Zuletzt bearbeitet: 26.12.2010
Den ersten Angriff auf die Spitze startete Monsun, gesteuert von der formstarken Silvia Raspe (25/Weeze-Wemb). Wie ein Wirbelwind fegte der sechsjährige Wallach in zweiter/dritter Spur am Feld vorbei und übernahm ausgangs des ersten Bogens die Spitze. Lange konnte Monsun die Führung aber nicht behaupten. Denn Knowitall Diamant zog am Raspe-Schützling mit schnellen Schritten vorbei. Danach hatte der Diamant das Geschehen souverän im Griff.
"Es hat riesigen Spaß gemacht. Das war ein perfekter Einstand," strahlte die attraktive Blondine, die als Jockey bei den Galoppern bisher 154 Siege verbuchen konnte. Auf ihren ersten Sattel-Erfolg (Juni 2000) hatte sie damals allerdings knapp ein halbes Jahr warten müssen. Werning: "Wahnsinn, dass es jetzt bei den Trabern fast auf Anhieb gekappt hat."Ich hatte starke Schmerzen im Rückenbereich, konnte deshalb nicht weitermachen.Für die beiden Holtermann-Vertreter lief es unterschiedlich. Cupidon d’Eden wurde beim Sieg von Titania Tinkerbell mit Ralf Künzel (52/Dinslaken) in Führung liegend auf der Zielgeraden disqualifiziert. Garfield lieferte sich einen packenden Zweikampf mit American Rapida, gesteuert von Freek van den Berg (51/Den Haag, NL), um den Sieg. Nur mit einer halben Länge musste sich Garfield geschlagen geben, holte sich das zweite Geld.
Ich bin stolz und glücklich, dass sich Bene Speranza so prächtig entwickelt hat. Einige Verletzungen hatten den Einstieg in das Renn-Geschehen immer wieder verzögert,so Girndt, die auch als Trainerin für ihre Stute verantwortlich zeichnet.
Diesmal benötigte Bene Speranza mit dem routinierten Jörg Hafer keine lange Anlaufzeit. Schon nach wenigen Metern hatte die Girndt-Stute die von Anke Börnig (33/Dinslaken) gesteuerte Hollys Ass an der Spitze abgelöst. Danach bestimmte Bene Speranza souverän das Geschehen. Eingangs der Zielgeraden erhöhte sie das Tempo und riss sofort eine Lücke zu den Verfolgern. Auf den letzten Metern behauptete sich die Favoritin überlegen mit drei Längen gegen Grand Slam mit Katie Beer (36/Großenkneten). Der Wallach aus dem Trainingsquartier von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) war nach einem verdeckten Rennen erst im Schlussbogen in die Entscheidung geworfen worden und verwies Hollys Ass auf den dritten Platz.Ich wusste, dass die Stute eine gute Beginnerin ist, konnte diesen Trumpf voll ausspielen,sagte Hafer, der in seiner Laufbahn nicht mehr weit von der Siegzahl 1.200 entfernt ist.
Nachdem Bene Speranza die Führung erobert hatte, musste ich sie eigentlich nur noch bei Laune halten.
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Wenn er es jetzt kapiert hat, dann kann er auch zehn Rennen in Serie gewinnen,so Steinschmidt.
Der Wallach hat die nötige Gier in seinen Augen.
Das erste Rennen bei winterlichen Bedingungen ging an Fantastica As mit dem Niederländer Stefan Schoonhoven (32/Nije Berkoop). Auf der gut präparierten Bahn kam die dreijährige Stute beim 13. Karriere-Start zum ersten Sieg. Dabei ließ die klar favorisierte Fantastica As (17:10), der auch einige Extra-Meter in zweiter Spur nichts ausmachten, die beiden Außenseiterinnen Lana Lobell (437:10) mit Hans Wijngaard (41/Waltrop) im Sulky und Bemms Jana (437:10), gesteuert von Ralf Künzel (52/Dinslaken), hinter sich. Die Dreierwette zahlte 7.541 Euro auf der Basis von zehn Euro Einsatz.| Δ nach oben Δ |
Winston Detvile war nicht zu gefährden. Aber es hat ja auch so für mich zum Gesamtsieg gereicht.
Die Stute hatte keinen Moment. Schon am Start, eigentlich eine Stärke von Black Leonie, ging es nicht voran. Sie war nicht in Bestform,lautete das Fazit von Börnig.
Wieder in ausgezeichneter Verfassung präsentierte sich beim Ladytrab-Finale der von Kurt Roeges (35/Ureterp) vorbereitete Winston Detvile mit seiner Besitzerin Hilda Hofstra im Sulky. Zunächst war der sechsjährige Wallach, als frischer Gelsenkirchener Sieger angetreten, im Feld versteckt worden. Erst auf der Zielgeraden ließ der 21:10-Favorit die Muskeln spielen und steckte nahezu spielerisch die Nase in Front. Dann baute Winston Detvile den Vorsprung kontinuierlich aus und siegte schließlich überlegen mit fünf Längen. Da Hilda Hofstra kein Mitglied bei Ladytrab ist, wird sie in der Gesamtwertung nicht aufgeführt.
Auf der Gegenseite folgte dann die Attacke von Crown Store. In zweiter Spur machte der Wallach, der von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) für Marion Jauß (71/Neritz) trainiert wird, zügig Boden gut und schloss zu El Paso und Wietze Scimitar auf. Wina Toscana konnte das Tempo nicht mehr mitgehen. El Paso führte das Feld auf die Zielgerade. Dort wehrte sich der fünfjährige Wallach erfolgreich gegen die Angriffe von Crown Store und Wietze Scimitar. Der Zielrichter erkannte einen sicheren Sieg mit einer halben Länge vor Crown Store, der den zweiten Sieg in Serie verpasste. Crown Store hatte im letzten Bogen einige Probleme mit dem harten Boden. Dadurch hat er Schwung verloren,analysierte Trainer Holtermann.
Allerdings hat Crown Store gegen einen starken Gegner verloren, der das Tempo geschickt sehr hoch gehalten hat.
30 Siege wären ein Traum,sagt Schwarma, der seine Vorjahres-Marke von elf Volltreffern längst pulverisiert hat. Tim Schwarmas Erfolg mit Lincolns Crown, der bereits zum fünften Mal in diesem Jahr nicht zu schlagen war, fiel leicht aus. Eineinhalb Längen hinter dem Sieger kam Verde Landerije mit Simon Hartmann (62/Lelystad, NL) auf Rang zwei. Das dritte Geld sicherte sich Ycewater mit Luit de Vries (35/Veenhuizen, NL).
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Das war ein sehr souveräner Auftritt. Ich habe aber - ehrlich gesagt - auch nichts anderes erwartet,sagte Trainer Holtermann:
Bei seinem siebten Platz war er zuletzt nur an einem schlechten Rennverlauf gescheitert. Wir waren schon sehr zuversichtlich angetreten.Nach dem Start war zwischen Zanneke Flevo, gesteuert vom Niederländer Cornelis Imming (65), und Ychel Frisia mit seinem Landsmann Stefan Schoonhoven (32) ein Kampf um die Führung entbrannt. Das Duell entschied Zanneke Flevo zunächst für sich. Lange konnte die vierjährige Stute die Spitze aber nicht verteidigen. Denn Ychel Frisia setzte erneut zur Attacke an und übernahm die Führung.
Obwohl er aus der zweiten Reihe starten musste, hatte ich großes Vertrauen in Feroso,zeigte sich der Trainer vom ersten Karriere-Sieg seines Schützlings wenig überrascht. Fantastica As (Stefan Schoonhoven), Brazzo mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) und Absolut Newport mit Jesse ter Borgh (23/Amsterdam, NL) komplettierten die Viererwette (Quote: 16.670 Euro für zehn Euro Einsatz).
Ehrlich gesagt hatte ich im Schlussbogen nicht mehr mit einem Erfolg gerechnet,gab Trainer Jeroen Engwerda (49/Beddinghuizen, NL) zu.
Der Speed von Monica di Quattro auf der Zielgeraden war allerdings sensationell,beeindruckte die Siegerin auch ihren Trainer. Vier Längen hinter Monica di Quattro kam die 133:10-Außenseiterin Zanne Flevo mit Tom Kooyman (49/Lijnden, NL) auf Platz zwei und machte so den niederländischen Doppel-Sieg perfekt. Das dritte Geld ging an die 29:10-Mitfavoritin Eliki, die vom Dänen Jesper Olsen (42/Lasbek) gesteuert wurde und dem Gestüt Lasbek von Günter Herz (70/Hamburg) gehört. Beide Stuten mussten im Vergleich zur Siegerin 25 Meter weniger zurücklegen.
Im zweiten Amateurfahren war Open Air, der von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) vorbereitet wird, nicht zu schlagen. Mit Heinrich Wolf (58/Gelsenkirchen) im Sulky verwies der 22:10-Favorit die fünfjährige Stute Black Leonie mit Anke Börnig (33/Dinslaken) sowie Noble Shaolin (Rita Drees) aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters Volker Heimeshoff (42) auf die nächsten Plätze.| Δ nach oben Δ |
"Ich musste Blue Bonnets auf den ersten 1.000 Metern sogar bremsen," sagte Kooyman nach dem Rennen. "Denn die Stute war extrem ehrgeizig. Ich bin froh, dass es gleich beim ersten Start mit einem Sieg geklappt hat." Den Vorteil der Nummer 1 konnte Blue Bonnets nutzen und sich gleich nach dem Start die Führung sichern. Dahinter waren Speedy Trader mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL), Bon Jovi Eden und Onice Axe zu sehen. Für Speedy Trader war das Rennen jedoch wenige Meter danach zu Ende. Der Hengst machte einen Fehler und wurde disqualifiziert. Kurze Zeit später erwischte es auch Enorm Bo mit Klaus Horn (61/Marl) und Bonafide Bo Bo mit Rick Wester (25/Schaandamm, NL).Sie ist am Start immer noch ein wenig ängstlich. Valerie Andrup wird nun erst einmal bis April pausieren,sagte Lammerding.
Der Erfolg war fällig,lautete das Fazit des Stifts nach dem Rennen.
Starlight BR hatte schon bei ihren letzten Starts angedeutet, dass sie gut in Form ist.
Es läuft ganz gut,grinste Schwarma.
Hülskath kam im Vergleich zu Schwarma etwas später auf Touren. Blue Phoenix (viertes Rennen) hieß die erste Siegerin des Rheinländers. Mit dem von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) für Marion Jauß (71/Neritz) trainierten vierjährigen Wallach Crown Store (fünftes Rennen) machte der Vize-Champion seinen zweiten Treffer am Nienhausen Busch perfekt. In der achten Tages-Prüfung holte Hülskath mit Geldschrank My Winner (Gewinnsumme: 538.420 Euro), der von Henk Grift (35/Kevelaer) trainiert wird, erfolgreich die Höchst-Zulage von 50 Metern auf. Für Hülskath, der im Berufsfahrer-Championat souverän führt, waren es die Saison-Siege 155 bis 157.Ich hatte volles Vertrauen in Blue Phoenix,strahlte Hülskath nach seinem ersten von drei Tages-Siegen.
Die Stute ist glänzend in Form. Deshalb war ich mir ganz sicher, dass sie das Rennen gewinnen kann.Gleich nach dem Start hatte Bene Speranza mit Patricia Ruckdäschel (48/Moers) die Führung übernommen. Lange konnte die Stute aus dem Besitz von Sonja Girndt (42/Neukirchen) die Spitze allerdings nicht behaupten. Denn die glänzend gestartete Floriane mit Michael Schmid (43/Oberhausen) löste Bene Speranza ab.
Bene Speranza hatte zuletzt wegen muskulärer Probleme einige Wochen pausiert. Ich wusste nicht ganz genau, wo sie steht,sagte Ruckdäschel.
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Zizou hat sich gegenüber seinen letzten Auftritten weiter gesteigert. Er ist inzwischen viel ruhiger,lobte Siegfahrer Bakker nach dem Erfolg in der mit 5.100 Euro dotierten Prüfung, die auch aus Frankreich bewettet werden konnte, gegen neun Kontrahenten. Gleich nach dem Start des ersten Rennens hatte Jasmina mit Goldhelm Michael Nimczyk (24/Willich) die Führung übernommen. Lange konnte sich die vierjährige Stute, die Franz Klein (60/Versmold) gehört, jedoch nicht behaupten. Michael Schmid beorderte Baron W. zum Angriff in die zweite Spur und übernahm schnell die Spitze. Zizou und Bagley, aus der zweiten Reihe gestartet, waren zunächst im hinteren Teil des Feldes zu sehen.
Den nächsten Angriff auf den Führenden startete Trigger Dragon, gesteuert von Patrick van Ooijen (33/Herwen, NL). Durch die zweite/dritte Spur machte der Hengst zügig Boden gut und tauchte hinter Baron W. und Jasmina an dritter Stelle auf. Im Schlussbogen war das Feld immer noch dicht beisammen. Zizou und auch Bagley sicherten sich rechtzeitig eine gute Ausgangsposition für den Endspurt. Vorne hatte Baron W. das Geschehen aber noch immer im Griff. Zizou startete seine entscheidende Attacke in der Mitte der Bahn. Mit schnellen Schritten kam er immer näher an Baron W. heran und überholte schließlich den Vierten aus dem Deutschen Derby 2010. Der Zielrichter urteilte: Sicherer Sieg mit einer Länge.Ich fahre voller Zuversicht nach München,meinte der Oberhausener bereits über den geplanten Start von Baron W. am Sonntag, 24. Oktober, im Bayern-Pokal auf der Rennbahn in München-Daglfing. Im Anschluss könnte die Reise von Baron W. weiter nach Italien gehen. Denn der dreijährige Hengst hat eine Nennung für den Gran Premio Orsi Mangelli am 1. November in Mailand.
Keine Probleme hatten die Besucher der Gelsenkirchener Bahn, den Überraschungs-Sieger im Traloppo-Rennen für die Amateure auszumachen. Denn der neongelbe Anzug von Thomas Maassen (41/Willich) im Sulky des 185:10-Außenseiters Lincolns Crown war weithin sichtbar. Hinter dem Überraschungs-Sieger belegten Yos Je mit Dirk Jan Hof (41/Niederlande) und Voxfords mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) die Plätze zwei und drei. Nach aufwändigem Rennverlauf kam Riwa, erstmals gesteuert von Jörg Hafer (51/Gelsenkirchen), auf Platz vier. Im Endspurt war Riwa etwas müde,sagte Hafer, der hinter Lincolns Crown als Zweiter auf die Zielgerade eingebogen war.
Das war erst meine zweite Fahrt mit Lincolns Crown. Beide konnte ich gewinnen,freute sich der Onkel von Goldhelm Michael Nimczyk (24/Willich). Maassen weiter:
Mein Neffe Michael hat mir vor dem Rennen gesagt, ich sollte es von vorne versuchen. Der Tipp war goldrichtig.
Wir sind mit den Zahlen zufrieden.Der Veranstalter ist mit einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Im Gegensatz zu den fünf Rennen am Donnerstag gibt es am kommenden Sonntag im Rahmen des Großen Preises von Deutschland zwei Prüfungen, die ausschließlich mit französischen Pferden besetzt sind und selbstverständlich auch nach Frankreich übertragen werden. Im Grand Prix de Gelsenkirchen geht es um Preisgelder von 50.000 Euro, im Prix du Cheval francais um 10.000 Euro.
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Ich werde weiter Gas geben,peilt Raspe ihren ersten Titel bei den Amateuren an. Zufrieden mit der Leistung seiner Stieftochter und der vierjährigen Stute Milka war Trainer Reinier Feelders (46/Kevelaer).
Das war erste Sahne,grinste Feelders.
Milka hat sich ein großes Stück Schokolade verdient.
Davon unbeeindruckt zeigte sich Milka, die gleich nach dem Start die Nase in Führung steckte. Dahinter reihten sich Ain’tshes Best mit Lothar Lenzmann (48/Oer-Erkenschwick), Etina mit Thorsten Urbaniak (48/Recklinghausen) und Wyomy mit Sascha Vitolins (33/Gladbeck) ein. Milka, die bis dahin bei 19 Saison-Starts dreimal erfolgreich war, hatte keine Probleme, die Spitze zu verteidigen. Erst auf der Zielgeraden wurde Ain’tshes Best in Angriffsposition beordert. Die Feelders-Stute hielt allerdings energisch dagegen. Ain’tshes Best konnte danach nicht mehr zulegen und hatte beim überlegenen Erfolg von Milka acht Längen Rückstand. Tak Lobell mit Heinz Bockhoff (48/Recklinghausen) sprintete auf Rang drei, Platz vier ging an Toreador Columbus mit Sarah Kube (26/Berlin). Die Quote der Viererwette betrug 48.634 Euro auf Basis von zehn Euro Einsatz.Er hat zwar noch einige kleinere Macken,sagte Hülskath nach seinem Erfolg.
Aber Bent ist im Kopf ein Rennpferd, wie man es nur selten findet.
Ich muss mich wegen Leistenbeschwerden einer Operation unterziehen. Voraussichtlich kann ich 14 Tage nicht fahren,so Poen.
Ich hatte zu starke Arthroseschmerzen im Arm,erklärte Zevens, der mit Hiltonparis einen Start in der Breeders Crown (Züchter-Krone) Anfang November in Gelsenkirchen anpeilt. Zevens:
Dann beiße ich auf die Zähne.
Ich habe gemeinsam mit Roland Hülskath den ersten Teil meiner Trainer-Prüfung bestanden,strahlte der Berufsfahrer.
Die Stute kann schnell anfangen, ist ungemein lauffreudig. Ich habe sie laufen lassen, wollte nichts riskieren. Vielleicht wäre es besser gewesen, das Tempo etwas zu drosseln.
Als Follow Me nachließ, warf Peter Poen aus dritter/vierter Position Mister Bass in die Entscheidung. Der Wallach trat mächtig an und kam 100 Meter vor dem Ziel zum entscheidenden Vorsprung. Beim zehnten Jahresstart gelang nun der vierte volle Erfolg, wobei Mister Bass, immerhin schon acht Jahre, mit der durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:15,5 Minuten auch noch persönliche Bestzeit lief. Ein rüstiger älterer Herr, der in dieser Form seinen treuen Besitzern noch einige Freude bereiten dürfte.Ich bin nicht unzufrieden. Gegen ältere Pferde war die Leistung nach der Pause nicht schlecht.
Das war blamabel. Der Hengst machte sich in den Bögen schief, gefiel mir diesmal überhaupt nicht. In dieser Form wird er wohl kaum am 17. Oktober starten.
Er sprang mir aus der Hand. Ich habe keine Erklärung dafür,stand Markus Bock vor einem Rätsel. Der einzige ernsthafte Verfolger Blue Phoenix profitierte vom Ausfall El Pasos und kam so noch zu einem sicheren Sieg. Freilich gab Fahrer und Trainer Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) zu:
Da haben wir Glück gehabt. Nach einem kürzlichen Patzer hatten wir Blue Phoenix zwar die Plastikeisen abgemacht und wieder auf normale Eisen umgestellt. Die Stute lief auch deutlich besser. Aber ohne den Fehler von El Paso in Front wäre wohl nur der zweite Platz möglich gewesen.
In Lauerstellung sah man Willtakethechance mit Dennis Spangenberg (28/Kirchhellen). Nach dem Ausfall von El Paso kam Willtakethechance sozusagen kampflos auf den zweiten Platz, derweil sich Titan Hiltrup mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) mit unreiner Gangart verabschiedet hatte. So fiel Rang drei an Georgies Boy, der sich - sehr zur Freude seines ungemein engagierten Gelsenkirchener Besitzers Gregor Baumeister (66) - diesmal jede Unsicherheit verkniff. Nicht weit dahinter kam Wina Toscana auf Rang vier vor der diesmal deutlich überforderten Prahlerin.| Δ nach oben Δ |
Joyman Laurelton, jetzt in der Obhut von Trainer Wolfgang Kamps (51/Bladenhorst), war übrigens der einzige Teilnehmer aus dem ersten Band. Die Stute Sissi Crown war noch am Donnerstag in Mönchengladbach gelaufen und überzeugte Trainer und Mitbesitzer Wolfgang Kamps nicht, als sie als Vierte über die Ziellinie lief. Kamps: Das hat mir nicht sonderlich gefallen. Da war kein Zug drin.Also meldete er Sissi Crown für Gelsenkirchen kurzfristig ab.
Valentino As laboriert vorne rechts an einer Entzündung unter der Haut. Unter diesen Umständen wollte ich dem Hengst einen Start ersparen.So kamen im Preis von Kroatien letztlich nur vier Konkurrenten an den Start, um das Rennen gegen den haushohen Favoriten Russel November aufzunehmen. Von den insgesamt fünf Teilnehmern machte King Prestige mit Henk Grift (35/Kevelaer) gleich am Start einen Fehler, wurde später auch noch wegen unreiner Gangart disqualifiziert.
Cabo di Roca war gleich nach dem Start von Dennis Spangenberg (28/Kirchhellen) schnell gemacht worden, übernahm schon nach wenigen Metern die Spitze von Miss Dynamite, die mit Stefan Musga (45/Duisburg) ebenfalls bestens abgekommen war. Knapp dahinter sah man Photo Phoenix, dessen Fahrer Roeges mit der zweiten Spur für den Schützling von Besitzer und Amateurfahrer Johannes van Keeken (69/Putten, NL) keine Probleme befürchtete. Auch Louis Vuitton mit Robbin Bot (19/Lippenhuizen, NL), zuletzt Vierfachsieger in Gelsenkirchen und auf hohem Niveau auch in Berlin-Mariendorf, mischte vorne mit und ging in Führung, als vorne Cabo di Roca nachließ. Die Stute von Franz-Josef Pellander läuft in der Form ihres Lebens. Der zweite Platz gegen einen übermächtigen Gegner war völlig ungefährdet. Da darf man zufrieden sein.
Der Hengst war seit dem 24. Juli, als er in Berlin-Mariendorf zwei Rennen an einem Tag bestritt, nicht mehr am Start. Außerdem blieb ich rund 500 Meter in der zweiten Spur hängen. Louis Vuitton benötigt noch ein Rennen. Dann wird er wieder voll da sein.Miss Dynamite sammelte auf Rang vier wieder ein Platzgeld, wobei die Stute ihre Zuverlässigkeit unterstrich. Der Rest des Feldes spielte keine entscheidende Rolle.
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