Armstrong As   Celebration XL     Eckstein       El Conchita     Emerson     Isalus        King Kahn     Nu Pagadi     Priamus     Sir Karan     Ulli Klee     Yassin Boko

Überlegener deutscher Sieg in Nancy

Andor Schute gewann am Sonntag (10-10-10) für Hubert Beckmann mit dessen Stute Sina des Verdieres auf dem Hippodrome Nancy (Frankreich) hoch überlegen den Prix de la Foret de Haye, ein Gruppe A-Rennen. Zweiter wurde Jens Holger Schwarma mit Shoshana.
Im Film ist Andor Schute (Nr. 15) am kamin-roten Dress mit gelb-weißen Armstreifen zu erkennen:

Der zweite Auftritt ohne Eisen:

Mollema glaubt an Armstrong As

Gelsenkirchen (mspw) - Exakt 128.042 Euro hat der sechsjährige Traber-Hengst Armstrong As in seiner Karriere bisher gewonnen. Damit ist er das mit Abstand gewinnreichste Pferd, das am Donnerstag (3-12-09) auf der Gelsenkirchener Rennbahn (neun Prüfungen, erster Start 18.30 Uhr) an den Ablauf kommt. In einer Bänderstart-Prüfung über 2.500 Meter muss der von Arnold Mollema (61/Wovega, NL) vorbereitete Armstrong As mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky eine Zulage von 25 Metern wettmachen.

Besonders seinen großen Erfolgen als Zwei- und Dreijähriger verdankt Armstrong As, der Groß-Unternehmer Gideon Hoogstrate (Goes, NL) gehört, seine hohe Gewinnsumme. Gleich in seiner ersten Saison verdiente der Hengst knapp 45.000 Euro. Im folgenden Jahr wurde Armstrong As nicht nur Derby-Dritter (hinter Russel November und Sir Karan), sondern gewann auch mehrere hoch dotierte Prüfungen und rund 80.000 Euro Preisgeld. Danach blieben große Erfolge allerdings aus. Nach einigen Monaten in Belgien soll der Sechsjährige nun wieder in Deutschland und den Niederlanden angreifen. Er hat sich zuletzt von Rennen zu Rennen gesteigert, erklärt Trainer Mollema. Ich hoffe, dass der Knoten bald richtig platzt. Es ist mehr ein Kopfproblem. Er befindet sich jedenfalls auf einem guten Weg.

Bei seinem letzten Auftritt am Nienhausen Busch im Hauptlauf um die Breeders Crown (Züchter-Krone) für fünf- bis siebenjährige Hengste reichte es für Armstrong As beim Sieg von Brioni nur zu Rang sieben. Die gleiche Platzierung sprang auch bei seinem jüngsten Start Mitte November auf der Bahn in Wolvega heraus. Bei seinen letzten beiden Auftritten hatte er sehr gute Gegner und jeweils den Rennverlauf gegen sich, erinnert sich Mollema. Optimal für ihn wäre am Donnerstag ein verdecktes Rennen. Wenn er dann auf den letzten 500 Metern freie Bahn hat, kann Armstrong As ganz weit vorne landen. In Wolvega lief Armstrong As erstmals ohne Eisen. Wir haben bei ihm zuletzt einiges ausprobiert. Das Laufen ohne Eisen war gut, deshalb werden wir in Gelsenkirchen nichts ändern, so Mollema.

Mit acht hochkarätigen Gegnern bekommt es Armstrong As am Donnerstag im Frei für Alle-Rennen am Nienhausen Busch zu tun. Darunter sind der ehemalige Derby-Dritte Sir Hajo mit Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek, NL) sowie Campione Maffia mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen). Wie Armstrong As müssen auch diese beiden Teilnehmer eine Zulage von 25 Metern wettmachen.
Zum Favoriten-Kreis zählt Sir Groenhof mit dem Niederländer Thomas Kooyman (48/Limmen), der bei drei seiner letzten fünf Starts nicht zu schlagen war. Als frischer Sieger geht Höwings Kumpel (Eckhardt Drees/63/Lüdinghausen) an den Start. Der siebenjährige Wallach gewann zuletzt mit Drees’ Schwester Rita (67/Gronau-Epe) in Dinslaken.

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Gelsenkirchen: Test für St. Leger musste abgesagt werden

Celebration XL kam in die Klinik

Gelsenkirchen (mspw) - Am Montag wurde der dreijährige Traberhengst Celebration XL, der dem Hamburger Polo-Spieler Gerhard Hölter (58) gehört, von Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) in die Tierklinik nach Hochmoor im Münsterland gefahren. Dort soll der Hengst, der das Derby-Finale nur um eine Hundertstel-Sekunde verpasst hatte, von den Medizinern auf den Kopf gestellt werden.

Spätestens seit Samstag war nämlich klar, dass aus dem auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn geplanten St. Leger-Test von Celebration XL nichts werden würde. Er ist nicht in Ordnung. Da passt einiges nicht. Ich vermute einen weiteren Wachstumsschub, orakelte Trainer Holtermann und meldete den hoffnungsvollen Dreijährigen mit Attest für das Sonntag-Rennen (23-8-09) ab.

Es ist bereits die zweite Zwangspause des hervorragend gezogenen Hölter-Hengstes. Schon vor dem Derby hatte er wegen Wachstumsproblemen mehrere Wochen pausieren müssen. Gerd Holtermann schaffte es zwar, seinen Schützling für das Derby noch fit zu bekommen. Zwingend wirkte er aber bei seinem dritten Platz im Vorlauf hinter Wings of Crown und Peter Burgerheide nicht. Auf den letzten Metern merkte man, dass er noch nicht auf Hundert war.

Was die nähere Zukunft bringt, das werden wohl in erster Linie die Tierärzte in Hochmoor entscheiden. Geplant war zunächst ein Start am 10. September in Schweden. Am 20. September stand - bisher jedenfalls - das Gelsenkirchener Traber-St. Leger auf dem Fahrplan. Und auch die Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November, ebenfalls in Gelsenkirchen, war eingeplant.
Gerd Holtermann will mit dem Zucht-Juwel Celebration XL nichts überstürzen. Er startet nur, wenn er hundertprozentig in Ordnung ist, ist seine Devise.

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Eckstein siegt zum fünften Mal in Serie

Gelsenkirchen (mspw - 4-10-09) Yankee Elmo mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst), zuvor bereits dreifacher Tages-Sieger mit Pferden, die von Arnold Mollema trainiert werden, schien an der Innenkante für einen weiteren Volltreffer hin zu kommen. Doch dann kämpfte sich Eckstein mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) trotz eines nicht gerade passenden Rennverlaufs Meter für Meter in bravouröser Manier an Yankee Elmo heran und ging sicher noch mit einer Länge vorbei als Sieger durchs Ziel.
Für den vierjährigen Wallach Eckstein war es bereits der fünfte Sieg in Serie! Dessen Trainer Willi Rode (71/Recklinghausen) strahlte: Eckstein ist nicht der beste Beginner. Aber er kämpft unwahrscheinlich, hat sich kontinuierlich verbessert und läuft seit Wochen in der Form seines Lebens. Die Besitzer Ursula und Manfred Sauer aus Mainz dürfen sich über ihren Eckstein jedenfalls immer wieder freuen. Yankee Elmo blieb Zweiter. Hannieball mit John Westenbrink (28/Meppel, NL) kam auf Rang drei.

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Gelsenkirchen: Derbysieger nicht mehr am Nienhausen Busch

Nu Pagadi ist jetzt in Schweden

Gelsenkirchen (Dez.08-mspw) - Der inzwischen vierjährige Traberhengst Nu Pagadi, aktueller Deutscher Derbysieger aus dem Besitz des Oberhausener Kaufmanns Detlef Tappe (49), hat das Quartier gewechselt. Der bisherige Trainer Klaus Horn (59) bestätigte: Nu Pagadi ist am Wochenende von Gelsenkirchen nach Schweden verladen worden. Er wechselt in die Obhut von Stig H. Johansson, der in der Nähe von Stockholm beheimatet ist. Zukünftiger Fahrer wird voraussichtlich der Schwede Erik Adielsson sein.
Der Traberdachverband HVT (Berlin) erklärte, dass ein Ausfuhrschein für den Derbysieger bereits am 16. Januar beantragt worden ist.

Johansson (63) zählt zu den erfolgreichsten Trabertrainern der Welt. Allerdings zog er sich als aktiver Fahrer Ende 2005 zurück, arbeitet nur noch als Trainer. Viele Fahrten seiner Schützlinge nimmt der zur schwedischen Fahrerspitze zählende Erik Adielsson wahr. Klaus Horn: Er wird voraussichtlich auch Nu Pagadi fahren. Als Grund für den Wechsel von Gelsenkirchen nach Schweden gab Klaus Horn bessere Verdienstmöglichkeiten in seiner Klasse für Nu Pagadi an. Bleibt der Hengst gesund und erfolgreich, dürfte er allerdings spätestens im Herbst wieder nach Gelsenkirchen zurückkehren, um am lukrativen Großen Preis von Deutschland (Dotierung 150.000 Euro) teilzunehmen.

Nu Pagadi war im August letzten Jahres auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf mit Thomas Panschow (41) aus Gelsenkirchen Derbysieger geworden. Trainer war Willi Rode (70/Bladenhorst). Erst vor einigen Wochen war Nu Pagadi zunächst ins Gelsenkirchener Trainingsquartier zu Klaus Horn gewechselt.

Derbsieger Nu Pagadi jetzt bei Kl. Horn

Der aktuelle Traber-Derbysieger Nu Pagadi hat das Trainings quartier gewechselt. Der dreijährige Hengst wird jetzt von Klaus Horn (Marl-Frentrop) trainiert und ist auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn stationiert.
Klaus Horn (59) bekam von Nu Pagadi-Besitzer Detlef Tappe (Oberhausen) insgesamt fünf Pferde ins Training. Nu Pagadi, der mit Thomas Panschow (41/Reifberg) im August in Berlin das Derby gewann, wurde bisher von Willi Rode/ Recklinghausen auf dem Gestüt Forstwald Bladenhorst betreut. (mspw)

Nu Pagadi mit guter Generalprobe

Traber-Derbysieger Nu Pagadi hat mit Thomas Panschow (41) im Sulky am Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen eine imponierende Generalprobe für das Deutsche Traber-St. Leger hingelegt, das am 21. September als so genannte klassische Derby-Revanche auf der Bahn am Nienhausen Busch gelaufen wird. Dann geht es nicht nur um eine Siegprämie in Höhe von 2.500 Euro wie noch am Sonntag, sondern um 15.000 Euro, womit der elegante Fuchshengst aus dem Besitz des Oberhausener Kaufmanns Detlef Tappe (49) seine Gewinnsumme auf über 100.000 Euro schrauben würde.

Es war ein Aufbaurennen, in das Nu Pagadi (auf Deutsch "Ich zeig's dir") am Sonntag geschickt wurde. Der Hengst sollte sich beim Erstauftritt nach seinem Derby-Sieg Anfang August in Berlin genügend Rennkondition für das St. Leger holen. Das gelang, zumal Michael Schmid (41) aus Oberhausen auf den letzten Metern der 2.000-Meter-Prüfung mit dem Derby-Vierten Yogi Kievitshof vom niederländischen Stall Vibelzee (Deventer) noch einmal Druck auf den früh in Front gezogenen Nu Pagadi ausübte. Doch Thomas Panschow meinte: "Auch wenn der Richterspruch nur einen Hals Vorsprung besagte, so war es doch ein leichter Sieg für uns." Und Besitzer Detlef Tappe (49) strahlte bei der Siegerehrung: "Mehr als gewinnen geht nun mal nicht."

Nu Pagadis Trainer Willi Rode (70) aus Recklinghausen beobachtete das Laufen des Derby-Siegers aus nächster Nähe, blieb aber dennoch weit entfernt. Zwar war er mit dem frischen Doppelsieger Eckstein im gleichen Rennen wie Nu Pagadi vertreten. Aber Eckstein war in dieser Prüfung doch deutlich überfordert, so dass Willi Rode das Geschehen um den Sieg mit deutlichem Abstand verfolgen konnte.
Derby-Sieger Nu Pagadi
Nu Pagadi mit Thomas Panschow (41) beim Derby-Sieg. Foto: Win race

Der Derby-Sieger probiert in Gelsenkirchen

Nu Pagadi fit für das St. Leger?

(23-8-08) Der aktuelle Traber-Derbysieger Nu Pagadi gibt sich Sonntag die Ehre auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Erstmals seit seinem Derby-Sieg Anfang August mit Thomas Panschow (41) aus Dorsten im Sulky präsentiert sich der Spitzen-Dreijährige aus dem Besitz des Oberhausener Kaufmanns Detlef Tappe (49) wieder der Öffentlichkeit. Der Auftritt wurde von Trainer Willi Rode (70) aus Recklinghausen mit Bedacht gewählt. Denn am Sonntag, 21. September, soll Nu Pagadi in Gelsenkirchen beim Deutschen Traber-St. Leger starten.

Die Generalprobe für das St. Leger steigt also am Sonntag als zweites von elf Rennen auf der Piste am Nienhausen Busch. Nu Pagadi (übersetzt aus dem Russischen: „Ich zeig’ es dir“) soll dabei gegen sieben Gegner unter Beweis stellen, dass er für das St. Leger gut vorbereitet ist. Beim St. Leger ist mehr Ausdauer gefragt als im Derby, bei dem es lediglich über eine Distanz von 1.900 Metern geht. Beim St. Leger sind es 2.600 Meter. Das Vorbereitungsrennen am Sonntag geht über die 2.000 Meter-Distanz. „Alles gut. Der Fuchshengst ist in bester Form, hat prima gearbeitet“, meldet Trainer Willi Rode, der sich zusammen mit Thomas Panschow und Pfleger Klaus „Pille“ Schmitz täglich um den Derby-Sieger kümmert. Willi Rode konnte es sich sogar erlauben, noch einmal einen persönlichen Kurz-Urlaub für vier Tage auf Mallorca einzulegen, ehe er am Mittwoch wieder zurückkehrte, um auf dem Gestüt Forstwald in Bladenhorst (Castrop-Rauxel) für den letzten Feinschliff zu sorgen.

Für Nu Pagadi ist es der einzige und damit auch der letzte Test vor dem St. Leger. Kerngesund, das Derby gut überstanden, alles ganz normal – so schildert Willi Rode das Befinden des von Dr. Friedrich Gentz (48) aus Westerau gezogenen Hengstes. „Klar, dass wir Sonntag gewinnen wollen“, sagt Willi Rode, schränkt aber ein: „Im Vorfeld eines solchen Rennens ist Vieles nur Theorie. Es ist eine Aufbauprüfung, bei der man ein Pferd nicht auf Biegen oder Brechen auseinander nimmt. Die Ziel ist schließlich das St. Leger“, so der erfahrene Recklinghäuser Trainer. (mspw)

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Drees und Priamus wieder ein Traumpaar

Wenn die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe) mit dem sechsjährigen Wallach Priamus an den Start geht, ist ein Sieg fast schon vorprogrammiert. Das war am Donnerstag (24-9-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen im Traloppo-Rennen nicht anders. Zum Totokurs von 15:10 setzte sich der klare Favorit Priamus aus dem Besitz von Gisela (63) und Hubert Glied (65) aus Heek gegen 13 Konkurrenten durch. Beim achten Start mit Priamus war es für Drees bereits der sechste Erfolg. Die beiden sind einfach ein Traumpaar, war Hubert Glied nach dem Rennen begeistert. Das war eine Glanzvorstellung, lobte auch Klaus Horn (60/Marl), Trainer von Priamus. Rita Drees ist für den Wallach die Ideal-Besetzung. Sie hat das richtige Händchen für ihn und weiß genau, wie sie mit ihm umgehen muss.
Zwar waren die Verfolger im Schlussbogen wieder etwas näher heran gekommen. Doch auf der Zielgeraden war gegen den erneuten Antritt von Priamus kein Kraut gewachsen. Überlegen mit dreieinhalb Längen gewann Priamus vor Sonny Parker mit Nicole Hildebrandt (35/Borken).

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Emerson kann sie alle schlagen

(14-11-08) - Das Gelände knapp 20 Kilometer südlich vom bayerischen Straubing ist hügelig. Das Gestüt des Stalles Catch Glory von Fußballprofi-Berater Roger Wittmann (48), seiner Lebensgefährtin und früherer Tennis-Spitzenspielerin Anke Huber (33) sowie von Ex-Fußball-Nationalspieler Mario Basler (39) im kleinen Örtchen Reifberg ist recht hoch gelegen. Mit Höhenluft kennt sich Gestüts-Bewohner Emerson also aus. Höhenluft im sportlichen Bereich soll er auch am Sonntag schnuppern, wenn er auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn im mit 20.000 Euro dotierten „Preis des Winterfavoriten“ für die besten zweijährigen deutschen Trabrennpferde startet.

An Reifberg hat Mitbesitzer Roger Wittmann sein Herz verloren. Mit großem finanziellen Einsatz hat er die von Wiesen und Wäldern umgebene Anlage, zu der auch eine Trainingsbahn gehört, „aufgepäppelt“. Vorbesitzer Alfred Winzig, ein ehemaliger Amateur-Trabrennfahrer, hatte dort schon mit Trabern gearbeitet. Ganz in der Nähe ist mit Heli Biendl (58) einer der besten deutschen Trabrennfahrer mit seinen Rennpferden ansässig. Und seit einigen Wochen ist Reifberg auch die Heimatadresse des routinierten Gelsenkirchener Traber-Berufsfahrers Thomas Panschow (41). Er heuerte beim Stall Catch Glory als erster Fahrer an, arbeitet dort mit dem aus Österreich stammenden Trainer Christian Eisl (29) zusammen und soll dafür sorgen, dass die Rennpferde von „Catch Glory“ auf den Rennbahnen nach vorne „marschieren“.

Emerson wurde sehr schonend aufgebaut. Viele lange Fahrten in der Hügellandschaft Bayerns. Bisher erst vier Starts, keineswegs überfordert. Trainer Eisl: „Er hat die Rennbahn kaum gesehen.“ Beim Züchter-Krone-Rennen für zweijährige Hengste und Wallache – zur letzteren Kategorie gehört auch Emerson – am 5. Oktober in Gelsenkirchen sah es eingangs der Zielgeraden so aus, als wäre Emerson, gefahren von Thomas Panschow, mit seinen Kräften am Ende. „Aber er hat Kampfgeist bewiesen, immer wieder angepackt und sein Kämpferherz unter Beweis gestellt“, sagt Christian Eisl. Am Ende sprang zumindest noch Rang drei heraus.

Um „auf Nummer sicher“ zu gehen, absolvierte Emerson als Vorbereitung auf das Gelsenkirchener Engagement noch einen Probelauf in Straubing, um sich die nötige Rennkondition zu holen und wieder Rennbahn-Atmosphäre zu schnuppern. Es wurde ein Spaziergang für Emerson mit einer durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:18,4 Minuten. Beobachter waren der Meinung, dass Emerson dabei keineswegs alle Karten aufgedeckt hat. Trainer Eisl: „Emerson ist bestens drauf. Wenn wir keine Chance hätten, dann würden wir nicht nach Gelsenkirchen anreisen.“

Emerson, der schnelle Vierbeiner aus der Zucht von Günter Herz (Gestüt Lasbek), dessen Vater Derby-, St. Leger-und Züchter-Krone-Sieger Oscar Schindler Sl (30 Starts, 19 Siege, Gewinnsumme 684.477 Euro) ist und dessen Mutter Sparkling dem Prix d’Amerique-Sieger Coktail Jet entstammt, gehört auf jeden Wettschein. (mspw)

Mario Basler
Emersons Mitbesitzer Mario Basler, Ex-Fußball-Nationalspieler und jetzt Trainer bei Eintracht Trier in der Regionalliga, will auch Sonntag in Gelsenkirchen jubeln.

Sonntag, 5. Oktober 2008: Wallach Emerson läuft um Züchter-Krone

Auch Super-Mario Basler reist an

Ex-Fußball-Nationalspieler Mario Basler (39), seit einigen Wochen Trainer beim Viertligisten Eintracht Trier sowie zusammen mit der früheren Tennis-Weltranglistenspielerin Anke Huber (33) sowie Spielerberater und Huber-Lebenspartner Roger Wittmann (48) Teilhaber des erfolgreichen Rennstalls „Catch Glory“, will am Sonntag auf die Gelsenkirchener Trabrennbahn kommen. Dort geht es darum, welchen zwei- und dreijährigen Trabern die Züchter-Kronen (Breeders Crown) für die Besten ihres Jahrgangs zustehen. Mario Basler: „Bei den Zweijährigen ist unser brauner Emerson mit dabei. Ich will ihn weit vorne sehen.“

Seit drei Spieltagen ist Basler Trainer in Trier. Seitdem ist die Eintracht ungeschlagen. Zuletzt landete der Super-Mario von der Mosel einen sensationellen 1:0-Erfolg in Essen, wo er früher selbst für RWE gespielt hatte. Kein Wunder, dass er nach dem Sieg in Essen ankündigte: „Mir gefällt’s hier im Ruhrgebiet. Und da wir bereits am Freitag gegen Mainz 05 II spielen, dürfte es keine Probleme geben, dass ich Sonntag nach Gelsenkirchen anreise.“

Bemerkenswert: Zur gleichen Zeit, wenn bei den Trabern um die Jahrgangs-Kronen gelaufen wird, steht gleich „nebenan“ in der Veltins-Arena der Bundesliga-Kracher zwischen Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg auf dem Terminkalender. Doch Basler will sich die Rennen am Nienhausen Busch anschauen und nicht das Schalke-Spiel! Die gleichen Pläne hat auch „Catch Glory“-Boss und Basler-Schwager Roger Wittmann, obwohl der im Gegensatz zu Super-Mario sogar sehr enge Beziehungen zu Schalke hat. Er ist Berater von Schalke-Profis wie Bordon, Rafinha, Ernst, Kuranyi, Schober, Ze Roberto II, Halil Altintop und Jones. Da dürfte es nicht ausgeschlossen sein, dass man sich zunächst „auf Schalke“ zum Fußball-Fachgespräch trifft.

Am Nachmittag aber gilt das Interesse von Basler und Wittmann dem Vierbeiner Emerson. Bemerkenswert: Bei dem Braunen handelt es sich um einen Wallach, der in der Zucht ja nichts mehr zu bestellen hat. Aber die Regeln erlauben einen Start. Emerson wartet mit gut gezogenen und auch auf der Rennbahn erfolgreichen Eltern auf. Der schnelle Vierbeiner aus der Zucht von Günter Herz (Gestüt Lasbek) hat Derby-, St. Leger-und Züchter-Krone-Sieger Oscar Schindler Sl (30 Starts, 19 Siege, Gewinnsumme 684.477 Euro) zum Vater. Die Mutter Sparkling entstammt dem Prix d’Amerique-Sieger Coktail Jet. Wegen einer Verletzung musste sie nach 19 Starts (sechs Siege, zwölf Platzierungen, Gewinnsumme 17.179 Euro) früh ihre Rennlaufbahn beenden, hatte bis dahin auch mit einer sehr guten Zeit von 1:15,8 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer für positive Schlagzeilen gesorgt.

Emerson selbst ist im Vergleich zu seinen Eltern noch ein „Greenhorn“: Drei Starts, ein Sieg, zwei dritte Plätze. Gewinnsumme: 6.900 Euro. Gefahren wurde er in den Rennen immer vom gebürtigen Gelsenkirchener Thomas Panschow, der am 1. Oktober ein festes Engagement am Stall Catch Glory antritt. Die aktuellste Empfehlung: Emerson kommt mit einem frischen Sieg im traditionellen „Rennen Nr. 4“ aus Straubing zum Nienhausen Busch. In Straubing war er bereits stark gewettet. Für zehn Euro Einsatz auf Sieg gab es am Toto 28 Euro zurück, obwohl er bis dahin noch sieglos war. (mspw)

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Am 11.12.08 ging es um den zwölften Sieg in Serie

Stolzer Bongartz: El Conchita

lockt Fans auf die Rennbahn

Gelsenkirchen (mspw) - Es ist schon erstaunlich, dass sich auch für den nächsten Auftritt der Traber-Stute El Conchita (Bild rechts) wieder elf Herausforderer gestellt haben, um die sensationelle Siegesserie der von Ex-Fußballprofi Hannes Bongartz (57) gesteuerten Braunen zu beenden. Und doch ist es so, denn nicht weniger als zwölf Teilnehmer wurden für ein Amateur-Fahren gemeldet, das am Donnerstag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn am Nienhausen Busch auf dem Programm steht.
Eigentlich dürfte es nur um die Preisgelder für die Platzierten in diesem Rennen gehen, denn El Conchita gilt als „unschlagbar“. Die Stute, die Hannes Bongartz und seinem Freund Jupp Hofstetter (61/Essen) gehört, hat zuletzt bewiesen, dass sie nicht nur auf ihrer Heimatbahn in Gelsenkirchen groß auftrumpfen kann. Denn auch bei einem Start in Mönchengladbach ließ sie, wie immer gefahren von Bongartz, keinerlei Schwächen erkennen. Sie kam auf der Bahn an der Niers zum elften (!) Sieg in Serie. „Ich kann es selbst nicht glauben“, strahlte Bongartz. „Aber die Ziege läuft und läuft und läuft. Man merkt richtig, dass sie Spaß am Rennsport hat“, sagt der einstige Fußball-Profi und Trainer, der jetzt in der Kicker-Berater-Branche tätig ist.

„Schade nur, dass wir nicht mehr die hohen Rennpreise von früher haben, sonst hätten wir einen trabenden Geldschrank im Stall“, meint Hannes Bongartz. 7.450 Euro hat die zuverlässige und lauffreudige Stute bisher an Preisgeldern verdient. Bongartz: „Vor zehn Jahren wäre das noch ein Vielfaches gewesen.“
Andererseits ist der leidenschaftliche Amateur-Fahrer auch davon überzeugt, „dass solche Pferde wie El Conchita die Leute auf die Rennbahn ziehen. Denn solche Seriensieger bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht.“
Für El Conchita war der Sieg am letzten Wochenende in Mönchengladbach der dritte Start nach einer mehrwöchigen Pause. Drei Starts, drei Siege! Und jetzt in Gelsenkirchen steht die Stute, die auch nach ihrem letzten Auftritt sehr frisch wirkte, vor einem weiteren Erfolg.

Für die Wetter ist das Rennen mit El Conchita trotz deren klarer Favoritenstellung durchaus interessant. In dieser Prüfung wird nämlich die Viererwette ausgespielt, so dass sich das Interesse vor allem auf die Platzierungen der drei Pferde hinter El Conchita konzentrieren dürfte.

El Conchita: Griechenland-Pause

(22-8-08) - Weil Traberbesitzer und Amateurfahrer Hannes Bongartz (56) einen Job als Sportkoordinator beim griechischen Erstligisten Skoda Xanthi angenommen hatte, durfte sich die Stute El Conchita noch ein wenig ausruhen, ehe die inzwischen Vierjährige in ihr erstes Rennen geschickt wurde. Bongartz wollte nämlich von Anfang an „leibhaftig dabei sein“. Und er verrät: „Sie ist ganz vorsichtig aufgebaut worden. Das dankt uns El Conchita nun.“ Bei jedem ihrer bisherigen Starts wurde die Stute von ihrem Besitzer gesteuert. Immer kam sie mit einer Prämie in den Stall zurück. So soll es auch am Sonntag bei ihrem Auftreten in der vierten Tagesprüfung auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn am Nienhausen Busch sein, wo ab 14.00 Uhr getrabt wird.

Erst seit April dieses Jahres kommt El Conchita an den Start. „Sie qualifizierte sich in ordentlicher Zeit, kam dabei als Dritte ins Ziel und bestätigte die guten Arbeitsleistungen“, erinnert sich „Chef“ Bongartz, der Ex-Fußball-Profi von Schalke, Wattenscheid und Kaiserslautern, wo er als glänzender Techniker auffiel, wegen seiner Beweglichkeit und seines damals noch schmalen Körperbaus „Spargeltarzan“ gerufen wurde und wo er mit seinem berühmten „Übersteiger“ die Gegner an Glanztagen schwindelig spielte.

Beim ersten Auftreten von El Conchita in einem offiziellen Rennen gab es auf ihren Sieg am Toto 128 Euro für zehn Euro Einsatz. Eine Quote, die seitdem auch nicht annähernd mehr gezahlt wurde. Zuletzt bei ihrem Erfolg in Gelsenkirchen mussten sich die Anhänger der Bongartz-Stute, die bei Trainer Thomas Welsing in Ringenberg steht und dort als „Chefin“ einer kleineren Pony-Herde über die Weide tollt, mit einer Quote von 16:10 zufrieden geben.

El Conchita wurde am 16. Mai 2004 geboren, war also in ihrem Jahrgang „spät dran“, wie es Hannes Bongartz formuliert. Man ließ sich Zeit bei der Vorbereitung auf die Rennlaufbahn, immer in Absprache mit Mitbesitzer Jupp Hofstetter, einem traber-„verrückten“ Speditionskaufmann aus Essen.

Es war der richtige Weg, wie die bisherigen Resultate zeigen: Sieben Starts, davon sechs Siege und ein dritter Platz. Dabei hatte einst keiner so richtig Bock darauf, die Stute von Besitzer Friedrich-Wilhelm von Barby (Hemmelsdorf/Timmendorfer Strand) zu kaufen. Bongartz und sein Freund Jupp Hofstetter griffen dann zum günstigen Preis zu – und machten ein Schnäppchen.

Und Bongartz ist glücklich, mit ‚El Conchita neben Dream Man und Limone ein gutes drittes „Eisen“ im Feuer zu haben, um immer wieder mit guten Chancen in den Sulky steigen zu können, so wie er es seit Mitte der 70er-Jahre macht und dabei auch Deutscher Amateurmeister wurde. - (mspw)

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Josts Isalus wieder ganz der Alte

(23-12-08) Er ist das Lieblingspferd der Familie Jost aus Bochum. Der vierjährige Wallach Isalus ist der ganze Stolz von Besitzer und Züchter Michael (36) sowie von Vater Asmus (64), der die Management-Aufgaben übernommen hat. Am zweiten Weihnachtsfeiertag soll der Braune“ auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen wieder glänzen und den Josts mit einem Sieg das schönste Weihnachtsgeschenk bereiten. Vater und Sohn Jost werden ganz genau hinschauen, wenn ihr Schützling am 26. Dezember in der zweiten Tages-Prüfung an den Ablauf kommt und am Nienhausen Busch auf sieben Gegner treffen wird.

Isalus galt lange Zeit als unberechenbar“. Von Frühjahr bis Herbst wurde der Wallach gleich fünfmal in Folge wegen diverser Galoppaden disqualifiziert. Dabei nahmen hinter Isalus erfahrene Sulky-Profis wie Thomas Kornau (Recklinghausen), Josef Franzl jun. (Sauerlach) und sogar Rekord-Champion Heinz Wewering (Hamburg) Platz. Er hatte einen leichten Beckenschaden. Das führte dazu, dass er nicht mehr glatt ging, erinnert sich Asmus Jost. Aber sein neuer Trainer Thomas Holtermann hat das hinbekommen. Seit kurzem läuft Isalus wieder ganz anders, geht gerade. Er ist wieder ganz der Alte, gerät Jost ins Schwärmen.
Trainer Thomas Holtermann (36/Mühlen), Neffe des zweimaligen Trainer-Champions Gerd Holtermann (52/Dülmen), stieg nach drei erfolglosen Versuchen mit verschiedenen Fahrern selbst in den Sulky und steuerte Isalus auf Anhieb zu einem der größten Erfolge in seiner noch jungen Karriere. Anfang November gewann der Wallach auf der Derby-Bahn in Berlin-Mariendorf ein so genanntes Entlastungsrennen zur Züchter-Krone (Breeders Crown), bescherte seinen Besitzern damit eine Prämie von 6.375 Euro. Bei Isalus ist es sehr wichtig, dass man ihn aus der täglichen Arbeit genau kennt, so Holtermann.

Schon einmal hatte Isalus, der bei insgesamt 17 Starts vier Rennen gewann, auf der Hauptstadt-Bahn in Mariendorf für Furore gesorgt. Im Derby-Vorlauf 2007 kam der braune Wallach überraschend auf Rang zwei, musste sich in einem starken Feld nur Freya Kievitshof geschlagen geben und qualifizierte sich für das Finale. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wenn er Vierter oder Fünfter geworden wäre, hätten wir uns schon gefreut, erinnert sich Asmus Jost. Im Endlauf hatte Isalus, der als Dreijähriger von Klaus-Peter Kern (ehemals Straubing) in Schweden vorbereitet wurde, dann Pech. Lange Zeit hatte der Jost-Schützling in Führung gelegen. Doch im Schlussbogen zog er sich eine Hufprellung zu, wurde am Ende Sechster.

Am 2. Weihnachtstag wird sich Isalus in Gelsenkirchen wohl vor allem mit Obsession November, gesteuert vom Niederländer Simon Woudstra (44/Herwen), und Prinzess AB mit Michael Schmid (41/Oberhausen) auseinander setzen müssen. Wenn er glatt geht, ist Isalus aber das zu schlagende Pferd, gibt sich Thomas Holtermann optimistisch.

Isalus’ Besitzer und Züchter Michael Jost, Kaufmann bei einer Getränke-Firma, hatte fast keine andere Wahl, als sich mit dem Traber-Virus zu infizieren. Sein Vater, langjähriger Tankstellen-Pächter, kam über Ewald Wermers aus Essen Anfang der 70er-Jahre zum Trabrennsport, der ihn fortan nicht mehr los ließ. Selbst als sein Sohn an einem Sonntag im Jahr 1972 geboren wurde, war Jost auf der Rennbahn – und kam freudestrahlend mit einem Sieg einer seiner Schützlinge ins Krankenhaus. Sohn Michael plant im Übrigen, demnächst auch erstmals selbst in den Sulky zu steigen. Ich werde vielleicht den Amateurschein machen, verrät er.

Für das neue Jahr haben sich die Josts einiges vorgenommen. Isalus soll nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich und in Schweden an den Ablauf kommen. Natürlich peilen wir auch die Zucht-Rennen in Deutschland an, so Asmus Jost. Und auch für das Derby 2009 haben die Josts schon wieder zwei Kandidaten in der Hinterhand: Eldoret, dessen Vater der berühmte Oscar Schindler Sl ist und der jetzt Asmus Jost gehört, sowie Chucky, der von Michael Jost gezogen wurde und wie Isalus von Mutter Isala abstammt. Beide werden zur Zeit auf ihre Rennlaufbahn vorbereitet. (mspw)

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Olli Kahn-Fans hoffen noch auf

bessere Form von King Kahn

(2-12-08/mspw) Der eine hat seine Karriere beendet, der andere wird weiterhin aufgestellt. Der eine ist Olli Kahn (39 Jahre, 86 Länderspiele), langjähriger Torwart der Fußball-Nationalmannschaft. Der andere trägt einen Spitznamen, wurde von seinen Besitzern des Stalles Pommery in Anlehnung an den einstigen Bayern-Torwart „King Kahn“ genannt, ist ein sechs Jahre alter Traber-Wallach und lief zuletzt seiner Form hinterher. „Das soll sich ändern“, sagt Trainer Eckhardt Drees (62, Bild) aus Lüdinghausen. Er spannt den Torwart-Traber am kommenden Donnerstag im zweiten von insgesamt neun Rennen auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen an.
Eckhardt Drees Gespannt wie Flitzebögen dürften dann vor allem die Mitglieder des Stalles Pommery sein. Dabei handelt es sich um eine Handvoll von Pferdesport-Fans, die in Hemau zwischen Nürnberg und Regensburg in Berufen wie Spediteur oder Anlageberater ihr Geld verdienen.
Allesamt sind sie vom Traber-Bazillus befallen. So kauften sie als regelmäßige Besucher des Derbys in Berlin dort auch einst auf einer Auktion die Stute Pleasure As. Die war zweijährig frühreif, wurde in Dinslaken Dritte und in einem 29.000 Euro-Rennen in Mönchengladbach sogar Zweite. Aus dem geplanten Derby-Start wurde zwar nichts. Aber Pleasure As verdiente ihren Hafer und wurde später in der Zucht eingesetzt. Eines ihrer Produkte ist King Kahn, dessen Vater ein gewisser Cezio Josselyn aus Frankreich ist. Es gibt prominentere Vorfahren.

Wie Olli auf der Linie, so tänzelte der nach ihm benannte King Kahn oft schon unruhig am Start. Trainer Eckhardt Drees: „Ein laufgewaltiger, aber immer nervöser und für einen Fehler anfälliger Bursche.“
Die bisherige Bilanz: 52 Starts, davon acht siegreich beendet, dazu 19 Platzierungen. 7.775 Euro hat er bisher zusammengetrabt. Unterm Strich stehen also rote Zahlen, was den Stall Pommery freilich nicht davon abhält, dem Trabrennsport die Treue zu halten und alljährlich in krachledernen Lederhosen zum Derby nach Berlin zu reisen.

Zum Start von King Kahn am Donnerstag in Gelsenkirchen haben sie sich allerdings nicht angesagt. Die letzten fünf Formen waren wohl zu enttäuschend: Keine Prämie, folglich auch kein überschwänglicher Jubel.

„Aber er hat zuletzt deutlich verbessert gearbeitet. Nach einer fast zweimonatigen Pause, die er seit Anfang Oktober eingelegt hat, benötigt er vielleicht noch einen oder zwei Starts, um wieder ganz auf 100 zu sein. Ich habe King Kahn jedenfalls noch längst nicht abgeschrieben“, sagt Trainer Drees.
Donnerstag im zweiten Rennen wird sich zeigen, ob King Kahn etwas vom Ehrgeiz seines „Namenvetters“ Olli Kahn mitbekommen hat.

Sir Karan: Immer näher an 300.000 Euro

Hülskath hatte alles unter Kontrolle

Roland mit Sir KaranGelsenkirchen (mspw) - Nach drei Auftritten gegen beste französische Klasse, bei denen lediglich jeweils sechste Plätze heraussprangen, lief der Ex-Derbyzweite Sir Karan aus dem Besitz von Ursula Augst (67/Sprockhövel) und Manfred Wulf (69/Lüdinghausen) am Donnerstag (13-8-09) mal wieder auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, siegte dabei mit dem WM-Vierten Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) trotz einer Zulage von 25 Metern äußerst souverän und nähert sich nun immer mehr der respektablen Gewinnsumme von 300.000 Euro.

Aus dem Umfeld des sechsjährigen dunkelbraunen Hengstes war zu erfahren, dass er in Kürze noch einmal in Frankreich angespannt werden soll, dass aber auch ein Engagement in der Züchter-Krone im Herbst auf der Rennbahn am Nienhausen Busch fest eingeplant ist. Spätestens dann sollte die 300.000 Euro-Marke geknackt werden.

Nachdem zuletzt meist Michael Schmid (42/Oberhausen) Sir Karan gesteuert hatte, war diesmal Roland Hülskath verpflichtet worden. Der kam mit dem Hengst bestens zurecht, hatte schnell die Zulage wettgemacht und wurde früh an die Spitze geführt, wo zunächst Höwings Kumpel mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) und Yogi Kievitshof mit Michael Nimczyk (23/Willich) zu sehen waren. Einmal in Front, war die Partie für Sir Karan entschieden.
Es ist ein Vergnügen, ein Pferd wie Sir Karan zu fahren. Er stand eindeutig über der Konkurrenz, sagte Roland Hülskath, dem an diesem Abend zwei Siege gelangen.

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Hengst läuft für

Geburtsort Reklame

Gelsenkirchen (12-12-08/mspw) - Schon mal etwas von Kleestadt gehört? Wenn nicht, dann könnte sich das schnell ändern. Denn beim doppelten Rennvergleich der Amateur-Trabrennfahrer der Traber Allianz West gegen ein Aufgebot aus Bayern am Sonntag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn spricht einiges dafür, dass der zehnjährige Traber-Hengst Ulli Klee mit Lutz Will (52) im Sulky für Kleestadt Ehre einlegen wird. 31 Siege, 32 Platzierungen bei einer Gewinnsumme von fast 30.000 Euro sowie ein Sieg bei seinem letzten Auftreten am Nienhausen Busch stempeln Ulli Klee auch am Sonntag zu einem Favoriten.
Was hat es auf sich mit diesem Klee im Namen eines Trabrennpferdes? Die Erklärung liefert Anne Wißmann (32), frisch gebackene Neu-Trabertrainerin, zweifache Mutter von Ben (3) und Jim (eineinhalb) sowie Lebensgefährtin von Agrar-Ingenieur und Amateurfahrer Lutz Will (wird am 2. Weihnachtsfeiertag 53 Jahre) in Dieburg: Ulli Klee kommt von Züchter Klaus Görke. Der benennt alle seine Zuchtprodukte mit dem Namenszusatz Klee, weil sie in Kleestadt zur Welt gekommen sind. Bis 1977 war Kleestadt eine eigenständige Kleinstadt. Im Mai 2005 wohnten dort 1.547 Einwohner. Inzwischen ist es nur noch ein Stadtteil der südhessischen Groß-Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Klee-Traber sind freilich nach wie vor Aushängeschilder und beste Imageträger von Kleestadt.

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Trainings-Muffel Yassin Boko unbesiegt

(25-3-10) Exakt 102 Tage hatte der Traber-Wallach Yassin Boko aus dem Trainingsquartier des Niederländers Thomas Tom Kooyman (48/Limmen) pausiert. Bei seinem ersten Auftritt nach der Winterruhe präsentierte sich der Fünfjährige aber gleich wieder hellwach. Nach vier Siegen in vier Rennen im Jahr 2009 am Nienhausen Busch knüpfte Yassin Boko nahtlos an seine exzellente Form aus der Vorsaison an, kam zu einem überlegenen Erfolg mit fünf Längen und bleibt damit in Gelsenkirchen weiter ungeschlagen. Das Vertrauen der Wetter in den Wallach war trotz der Pause - Yassin Boko hatte sich zuvor am 13. Dezember in Gelsenkirchen siegreich vorgestellt - riesig. Für den Volltreffer des Kooyman-Schützlings gab es am Toto für zehn Euro Einsatz gerade einmal elf Euro zurück. Siegfahrer Tom Kooyman war nach der überzeugenden Leistung seines Schützlings hochzufrieden, aber auch ein wenig überrascht. Ich wusste nach der langen Pause nicht ganz genau, wo er steht, erklärte Kooyman. Außerdem ist er recht trainingsfaul. Aber im Rennen hat er gleich wieder gezeigt, wozu er in der Lage ist, strahlte der Trainer.
Die weitere Marschroute für Yassin Boko hat Kooyman bereits abgesteckt. Er soll in Zuchtrennen in Berlin und in Gelsenkirchen angreifen. Außerdem sind Auftritte in Schweden geplant. Ich bin davon überzeugt, dass Yassin Boko überall gewinnen kann, lobt Kooyman.

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