Zuletzt bearbeitet: 30.08.2010

Nur vier Gegner für Russel November

Gelsenkirchen (mspw) - Die Hoffnungen der Wetter, dass Stargast Russel November mehr als 10 Euro auf Sieg zahlen würde, erfüllten sich Sonntag (29-8-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn nicht. Es gab - wie kaum anders zu erwarten - zehn Euro auf Sieg bei zehn Euro Einsatz. Am souveränen und mit spielerischer Leichtigkeit heraus gefahrenen Sieg des Hengstes gab es dann auch nicht den geringsten Zweifel.
Es ist zweifellos nicht einfach für einen Veranstalter, ein Pferd wie den 2006-Derbysieger Russel November (Gewinnsumme 1,28 Millionen Euro) nach Gelsenkirchen zu locken, wenn als Siegpreis 1.500 Euro über einem Rennen stehen. Aber der Stall Amsterdam von Robert Offenberg, einem Immobilienkaufmann aus der niederländischen Grachten-Metropole, machte es möglich. Er schickte den von Michael Schröer (Unna) gezogenen Siebenjährigen mitsamt Hugo W. Langeweg (59/Schagerbrug, NL) zum Nienhausen Busch, wobei der erfahrene Hengst gegenüber Joyman Laurelton mit Michael Schmid (43/Oberhausen) eine Zulage von 25 Metern zurückzulegen hatte.
Joyman Laurelton, jetzt in der Obhut von Trainer Wolfgang Kamps (51/Bladenhorst), war übrigens der einzige Teilnehmer aus dem ersten Band. Die Stute Sissi Crown war noch am Donnerstag in Mönchengladbach gelaufen und überzeugte Trainer und Mitbesitzer Wolfgang Kamps nicht, als sie als Vierte über die Ziellinie lief. Kamps: Das hat mir nicht sonderlich gefallen. Da war kein Zug drin. Also meldete er Sissi Crown für Gelsenkirchen kurzfristig ab.
Nicht viel anders war es bei Valentino As, den Trainer Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) mit Thomas Panschow (43) als Starter aus dem ersten Band angegeben hatte. Holtermann: Valentino As laboriert vorne rechts an einer Entzündung unter der Haut. Unter diesen Umständen wollte ich dem Hengst einen Start ersparen. So kamen im Preis von Kroatien letztlich nur vier Konkurrenten an den Start, um das Rennen gegen den haushohen Favoriten Russel November aufzunehmen. Von den insgesamt fünf Teilnehmern machte King Prestige mit Henk Grift (35/Kevelaer) gleich am Start einen Fehler, wurde später auch noch wegen unreiner Gangart disqualifiziert.

Russel November hatte gut ins Rennen gefunden, tauchte schon zeitig in dritter Position auf. Hugo W. Langeweg ließ es dann ruhig angehen, während sich vorne Joyman Laurelton mit Michael Schmid und Armstrong As mit Rick Wester (25/Schaandam, NL) darum bemühten, dem Rennen ihren Stempel aufzudrücken. Damit war es freilich vorbei, als Langeweg Russel November den Kopf frei gab. Der Hengst reagierte zügig, schon war er zu Beginn der Zielgeraden vorn und ließ danach absolut nichts mehr anbrennen. Er gewann mit mehr als zehn Längen Vorsprung hoch überlegen vor Armstrong As. Joyman Laurelton wurde mit dem dritten Geld belohnt. Kebby du Bocage kam mit dem Belgier Lieven de Groote (45/Nazareth) auf Rang vier.
Russel November soll in Kürze wieder im Ausland starten. Ins Auge gefasst sind Rennen in zwei Wochen auf der französischen Edelpiste in Vincennes sowie wenig später im nordfranzösischen Le Croisé-Laroche. Beide Rennen sind mit 110.000 Euro dotiert.

Für Photo Phoenix war kein Zielfoto nötig

Der siebenjährige Fuchswallach Photo Phoenix überquerte mit dem in den Niederlanden lebenden Belgier Kurt Roeges (34/Ureterp) im Sulky auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn als Sieger die Ziellinie. Von der Konkurrenz war weit und breit nichts zu sehen. In der Tat: Der Zielrichter musste schon ganz genau hinsehen, um Wishmelucktoday mit Michael Nimczyk (24/Willich) als Zweitplatzierte zu entdecken. Bei einem Vorsprung des mit zehn (!) Längen überlegenen Photo Phoenix war zumindest bei der Feststellung nach dem Sieger kein Zielfoto erforderlich. Am Wettschalter gab es 15:10 auf Sieg.
Cabo di Roca war gleich nach dem Start von Dennis Spangenberg (28/Kirchhellen) schnell gemacht worden, übernahm schon nach wenigen Metern die Spitze von Miss Dynamite, die mit Stefan Musga (45/Duisburg) ebenfalls bestens abgekommen war. Knapp dahinter sah man Photo Phoenix, dessen Fahrer Roeges mit der zweiten Spur für den Schützling von Besitzer und Amateurfahrer Johannes van Keeken (69/Putten, NL) keine Probleme befürchtete. Auch Louis Vuitton mit Robbin Bot (19/Lippenhuizen, NL), zuletzt Vierfachsieger in Gelsenkirchen und auf hohem Niveau auch in Berlin-Mariendorf, mischte vorne mit und ging in Führung, als vorne Cabo di Roca nachließ.

Im Schlussbogen wurde es Kurt Roeges zu bunt. Er ergriff die Initiative, gelangte mühelos in die führende Position und lief der Konkurrenz auf der Zielgeraden leicht weg. Whishmelucktoday war mit Michael Nimczyk, der an diesem Tag nur in einer Quali und im ersten Rennen engagiert war und damit früh Feierabend hatte, im Schlussbogen außen in dritter Position auf dem Vormarsch, zog blendend durch und lief noch problemlos auf den zweiten Platz vor. Nimczyk: Die Stute von Franz-Josef Pellander läuft in der Form ihres Lebens. Der zweite Platz gegen einen übermächtigen Gegner war völlig ungefährdet. Da darf man zufrieden sein.
Nur der dritte Platz blieb diesmal für Louis Vuitton und das Besitzer-Duo Marie und Sonja Wewering (Lüdinghausen). Fahrer Robbin Bot: Der Hengst war seit dem 24. Juli, als er in Berlin-Mariendorf zwei Rennen an einem Tag bestritt, nicht mehr am Start. Außerdem blieb ich rund 500 Meter in der zweiten Spur hängen. Louis Vuitton benötigt noch ein Rennen. Dann wird er wieder voll da sein. Miss Dynamite sammelte auf Rang vier wieder ein Platzgeld, wobei die Stute ihre Zuverlässigkeit unterstrich. Der Rest des Feldes spielte keine entscheidende Rolle.

Einen mit 52:10 honorierten Kampf-Kurzer Kopf-Sieg gab es für El Paso mit dem Gelsenkirchener Markus Bock (41) im Sulky. Für den fünfjährigen Wallach, der Hansi Biesel-Oster (68) und Bärbel Kasper (41), beide aus Gelsenkirchen, gehört, war es der dritte Sieg in dieser Saison. Markus Bock fuhr eingangs des ersten Bogens energisch in Front und wehrte an der Innenkante auf der Zielgeraden auch den Angriff von Emblem mit Thomas Kornau (51/Recklinghausen) ab. Emblem kam zwar näher. Doch es langte nicht mehr ganz für den familien-eigenen dreijährigen Hengst, der zeitgleich mit El Paso ins Ziel kam. Rang drei in dieser Prüfung ging an Zanne Flevo mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach).

Im dritten Rennen gab es drei Nichtstarter, darunter auch Toucher d’Aumour, die Besitzer Werner Pietsch (52/Mönchengladbach) anspannen wollte. Doch morgens stellte man im Stall Fieber fest, so dass Pietsch sowohl Toucher d’Aumour als auch den später engagierten Wahtamin zu Hause lassen musste. Der Sieg ging an Youarenumberone mit Chantal van Ooijen (NL). Wessel Landerije, Yanneke Camstra und Hollys Ass komplettierten die Viererwette, die mit einem 31:10-Sieger stolze 9.201 Euro zahlte.

Im abschließenden Trabreiten hatte Cathrin Nimczyk (Willich), Schwester von Goldhelm Michael Nimczyk (24), mit Premier November die Nase vorn. Die 19-Jährige baute damit ihre Führung im Trabreit-Championat vor Marisa Bock (29/Schöneiche) aus. Letztere war am Nienhausen Busch nicht mit von der Partie. Sigrid Eichler (49/Kevelaer) wurde mit ihrer Neuerwerbung Follow Me nach einem Startfehler disqualifiziert.
Mit jeweils zwei Siegen waren Michael Schmid und der in den Niederlanden lebende Belgier Kurt Roeges (34/Ureterp) die erfolgreichsten Fahrer der Veranstaltung.


Intervalltraining macht es möglich:

Zweiter Jahressieg für You’re the Queen

Gelsenkirchen (mspw) - Am erfolgreichsten sind Pfeile, wenn sie auf geradem Weg ins Ziel geschossen werden. Das war bei dem fünfjährigen Schimmelhengst Silberpfeil mit Gerrit Gommans (60/Kevelaer) am Donnerstagabend (19-8-10), als das erste von sieben Rennen zur ungewöhnlichen Zeit von 19.11 Uhr gestartet wurde, nicht der Fall. Außen herum ohne Führpferd, so hatte Gommans schnell erkannt, weswegen der Hengst, der noch als Zweiter auf die Zielgerade eingebogen war, auf den letzten 300 Metern nichts mehr zuzusetzen hatte und als Mitfavorit nur als Sechster und Letzter ins Ziel kam.
Trotz der ordentlichen Startnummer 4 hatte Silberpfeil aus dem Schermbecker Stall Blümchen von Beginn an Probleme, eine günstige Ausgangsposition zu finden. Prahlerin begann mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) wie die Feuerwehr, patzte aber schon im ersten Bogen und wurde an der Spitze von Belzebub mit Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) abgelöst. Aber auch Belzebub blieb nicht lange vorn, weil Zero Sugar mit Michael Schmid (43/Oberhausen) nachsetzte.

Silberpfeil ging zeitig nach außen - und kam aus dieser Spur nicht mehr heraus. Das war, wie sich auf der Zielgeraden zeigte, Gift für den Hengst. Er ließ rapide nach, überquerte die Ziellinie deutlich abgeschlagen und wurde nur deswegen noch Sechster, weil der lange führende Zero Sugar auf der Zielgeraden patzte und ebenso disqualifiziert wurde wie Prahlerin, die schon nach 200 Metern ausgefallen war.

Als es zur Sache ging, löste sich aus dem Mittelfeld You’re the Queen, den Wolfgang Nimczyk (53/Willich) bis dahin geschickt versteckt hatte, von den Gegnern und strebte einem leichten Sieg mit drei Längen vor Samantha Idzarda (Kurt Roeges/35/Ureterp/NL) sowie Monsun, der mit Jim Gommans (31/Wesel) ordentlich durchzog. Für Belzebub blieb der vierte Platz.
Siegfahrer Wolfgang Nimczyk: Für mich kommt der Sieg nicht überraschend. Wir haben die Stute, die früher sehr nervös war, bei der Anspannung umgestellt und für die Verbesserung der Kondition Intervalltraining gemacht. Das wirkt sich vor allem in der Endphase, wie wir diesmal beeindruckend gesehen haben, positiv aus.

In der zweiten Tagesprüfung musste der Anhang von Blue Phoenix mit Jos Oorthuijsen (50/Soest/NL) im Schlussbogen bange Momente überstehen. Denn die zu einem Angriff auf die Spitze geführte Stute wackelte bedenklich mit dem Kopf, trabte aber dabei dennoch sehr sauber, zog an der lange führenden Bene Speranza mit Patricia Ruckdäschel (48/Moers) grußlos Mitte des Einlaufs vorbei und siegte sicher. Bene Esparanza, gleich nach dem Start in vorderer Reihe, enttäuschte auch in der Niederlage nicht. Ich wollte nicht draufhauen, sonst streckt sie mir demnächst den Hintern raus, meinte Patricia Ruckdäschel.

Noddy Flamingo nun Seriensieger

Besitzerin Gabi Morbach (54) aus Dinslaken kann sich auf ihren fünfjährigen Hengst Noddy Flamingo weiterhin verlassen. Obwohl Rita Drees (68/Epe-Gronau) im Sulky hinter dem aktuellen Doppelsieger in zweiter Spur viel tun musste, ehe Noddy Flamingo endlich in führender Position auftauchte, gab es letztlich keinen Zweifel daran, wer das überlegene Pferd im Eugen Kuhlmann Cours Ladytrab-Cup war. Für den Morbach-Hengst war es bereits der dritte Sieg in Serie.

More Muscles mit Silvia Raspe (24/Weeze/Wemb) und Noble Princess mit Andrea Dworatzyk (26/Wesel) duellierten sich zunächst an der Spitze, wobei More Muscles an der Innenkante zweifellos besser positioniert war. Black Leonie mit Anke Börnig (33/Dinslaken) lag in Lauerstellung vor Vilano Wulf, mit dem Cathrin Nimczyk innen immer den kürzesten Weg suchte. Derweil bemühte sich Rita Drees, den 13:10-Favoriten Noddy Flamingo in eine bessere Position zu bringen. Dabei kam es ihr letztlich vor allem in der Endphase zu Gute, dass sie sich hinter Konkurrenten wusste, die anfangs sehr viel getan hatten.
Noddy Flamingo streckte sich auf der Zielgeraden willig, zog gut durch, während Anke Börnig mit Black Leonie erst spät frei kam und deswegen gegen den sicheren Sieger unterm Strich keine Chance hatte. More Muscles, drei Jahre alt und damit die mit Abstand jüngste Teilnehmerin im Feld, verriet erneut viel Talent und muss demnächst weiter beachtet werden.
Erstmals nach ihrem Hörsturz, dem eine Absplitterung am Ellbogen sowie ein Bänderriss am Arm folgten, war Nicole Hildebrandt (36/Borken) wieder in einem Rennen dabei. Doch bei ihrem Debüt nach einer Pause von mehr als zweieinhalb Monaten lief es noch nicht rund. Nuke it Baby rumpelte am Start und war lange am Ende des Achter-Feldes zu sehen. Am Ende reichte es nur zum sechsten Platz. Entäuschend war der Auftritt von Winston Detvile mit Hilda Hofstra (39/Ureterp/NL). Der Wallach, am Toto stark beachtet, spielte nie eine Rolle, wurde Fünfter.

Mit Liliana, für der der früher in Gelsenkirchen tätige und inzwischen nach Italien ausgewanderte Jens Bergmann als Besitzer und Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) als Trainer zeichnet, stellte Andor Schute (41/Recklinghausen) eine auf 22:10 herunter gewettete fünfjährige Stute ohne Gewinnsumme vor. Was die Insider wussten, wurde im Rennen bestätigt. Die Stute hatte glänzend gearbeitet, wurde auf der Zielgeraden eingesetzt und siegte noch sicher. Zilvervlinder (Silber-Schmetterling) hatte zwar auf der Zielgeraden die Führung, war gegen die Siegerin aber, wenn auch nur eine halbe Länge zurück, ohne Gewinnchance. Für Kyrill, den Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) frühzeitig an die Spitzenposition beordert hatte, blieb das dritte Geld. Spirit Winner G, Mitrandor und Nucelar Rex scheiterten an Fehlern.

Seriensieger Bent wieder der Beste

Gelsenkirchen (mspw) - An Seriensieger Bent hat sich die Konkurrenz am Donnerstag (5-8-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen erneut die Zähne ausgebissen. Der vierjährige Hengst aus dem Besitz von Dagmar und Hermann Grote (Recklinghausen) kam mit dem Niederländer Gerrit Gommans (60/Uedem) im Sulky zum vierten Sieg beim vierten Start seiner Karriere. Bis dahin kannte Bent die Bahn am Nienhausen Busch zwar nur von seiner Qualifikation, meisterte die Aufgabe aber sicher mit einer Länge Vorsprung vor Blue Phoenix mit Silberhelm Roland Hülskath (35/Mönchengladbach). Weitere zweieinhalb Längen zurück sicherte sich Chariots of fire mit Klaus Horn (61/Marl) das dritte Geld.

Gerrit Gommans’ Fazit fiel nach seiner Premieren-Fahrt mit Bent trotz des Sieges gemischt aus. Unterwegs war er ein bisschen faul. Außerdem hat man ihm angemerkt, dass er erst über die Erfahrung von vier Rennen verfügt, so Gommans: Auf der Zielgeraden hat Bent aber dann gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Er wird noch viele Rennen gewinnen. Trotz der ungünstigen Startnummer 8 hatte der 19:10-Favorit Bent gleich nach dem Start die Führung erobert. Dahinter reihten sich Yup Seebach mit Sigrid Eichler (49/Kevelaer) und Laura As mit Andor Schute (41/Recklinghausen) ein.
Den ersten Angriff startete Chariots of fire, die in zweiter Spur zügig Boden gut machte. Im Fahrwasser der 228:10-Außenseiterin kam auch Blue Phoenix besser in die Partie. Kurz vor dem Schlussbogen attackierte Blue Phoenix dann den führenden Bent. Nach einem kurzen Antritt steckte die Stute die Nase erstmals in Front und führte das Feld auf die Zielgerade.

Im Endspurt konterte Bent jedoch erfolgreich und ließ sich die Führung danach nicht mehr nehmen. Er ist damit auch nach vier Auftritten weiter ungeschlagen. Blue Phoenix hatte keine Probleme, Rang zwei gegen Chariots of fire ins Ziel zu bringen. Ein klein wenig begünstigt wurde der Erfolg von Seriensieger Bent durch ein Missgeschick von Blue Phoenix. Unterwegs hat die Stute einen ihrer Gummischuhe verloren und sich danach selbst leicht am Huf verletzt. Dadurch ist sie kurz aus dem Takt geraten, erklärte Fahrer Roland Hülskath.

Zufrieden war Ex-Fußballtrainer Hannes Bongartz (58/Bottrop) nach seinem zweiten Platz mit El Conchita in einer Wieder-Qualifikation. Die ehemalige Serien-Siegerin, die 17 ihrer 34 Karriere-Starts gewann, hatte seit Ende Januar kein Rennen mehr bestritten. Das Nervenkostüm von El Conchita hat sich verbessert. Sie hat alles von ganz allein gemacht. Man merkt, dass man ein Rennpferd vor sich hat, lobte Bongartz. Zwar fehlt ihr noch ein wenig die nötige Kondition. Aber das ist nach so langer Pause normal, sagte der engagierte Amteurfahrer, der mit der sechsjährigen Stute El Conchita nun einen Auftritt am 22. August auf der Trabrennbahn in Recklinghausen anpeilt.

Willi Rode und Ralf Oppoli mit Doppelschlag

Willi Rode (72/Recklinghausen) konnte am Donnerstag (5-8-10) Gelsenkirchen äußerst zufrieden verlassen. Denn gleich zwei Pferde aus dem Trainingsquartier des Altmeisters trugen sich am Nienhausen Busch in die Siegerliste ein. Dabei sorgten Graf Maltzan und Millhill, beide mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) im Sulky, sogar für zwei Erfolge in Serie. Denn die Rode-Schützlinge bestimmten das dritte und vierte Rennen des Tages. Während Graf Maltzan als 24:10-Favorit zum ersten Treffer seiner Karriere kam, gewann Millhill (Totokurs 42:10) bereits zum dritten Mal in Folge.

Ich hatte mit Millhill die Order, am Start alles zu riskieren, sagte Oppoli, der mit Startnummer 8 ins Rennen gegangen war. Ich konnte daher früh die Spitze übernehmen und mir das Rennen genau so einteilen, dass die Stute auf den letzten 200 Metern noch genügend Reserven hatte, resümierte der zufriedene Fahrer. Gleich nach dem Start hatte die favorisierte Ann Account (22:10) mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) die Spitze übernommen. Dahinter lag Millhill zunächst in Lauerstellung. Ralf Oppoli beorderte die fünfjährige Stute jedoch früh zum Angriff in die zweite Spur und eroberte die Führung. Auf der Zielgeraden hatte Millhill zwar immer noch die Nase vorn, wurde jedoch gleich angegriffen. Jette Way mit Dennis Spangenberg (28/Kirchhellen) versuchte, die Führende zu attackieren. Millhill wehrte sich energisch und siegte schließlich nach Kampf mit einem Kopf. Ann Account fand an der Innenkante keine Lücke und kam auf Platz drei.

Der ebenfalls von Willi Rode vorbereitete Graf Maltzan regierte zuvor das Viererwette-Rennen. Ralf Oppoli steuerte den vierjährigen Wallach dabei zum ersten Karriere-Erfolg überhaupt. Auf einen Schlag verelffachte der Graf seine Gewinnsumme um 600 Euro auf nun 660 Euro. Dabei hatte Willi Rode bereits vor der Prüfung das richtige Bauchgefühl: Wenn er glatt geht, wird er gewinnen. Auf der Zielgeraden verabschiedete sich Graf Maltzan von der Konkurrenz und kam zu einem überlegenen Sieg mit drei Längen vor Ronja mit Roland Hülskath und der 17:10-Favoritin Sweet little heart mit Thomas Holtermann (38/Dülmen).

Tages-Erfolg Nummer drei verpasste das Duo Rode/Oppoli in der sechsten Tages-Prüfung nur knapp. Der vierjährige Wallach Sir Herten, wegen seiner zahlreichen Hertener Besitzer auch bekannt als Bürgertraber, wurde hinter der 163:10-Außenseiterin Yarda mit Patrick van Ooijen (33/Herwen, NL) und El Paso mit Lokalmatador Markus Bock (41) Dritter. Siegfahrer van Ooijen freute sich über die zahlreichen Glückwünsche der Kinder von 3Wishes, einem internationalen Kulturprojekt des Kinderschutzbundes Gelsenkirchen und der Stadt Gelsenkirchen, die auf Einladung des Gelsenkirchener Rennveranstalters Win Race auf der Bahn zu Gast waren.

Neben Ralf Oppoli kam auch Amateurfahrerin Silvia Raspe (Weeze-Wemb) zu zwei Siegen am Nienhausen Busch. Zunächst steuerte die 24-Jährige die Stute Milka zum dritten Erfolg beim vierten Saison-Start. Später legte sie mit Lion Furniture nach. Der sechsjährige Wallach baute seine beachtliche Jahres-Bilanz weiter aus. 14 Starts, zehn Siege und drei Platzierungen stehen zu Buche. Im abschließenden Trabreiten wurde Raspe mit Vaudeville K Zweite hinter Roy Horn mit Monique Poen (17/Gelsenkirchen).

Traben Gelsenkirchen: Start/Ziel-Erfolg gleich im Auftaktrennen

Louis le Grand bleibt ungeschlagen

Gelsenkirchen (mspw) - Der Hattrick ist perfekt. Auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen gelang dem Wallach Louis le Grand am Donnerstag (22-7-10) der dritte Erfolg beim dritten Auftritt in seiner Karriere. Start/Ziel siegte der Dreijährige mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) im Sulky vor Ziggy AM mit Thomas Panschow (43/Bladenhorst) und Ychel Frisia mit Patrick van Ooijen (32/Herwen, NL). Leichte Probleme gab es für Oppoli erst nach dem Rennen. Denn Louis le Grand wollte zunächst nicht zur Siegerehrung in den Winner-Circle. Erst nach etwas Überredungskunst konnte von dem Wallach das dritte Sieger-Foto in Folge geschossen werden.
Wolfgang Kamps (51/Bladenhorst) hat die grobe Marschroute für seinen Schützling Louis le Grand bereits abgesteckt. Wir bereiten ihn ganz behutsam auf die Breeders Crown Anfang November in Gelsenkirchen vor, so Kamps.

Gleich nach dem Start der Auftakt-Prüfung war Louis le Grand an die Spitze gestürmt. Dahinter reihten sich zunächst Diva Phoenix mit Kurt Roeges (34/Ureterp, NL), Lord Babesio mit Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) und Ychel Frisia ein. Der erste Angriff auf die Spitze ließ nicht lange auf sich warten. Michael Schmid (43/Oberhausen) beorderte Alka de Linde in die dritte Spur und rückte mit der dreijährigen Stute bis auf die zweite Position vor. Louis le Grand konnte sie jedoch nicht von Platz eins verdrängen.
Im Schlussbogen folgte dann der Auftritt von Ychel Frisia. In zweiter/dritter Spur kam die Stute mit schnellen Schritten gut voran und bog als Zweite auf die Zielgerade ein. Ralf Oppoli musste Louis le Grand zwar mächtig unterstützen, es reichte im Endspurt aber für einen leichten Sieg mit zwei Längen gegen Ziggy AM, die Ychel Frisia noch auf Rang drei verweisen konnte.

Einen lockeren Abend-Spaziergang legte Spitzen-Traber Sir Karan aus dem Besitz von Ursula Augst (Sprockhövel) in einem Probelauf hin. Thomas Kornau (51/Recklinghausen) steuerte den Gewinner von fast 360.000 Euro in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:16,6 Minuten um den Kurs. Wie erwartet kamen die Gegner von Sir Karan nicht über eine Statisten-Rolle hinaus. Rebell Columbus hielt sich mit Thomas Holtermann (38/Mühlen) noch am besten, kam exakt drei Sekunden später und mit einer Weile Rückstand hinter dem Sir ins Ziel. Das war eine sehr ordentliche Arbeit, war Thomas Kornau nach seinem Premieren-Auftritt mit Sir Karan zufrieden.
Seinen nächsten Start soll Sir Karan nun am Derby-Tag (1. August) auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf absolvieren. Dort wartet eine mit 15.000 Euro dotierte Meilen-Prüfung auf den Augst-Hengst. Als Fahrer ist dann Silberhelm Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) vorgesehen.

Hafers Bauch-Entscheidung goldrichtig

Ausdauer war im Viererwette-Rennen gefragt. Nicht weniger als die Marathon-Distanz von 2.600 Metern mussten die neun Teilnehmer zurücklegen. Die mit Abstand größte Puste in der Amateur-Prüfung hatte der von Versicherungskaufmann Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) gesteuerte Trigger Dragon. Überlegen mit stolzen zehn Längen Vorsprung kam der neunjährige Hengst vor Mister Bass mit der vielfachen Amateur-Championesse Rita Drees (68/Gronau-Epe) und Wonderful mit Hilda Hofstra (39/Ureterp, NL) ins Ziel. Trigger Dragon war eingangs der Zielgeraden in Führung gegangen und danach nicht mehr zu bremsen.
Es war eine Bauch-Entscheidung von mir, mit Trigger Dragon so früh anzugreifen. Ich hatte lediglich von anderen Fahrern gehört, dass er einen langen Sprint gehen kann, sagte Hafer. Mit seiner Entscheidung lag der erfahrene Hobbyfahrer (mehr als 1.170 Siege) jedenfalls goldrichtig. Beim neunten Start in dieser Saison kam Trigger Dragon zum ersten Sieg. Der Knoten ist endlich geplatzt, strahlte Hafer.

Ein Trio hatte sich gleich nach dem Start vom Rest des Feldes abgesetzt. Wonderful führte vor Mister Bass und Idee Folle mit Anke Börnig (33/Dinslaken). Cardoro mit Andrea Dworatzyk (26/Wesel) hatte als Vierter schnell mehrere Längen Rückstand. Als Erster auf die Verfolgung des Führungs-Trios machte sich Trigger Dragon. Mit großen Schritten holte der Hengst zügig auf und aus dem Trio an der Spitze wurde ein Quartett. Die übrigen Teilnehmer kamen nicht entscheidend heran.
Wonderful führte das Feld auf die Zielgerade, doch Jörg Hafer hatte Trigger Dragon längst in Angriffsposition gebracht. Scheinbar mühelos löste sich der 34:10-Mitfavorit von den Kontrahenten und kam ungehindert zu einem überlegenen Erfolg. Mister Bass gewann den Endspurt um Rang zwei gegen Wonderful und Idee Folle. Mit Platz vier von Idee Folle war Trainer Gerd Holtermann (Bladenhorst) nicht unzufrieden. Bei diesem starken Teilnehmer-Feld war das in Ordnung, sagte der 54-Jährige.

Einen packenden Zweikampf um den Sieg lieferten sich im Schalke-Cup der von Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek, NL) trainierte und gesteuerte Sir Hajo sowie Royal Diamond BR mit Robin Vercammen (19/Oud Turnhout, Belgien). Fahrer und Pferde holten im Endspurt noch einmal alles aus sich heraus. Die größeren Reserven hatte der 17:10-Favorit Sir Hajo, der beim zehnten Start in diesem Jahr den ersten Treffer landete und eine mehr als einjährige Durststrecke beendete. Der Zielrichter urteilte: Sicherer Sieg mit einer halben Länge. Hinter Royal Diamond BR belegte Zenito Hanover mit Gerrit Gommans (60/Uedem, NL) den dritten Platz.

Im zweiten von drei Amateurfahren des Tages kamen die Favoriten-Wetter auf ihre Kosten. Frank Eickmann (45/Recklinghausen) steuerte den haushohen 14:10-Favoriten Rio Chavon zum dritten Saison-Erfolg beim siebten Start. Bemms DT mit Anke Börnig behauptete gegen Yanneke Camstra mit Abraham Barendregt (37/Lieren, NL) das zweite Geld. Für Frank Eickmann war der Erfolg mit Rio Chavon ein ganz besonderer. Beim 952. Start war es der 100. Sieg für den ehemaligen Handball-Trainer. Im dritten und letzten Rennen für Hobbyfahrer ging der Sieg an den von Wolfgang Nimczyk (53/Willich) trainierten Porto Cervo mit Marko Klose (34/Mönchengladbach) im Sulky. Der 39:10-Mitfavorit verwies die 134:10-Außenseiterin Black Leonie (Anke Börnig) auf den zweiten Rang.

Einen Sieg in ihrer Parade-Disziplin gab es für Marisa Bock (Schöneiche), die zu einem Gastspiel an den Nienhausen Busch gereist war. Mit Starlight Andrup gewann die 29-Jährige das Trabreiten vor Roy Horn mit Lokalmatadorin Monique Poen (17). Allerdings musste Roy Horn gegenüber Starlight Andrup 50 Meter Zulage wettmachen.

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Traben Gelsenkirchen: Queens war erneut nicht aufzuhalten

Ex-Fußballprofi Klaus Fichtel:

17. Sieg für seine braune Stute

Gelsenkirchen (mspw) - Am fußballfreien WM-Abend (1-7-10) war Ex-Fußballprofi Klaus Fichtel (65/Waltrop) durchaus im Einsatz, ging es doch darum, seine äußerst zuverlässige Stute Queens, gefahren von Roland Hülskath (35/Mönchengladbach), auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn im Rennen gegen zehn Gegnerinnen zu erleben. Fichtel und Co-Besitzer Tinus Niehoff (62/Billerbeck) konnten mit dem bisherigen Abschneiden ihrer zuverlässigen braunen Stute wahrlich nicht unzufrieden sein: 29 Starts mit 16 Siegen und sechs Platzierungen. Freilich stellten sich der zuletzt wieder zweimal siegreichen Queens diesmal sehr starke Gegner. Doch die am Toto mit 17:10 favorisierte Stute ließ mit Silberhelm Roland Hülskath überhaupt nichts anbrennen.
Hinter Monica di Quattro mit Andre Bakker (27/Wolvega, NL) hatte sich Hülskath sehr schnell eine Lauerstellung gesichert. Auch Arnold Mollema (61/Wolvega, NL) mischte mit Yquem Rich direkt in vorderer Position mit. Zu Beginn der Zielgeraden gab Monica di Quattro an der Spitze nach. Roland Hülskath war mit Queens sofort zur Stelle und zog im Turbo-Tempo auf einen Ruck vorbei. Nur Yquem Rich konnte in etwa folgen. Aber Hülskath musste nicht einmal alle Register ziehen, um im Ziel einen leichten Vorsprung mit zwei Längen heraus zu fahren. Virginia Dragon mit der 19-jährigen Nachwuchsfahrerin Maaike Wouda aus Hogeveen (NL) mischte Virginia Dragon auf der Zielgeraden noch einmal richtig auf und rückte aus dem hinteren Feld noch auf Rang drei vor.

Klaus Fichtel war nach dem 17. Karriere-Sieg von Queens höchst zufrieden: Sie kam schon am Start überraschend gut weg. Ich war von unserer Stute beeindruckt. Wir werden jetzt die normale Tour weiter gehen. Mal abwarten, wie lange die Form hält. Vielleicht versuchen wir es im nächsten Jahr dann auch mal eine Etage höher. Arnold Mollema gab nach seinem zweiten Platz mit Yquem Rich zu: Gegen Queens war kein Kraut gewachsen. Da muss man eben auch mal mit Rang zwei zufrieden sein.

Weil der 50-jährige Amateur-Trabrennfahrer Jörg Hafer (Gelsenkirchen) mit der fünfjährigen Stute Argentini, die Patricia Ruckdäschel (48) aus Moers gehört, gleich vom Start weg loslegte wie die Feuerwehr, hatte der Hengst Valentino As, der 50 Meter Zulage wettmachen musste, am Ende keine Siegchance. Argentini siegte sicher vor Wishmelucktoday mit Franz-Josef Pellander (59) aus Kevelaer und Lady Cecile mit Thomas Maassen (50/Willich). Damit waren auf den ersten drei Plätzen allesamt Pferde, die in dieser 2.000-Meter-Prüfung keine Zulage hinnehmen mussten.
Argentini kann gut aus dem Band starten, meinte der erfahrene Jörg Hafer. Und Besitzerin Ruckdäschel sagte: Gegen so starke Gegner wie Thor Boshoeve und Valentino As muss man dafür sorgen, dass der Bandvorteil genutzt wird, wenn du eine Chance haben willst. Jörg Hafer hat alles optimal gemacht.
Von den beiden Pferden, die 25 Meter hinter dem ersten Band standen, war Quildy Yacom mit Julia Knoch (26/Mönchengladbach) früh aus der Partie, nachdem der aus Frankreich stammende Wallach einen Fehler gemacht hatte. Thor Boshoeve, den Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) ebenfalls mit einfacher Zulage auf die Reise geschickt hatte, wurde zunächst ganz zurückhaltend gefahren, ehe Rita Drees (68/Epe-Gronau) mit Valentino As im letzten Bogen angriff und Thor Boshoeve im Hinterfeld, aber schon mit Anschluss an die Führenden, überholte.
Vorne jedoch wurde weiter Gas“ gegeben. Deswegen drang Rita Drees in äußerer Spur auf der Zielgeraden auch nicht entscheidend durch und musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. An der Innenkante schob sich Thor Boshoeve noch auf Rang fünf vor.

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Traben Gelsenkirchen: Charlie Mills-Vorbereitung an Niederländer

Yassin Boko als imponierender Sieger

Gelsenkirchen (mspw) - 10.000 Euro gab es am Sonntag (27-6-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn in einer Vorbereitungsprüfung für das Charlie Mills-Rennen, das am 25. Juli auf der Derby-Bahn in Berlin-Mariendorf gelaufen wird, für die 13 Starter zu verteilen. Und so war es kein Wunder, dass Besitzer und Trainer aus allen Teilen Deutschlands sich auf den Weg zum Nienhausen Busch gemacht hatten. Zuschauen musste lediglich Michael Schmid (43/Oberhausen), weil der für ihn vorgesehene Winnetou W wegen Fiebers nicht ins Rennen geschickt werden konnte. Es gab einen niederländischen Doppelerfolg, bei dem sich Yassin Boko mit Thomas Kooymann (48/Limmen) gegen Yorki Boko mit Robin Bakker (26/Deurze) klar durchsetzte, wobei Yorki Boko, der mit der ungünstigen Nummer 13 ins Rennen gegangen war, auf der Zielgeraden noch mächtig Boden gutmachte.
Mit seinem neuerlichen Erfolg weitete Yassin Boko seine glänzende Deutschland-Bilanz aus: Sieben Starts, sieben Siege! Trainer und Fahrer Thomas Kooyman: Dabei war der Wallach nur auf 80 Prozent. Vor drei Wochen noch hatte er Probleme mit dem Hals, konnte nicht schlucken. Er ist ein großer Kämpfer, hat einen richtigen Rennkopf. Er wird auf jeden Fall nun nach Berlin ins Finale gehen.
Die deutsche Ehre rettete Simon Says, den Hans-Joachim Tipke (53/Heeslingen) für den früheren kanadischen Eishockey-Spieler und Trainer Bernard Johnston (Hochheim/Taunus) an der Innenkante an Rang drei steuerte, nachdem sich der sechsjährige Wallach von Beginn an eine gute Ausgangsposition verschafft hatte. German Pride kam mit Matthias Schambeck (34/Wallersdorf) auf den vierten Platz, enttäuschte auch in der Niederlage nicht, zumal er kein Rennen an der Innenkante hatte.
Mit Light of Europ, gesteuert von Gerhard Biendl (53/München), war der 22:10-Favorit zwar schnell nach dem Start in Front gezogen, reagierte jedoch bei einem Angriff von Benjamin mit Ruud Pools (57/Heiloo, NL) mit einem heftigen Fehler, wodurch einige Teilnehmer aufgehalten wurden. Für Light of Europ jedenfalls waren nach diesem Patzer früh die Lichter ausgegangen. Benjamin landete schließlich auf dem neunten Rang, war sehr weit geschlagen. Außer Light of Europ scheiterten auch Shaparell, Pascal und Pacha du Bourg an Fehlern.

Eine bemerkenswerte Vorstellung hatte es im Rahmenprogramm durch den Derby-Dritten Marc Burgerheide mit Ruud Pools gegeben. Beim fünften Start in diesem Jahr gab es einen überzeugenden vierten Sieg, über den sich Besitzer Meindert Terpstra (Noordbergum) freuen konnte. In drei Wochen soll Marc Burgerheide in Schweden starten. Dort geht er in ein mit rund 40.000 Euro dotiertes Vierjährigen-Rennen. Dann steht die Derby-Revanche in Berlin-Mariendorf auf dem Programm. Bleibt der dunkelbraune Hengst gesund, werden ihn auch die Wettfreunde in Gelsenkirchen noch zweimal erleben können. Starts in der Züchter-Krone (Breeders Crown) sowie im Großen Preis von Deutschland am Nienhausen Busch sind vorgesehen, kündigte Ruud Pools an.

Kurzfristig ausgefallen war im elften Rennen Performance. Die siebenjährige Stute hatte beim Aufwärmen plötzlich erhebliche Kreislaufprobleme, kam dabei zu Fall, wobei sich Markus Bock (41/Gelsenkirchen) eine Armverletzung zuzog.
Obwohl er im Charlie-Mills-Trial zuschauen musste, war Michael Schmid der erfolgreichste Fahrer der Sonntag-Veranstaltung am Nienhausen Busch. Der Oberhausener trug sich gleich dreimal in die Siegerliste ein.

Buddenbrock-Trial, Stutenlauf: Almasi siegte

Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Kamina und Lady Maud traten im mit 3.500 Euro dotierten Stutenlauf des Buddenbrock-Trials noch sechs Teilnehmerinnen an. Anky Kievitshof mit Robin Bakker (26/Deurze, NL) war am Toto mit 14:10 klar favorisiert, kam auch früh in Front. Doch Michael Schmid ging mit Impala Jaycee in die Offensive, löste die Totofavoritin bald ab. Immer dabei: Vin Race mit Uwe Zevens (49/Bedburg-Hau) und Almasi mit dem vielfachen bayerischen Champion Heli Biendl (59/Ascha), der an vierter Position lag. Tequila patzte mit Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) schon nach wenigen hundert Metern. Angelique Transs R machte später im hinteren Feld mit Robbin Bot (18/Wolvega, NL) ebenfalls einen Fehler, war aber da schon ohne Chance.

Zu Beginn des Einlaufs erfolgte der Angriff von Anky Kievitshof, die sich auch sofort nach vorne schob. Außen setzte Heli Biendl mit Almasi energisch nach und rang Anky Kievitshof in einem begeisternden Duell noch nieder. Kampf/Hals urteilte der Zielrichter. Impala Jaycee, die Schmid zwischenzeitlich nach vorne gefahren hatte, weil es mir zu langsam zuging, folgte als Dritte bereits mit einer Weile zurück, knapp vor Vin Race. Siegfahrer Biendl strahlte: Es war alles optimal, wir hatten immer ein Führpferd. Ich musste Almasi allerdings unterwegs immer wieder antreiben. Für sie gab es viel Neues zu sehen. Sie war ja zum ersten Mal in Gelsenkirchen. Demnächst soll sie im Stuten-Derby in Berlin laufen, kündigte Heli Biendl an.

Buddenbrock-Trial, Hauptlauf: Sahir immer besser

Ohne Baltimore As stellten sich noch acht Teilnehmer vor. Über 2.000 Meter ging es um 7.000 Euro. Zwölf Minuten vor dem eigentlichen Start notierte der Toto für Heli Biendls Sahir, ebenso wie Stuten-Siegerin Almasi aus dem Gestüt Stormy Horses von Jörg Brandt (Scharbeutz), 10:10! Bei seinem letzten Start, als Sahir im München-Daglfing Vierter in der durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:18,0 Minuten war, hatte der schwarzbraune Hengst so viele Meter am Start verloren, dass er von der TV-Kamera nicht mehr erfasst wurde. Dahinter verriet der Toto ein recht gleichmäßig gewettetes Feld, sieht man einmal vom krassen Außenseiter Georgies Boy ab, der von Gerhard Steinhaus (44/Recklinghausen) für den Gelsenkirchener Steuerberater Gregor Baumeister an den Start gebracht wurde. Baumeister: Wir haben keine Chance, also packen wir sie.

Als es los ging, stand Sahir auf 22:10. Zunächst freilich nahm Dschingis Khan, gefahren von Gerhard Biendl (53/München), mit einem schnellen Antritt die Spitze. Doch schon im ersten Bogen erschien der ebenfalls gut abgekommene Sahir an der Spitze. Dschingis Khan war innen Zweiter. Armando Kievitshof folgte außen mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL), der während des ganzen Rennens nie die Innenkante sah. Mary’s Boy war mit Robbin Bot und der Startnummer 1 etwas zögerlich eingetreten, folgte an vierter Position, dahinter eng dabei Giro mit Thomas Kornau (50/Recklinghausen), Schneesturm mit Benjamin Hagen (38/Berlin) und Picasso mit Michael Schmid. Georgies Boy war früh fehlerhaft. Schmid schickte Picasso an der letzten Ecke in die vordere Reihe. Dort war kurz zuvor Dschingis Khan innen als Zweiter in Galopp verfallen und wurde disqualifiziert. Picasso schien für einen Platz sehr weit vorne in Frage zu kommen. Innen freilich entlockte Heli Biendl Sahir, der mächtig unterstützt wurde, immer neue Reserven und siegte schließlich mit einer Länge vor Armando Kievitshof und Picasso, der ganz knapp vor Mary’s Boy endete. Giro hatte, wie schon zuletzt, Probleme in den Bögen, war Fünfter vor Schneesturm, der nicht ganz mithalten konnte. Heli Biendl: Wir lassen das Buddenbrock-Rennen am 11. Juli in Berlin aus, konzentrieren uns nun ganz auf der Derby.

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Hülskath bleibt auch nach Sieg im Criterium-Trial bescheiden:

Unverlierbar gibt es nicht

Gelsenkirchen (mspw) - Vize-Champion Roland Hülskath (35/Mönchengladbach), der zur Zeit mit Weile-Vorsprung die Championatswertung anführt, bleibt auch im Erfolg weiterhin bescheiden. Nach seinem überlegenen Sieg am Sonntag(20-6-10) mit dem Hengst Making Moves in einem mit 10.000 Euro dotierten Vorbereitungsrennen für das Criterium der Vierjährigen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn meinte Hülskath: Wir wussten, dass der Hengst, der von Marcel Hauber im niederländischen Deurze trainiert wird, bestens drauf ist. Aber so ein anspruchsvolles Rennen muss erst mal gelaufen werden. Unverlierbar gibt es nämlich nicht in unserem Sport.
Immerhin: Für Making Moves war es bereits der fünfte Sieg in diesem Jahr. Und die Art, wie er nahezu Start/Ziel gegen sieben Gegner gewann, lässt vermuten, dass weitere Siege nur eine Frage der Zeit sein dürften. Trainer Marcel Hauber (40) kündigte den nächsten Start jedenfalls bereits konkret an: Er soll auch beim nächsten Vorbereitungsrennen für das Vierjährigen-Criterium am 4. Juli in Berlin starten. Dann sehen wir weiter.

Dass Making Moves so souverän siegte, hatte wohl mehrere Gründe: Erstens kam Hülskath mit einem meiner Lieblingspferde gut am Start ab. Bei seinem letzten Gelsenkirchener Auftritt Mitte April, ebenfalls über die Meile, war Making Moves noch an einem Fehler gescheitert. Zweitens profitierte er zweifellos davon, dass der hoch eingeschätzte und in Deutschland bis dahin ungeschlagene Candles N Caviar mit Dion Tesselaar (40/Oudeschoot, NL) mit der 8 eine weitaus ungünstigere Startnummer in diesem 1.609-Meter-Rennen hatte.
Hülskath jedenfalls konnte mit seinem Schützling ungestört die früh eingenommene Führungsposition verteidigen. Tesselaar musste seinen Hengst dagegen zu Beginn des Schlussbogens weit nach außen nehmen, was einiges an Kraft gekostet haben dürfte, so dass es letztlich nur zu Rang drei hinter Making Moves und dem immer vorne mitmischenden Unesco Brodde mit Jochen Haide (42/Arget-Sauerlach) reichte.
Tesselaar war mit dem Abschneiden von Candles N Caviar keineswegs unzufrieden: Der Hengst hat mich trotz des dritten Platzes überzeugt. Wir gehen jetzt auch am 4. Juli in das Vorbereitungsrennen in Berlin.
Willtakethechance mit Dennis Spangenberg (28/Kirchhellen) lief als Vierter durchaus überzeugend und landete noch vor Arathorn, den Heli Biendl (59/Ascha) Mitte der Zielgeraden ganz nach außen nehmen musste. Ehe der Hengst wieder richtig in Schwung war, hatte Making Moves längst die Ziellinie leicht mit zweieinhalb Längen Vorsprung überquert.

Das Viererwette-Rennen hatte am frühen Nachmittag den längst überfälligen ersten Jahressieg für Louis Vuitton mit Robbin Bot (18/Wolvega, NL) für die Besitzergemeinschaft Marie Charlott und Sonja Wewering (Seppenrade) gebracht, auch wenn es am Ende gegen Zycknit mit Thomas Panschow (43/Bladenhorst), Hannibal As mit Dieter Brüsten (41/Gladbeck) und Akzent mit Dion Tesselaar noch eng wurde.

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Victor Bas macht die Musik

Gelsenkirchen (mspw) - Nach Erfolgen mit Whippet Boshoeve und Deutschland-Debütant Zizou meisterte Hülskath auch seine persönliche Premiere mit dem von Rob de Vlieger (44/Zwaanshoek, NL) vorbereiteten Victor Bas. Der siebenjährige Hengst dominierte am Nienhausen Busch den mit 3.000 Euro dotierten Himmelfahrts-Cup und gewann überlegen mit acht Längen vor Kebby du Bocage mit Kurt Roeges (34/Ureterp, NL), der eine Zulage von 25 Metern gegenüber Victor Bas wettmachen musste. Rang drei belegte bei seinem ersten Start nach einer mehr als zehnmonatigen Pause Valentino As mit seinem Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) im Sulky.

Hülskath war nach seiner ersten Fahrt mit Victor Bas hochzufrieden. Das war ein optimales Rennen. Rob de Vlieger und Robin Bakker, die Victor Bas zuletzt gefahren hatten, waren zeitgleich in den Niederlanden engagiert. Deshalb bin ich überhaupt erst eingesprungen, erklärte Hülskath, der Montag in Dinslaken seinen 2.500. Karriere-Sieg perfekt gemacht hatte.
Gleich nach dem Start hatte Colombina CA, als einzige Teilnehmerin aus dem ersten Band ins Rennen gegangen, keine Probleme, die Führung zu übernehmen. Gesteuert wurde die Stute von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach), der kurzfristig für den grippe-kranken Thomas Panschow (43/Bladenhorst) eingesprungen war. Lange konnte Colombina CA die Spitze jedoch nicht halten. Victor Bas hatte aus dem zweiten Band einen optimalen Start erwischt und war schon nach wenigen Metern in Schlagdistanz. Noch vor dem ersten Bogen ging der Hülskath-Schützling in Führung und hatte das Geschehen danach fest im Griff.

Auf der Zielgeraden zündete Victor Bas noch einmal den Turbo und legte die entscheidenden Längen zwischen sich und die Verfolger. Geldschrank Kebby du Bocage (Gewinnsumme: über 332.000 Euro) und Valentino As hatten deutlich das Nachsehen. Kurt Roeges, der Kebby du Bocage in Vertretung von Lieven de Groote (45/Nazareth, Belgien) gefahren hatte, konnte mit Rang zwei gut leben. Gegen einen Victor Bas in Top-Form 25 Meter aufzuholen, das ist fast nicht möglich, analysierte Roeges.

Tages-Erfolg Nummer vier schnappte sich Roland Hülskath mit Zorroh Boshoeve. Der vierte Treffer fiel allerdings wesentlich knapper aus. Im Endspurt behauptete der vierjährige Hengst Zorroh Boshoeve den ersten Platz mit einer halben Länge gegenüber Starlight BR mit Lehrlings-Champion Tim Schwarma (19/Weeze). Von den Disqualifikationen für Andriy Fortuna, gesteuert von Michael Schmid (43/Oberhausen), und Yates Montana mit Yvonne Wagenaar (49/Otterlo, NL) auf der Zielgeraden profitierte Aztec Boko (Kurt Roeges), der so auf Rang drei vorrückte.

Im dritten Lauf zum Pokal der Traberallianz West für Amateurfahrer mussten die Besucher schon ganz genau hinsehen, um den Sieger mit bloßem Auge auszumachen. Nach Kampf mit einem kurzen Kopf besiegte Jolimede mit der formstarken Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) im Sulky Yankee Butcher mit Hiltje Tjalsma (30/Zwaanshoek, NL). Für Silvia Raspe war es bereits der 19. Saisonsieg. Damit hat die Führende im bundesweiten Amateurfahrer-Championat bereits im Mai ihre Vorjahresmarke erreicht.
Traben Gelsenkirchen: Mollema-Schützling gelingt längst überfälliger Sieg

Thomas Panschow: Guter Start in

Geburtstagswoche mit Yquem Rich

Gelsenkirchen (mspw) - Am nächsten Donnerstag wird Thomas Panschow (Bladenhorst) 43 Jahre. Wenn es so weiter geht wie gleich im ersten Rennen am Sonntag (25-4-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, dann steht Panschow vor einer guten Geburtstags-Woche. Denn mit der fünfjährigen Stute Yquem Rich aus dem Aufgebot von Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega, NL) gelang ihm ein überaus überzeugender Sieg. Es war der erste volle Erfolg für Yquem Rich, die ihren Rennrekord gleich um 1,4 Sekunden für den durchschnittlichen Kilometer verbesserte.
Endlich hat es geklappt. Der verdiente Sieg war längst überfällig, freute sich der gebürtige Gelsenkirchener Panschow, der die Mollema-Stute über die 1.609-Meter-Distanz am Start sehr zügig ins Vordertreffen beordert hatte. Pauline aus Elten mit Yvonne Wagenaar (48/Otterlo, NL) war zunächst in Front, dahinter platzierte Victor Gentz (21/Kaarst/Bayreuth) den familien-eigenen Instant Red an der Innenkante, dahinter dann Yquem Rich. Ylaine Hanover musste mit Michael Schmid (43/Oberhausen) aus der zweiten Reihe ins Rennen gehen, lag aber schnell an vierter Stelle in Lauerposition. Zu Beginn des Schlussbogens tauchte Yquem Rich bereits neben der Pilotin Pauline aus Elten auf und ging dann schnell besser, als Thomas Panschow der Stute den Hals frei gab.

Ylaine Hanover wurde noch zu einem sehenswerten Angriff geführt, doch vorne legte Yquem Rich sicher zu und kam zu einem leichten Sieg mit zweieinhalb Längen Vorsprung. Die Startnummer hätte besser sein können, meinte Michael Schmid, gab aber auch zu: Wir sind an einer heute übermächtigen Gegnerin gescheitert. Für Instant Red blieb das dritte Geld. Yvonne Wagenaar landete mit Pauline aus Elten auf dem vierten Platz und sagte: Meine Stute war am Ende müde, hatte dem Druck nicht standhalten können.

Wie schnell die Bahn eine knappe Woche vor dem Bild-Pokal ist, zeigte sich nicht nur an der deutlichen Rekordverbesserung von Yquem Rich, sondern auch an der Siegerzeit von Zizou AM mit Stefan Schoonhoven (32/Nije Berkoop, NL) in der zweiten Tagesprüfung. Der vierjährige Hengst gewann zum Totokurs von 105:10 in 1:16,3 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer, was einer Rekordverbesserung von 1,6 Sekunden entsprach. In diesem Rennen wurde die Doppelsiegerin Sentimentale mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen), als 16:10-Favoritin an den Start gegangen, Zweite vor dem zuverlässigen Zaido Dragon, gefahren von Michael Schmid und trainiert vom Niederländer Age Posthumus (45/Koekange).

Udo Siebar hauchdünn vor Thor Boshoeve

Gelsenkirchen (mspw) - Das war knapp. Nach 2.600 Metern trennten die beiden Erstplatzierten im April-Pokal der Steher am Donnerstag (15-4-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen nur wenige Zentimeter. Nach Kampf siegte der von Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) gesteuerte achtjährige Wallach Udo Siebar bei seinem Saison-Einstand mit einem Kopf vor Thor Boshoeve mit Besitzerin und Amateurfahrerin Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) im Sulky. Das dritte Geld in der mit 2.400 Euro dotierten Prüfung ging mit einer Länge Rückstand an Le Dream mit Christophe de Groote (18/Nazareth, Belgien), der in der Bänderstart-Prüfung gegenüber Udo Siebar und Thor Boshoeve allerdings eine Zulage von 50 Metern wettmachen musste und am Ende nur noch eine Länge Rückstand auf die beiden Erstplatzierten hatte.

Sir Groenhof hatte mit Tim Kooyman (48/Limmen, NL) gleich nach dem Start die Spitze erobert. Udo Siebar, Thor Boshoeve und Chouchou (Eckhardt Drees/64/Lüdinghausen) folgten dicht dahinter. Zunächst blieb es bei dieser Reihenfolge. Eingangs der Schlussrunde beorderte Drees seinen zehnjährigen Wallach Chouchou in die zweite Spur und griff an. Immerhin schob sich Chochou bis auf Rang zwei vor. Dann blieb die Attacke jedoch stecken. Im Schlussbogen konnte Chouchou nicht mehr zulegen und verabschiedete sich aus dem Kampf um den Sieg. Die entstehende Lücke nutzte Le Dream.
Auf der Zielgeraden war Sir Groenhof schnell geschlagen. Udo Siebar und auch Thor Boshoeve zogen vorbei, lieferten sich einen packenden Kopf-an-Kopf-Zweikampf um den Sieg. Das bessere Ende hatte Udo Siebar für sich. Le Dream, der in seiner Karriere bereits über 227.000 Euro gewonnen hat, sicherte sich noch vor Chouchou und Sir Groenhof das dritte Geld.

Einen Einstand nach Maß gab es im Rennen mit Viererwette für den von Dion Tesselaar (40/Oudeschoot, NL) trainierten und gesteuerten Zamorano. Gleich beim ersten Auftritt in dieser Saison war der vierjährige Hengst nicht zu schlagen, baute seine stolze Bilanz auf drei Siege und drei zweite Plätze bei insgesamt sieben Starts aus. Nur einmal patzte Zamorano. Am Nienhausen Busch ließ der Hengst, am Toto auf 16:10 herunter gewettet, Yoran Frisia mit Robin Bakker (26/Deurze, NL), Viktoria mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky und Wencke du Hadol, gesteuert von Michael Schmid (43/Oberhausen), hinter sich.
Trotz des Sieges war Tesselaar mit dem Auftritt seines Schützlings nicht ganz zufrieden. Er war unterwegs ein wenig faul, musste aufgemuntert werden, analysierte der Fahrer und Trainer. Das müssen wir in den Griff bekommen.

Für Amateurfahrer und Lokalmatador Heinrich Wolf reichte es an seinem 58. Geburtstag nicht zu einem Sieg. Bei seinem einzigen Start kam er mit York aus dem Trainingsquartier von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) auf Rang vier. Beinahe hätte es nach einem starken Endspurt für den 169:10-Außenseiter sogar noch zu Platz drei gereicht. Er ist kein guter Beginner, muss warten, bis die Konkurrenz müde wird. Im Endspurt hat er sich aber sehr gut eingesetzt, war Geburtstagskind Wolf von der Leistung seines Schützlings angetan. Sieger wurde Wonderful mit Roman Brinkmann (26/Heerenveen, NL) vor Noddy Flamingo, gesteuert von Katie Beer (36/Großenkneten), und Waikiki Boshoeve mit dem Gelsenkirchener Versicherungs-Kaufmann Jörg Hafer (50) im Sulky.

Zu seinem zweiten Tages-Erfolg kam der Niederländer Robin Bakker mit Zico Newport. Zuvor hatte er bereits mit Alou Van Camstra gewonnen. Zico Newport verwies im Endspurt Time of Life auf den zweiten Platz und verhinderte damit den zweiten Treffer für Dion Tesselaar. Damit war der Sieges-Durst von Bakker aber noch nicht gestillt. Mit Anky Kievitshof schnappte sich der Niederländer auch noch die Meilen-Prüfung und war mit insgesamt drei Treffern der erfolgreichste Fahrer des Abends. Die dreijährige Stute Anky Kievitshof, deren Vater der einstige Derby- und Prix d’Amerique-Sieger Abano As ist, verbesserte ihre Rekord-Zeit für den durchschnittlichen Kilometer bei ihrem Sieg am Nienhausen Busch um über fünf Sekunden von 1:20,2 auf bemerkenswerte 1:14,9 Minuten.
Die größte Überraschung des Renntages hoben sich die Aktiven bis zum Schluss auf. Im Trabreiten war der 169:10-Außenseiter Candy’s Boy mit Cathrin Nimczyk, 18-jährige Schwester von Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk (23/Willich), nicht zu schlagen.

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Sir Karan beim Debüt auf Rang drei

Gelsenkirchen (mspw) - Es war die Frage aller Fragen am Sonntag (11-4-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn: Wie ist der ehemalige Derby-Zweite Sir Karan, international erfahren und bei einer Gewinnsumme von 344.086 Euro angelangt, durch den Winter gekommen? Im mit 4.200 Euro dotierten Hauptrennen, benannt nach dem kürzlich im Alter von 64 Jahren an Lungenkrebs verstorbenen Ex-Trainer und Fahrer Heinz Gülden, stellte sich Sir Karan erstmals in diesem Jahr wieder den Gegnern. Das Ergebnis: Sir Karan wurde Dritter.

Die Wetter hatten ihm wohl mehr zugetraut, denn am Toto war der inzwischen siebenjährige Hengst mit 14:10 notiert. Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) hielt den Hengst lange am Ende des Feldes, nahm ihn zu Beginn der Zielgeraden heraus und kam in äußerer Spur noch mächtig ins Rollen. Für den Sieg aber war nicht mehr drin, denn in Front zog Hollys Boy mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) unbeeindruckt auf und davon, war im Ziel völlig ungefährdet.

Überraschend platzierte sich auch Armstrong As, der zu Beginn die Führung übernommen hatte, mit Michael Schmid (42/Oberhausen) noch vor Sir Karan. Bei seinem Jahresdebüt war Armstrong As konditionell schon bestens in Schwung, zog sehr gut durch und behauptete sicher den zweiten Platz. Der stark beachtete Max de Guez enttäuschte mit Henk Grift (35/Kevelaer) auf dem sechsten Platz, landete noch hinter Jason November mit Thomas Kornau (50/Recklinghausen) und Bonifacio mit Peter Poen (53/Gelsenkirchen). Colombina CA erreichte die Ziellinie mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) als Schlusslicht.

Eigentlich war es geschenktes Geld, das es auf den Erfolg von Armbro Embellish mit Ramon Brinkman (26/Oranjeboom, NL) gab. 14:10 auf Sieg, das sind umgerechnet 40 Prozent Zinsen für ein Pferd, das zuletzt gegen ganz andere Ware angetreten war und dabei hinter Hollys Boy ins Ziel kam.

Armbro Embellish aus dem Trainingsquartier von Arnold Mollema (61/Wolvega, NL) kam nach einer knappen Runde mühelos in Front. Doch auf der Zielgeraden stockte den Wettern, die die 40 Prozent auf Sieg schon fest eingeplant hatten, plötzlich der Atem, als Anke Börnig (32/Dinslaken) mit Rusty Columbus noch mächtig auf Touren und immer näher an Ambro Embellish heran kam. Ramon Brinkman musste sich im Sulky schon mächtig rühren, um den Vorsprung, der im Ziel auf eineinhalb Längen geschrumpft war, zu verteidigen. Anke Börnig war mit dem Ehrenplatz keineswegs unzufrieden: Ich hatte mir ein gutes Platzgeld ausgerechnet. Beim letzten Start, als wir auf den vierten Platz kamen, bin ich etwas spät losgefahren. Rusty Columbus ist nach wie vor in ordentlicher Form. Lion belegte mit Rita Drees (67/Gronau-Epe) Rang drei. Vaudeville K kam mit Silvia Raspe (24/Wemb) als Letzter ins Ziel. Für den Hengst war es nach langer Pause (letzter Start im Oktober vorigen Jahres) wohl mehr ein Aufbaurennen.

Nicht viel zu verdienen gab es für die Wetter beim zweiten Tagessieg von Roland Hülskath mit Doris K. Der Wallach mit dem Frauennamen siegte unangefasst zum Siegkurs von 12:10 vor der speedigen Black Leonie mit Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) und Victory Hiltrup mit Dennis Spangenberg (27/Kirchhellen). In unreiner Gangart hatte Amazing Wish mit Ralf Oppoli die Partie auf Rang drei beendet, war kurz vor der Linie deswegen von der Rennleitung disqualifiziert worden. Totofavorit Ziggy AM war scheinbar nach einem Fehlstart zu nervös, nachdem sich der Sulky von Thomas Panschow mit dem von Markus Bock (41/Gelsenkirchen) hinter dem Startauto verharkt hatte, so dass auf Fehlstart entschieden wurde. Die Stute scheiterte beim zweiten Start an einem frühen Fehler.

Im Preis von Chelsea sah es zu Beginn der Zielgeraden so aus, als könne Roland Hülskath der dritte Tagessieg gelingen. Er führte mit Speed of Freedom. Doch dann zog Sun of Las Vegas mit Thomas Kornau in beeindruckender Manier außen auf und siegte noch sicher. Lissy, trainiert von Willi Rode (71/Recklinghausen) und gefahren von Ralf Oppoli, zeigte sich bei ihrem ersten Start auf Rang drei hinter Speed of Freedom recht lauffreudig.
Seinen Dreierpack machte Silberhelm Hülskath dann aber mit dem vierjährigen Hengst Zorroh Boshoeve perfekt. Mit jetzt 34 Saisonsiegen muss der Mönchengladbacher im Berufsfahrer-Championat nur noch den Berliner Manfred Zwiener vor sich anerkennen.

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Traben Gelsenkirchen: Nevele Wood flog über alle hinweg

Mollema stellt ein Schätzchen vor

Gelsenkirchen (mspw) - Der Niederländer Arnold Mollema, als Trainer und Trabrennfahrer eines der Aushängeschilder der Branche auf europäischer Spitzenebene, stellte am Donnerstag (1-4-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn ein Schätzchen vor. Sein Name: Nevele Wood. Vielleicht ist es sogar ein Juwel, denn die Vorstellung des dreijährigen braunen Hengstes, der eine Nennung für das Italienische Derby hat, war so souverän, dass der 61-jährige Mollema keine Probleme hatte, mit seinem Schützling die Gegner in Grund und Boden zu fahren.

Er hat die Trainingsleistungen vollauf bestätigt, sagte ein sehr zufriedener Mollema, der schon im Vorfeld berichtet hatte, dass Nevele Wood auf der schnellen Trainingsbahn im niederländisch-friesischen Wolvega in der Arbeit voll überzeugen konnte.
Bei seinem Auftritt am Gelsenkirchener Nienhausen Busch nahm Mollema mit dem Hengst früh die Führung, die zunächst Egaldus mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) erobern konnte. Doch Mollema zeigte schon im ersten Bogen, dass er nicht gewillt war, sich auf irgendein Risiko einzulassen. Er beorderte Nevele Wood problemlos an die Spitze, drosselte dann zunächst das Tempo. Doch in der Schlussrunde gab er Mitte der Gegengeraden plötzlich richtig Gas, legte den Turbo ein und fühlte Nevele Wood auf den Zahn. Sofort entstand eine Lücke von sieben, acht Längen zu den übrigen Teilnehmern, von denen sich Wina Toskana mit dem Gelsenkirchener Lokalmatador Peter Poen (52) schon kurz nach dem Start mit einem Fehler verabschiedet hatte.

Dagegen sah es zunächst so aus, als könne Cobira As aus dem Stall von Ursula August (68/Sprockhövel) mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) eine gute Rolle spielen, zumal Hülskath den vierjährigen Hengst bei seinem Jahresdebüt schon beim ersten Passieren der Haupttribüne an die zweite Stelle beorderte. Auch die zuverlässige Milka mischte mit Reinier Feelders (46/Kevelaer) im Sulky in der Spitzengruppe mit.
Als Nevele Wood sich in der Schlussrunde vom Feld verabschiedete, gab als erster Konkurrent Egaldus nach. Thomas Panschow (42/Bladenhorst) schob sich im letzten Bogen aus fünfter Position mit Zanne Flevo weiter nach vorne und war schon 350 Meter vor dem Ziel der einzige Verfolger in Sichtweite von Nevele Wood. So blieb es auch bis zur Ziellinie, die der Mollema-Schützling überlegen mit fünf Längen Vorsprung überquerte. Weitere sieben Längen hinter Zanne Flevo wurde Milka Dritte.

Nevele Wood zahlte nach der zuvor geäußerten positiven Prognose von Arnold Mollema am Toto gerade mal 13 Euro bei zehn Euro Einsatz.
Cobira As kam in der durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:20,5 Minuten als siebter Teilnehmer ins Ziel, wirkte ziemlich blass und hatte in der Endphase nicht mehr viel zu bieten. Yucatan River, mit Michel Heynen (46/Barneveld, NL) am Toto stark beachtet, rumpelte am Start und spielte danach keine Rolle mehr, kam als Sechster ins Ziel.

Reinier Feelders sah sich in der nächsten Prüfung in seiner Meinung bestätigt, dass der von ihm trainierte Quabaleros durchaus in der Lage sei, den dritten Erfolg in Serie unter Dach und Fach zu bringen. Wer eine offensive Fahrweise von Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) erwartet hatte, der musste zunächst zittern. Denn der 14:10-Favorit wurde von einer in Bestform fahrenden Silvia Raspe lange an vorletzter Stelle des Feldes gehalten, während an der Spitze Noble Shaolin mit Rita Drees (67/Gronau-Epe) das Tempo bestimmte. So blieb es auch über weite Strecken, ehe Silvia Raspe Quabaleros im letzten Bogen zu einem Angriff führte, der sehr überzeugend ausfiel. John Jademan, von Andrea Dworatzyk (26/Wesel) pilotiert, war schnell in zweiter Position hinter Noble Shaolin abgelöst. Und auch Noble Shaolin wurde rasch von Quabaleros überlaufen.
Ohne Probleme kam Quabaleros überlegen mit dreieinhalb Längen Vorsprung zum dritten Mal hintereinander als Sieger ins Ziel. Winston Detvile, von der Niederländerin Hilda Hofstra (38/Ureterp) auch immer im Vorderfeld gehalten, hielt sich noch am besten zu Quabaleros, kam auf Rang zwei vor Noble Shaolin, der sich an der Innenkante lange gegen eine Niederlage gewehrt hatte.
Gelsenkirchen: Favorit Goetmals Best machte Fehler im Endspurt

Classic Design kam mit Sieg zurück

Gelsenkirchen (mspw) - Über das ganze Gesicht strahlte der Niederländer Dion Tesselaar (40/Oudeschoot) nach seinem Start mit dem 34:10-Mitfavoriten Classic Design am Donnerstag (25-3-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Denn der von ihm trainierte und gesteuerte fünfjährige Hengst meldete sich nach mehrmonatiger Auszeit gleich mit einem Sieg zurück. Er hat in der abgelaufenen Saison viel geleistet. Deshalb haben wir ihn nach seinem sechsten Platz im Breeders Crown-Hauptlauf Anfang November in den Urlaub geschickt. Ich bin überglücklich, dass er auf Anhieb wieder voll da war, freute sich Tesselaar, der mit Classic Design bereits am kommenden Freitag in einer 1.700 Meter-Prüfung auf der Bahn in Groningen wieder angreifen will.

Auf der Zielgeraden hatte sich Classic Design ein packendes Duell mit dem 13:10-Favoriten Goetmals Best, gesteuert von Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), geliefert. Mitte der Zielgeraden unterlief dem von Marcel Hauber (39/Deurze, NL) trainierten Goetmals Best allerdings ein Fehler. Die Rennleitung disqualifizierte den sechsjährigen Wallach. Davon profitierten Höwings Lausejunge (Jan Wagenaar/48/Otterlo, NL) als Zweiter und Destination mit Lehrlings-Champion Tim Schwarma (19/Weeze) auf Rang drei.

Gleich nach dem Start hatte Höwings Lausejunge die Führung übernommen, setzte sich gegen Destination und Classic Design durch. Vor den Tribünen beorderte Hülskath Goetmals Best zum Angriff in die zweite Spur. Schon nach einem kurzen Antritt hatte der Hauber-Wallach die Führung erobert. In seinem Fahrwasser rückte Classic Design auf den zweiten Platz vor. Gestört wurde das Führungs-Duo nur von einer kurzen Attacke von Flying Cloud, die mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) zwischenzeitlich in zweiter Spur neben den beiden Favoriten auftauchte. Doch die sechsjährige Stute kam nicht entscheidend voran und Panschow brach den Angriff ab.

Vorne hatte Goetmals Best scheinbar alles im Griff und führte das Feld vor Classic Design auf die Zielgerade. Tesselaar blieb mit seinem Schützling zunächst noch im Windschatten des Favoriten. Dann griff er an. Seite an Seite stürmten beide Pferde dem Ziel entgegen. Goetmals Best wehrte sich an der Innenkante energisch, leistete sich dann aber eine Galoppade. So war der Weg frei für einen überlegenen Weile-Sieg von Classic Design.
Trotz eines Handicaps sicherte sich Höwings Lausejunge vor Destination das zweite Geld. Gleich zu Beginn des Rennens hatte sich die Startnummer ein wenig gelöst. Dadurch war Höwings Lausejunge extrem heiß und schwer zu kontrollieren, musste Jan Wagenaar schon sein ganzes Können in die Waagschale werfen.

Für die größte Überraschung des Renntages sorgte die 167:10-Außenseiterin Gimmick As mit Tim Schwarma. Nach zwei Disqualifikationen in Folge verkniff sich die sechsjährige Stute diesmal jeden falschen Schritt und fing auf den letzten Metern Ylaine Hanover mit Michael Schmid (43/Oberhausen) noch ab. Für Schwarma, der 2009 als Lehrlings-Champion elf Rennen für sich entscheiden konnte, war es bereits der neunte Sieg in der noch jungen Saison. Schmid verpasste seinen dritten Tages-Sieg knapp.

Im mit 3.000 Euro dotierten Preis von Europa“ behielt der sechsjährige Wallach Wim Robel zum Totokurs von 45:10 die Oberhand. Für Siegfahrer Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) war es der zweite Erfolg an diesem Tag. Für den 12:10-Favoriten Max de Guez (Roland Hülskath), der 25 Meter Zulage aufholen musste, reichte es nicht ganz. Der Gewinner von mehr als 490.000 Euro belegte Rang zwei. Sir Groenhof (Michael Schmid), der wie Wim Robel aus dem Trainingsquartier von Kooyman stammt, landete auf Rang drei.

Überhaupt war der aktuelle Gelsenkirchener Bahn-Champion Roland Hülskath diesmal nicht vom Glück verfolgt. Auch mit dem in dieser Saison bei zwei Starts noch ungeschlagenen 14:10-Favoriten Ymond B reichte es lediglich zu Rang sechs. Es gewann Pauline aus Elten mit Yvonne Wagenaar (49/Otterlo, NL) vor Doris K mit Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) und dem 635:10-Außenseiter Saddlers Titan mit Dennis Spangenberg (27/Kirchhellen).

Trainings-Muffel Yassin Boko unbesiegt

Exakt 102 Tage hatte der Traber-Wallach Yassin Boko aus dem Trainingsquartier des Niederländers Thomas Tom Kooyman (48/Limmen) pausiert. Bei seinem ersten Auftritt nach der Winterruhe präsentierte sich der Fünfjährige aber gleich wieder hellwach. Nach vier Siegen in vier Rennen im Jahr 2009 am Nienhausen Busch knüpfte Yassin Boko nahtlos an seine exzellente Form aus der Vorsaison an, kam zu einem überlegenen Erfolg mit fünf Längen und bleibt damit in Gelsenkirchen weiter ungeschlagen. Das Vertrauen der Wetter in den Wallach war trotz der Pause - Yassin Boko hatte sich zuvor am 13. Dezember in Gelsenkirchen siegreich vorgestellt - riesig. Für den Volltreffer des Kooyman-Schützlings gab es am Toto für zehn Euro Einsatz gerade einmal elf Euro zurück.

Hinter dem haushohen Favoriten wurde die 135:10-Außenseiterin Virginia Dragon mit Maike Wouda (21/Hoogeeveen, NL) bei ihrem ersten Jahres-Start Zweite. Und auch auf Rang drei war mit Vilippe Lochties, der von Robin Vercammen (19/Oud Turnhout, Belgien) gesteuert wurde, ein Saison-Debütant zu finden.
Siegfahrer Tom Kooyman war nach der überzeugenden Leistung seines Schützlings hochzufrieden, aber auch ein wenig überrascht. Ich wusste nach der langen Pause nicht ganz genau, wo er steht, erklärte Kooyman. Außerdem ist er recht trainingsfaul. Aber im Rennen hat er gleich wieder gezeigt, wozu er in der Lage ist, strahlte der Trainer.
Die weitere Marschroute für Yassin Boko hat Kooyman bereits abgesteckt. Er soll in Zuchtrennen in Berlin und in Gelsenkirchen angreifen. Außerdem sind Auftritte in Schweden geplant. Ich bin davon überzeugt, dass Yassin Boko überall gewinnen kann, lobt Kooyman.

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Bei Famous of Gold platzte der Knoten

Gelsenkirchen (mspw). Famous of Gold, der Horst Gitschmann (69) aus Herne gehört und von Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) trainiert wird, ist laut Aussage seines Trainers wieder in der guten Form des letzten Jahres, als er fünf Rennen gewinnen konnte und dazu noch neun Platzgelder verdiente. Ralf Oppoli nach dem Sieg des siebenjährigen Wallachs im Gelsenkirchener Viererwette-Rennen: Er hatte vor diesem Start drei Rennen im Bauch und war damit klar gefördert. Die Wetter waren dennoch überrascht, dass Famous of Gold trotz einer Zulage zu einem so leichten Sieg gekommen war. Der Toto zahlte am Sonntag, 21. März, 76:10 Euro auf Sieg. Die Viererwette mit Miss Dynamite (Stefan Musga/44/Dinslaken), Winnetou W (Roland Hülskath/34/Mönchengladbach) und Lindys Matador (Robbin Bot/18/Wolvega, NL) auf den Plätzen zahlte beachtliche 25.872:10 Euro.
Dass diese Quote so hoch ausfiel, lag nicht zuletzt an der Disqualifikation von Yupido Black, den Michael Nimczyk (23/Willich) für Besitzerin Irmgard Keller-Müller (63/Willich) mit einigen Hoffnungen ins Rennen geschickt hatte. Beim Jahresdebüt der Neuerwerbung aus den Niederlanden sah es auch lange gut für Yupido Black aus, die an zweiter Stelle lag und alle Chancen im Kampf um den Sieg zu haben schien. Doch 200 Meter vor der Ziellinie wechselte die Stute in den nicht erlaubten Passgang und wurde aus der Wertung genommen.

Der 22. Jahreserfolg für Silberhelm Roland Hülskath war im Frühlingsgefühle-Preis fällig. Auch beim zweiten Start in diesem Jahr hatte Hülskath keine Probleme, den 17:10-Favoriten Making Moves, der von Marcel Hauber (39/Deurze, NL) trainiert wird, zu einem erneut überzeugenden Erfolg zu führen. Dabei verbesserte der vierjährige Hengst seinen Rekord um fast zwei Sekunden. Trainer Hauber kündigte für Making Moves den nächsten Start im Hamburger Schwarzer Steward-Rennen an. Der Sohn des früheren deutschen Spitzentrabers Freiherr As wurde in Gelsenkirchen von einem niederländischen TV-Team beobachtet. Der Utrechter Besitzer Jan Hogervorst scheint wieder ein sehr gutes Pferd in seinem Stall zu haben!
Hinter Making Moves wurde im Übrigen reichlich gesprungen. Fünf Teilnehmer mussten nach Fehlern disqualifiziert werden. Risque Rose kam mit Ralf Oppoli fehlerfrei über die Runden, so dass sich der Bochumer Besitzer Winfried Fenske (62) über Rang zwei freuen durfte. Compass belegte mit Wolfgang Musga (54) den dritten Platz.
Für Roland Hülskath war der Sieg der erste von gleich drei Volltreffern. Auch bei seinen weiteren Siegen mit Zanne Flevo (14:10) und Yasmine Boshoeve (22:10) rechtfertigte der Vize-Champion das Vertrauen der Wetter.

Unter dem Patronat des Gelsenkircheners Eugen Kuhlmann wird auch in diesem Jahr am Nienhausen Busch wieder die Rennserie um den Ladytrab-Cup ausgetragen. Zu den acht Teilnehmerinnen gehörten diesmal auch wieder Silvia Raspe (24/Wemb) und Nicole Hldebrandt (35/Borken), die sich im letzten Jahr in der Gesamtwertung den ersten Platz geteilt hatten.
Silvia Raspe wiederholte dabei ihren letzten Erfolg mit Quabaleros, der nach der Hälfte der Distanz noch an vorletzter Stelle auszumachen war. Ende gegenüber führte ihn Raspe in dritter Spur zu einem Angriff, war bei Erreichen der Zielgeraden bereits Zweite und fing Enzo Kemp mit Andrea Friebel (44/Solingen) noch ganz sicher ab. Mit dem letzten Schritt kämpfte sich Sonny Parker, die mit Anke Börnig (32/Duisburg) einen frühen Rumpler ausgleichen musste, auf Rang drei vor, fing German Love mit Julia Knoch (26/Mönchengladbach) noch ab. Nicole Hildebrandt kam mit Beagee nicht ohne Fehler um die Kurven, so dass die Rennleitung die ihr anvertraute Stute aus der Wertung nahm.

Auch nach der siebten Tages-Prüfung musste die Rennleitung eingreifen. Zunächst hatte Victor Bas mit dem Niederländer Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek) im Sulky das Ziel vor Colombina CA mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) und Thor Boshoeve (Silvia Raspe) als Erster überquert. Doch die Rennleitung war der Meinung, dass der 13:10-Favorit Victor Bas die Fahrspur im Einlauf bei gleichzeitiger Begünstigung anderer Teilnehmer verändert hatte. Der Schützling von Rob de Vlieger wurde komplett aus der Wertung genommen, der Sieg ging an die 225:10-Außenseiterin Colombina CA vor Thor Boshoeve und dem von Thomas Kornau (50/Recklinghausen) gesteuerten Bonifacio.

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Spangenberg-Wallach ist gut

durch den Winter gekommen

Gelsenkirchen (mspw) - Willtakethechance - ins Deutsche übersetzt: Ich will meine Chance wahr nehmen. So heißt der vierjährige dunkelbraune Wallach aus dem Stall Europe, der Sonntag (14-3-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn an den Start ging. Der Wallach mit dem ungewöhnlichen Namen wurde von Dennis Spangenberg gefahren. Der hatte kürzlich seine Aktivitäten von Recklinghausen nach Moers verlegt. Seit Anfang März kümmert sich Spangenberg recht intensiv um den Wallach. Denn der bisher beim Oberhausener Stall Top Point von Michael Gutsche (54) angestellte 27-Jährige arbeitet seitdem als Besitzertrainer. Die Sache läuft anscheinend nicht schlecht. Denn der laufstarke Wallach Willtakethechance machte seinem Namen alle Ehre und siegte beim Jahresdebüt zum beachtlichen Kurs von 41:10 Euro auf Sieg.

Seit Mitte Dezember war Willtakethechance nicht mehr am Start. Aber sein Erstauftritt in diesem Jahr zeigte, dass er bestens durch den Winter gekommen ist. Mit einem Sieg hatte er sich verabschiedet. Er hat gut gearbeitet, verriet Dennis Spangenberg, der allerdings zugab, mit einer so überzeugenden Vorstellung gegen den klar favorisierten Zorroh Boshoeve mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) noch nicht gerechnet zu haben. Ich wollte eigentlich etwas defensiver fahren, erläuterte Dennis Spangenberg seine zunächst geplante Taktik. Am Start hatte er den Wallach äußerst vorsichtig ins Rennen geschickt, begann mit einigen Längen Rückstand. In Front wechselten sich Zorroh Boshoeve und Wina Toscana mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) an der Spitze ab, ehe es Roland Hüskath zu bunt wurde und er wieder an die Spitze fuhr.

So blieb es bis zum Schlussbogen. Dennis Spangenberg hatte inzwischen längst Boden wett gemacht, saß schon früh Zorroh Boshoeve außen im Nacken, ließ nicht locker und kam beim Erreichen der Ziellinie tatsächlich auch an Zorroh Boshoeve vorbei. Der Hülskath-Schützling wehrte sich an der Innenkannte zwar mit großem Kampfgeist, doch war gegen den Spangenberg-Schützling diesmal kein Kraut gewachsen. Wina Toscana aus dem Gelsenkirchener Stall Food &Fun wurde für ihren couragierten Vortrag mit dem dritten Platz belohnt, zeigte dabei eine ordentliche Vorstellung und zog gut durch.

Wie schon beim letzten Gelsenkirchener Auftritt am Nienhausen Busch reichte es für den von Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek, NL) vorbereiteten Wallach Yordi va Camstra, diesmal gefahren von Robin Bakker (26/Deurze, NL), erneut zu einem Sieg. Allerdings war dafür Schwerstarbeit erforderlich. Denn Ocean of Fire kam mit Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) noch bedrohlich auf, konnte aber den sicheren Eineinhalb-Längen-Sieg von Yordi va Camstra nicht mehr verhindern. Peter Grundmann: Der erste Kilometer war zu langsam.
Ocean of Fire war lange außen in fünfter Position zu sehen, tauchte dann Mitte des Schlussbogens in dritter Spur sogar auf Rang zwei auf. Der Hengst, von Grundmann sehr agil unterstützt, kam noch gut auf, war im Ziel schließlich eine Länge vor Hannieball, den Robbin Bot (18/Wolvega, NL) vorgestellt hatte. Hannieball mischte zwar immer im Vorderfeld mit, unterstrich erneut seine Zuverlässigkeit, scheint aber kein Siegertyp zu sein. Denn auch bei seinem 14. Start reichte es erneut - wie bisher immer - nur zu einem Platzgeld.
Enttäuschend diesmal die Vorstellung von Fidelios, der mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) für Besitzertrainer Ferdi Sax (71/Schermbeck) und dessen Frau Gertrud recht ausdruckslos lief und dabei nur Siebter wurde. Oppoli: Es ging 1.200 Meter ohne Führpferd durch die Außenspur. Das war nichts für Fidelios. Nicht viel besser lief es in diesem Rennen auch für Rusty Columbus mit Roland Hülskath. Der achtjährige Hengst aus dem Besitz von Unternehmerin Ulrike Tenbrink aus Oberhausen war lange am Ende zu sehen und kam letztlich nur noch an Fidelios vorbei.

Glänzend war die Vorstellung von Quabaleros, mit dem Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) zum Siegkurs von 48:10 gegen höher eingeschätzte Gegner einen überlegenen Sieg feiern konnte. Für Raspe war es bereits der zehnte Saisonerfolg!
Dennis Spangenberg (27/Moers) gelang in der siebten Tagesprüfung mit Zabel Frisia für den Stall Europe ein zweiter Tagessieg. Zuvor war er für diese Farben bereits mit Willtakethechance erfolgreich. Für Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) langte es ebenfalls zu einem Doppelerfolg. Im Trabreiten setzte sie sich mit dem 15:10-Favoriten Jolimede gegen Veronique Boshoeve mit Cathrin Nimczyk (18/Willich) und Roy Horn mit Monique Poen (17/Gelsenkirchen) durch.

Der niederländische Trainer Marcel Hauber kennt den Roland Hülskath anvertrauten sechsjährigen Wallach Goetmals Best bestens. Der geht nur gut auf dem Gelsenkirchener Rechtskurs. Links herum klappt es dagegen überhaupt nicht. Also spannte Hauber Goetmals Best folgerichtig wieder in Gelsenkirchen an. Eine richtige Entscheidung, denn der Wallach kam als 14:10-Favorit zu einem vollen Erfolg. Mitte der Zielgeraden sah es sogar aus, als würde Goetmals Best die Konkurrenz in Grund und Boden laufen. Doch Times machte sich mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) noch auf die Verfolgung und lief bis auf eine halbe Länge an Goetmals Best heran. Louis Vuitton landete mit Robbin Bot (18/Wolvega, NL) für die im Sport seit Jahren sehr engagierten Marie und Sonja Wewering auf einem guten dritten Rang in diesem ordentlich besetzten Rennen.
Fünfter wurde der früher meist von Heinz Wewering (60/Hamburg) vorgestellte Tino Triossi, der von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) gesteuert wurde. Doch der sechsjährige Wallach aus dem Besitz des Bochumers Heinz Spiekermann verkniff sich diesmal jede Unsicherheit und zeigte auf den letzten 300 Metern noch enormen Einsatz. Beim nächsten Start sollte in dieser Form für den Grundmann-Schützling mehr drin sein.

Es war im Übrigen nicht der Tag des aus Österreich stammenden Ex-Straubingers Christian Eisl (30), der jetzt in Bladenhorst einen Stall betreibt. Frizzante wurde im Nico Rosberg-Rennen wegen unreiner Gangart disqualifiziert. Eisl: Ich fand, dass das eine harte Entscheidung war. Überhaupt nicht an den Start kam die von Eisl seit zwei Monaten vorbereitete Lindy Olly SM. Grund: Die Ausfuhrpapiere waren nicht rechtzeitig aus Italien eingetroffen.

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Gelsenkirchen: Mollemas Rekordrenner Nevele Wood wird Dritter

Rick Wester strahlt: Strand-Training

zahlt sich für Topshine Diamant aus

Gelsenkirchen (mspw) - Hopp oder top ist beim Traber-Wallach Topshine Diamant Programm. Drei Siege und drei Disqualifikationen standen bis zum Auftritt am Sonntag (7-3-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen in der Bilanz des Fünfjährigen. Am Nienhausen Busch setzte Topshine Diamant seine Serie fort. Mit dem Niederländer Rick Wester (24/Schaandamm) im Sulky verkniff sich der Wallach jeden falschen Schritt und landete Start/Ziel seinen zweiten Sieg in Folge. Auf sehr tiefem Geläuf belegten Millhill mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) und Deutschland-Debütant Nevele Wood mit seinem Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega, NL) im Sulky die nächsten Plätze.
Fahrer und Trainer Rick Wester strahlte nach dem Sieg mit der Sonne um die Wette, hatte aber auch gleich die Erklärung für die Top-Leistung seines Schützlings parat. Zweimal die Woche fahre ich mit Topshine Diamant an den Strand. Das Training im tiefen Sand ist optimal. Er wird auch bei tiefem Boden nicht müde, so Wester. Und wenn Topshine Diamant einmal die Führung erobert hat, ist er kaum aufzuhalten, so Wester, der den nächsten Auftritt des Diamanten für den Gelsenkirchener Renntag am 21. März ankündigte.

Gleich nach dem Start - die Pferde wurden wegen der schwierigen Bahnverhältnisse jeweils ohne Startauto ins Rennen geschickt - war Topshine Diamant an die Spitze des Feldes gestürmt. Nevele Wood und Millhill folgten dicht dahinter. Für Farnese, gesteuert von Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), war das Rennen dagegen schon früh gelaufen. Der vierjährige Wallach war überhaupt nicht zum Traben zu bewegen und wurde von der Rennleitung disqualifiziert.
Vor den Tribünen beorderte Mollema den 16:10-Favoriten Nevele Wood, der als Zweijähriger im dänischen Charlottenlund bei seinem Sieg in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:15,6 Minuten für Furore und einen Bahn-Rekord gesorgt hatte, zum Angriff in die zweite Spur. Doch Topshine Diamant hielt energisch dagegen und behauptete die Führung. Mollema brach die Attacke ab und ordnete sich wieder an der Innenkante ein. Topshine Diamant hatte danach alles im Griff und führte das Feld auf die Zielgerade. Zwar versuchten Millhill und Nevele Wood noch einmal, an den 23:10-Mitfavoriten heran zu kommen. Dieser ließ an seinem zweiten Saison-Sieg aber keinen Zweifel mehr, gewann überlegen mit vier Längen vor Millhill, der sich im Endspurt gegen Nevele Wood mit einer Länge behauptete.

Nevele Wood fehlt noch die Erfahrung, um bei so schwierigen Verhältnissen gut zurecht zu kommen, analysierte Mollema, der seinen Schützling aktuell bei 90 Prozent seines Leistungsvermögens sieht. Im Laufe dieser Saison soll der dreijährige Hengst aus dem Besitz von Robbert Feenstra (Wolvega, NL) in Jahrgangsrennen an den Start kommen. Geplant sind Auftritte auf den Bahnen in Oslo und Solvalla im Mai. Danach wird er nach Italien gebracht, wo er auf das Italienische Derby vorbereitet werden soll, hat Mollema die Marschroute schon abgesteckt.

Für Arnold Mollema reichte es auch im zweiten Rennen mit dem 12:10-Favoriten Armbro Embellish nur zu Rang drei. Zwar hatte der sechsjährige Hengst, der im Vorjahr fünf seiner sechs Saison-Starts in Deutschland für sich entscheiden konnte, das Feld auf die Zielgerade geführt. Doch im Endspurt musste der Mollema-Schützling der Siegerin Yasmine Boshoeve (Roland Hülskath) sowie Floranus Bosphorus mit Lokalmatador Peter Poen (52/Gelsenkirchen) den Vortritt lassen.
Marcel Hauber (39/Deurze, NL), Trainer der Saison-Debütantin Yasmine Boshoeve, war vollauf zufrieden. Mit dem Sieg war eigentlich kaum zu rechnen. Denn die Trainingsbedingungen waren alles andere als optimal, sagte Hauber, der die fünfjährige Stute jetzt gezielt auf das Johannes Frömming-Memorial am Karfreitag, 2. April, in Hamburg vorbereiten will.

Erste Saison-Niederlage für Elwood Blues

Sechsmal in Folge war der von Stefan Humel (61/Mönchengladbach) vorbereitete Traber-Wallach Elwood Blues ungeschlagen geblieben und hatte auch seine ersten beiden Auftritte in diesem Jahr siegreich gestaltet. Am Sonntag gab auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen allerdings ein anderes Pferd den Ton an. Im Endspurt behauptete sich Shali’s Timmy mit Stefan Musga (43/Duisburg) im Sulky gegen den erneut von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) gesteuerten 15:10-Favoriten Elwood Blues. Rang drei ging an Ain’tshes Best mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen).

Shali’s Timmy hat sich prächtig entwickelt. Als junges Pferd war er noch recht mickrig. Er ist mittlerweile aber richtig stark und einer meiner besten Traber im Stall, freute sich Stefan Musga, der den fünfjährigen Wallach gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang (54/Dinslaken) vorbereitet. Manchmal ist er noch ein wenig faul. Deshalb muss man ihn im Rennen immer bei Laune halten, verriet Stefan Musga.
Gleich nach dem Start hatte Shali’s Timmy, der dem Gestüt Aschau von Dr. Otto Adelberger (München) gehört, die Führung übernommen. Die Attacke von Elwood Blues vor den Tribünen wehrte der Musga-Schützling ab und behauptete seine Spitzen-Position bis ins Ziel. Sicher mit einer Länge verwies er den Serien-Sieger Elwood Blues auf Platz zwei. Als Dritte war die fünfjährige Stute Ain’tshes Best nur um einen Hals geschlagen.

Der Star im Preis von der Cote d’Azur, einer Bänderstart-Prüfung, war der von Thomas Panschow (42/Bladenhorst) gesteuerte Wallach Kosmo Star. Der Siebenjährige, der von Klaus Horn (60/Marl) für Martina Jänsch (42/Oberhausen) vorbereitet wird, erwischte aus dem ersten Band den besten Start und hatte danach keine Probleme, seinen ersten Erfolg in diesem Jahr perfekt zu machen. Zweiter wurde Speedy Chiola mit Wolfgang Musga vor King Kahn, gesteuert von Eckhardt Drees (64/Lüdinghausen).

Einen Heimsieg gab es für den fünfjährigen Hengst Noble Shaolin aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters Volker Heimeshoff (41). Mit Eckhardt Drees im Sulky bescherte Noble Shaolin seinem Besitzer beim dritten Jahresstart bereits den zweiten Sieg. Der 19:10-Favorit Zycknit musste sich mit Thomas Panschow mit Rang zwei zufrieden geben. Dritter wurde Spendic Boy mit Lokalmatador Peter Poen (52).


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Ymond B und dann lange nichts

Gelsenkirchen (mspw) - Die Wetter, die am Sonntag (28-2-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn auf einen neuerlichen Erfolg des Doppelsiegers Ymond B gesetzt hatten, mussten sich mit einer Siegquote von 11:10 zufrieden geben. Meinte ein Besucher am Nienhausen Busch: Nicht viel gewonnen, aber zehn Prozent Rendite bekommst du im Moment bei keiner Bank. Siegfahrer Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), der mit Ymond B zu seinem zehnten Erfolg in diesem Jahr kam, gönnte dem von Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) vorbereiteten Wallach eine bessere Spazierfahrt, denn Ymond B musste sich nicht sonderlich anstrengen, um zu einem überlegenen Erfolg zu kommen.

Es war der dritte Sieg in Serie für Ymond B, womit der früher so startschwierige Wallach bewies, dass er derzeit in Glanzform läuft. Roland Hülskath musste sich nur am Start bemühen, Ymond B sicher auf die Reise zu schicken. Im ersten Bogen hatte er bereits die Spitze inne, womit das Rennen schon so gut wie gelaufen war.

Mit viel Vertrauen hatte auch der Niederländer Cees Kamminga (43/Willemsoord) den Hengst Credits by Myself ins Rennen geschickt. Beim ersten Passieren der Tribüne war Credits by Myself bereits außen in dritter Position aufgetaucht. 200 Meter weiter war Kamminga schon Zweiter. Doch eingangs des Schlussbogens reagierte der Hengst mit einem Fehler und wurde disqualifiziert. Vorne lief Ymond B unbeeindruckt einem sicheren Sieg entgegen. Milka mit Reinier Feelders (46/Kevelaer), zuletzt bereits nur am übermächtigen Ymond B gescheitert, kam für Besitzer Siegmund Heinrichs (81/Sonsbeck) noch auf Rang zwei. Kunstprofessor Heinrichs, Experten auch unter seinem Pseudonym Charly Martin bekannt, konnte trotz der Niederlage mit seiner klein gewachsenen Milka zufrieden sein. Imponierend, wie sie Wieteke mit Rick Wester (24/Schaandam, NL) für das zweite Geld noch abfing. Reinier Feelders: Mehr war nicht drin, zumal Sieger Ymond B seinen Rekord verbesserte und auch Milka neue Bestzeit lief.

Zum engeren Favoritenkreis gehörte Roland Hülskath in der zweiten Tagesprüfung mit Amazing Wish nicht. Ein Sieg bei den letzten 20 Starts hatten die Wetter im Hinblick auf ein siegreiches Abschneiden der Stute aus dem Besitz von Winfried Fenske (62/Bochum) und trainiert von Ralf Oppoli (42/Recklinghausen), vorsichtig gemacht. Am Ende reichte es zu Rang vier, womit die Stute ihre derzeitige Form bestätigte.

Besser lief es für die auf 28:10 herunter gewettete Stute Spicyara, die wie Amazing Wish von Ralf Oppoli trainiert wird. Im Fahrwasser von John Jademan mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) hatte Oppoli mit Spicyara ein Rennen nach Maß, zog 200 Meter vor der Ziellinie an John Jademan vorbei und kam noch zu einem sicheren Erfolg mit einer halben Länge Vorsprung. Oppoli: Es lief alles wie geplant. Wir können sehr zufrieden sein. Spicyara hat die letzten sehr ordentlichen Leistungen vollauf bestätigt.

Immerhin brachte Roland Hülskath mit dem von Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) vorbereiteten 14:10-Favoriten Zorroh Boshoeve, der dem engagierten niederländischen Züchter Wiebe D. Landman (64/St. Nicolaasga) gehört, seinen zweiten Tagessieg unter Dach und Fach. Es war der zweite Sieg in Serie für den Landman-Hengst, der sich diesmal ganz überlegen gegen Zephira's Muscle mit Cees Kamminga und Zorayah mit dem Gelsenkirchener Lokalmatador Peter Poen (52) durchsetzte.

So kann es gerne weiter gehen, freute sich Roland Hülskath, der eine starke Grippe inzwischen gut überstanden hat. Drei Starts in Gelsenkirchen, dabei zwei Siege und ein vierter Platz - das konnte sich für den amtierenden Vize-Meister sehen lassen. Zufrieden packte Hülskath danach seine Sachen, denn für ihn war das Sonntags-Programm am Nienhausen Busch damit gelaufen. Zweiter Doppelsieger in Gelsenkirchen war Tim Schwarma, der nach seinem Coup mit Lincolns Ass zum Abschluss der Veranstaltung auch noch mit dem fünfjährigen Hengst Noddy Flamingo als 20:10-Favorit gewann.

Aus den Bändern gestartet wurde das Februar-Handicap, in dem es um 2.900 Euro ging. Hier setzte sich mit dem frischen Sieger Victor Bas ein Teilnehmer aus dem zweiten Band durch. Victor Bas wurde vom Ende des Feldes erst im Schlussbogen in dritter/vierter Spur energisch nach vorne gebracht und siegte leicht mit dem Niederländer Rob T. de Vlieger (45/Zwaanshoek) vor Tennessie Forest mit Carolin Aalbers (33/Callantsoog, NL). Rang drei ging an Thor Boshoeve mit Silvia Raspe (24/Weeze).
Zum Totokurs von 340:10 sorgte Lokalmatador Peter Poen für die größte Überraschung des Tages. Der 52-Jährige siegte mit dem achtjährigen Hengst Bellagio, den er nicht nur trainiert, sondern dessen Besitzer er auch ist.

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Doch noch gute Proben für Pit Pan

Gelsenkirchen (mspw) - Ganz anders als bei Wall Street geriet die Vorstellung des schon achtjährigen Wallachs Oh Boy, den Ruud Pools (57/Heiloo, NL) am Sonntag (21-2-10) vorstellte, um ebenfalls für das Pit Pan-Rennen zu testen. Oh Boy mischte von Beginn an vorne mit, wurde schnell an die Spitze pilotiert und verabschiedete sich geradezu spielerisch leicht von der Konkurrenz. Lincolns Sara kam mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) auf Rang zwei vor I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen). Auch deren beide Pferde wurden auf die Hamburger Prüfung vorbereitet, wobei sowohl Hülskath als auch Oppoli zufrieden waren. Hülskath deswegen, weil Lincolns Sara auf den ersten 600 Metern einiges tun musste, um eine gute Ausgangsposition zu erobern und dennoch gut bis zur Linie durchzog. Oppoli deswegen, weil I will fight for U erst spät eine gute Lage fand und sich auf der Zielgeraden dennoch gut anbot.

Hannibal As mit Dieter Brüsten (41/Gladbeck), Berufsfahrer bei Michael Gutsche (54/Oberhausen), dürfte sich mehr versprochen haben, denn der Hamburg-Test von Hannibal As verlief wohl deshalb nicht überzeugend, weil der Hengst nie die Innenkante sah. Zoon van Minne, von Berufsfahrerin Mieke van der Meer (41/Wateren, NL) für Hamburg getestet, kam lediglich auf Rang acht, war nie besser im Rennen.

Auch in der Klasse der gewinnarmen Pferde (bis 600 Euro Gewinnsumme) gab es für Mieke van der Meer nichts zu holen. Mit Zenith BD wurde sie nach einem Fehler disqualifiziert. Ebenfalls am Turm landeten Galaxy Star, Gräfing Clivia (war lange Zweite) und Limpino. Your Point mit Stefan Musga (44/Duisburg) war hier ungefährdet. Prinz Titan kam zwar mit Jan Wagenaar junior (48/Otterlo, NL) auf den letzten Metern noch etwas näher, konnte den Sieger aber nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Zanadu Lane mit Krista Timmer (29/Heemsker, /NL) kam auf Rang drei. Methusalem, den Ralf Künzel (52/Gelsenkirchen) mit einigem Vertrauen an den Start gebracht hatte, begann mit einem schweren Startfehler, konnte nie mehr ernsthaft ins Geschehen eingreifen. Letztlich reichte es noch zur letzten Prämie, die es für Rang fünf gab.

Im Internationalen Februar-Pokal der Amateure, der aus zwei Bändern gestartet wurde, setzte sich Yordi va Camstra mit Hiltje Tjalsma (30/Zwaanshoek, NL) sicher gegen den mit einer Zulage bedachten Thor Boshoeve mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) durch. Nicole Hildebrandt (Borken) kam mit einer starken Leistung von Wodka Volo auf den letzten 400 Metern noch auf den dritten Platz. Rusty Columbus mit Anke Börnig (32/Dinslaken) und Travel Check mit Susanne Meis (42/Marl) wurden nach frühen Patzern disqualifiziert.

Innerhalb von nur einer halben Stunde kam Amateurfahrer und Besitzer Michael Gutsche (54/Oberhausen) zu zwei Siegen. Erst steuerte Profi Dennis Spangenberg (27/Kirchhellen) Youlucia Toscana aus Gutsches Besitz (Stall Top Point) zu einem überlegenen Sieg mit drei Längen vor Emily Rose mit Eckhardt Drees (64/Lüdinghausen). Im Anschluss war Gutsche auch als Fahrer mit seinem fünfjährigen Wallach Butch Cassidy erfolgreich.

Seine Siegesserie setzte der von Stefan Humel (61/Mönchengladbach) vorbereitete Elwood Blues fort. Gesteuert von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach), war der fünfjährige Wallach bereits zum siebten Mal hintereinander nicht zu schlagen, kam zu einem sicheren Erfolg vor Starship Combination mit Wolfgang Musga (54/Dinslaken).

Silberhelm Roland Hülskath ging bei seinen vier Fahrten am Nienhausen Busch leer aus und bleibt damit bei acht Siegen in diesem Jahr. Goldhelm Michael Nimczyk (23/Willich), der zeitgleich in Berlin-Mariendorf drei Prüfungen für sich entscheiden konnte, überholte Hülskath, hat jetzt neun Siege auf seinem Konto. Der führende Manfred Zwiener (53/Berlin) ging auf seiner Heimatbahn zwar leer aus, liegt aber mit 22 Treffern in dieser Saison nach wie vor souverän auf Rang eins.

Schülerin Sina wie eine Meisterin

Sie ist 18 Jahre jung und geht noch zur Penne. Amateurfahrerin Sina Baruffolo aus Essen, die ehrgeizige Schülerin, zeigte freilich am Sonntag (21-2-10) auf ihrer Heimatbahn am Nienhausen Busch in Gelsenkirchen mit dem fünfjährigen Traber-Wallach Straight on eine meisterliche Fahrt. Nach ihrem Sieg, dem ersten vollen Erfolg in Gelsenkirchen, war die Gymnasiastin aus Essen-Borbeck zunächst sprachlos, ehe sie überglücklich kommentierte: Auf diesen Sieg am Nienhausen Busch habe ich einige Zeit warten müssen. Jetzt ist der Bann endlich gebrochen.

Auch Sinas Vater Günter, ein Dachdecker, der seine Traber in Gelsenkirchen stationiert hat, freute sich für seine Tochter: Das hat sie prima hinbekommen. Dabei hatte Straight on, im Vorjahr siebenfacher Sieger, beim zweiten Start in diesem Jahr zunächst mit dem Geschehen an der Spitze nichts zu tun. Sina Baruffolo reihte sich an vierter Position ein, während sich vorne John Jademan mit Andrea Dworatzyk (26/Wesel) und Valerie Boshoeve mit Thomas Maassen (41/Willich) abwechselten, ehe sich John Jademan an der Spitze durchsetzte. Best of Germany mit Michael Gutsche (54/Oberhausen), die beim Jahresdebüt in Mönchengladbach einen ordentlichen dritten Platz hingelegt hatte, war an dritter Position zu sehen. Die Außenseiter Kanorell, Tizian Way und im letzten Bogen auch Tessino fielen durch Fehler aus. Samuray musste mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) immer außen gehen.

Mitte des Schlussbogens erfolgte dann der Angriff von Straight on, der rasch und in imponierendem Stil an der Konkurrenz vorbei lief und zu einem noch sicheren Sieg vor John Jademan und Valerie Boshoeve kam. Trainiert wird der Sieger von Klaus Horn (60/Marl). Best of Germany wurde Vierte. Thomas Maassen, Fahrer von Valerie Boshoeve: Auf der tiefen Bahn hatte die Stute am Ende keine Kraft mehr, um sich noch steigern zu können.

Nicht gelungen ist die Vorbereitungsprüfung für das Hamburger Pit Pan-Rennen (7. März) dem Wallach Bemms Axel aus dem Besitz von Pia Krug (Moers). Mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky hatte sich der Sechsjährige einen Startfehler erlaubt und lief weit hinter dem Feld her. An der Spitze lieferten sich die Oranjes Yankee Attack und Yankee Butcher einen sehenswerten Zweikampf, den Yankee Butcher mit Formfahrer Robin Bakker (26/Deurze, NL) schließlich souverän für sich entschied.
Auf dem dritten Rang hinter Yankee Attack mit Jan van Dooyeweerd (48/Hoofddorp, NL) landete mit der siebenjährigen Stute Lady Lay Luck, gefahren von Thomas Kooyman (48/Limmen, NL), ein weiterer Gast aus dem Nachbarland.


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Feelders scherzt nach Rang zwei:

Sieger war fast doppelt so groß

Gelsenkirchen (mspw) - In den Niederlanden wackelt die friesische Traditionsrennbahn Wolvega. Finanziell klamm, sechs Veranstaltungen in Serie wegen der widrigen Witterungsverhältnisse ausgefallen. Da wundert es nicht, dass die Aktiven aus dem Nachbarland froh sind, auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen Start- und Verdienstmöglichkeiten zu haben. Robin Bakker (26/Deurze) nutzte am Sonntag (14-02-10) gleich das erste Rennen am Nienhausen Busch, legte mit Marcel Bos eine blitzsaubere Siegfahrt hin.
Der 16:10-Favorit war recht vorsichtig ins Rennen geschickt worden. Robin Bakker tauchte aber dann doch zügig außen an dritter Stelle auf. Zu Beginn des Einlaufs erfolgte der erwartete Angriff auf die Spitze, die lange Milltown mit Michael Schmid (42/Oberhausen) inne hatte. Schnell gelangte Marcel Bos in einen leichten Vorteil und kam damit beim dritten Start nach einer siebenwöchigen Pause bereits zum zweiten vollen Erfolg. Bakker hatte sich geschickt im Fahrwasser von Milltown eine günstige Ausgangsposition gesichert.

Bei Temperaturen von minus vier Grad hätte ich eigentlich dickere Handschuhe anziehen müssen. Aber dann hätte ich nicht genügend Gefühl in den Händen gehabt, meinte der talentierte niederländische Berufsfahrer Robin Bakker und eilte nach der Siegerehrung schnell in den warmen Stall, um wieder auf Temperatur zu kommen.
Marieke Willems (32/Koekange, NL), Besitzerin und Trainerin des siegreichen fünfjährigen Hengstes, freute sich über die richtige Handschuh-Wahl von Robin Bakker, war sehr zufrieden. Kann sie auch sein, denn im Moment läuft es bei der Trainerin, die zurzeit in Balkbrug bei Zwolle zehn Traber trainiert, ganz gut.

Spicyara, die Günter Jenzer (Bottrop) gehört, kam mit guter Unterstützung ihres Steuermanns Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) auf der Zielgeraden noch prima in Schwung und wurde bei ihrem Jahresdebüt Zweite. Zoon van Unia mit dem Niederländer Josef van Koolwijk (53/Koekangerveld) kam auf Rang drei vor Conrad Lad mit dem aktuellen Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk (23/Willich), der nach dem ersten Start in diesem Jahr für Besitzerin Cornelia Zdziarstek (38/Gelsenkirchen) seit Mitte September nicht unzufrieden war.

Auch im zweiten Rennen waren die Niederländer wieder unterwegs auf der Jagd nach Sonntags-Geld am Nienhausen Busch. Rick Wester (24/Schaandam) hatte mit dem frischen Sieger Ymond B keine Probleme, gleich nach dem Start in Front zu ziehen. Im Fahrwasser sahen die Besucher Milka mit Reinier Feelders (45/Kevelaer) im Sulky.
So blieb es bis zur Ziellinie. Zaffier Boshoeve schob sich mit Michael Nimczyk noch auf Rang drei vor. Zico Exprees, mit Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek, NL) an den Start gekommen, hatte früh nichts mehr zuzusetzen und kam abgeschlagen als Letzter ins Ziel, wobei auffiel, dass der vierjährige Wallach schon Mitte des letzten Bogens nichts mehr zu verkaufen hatte und wohl gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war.
Reinier Feelders war mit Rang zwei hinter Ymond B keineswegs unzufrieden: Milka, die Charly Heinrichs aus Sonsbeck gehört, ist nicht viel mehr als halb so groß wie Ymond B. Mehr als Rang zwei war da beim besten Willen nicht drin.

Follow Me siegt im Valentins-Cup

Großer Tag für Silvia Raspe! Erst hatte die 24-Jährige aus Weeze-Wemb mit ihrem Schimmel Thor Boshoeve gegen die Profis gewonnen, dann sicherte sie sich auch den Sieg im Finale um den Valentins-Cup am Sonntag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Im Kampf der Geschlechter siegte Raspe, wie übrigens auch schon eine Woche zuvor in ihrem Vorlauf, mit der fünfjährigen Stute Follow Me, die von Rabea Schulze Wienker (37) aus Versmold trainiert wird und deren Vater Franz Klein (59) gehört.

Raspe nutzte dabei konsequent den Vorteil, dass die weiblichen Teilnehmer in diesem Finale mit ihren Schützlingen 25 Meter weniger zurückzulegen hatten als ihre männlichen Kollegen. Auf Rang zwei landete mit Sierra Angel, gefahren von der Niederländerin Hiltje Tjalsma (30/Zwaanshoek), ebenfalls eine Starterin aus dem ersten Band. Bester männlicher Vertreter war Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) mit Argentini auf Rang drei. Mitfavorit und Vorlaufsieger Winston C fand mit Erik van den Bergh (42/Duindigt, NL) keine Lage, musste im Schlussbogen außen herum“ weite Wege gehen und wurde nur Sechster. Die durch gute Leistungen aus der letzten Saison empfohlene Riwa lief mit Franz Klein eher unauffällig, hatte nie eine bessere Lage und kam erst im Einlauf auf Touren, so dass es noch zu Rang fünf reichte.

Eine Glanzfahrt legte Silvia Raspe auch mit ihrem neunjährigen Wallach Thor Boshoeve hin. Zum dritten Mal in diesem Jahr bot sie den Schimmel in einem Rennen gegen die Fahrer-Profis auf. Die Bilanz nach dem neuerlichen Erfolg (Toto 44:10) für die engagierte Amateurfahrerin: Zwei Siege und ein zweiter Platz in so genannten offenen Rennen mit Thor Boshoeve.

Diesmal hatte Raspe ihren Schützling schon früh nach vorne gefahren. Im Einlauf wehrte sie den Angriff von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) mit Chingagchook ab und war für den Sieg ungefährdet. Eckstein war in diesem Rennen Nichtstarter. Vize-Champion Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), der in den letzten Tagen wegen einer Grippe-Erkrankung ausgefallen war, nahm zwar eine Fahrt für seinen niederländischen Kollegen Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) mit Typical Meadow wahr, landete dabei auf Rang sechs, meldete sich danach aber für den Rest des Renntages ab, weil er noch nicht wieder richtig fit war.

Im Rennen mit Viererwette hatte Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) mit Kansas C das bessere Ende für sich, siegte vor East Orange, Monsun und Benno. Aber es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre es ganz anders gekommen. Hafer, der Nathan Streamline als Vater von Kansas C bestens kennt, versuchte frühzeitig, die Spitze zu bekommen. Ich wusste aus eigener Erfahrung, dass Nathan Streamline die besten Rennen von vorne bestritten hat. Was der Vater kann, das dürfte auch der Sohn können, dachte ich mir, wollte deswegen in Front fahren, verriet Hafer.
Sein Manöver wäre fast missglückt. Denn als er die Ohrenkappe bei Kansas C ziehen wollte, um den Hengst aufmerksamer zu machen, verhakte diese sich am Sulky. Erst im zweiten Anlauf klappte die Aktion, bescherte Kansas C die Führung, die der Hengst bei seinem überlegenen Fünf-Längen-Sieg auch nicht mehr abgab. Die Viererwettte zahlte im Übrigen 17.347 Euro für zehn Euro Einsatz.

Ingesamt gab es am Nienhausen Busch gleich drei Doppelsieger. Neben Silvia Raspe gewannen auch Peter Grundmann und der Niederländer Rick Wester (24/Schaandamm) am Sonntag jeweils zwei Rennen.

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Bürgertraber“ Sir Herten verdient 1.200 Euro für Haiti-Hilfe

Hülskath macht Ortiz zum Seriensieger

Gelsenkirchen (mspw) - Wird es ihm schon zu kribbelig, weil Marisa Bock (29/Schöneiche) bereits zwölf Siege in dieser noch jungen Saison hingelegt hat und er selbst zuvor erst fünfmal als Sieger durchs Ziel fahren konnte? Jedenfalls legte Silberhelm“ Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) am Donnerstag (28-01-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn gleich los wie die Feuerwehr. Der ihm anvertraute sechsjährige Wallach Ortiz aus der Trainieranstalt von Frank Ostermann (46/Burgwedel) zeigte sich wie bei seinen letzten beiden siegreichen Auftritten erneut in blendender Form, kam auf der vom Schnee befreiten Piste am Nienhausen Busch zum dritten Erfolg en suite und darf nun mit Fug und Recht als Seriensieger bezeichnet werden.

Lange hatte Lincolns Sara mit Michael Schmid (42/Oberhausen) die Führung, die sich Schmid gleich nach dem Start sichern konnte. An der Außenkante tauchte schon früh der Außenseiter King Kahn mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) auf. Ortiz war von Roland Hülskath vorsichtig ins Rennen geschickt worden, während Victoria Camelot mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) sowie Mary Poppins mit Michael Nimczyk (23/Willich) bereits kurz nach dem Start mit Fehlern ausgefallen waren.
In zweiter Spur und im Windschatten von King Kahn war Ortiz immer nah bei der Spitze. Im Einlauf nahm Roland Hülskath den Wallach, der Frank Ostermanns Mutter Brigitte (61) gehört, nach außen und war schnell in einem Vorteil.

Trainer Ostermann lobte: Hut ab vor Roland Hülskath. Bei diesen schwierigen Bahnverhältnissen hat er alles goldrichtig gemacht. Ortiz ist eigentlich ein schneller Beginner. Aber wir hatten zuhause Sondertraining absolviert, um ihn auch mal aus hinteren Regionen einsetzen zu können. Es hat alles prima geklappt.
An der Innenkante hatte sich Lincolns Sara aus dem Besitz von Dieter Handke (24/Hamm) lange gewehrt, musste letztlich alles geben, um Sierra Angel mit Jan T. de Jong (22/Zwaanshoek, NL) noch knapp für den zweiten Platz in Schach halten zu können.

Groß war die Freude der engagierten Besitzerschaft des Bürgertrabers Sir Herten im zweiten Rennen des Abends. Die Besitzer hatten versprochen, eine eventuelle Prämie für die Haiti-Erdbebenhilfe zu stiften. Veranstalter Win Race wollte nicht zurückstehen und sagte zu, eine eventuelle Prämie sogar für den guten Zweck zu verdoppeln. Und tatsächlich wurde das Unternehmen ein voller Erfolg. Mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) im Sulky triumphierte Sir Herten beim ersten vollen Erfolg seiner Karriere. 1.200 Euro kamen damit für den guten Zweck zusammen. Die Aktion wurde auch von den Medien gebührend berücksichtigt, so dass alle Beteiligten zufrieden sein durften.

Sir Herten war am Toto auf 18:10 herunter gewettet worden. Lange lief er an fünfter/sechster Position. Erst auf der Zielgeraden hatte Ralf Oppoli den vierjährigen Wallach näher an die Spitze heran geführt. Am Ende langte es noch zu einem sicheren Sieg mit einer Länge Vorsprung vor Bemms Jana mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) und Keepcool Laurelton, mit der Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) für Besitzer Tulus Laubinger aus Osnabrück lange geführt hatte.

Sir Hertens Trainer Willi Rode (71/Recklinghausen) freute sich mit den Besitzern seines Schützlings: Die gute Kondition hat heute den Ausschlag gegeben. Und Siegfahrer Ralf Oppoli atmete auf: Am Start sind wir nicht so gut weggekommen. Ich dachte schon, dass ich chancenlos für den Sieg sein würde. Aber Sir Herten hat alle Reserven abgerufen. Der wusste wohl, dass ihm diesmal ganz viel Vertrauen entgegen gebracht wurde.

Donnerstag für Wetter ein Glückstag

Tim Schwarma (18/Weeze), der am 2. Februar 19 Jahre jung wird und zu den hoffnungsvollsten deutschen Talenten im Traber-Sulky gehört, trug Donnerstag (28-01-10) in Gelsenkirchen maßgeblich dazu bei, einen Wetter richtig glücklich zu machen. Für einen Einsatz von einem Euro konnte der Glückliche nämlich 5.000 Euro einstreichen, weil er die Viererwette mit dem Sieger El Comandante und Tim Schwarma im Sulky getroffen hatte.
Rainer Hoffmann (44/Krefeld) und Tim Schwarma selbst sind die Besitzer von El Comandante, der bei seinen letzten fünf Auftritten nichts gerissen hatte, davor allerdings einen Sieg hinlegen konnte. Diesmal setzte er sich dank eines sehenswerten Endspurtes noch sicher mit eineinhalb Längen durch. Dahinter kamen Milltown mit Michael Schmid (42/Oberhausen), Starchip Combination mit Wolfgang Musga (53/Dinslaken) und Amazing Wish mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) ins Ziel. Eine äußerst lohnende Viererwette mit einer Quote von 50.005:10 war die Folge auf dem Wettmarkt!
Für Tim Schwarma, Vize bei der Lehrlings-Europameisterschaft des letzten Jahres, war es der erste Sieg seiner Karriere auf der Gelsenkirchener Bahn am Nienhausen Busch. Schwarma: Endlich ist der Knoten geplatzt. Ich fahre sehr gerne in Gelsenkirchen und hatte einen vollen Erfolg auf dem Rechtskurs schon lange im Visier.

Die durchaus chancenreichen Cabo di Roca mit Tim Schwarma und Maralena mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) waren dagegen im gut besetzten Flower Kronos-Rennen gleich zu Beginn schon aus der Partie. Maralena sprang endlos hinter dem Startauto und wurde ebenso disqualifiziert wie Cabo di Roca, der wegen unreiner Gangart schon nach wenigen Metern aus der Wertung genommen wurde. Nach einem Fehler im Schlussbogen landete auch Times mit dem Niederländer Cees Kamminga (45/Willemsoord) am Turm. Aber Kammingas Landsmann Robin Bakker (26/Deurze) rettete die Ehre der Oranjes in diesem Rennen. Mit Yours or mine setzte er sich leicht gegen I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) und Catsuit (23/Willich) mit Michael Nimczyk durch. Nimczyk: Catsuit tut sich bei Tempowechseln nicht ganz leicht. Deswegen war diesmal nicht mehr drin.
Le Carolus HH, den Trainer Frank Ostermann (46/Burgwedel) Roland Hükskath (34/Mönchengladbach) anvertraut hatte, war lange am Ende des Feldes auszumachen und kam nicht über den vierten Rang hinaus.

Dass der zehnjährige Fuchswallach Chouchou sowohl unter dem Sattel beim Trabreiten als auch vor dem Sulky zu den besseren Rennpferden gehört, unterstrich er diesmal mit Rita Drees (67/Gronau-Epe) im Sulky. Überlegen mit sechs Längen fertigte der Oldie, der 2008 und 2009 jeweils der siegreichste Traber am Nienhausen Busch war, wieder einmal seine Gegner ab und hat damit von seinen letzten sieben Auftritten nicht weniger als fünf siegreich bestritten. Chouchou gehört damit nach wie vor zu den Aushängeschildern von Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen), der Trainer und Besitzer dieses Alleskönners ist.

Im Spaziergang entschied der erst seit wenigen Wochen von Henk Grift (35/Kevelaer) vorbereitete französische Wallach Lys Petteviniere, gesteuert von Europameister Roland Hülskath, die mit 3.000 Euro dotierte Bänderstart-Prüfung eindrucksvoll für sich. Trotz einer Zulage von 25 Metern ließ der Elfjährige, der schon fast 800.000 Euro gewonnen hat, den lange führenden Wyard Beuckenswyk mit Robin Bakker im Sulky und Sir Groenhof mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) überlegen hinter sich. Für Roland Hülskath war es der zweite Tagestreffer. Gleiches gelang auch Robin Bakker wenig später mit Zico Express.

Glück im Unglück hatte schließlich Tim Schwarma, als er beim Aufwärmen (Heat) mit dem neunjährigen Wallach Big Bes aus dem Sulky geschleudert wurde. Er ist plötzlich gesprungen, sagte Schwarma, der mit Prellungen davon kam. Big Bes drehte ohne Fahrer etliche Runden um den Kurs, konnte dann aber unversehrt eingefangen werden.

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Riesenquote auf Holzschuh-Stute

Gelsenkirchen (mspw) - Nur ein einziges Mal bei ihren letzten zehn Starts war die vierjährige Stute Talky Venus ohne Rennpreis in den Stall zurückgekehrt. Dabei hatte sie allerdings auch nur einmal gewonnen. Sonntag (17-1-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn sorgte die von Jochen Holzschuh (34/Mönchengladbach) trainierte und gefahrene Stute für den zweiten Sieg ihrer Karriere. Die Wetter hatten der Stute diesen Erfolg wohl nicht so recht zugetraut, denn die Siegquote betrug stolze 200:10 Euro.

Auch Jochen Holzschuh selbst war überrascht von diesem Erfolg. Damit hatte ich nie und nimmer gerechnet. Bei ihrem Start rechts herum am 3. Dezember in Gelsenkirchen war sie disqualifiziert worden. Wir dachten schon, das geht überhaupt nicht. Aber dann bekam ich hinter Illa d'Or mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) ein Traumrennen. Auf der Zielgeraden drängte die Stute dann nach innen und es kam zu einer kurzen Berührung mit dem Sulky von Roland. Aber das war nur ein Sekunden-Bruchteil, dann hatte sich die Situation wieder entzerrt.
Mit großartigem Speed auf der schweren Bahn ersprintete sich Kim November, trainiert von Peter Poen (52/Gelsenkirchen), mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) noch das zweite Geld vor Illa d’Or.
Der 14:10-Favorit Ziscar Migliore mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) war nach einem frühen Fehler von der Rennleitung disqualifiziert worden. Auch die übrigen Gemeinten liefen außerhalb der Platzierung ein, so dass die Zweierwette 2.854:10 und die Dreierwette sogar 26.585:10 Euro zahlten.

In einem von insgesamt vier Amateurfahrten des Nachmittags setzte sich der 16:10-Favorit Ocean of Fire mit Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) sicher durch. Allerdings musste der sechsjährige Hengst, der vorsichtig ins Rennen geschickt worden war, sehr weite Wege gehen, um am Ende vorn zu sein. Auf der Zielgeraden schwärmte das Feld in sechs, sieben Spuren dem Zielstrich entgegen, ganz weit außen Ocean of Fire, der dabei anscheinend die beste Geläuf-Linie erwischte.
Besitzerin Patricia Ruckdäschel (47/Moers) strahlte. Ocean of Fire hat oft Schleim im Hals. Wir versuchen, ihn mit Akupunktur und chinesischen Kräutern wegen seiner Lungenprobleme zu behandeln. Es sieht so aus, als würde das helfen. In der Tat: Von seinen letzten sechs Starts beendete der Ruckdäschel-Schützling vier siegreich, war jeweils einmal Zweiter und Dritter!
Probleme hatte Nicole Hildebrandt (35/Borken), die mit Roy Horn Zweite wurde. Ich bin Kontaktlinsenträgerin. Da war es bei diesen Witterungsbedingungen nicht ganz einfach. Umso mehr freue ich mich über den Ehrenplatz. Rang drei in dieser Prüfung ging an Bungee, den Rita Drees (67/Epe-Gronau) auf der Zielgeraden noch sehr schnell gemacht hatte, so dass es noch zu einer Platzprämie reichte.

Die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees, die 2009 bereits zum 14. Mal die erfolgreichste Hobbyfahrerin in Deutschland war, bestätigte mit gleich zwei Siegen ihre Klasse-Form. Mit Noble Shaolin aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters Volker Heimeshoff (41) und mit der von Altmeister Willi Rode (71/Recklinghausen) vorbereiteten Bibi S war sie nicht zu schlagen. Damit hat Rita Drees nach gerade einmal sechs Jahresstarts schon wieder vier Volltreffer auf ihrem Konto.

Ebenfalls zwei Siegfahrten legten beim Gelsenkirchener Saisonstart 2010 Cees Kamminga (mit Zardy Butcher und Wildfire) sowie Amateurfahrerin Silva Raspe (24/Weeze-Wemb) hin. Erst nahm sie es dabei mit ihrem neunjährigen Schimmel-Wallach Thor Boshoeve sogar mit den Profis auf und ließ unter anderem Chouchou, das Gelsenkirchener Pferd des Jahres 2009, mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) im Sulky knapp hinter sich. Zum Abschluss war Silvia Raspe dann auch mit Quabaleros erfolgreich. Beide Pferde werden von ihrem Stiefvater Reinier Feelders (45/Kevelaer) trainiert.
Einen Favoritensieg gab es in der mit 3.000 Euro dotierten Bänderstart-Prüfung um den Preis der Dolomiten. Trotz 25 Metern Zulage sicherte der zwölfjährige Hengst Kebby du Bocage mit Michael Schmid (42/Oberhausen) im Sulky seinem belgischen Trainer und Besitzer Lieven de Groote (45/Nazareth) die Siegprämie von 1.250 Euro.

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Van Koolwijk nach Sieg nass geschwitzt:

Ich musste unterwegs mächtig arbeiten

Gelsenkirchen (mspw) - Nass geschwitzt, aber überglücklich kehrte der Niederländer Jos van Koolwijk (53/Koekangerveld) nach seinem Sieg mit Wyard Beuckenswyk am Donnerstag (3-12-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen in den Stall zurück. Das Rennen hatte Pferd und Fahrer alles abverlangt. Ich musste unterwegs mächtig arbeiten, erklärte van Koolwijk. Wyard Beuckenswyk ist gewöhnlich kein Kämpfertyp. Man muss ihn immer wieder animieren. Hinter Sir Groenhof hatte ich jedoch auch eine wunderbare Lage. Auf der Zielgeraden wusste ich, dass ich mich auf seinen Speed verlassen konnte.

Wyard Beuckenswyk, ein fünfjähriger Wallach, verwies im Endspurt den 57:10-Mitfavoriten Höwings Kumpel mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) sowie den 25:10-Favoriten Sir Groenhof mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) auf die Plätze.
Gleich der erste Start-Versuch in der mit 2.500 Euro dotierten Bänderstart-Prüfung hatte geklappt. Sir Bajazzo (Thomas Kornau/50/Recklinghausen) und Sir Groenhof kämpften gleich nach dem Ab um die Spitzenposition. Erst nach rund 500 Metern konnte Sir Bajazzo den Zweikampf für sich entscheiden. Doppeldecker mit Klaus Horn (60/Marl) und Wyard Beuckenswyk trabten dahinter in Lauerstellung. Für den ehemaligen Derby-Dritten Sir Hajo mit Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek. NL) war das Rennen nach einem Fehler in der Startphase frühzeitig beendet. Er wurde disqualifiziert.

Der von Arnold Mollema (60/Wolvega, NL) vorbereitete Geldschrank Armstrong As (Thomas Panschow/42/Bladenhorst) hatte sich nach einem Start aus der zweiten Reihe im Laufe des Rennens immer weiter nach vorne gearbeitet. Als das Feld auf die Zielgerade einbog, lag der Gewinner von exakt 128.042 Euro zwar in einer aussichtsreichen Position, machte dann jedoch einen Fehler und war damit aus dem Rennen.
Auf breiter Front kämpften auf der Zielgeraden gleich mehrere Pferde um den Sieg. Die größten Reserven hatte Wyard Beuckenswyk, der sicher mit einer halben Länge vor Höwings Kumpel gewann. Sir Groenhof, Doppeldecker und Sir Bajazzo belegten die Plätze.

Beinahe wäre die Taktik von Ex-Fußballer Hannes Bongartz (58/Bottrop) im Pokal der Traber Allianz West aufgegangen. Um eine günstige Startnummer zu bekommen, hatte Bongartz die fünfjährige Stute El Conchita erstmals zwei Gewinnklassen höher starten lassen. El Conchita liebt es, direkt am Flügel des Startautos zu kleben. So kommt sie gleich prächtig auf Touren, so Bongartz vor dem Rennen.

Und zunächst sah es auch so aus, als könne El Conchita (Gewinnsumme: 12.240 Euro) die Gegner mit einer Gewinnsumme von bis zu 19.502 Euro in Schach halten. Die Startphase gehörte der Bongartz-Stute, bis zur Zielgeraden war die ehemalige Serien-Siegerin in Führung zu sehen. Gegen die Angriffe der Konkurrenz wehrte sich El Conchita energisch, musste schließlich aber dem Sieger Rusty Columbus mit Anke Börnig (32/Dinslaken) und Utah Fortuna, gesteuert von Silvia Raspe (23/Wemb) den Vortritt lassen. Das war ein Traum-Rennen, freute sich Börnig.
Eine sehr gute Leistung von El Conchita, war Hannes Bongartz auch mit Platz drei einverstanden. Ich wollte sofort die Spitze übernehmen, das ist gelungen. Allerdings wirkte die Stute auf den letzten Metern etwas müde. Das kann am letzten Start gelegen haben, der nur acht Tage zurückliegt.

Im Kampf um das Berufsfahrer-Championat bleibt es spannend. Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) konnte sich am Nienhausen Busch mit dem überlegenen Weile-Erfolg mit Zanne Flevo und mit Goetmals Best zweimal in die Siegerliste eintragen. Der Silberhelm steht nun bei 144 Saison-Siegen. Der führende Michael Nimczyk (23/Willich) verpasste zeitgleich in Hamburg den 150. Jahres-Treffer, bleibt bei 149 vollen Erfolgen.

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Hohe Zweierwette: Satte 1.119 Euro für einen Euro

Woudstra macht Wetter glücklich

Gelsenkirchen (mspw) - Das gibt es wahrlich nicht alle Tage. Beim Sieg des 102:10-Außenseiters Vivaldi Teb mit Simon Woudstra (45/Herwen, NL) am Donnerstag (19-11-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen vor der 723:10-Außenseiterin Miss Dynamite (Wolfgang Musga/53/Dinslaken) zahlte die Zweierwette satte 11.193 Euro auf der Basis von zehn Euro Einsatz. Den richtigen Einlauf hatte nur ein einziger Wetter auf der Bahn am Nienhausen Busch auf seinem Tippzettel. Für einen Euro Einsatz kassierte er 1.119 Euro. Hinter Vivaldi Teb und Miss Dynamite belegte die von Willi Rode (71/Recklinghausen) vorbereitete 23:10-Mitfavoritin Bibi S (Ralf Oppoli/42/Recklinghausen) Rang drei. Die Dreierwette zahlte 5.393 Euro für zehn Euro Einsatz. Also nur rund die Hälfte der Zweierwette.

Ich hatte schon im Heat ein gutes Gefühl, sagte ein glücklicher Simon Woudstra. Allerdings hat Vivaldi Teb in den Bögen immer ein wenig an Boden verloren. Dafür habe ich keine Erklärung. Aber es hat ja auch so geklappt, strahlte der Niederländer.
Dabei sah es zunächst nicht nach einem Erfolg von Vivaldi Teb aus. Denn der sechsjährige Hengst war nach einem schwachen Start am Ende des Feldes zu sehen. Die Führung hatte gleich nach dem Ab Waikiki Boshoeve mit Patrick van Ooijen (32/Herwen, NL) übernommen. Vor den Tribünen wurde die Stute jedoch von Bibi S abgelöst. Miss Dynamite lag aussichtsreich im Mittelfeld.

Bis zum Schlussbogen hatte sich Vivaldi Teb bis auf die sechste Position verbessert. Dann zündete der Hengst den Turbo. Nach einem beeindruckenden Endspurt setzte sich Vivaldi Teb sicher mit einer halben Länge vor Miss Dynamite durch. Bibi S kämpfte gegen die Niederlage, wurde Dritte.
Die hohe Zweierwette hat mich selbst ein wenig gewundert, gab Wolfgang Musga nach Platz zwei mit Miss Dynamite zu Protokoll. Die Stute wurde wohl nach ihrem letzten Platz in Dinslaken Anfang November unterschätzt. Ich war mir aber sicher, dass der letzte Auftritt ein Ausrutscher war.

Äußerst vielversprechend sah zunächst das Debüt von Maxim Gorki aus dem Besitz von Franz Graupe (58/Rheinberg) im Yewel Boshoeve-Rennen aus. Lange war der dreijährige Wallach, der sich in einer starken durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:18,7 Minuten qualifiziert hatte, an der Spitze zu sehen. Doch auf der Zielgeraden gingen Maxim Gorki die Kräfte aus und er fiel bis auf Rang sechs zurück.
Der Sieg ging im Endspurt an die von Marcel Hauber (39/Deurze, NL) vorbereitete Zandina Boshoeve mit Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky. Und das trotz eines eher ungünstigen Startplatzes in der zweiten Reihe. Zentaur Boko mit Michael Schmid (42/Oberhausen) und Spirit in the Sky mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) hatten das Nachsehen.

Roland Hülskath ist der perfekte Mann für meine Pferde, lobte Trainer Marcel Hauber. Er hat Zandina Boshoeve optimal eingesetzt. Optimal lief es für Hülskath auch mit dem vom Claus Kolb (48/Ascheberg) vorbereiteten Rio Chavon. Der Erfolg mit dem 20:10-Favoriten war Hülskaths zweiter Tages-Sieg am Nienhausen Busch. Im Berufsfahrer-Championat konnte der Silberhelm den Rückstand auf den führenden Michael Nimczyk (23/Willich), der zeitgleich in Hamburg ein Rennen gewann, etwas verkürzen. Nimczyk hat 144 Saison-Erfolge auf dem Konto, Hülskath 137.
Neben Roland Hülskath gelangen auch Michal Schmid (Oberhausen) zwei Treffer in Gelsenkirchen. Der 42-Jährige war mit Super d’Aunou und Zagreb siegreich.

Im abschließenden Amateurfahren gab es den zweiten Erfolg in Serie von Chouchou (Rita Drees/67/Gronau-Epe), der sich gegen Thor Boshoeve (Silvia Raspe/23/Wemb) und Ulli Klee (Lutz Will/53/Dieburg) durchsetzte. Der 21:10-Favorit Eckstein, der erstmals in einem Amateurfahren startete, wurde mit Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) im Sulky wegen unreiner Gangart disqualifiziert.

Ralf Oppoli: Japa’s Dream kann es noch

Das Pferd mit der höchsten Gewinnsumme konnten die Besucher der Trabrennbahn in Gelsenkirchen am Donnerstag (19-11-09) schon vor dem ersten richtigen Rennen in Aktion bewundern. Japa’s Dream, Gewinner von 266.030 Euro, absolvierte erfolgreich einen Probelauf. Als Dritter trabte der neunjährige Wallach in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:20,6 Minuten locker durch das Ziel. Der von Willi Rode (71/Recklinghausen) für den Computer-Fachmann Stephan Jörgens (57/Bochum-Wattenscheid) trainierte Geldschrank soll in mehreren Probeläufen auf die Rückkehr in den Rennbetrieb vorbereitet werden.

Von Fahrer Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) wurde Japa’s Dream behutsam ins Rennen gebracht. Zunächst war der Wallach, der in seiner Karriere mehrere Prüfungen auf der berühmten Trabrennbahn in Paris-Vincennes gewinnen konnte, am Ende des Feldes zu sehen. Oppoli: Es lief alles nach Plan. Ich habe ihn eher vorsichtig gefahren, damit er sich wieder an die Renn-Situation gewöhnt.
Auf der Zielgeraden legte Japa’s Dream noch einmal zu. Nach einem durchaus sehenswerten Endspurt überholte der Wallach mehrere Teilnehmer und endete hinter Zatopek Boshoeve (Roland Hülskath/34/Mönchengladbach) und Keep Smiling (Danny Gratzki/29/Bladenhorst) auf Rang drei. Auch wenn das am Ende so nicht unbedingt geplant war. Da hat Japa’s Dream gezeigt, dass er es noch kann, strahlte Oppoli.
Und auch Trainer Willi Rode war mit der Leistung seines Schützlings, den Besitzer Jörgens seinen alten Herrn nennt, zufrieden. Der Probelauf ist optimal verlaufen. Wir werden Japa’s Dream in etwa zehn Tagen noch einmal testen. Eventuell benötigt er auch noch einen dritten Probelauf, so Rode. Wenn er mit den jungen Pferden dann wieder so gut mithält, werden wir ihn für ein Rennen melden.

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Ilse und Claus Kolb taten einen wahren Glücksgriff

Ascheberger vertrauten Roland Hülskath

Gesamtumsatz: 117.662,00 €, davon Bahnumsatz: 36.696,00 €
Gelsenkirchen (mspw) - Es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ilse Kolb (72) aus Ascheberg und ihr Sohn Claus (45), langjähriger Trabertrainer und Fahrer, Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) für eine Fahrt mit dem familieneigenen vierjährigen Wallach Rio Chavon verpflichtet haben. Erstmals mit Hülskath im Sulky langte es nach einer Reihe von Platzierungen am Sonntag (25-10-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen zu einem vollen Erfolg gegen höher eingeschätzte Gegner. Für Hülskath war es der 129. Jahressieg, den auch der in der Rangliste an zweiter Stelle positionierte Michael Nimczyk (23/Willich) mit Viktoria nicht verhindern konnte.

Nach diesem Rennen stand es im Championatskampf 129:125 für Hülskath. Ein beachtlicher Vorsprung, aber noch keinesfalls eine Vorentscheidung im Wettbewerb um Gold und Silber, zumal Nimczyk gleich im nächsten Rennen mit Zandina Boshoeve für Toto 58:10 einen Sieg nachlegte, so dass der Abstand zu Hülskath wieder nur noch drei Zähler betrug.
Roland Hülskath war nach seinem Sieg sehr zufrieden. Wir sind gut abgekommen, konnten immer vorne dabei bleiben. Auf der Zielgeraden hatte ich noch einiges in der Hand, so dass der Sieg letztlich leicht ausgefallen ist.
Michael Nimczyk hatte mit Viktoria aus dem Besitz des engagierten Züchters und Besitzers Hans-Joachim Kleemann (72/Berlin/Firma Stall Preussen) keine echte Siegchance, obwohl auch die von Herbert Jans (50/Lage) vorbereitete Stute immer vorne dabei war, allerdings nicht an die Innenkante kam.
Violet Phoenix, als 20:10-Favoritin in die Partie gegangen, war nach einem frühen Fehler mit Patrick van Ooijen (32/Herwen/NL) beim ersten Passieren der Tribüne disqualifiziert worden.
Black Leonie klebte“ mit Peter Grundmann (34/Ascheberg) lange am Schluss des Feldes, musste in dritter/vierter Spur durch den letzten Bogen und stieß nicht weiter nach vorne, als es zur Sache ging. Wessel Landerije mit Gerrit Gommans (59/Uedem) sicherte sich das dritte Geld. Für den lange führenden Zam Avon mit Wim van Buytene (52/Echt, NL) reichte es letztlich nur zu Rang vier. Florian Klee lief mit Klaus Horn (60/Marl) als Fünfter seine aktuelle Form aus.

Dass Michael Nimczyk mit Zandina Boshoeve in der zweiten Tagesprüfung zu einem vollen Erfolg kam, war für Trainer Marcel Hauber (39/Deurze, NL) keine besondere Überraschung. Wir hatten uns einiges ausgerechnet. Die kleine Stute hat ein großes Kämpferherz, was vor allem auf den letzten 500 Metern ein Riesenvorteil ist. Hinzu kommt, dass Michael hervorragend gefahren ist. Nimczyk war bis zum Schlussbogen vorne dabei, griff dann in dritter Spur an und war schnell in einem Vorteil, auch wenn der Richterspruch mit Kampf/Hals gegenüber Zizou AM mit Hubert W. Schoonhoven (58/Nije Berkoop/NL) denkbar knapp ausfiel.
Freedom of the Sea, im Besitz von Detlef Tappe (50/Oberhausen), dem Nu Pagadi-Eigner, patzte in diesem Rennen, machte mit Roland Hülskath nach knapp einer Runde am Schluss des Feldes einen Fehler und wurde aus der Wertung genommen. Noch zu unreif und unkonzentriert, befand Hülskath.

Deutschen Sieg im Drei-Länderkampf

sicherten Jörg Hafer und Anke Börnig

Gelsenkirchen (mspw) - Ein Sieg durch Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen), ein zweiter Platz durch Anke Börnig (32/Dinslaken) - schon war das Ding drin beim Länder-Vergleichstreffen der Amateur-Trabrennfahrer aus Deutschland, Dänemark und Schweden für die einheimischen Farben am Sonntag (25-10-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Es war ein haushoch überlegener Gesamtsieg des deutschen Aufgebots, das auf insgesamt 97 Punkte kam. Zweiter wurde Dänemark (42 Punkte) vor Schweden (40).

Deutschland war vertreten durch Amateurfahrer der Traber-Allianz West. Und die Westdeutschen machten es schon im ersten von zwei Vergleichsrennen so gut, dass die Gäste nicht gerade überglücklich in die Ställe zurückkehrten. Auf den ersten fünf Plätzen landeten nämlich deutsche Fahrer, allen voran Jörg Hafer, der mit Ocean of Fire aus dem Besitz von Patricia Ruckdäschel (47/Moers) nach einer Fahrt immer an der Innenkante einen überlegenen Sieg heraus fuhr. Wish me luck war kurzfristig Christoph Pellander (30/Köln) anvertraut worden. Der entlockte dem Hengst auf der Zielgeraden enorme Reserven, so dass Wish me luck noch auf Platz zwei nach vorne lief. Famous of Gold, den Heinz Michael Bockhoff (47/Recklinghausen) nach einer viermonatigen Pause vorstellte, zeigte auf der Zielgeraden bemerkenswertes Stehvermögen, so dass es noch zum dritten Platz reichte. Bockhoff: Ich habe sehr defensiv begonnen, wollte nichts überstürzen. Als ich merkte, dass ich noch etwas in der Hand hatte, bin ich richtig zugefahren. Famous of Gold lief sehr ordentlich. Da darf man nicht meckern.
Mit Hannes Bongartz (58/Bottrop) kam ein weiterer Teilnehmer mit der diesmal wieder gut trabenden El Conchita an der Innenkante auf Rang vier. Und da durch Wishmelucktoday, gefahren von Christoph Pellanders Vater Franz Josef (59/Kevelaer), auch der fünfte Platz in diesem Feld von einem deutschen Hobbyfahrer belegt wurde, war schon nach diesem Lauf eine Vorentscheidung über die Gesamtwertung gefallen. Deutschlands Traber-Allianz West führte mit 58 Zählern vor den Schweden (18) und den Dänen (12).

Im zweiten Vergleichsrennen sah es so aus, als wäre der sechsjährige Wallach Chicago mit dem Dänen Jörgen Reffling (63), einem gelernten Fotokaufmann, im Schlussbogen mit seinen Kräften am Ende. Er kam in dritter Spur nicht nach vorne, konnte Amazing Wish mit dem Schweden Roger Allercrantz (58) an der Spitze nicht verdrängen. Hinzu kam, dass Anke Börnig nun in zweiter Spur Bemms DT in die Entscheidung warf. Doch der 134:10-Außenseiter Chicago, der sich außerdem zu Beginn der Zielgeraden noch einen Rumpler erlaubte, kam aus dem Nichts weit außen noch einmal angeflogen, zog an der Konkurrenz vorbei, so dass Anke Börnig für den Sieg noch abgefangen wurde und sich mit Rang zwei zufrieden geben musste.
Miss Dynamite mit Martin Majewski (49/Gelsenkirchen), in einer vorentscheidenen Phase des Rennens vom späteren Sieger noch nach außen gedrängt und damit aus dem Rhythmus gebracht, lief dennoch auf den dritten Rang vor. Majewski: Ohne die Behinderung hätte ich durchaus noch weiter vorne landen können, denn meinem Pferd wurde der Schwung genommen.

Jörgen Reffling sicherte sich durch seinen Sieg mit Chicago und Rang sieben im ersten Vergleichsrennen noch den Gesamtsieg in der Einzelwertung, was bei den dänischen Gästen einigen Jubel auslöste. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Christoph Pellander, weil er mit Wish me luck Zweiter und danach mit Prinz Quufa Sechster wurde.
Glück hatte ein Wetter aus den Niederlanden, der von außerhalb einen Wettschein nach Gelsenkirchen geschickt hatte. Er setzte in der Viererwette des Tages insgesamt 45 Euro ein und traf dabei die Wette zum Grundeinsatz von 50 Cent. Ihm wurden 5.363,85 Euro ausgezahlt.


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Im mit 10.000 Euro dotierten Vorbereitungsrennen zum Stuten-Grand-Prix:

Love Times glückte ein Ausreißmanöver

Gelsenkirchen (mspw) - Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) und dem Hamburger Besitzer Florian Marcussen war es 1.250 Euro wert, die Stute Love Times für ein Vorbereitungsrennen auf den Stuten-Grand Prix, der in zwei Wochen (25. Oktober) auf der Bahn in München-Daglfing ausgetragen wird, noch nachträglich auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn mit einer Nachnennung an den Start zu bringen. Der Mut sollte belohnt werden. Denn mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky gewann Love Times den Test für das Finale in München hochüberlegen. 10.000 Euro wurden in dieser Steherprüfung am Sonntag (11-10-09) über 2.600 Meter ausgeschüttet, 5.000 Euro davon an Florian Marcussen.

Thomas Panschow: Das war ein Rennverlauf nach Maß. Einmal in Front gefahren, konnte ich das Tempo drosseln. 200 Meter vor dem Ziel glückte eine Tempo-verschärfung, um die Gegner deutlich in Schach zu halten.
Ein erfolgreiches Ausreißmanöver. Zufriedenheitenheit hier, totale Enttäuschung dort. Denn für die mit großen Erwartungen von Georg Frick (45/Hohenlinden) für den Stall Success von Frank Zickmantel (60/München) und Karl Bühler (47/Unterhaching) angespannte Jamilah Diamant war das Rennen so etwas wie ein Desaster. Jamilah Diamant, die für das mit 20.000 Euro dotierte Stuten-Rennen zum Großen Preis von Deutschland in einer Woche einem Test unterzogen werden sollte, war scheinbar nicht in Ordnung. Georg Frick: Ich stehe vor einem Rätsel. Schon am Start kam ich mit der Stute nicht gut weg, musste später in der Todesspur fahren und hatte auf der Zielgeraden nichts mehr in der Hand. Die Folge: Jamilah Diamant kam als letztes Pferd ins Ziel!
Georg Frick: Die Stute kann nicht in Ordnung gewesen sein. Wir werden sie jetzt genau untersuchen lassen und Mitte der Woche endgültig entscheiden, ob wir das Engagement in Gelsenkirchen am nächsten Sonntag wahrnehmen können.

Überhaupt nicht am Start war die Stute Betty Kramer, die im Vorjahr 17 Rennen für sich entschieden hatte. Trainer und Fahrer Jochen Holzschuh (34/Mönchengladbach) musste die Stute, die Louise Schacky aus Kalkar gehört, kurzfristig abmelden. Sie hat eine leichte Lahmheit hinten links, wird am Montag untersucht. Ich gehe davon aus, dass es nichts Schlimmes ist. Die Abmeldung war eher eine Vorsichtsmaßnahme, um den Start im Münchner Stuten-Grand Prix, bei dem es in Daglfing um 30.000 Euro geht, nicht zu gefährden, sagte Holzschuh.

Love Times gerüstet, Jamilah Diamant nicht in Glanzform, Betty Kramer mit Fragezeichen - das waren die Erkenntnisse nach dem Rennen in Gelsenkichen. Nicht vergessen sollten die Wetter allerdings auch den Auftritt von Velten Moviestar. Besitzerin Sigrid Velten (Hochheim) hatte bereits ein Stuten-Vorbereitungsrennen in Berlin mit Hans-Joachim Tipke (52/Heeslingen) im Sulky wahrgenommen. Der Start endete damals mit einer Disqualifikation. Diesmal mischte die Stute über weite Strecken an der Innenkante in dritter/vierter Position mit. Zu Beginn des Schlussbogens sah es so aus, als könne Velten Moviestar nicht mehr mithalten. Doch dann zog sie noch einmal an und kam an der Innenkante hinter Love Times noch auf den zweiten Platz vor Wies Buitenzorg, die mit Robin Vercammen (18/Oud Turnhout) in äußerer Spur unterwegs sehr viel tun musste. Volann Rich kam mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) diesmal fehlerfrei über die Runden und ließ als Vierte einen Formanstieg erkennen.

Favorit siegt: Aber Viererwette nicht getroffen

Das passiert auch nicht alle Tage. Auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn gewann Sonntag (11-10-09) zwar der haushohe 14:10-Totofavorit Candles N Caviar mit Michael Schmid (42/Oberhausen). Doch die Viererwette wurde nicht getroffen. Mit Starlight BR, den Tim Schwarma (18/Weeze) zum Totokurs von 1.267:10 auf Rang zwei und Nit Monsol mit Sigrid Eichler (49/Kevelaer) auf Rang drei (Totokurs sogar 3.167:10) hatte kein Wetter gerechnet, auch wenn mit dem für 55:10 notierten I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) einer der gemeinten“ Kandidaten noch auf dem vierten Platz ins Ziel kam. Wette nicht getroffen, das bedeutet einen Jackpot in Höhe von 5.493 Euro, ausgespielt am nächsten Sonntag (18. Oktober), wenn auch der mit 175.000 Euro dotierte Große Preis von Deutschland auf der Tageskarte steht.

Candles N Caviar, der dem niederländischen Trabertrainer Age Posthumus (44/Koekange) gehört, war von Michael Schmid früh an die Spitze beordert worden. Und damit war die Partie auch schon entschieden, zumal Robbin Bot (18/Wolvega, NL) im Schlussbogen mit Ysvogel in zweiter Position außen einen Fehler machte und damit aus der Partie war.

Während Starlight BR mit dem Lehrlings-Vize-Europameister Tim Schwarma erst auf der Zielgeraden in die Entscheidung geworfen wurde, mischte Sigrid Eichler mit dem aus Spanien stammenden Wallach Nit Monsol von Beginn an innen auf Rang zwei/drei immer gut mit und zog auch auf den letzten Metern ordentlich durch. I will fight for U belegte zeitgleich mit Nit Monsol den vierten Rang, während Youthful Hanover mit Rick Wester (24/Schaandamm, NL) auf Platz fünf schon sehr deutlich zurück über die Ziellinie lief.

In den beiden einleitenden Rennen hatte es schon Siege für niederländische Interessen gegeben. Yankee Attack setzte sich zum Kurs von 44:10 mit Jan van Dooyeweerd (47/Hoofdorp, NL) für Peter Wisker (60/Haarlem/NL) durch. Wisker, ein Pferdemetzger, gehörte vor Jahren zu den erfolgreichsten niederländischen Amateurfahrern. Er war Sonntag ebenso selbst zur Rennbahn am Nienhausen Busch angereist wie sein Landsmann und Kommunikationskaufmann Wilco van der Jagt (41/Wuustwezel). Auch dieser Besuch sollte sich lohnen. Mit Thomas Panschow im Sulky gewann van der Jagts Miracle Lavec, trainiert in Wolvega von Arnold Mollema (60), leicht und kam damit zum dritten Erfolg in Serie.
Einen weiteren deutschen Fahrererfolg gab es in der ersten Abteilung des Amateurfahrens. Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) setzte sich mit Zilverboy Worthy leicht durch.

Alles andere als zufrieden sein dürfte der am Platze anwesende Trainer Marcel Hauber (39/Assen, NL) mit der Vorstellung von Yason Boko, der mit Robin Bakker (26/Deurze, NL) als 16:10-Totofavorit ins Rennen gegangen war. Von seiner Generalprobe für den Großen Preis von Deutschland, der am nächsten Sonntag in Gelsenkirchen gelaufen wird, hatten sich auch die Wetter mehr erwartet. Robin Bakker schickte den vierjährigen Hengst sehr verhalten auf die Reise, war lange an achter Position in zweiter Spur zu sehen. Auf äußeren Wegen kämpfte sich der Hengst zwar zum Schluss auf Rang drei vor, war jedoch vom Sieger Wim Robel mit Thomas Kooyman (48/Lynden, NL), der äußerst knapp und genau auf der Linie Chingagchook mit Patricia Ruckdäschel (47/Moers) noch abfing, weit entfernt. Nach dieser Vorstellung ist Yason Boko am nächsten Sonntag wohl nur krasser Außenseiter.


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Yardley Rich gewann im Spaziergang

Gelsenkirchen (mspw) - Um mindestens 150.000 Euro geht es in knapp zwei Wochen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn beim Großen Preis von Deutschland“. Bei diesem Vierjährigen-Rennen wird es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Derby-Sieger Nu Pagadi und seinem Herausforderer Yardley Rich kommen. Letzterer probte am Sonntag (4-10-09) am Nienhausen Busch und kam in einem Probelauf zu einem leichten Sieg mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky. Für Yardley Rich war es ein besserer Spaziergang. Eine überzeugende Arbeit für Panschow: Trainer Arnold Mollema wird den Hengst am Tag des Deutschland-Preises in Glanzform vorstellen.

Arnold Mollema (60/Wolvega, NL) selbst weilte am Wochenende in Skandinavien, schnüffelte dabei auch in Solvalla, wo er Rennen und eine Auktion besuchte, ein wenig hinter den Kulissen, um etwas über die aktuelle Verfassung des zur Zeit in Schweden bei Stig H. Johansson trainierten Derby-Siegers Nu Pagadi zu erfahren. Der Hengst, der dem Oberhausener Unternehmer Detlef Tappe (50) gehört, eilt in Schweden von Sieg zu Sieg, dürfte in dieser Verfassung auch beste Chancen haben, im Großen Preis von Deutschland am Sonntag, 18. Oktober, ein dickes Preisgeld zu gewinnen.

Von seinem Personal erhielt Mollema gleich nach dem Auftreten am Sonntag in Gelsenkirchen einen Bericht über das Laufen seines vierjährigen Schützlings, der dem früheren Architekten Johannes de Rijk aus den Niederlanden gehört. Mollema, dessen Gattin Jolanda und Sohn Jannick in Gelsenkirchen zu Gast waren, zeigte sich zufrieden mit den aktuellen Meldungen vom Nienhausen Busch. Das konnte er auch sein, denn Thomas Panschow tat nicht mehr, als unbedingt nötig war, um die Gegner in Schach zu halten. Erst knapp 200 Meter vor dem Ziel nahm er Yardley Rich in dritter Spur zu einem Angriff heraus und siegte leicht mit vier Längen. Die Siegerzeit betrug 1:16,0 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer. Damit wird Yardley Rich in knapp zwei Wochen zwar bei weitem nicht hinkommen. Aber Thomas Panschow hatte beim Überqueren der Ziellinie noch einiges in der Hand.

Kim Veening (27), Pflegerin von Yardley Rich, der im niederländisch-friesischen Wolvega vorbereitet wird, verriet: Wir haben den Hengst zuletzt im tiefen Sand trainiert, damit er Kondition, Kraft und Luft bekommt. Die Vorstellung jedenfalls war beeindruckend. Thomas Panschow: Der Probelauf war dazu da, um Yardley Rich in den richtigen Laufrhythmus zu bringen. Es ist alles planmäßig gelaufen.

Dass die Stallform bei Arnold Mollema stimmt, wurde auch wenig später im Winrace.de-Rennen“ unterstrichen. Auch hier setzte sich mit dem dreijährigen Wallach und 15:10-Favoriten Zanetti Djamel, hinter dem ebenfalls Thomas Panschow als Steuermann saß, erneut ein Mollema-Starter durch, wiederholte damit seinen kürzlichen Gelsenkirchener Erfolg und lief dabei mit 1:16,5 Minuten sogar noch zwei Zehntel-Sekunden schneller als am 20. September an gleicher Stelle.
Das Mollema/Panschow-Festival war damit aber noch längst nicht beendet. Denn Panschow sorgte mit dem dreijährigen Hengst Miracle Lavec, der am Toto mit 30:10 honoriert wurde, und mit dem 16:10-Favoriten Mystery Lavec für zwei weitere Mollema-Treffer.
Gelsenkirchen: Test für Züchter-Krone kurzfristig abgesagt

Pablo Picasso muss mit Fieber passen

Eckstein siegt zum fünften Mal in Serie

Gelsenkirchen (mspw) - Betreuer Thomas Holtermann (27/Mühlen) hatte alles prima vorbereitet. Der sechsjährige Wallach Pablo Picasso sollte Sonntag (4-10-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn für den Stall von Dagmar und Thomas Bosner (Stall Adamas/Bargteheide) den Feinschliff für den Start bei der Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November (6. bis 8.11.) auf der Bahn am Nienhausen Busch erhalten. Daraus wurde nichts. Pablo Picasso musste kurzfristig wegen einer Halsentzündung (Fieber und Husten) abgemeldet werden. Holtermann: Die Züchter-Krone können wir jetzt wohl vergessen.
Der Neffe von Traber-Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) beklagt seit einigen Tagen eine Grippe-Epidemie in seinem Mühlener Trainingscamp. Fünf Pferde waren bis Sonntag nachweislich davon betroffen. Holtermann: Neben Pablo Picasso hat auch der vierjährige Hengst Bagley Fieber. Auch für ihn sieht es im Hinblick auf die Züchter-Krone nun nicht allzu gut aus.
Durchaus möglich, dass auch U.S.Lane aus dem Stall Adamas, der ebenfalls im Mühlener Holtermann-Stall steht, betroffen ist. Im Gegensatz zu Pablo Picasso, der am Sonntag vor dem Preis der Deutschen Einheit noch abgemeldet worden war, kam Derby-Finalist U.S.Lane mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) an den Start - und patzte.
Hülskath hielt den schwarzbraunen Hengst lange an vorletzter Position, nahm ihn Ende des Schlussbogens zu einem Angriff heraus. U.S.Lane reagierte mit einem Fehler und wurde disqualifiziert. Thomas Holtermann wollte die Disqualifikation nicht auf die Epidemie zurückführen. Ich glaube, dass es daran lag, dass U.S.Lane in den Bögen bisweilen Probleme hat, vor allem bei plötzlicher Tempo-Verschärfung.

Yankee Elmo mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst), zuvor bereits dreifacher Tages-Sieger mit Pferden, die von Arnold Mollema trainiert werden, schien an der Innenkante für einen weiteren Volltreffer hin zu kommen. Doch dann kämpfte sich Eckstein mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) trotz eines nicht gerade passenden Rennverlaufs Meter für Meter in bravouröser Manier an Yankee Elmo heran und ging sicher noch mit einer Länge vorbei als Sieger durchs Ziel.

Für den vierjährigen Wallach Eckstein war es bereits der fünfte Sieg in Serie! Dessen Trainer Willi Rode (71/Recklinghausen) strahlte: Eckstein ist nicht der beste Beginner. Aber er kämpft unwahrscheinlich, hat sich kontinuierlich verbessert und läuft seit Wochen in der Form seines Lebens. Die Besitzer Ursula und Manfred Sauer aus Mainz dürfen sich über ihren Eckstein jedenfalls immer wieder freuen. Yankee Elmo blieb Zweiter. Hannieball mit John Westenbrink (28/Meppel, NL) kam auf Rang drei.


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Der Silberhelm im neuen Gerrits-Dress

Roland Hülskath jetzt

in Schwarz: Gelb siegt

Gelsenkirchen (mspw) - Die Besucher der Trabrennbahn in Gelsenkirchen rieben sich am Donnerstag (24-9-09) verwundert die Augen. War das wirklich Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), der im ersten Rennen des Tages mit Cabo di Paulo an den Start ging? Des Rätsels simple Lösung: Der Silberhelm stellte sich am Nienhausen Busch erstmals im neuen Dress vor (Bild). Nahezu ganz schwarz ist das neue Oberteil des Deutschen Vize-Meisters. Der rot-weiße Anzug hat ausgedient, erklärte Hülskath, der jetzt von den Unternehmern Leendert und Willem Gerrits (Helmond, NL) gesponsert wird. Mit Zar As aus dem Besitz der Gerrits-Brüder hatte Hülskath Anfang August das Deutsche Traber-Derby gewonnen. Auf den ersten Sieg im neuen Anzug musste Hülskath - zumindest zu Beginn der Veranstaltung am Nienhausen Busch - allerdings noch warten.

Denn der von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vorbereitete Cabo di Paulo, der den Fußball-Profis Tobias Willi (29/MSV Duisburg) und Zlatan Bajramovic (30/Eintracht Frankfurt) sowie Berater Thorsten Weck (41/Essen) gehört, machte auf der Zielgeraden in zweiter Position einen Fehler. So hatte nicht Schwarz, sondern Gelb die Nase vorn. Lokalmatador Peter Poen (52/Gelsenkirchen), wie immer im traditionellen gelben Dress unterwegs, steuerte den 24:10-Favoriten Luciano zum ersten Karriere-Sieg.
Ich habe mit Luciano gleich eine gute Lage erwischt und konnte hinter einem Führpferd wertvolle Kräfte sparen. Auf der Zielgeraden hat der Wallach seine Speed-Stärke ausgespielt, freute sich Poen. Gleich nach dem Start hatte sich Rebell Columbus mit Michael Nimczyk (23/Willich) an die Spitze des Feldes gesetzt. Einen guten Antritt erwischte auch die von Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) gesteuerte Rhea Silvia TO. Luciano, als einziger Teilnehmer aus der zweiten Reihe gestartet, war bereits vor den Tribünen an vierter Stelle zu sehen. Für Zamunameadow mit dem Niederländer Tom Kooyman (48/Lynden) war das Rennen zu diesem Zeitpunkt wegen eines Fehlers schon gelaufen. Die dreijährige Stute wurde bei ihrem ersten Start überhaupt disqualifiziert.

Im Schlussbogen wurde Cabo di Paulo vom Silberhelm in die äußere Spur beordert und machte Boden gut. Mit dem immer noch führenden Rebell Columbus sowie Luciano und Cabo di Paulo kamen auf der Zielgeraden nur noch drei Gespanne für den Sieg in Frage. Den Nimczyk-Schützling verließen zuerst die Kräfte, er fiel zurück. Gerade als es aussah, als könnte Cabo di Paulo beim achten Start zu seinem ersten Erfolg kommen, unterlief dem Hengst ein Fehler und er wurde aus der Wertung genommen. Wenig später erwischte es auch Rebell Columbus. Am Sieg von Luciano mit Lokalmatador Peter Poen gab es deshalb nichts mehr zu rütteln.
Von den Disqualifikationen profitierte Chariots of Fire mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst). Die von Wolfgang Kamps (Dinslaken) vorbereitete dreijährige Stute kam bei ihrem Premieren-Start auf den zweiten Platz. Der Rückstand auf den überlegenen Sieger betrug eine Weile. Rang drei ging an Rhea Silvia TO.

Drees und Priamus wieder ein Traumpaar

Wenn die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe) mit dem sechsjährigen Wallach Priamus an den Start geht, ist ein Sieg fast schon vorprogrammiert. Das war am Donnerstag (24-9-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen im Traloppo-Rennen nicht anders. Zum Totokurs von 15:10 setzte sich der klare Favorit Priamus aus dem Besitz von Gisela (63) und Hubert Glied (65) aus Heek gegen 13 Konkurrenten durch. Beim achten Start mit Priamus war es für Drees bereits der sechste Erfolg. Die beiden sind einfach ein Traumpaar, war Hubert Glied nach dem Rennen begeistert.
Das war eine Glanzvorstellung, lobte auch Klaus Horn (60/Marl), Trainer von Priamus. Rita Drees ist für den Wallach die Ideal-Besetzung. Sie hat das richtige Händchen für ihn und weiß genau, wie sie mit ihm umgehen muss.

Sonny Parker mit Nicole Hildebrandt (35/Borken) hatte sich zunächst an die Spitze gesetzt. Mission Impossible, gesteuert von seinem Besitzer Stephan Inhester (41/Gelsenkirchen), war nach einem schnellen, aber kräftezehrenden Antritt durch äußere Spuren an zweiter Stelle zu sehen. Als das Feld zum ersten Mal auf die Tribünen-Gerade einbog, attackierte Priamus. Scheinbar spielerisch stürmte der sechsjährige Wallach an die Spitze und legte sofort einige Längen zwischen sich und den Rest des Feldes.

Zwar waren die Verfolger im Schlussbogen wieder etwas näher heran gekommen. Doch auf der Zielgeraden war gegen den erneuten Antritt von Priamus kein Kraut gewachsen. Überlegen mit dreieinhalb Längen gewann Priamus vor Sonny Parker. Weitere sechs Längen dahinter kam Matrix Me mit Ursula Neumeyer (39/Werl-Büderich) durchs Ziel. Vierter wurde Mecnap mit Dr. Wolfram Siemens (43/Mönchengladbach). Für zehn Euro Einsatz zahlte die Viererwette auf diesen Einlauf 9.524 Euro.
Mission Impossible wehrte sich an der Innenkante tapfer, konnte im Endspurt aber nicht mehr zulegen und fiel noch hinter Ain’tshes Way mit Lothar Enzmann (47/Oer-Erkenschwick) auf den sechsten Platz zurück. Auf der Zielgeraden hat die Kraft gefehlt, analysierte Fahrer und Besitzer Stephan Inhester.

Den Hattrick für Trainer Klaus Horn machte Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) mit gleich zwei Siegfahrten in Serie perfekt. Der Silberhelm, erstmals mit seinem neuen schwarzen Dress, steuerte zunächst die dreijährige Stute Norwegian Dream zum Totokurs von 19:10 zum Sieg. Sie ist eine Halbschwester von Ex-Derbysieger Nu Pagadi, kam der starke Auftritt für Trainer Horn keineswegs überraschend. Nur wenig später steuerte Europameister Hülskath mit Foto Finish einen weiteren Horn-Schützling beim achten Saison-Start zum dritten Sieg. Im Championat der Trabrenn-Berufsfahrer rangiert Hülskath, der nun 109 Jahressiege auf seinem Konto hat, nur noch einen Treffer hinter Titelverteidiger Michael Nimczyk (Willich). Der 23-Jährige ging am Nienhausen Busch diesmal leer aus. Neben Hülskath kam auch Rita Drees zu zwei Erfolgen.

Einen Sieg in ihrer Parade-Disziplin verpasste Trabreit-Spezialistin Marisa Bock (28/Schöneiche). Mit dem von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vorbereiteten Prince of Night musste sich die ehemalige Recklinghäuserin mit Rang zwei zufrieden geben. Der Sieg ging an den 40:10-Mitfavoriten Udo Siebar mit dem Niederländer Nick Hollenberg. Beide Pferde waren mit einer Zulage von 25 Metern in die Bänderstart-Prüfung gegangen. Prince of Night hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Udo Siebar war einfach besser, nahm es Marisa Bock gelassen.
Vierjährigen-Test für Deutschland-Preis an Gerd Biendl

Perl’s Fortune sticht Yardley Rich aus

Gelsenkirchen (mspw) - Für Adam Schneider aus Abendsberg war es ein schöner Abend, denn der Ausflug des vierjährigen Hengstes Perl’s Fortune, mit dem der bayerische Spitzenfahrer Gerd Biendl (52/München) für Besitzer Schneider nach Gelsenkirchen gereist war, hat sich gelohnt. Perl’s Fortune sicherte sich souverän den Sieg im mit 10.000 Euro dotierten Preis von Düsseldorf, ein Testrennen für vierjährige Traber, die allesamt noch eine Nennung für den auf der Trabrennbahn am Nienhausen Busch terminierten Großen Preis von Deutschland (Dotierung mindestens 150.000 Euro) haben.

Biendl hatte gleich nach dem Start mit sehr schnellem Antritt von Perl’s Fortune die Spitze genommen. Hannieball mit John Westenbrink (27/Meppel/NL) war dicht dabei, ebenso Yewel Boshoeve mit Robin Bakker (26/Deurze/NL).
Classic Design fiel früh durch einen Fehler aus. Von den Teilnehmern des zweiten Bandes (25 Meter Zulage) war in vorderen Reihen auch nach gut der Hälfte der Distanz noch nichts zu sehen. Thomas Panschow (42/Bladenhorst) griff mit dem Favoriten Yardley Rich aus dem Aufgebot von Arnold Mollema (60/Wolvega) Mitte der Gegengeraden als erster Zulage-Fahrer an, kam außen bis auf Rang drei vor, drang jedoch nicht weiter durch. Im Fahrwasser war auch Yogi Kievitshof mit Michael Nimczyk (23/Willich) weiter gekommen. Sunrise Star machte mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) einiges an Boden wett.

In Front aber legte nun Gerd Biendl mit Perl’s Fortune, der zwischenzeitlich das Tempo gedrosselt hatten, nun wieder zu. Biendl (im Bild bei der Siegerehrung) konnte sich gelassen auf der Zielgeraden nach den Gegnern umschauen, ehe er mit fünf Längen Vorsprung überlegen die Ziellinie überquerte.
Biendls Kommentar: Das hat sich ja gelohnt. Ich bin schließlich nur für eine einzige Fahrt 650 Kilometer angereist. Im Vorfeld wäre es vermessen gewesen, sich etwas für einen chancenreichen Start beim Großen Preis von Deutschland auszurechnen. Nun aber werden wir uns ganz auf dieses Ereignis konzentrieren. Und wenn wir am 18. Oktober in Gelsenkirchen starten, dann werden wir uns nicht blamieren.

Hannieball und Yewel Boshoeve nutzten ebenso wie der Sieger den Bandvorteil. Yogi Kievitshof (Michael Nimczyk: Ich musste im letzten Bogen noch einmal kurz aufnehmen, was mich bestimmt eine halbe Länge gekostet hat.) war auf Rang vier der beste Teilnehmer aus dem zweiten Band, blieb damit vor Yardley Rich und Sunrise Star, deren Fahrer nicht zufrieden gewesen sein dürften. Die übrigen Teilnehmer spielten keine Rolle.
Gelsenkirchen: Montebella Rapida kam zu souveränem Erfolg

Noch nicht alles paletti mit Zanetti

Gelsenkirchen (mspw) - Nicht schlecht, dieser zweite Platz des dreijährigen Wallachs Zanetti Djamel am Donnerstag (10-9-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn mit Michael Schmid (42/Oberhausen) im Sulky. Der von Arnold Mollema (60) im niederländischen Wolvega vorbereitete Derbystarter (Fünfter im Vor- und Trostlauf) hielt sich gegen die Seriensiegerin Montebella Rapida mit Willem Goedhart (59/Loosdrecht) nicht schlecht. Ob das aber reicht, um am 20. September auch im Gelsenkirchener St. Leger mit Chancen an den Start gehen zu können, das wird Arnold Mollema wohl erst entscheiden, wenn er genau abschätzen kann, wie Zanetti Djamel den Start in Gelsenkirchen weggesteckt hat.
Zanetti Djamel ist kein guter Beginner. Deswegen war die Startnummer 1 nicht gerade ein Vorteil, meinte Michael Schmid, war allerdings mit dem Abschneiden des Mollema-Schützlings keineswegs unzufrieden. Er ist zwei Jahre jünger als die Siegerin. Das darf man nicht vergessen, sagte der Oberhausener.

Am Start jedenfalls reihte sich Zanetti Djamel zunächst an fünfter Position ein. Vorne war zunächst Super Jo mit dem Niederländer Cees Kamminga (44/Willemsoord) zu sehen. Doch Willem Goedhart, Frührentner, der am Vortag 59 Jahre geworden war, setzte sofort mit Montebella Rapida nach und übernahm die Führung. Jette Way mischte mit Michael Nimczyk (23/Willich) von Beginn am im Vorderfeld mit. Nur anfangs war der von Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) gefahrene Zilverboy Worthy dabei. Doch die erste Vorstellung, seitdem der dreijährige Hengst bei Henk Grift (34/Kevelaer) ist, war recht nichtssagend. Der Hengst landete schließlich weit abgeschlagen.

Michael Schmid hatte Zanetti Djamel exakt eine Runde vor Schluss herausgenommen und schob sich schnell und überzeugend auf die zweite Position vor. Dabei blieb es denn auch, denn vorne gab sich Montebella Rapida sehr souverän. Das hatte Schmid auch schnell erkannt, so dass er sich mit dem sicheren zweiten Platz abfand. Jette Way kam auf den letzten Metern noch einmal gut auf. Doch mehr als Rang drei war nicht drin.

Nicht gerade übertrieben zuversichtlich zeigte sich Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vor dem Start zum Zweijährigen-Rennen des Abends. Mal schauen, was Speedy Woman und Beyoncee, die beide noch eine Nennung für den Winterfavoriten haben, drauf haben. Sie sollen Rennerfahrung sammeln. Gegen den Kamminga-Starter Armstrong Transs R wird es wohl ganz schwer werden, so Holtermann.

Umso mehr strahlte er nach dem Rennen. Denn sein Schützling Beyoncee, eine Stute des Gestüts Lauvenburg von Heinrich Gentz (53/Kaarst), legte eine saubere Vorstellung hin. Roland Hülskath war schnell in Front gefahren, ließ das Tempo dann abflachen, ehe er sich zu Beginn der Zielgeraden um zwei, drei Längen von den Verfolgern absetzte und in recht überzeugender Manier gewann. Der hoch eingeschätzte Armstrong Transs R hatte sich in der Anfangsphase einen Fehler erlaubt, kam zwar noch einmal vom Ende des Feldes besser ins Bild. Doch am Ende war Kees Kamminga mit dem Hengst nur Zweiter knapp vor Antoine le Blanc mit Andre Bakker (31/Wolvega).
Gerd Holtermann: Das war doch schon ganz ordentlich von Beyoncee. Darauf kann man aufbauen. Speedy Woman dagegen, vorgestellt von Thomas Panschow (42/Bladenhorst), spielte keine Rolle und kam als fünfter und letzter Teilnehmer ins Ziel.

Eine sehenswerte Vorstellung hatten die Besucher bereits im dritten Rennen des Abends gesehen. Trotz Zulage siegte Welmoed Landerye mit Robin Bakker gegen durchaus gute Konkurrenz wie Yankee Elmo mit Roland Hülskath, der sich im Kampf um den zweiten Platz hauchdünn gegen Jasmina mit Michael Schmid (42/Oberhausen durchsetzte. Gegen den überragenden Sieger waren sie ohne echte Möglichkeit. Siegfahrer Robin Bakker freute sich: Ich hatte unterwegs eigentlich nicht so viel in der Hand. Aber im Einlauf haben wir dann eine richtige Rakete gezündet.

Im Traloppo“-Rennen, dotiert mit 2.550 Euro, stand ein Jackpot von fast 6.000 Euro für die Wetter zur Verfügung. Für die Viererwette wurde eine Garantieauszahlung von 10.000 Euro gegeben.
Der frische Doppelsieger Lincolns Crown musste bei seinem Angriff Mitte der Gegengeraden mit Michael Nimczyk viel tun, ging weite Wege und kam gegen Treasure Trail mit Johannes Bot nicht mehr für den Sieg hin. Aber Nimczyk war immerhin der einzige deutsche Fahrer, der an der Viererwette beteiligt war, denn mit Robin Bakker (Abby Compli) und John Westenbrink (Lorenzana) auf den Plätzen drei und vier waren außer Siegfahrer Johannes Bot noch zwei weitere Niederländer ganz vorne mit dabei. Dass die Quoten nicht gänzlich explodierten, war wohl dem zweiten Rang von Lincolns Crown zuzuschreiben. Immerhin zahlte die Viererwette noch 16.012 Euro auf der Basis von zehn Euro Einsatz.
Über gleich zwei Siege bei den Amateuren freute sich Anke Börnig (32/Dinslaken). Silberhelm Roland Hülskath überquerte bei den Profis zweimal als Erster die Ziellinie.


Silberhelm Roland Hülskath sorgt auch für die Familienkasse

Der 100. Sieg mit Willucio Toscana

Gelsenkirchen (mspw). Die 800 Euro, die es für den sechsten Sieg in Serie des fünfjährigen Wallachs Willucio Toscana am Sonntag (30-08-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn gab, dürften Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) besonders gefreut haben. Der Wallach gehört nämlich Hülskaths Lebensgefährtin Sigrid Unger (37) und entpuppt sich immer mehr als sehr guter Ankauf. Sechs Siege in diesem Jahr, dazu zwei Platzierungen: Das kann sich sehen lassen. Bemerkenswert auch, dass es für den ehrgeizigen Mönchengladbacher der 100. Sieg in diesem Jahr war, womit er dem in der Championatswertung führenden Michael Nimczyk (23/Willich) wieder näher auf die Pelle rückte.
Endlich habe ich auch mal wieder mit Willucio Toscana gewonnen, strahlte Roland Hülskath, mit dem der Wallach Anfang Juni seine Siegesserie gestartet hatte. Zuletzt war Rita Drees viermal die Siegfahrerin. Hülskath weiter: Der Wallach stand diesmal über dem Feld, hatte überhaupt keine Probleme.

Zufrieden war auch Michael Schmid (42/Oberhausen), der mit Riwa auf Rang zwei landete. Mit der Siegerin des Stutenderby-Trostlaufs hatte er zwar noch einen Angriffsversuch auf den Piloten gestartet, aber schnell erkannt, dass gegen den Sieger kein Kraut gewachsen war. Schmid: Wir sind diesmal an einem übermächtigen Gegner gescheitert. Aber Riwa, die Rabea Schulze Wienker (37/Versmold) gehört, ist ein gutes dreijähriges Pferd, das vor einer ordentlichen Zukunft stehen sollte.

Rang drei ging an Yukon Montana mit dem Niederländer Thomas Kooyman (48/Lynden), der Gregor Baumeisters Noble Star noch abfing. Noble Star hatte bis zum Schlussbogen der enteilten Dreier-Gruppe mit Willucio Toscana und Riwa angehört, zog jedoch auf den letzten Metern mit Michael Nimczyk nicht energisch genug durch, so dass man nun wohl von Plänen, demnächst in München-Daglfing zu starten, Abstand nehmen wird. United Star lief mit Manfred Bandemer (50/Möchengladbach) auf Rang fünf brav seine Form aus. Maralena war mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) schon am Start nicht gerade spritzig abgekommen und konnte nie in die Entscheidung eingreifen.

Trotz größter fahrerischer Anstregungen von Peter Grundmann (33/Ascheberg) reichte es für den auf Platzgelder abonnierten fünfjährigen Wallach Egaldus in der zweiten Tagesprüfung erneut nicht zum vollen Erfolg. Immerhin gab es für Besitzer Dr. Wolfram Siemens (Rechtsanwalt aus Mönchengladbach) die neunte Platzprämie hintereinander. Diesmal waren es für den zweiten Platz hinter Super Jo mit Cees F. Kamminga (44/Willemsoord/NL) 300 Euro.
Die Enttäuschung in diesem Rennen kam vom frischen Doppelsieger Sunny Boy, der als 20:10-Favorit mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) angetreten war, aber auf dem letzten Rang landete. Lag es daran, dass Sunny Boy, der Heike Klute aus Recklinghausen gehört, lange auf dem zweiten Platz in der Außenspur hängen geblieben war? Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) stand jedenfalls vor einem Rätsel, hatte keine Erklärung dafür, warum Sunny Boy auf den letzten 300 Metern total abbaute.


Sir Karan: Immer näher an 300.000 Euro

Hülskath hatte alles unter Kontrolle

Roland mit Sir KaranGelsenkirchen (mspw) - Nach drei Auftritten gegen beste französische Klasse, bei denen lediglich jeweils sechste Plätze heraussprangen, lief der Ex-Derbyzweite Sir Karan aus dem Besitz von Ursula Augst (67/Sprockhövel) und Manfred Wulf (69/Lüdinghausen) am Donnerstag (13-8-09) mal wieder auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, siegte dabei mit dem WM-Vierten Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) trotz einer Zulage von 25 Metern äußerst souverän und nähert sich nun immer mehr der respektablen Gewinnsumme von 300.000 Euro.

Aus dem Umfeld des sechsjährigen dunkelbraunen Hengstes war zu erfahren, dass er in Kürze noch einmal in Frankreich angespannt werden soll, dass aber auch ein Engagement in der Züchter-Krone im Herbst auf der Rennbahn am Nienhausen Busch fest eingeplant ist. Spätestens dann sollte die 300.000 Euro-Marke geknackt werden.

Nachdem zuletzt meist Michael Schmid (42/Oberhausen) Sir Karan gesteuert hatte, war diesmal Roland Hülskath verpflichtet worden. Der kam mit dem Hengst bestens zurecht, hatte schnell die Zulage wettgemacht und wurde früh an die Spitze geführt, wo zunächst Höwings Kumpel mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) und Yogi Kievitshof mit Michael Nimczyk (23/Willich) zu sehen waren. Einmal in Front, war die Partie für Sir Karan entschieden.
Es ist ein Vergnügen, ein Pferd wie Sir Karan zu fahren. Er stand eindeutig über der Konkurrenz, sagte Roland Hülskath, dem an diesem Abend zwei Siege gelangen.
Antzinthepantz mit Vincent Martens (39), dem Bruder des belgischen Ex-Weltmeisters Christophe Martens wurde mit sechs Längen Rückstand auf Sir Karan Zweiter vor Yogi Kievitshof mit Michael Nimczyk. Der Yogi, im Besitz des früheren Springreiter-Europameisters Thomas Fuchs und seiner Frau Renata, lief bei seinem Deutschland-Jahresdebüt durchaus ansprechend, nachdem er beim Heat sehr verschwitzt ausgesehen hatte. Eine Enttäuschung war der Auftritt des früheren Derby-Zweiten Sir Hajo, der mit Robin Bakker (26/Deurze/NL) ausdruckslos lief und nur mit Mühe sowie ohne bessere Aussichten nur Vierter wurde.


Dramatischer Endkampf zum Auftakt

Gelsenkirchen (mspw) - Die besten deutschen Trabrennfahrer schenken sich nichts im Kampf um das Fahrer-Championat. Bestes Beispiel: Der führende Goldhelm Michael Nimczyk (23/Willich) und Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) lieferten sich Donnerstag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn ein dramatisches Duell mit Robinson Columbus und Volero, bei dem der Zielrichter schon sehr genau hinschauen musste, um feststellen zu können: Volero war mit Hülskath nach der Distanz von 2.000 Metern ganze drei Zentimeter vor seinem Widersacher im Ziel. Kampf, kurzer Kopf, so lautete der Richterspruch nach einem großartigen Einsatz sowohl von Fahrern als auch von Pferden.

Volero-Sieg Volero hatte mit sehr schnellem Antritt sofort die Spitze übernommen. Doch Michael Nimczyk wollte sich das nicht bieten lassen. Schon im ersten Bogen setzte er sich mit Robinson Columbus an die Spitze, als plötzlich auch Priamus mit Klaus Horn (60/Marl) sehr viel Angriffslust bewies. Doppelsieger Columbus wurde attackiert, Priamus ging nach vorn. Dahinter ergab sich für Roland Hülskath und Volero eine Traumlage im Windschatten.

Erneut ergriff der Goldhelm die Initiative, rückte Priamus aus dem Besitz von Gisela (63) und Hubert Glied (64/Heek) auf den Pelz und besorgte seinem Schützling wieder die Führung. Das alles konnte sich Roland Hülskath gelassen anschauen.
Mit Erreichen der Zielgeraden ließ Priamus etwas nach. Hülskath setzte aus der dritten Position nach, kam immer näher an Robinson Columbus heran. Genau auf der Ziellinie hatte er mit seinem Schützling, der dem engagierten Stall Oberdorf (Waltrop) von Heinz-Bernd Langendorf (50) gehört, einen minimalen Vorsprung.
Das alles spielte sich weit vor dem geschlagenen Feld ab, das von Priamus angeführt wurde.

Roland Hülskath, der mit einem Doppelsieg zu Beginn der Veranstaltung nachhaltig seine gute Form vom Derby am letzten Wochenende in Berlin-Mariendorf unterstrich, meinte: Ich hatte nicht gedacht, dass ich Robinson Columbus schlagen könnte. Die gute Rennlage unterwegs war aber zweifellos ein Vorteil. Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) verriet: Wir haben zuletzt verstärkt Intervalltraining mit Volero gemacht. Das ist ihm wohl gut bekommen.

Michael Nimczyk gab zu, unterwegs viel getan zu haben. Nimczyk wörtlich: Ich war mir meiner Sache auch sicher. Deswegen habe ich frühzeitig zweimal die Spitze zurückerobert.
Robinson Columbus-Mitbesitzerin Elke Glad (Dülmen) sprach trotz der Niederlage von einer guten Vorstellung ihres sechsjährigen braunen Hengstes, der nach einem Doppelsieg als Favorit ins Rennen gegangen war.

Die Hülskath-Wetter durften sich über einen Siegkurs von 66:10 freuen. Eine sogenannte Schiebewette (Siegeinsatz und Gewinn auf Hülskath auch im zweiten Rennen der Donnerstag-Veranstaltung) brachte einigen Wettern schon ein ordentliches Sümmchen ein, denn bei seinem Erfolg im zweiten Rennen gab es für Siegfahrer Hülskath mit Seabiscuit sogar 73:10. In diesem Rennen musste sich die 14:10-Favoritin Queens, die Ex-Fußballprofi Klaus Fichtel (64/Waltrop) und seinem Freund Tinus Niehoff aus Billerbeck gehört, mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) hinter Seabiscuit und I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) mit dem dritten Platz abfinden.
In der vierten Tages-Prüfung war dann erneut Hülskath zur Stelle. Mit dem 18:10-Favoriten Zatopek Boshoeve kam der Silberhelm beim vierten Start des Tages zum dritten Erfolg.


    
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