Zuletzt bearbeitet: 26.12.2010

Michael Gutsche jetzt auf 200

Gelsenkirchen (mspw) - Die Freude bei Amateurfahrer Michael Gutsche nach der Auftakt-Prüfung am zweiten Weihnachtsfeiertag (26-12-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen war riesig. Denn der vierjährige Wallach Knowitall Diamant bescherte dem 55jährigen Steuerberater aus Oberhausen den 200. Karriere-Sieg. "Ich bin seit 1985 dabei. So eine Marke zu erreichen, ist eine feine Sache," strahlte Gutsche, der Knowitall Diamant für seine Frau Sabrina Range-Gutsche vorbereitet. Der Diamant, am Toto 89:10 gewettet, verwies die beiden Favoritinnen Open Air (18:10) mit Heinrich Wolf (58/Gelsenkirchen) und Zoonestraal VB (38:10) mit Hilda Hofstra (39/Ureterp, NL) auf die Plätze zwei und drei.
Gleich nach dem Start des ersten Rennens hatte Aida Way mit der Marlerin Julia Hawel (22) im Sulky die Führung erobert. Es folgten Bemms Hammer mit Alexandra Kulka (21/Gelsenkirchen), Vogelfrei mit Katharina Daniela Werning (25/Dortmund) und Knowitall Diamant. Open Air war am Ende des Feldes zu sehen.
Den ersten Angriff auf die Spitze startete Monsun, gesteuert von der formstarken Silvia Raspe (25/Weeze-Wemb). Wie ein Wirbelwind fegte der sechsjährige Wallach in zweiter/dritter Spur am Feld vorbei und übernahm ausgangs des ersten Bogens die Spitze. Lange konnte Monsun die Führung aber nicht behaupten. Denn Knowitall Diamant zog am Raspe-Schützling mit schnellen Schritten vorbei. Danach hatte der Diamant das Geschehen souverän im Griff.
Die beiden Toto-Favoritinnen Zoonestraal VB und Open Air wurden erst kurz vor dem Erreichen des Schlussbogens in die Entscheidung geworfen. Die weiteren Wege musste dabei freilich Open Air aus dem Trainingsquartier von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) zurücklegen. In vierter/fünfter Spur kam die Stute dennoch gut voran und schloss zu Zonnestraal VB, die bis dahin im Feld versteckt worden war, auf.
Knowitall Diamant führte das Feld auf die Zielgerade. Zwar versuchte die Konkurrenz, allen voran Open Air und Zoonestraal VB, noch einmal alles. Doch es reichte nicht, um den überlegenen Sieg des Gutsche-Wallachs mit drei Längen zu verhindern. Immerhin sicherte sich Open Air im Zweikampf mit Zoonestraal VB das zweite Geld. Nur ein kurzer Kopf trennte die beiden Stuten. "Der Rennverlauf war alles andere als optimal, sagte Wolf, Fahrer von Open Air, nach dem Rennen. "Ich habe keine gute Position bekommen und konnte erst spät attackieren. So war es schwer, ganz nach vorne zu kommen."
Eine Premiere beim Traben unter dem Tannenbaum gab es in der zweiten Prüfung. Zum Totokurs von 140:10 kam die von Jochen Holzschuh (36/Mönchengladbach) trainierte und gesteuerte Time after Time beim 21. Anlauf zum ersten Sieg ihrer Laufbahn. Nach Kampf behauptete sich die vierjährige Stute mit einem Kopf gegen Titania Tinkerbell mit Ralf Künzel (52/Dinslaken). Rang drei ging an The Beetle mit Jens-Holger Schwarma (53/Moers).
Die beiden Mit-Favoriten Cupidon d’Eden, gesteuert vom designierten Berufsfahrer-Champion Roland Hülskath (35/Mönchengladbach), und Tequila mit dem aktuellen Goldhelm Michael Nimczyk (24/Willich) wurden disqualifiziert. Für die Stute Tequila aus dem Besitz von Bau-Unternehmer Dieter Handke (52/Hamm) war es die dritte Disqualifikation beim dritten Start am Nienhausen Busch.

Galopprennreiterin feiert ihren ersten Volltreffer im Sulky

Kathi Werning: "Ein perfekter Einstand"

Gelsenkirchen (mspw) - Welch ein Einstand für Katharina Daniela Werning aus Dortmund! Gleich bei ihren Premieren-Auftritten als frisch gebackene Amateurfahrerin sprang für die 25-jährige Kathi am Sonntag (12-12-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen der erste Sieg heraus. Mit Follow Me aus dem Besitz von Sigrid Eichler (50/Kevelaer) triumphierte die "Galopprennreiterin außer Dienst" zum Totokurs von 75:10 Start/Ziel. Zuvor hatte Kathi Werning bei ihrer Premiere mit German Love einen respektablen vierten Platz belegt.
"Es hat riesigen Spaß gemacht. Das war ein perfekter Einstand," strahlte die attraktive Blondine, die als Jockey bei den Galoppern bisher 154 Siege verbuchen konnte. Auf ihren ersten Sattel-Erfolg (Juni 2000) hatte sie damals allerdings knapp ein halbes Jahr warten müssen. Werning: "Wahnsinn, dass es jetzt bei den Trabern fast auf Anhieb gekappt hat."
Der Werning-Anhang sah zunächst einen vierten Platz für Kathi, die bei den Galoppern zur Zeit nach zwei schweren Stürzen eine Pause einlegt, mit German Love. Gleich nach dem Start war die sechsjährige Stute aus dem Trainingsquartier von Jochen Holzschuh (36/Mönchengladbach) in Führung gestürmt. Den Platz an der Spitze konnte German Love aber nicht bis zum Ende verteidigen. Es siegte Straight on mit Sina Baruffolo (19/Essen) vor Ölltorps Indian mit Tony Böker (22/Recklinghausen) im Sulky. Die beiden Erstplatzierten werden von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) auf die Rennen vorbereitet. Rang drei ging an Times mit Johannes Bolt (57/Amsterdam, NL).
Perfekt lief es für Kathi Werning, die auch als Moderatorin beim Trabrennveranstalter Win Race sowie als Model tätig ist, dann mit Follow Me. Auch mit der fünfjährigen Stute eroberte Werning gleich die Spitze. Diesmal ließ sich das Multi-Talent die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. Über die gesamte Renn-Distanz bestimmte das Duo Werning/Follow Me das Geschehen und siegte schließlich überlegen mit dreieinhalb Längen vor Winnetou Boshoeve mit Tony Böker und Furioso mit Andreas Kämmerer (29/Essen). "Kathi Werning hat genau das umgesetzt, was wir vor dem Rennen besprochen hatten. Ich bin begeistert," lobte Follow Me-Besitzerin Sigrid Eichler (rund 1.350 Starts) die Novizin.
Neben Werning machte noch eine weitere Neu-Amazone in Gelsenkirchen auf sich aufmerksam. Amateurfahrerin Kim Kornau (19/Recklinghausen), Tochter der ebenfalls im Trabrennsport tätigen Thomas (51) und Britta (47/beide Recklinghausen) Kornau, brachte mit Sir Bajazzo in einem Bänderstart-Rennen ihren ersten Erfolg unter Dach und Fach. Es war ebenfalls erst der zweite Start für Kim Kornau überhaupt. Bei ihrem Debüt Mitte November in Mönchengladbach war mit dem Sir Rang vier heraus gesprungen.
Trainer und Fahrer Gerd Holtermann konnte am Nienhausen Busch nicht alle Starts ausführen, für die er sich selbst als Fahrer vorgesehen hatte. Nach seinem dritten Platz mit Love Times im zweiten Rennen überließ er Cupidon d’Eden (vierte Tagesprüfung) Michael Hendrikx (34/Kevelaer) und Garfield (achtes Rennen) Markus Bock (41/Gelsenkirchen). Holtermann: Ich hatte starke Schmerzen im Rückenbereich, konnte deshalb nicht weitermachen. Für die beiden Holtermann-Vertreter lief es unterschiedlich. Cupidon d’Eden wurde beim Sieg von Titania Tinkerbell mit Ralf Künzel (52/Dinslaken) in Führung liegend auf der Zielgeraden disqualifiziert. Garfield lieferte sich einen packenden Zweikampf mit American Rapida, gesteuert von Freek van den Berg (51/Den Haag, NL), um den Sieg. Nur mit einer halben Länge musste sich Garfield geschlagen geben, holte sich das zweite Geld.

Name ist Programm: Bene Speranza vorn

Die Traber-Stute Bene Speranza (deutsch: gute Hoffnung) erfüllte Sonntag (12-12-10) in Gelsenkirchen die in sie gesetzten Hoffnungen. Als 16:10-Favoritin setzte sich die Fünfjährige aus dem Besitz von Sonja Girndt (42/Neukirchen-Vluyn) bei ihrem ersten Auftritt in einem Amateurfahren gegen acht Kontrahenten durch. Fahrer von Bene Speranza war mit Lokalmatador und Versicherungskaufmann Jörg Hafer (51/Gelsenkirchen) einer der erfahrensten und erfolgreichsten Amateurfahrer Deutschlands.
Bene Speranza, die sich in ihrer ersten Renn-Saison befindet, kam beim siebten Auftritt bereits zum vierten Sieg. Kein einziges Mal ist sie bisher ohne Prämie in den Stall zurückgekehrt. "Auf so ein Premieren-Jahr hofft jeder Besitzer," strahlte Girndt. Ich bin stolz und glücklich, dass sich Bene Speranza so prächtig entwickelt hat. Einige Verletzungen hatten den Einstieg in das Renn-Geschehen immer wieder verzögert, so Girndt, die auch als Trainerin für ihre Stute verantwortlich zeichnet.
Diesmal benötigte Bene Speranza mit dem routinierten Jörg Hafer keine lange Anlaufzeit. Schon nach wenigen Metern hatte die Girndt-Stute die von Anke Börnig (33/Dinslaken) gesteuerte Hollys Ass an der Spitze abgelöst. Danach bestimmte Bene Speranza souverän das Geschehen. Eingangs der Zielgeraden erhöhte sie das Tempo und riss sofort eine Lücke zu den Verfolgern. Auf den letzten Metern behauptete sich die Favoritin überlegen mit drei Längen gegen Grand Slam mit Katie Beer (36/Großenkneten). Der Wallach aus dem Trainingsquartier von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) war nach einem verdeckten Rennen erst im Schlussbogen in die Entscheidung geworfen worden und verwies Hollys Ass auf den dritten Platz.
Jörg Hafer zeigte sich nach seiner Fahrt mit Bene Speranza hochzufrieden. Ich wusste, dass die Stute eine gute Beginnerin ist, konnte diesen Trumpf voll ausspielen, sagte Hafer, der in seiner Laufbahn nicht mehr weit von der Siegzahl 1.200 entfernt ist. Nachdem Bene Speranza die Führung erobert hatte, musste ich sie eigentlich nur noch bei Laune halten.
Gut gefüllt war der Winner-Circle nach dem zweiten Rennen bei der Siegerehrung für Yordi va Camstra. Fast das gesamte Mini-Traber-Team um die engagierte Organisatorin Karola Döme (Gronau-Epe) hatten sich nämlich eingefunden, um den fünfjährigen Wallach und seinen Fahrer Rob de Vlieger (46/Zwaanshoek, NL) nach dem Erfolg gegen Trigger Dragon mit Age Posthumus (46/Kevelaer) und Love Times mit Gerd Holtermann zu beglückwünschen.
Direkt danach fand die Ehrung der erfolgreichsten Mini-Traber-Fahrer der Saison 2009 statt. Als Titelträger bei den Minis wurden Daniel Dotzauer (Gelsenkirchen) und sein Pony Paul ausgezeichnet. Die weiteren Plätze in der Mini-Traber-Wertung belegten Alexander Kelm (Oberhausen), Nancy Brodoch (Gelsenkirchen), Esther Gebauer (Essen) und Stefanie Pfeiffer (Essen).

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Premieren-Sieg für Cupidon d’Eden

Gelsenkirchen (mspw) - Traber-Besitzer Walter Steinschmidt (54) aus dem ostwestfälischen Marienmünster wurde Donnerstag (2-12-10) für seine Geduld belohnt. Denn auf der Rennbahn in Gelsenkirchen kam sein vierjähriger Wallach Cupidon d’Eden mit Silberhelm Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) beim neunten Karriere-Start zum ersten Sieg. Die beste Platzierung bis dahin war ein dritter Platz. Gleich fünfmal war Cupidon d’Eden zuvor disqualifiziert worden. "Er hat mich manchmal fast zur Verzweiflung gebracht. Denn im Training macht er nie Fehler. Deshalb habe ich auch immer an ihn und sein großes Laufvermögen geglaubt," freute sich Steinschmidt, der beruflich in der Telekommunikations-Branche tätig ist, nach dem Erfolg seines Wallachs.
Dass es in dieser Prüfung einen Premieren-Sieger geben würde, stand freilich schon vorher fest. Denn keiner der acht Teilnehmer hatte zuvor einen Sieg in seiner Bilanz stehen. Gleich nach dem Start hatte La Fortuna As mit Michael Schmid (43/Oberhausen) die Führung übernommen. Dahinter reihten sich zunächst Balios mit Lokalmatador Sven Grützner (20) und Jappeloup de Luze mit Cees Kamminga (46/Willemsoord, NL) ein. Cupidon d’Eden, trainiert von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst), hatte sich in der Startphase einen kleinen Rumpler erlaubt und war zunächst nicht im vorderen Teil des Feldes zu sehen. Für Queens and Jacks mit Tim Schwarma (19/Weeze) im Sulky war das Rennen nach einem Fehler dagegen schon früh gelaufen. Die sechsjährige Stute wurde disqualifiziert.
Der vom designierten Profi-Champion Roland Hülskath gesteuerte Cupidon d’Eden wurde erst im Schlussbogen in die Entscheidung geworfen. Selbst weite Wege durch die dritte/vierte Spur konnten den Vorwärtsdrang des Steinschmidt-Wallachs nicht stoppen. Eingangs der Zielgeraden hatte er die Nase in Führung gesteckt. Im Endspurt behauptete sich Cupidon d’Eden, am Toto 39:10 gewettet, sicher mit zwei Längen gegen den 369:10-Außenseiter Frisco Jet mit Lisa Norberg (21/Mönchengladbach) im Sulky. Platz drei ging an Franca (57:10) mit Peter Grundmann (35/Mönchengladbach). Besitzer Walter Steinschmidt zeigte sich optimistisch, dass der erste Sieg seines Cupidon d’Eden nicht der letzte war. Wenn er es jetzt kapiert hat, dann kann er auch zehn Rennen in Serie gewinnen, so Steinschmidt. Der Wallach hat die nötige Gier in seinen Augen.

Das erste Rennen bei winterlichen Bedingungen ging an Fantastica As mit dem Niederländer Stefan Schoonhoven (32/Nije Berkoop). Auf der gut präparierten Bahn kam die dreijährige Stute beim 13. Karriere-Start zum ersten Sieg. Dabei ließ die klar favorisierte Fantastica As (17:10), der auch einige Extra-Meter in zweiter Spur nichts ausmachten, die beiden Außenseiterinnen Lana Lobell (437:10) mit Hans Wijngaard (41/Waltrop) im Sulky und Bemms Jana (437:10), gesteuert von Ralf Künzel (52/Dinslaken), hinter sich. Die Dreierwette zahlte 7.541 Euro auf der Basis von zehn Euro Einsatz.
Nach zwei Disqualifikationen bei zwei Karriere-Starts war das Vertrauen der Wetter in den dreijährigen Wallach King Empire BC vor seinem Auftritt am Nienhausen Busch nicht besonders groß. Als 121:10-Außenseiter nahm der von Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) trainierte und gesteuerte Wallach das Rennen auf - und war im Ziel der König. Denn King Empire BC behauptete sich in einem packenden Finish nach Kampf mit einem Kopf gegen America Rapida mit Oorthuijsens niederländischem Landsmann Cees Kamminga und bescherte so den Risiko-Wettern eine hübsche Rendite. Nur einen Hals hinter dem Kamminga-Schützling belegte die von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) für Marion Jauß (71/Neritz) vorbereitete Orange Pekoe mit Roland Hülskath den dritten Platz.
Die Fahrten fünf bis sieben ihrer noch jungen Karriere nahm die 20-jährige Nachwuchsfahrerin Ann-Kathrin Lipka aus Möhnesee am Donnerstagabend wahr. Die beste Platzierung für die langhaarige Blondine war ein sechster Platz mit dem 700:10-Außenseiter Gentleman BR beim überlegenen Sieg von Action Transs R mit Cees Kamminga.
Für die größte Überraschung des Tages sorgte Anke Börnig (33/Dinslaken), die ein Amateurfahren mit dem 125:10-Außenseiter Soul of Pine für sich entscheiden konnte. Elias Joy mit Katie Beer (36/Großenkneten) und Quildy Yacom mit Julia Knoch (26/Mönchengladbach) belegten die Plätze.
Mit zwei Treffern war Roland Hülskath einmal mehr der erfolgreichste Fahrer des Renntages am Nienhausen Busch. Mit Blue Phoenix und mit Cupidon d’Eden trug sich der aktuelle Silberhelm in die Siegerliste ein. Für Hülskath waren es die Saison-Erfolge 177 und 178. Tages-Sieg Nummer drei verpasste der Mönchengladbacher zum Abschluss mit dem vierjährigen Wallach Grand Slam. Der 14:10-Favorit musste sich im Endspurt dem 108:10-Außenseiter Zatopek Dragon mit Carolin Aalbers (34/Callantsoog, NL) geschlagen geben.

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Traben Gelsenkirchen: 24-Jährige aus Weeze verteidigt Ladytrab-Titel

Für Silvia Raspe war Silber Gold wert

Gelsenkirchen (mspw) - Silvia Raspe aus Weeze strahlte Sonntag (28-11-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen: Zwar war die 24jährige mit der Stute Backara im entscheidenden Wertungslauf zum Ladytrab-Cup nur auf dem zweiten Platz hinter dem von Hilda Hofstra (39/Ureterp, NL) gesteuerten Winston Detvile gelandet. Für Raspe war dieses Silber dennoch Gold wert. Denn Rang zwei reichte Raspe, um zum zweiten Mal in Folge den Gesamt-Sieg im Gelsenkirchener Ladytrab-Cup perfekt zu machen. "Ich habe ein optimales Rennen mit Führpferd erwischt," freute sich Silva Raspe, die auch im bundesweiten Amateurfahrer-Championat auf Titelkurs liegt. Winston Detvile war nicht zu gefährden. Aber es hat ja auch so für mich zum Gesamtsieg gereicht.
Ein wenig enttäuscht zeigte sich Anke Börnig, die vor dem letzten Wertungslauf nur drei Punkte hinter Raspe gelegen hatte und sich noch berechtigte Hoffnungen auf Rang eins ausrechnen konnte. Mit der fünfjährigen Stute Black Leonie aus dem Besitz von Karl-Heinz Daniels (60/Hamminkeln) reichte es für Börnig im Zehner-Feld aber lediglich zu Rang sechs. Die Stute hatte keinen Moment. Schon am Start, eigentlich eine Stärke von Black Leonie, ging es nicht voran. Sie war nicht in Bestform, lautete das Fazit von Börnig.
Wieder in ausgezeichneter Verfassung präsentierte sich beim Ladytrab-Finale der von Kurt Roeges (35/Ureterp) vorbereitete Winston Detvile mit seiner Besitzerin Hilda Hofstra im Sulky. Zunächst war der sechsjährige Wallach, als frischer Gelsenkirchener Sieger angetreten, im Feld versteckt worden. Erst auf der Zielgeraden ließ der 21:10-Favorit die Muskeln spielen und steckte nahezu spielerisch die Nase in Front. Dann baute Winston Detvile den Vorsprung kontinuierlich aus und siegte schließlich überlegen mit fünf Längen. Da Hilda Hofstra kein Mitglied bei Ladytrab ist, wird sie in der Gesamtwertung nicht aufgeführt.
Hinter dem Sieger Winston Detvile und der zweitplatzierten Backara bestätigte Noble Shaolin, der dem Steuerberater Volker Heimeshoff (42/Gelsenkirchen) gehört, seine gute Form. Mit der vielfachen Amateur-Championesse Rita Drees (68/Gronau-Epe), ebenfalls kein Ladytrab-Mitglied, belegte der fünfjährige Hengst Platz drei. Damit baute Noble Shaolin seine ansehnliche Saison-Bilanz weiter aus. Nach 15 Starts stehen vier Siege und neun Platzierungen zu Buche.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis vom 1. Advent ging hauchdünn an die von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) für den Hamburger Geschäftsmann Florian Marcussen (39) trainierte Love Times. Mit Thomas Panschow (43/Bladenhorst) im Sulky fing die 17:10-Favoritin den von Amateurfahrerin Silvia Raspe gesteuerten Schimmel-Wallach Thor Boshoeve (65:10) an der Innenkante noch ab. Der Zielrichter urteilte: Sieg nach Kampf mit einem kurzen Kopf. Den dritten Platz belegte Chingagchook (73:10) mit Peter Grundmann (35/Mönchengladbach).
Für Love Times war der Erfolg am ersten Adventssonntag bereits der zweite Sieg in Serie am Nienhausen Busch. Anfang November hatte die Marcussen-Stute einen Entlastungslauf zur Breeders Crown (Züchter-Krone) für fünf- bis siebenjährige Stuten überlegen für sich entschieden. Bei insgesamt neun Starts in diesem Jahr stehen für Love Times vier Siege und drei Platzierungen zu Buche.
Nur ein Rennen nach dem Love Times-Erfolg konnte sich Gerd Holtermann erneut über einen Trainer-Sieg freuen. Der dreijährige Wallach Feroso aus dem Besitz von Marion Jauß (71/Neritz) kam mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) im Sulky zu einem überlegenen Sieg mit dreieinhalb Längen vor Commander Columbus mit Michael Nimczyk (24/Willich). Eine weitere Länge dahinter ging Rang drei an Zlatan Toscana mit dem Niederländer Simon Hartmann (62/Lelystad). Roland Hülskath machte später mit Brisco BR, der von Klaus Horn (61/Marl) für Ursula Augst (69/Sprockhövel) vorbereitet wird, seinen zweiten Sieg perfekt.

El Paso verkniff sich alle falschen Schritte

Aller guten Dinge sind drei hieß es am Sonntag (28-11-10) für Peter Grundmann. Beim dritten Start mit dem Wallach El Paso klappte es für den 35jährigen aus Mönchengladbach mit dem ersten Sieg. Zuvor war das Gespann zweimal disqualifiziert worden. Diesmal verkniff sich El Paso, der den Bochumern Hans Biesel-Oster und Bärbel Kasper gehört, jeden falschen Schritt und siegte im Auftakt-Rennen am Nienhausen Busch vor dem haushohen 13:10-Favoriten Crown Store mit Roland Hülskath (35), der wie Grundmann in Mönchengladbach wohnt, sowie Wietze Scimitar mit Didier Kokkes (25/Twisteden, NL) im Sulky.
Gleich nach dem Start hatte sich Wina Toscana mit Lokalmatador Markus Bock (41) im Sulky an die Spitze des Feldes gesetzt. Lange konnte sich die sechsjährige Stute aus dem Trainingsquartier von Wolfgang Kamps (62/Bladenhorst) aber nicht behaupten. Denn Peter Grundmann beorderte El Paso zum Angriff in die zweite Spur und übernahm die Führung. Grundmann hielt das Tempo danach hoch und riss das Feld weit auseinander. In der Nähe von El Paso, am Toto 37:10 gewettet, waren Wina Toscana und Wietze Scimitar zu sehen. Mehrere Längen hinter dem Trio wurde der Rest des Feldes von East Orange mit Heinrich Wolf (58/Gelsenkirchen) angeführt. Der Favorit Crown Store belegte Rang fünf.
Auf der Gegenseite folgte dann die Attacke von Crown Store. In zweiter Spur machte der Wallach, der von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) für Marion Jauß (71/Neritz) trainiert wird, zügig Boden gut und schloss zu El Paso und Wietze Scimitar auf. Wina Toscana konnte das Tempo nicht mehr mitgehen. El Paso führte das Feld auf die Zielgerade. Dort wehrte sich der fünfjährige Wallach erfolgreich gegen die Angriffe von Crown Store und Wietze Scimitar. Der Zielrichter erkannte einen sicheren Sieg mit einer halben Länge vor Crown Store, der den zweiten Sieg in Serie verpasste. Crown Store hatte im letzten Bogen einige Probleme mit dem harten Boden. Dadurch hat er Schwung verloren, analysierte Trainer Holtermann. Allerdings hat Crown Store gegen einen starken Gegner verloren, der das Tempo geschickt sehr hoch gehalten hat.

Einen weiteren Schritt in Richtung der angepeilten Marke von 30 Saison-Siegen machte Lehrlings-Champion Tim Schwarma (Weeze). Mit dem 21:10-Favoriten Lincolns Crown kam der 19-Jährige zu seinem 24. Erfolg in diesem Jahr. 30 Siege wären ein Traum, sagt Schwarma, der seine Vorjahres-Marke von elf Volltreffern längst pulverisiert hat. Tim Schwarmas Erfolg mit Lincolns Crown, der bereits zum fünften Mal in diesem Jahr nicht zu schlagen war, fiel leicht aus. Eineinhalb Längen hinter dem Sieger kam Verde Landerije mit Simon Hartmann (62/Lelystad, NL) auf Rang zwei. Das dritte Geld sicherte sich Ycewater mit Luit de Vries (35/Veenhuizen, NL).

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Traben Gelsenkirchen: Erster Saison-Sieg für Holtermann-Schützling

Grand Slam gelingt der große Wurf

Gelsenkirchen (mspw) - Beim zwölften Anlauf hat es mit dem "großen Wurf" geklappt. Auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen kam der Wallach Grand Slam aus dem Trainingsquartier von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) am Donnerstag (18-11-10) zu seinem ersten Sieg in diesem Jahr. Mit Thomas Panschow (43/Bladenhorst) im Sulky siegte der Vierjährige, der als 22:10-Favorit mit viel Vorschusslorbeeren ins Rennen gegangen war, sicher mit eineinhalb Längen vor Agoodgirl Volo mit dem Niederländer Rob van Toor (44) im Sulky. Weitere dreieinhalb Längen dahinter sicherte sich Globira mit Michael Schmid (43/Oberhausen) das dritte Geld.
Das war ein sehr souveräner Auftritt. Ich habe aber - ehrlich gesagt - auch nichts anderes erwartet, sagte Trainer Holtermann: Bei seinem siebten Platz war er zuletzt nur an einem schlechten Rennverlauf gescheitert. Wir waren schon sehr zuversichtlich angetreten. Nach dem Start war zwischen Zanneke Flevo, gesteuert vom Niederländer Cornelis Imming (65), und Ychel Frisia mit seinem Landsmann Stefan Schoonhoven (32) ein Kampf um die Führung entbrannt. Das Duell entschied Zanneke Flevo zunächst für sich. Lange konnte die vierjährige Stute die Spitze aber nicht verteidigen. Denn Ychel Frisia setzte erneut zur Attacke an und übernahm die Führung.
Den nächsten Angriff auf die erste Position startete Grand Slam. In zweiter Spur machte der Wallach, der Kristina Bayer (Straubing) gehört, zügig Boden gut und sorgte nach etwa 800 Metern für den nächsten Wechsel an der Spitze. Ruhe kam jedoch auch danach nicht in das Feld. Auf der Gegengeraden war es die dreijährigte Stute Agoodgirl Volo, die in zweiter/dritter Spur versuchte, die Position zu verbessern. Das gelang auch. Nur an Grand Slam kam sie nicht vorbei, weil der Wallach energisch dagegen hielt.
Grand Slam führte das Feld vor Agoodgirl Volo auf die Zielgerade. Der Holtermann-Schützling hatte die größeren Reserven und schließlich auch keine Probleme, Agoodgirl Volo auf Distanz zu halten. Globira kam nach einem verdeckten Rennen auf den letzten Metern auf Touren und holte sich noch das dritte Geld.
Nur wenig später war für Gerd Holtermann schon der nächste Trainer-Treffer fällig. Mit dem designierten neuen Berufsfahrer-Champion Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) im Sulky gewann der dreijährige Wallach Feroso, den Holtermann für Besitzerin Marion Jauß (Neritz) in Bladenhorst vorbereitet, das Rennen mit Viererwette zum lohnenden Totokurs von 48:10. Obwohl er aus der zweiten Reihe starten musste, hatte ich großes Vertrauen in Feroso, zeigte sich der Trainer vom ersten Karriere-Sieg seines Schützlings wenig überrascht. Fantastica As (Stefan Schoonhoven), Brazzo mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) und Absolut Newport mit Jesse ter Borgh (23/Amsterdam, NL) komplettierten die Viererwette (Quote: 16.670 Euro für zehn Euro Einsatz).
Einen packenden Endspurt erlebten die Besucher am Nienhausen Busch im Evita Idzarda-Rennen. Die ersten vier Pferde trennten gerade einmal knapp eine Länge. Das bessere Ende für sich hatte der sechsjährige Wallach Winston Detvile mit dem Belgier Kurt Roeges (35/Ureterp, NL), der den 13:10-Favoriten Making Moves mit Roland Hülskath nach Kampf mit einem Hals auf Platz zwei verwies. Rang drei und vier belegten - ebenfalls nur durch einen Hals getrennt - Velocette mit Cornelis Imming und Backara mit Thomas Panschow.

Monica di Quattro trotz Zulage vorn

Ein famoser Endspurt seiner Stute Monica di Quattro bescherte dem niederländischen Traber-Besitzer Hendrik Schilstra (32/Sondel) die stolze Prämie von 4.400 Euro. Dabei hatte es lange Zeit nicht nach einem Erfolg der von André Bakker (28/Wolvega, NL) gesteuerten Vierjährigen im mit 10.000 Euro dotierten Finale zur Babesia-Stutenserie ausgesehen. Mit 25 Metern Zulage war Monica di Quattro zum Totokurs von 74:10 ins Rennen gegangen und belegte noch eingangs des Schlussbogens den letzten Platz. Dann aber zeigte die Stute, was in ihr steckt. Mit Allradantrieb fegte Monica di Quattro am Feld vorbei und siegte sogar noch überlegen.
Ehrlich gesagt hatte ich im Schlussbogen nicht mehr mit einem Erfolg gerechnet, gab Trainer Jeroen Engwerda (49/Beddinghuizen, NL) zu. Der Speed von Monica di Quattro auf der Zielgeraden war allerdings sensationell, beeindruckte die Siegerin auch ihren Trainer. Vier Längen hinter Monica di Quattro kam die 133:10-Außenseiterin Zanne Flevo mit Tom Kooyman (49/Lijnden, NL) auf Platz zwei und machte so den niederländischen Doppel-Sieg perfekt. Das dritte Geld ging an die 29:10-Mitfavoritin Eliki, die vom Dänen Jesper Olsen (42/Lasbek) gesteuert wurde und dem Gestüt Lasbek von Günter Herz (70/Hamburg) gehört. Beide Stuten mussten im Vergleich zur Siegerin 25 Meter weniger zurücklegen.
Den besten Start aus den Bändern hatte Noble Star, die dem Gelsenkirchener Steuerberater Gregor Baumeister (66/Gelsenkirchen) gehört, mit Christian Schuster (27/Recklinghausen) im Sulky erwischt. Zanne Flevo und Floriane mit Michael Schmid (43/Oberhausen) folgten auf den Plätzen. Für die 29:10-Mitfavoritin Famous Faberge mit Stefan Schoonhoven (32/Nije Berkoop, NL) war das Rennen nach einem Fehler dagegen schon früh gelaufen. Die vierjährige Stute wurde disqualifiziert.
Als das Feld vor die Tribünen kam, übernahm Zanne Flevo nach einer Attacke in zweiter Spur die Führung. Auch Blue Phoenix mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) kam besser in die Partie und tauchte vor Noble Star in zweiter Position auf. Auch Eliki und Violet Phoenix mit Kurt Roeges (35/Ureterp, NL) mischten in der Spitzengruppe mit. Monica di Quattro war zu diesem Zeitpunkt noch am Ende des Feldes zu sehen. Das änderte sich erst im Schlussbogen. Bei ihrem Vorstoß musste Monica di Quattro in vierter/fünfter Spur zwar weite Wege gehen, kam aber eingangs der Zielgeraden auf freie Bahn. Die Konkurrenz hatte danach gegen den beeindruckenden Endspurt der Schilstra-Stute nicht den Hauch einer Chance.
Siegfahrer André Bakker verließ die Bahn am Nienhausen Busch mit einer 100-prozentigen Erfolgs-Bilanz. Denn der Start mit Monica di Quattro im Babesia-Finale war der einzige Auftritt des Niederländers an diesem Abend in Gelsenkirchen.

Die erste Amateur-Prüfung hatten zwei der aktuell besten deutschen Hobbyfahrer unter sich ausgemacht. Auf der Zielgeraden lieferten sich der von Weltrekordlerin Rita Drees (68/Gronau-Epe) gesteuerte Preussenadler sowie der von Lokalmatador Jörg Hafer (51) pilotierte Bemms DT einen packenden Zweikampf. Das bessere Ende für sich hatte Bemms DT, der Versicherungskaufmann Hafer nach Kampf mit einem Kopf den 1.186. Karriere-Erfolg bescherte. Rita Drees verpasste ihren 2.370. Sieg.
Im zweiten Amateurfahren war Open Air, der von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) vorbereitet wird, nicht zu schlagen. Mit Heinrich Wolf (58/Gelsenkirchen) im Sulky verwies der 22:10-Favorit die fünfjährige Stute Black Leonie mit Anke Börnig (33/Dinslaken) sowie Noble Shaolin (Rita Drees) aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters Volker Heimeshoff (42) auf die nächsten Plätze.
Für Gerd Holtermann war der Erfolg von Open Air einer von gleich vier Trainer-Siegen am Nienhausen Busch. Auch seine weiteren Schützlinge Feroso, Grand Slam und Crown Store kamen zu Siegen. Der Niederländer Kurt Roeges und Roland Hülskath waren mit je zwei Treffern die erfolgreichsten Fahrer.
Ein Erfolg mit dem sechsjährigen Wallach Roy Horn im letzten Wertungslauf zum Hannelore Riemekasten Monté-Cup“ bescherte der Gelsenkirchener Lokalmatadorin Monique Poen drei Tage nach ihrem 18. Geburtstag den Gesamt-Sieg in dieser Trabreiter-Rennserie. Monique Poen hatte bereits vor dem entscheidenden Lauf in Führung gelegen. Trotz 50 Metern Zulage gewann Roy Horn (83:10) vor dem 877:10-Außenseiter Logan November mit Sina Baruffolo (19/Essen) und Ortiz (69:10) mit Susanne Koch (34/Seppenrade). Die Zweierwette zahlte beachtliche 8.986 Euro für zehn Euro Einsatz, die Dreierwette 9.305 Euro.
In der Gesamt-Wertung behaupteten Cathrin Nimczyk (19/Willich) und Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) die Plätze zwei und drei, obwohl sie im letzten Wertungslauf leer ausgingen. Die erfolgreichsten Teilnehmerinnen werden im Rahmen der Weihnachtsfeier von Ladytrab, dem Verein Deutscher Traber-Besitzerinnen und Amateurfahrerinnen, am Samstag, 4. Dezember, in Willich-Schiefbahn geehrt.

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Gelsenkirchen: Zweijährigen-Rennen an eine 311:10-Außenseiterin

Blue Bonnets besiegt Britany

Gelsenkirchen (mspw). Mit einer Überraschung endete das Zweijährigen-Rennen am Donnerstag (28-10-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Denn die Außenseiterin Blue Bonnets hatte mit ihrem Trainer Thomas Kooyman (49/Lijnden, NL) im Sulky die Konkurrenz Start/Ziel im Griff. Die lukrative Siegquote zahlte für zehn Euro Einsatz 311 Euro. Auf Rang zwei profitierte Britany mit Robin Bakker (27/Deurze, NL) von einem Fehler des Hengstes Bon Jovi Eden mit Thomas Panschow (43/Bladenhorst), der kurz vor dem Ziel wegen eines Fehlers disqualifiziert worden war. Das dritte Geld ging an Onice Axe mit Michael Schmid (43/Oberhausen) aus dem Besitz des Stalles Vibelzee von Ger Visser (51/Deventer, NL).
"Ich musste Blue Bonnets auf den ersten 1.000 Metern sogar bremsen," sagte Kooyman nach dem Rennen. "Denn die Stute war extrem ehrgeizig. Ich bin froh, dass es gleich beim ersten Start mit einem Sieg geklappt hat." Den Vorteil der Nummer 1 konnte Blue Bonnets nutzen und sich gleich nach dem Start die Führung sichern. Dahinter waren Speedy Trader mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL), Bon Jovi Eden und Onice Axe zu sehen. Für Speedy Trader war das Rennen jedoch wenige Meter danach zu Ende. Der Hengst machte einen Fehler und wurde disqualifiziert. Kurze Zeit später erwischte es auch Enorm Bo mit Klaus Horn (61/Marl) und Bonafide Bo Bo mit Rick Wester (25/Schaandamm, NL).
Vorne hatte Blue Bonnets das Geschehen fest im Griff. Die Stute führte das Feld vor Bon Jovi Eden, Onice Axe und Britany, die sich zwischenzeitlich nach vorne gearbeitet hatte, als Erste auf die Zielgerade. Im Endspurt ließ sich Blue Bonnets den Sieg dann nicht mehr nehmen. Hinter dem fehlerhaften Bon Jovi Eden entschied Britany den Kampf gegen Onice Axe zu ihren Gunsten.

Nach einem Rumpler in der Startphase belegte die 693:10-Außenseiterin Valerie Andrup, gesteuert von Trainer und Besitzer Julius Lammerding (62) aus Saerbeck (Gestüt Andrup), den vierten Platz. Sie ist am Start immer noch ein wenig ängstlich. Valerie Andrup wird nun erst einmal bis April pausieren, sagte Lammerding.
Zum ersten Sieg seit Anfang 2008 kam im Auftakt-Rennen die siebenjährige Starlight BR mit Lehrlings-Champion Tim Schwarma (19/Weeze). Der Erfolg der 45:10-Mitfavoritin, die Gabi Morbach aus Dinslaken gehört, vor den Außenseitern Vogelfrei (532:10) mit Peter Grundmann (35/Mönchengladbach) und Heros Way (228:10) mit Uwe Zevens (49/Bedburg-Hau) fiel überlegen aus. Sieben Längen betrug der Vorsprung von Starlight BR. Die Stute bescherte Tim Schwarma den 19. Sieg in diesem Jahr. Der Erfolg war fällig, lautete das Fazit des Stifts nach dem Rennen. Starlight BR hatte schon bei ihren letzten Starts angedeutet, dass sie gut in Form ist.
Im Championat der siegreichsten Lehrlingsfahrer hat Titelverteidiger Schwarma, der in der abgelaufenen Saison elf Rennen gewann, nun beachtliche 15 Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte Stephanie Kolenda (22/Straubing). Es läuft ganz gut, grinste Schwarma.

"Sahne-Tag" für Schwarma und Hülskath

Für Schwarma hatte die Veranstaltung optimal begonnen. Mit Starlight BR machte er gleich in der ersten Prüfung Tages-Sieg Nummer eins perfekt. Zweiter Start, zweiter Treffer. So hieß es für den Youngster nach seinem Auftritt mit Lincolns Crown (sechstes Rennen). Danach legte Schwarma mit Lincolns Charly (siebtes Rennen) noch einmal nach. "Drei Siege an einem Tag sind mir noch nie gelungen," freute sich Schwarma nach seinem Dreierpack. Seinen Sieg-Rekord aus der abgelaufenen Saison (elf) hat der Lehrling längst deutlich überboten, steht jetzt bei 21 Erfolgen.

Hülskath kam im Vergleich zu Schwarma etwas später auf Touren. Blue Phoenix (viertes Rennen) hieß die erste Siegerin des Rheinländers. Mit dem von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) für Marion Jauß (71/Neritz) trainierten vierjährigen Wallach Crown Store (fünftes Rennen) machte der Vize-Champion seinen zweiten Treffer am Nienhausen Busch perfekt. In der achten Tages-Prüfung holte Hülskath mit Geldschrank My Winner (Gewinnsumme: 538.420 Euro), der von Henk Grift (35/Kevelaer) trainiert wird, erfolgreich die Höchst-Zulage von 50 Metern auf. Für Hülskath, der im Berufsfahrer-Championat souverän führt, waren es die Saison-Siege 155 bis 157.
Lincolns Crown aus dem Trainingsquartier von Wolfgang Nimczyk (53/Willich) hatte sich am Nienhausen Busch als bester Sprinter erwiesen. Der sechsjährige Hengst ließ der Konkurrenz über die Meile keine Chance und machte mit Tim Schwarma im Sulky seinen dritten Sieg in Serie perfekt. Die Plätze belegten Photo Phoenix mit Kurt Roeges (35/Ureterp, NL), Let the music play mit Roland Hülskath bei seiner Generalprobe für den Breeders Crown (Züchter-Krone)-Entlastungslauf für fünf- bis siebenjährige Hengst und Wallache am Freitag, 5. November, in Gelsenkirchen und El Conchita aus dem Mit-Besitz von Ex-Fußballprofi Hannes Bongartz (59/Bottrop), der erstmals Michael Schmid (43/Oberhausen) als Fahrer für die Stute verpflichtet hatte.
Ihre beachtliche Saison-Bilanz baute die vierjährige Blue Phoenix aus. Gesteuert von Silberhelm Roland Hülskath war die Stute aus dem Besitz des Niederländers Hendrikus Kok (Bussum, NL) beim elften Start in diesem Jahr bereits zum fünften Mal nicht zu bezwingen. Von ihren letzten sechs Auftritten gewann Blue Phoenix, die von Jos Oorthuijsen (50/Soest-NL) vorbereitet wird, nicht weniger als vier.
Ich hatte volles Vertrauen in Blue Phoenix, strahlte Hülskath nach seinem ersten von drei Tages-Siegen. Die Stute ist glänzend in Form. Deshalb war ich mir ganz sicher, dass sie das Rennen gewinnen kann. Gleich nach dem Start hatte Bene Speranza mit Patricia Ruckdäschel (48/Moers) die Führung übernommen. Lange konnte die Stute aus dem Besitz von Sonja Girndt (42/Neukirchen) die Spitze allerdings nicht behaupten. Denn die glänzend gestartete Floriane mit Michael Schmid (43/Oberhausen) löste Bene Speranza ab.
Einen weiteren Führungswechsel gab es vor den Tribünen. Roland Hülskath beorderte die 17:10-Favoritin Blue Phoenix zum Angriff in die zweite Spur. Dort machte die Stute zügig Boden gut und eroberte die erste Position. Hinter Floriane und Bene Speranza mischte auch Laura As mit Geburtstagskind Andor Schute (42/Recklinghausen) in der Spitzengruppe mit. Als das Feld auf die Zielgerade einbog, hatte Blue Phoenix noch immer das Kommando. Souverän löste sich die Stute von den Verfolgern und ließ sich den Sieg danach nicht mehr nehmen. Der Zielrichter urteilte: Überlegener Erfolg mit zweieinhalb Längen. Hinter der Siegerin belegte Bene Speranza eine Länge vor Floriane Rang zwei. Laura As hatte als Vierte sieben Längen Rückstand.
Mit ihrem zweiten Platz zu Blue Phoenix war Patricia Ruckdäschel nicht unzufrieden. Bene Speranza hatte zuletzt wegen muskulärer Probleme einige Wochen pausiert. Ich wusste nicht ganz genau, wo sie steht, sagte Ruckdäschel.

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Gelsenkirchen (14-10-10): Vierjähriger Hagoort-Hengst mit neuem Rekord

Zizou bezwingt Baron W. und Bagley

Gelsenkirchen (mspw) - Einen perfekten Start in die Donnerstag-Veranstaltung auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen erwischte der Niederländer Robin Bakker (Deurze). Der 27-Jährige steuerte Zizou, trainiert von Paul Hagoort (32/ Oldetrijne, NL), zum zweiten Sieg in Folge. Dabei verbesserte der vierjährige Hengst, Zweiter aus dem Niederländischen Derby des vergangenen Jahres, seinen Rekord um 0,7 Sekunden auf nun 1:14,7 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer. Im Endspurt fing der 28:10-Favorit Zizou den von Michael Schmid (43/Oberhausen) gesteuerten Baron W. (32:10) noch ab. Der Baron hatte zuvor lange in Führung gelegen. Rang drei ging an Bagley (35:10) mit dem Berliner Benjamin Hagen (38/Berlin) im Sulky.
Zizou hat sich gegenüber seinen letzten Auftritten weiter gesteigert. Er ist inzwischen viel ruhiger, lobte Siegfahrer Bakker nach dem Erfolg in der mit 5.100 Euro dotierten Prüfung, die auch aus Frankreich bewettet werden konnte, gegen neun Kontrahenten. Gleich nach dem Start des ersten Rennens hatte Jasmina mit Goldhelm Michael Nimczyk (24/Willich) die Führung übernommen. Lange konnte sich die vierjährige Stute, die Franz Klein (60/Versmold) gehört, jedoch nicht behaupten. Michael Schmid beorderte Baron W. zum Angriff in die zweite Spur und übernahm schnell die Spitze. Zizou und Bagley, aus der zweiten Reihe gestartet, waren zunächst im hinteren Teil des Feldes zu sehen.
Den nächsten Angriff auf den Führenden startete Trigger Dragon, gesteuert von Patrick van Ooijen (33/Herwen, NL). Durch die zweite/dritte Spur machte der Hengst zügig Boden gut und tauchte hinter Baron W. und Jasmina an dritter Stelle auf. Im Schlussbogen war das Feld immer noch dicht beisammen. Zizou und auch Bagley sicherten sich rechtzeitig eine gute Ausgangsposition für den Endspurt. Vorne hatte Baron W. das Geschehen aber noch immer im Griff. Zizou startete seine entscheidende Attacke in der Mitte der Bahn. Mit schnellen Schritten kam er immer näher an Baron W. heran und überholte schließlich den Vierten aus dem Deutschen Derby 2010. Der Zielrichter urteilte: Sicherer Sieg mit einer Länge.
Michael Schmid war mit der Leistung des Barons, der dem Erfolgs-Stall Vibelzee von Ger Visser (51/Deventer, NL) gehört, dennoch zufrieden. Ich fahre voller Zuversicht nach München, meinte der Oberhausener bereits über den geplanten Start von Baron W. am Sonntag, 24. Oktober, im Bayern-Pokal auf der Rennbahn in München-Daglfing. Im Anschluss könnte die Reise von Baron W. weiter nach Italien gehen. Denn der dreijährige Hengst hat eine Nennung für den Gran Premio Orsi Mangelli am 1. November in Mailand.

Mächtig ins Zeug legen musste sich Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) im zweiten Rennen des Tages (5.100 Euro), um den Sieg mit Making Moves unter Dach und Fach zu bringen. Denn auf der Zielgeraden kam Action Transs R mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) noch einmal bedrohlich nahe heran. Doch Making Moves und Hülskath stemmten sich energisch gegen die drohende Niederlage und behielten knapp die Nase vorn.

Eine Herausforderung für jeden Bahnsprecher stellte sich schon vor dem Start des ersten Rennens in einer Wiederqualifikation vor. Die dreijährige Stute Ayajippyjippyjee aus dem Trainingsquartier von Marcel Hauber (40/Deurze, NL) kam mit Silberhelm Roland Hülskath in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:19,1 Minuten um den Kurs, wurde Dritte. Am schnellsten war Furioso mit Markus Bock (41/Gelsenkirchen) in 1:18,4 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer.

Schockemöhles Lavinium SAS schlägt zu

Das größte Stück vom Preiskuchen konnte sich in der vierten Tages-Prüfung Lavinium SAS mit Trainer Hans Joachim Tipke (53/Heeslingen) im Sulky abschneiden. Der fünfjährige Hengst kam nach spannendem Endspurt zum achten Sieg beim 13. Start in diesem Jahr und bescherte seinem Besitzer, dem früheren Springreit-Olympiasieger und erfolgreichen Traber-Züchter Alwin Schockemöhle (73/Steinfeld), 2.000 Euro Siegprämie.
Gleich nach dem Start hatte Zizou AM mit Stefan Schoonhoven (32/Nije Berkoop, NL) die Führung erobert. Auch Lavinium SAS erwischte einen guten Start und drückte in zweiter Spur gleich mächtig auf das Tempo. Nach kurzem Zweikampf mit Zizou AM übernahm Lavinium SAS die Spitze. Für I will fight for U mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) und Paycheck mit Thomas Panschow (43/Bladenhorst) war das Rennen nach einem Fehler schon nach wenigen Metern gelaufen. Während Lavinium SAS das Geschehen zunächst im Griff hatte, gab es im Feld keine großen Positionsveränderungen. Im Schlussbogen entbrannte dann der Kampf zwischen den verbliebenen Teilnehmern um eine gute Ausgangsposition für den Endspurt.
Erster Angreifer von Lavinium SAS war der Dreifach-Sieger Photo Phoenix mit Kurt Roeges (34/Ureterp, NL). Auch Zizou AM und Amandus mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) griffen in den Kampf um den Sieg an. Lavinium SAS zog an der Innenkante immer wieder an und siegte schließlich nach Kampf mit einer halben Länge gegen Zizou AM. Eine halbe Länge dahinter sicherte sich Amandus das dritte Geld. Eine weitere halbe Länge zurück belegte Photo Phoenix zunächst Rang vier. Für Photo Phoenix und seinen Fahrer Kurt Roeges hatte das Rennen allerdings ein Nachspiel. Die Rennleitung war der Meinung, dass der siebenjährige Wallach die Fahrspur im Einlauf regelwidrig verändert haben soll. Die Folge: Photo Phoenix wurde nachträglich aus der Wertung genommen. Davon profitierte Ylaine Hanover, gesteuert von Michael Schmid (43/Oberhausen), die Platz vier zugesprochen bekam.
Keine Probleme hatten die Besucher der Gelsenkirchener Bahn, den Überraschungs-Sieger im Traloppo-Rennen für die Amateure auszumachen. Denn der neongelbe Anzug von Thomas Maassen (41/Willich) im Sulky des 185:10-Außenseiters Lincolns Crown war weithin sichtbar. Hinter dem Überraschungs-Sieger belegten Yos Je mit Dirk Jan Hof (41/Niederlande) und Voxfords mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) die Plätze zwei und drei. Nach aufwändigem Rennverlauf kam Riwa, erstmals gesteuert von Jörg Hafer (51/Gelsenkirchen), auf Platz vier. Im Endspurt war Riwa etwas müde, sagte Hafer, der hinter Lincolns Crown als Zweiter auf die Zielgerade eingebogen war.
Thomas Maassen strahlte nach seinem insgesamt 308. Sieg als Amateur über das ganze Gesicht. Das war erst meine zweite Fahrt mit Lincolns Crown. Beide konnte ich gewinnen, freute sich der Onkel von Goldhelm Michael Nimczyk (24/Willich). Maassen weiter: Mein Neffe Michael hat mir vor dem Rennen gesagt, ich sollte es von vorne versuchen. Der Tipp war goldrichtig.

Beim französischen Wettkanal PMU gab es den höchsten Einzel-Umsatz (265.000 Euro) im zweiten Rennen beim Sieg von Making Moves mit Roland Hülskath. Henner Christoph vom Rennveranstalter Winrace: Wir sind mit den Zahlen zufrieden. Der Veranstalter ist mit einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Im Gegensatz zu den fünf Rennen am Donnerstag gibt es am kommenden Sonntag im Rahmen des Großen Preises von Deutschland zwei Prüfungen, die ausschließlich mit französischen Pferden besetzt sind und selbstverständlich auch nach Frankreich übertragen werden. Im Grand Prix de Gelsenkirchen geht es um Preisgelder von 50.000 Euro, im Prix du Cheval francais um 10.000 Euro.

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Reinier Feelders: “Das war erste Sahne“

Gelsenkirchen (mspw) - Für Amateurfahrerin Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) läuft es in dieser Saison wie am Schnürchen. Der Erfolg mit Milka am Donnerstag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen war bereits der 29. Saison-Sieg für die Amazone. Im Amateur-Championat führt sie mit komfortablem Vorsprung vor André Pögel (37/Baruth) und der vielfachen Amateur-Championesse Rita Drees (68/Gronau-Epe). Ich werde weiter Gas geben, peilt Raspe ihren ersten Titel bei den Amateuren an. Zufrieden mit der Leistung seiner Stieftochter und der vierjährigen Stute Milka war Trainer Reinier Feelders (46/Kevelaer). Das war erste Sahne, grinste Feelders. Milka hat sich ein großes Stück Schokolade verdient.
Nach einem Fehlstart konnte das Amateurfahren am Nienhausen Busch erst im zweiten Versuch gestartet werden. Problemlos verlief der Start – zumindest für einige Teilnehmer – aber nicht. Hollys Ass mit Jörg Hafer (51/Gelsenkirchen), Vincito mit Jürgen Look (46/Bottrop) und Open Air mit Heinrich Wolf (58/Gelsenkirchen) machten nach wenigen Metern einen Fehler. Während Hollys Ass am Turm landete, mussten Vincito und Open Air das Rennen mit reichlich Rückstand aufnehmen.
Davon unbeeindruckt zeigte sich Milka, die gleich nach dem Start die Nase in Führung steckte. Dahinter reihten sich Ain’tshes Best mit Lothar Lenzmann (48/Oer-Erkenschwick), Etina mit Thorsten Urbaniak (48/Recklinghausen) und Wyomy mit Sascha Vitolins (33/Gladbeck) ein. Milka, die bis dahin bei 19 Saison-Starts dreimal erfolgreich war, hatte keine Probleme, die Spitze zu verteidigen. Erst auf der Zielgeraden wurde Ain’tshes Best in Angriffsposition beordert. Die Feelders-Stute hielt allerdings energisch dagegen. Ain’tshes Best konnte danach nicht mehr zulegen und hatte beim überlegenen Erfolg von Milka acht Längen Rückstand. Tak Lobell mit Heinz Bockhoff (48/Recklinghausen) sprintete auf Rang drei, Platz vier ging an Toreador Columbus mit Sarah Kube (26/Berlin). Die Quote der Viererwette betrug 48.634 Euro auf Basis von zehn Euro Einsatz.
Seine eindrucksvolle Sieges-Serie setzte später Bent fort. Mit Silberhelm Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) im Sulky kam der vierjährige Hengst beim siebten Start in seiner Laufbahn zum siebten Sieg. Immerhin zehn Prozent Gewinn machten die Wetter, die auf den haushohen 11:10-Favoriten gesetzt hatten. Farnese mit Goldhelm Michael Nimczyk (24/Willich) und Falcon Jet mit Peter Grundmann (35/Mönchengladbach) hatten hinter Bent das Nachsehen. Er hat zwar noch einige kleinere Macken, sagte Hülskath nach seinem Erfolg. Aber Bent ist im Kopf ein Rennpferd, wie man es nur selten findet.
Gleich zwei kurzfristige Fahreränderungen hatte es vor dem ersten Rennen gegeben. Lokalmatador Peter Poen (53) musste seine geplante Fahrt mit dem Wallach Amtshof absagen, wurde von Markus Bock (41/Gelsenkirchen) vertreten. Ich muss mich wegen Leistenbeschwerden einer Operation unterziehen. Voraussichtlich kann ich 14 Tage nicht fahren, so Poen.
Uwe Zevens (49) war zwar aus Bedburg-Hau angereist, konnte seine Hiltonparis aber nicht selbst steuern und engagierte Roland Hülskath (35/Mönchengladbach). Ich hatte zu starke Arthroseschmerzen im Arm, erklärte Zevens, der mit Hiltonparis einen Start in der Breeders Crown (Züchter-Krone) Anfang November in Gelsenkirchen anpeilt. Zevens: Dann beiße ich auf die Zähne.
Dem Rennen am Nienhausen Busch konnte weder Amtshof noch Hiltonparis den Stempel aufdrücken. Für den achtjährigen Amtshof war das Rennen nach einem Fehler in der Startphase früh gelaufen. Hiltonparis mischte zwar zunächst im Vorderfeld mit, konnte aber im Endspurt nicht mehr zulegen und wurde Fünfte.
Besser lief es für Höwings New Love mit Jan Wagenaar jun. (48/Arnheim, NL) im Sulky. Die Stute fing Duke Exakt mit Dieter Kerbaum (63/Oer-Erkenschwick), der lange in Führung gelegen hatte, auf der Zielgeraden noch ab und kam beim 14. Start in dieser Saison zum ersten Sieg. Das dritte Geld sicherte sich der 207:10-Außenseiter Wahtamin mit Peter Grundmann (35/Mönchengladbach).
Grundmann hatte bereits zuvor Grund zur Freude gehabt: Ich habe gemeinsam mit Roland Hülskath den ersten Teil meiner Trainer-Prüfung bestanden, strahlte der Berufsfahrer.
Im mit 3.100 Euro dotierten Bänderstart-Rennen war Le Dream mit Lieven de Groote (45/Belgien) trotz einer Zulage von 25 Metern nicht zu stoppen. Trail of dust mit Wolfgang Nimczyk (53/Willich) und Royal Diamond BR mit Michael Nimczyk belegten die Plätze. Favorit Max de Guez (Roland Hülskath) fand überhaupt nicht ins Rennen, wurde Sechster. Fahrer Hülskath und Trainer Henk Grift (35/Kevelaer) hatten keine Erklärung für das schwache Abschneiden des zehnjährigen Hengstes, der in dieser Saison unter anderem den Bild-Pokal in Gelsenkirchen für sich entscheiden konnte.
Als einzigem Fahrer gelangen Michael Schmid (43/Oberhausen) am Nienhausen Busch zwei Tages-Erfolge.

Gelsenkirchen: 28 Mitglieder des Stalles Syndikat in Jubellaune

Mister Bass als Boss beim 4. Jahressieg

Gelsenkirchen (mspw) - Treue wird belohnt! Oft genug in der Vergangenheit hatte der inzwischen achtjährige Wallach Mister Bass die 28 Mitglieder des Gelsenkirchener Stalles Syndikat zur Verzweiflung gebracht. Fehler schon gleich hinter dem Startauto gehörten zu seinen Spezialitäten. Aus und vorbei! Jetzt ist Mister Bass der Boss! Imponierend, wie er am Donnerstag (30-9-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, wo er von Peter Poen (53) trainiert wird, die Gegner stehen ließ und zu einem leichten Sieg kam.
Danach hatte es zunächst überhaupt nicht ausgesehen. Vorne stiefelte Follow Me mit Sigrid Eichler (49/Kevelaer) ein flottes Tempo herunter und lag auch noch rund 300 Meter vor dem Ziel in Führung, um dann mit den Kräften am Ende zu sein und abgeschlagen noch Letzte zu werden. Sigrid Eichler über ihre Neuerwerbung: Die Stute kann schnell anfangen, ist ungemein lauffreudig. Ich habe sie laufen lassen, wollte nichts riskieren. Vielleicht wäre es besser gewesen, das Tempo etwas zu drosseln.
Als Follow Me nachließ, warf Peter Poen aus dritter/vierter Position Mister Bass in die Entscheidung. Der Wallach trat mächtig an und kam 100 Meter vor dem Ziel zum entscheidenden Vorsprung. Beim zehnten Jahresstart gelang nun der vierte volle Erfolg, wobei Mister Bass, immerhin schon acht Jahre, mit der durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:15,5 Minuten auch noch persönliche Bestzeit lief. Ein rüstiger älterer Herr, der in dieser Form seinen treuen Besitzern noch einige Freude bereiten dürfte.
Als härtester Gegner entpuppte sich Yassin Boko, der auf der Zielgeraden von Thomas Kooyman (49/Lijnden, NL) sogar kurz in Führung kam. Im Ziel war der Wallach jedoch zwei Längen zurück nur Zweiter vor Wishmelucktoday mit Michael Nimczyk (24/Willich). Der Derby-Sechste Mary’s Boy kam beim ersten Start nach einer kurzen Pause mit Robbin Bot (19/Wolvega, NL) zeitgleich mit Wishmelucktoday auf Rang vier. Bot: Ich bin nicht unzufrieden. Gegen ältere Pferde war die Leistung nach der Pause nicht schlecht.

Für den Kölner Rennstall Cortina von Doris Wilhelm brachte Bot mit Jador Cortina einen überlegenen Sieger im Power Jet-Rennen an den Start. Mit neuem Rennrekord (1:17,2 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer, eine Verbesserung um eine glatte Sekunde) stellte sich der dreijährige Hengst bestens vorbereitet vor und dürfte nach seinem zweiten Sieg bei erst vier Starts zu größeren Hoffnungen Anlass geben. Vor allem deswegen, weil die Art und Weise dieses fein herausgelaufenen Sieges imponierte.
Crown Store aus dem Aufgebot von Marion Jauß (Neritz) gefiel mit Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) auf Rang zwei vor dem deutlich verbesserten Logan November mit Markus Bock (41/Gelsenkirchen).

Am frühen Gelsenkirchener Rennabend hatte sich auch Come on Bo auf der Piste vorgestellt, auf der am 17. Oktober der mit mindestens 150.000 Euro dotierte Große ELE-Preis von Deutschland entschieden wird. Für den hat der vierjährige Hengst aus dem Besitz von Hans-Ulrich Bornmann (49/Ennepetal) noch eine Nennung. Der Auftritt am Donnerstag missriet allerdings. Come on Bo wurde disqualifiziert. Sein Fahrer Klaus Horn (61/Marl) sagte es unumwunden: Das war blamabel. Der Hengst machte sich in den Bögen schief, gefiel mir diesmal überhaupt nicht. In dieser Form wird er wohl kaum am 17. Oktober starten.
Noch nicht wieder in Bestform präsentierte sich in einem Amateurfahren El Conchita, die von Katie Beer (36/Großenkneten) aufgeboten wurde, nie an die Innenkante fand und nur auf Rang sieben einlief. Leichter Sieger in diesem Rennen wurde Voxfords mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb). In einem weiteren Amateufahren sahen die Zuschauer ein dramatisches Finale, das Lion mit Rita Drees (68/Gronau-Epe) an der Innenkante vor Jamaica Diamant mit Anke Börnig (33/Dinslaken) für sich entschied.

El Paso sprang sich um alle Chancen

Drei Siege und sieben Platzierungen in diesem Jahr! Es lief bisher recht rund für den fünfjährigen Wallach El Paso. Und auch am Donnerstag (30-9-10) sah es auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn nach einer Fortsetzung der guten Vorstellungen von El Paso aus dem Besitz von Hansi Biesel-Oster (68) und Bärbel Kasper (41) aus Gelsenkirchen aus. Der Fünfjährige strebte bis 250 Meter vor dem Ziel mit Steuermann Markus Bock (41) dem vierten Jahressieg entgegen, als er urplötzlich schwer von den Beinen kam, nicht mehr auspariert werden konnte und von der Rennleitung disqualifiziert wurde.
Er sprang mir aus der Hand. Ich habe keine Erklärung dafür, stand Markus Bock vor einem Rätsel. Der einzige ernsthafte Verfolger Blue Phoenix profitierte vom Ausfall El Pasos und kam so noch zu einem sicheren Sieg. Freilich gab Fahrer und Trainer Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) zu: Da haben wir Glück gehabt. Nach einem kürzlichen Patzer hatten wir Blue Phoenix zwar die Plastikeisen abgemacht und wieder auf normale Eisen umgestellt. Die Stute lief auch deutlich besser. Aber ohne den Fehler von El Paso in Front wäre wohl nur der zweite Platz möglich gewesen.
El Paso, für den immer noch Urgestein Heinz Kuhsträter (77) aus Krefeld als Trainer zeichnet, war gleich nach dem Start in Front zu sehen. Markus Bock bestimmte das Tempo, das ziemlich zügig war. Nur Blue Phoenix war immer in der Nähe zu sehen. Der Rest folgte früh mit respektablem Abstand, Trio September allerdings nach einem Fehler mit Klaus Horn (61/Marl) im Sulky nicht mehr, weil er disqualifiziert war.
Georgies Boy, in den letzten Monaten in weitaus anspruchsvolleren Prüfungen am Start, lag immer an dritter/vierter Position, diesmal gefahren von Christian Schuster (27/Recklinghausen). Prahlerin war mit Sven Grützner (20/Gelsenkirchen) immer am Schluss und sollte dort auch bleiben.
In Lauerstellung sah man Willtakethechance mit Dennis Spangenberg (28/Kirchhellen). Nach dem Ausfall von El Paso kam Willtakethechance sozusagen kampflos auf den zweiten Platz, derweil sich Titan Hiltrup mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) mit unreiner Gangart verabschiedet hatte. So fiel Rang drei an Georgies Boy, der sich - sehr zur Freude seines ungemein engagierten Gelsenkirchener Besitzers Gregor Baumeister (66) - diesmal jede Unsicherheit verkniff. Nicht weit dahinter kam Wina Toscana auf Rang vier vor der diesmal deutlich überforderten Prahlerin.
Für Siegfahrer Oorthuijsen sah es auch in der dritten Prüfung mit dem fünfjährigen Wallach Doris K, der in dieser Saison schon fünfmal siegreich war, gut aus. Der Niederländer steuerte den 18:10-Favoriten, dessen Namen eher einer Stute zuzuschreiben ist, zu einem ganz sicheren Erfolg, für Oorthuijsen war es der zweite Sieg an diesem Abend.
Beim vierten Start nach der Pause enttäuschte in dieser Prüfung Milton, der nur auf den fünften Platz kam und noch längst nicht wieder in der Glanzform der letzten Saison ist. Auf den letzten Metern wirkte der sechsjährige Wallach, hinter dem Michael Nimczyk (24/Willich) saß, nicht mehr zwingend.

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Nur vier Gegner für Russel November

Gelsenkirchen (mspw) - Die Hoffnungen der Wetter, dass Stargast Russel November mehr als 10 Euro auf Sieg zahlen würde, erfüllten sich Sonntag (29-8-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn nicht. Es gab - wie kaum anders zu erwarten - zehn Euro auf Sieg bei zehn Euro Einsatz. Am souveränen und mit spielerischer Leichtigkeit heraus gefahrenen Sieg des Hengstes gab es dann auch nicht den geringsten Zweifel.
Es ist zweifellos nicht einfach für einen Veranstalter, ein Pferd wie den 2006-Derbysieger Russel November (Gewinnsumme 1,28 Millionen Euro) nach Gelsenkirchen zu locken, wenn als Siegpreis 1.500 Euro über einem Rennen stehen. Aber der Stall Amsterdam von Robert Offenberg, einem Immobilienkaufmann aus der niederländischen Grachten-Metropole, machte es möglich. Er schickte den von Michael Schröer (Unna) gezogenen Siebenjährigen mitsamt Hugo W. Langeweg (59/Schagerbrug, NL) zum Nienhausen Busch, wobei der erfahrene Hengst gegenüber Joyman Laurelton mit Michael Schmid (43/Oberhausen) eine Zulage von 25 Metern zurückzulegen hatte.
Joyman Laurelton, jetzt in der Obhut von Trainer Wolfgang Kamps (51/Bladenhorst), war übrigens der einzige Teilnehmer aus dem ersten Band. Die Stute Sissi Crown war noch am Donnerstag in Mönchengladbach gelaufen und überzeugte Trainer und Mitbesitzer Wolfgang Kamps nicht, als sie als Vierte über die Ziellinie lief. Kamps: Das hat mir nicht sonderlich gefallen. Da war kein Zug drin. Also meldete er Sissi Crown für Gelsenkirchen kurzfristig ab.
Nicht viel anders war es bei Valentino As, den Trainer Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) mit Thomas Panschow (43) als Starter aus dem ersten Band angegeben hatte. Holtermann: Valentino As laboriert vorne rechts an einer Entzündung unter der Haut. Unter diesen Umständen wollte ich dem Hengst einen Start ersparen. So kamen im Preis von Kroatien letztlich nur vier Konkurrenten an den Start, um das Rennen gegen den haushohen Favoriten Russel November aufzunehmen. Von den insgesamt fünf Teilnehmern machte King Prestige mit Henk Grift (35/Kevelaer) gleich am Start einen Fehler, wurde später auch noch wegen unreiner Gangart disqualifiziert.

Russel November hatte gut ins Rennen gefunden, tauchte schon zeitig in dritter Position auf. Hugo W. Langeweg ließ es dann ruhig angehen, während sich vorne Joyman Laurelton mit Michael Schmid und Armstrong As mit Rick Wester (25/Schaandam, NL) darum bemühten, dem Rennen ihren Stempel aufzudrücken. Damit war es freilich vorbei, als Langeweg Russel November den Kopf frei gab. Der Hengst reagierte zügig, schon war er zu Beginn der Zielgeraden vorn und ließ danach absolut nichts mehr anbrennen. Er gewann mit mehr als zehn Längen Vorsprung hoch überlegen vor Armstrong As. Joyman Laurelton wurde mit dem dritten Geld belohnt. Kebby du Bocage kam mit dem Belgier Lieven de Groote (45/Nazareth) auf Rang vier.
Russel November soll in Kürze wieder im Ausland starten. Ins Auge gefasst sind Rennen in zwei Wochen auf der französischen Edelpiste in Vincennes sowie wenig später im nordfranzösischen Le Croisé-Laroche. Beide Rennen sind mit 110.000 Euro dotiert.

Für Photo Phoenix war kein Zielfoto nötig

Der siebenjährige Fuchswallach Photo Phoenix überquerte mit dem in den Niederlanden lebenden Belgier Kurt Roeges (34/Ureterp) im Sulky auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn als Sieger die Ziellinie. Von der Konkurrenz war weit und breit nichts zu sehen. In der Tat: Der Zielrichter musste schon ganz genau hinsehen, um Wishmelucktoday mit Michael Nimczyk (24/Willich) als Zweitplatzierte zu entdecken. Bei einem Vorsprung des mit zehn (!) Längen überlegenen Photo Phoenix war zumindest bei der Feststellung nach dem Sieger kein Zielfoto erforderlich. Am Wettschalter gab es 15:10 auf Sieg.
Cabo di Roca war gleich nach dem Start von Dennis Spangenberg (28/Kirchhellen) schnell gemacht worden, übernahm schon nach wenigen Metern die Spitze von Miss Dynamite, die mit Stefan Musga (45/Duisburg) ebenfalls bestens abgekommen war. Knapp dahinter sah man Photo Phoenix, dessen Fahrer Roeges mit der zweiten Spur für den Schützling von Besitzer und Amateurfahrer Johannes van Keeken (69/Putten, NL) keine Probleme befürchtete. Auch Louis Vuitton mit Robbin Bot (19/Lippenhuizen, NL), zuletzt Vierfachsieger in Gelsenkirchen und auf hohem Niveau auch in Berlin-Mariendorf, mischte vorne mit und ging in Führung, als vorne Cabo di Roca nachließ.

Im Schlussbogen wurde es Kurt Roeges zu bunt. Er ergriff die Initiative, gelangte mühelos in die führende Position und lief der Konkurrenz auf der Zielgeraden leicht weg. Whishmelucktoday war mit Michael Nimczyk, der an diesem Tag nur in einer Quali und im ersten Rennen engagiert war und damit früh Feierabend hatte, im Schlussbogen außen in dritter Position auf dem Vormarsch, zog blendend durch und lief noch problemlos auf den zweiten Platz vor. Nimczyk: Die Stute von Franz-Josef Pellander läuft in der Form ihres Lebens. Der zweite Platz gegen einen übermächtigen Gegner war völlig ungefährdet. Da darf man zufrieden sein.
Nur der dritte Platz blieb diesmal für Louis Vuitton und das Besitzer-Duo Marie und Sonja Wewering (Lüdinghausen). Fahrer Robbin Bot: Der Hengst war seit dem 24. Juli, als er in Berlin-Mariendorf zwei Rennen an einem Tag bestritt, nicht mehr am Start. Außerdem blieb ich rund 500 Meter in der zweiten Spur hängen. Louis Vuitton benötigt noch ein Rennen. Dann wird er wieder voll da sein. Miss Dynamite sammelte auf Rang vier wieder ein Platzgeld, wobei die Stute ihre Zuverlässigkeit unterstrich. Der Rest des Feldes spielte keine entscheidende Rolle.

Einen mit 52:10 honorierten Kampf-Kurzer Kopf-Sieg gab es für El Paso mit dem Gelsenkirchener Markus Bock (41) im Sulky. Für den fünfjährigen Wallach, der Hansi Biesel-Oster (68) und Bärbel Kasper (41), beide aus Gelsenkirchen, gehört, war es der dritte Sieg in dieser Saison. Markus Bock fuhr eingangs des ersten Bogens energisch in Front und wehrte an der Innenkante auf der Zielgeraden auch den Angriff von Emblem mit Thomas Kornau (51/Recklinghausen) ab. Emblem kam zwar näher. Doch es langte nicht mehr ganz für den familien-eigenen dreijährigen Hengst, der zeitgleich mit El Paso ins Ziel kam. Rang drei in dieser Prüfung ging an Zanne Flevo mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach).

Im dritten Rennen gab es drei Nichtstarter, darunter auch Toucher d’Aumour, die Besitzer Werner Pietsch (52/Mönchengladbach) anspannen wollte. Doch morgens stellte man im Stall Fieber fest, so dass Pietsch sowohl Toucher d’Aumour als auch den später engagierten Wahtamin zu Hause lassen musste. Der Sieg ging an Youarenumberone mit Chantal van Ooijen (NL). Wessel Landerije, Yanneke Camstra und Hollys Ass komplettierten die Viererwette, die mit einem 31:10-Sieger stolze 9.201 Euro zahlte.

Im abschließenden Trabreiten hatte Cathrin Nimczyk (Willich), Schwester von Goldhelm Michael Nimczyk (24), mit Premier November die Nase vorn. Die 19-Jährige baute damit ihre Führung im Trabreit-Championat vor Marisa Bock (29/Schöneiche) aus. Letztere war am Nienhausen Busch nicht mit von der Partie. Sigrid Eichler (49/Kevelaer) wurde mit ihrer Neuerwerbung Follow Me nach einem Startfehler disqualifiziert.
Mit jeweils zwei Siegen waren Michael Schmid und der in den Niederlanden lebende Belgier Kurt Roeges (34/Ureterp) die erfolgreichsten Fahrer der Veranstaltung.

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