenden Rennverlaufs Meter für Meter in bravouröser Manier an Yankee Elmo heran und ging sicher noch mit einer Länge vorbei als Sieger durchs Ziel.
Für den vierjährigen Wallach Eckstein war es bereits der fünfte Sieg in Serie! Dessen Trainer Willi Rode (71/Recklinghausen) strahlte: Eckstein ist nicht der beste Beginner. Aber er kämpft unwahrscheinlich, hat sich kontinuierlich verbessert und läuft seit Wochen in der Form seines Lebens.
Die Besitzer Ursula und Manfred Sauer aus Mainz dürfen sich über ihren Eckstein jedenfalls immer wieder freuen. Yankee Elmo blieb Zweiter. Hannieball mit John Westenbrink (28/Meppel, NL) kam auf Rang drei.
Der Silberhelm im neuen Gerrits-Dress
Roland Hülskath jetzt
in Schwarz: Gelb siegt
Gelsenkirchen (mspw) - Die Besucher der Trabrennbahn in Gelsenkirchen rieben sich am Donnerstag (24-9-09) verwundert die Augen. War das wirklich Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), der im ersten Rennen des Tages mit Cabo di Paulo an den Start ging? Des Rätsels simple Lösung: Der Silberhelm stellte sich am Nienhausen Busch erstmals im neuen Dress vor (Bild). Nahezu ganz schwarz ist das neue Oberteil des Deutschen Vize-Meisters. Der rot-weiße Anzug hat ausgedient,
erklärte Hülskath, der jetzt von den Unternehmern Leendert und Willem Gerrits (Helmond, NL) gesponsert wird. Mit Zar As aus dem Besitz der Gerrits-Brüder hatte Hülskath Anfang August das Deutsche Traber-Derby gewonnen. Auf den ersten Sieg im neuen Anzug musste Hülskath - zumindest zu Beginn der Veranstaltung am Nienhausen Busch - allerdings noch warten.
Denn der von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vorbereitete Cabo di Paulo, der den Fußball-Profis Tobias Willi (29/MSV Duisburg) und Zlatan Bajramovic (30/Eintracht Frankfurt) sowie Berater Thorsten Weck (41/Essen) gehört, machte auf der Zielgeraden in zweiter Position einen Fehler. So hatte nicht Schwarz, sondern Gelb die Nase vorn. Lokalmatador Peter Poen (52/Gelsenkirchen), wie immer im traditionellen gelben Dress unterwegs, steuerte den 24:10-Favoriten Luciano zum ersten Karriere-Sieg.

Ich habe mit Luciano gleich eine gute Lage erwischt und konnte hinter einem Führpferd wertvolle Kräfte sparen. Auf der Zielgeraden hat der Wallach seine Speed-Stärke ausgespielt,
freute sich Poen.
Gleich nach dem Start hatte sich Rebell Columbus mit Michael Nimczyk (23/Willich) an die Spitze des Feldes gesetzt. Einen guten Antritt erwischte auch die von Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) gesteuerte Rhea Silvia TO. Luciano, als einziger Teilnehmer aus der zweiten Reihe gestartet, war bereits vor den Tribünen an vierter Stelle zu sehen. Für Zamunameadow mit dem Niederländer Tom Kooyman (48/Lynden) war das Rennen zu diesem Zeitpunkt wegen eines Fehlers schon gelaufen. Die dreijährige Stute wurde bei ihrem ersten Start überhaupt disqualifiziert.
Im Schlussbogen wurde Cabo di Paulo vom Silberhelm in die äußere Spur beordert und machte Boden gut. Mit dem immer noch führenden Rebell Columbus sowie Luciano und Cabo di Paulo kamen auf der Zielgeraden nur noch drei Gespanne für den Sieg in Frage. Den Nimczyk-Schützling verließen zuerst die Kräfte, er fiel zurück. Gerade als es aussah, als könnte Cabo di Paulo beim achten Start zu seinem ersten Erfolg kommen, unterlief dem Hengst ein Fehler und er wurde aus der Wertung genommen. Wenig später erwischte es auch Rebell Columbus. Am Sieg von Luciano mit Lokalmatador Peter Poen gab es deshalb nichts mehr zu rütteln.
Von den Disqualifikationen profitierte Chariots of Fire mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst). Die von Wolfgang Kamps (Dinslaken) vorbereitete dreijährige Stute kam bei ihrem Premieren-Start auf den zweiten Platz. Der Rückstand auf den überlegenen Sieger betrug eine Weile. Rang drei ging an Rhea Silvia TO.
Drees und Priamus wieder ein Traumpaar
Wenn die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe) mit dem sechsjährigen Wallach Priamus an den Start geht, ist ein Sieg fast schon vorprogrammiert. Das war am Donnerstag (24-9-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen im Traloppo-Rennen nicht anders. Zum Totokurs von 15:10 setzte sich der klare Favorit Priamus aus dem Besitz von Gisela (63) und Hubert Glied (65) aus Heek gegen 13 Konkurrenten durch. Beim achten Start mit Priamus war es für Drees bereits der sechste Erfolg. Die beiden sind einfach ein Traumpaar,
war Hubert Glied nach dem Rennen begeistert.
Das war eine Glanzvorstellung,
lobte auch Klaus Horn (60/Marl), Trainer von Priamus. Rita Drees ist für den Wallach die Ideal-Besetzung. Sie hat das richtige Händchen für ihn und weiß genau, wie sie mit ihm umgehen muss.
Sonny Parker mit Nicole Hildebrandt (35/Borken) hatte sich zunächst an die Spitze gesetzt. Mission Impossible, gesteuert von seinem Besitzer Stephan Inhester (41/Gelsenkirchen), war nach einem schnellen, aber kräftezehrenden Antritt durch äußere Spuren an zweiter Stelle zu sehen. Als das Feld zum ersten Mal auf die Tribünen-Gerade einbog, attackierte Priamus. Scheinbar spielerisch stürmte der sechsjährige Wallach an die Spitze und legte sofort einige Längen zwischen sich und den Rest des Feldes.
Zwar waren die Verfolger im Schlussbogen wieder etwas näher heran gekommen. Doch auf der Zielgeraden war gegen den erneuten Antritt von Priamus kein Kraut gewachsen. Überlegen mit dreieinhalb Längen gewann Priamus vor Sonny Parker. Weitere sechs Längen dahinter kam Matrix Me mit Ursula Neumeyer (39/Werl-Büderich) durchs Ziel. Vierter wurde Mecnap mit Dr. Wolfram Siemens (43/Mönchengladbach). Für zehn Euro Einsatz zahlte die Viererwette auf diesen Einlauf 9.524 Euro.
Mission Impossible wehrte sich an der Innenkante tapfer, konnte im Endspurt aber nicht mehr zulegen und fiel noch hinter Ain’tshes Way mit Lothar Enzmann (47/Oer-Erkenschwick) auf den sechsten Platz zurück. Auf der Zielgeraden hat die Kraft gefehlt,
analysierte Fahrer und Besitzer Stephan Inhester.
Den Hattrick für Trainer Klaus Horn machte Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) mit gleich zwei Siegfahrten in Serie perfekt. Der Silberhelm, erstmals mit seinem neuen schwarzen Dress, steuerte zunächst die dreijährige Stute Norwegian Dream zum Totokurs von 19:10 zum Sieg. Sie ist eine Halbschwester von Ex-Derbysieger Nu Pagadi,
kam der starke Auftritt für Trainer Horn keineswegs überraschend. Nur wenig später steuerte Europameister Hülskath mit Foto Finish einen weiteren Horn-Schützling beim achten Saison-Start zum dritten Sieg. Im Championat der Trabrenn-Berufsfahrer rangiert Hülskath, der nun 109 Jahressiege auf seinem Konto hat, nur noch einen Treffer hinter Titelverteidiger Michael Nimczyk (Willich). Der 23-Jährige ging am Nienhausen Busch diesmal leer aus. Neben Hülskath kam auch Rita Drees zu zwei Erfolgen.
Einen Sieg in ihrer Parade-Disziplin verpasste Trabreit-Spezialistin Marisa Bock (28/Schöneiche). Mit dem von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vorbereiteten Prince of Night musste sich die ehemalige Recklinghäuserin mit Rang zwei zufrieden geben. Der Sieg ging an den 40:10-Mitfavoriten Udo Siebar mit dem Niederländer Nick Hollenberg. Beide Pferde waren mit einer Zulage von 25 Metern in die Bänderstart-Prüfung gegangen. Prince of Night hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Udo Siebar war einfach besser,
nahm es Marisa Bock gelassen.
Vierjährigen-Test für Deutschland-Preis an Gerd Biendl
Perl’s Fortune sticht Yardley Rich aus
Gelsenkirchen (mspw) - Für Adam Schneider aus Abendsberg war es ein schöner Abend, denn der Ausflug des vierjährigen Hengstes Perl’s Fortune, mit dem der bayerische Spitzenfahrer Gerd Biendl (52/München) für Besitzer Schneider nach Gelsenkirchen gereist war, hat sich gelohnt. Perl’s Fortune sicherte sich souverän den Sieg im mit 10.000 Euro dotierten Preis von Düsseldorf, ein Testrennen für vierjährige Traber, die allesamt noch eine Nennung für den auf der Trabrennbahn am Nienhausen Busch terminierten Großen Preis von Deutschland (Dotierung mindestens 150.000 Euro) haben.
Biendl hatte gleich nach dem Start mit sehr schnellem Antritt von Perl’s Fortune die Spitze genommen. Hannieball mit John Westenbrink (27/Meppel/NL) war dicht dabei, ebenso Yewel Boshoeve mit Robin Bakker (26/Deurze/NL).
Classic Design fiel früh durch einen Fehler aus. Von den Teilnehmern des zweiten Bandes (25 Meter Zulage) war in vorderen Reihen auch nach gut der Hälfte der Distanz noch nichts zu sehen. Thomas Panschow (42/Bladenhorst) griff mit dem Favoriten Yardley Rich aus dem Aufgebot von Arnold Mollema (60/Wolvega) Mitte der Gegengeraden als erster Zulage-Fahrer an, kam außen bis auf Rang drei vor, drang jedoch nicht weiter durch. Im Fahrwasser war auch Yogi Kievitshof mit Michael Nimczyk (23/Willich) weiter gekommen. Sunrise Star machte mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) einiges an Boden wett.
In Front aber legte nun Gerd Biendl mit Perl’s Fortune, der zwischenzeitlich das Tempo gedrosselt hatten, nun wieder zu. Biendl (im Bild bei der Siegerehrung) konnte sich gelassen auf der Zielgeraden nach den Gegnern umschauen, ehe er mit fünf Längen Vorsprung überlegen die Ziellinie überquerte.
Biendls Kommentar: Das hat sich ja gelohnt. Ich bin schließlich nur für eine einzige Fahrt 650 Kilometer angereist. Im Vorfeld wäre es vermessen gewesen, sich etwas für einen chancenreichen Start beim Großen Preis von Deutschland auszurechnen. Nun aber werden wir uns ganz auf dieses Ereignis konzentrieren. Und wenn wir am 18. Oktober in Gelsenkirchen starten, dann werden wir uns nicht blamieren.
Hannieball und Yewel Boshoeve nutzten ebenso wie der Sieger den Bandvorteil. Yogi Kievitshof (Michael Nimczyk: Ich musste im letzten Bogen noch einmal kurz aufnehmen, was mich bestimmt eine halbe Länge gekostet hat.
) war auf Rang vier der beste Teilnehmer aus dem zweiten Band, blieb damit vor Yardley Rich und Sunrise Star, deren Fahrer nicht zufrieden gewesen sein dürften. Die übrigen Teilnehmer spielten keine Rolle.
Gelsenkirchen: Montebella Rapida kam zu souveränem Erfolg
Noch nicht alles paletti mit Zanetti
Gelsenkirchen (mspw) - Nicht schlecht, dieser zweite Platz des dreijährigen Wallachs Zanetti Djamel am Donnerstag (10-9-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn mit Michael Schmid (42/Oberhausen) im Sulky. Der von Arnold Mollema (60) im niederländischen Wolvega vorbereitete Derbystarter (Fünfter im Vor- und Trostlauf) hielt sich gegen die Seriensiegerin Montebella Rapida mit Willem Goedhart (59/Loosdrecht) nicht schlecht. Ob das aber reicht, um am 20. September auch im Gelsenkirchener St. Leger mit Chancen an den Start gehen zu können, das wird Arnold Mollema wohl erst entscheiden, wenn er genau abschätzen kann, wie Zanetti Djamel den Start in Gelsenkirchen weggesteckt hat.
Zanetti Djamel ist kein guter Beginner. Deswegen war die Startnummer 1 nicht gerade ein Vorteil,
meinte Michael Schmid, war allerdings mit dem Abschneiden des Mollema-Schützlings keineswegs unzufrieden. Er ist zwei Jahre jünger als die Siegerin. Das darf man nicht vergessen,
sagte der Oberhausener.
Am Start jedenfalls reihte sich Zanetti Djamel zunächst an fünfter Position ein. Vorne war zunächst Super Jo mit dem Niederländer Cees Kamminga (44/Willemsoord) zu sehen. Doch Willem Goedhart, Frührentner, der am Vortag 59 Jahre geworden war, setzte sofort mit Montebella Rapida nach und übernahm die Führung. Jette Way mischte mit Michael Nimczyk (23/Willich) von Beginn am im Vorderfeld mit. Nur anfangs war der von Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) gefahrene Zilverboy Worthy dabei. Doch die erste Vorstellung, seitdem der dreijährige Hengst bei Henk Grift (34/Kevelaer) ist, war recht nichtssagend. Der Hengst landete schließlich weit abgeschlagen.
Michael Schmid hatte Zanetti Djamel exakt eine Runde vor Schluss herausgenommen und schob sich schnell und überzeugend auf die zweite Position vor. Dabei blieb es denn auch, denn vorne gab sich Montebella Rapida sehr souverän. Das hatte Schmid auch schnell erkannt, so dass er sich mit dem sicheren zweiten Platz abfand. Jette Way kam auf den letzten Metern noch einmal gut auf. Doch mehr als Rang drei war nicht drin.
Nicht gerade übertrieben zuversichtlich zeigte sich Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vor dem Start zum Zweijährigen-Rennen des Abends. Mal schauen, was Speedy Woman und Beyoncee, die beide noch eine Nennung für den Winterfavoriten haben, drauf haben. Sie sollen Rennerfahrung sammeln. Gegen den Kamminga-Starter Armstrong Transs R wird es wohl ganz schwer werden,
so Holtermann.
Umso mehr strahlte er nach dem Rennen. Denn sein Schützling Beyoncee, eine Stute des Gestüts Lauvenburg von Heinrich Gentz (53/Kaarst), legte eine saubere Vorstellung hin. Roland Hülskath war schnell in Front gefahren, ließ das Tempo dann abflachen, ehe er sich zu Beginn der Zielgeraden um zwei, drei Längen von den Verfolgern absetzte und in recht überzeugender Manier gewann. Der hoch eingeschätzte Armstrong Transs R hatte sich in der Anfangsphase einen Fehler erlaubt, kam zwar noch einmal vom Ende des Feldes besser ins Bild. Doch am Ende war Kees Kamminga mit dem Hengst nur Zweiter knapp vor Antoine le Blanc mit Andre Bakker (31/Wolvega).
Gerd Holtermann: Das war doch schon ganz ordentlich von Beyoncee. Darauf kann man aufbauen.
Speedy Woman dagegen, vorgestellt von Thomas Panschow (42/Bladenhorst), spielte keine Rolle und kam als fünfter und letzter Teilnehmer ins Ziel.
Eine sehenswerte Vorstellung hatten die Besucher bereits im dritten Rennen des Abends gesehen. Trotz Zulage siegte Welmoed Landerye mit Robin Bakker gegen durchaus gute Konkurrenz wie Yankee Elmo mit Roland Hülskath, der sich im Kampf um den zweiten Platz hauchdünn gegen Jasmina mit Michael Schmid (42/Oberhausen durchsetzte. Gegen den überragenden Sieger waren sie ohne echte Möglichkeit. Siegfahrer Robin Bakker freute sich: Ich hatte unterwegs eigentlich nicht so viel in der Hand. Aber im Einlauf haben wir dann eine richtige Rakete gezündet.
Im Traloppo“-Rennen, dotiert mit 2.550 Euro, stand ein Jackpot von fast 6.000 Euro für die Wetter zur Verfügung. Für die Viererwette wurde eine Garantieauszahlung von 10.000 Euro gegeben.
Der frische Doppelsieger Lincolns Crown musste bei seinem Angriff Mitte der Gegengeraden mit Michael Nimczyk viel tun, ging weite Wege und kam gegen Treasure Trail mit Johannes Bot nicht mehr für den Sieg hin. Aber Nimczyk war immerhin der einzige deutsche Fahrer, der an der Viererwette beteiligt war, denn mit Robin Bakker (Abby Compli) und John Westenbrink (Lorenzana) auf den Plätzen drei und vier waren außer Siegfahrer Johannes Bot noch zwei weitere Niederländer ganz vorne mit dabei. Dass die Quoten nicht gänzlich explodierten, war wohl dem zweiten Rang von Lincolns Crown zuzuschreiben. Immerhin zahlte die Viererwette noch 16.012 Euro auf der Basis von zehn Euro Einsatz.
Über gleich zwei Siege bei den Amateuren freute sich Anke Börnig (32/Dinslaken). Silberhelm Roland Hülskath überquerte bei den Profis zweimal als Erster die Ziellinie.
Silberhelm Roland Hülskath sorgt auch für die Familienkasse
Der 100. Sieg mit Willucio Toscana
Gelsenkirchen (mspw). Die 800 Euro, die es für den sechsten Sieg in Serie des fünfjährigen Wallachs Willucio Toscana am Sonntag (30-08-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn gab, dürften Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) besonders gefreut haben. Der Wallach gehört nämlich Hülskaths Lebensgefährtin Sigrid Unger (37) und entpuppt sich immer mehr als sehr guter Ankauf. Sechs Siege in diesem Jahr, dazu zwei Platzierungen: Das kann sich sehen lassen. Bemerkenswert auch, dass es für den ehrgeizigen Mönchengladbacher der 100. Sieg in diesem Jahr war, womit er dem in der Championatswertung führenden Michael Nimczyk (23/Willich) wieder näher auf die Pelle rückte.

Endlich habe ich auch mal wieder mit Willucio Toscana gewonnen,
strahlte Roland Hülskath, mit dem der Wallach Anfang Juni seine Siegesserie gestartet hatte. Zuletzt war Rita Drees viermal die Siegfahrerin. Hülskath weiter: Der Wallach stand diesmal über dem Feld, hatte überhaupt keine Probleme.
Zufrieden war auch Michael Schmid (42/Oberhausen), der mit Riwa auf Rang zwei landete. Mit der Siegerin des Stutenderby-Trostlaufs hatte er zwar noch einen Angriffsversuch auf den Piloten gestartet, aber schnell erkannt, dass gegen den Sieger kein Kraut gewachsen war. Schmid: Wir sind diesmal an einem übermächtigen Gegner gescheitert. Aber Riwa, die Rabea Schulze Wienker (37/Versmold) gehört, ist ein gutes dreijähriges Pferd, das vor einer ordentlichen Zukunft stehen sollte.
Rang drei ging an Yukon Montana mit dem Niederländer Thomas Kooyman (48/Lynden), der Gregor Baumeisters Noble Star noch abfing. Noble Star hatte bis zum Schlussbogen der enteilten Dreier-Gruppe mit Willucio Toscana und Riwa angehört, zog jedoch auf den letzten Metern mit Michael Nimczyk nicht energisch genug durch, so dass man nun wohl von Plänen, demnächst in München-Daglfing zu starten, Abstand nehmen wird. United Star lief mit Manfred Bandemer (50/Möchengladbach) auf Rang fünf brav seine Form aus. Maralena war mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) schon am Start nicht gerade spritzig abgekommen und konnte nie in die Entscheidung eingreifen.
Trotz größter fahrerischer Anstregungen von Peter Grundmann (33/Ascheberg) reichte es für den auf Platzgelder abonnierten fünfjährigen Wallach Egaldus in der zweiten Tagesprüfung erneut nicht zum vollen Erfolg. Immerhin gab es für Besitzer Dr. Wolfram Siemens (Rechtsanwalt aus Mönchengladbach) die neunte Platzprämie hintereinander. Diesmal waren es für den zweiten Platz hinter Super Jo mit Cees F. Kamminga (44/Willemsoord/NL) 300 Euro.
Die Enttäuschung in diesem Rennen kam vom frischen Doppelsieger Sunny Boy, der als 20:10-Favorit mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) angetreten war, aber auf dem letzten Rang landete. Lag es daran, dass Sunny Boy, der Heike Klute aus Recklinghausen gehört, lange auf dem zweiten Platz in der Außenspur hängen geblieben war? Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) stand jedenfalls vor einem Rätsel, hatte keine Erklärung dafür, warum Sunny Boy auf den letzten 300 Metern total abbaute.
Sir Karan: Immer näher an 300.000 Euro
Hülskath hatte alles unter Kontrolle
Gelsenkirchen (mspw) - Nach drei Auftritten gegen beste französische Klasse, bei denen lediglich jeweils sechste Plätze heraussprangen, lief der Ex-Derbyzweite Sir Karan aus dem Besitz von Ursula Augst (67/Sprockhövel) und Manfred Wulf (69/Lüdinghausen) am Donnerstag (13-8-09) mal wieder auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, siegte dabei mit dem WM-Vierten Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) trotz einer Zulage von 25 Metern äußerst souverän und nähert sich nun immer mehr der respektablen Gewinnsumme von 300.000 Euro.
Aus dem Umfeld des sechsjährigen dunkelbraunen Hengstes war zu erfahren, dass er in Kürze noch einmal in Frankreich angespannt werden soll, dass aber auch ein Engagement in der Züchter-Krone im Herbst auf der Rennbahn am Nienhausen Busch fest eingeplant ist. Spätestens dann sollte die 300.000 Euro-Marke geknackt werden.
Nachdem zuletzt meist Michael Schmid (42/Oberhausen) Sir Karan gesteuert hatte, war diesmal Roland Hülskath verpflichtet worden. Der kam mit dem Hengst bestens zurecht, hatte schnell die Zulage wettgemacht und wurde früh an die Spitze geführt, wo zunächst Höwings Kumpel mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) und Yogi Kievitshof mit Michael Nimczyk (23/Willich) zu sehen waren. Einmal in Front, war die Partie für Sir Karan entschieden.
Es ist ein Vergnügen, ein Pferd wie Sir Karan zu fahren. Er stand eindeutig über der Konkurrenz,
sagte Roland Hülskath, dem an diesem Abend zwei Siege gelangen.
Antzinthepantz mit Vincent Martens (39), dem Bruder des belgischen Ex-Weltmeisters Christophe Martens wurde mit sechs Längen Rückstand auf Sir Karan Zweiter vor Yogi Kievitshof mit Michael Nimczyk. Der Yogi, im Besitz des früheren Springreiter-Europameisters Thomas Fuchs und seiner Frau Renata, lief bei seinem Deutschland-Jahresdebüt durchaus ansprechend, nachdem er beim Heat sehr verschwitzt ausgesehen hatte.
Eine Enttäuschung war der Auftritt des früheren Derby-Zweiten Sir Hajo, der mit Robin Bakker (26/Deurze/NL) ausdruckslos lief und nur mit Mühe sowie ohne bessere Aussichten nur Vierter wurde.
Dramatischer Endkampf zum Auftakt
Gelsenkirchen (mspw) - Die besten deutschen Trabrennfahrer schenken sich nichts im Kampf um das Fahrer-Championat. Bestes Beispiel: Der führende Goldhelm Michael Nimczyk (23/Willich) und Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) lieferten sich Donnerstag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn ein dramatisches Duell mit Robinson Columbus und Volero, bei dem der Zielrichter schon sehr genau hinschauen musste, um feststellen zu können: Volero war mit Hülskath nach der Distanz von 2.000 Metern ganze drei Zentimeter vor seinem Widersacher im Ziel. Kampf, kurzer Kopf, so lautete der Richterspruch nach einem großartigen Einsatz sowohl von Fahrern als auch von Pferden.
Volero hatte mit sehr schnellem Antritt sofort die Spitze übernommen. Doch Michael Nimczyk wollte sich das nicht bieten lassen. Schon im ersten Bogen setzte er sich mit Robinson Columbus an die Spitze, als plötzlich auch Priamus mit Klaus Horn (60/Marl) sehr viel Angriffslust bewies. Doppelsieger Columbus wurde attackiert, Priamus ging nach vorn. Dahinter ergab sich für Roland Hülskath und Volero eine Traumlage im Windschatten.
Erneut ergriff der Goldhelm die Initiative, rückte Priamus aus dem Besitz von Gisela (63) und Hubert Glied (64/Heek) auf den Pelz und besorgte seinem Schützling wieder die Führung. Das alles konnte sich Roland Hülskath gelassen anschauen.
Mit Erreichen der Zielgeraden ließ Priamus etwas nach. Hülskath setzte aus der dritten Position nach, kam immer näher an Robinson Columbus heran. Genau auf der Ziellinie hatte er mit seinem Schützling, der dem engagierten Stall Oberdorf (Waltrop) von Heinz-Bernd Langendorf (50) gehört, einen minimalen Vorsprung.
Das alles spielte sich weit vor dem geschlagenen Feld ab, das von Priamus angeführt wurde.
Roland Hülskath, der mit einem Doppelsieg zu Beginn der Veranstaltung nachhaltig seine gute Form vom Derby am letzten Wochenende in Berlin-Mariendorf unterstrich, meinte: Ich hatte nicht gedacht, dass ich Robinson Columbus schlagen könnte. Die gute Rennlage unterwegs war aber zweifellos ein Vorteil.
Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) verriet: Wir haben zuletzt verstärkt Intervalltraining mit Volero gemacht. Das ist ihm wohl gut bekommen.
Michael Nimczyk gab zu, unterwegs viel getan zu haben. Nimczyk wörtlich: Ich war mir meiner Sache auch sicher. Deswegen habe ich frühzeitig zweimal die Spitze zurückerobert.
Robinson Columbus-Mitbesitzerin Elke Glad (Dülmen) sprach trotz der Niederlage von einer guten Vorstellung ihres sechsjährigen braunen Hengstes, der nach einem Doppelsieg als Favorit ins Rennen gegangen war.
Die Hülskath-Wetter durften sich über einen Siegkurs von 66:10 freuen. Eine sogenannte Schiebewette (Siegeinsatz und Gewinn auf Hülskath auch im zweiten Rennen der Donnerstag-Veranstaltung) brachte einigen Wettern schon ein ordentliches Sümmchen ein, denn bei seinem Erfolg im zweiten Rennen gab es für Siegfahrer Hülskath mit Seabiscuit sogar 73:10. In diesem Rennen musste sich die 14:10-Favoritin Queens, die Ex-Fußballprofi Klaus Fichtel (64/Waltrop) und seinem Freund Tinus Niehoff aus Billerbeck gehört, mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) hinter Seabiscuit und I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) mit dem dritten Platz abfinden.
In der vierten Tages-Prüfung war dann erneut Hülskath zur Stelle. Mit dem 18:10-Favoriten Zatopek Boshoeve kam der Silberhelm beim vierten Start des Tages zum dritten Erfolg.
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