Zuletzt bearbeitet: 31.08.2010
Sonntag (5. 9.) beginnen die Proben
für den Großen Preis von Deutschland
Marc und Peter Burgerheide - Sir Karan - Hollys Boy und Wait and Win in einem Super-Rennen. Ab 14 Uhr acht Rennen.                            Mehr...

Russel November ohne Probleme

Gelsenkirchen (mspw) - Der haushohe Favorit Russel November ließ am Sonntag (29-8-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen nichts anbrennen, siegte zum Geldwechsel-Kurs von 10:10. Nach 16 Monaten gab der Derby-Sieger von 2006 mal wieder ein Gastspiel am Nienhausen Busch. Der siebenjährige Hengst bereitete sich damit für seinen nächsten Frankreich-Auftritt vor.
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Deutsche Erfolge in Solvalla:

Nu Pagadi und Velten Couture

Solvalla (mspw) - Für ein weiteres Glanzlicht seiner Karriere hat am Mittwoch (18-8-10) der deutsche Spitzen-Traber Nu Pagadi auf der Rennbahn im schwedischen Solvalla gesorgt. Der fünfjährige Hengst, Derbysieger von 2008, gewann mit seinem ständigen Fahrer Erik Adielsson als 36:10-Favorit den mit umgerechnet 185.462 Euro dotierten Jubileumspokalen und setzte sich dabei gegen hochkarätige Konkurrenten seines Jahrgangs durch. Zweiter wurde Noras Bean mit Stefan Söderkvist im Sulky vor Yarrah Boko, gesteuert von Ulf Ohlsson.
Mit der Siegprämie von rund 105.978 Euro schraubte Nu Pagadi, der dem Oberhausener Detlef Tappe gehört, seine Gewinnsumme auf über 600.000 Euro. Der Hengst wird in Schweden von Stig H. Johansson trainiert.

Im mit rund 116.000 Euro dotierten Europachampionat der Dreijährigen überzeugte der deutsche Traber-Hengst Velten Couture aus dem Besitz von Sigrid Velten (Hochheim) als Zweitplatzierter. Mit Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) im Sulky musste sich Velten Couture lediglich dem 21:10-Favoriten Muscles Wiking BR (Norwegen) geschlagen geben, der mit dem schwedischen Lokalmatador Björn Goop im Sulky einen Start-Ziel-Sieg landete. Dritter wurde der 566:10-Außenseiter Noak L.B. (Daniel Olsson) für Italien.
Velten Couture, der Ende Juli in seinem Derby-Vorlauf als hoher Favorit nach einer Galoppade ausgeschieden war, entschädigte sich für diese Enttäuschung und unterstrich bei seinem ersten Auslandsstart, dass er zur absoluten Jahrgangs-Elite gehört. Besitzerin Sigrid Velten erhält für den zweiten Platz eine Prämie von umgerechnet 29.144 Euro.
Unser Plan ist voll aufgegangen. Velten Couture und Heinz Wewering haben alles sehr gut gemacht, strahlte Sigrid Velten nach dem Rennen im schwedischen Traber-Mekka. Ganz besonders freute sie sich über das Urteil von Heinz Wewering nach seinem ersten Start mit Velten Couture. Er hat die Klasse für ein internationales Pferd, lobte der Gewinner von weit mehr als 16.000 Rennen.

Gelsenkirchen: Donnerstag (19. August) sieben Rennen

Gelsenkirchen - Der Startpferde-Mangel hält an. Diesmal kamen für die Donnerstag-Veranstaltung (Rennbeginn um 19.03 Uhr) immerhin sieben Rennen zusammen. Die vorige für Donnerstag, 12. August, geplante Rennveranstaltung auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen musste noch wegen nicht ausreichender Nennungsergebnisse ausfallen.
Vorbericht: Schlecht für Silberpfeil, wenn die Serie hält


Amateurfahrer nach Herzinfarkt auf dem Wege der Besserung

Noch eine Woche Klinik

für Frank Mühlisch

Gelsenkirchen (mspw) - Traber-Amateurfahrer Frank Mühlisch (49/Lüdinghausen) geht es nach seinem durch einen Herzinfarkt bedingten Zusammenbruch auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn wieder deutlich besser.
Mühlisch, der sechs Tage auf der Intensivstation des Gelsenkirchener Marienhospitals behandelt wurde, muss noch etwa eine Woche in der Klinik bleiben, ehe die Reha-Maßnahmen aufgenommen werden können.

Der Zusammenbruch hatte sich am 5. August 2010 auf dem Gelsenkirchener Stallgelände kurz vor einem Rennen, an dem Mühlisch teilnehmen wollte, zugetragen. Er war von Aktiven reanimiert und dann vom Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Tim Schwarma bei Lehrlings-EM
diesmal nur auf achtem Rang
Cabourg (mspww) - Der deutsche Teilnehmer Tim Schwarma (Weeze) belegte bei der Europameisterschaft der Lehrlingsfahrer in Frankreich in der Gesamtwertung den achten Platz. Der 19-Jährige landete zwar am Dienstag (10-8-10) auf der Trabrennbahn in Cabourg im dritten von insgesamt vier Wertungsläufen mit dem Außenseiter Saphir du Fournier auf Rang drei und verbesserte damit zunächst seine Ausgangsposition. Im vierten und abschließenden Lauf kam Schwarma jedoch mit Opus Vert erst als Letzer in Ziel und verpasste deshalb eine bessere Platzierung.

Neuer Europameister und damit Nachfolger des Tschechen David Dobrovolny ist Francisco Bennasar Adrover (Spanien), der sich durch seinen Sieg mit Pa Vauloger im letzten Wertungslauf den Titel sicherte.
Ich hatte in den entscheidenden Läufen kein Glück mit meinen zugelosten Pferden, erklärte Tim Schwarma, der Deutschland bereits im vergangenen Jahr bei dem EM auf Mallorca vertreten und dort den zweiten Platz belegt hatte.

Seriensieger Bent wieder der Beste
Rode und Oppoli mit Doppelschlag
Der Bericht vom Donnerstag-Renntag (5-8-10) in Gelsenkirchen (klicken!)


Bericht vom Renntag am 22. Juli:
Hattrick für Louis le Grand und Hafers Bauchgefühl



Der erste im
Championat
kurz vor 100

Mit insgesamt drei Tagessiegen war Roland Hülskath einmal mehr der erfolgreichste Fahrer in Gelsenkirchen am Donnerstag (1-7-10). Im Berufsfahrer-Championat baute er mit jetzt 98 Volltreffern seine Führung vor Michael Nimczyk (Willich/79 Siege) weiter aus. Der Titelverteidiger war gleichzeitig in Hamburg-Bahrenfeld nur einmal erfolgreich.

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17. Sieg für
Fichtels Stute


Ex-Champion macht sich Sorgen um seine Derby-Kandidaten

Wewering und Hauber: Virus und Fieber

Gelsenkirchen (mspw) - Die Mitteilung des Gelsenkirchener Rennveranstalters wurde rechtzeitig am Sonntag um 9.17 Uhr verschickt. Es wurde mitgeteilt, dass Ex-Champion Heinz Wewering (60) seine zwei für eine Derby-Teilnahme Ende Juli/Anfang August fest eingeplanten Starter Kamina und Baltimore As am Nienhausen Busch abgemeldet hatte. Wir haben einen Virus im Stall. Betroffen sind rund 15 Pferde, erklärte Wewering den Ausfall der von ihm für Marion Jauß (Neritz) trainierten Dreijährigen, die im Vorbereitungslauf der Stuten und im Vorbereitungs-Hauptlauf für das Buddenbrock-Rennen (Finale 11. Juli in Berlin-Mariendorf) dabei sein sollten. Arg betroffen von Fieber in seinem Stall war derweil der niederländische Trainer Marcel Hauber (39/Deurze), der alle sechs für Gelsenkirchen genannten Pferde schon am Samstag per Fax streichen lassen musste.
Bei Wewerings Pferden hatte sich ein bisher nicht näher bezeichneter Virus schon seit einiger Zeit angekündigt, denn im Stall herrschte großes Rätselraten über die recht schwache Form von Klassepferden. Zwar gab Wewering Kamina und Baltimore As Anfang der Woche noch für die Gelsenkirchener Sonntag-Veranstaltung als feste Starter an. Doch bereits am Dienstag, so der Ex-Champion, wurde ein Tierarzt eingeschaltet. Der Virus hat sich auf die Atemwege gelegt, so Wewering auf Nachfrage am Sonntag: Der Arzt meinte, wir sollten nicht starten, die Pferde allerdings weiter bewegen.
Noch hat der jetzt in Hamburg lebende Wewering die Hoffnung nicht aufgegeben, dass seine Pferde rechtzeitig vor dem Derby wieder fit werden. Wir haben sie in Gelsenkirchen gegen jeweils 150 Euro Reugeld streichen lassen. Hätten wir ein Attest vorgelegt, dann wäre automatisch eine 15-tägige Sperre die Folge gewesen. Das wollten wir unter allen Umständen vermeiden. Denn jetzt haben wir noch die Chance, am 11. Juli in Berlin zu einer Generalprobe vor dem Derby antreten zu können, erläuterte der 29-fache deutsche Champion. Keine Frage, die Pferde benötigen noch einen Start vor dem Derby. Und den wollen wir auf jeden Fall ins Auge fassen, wenn wir den Virus rechtzeitig in den Griff bekommen haben, erläuterte Wewering die weiteren Pläne.
Von der Streichung der Hauber-Pferde waren auch die westdeutschen Fahrer Thomas Panschow (43/Bladenhorst) und Michael Schmid (43/Oberhausen) betroffen. Und letztlich musste auch Jörg Hafer (50/Recklinghausen) auf die vorgesehene Teilnahme in einem Amateurfahren verzichten.

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Größter Karriere-Erfolg für Andor Schute

Beckmanns Noxean Com als beste Stute

Gelsenkirchen (mspw) - Riesenfreude in Waltrop und Recklinghausen, denn der Massenansturm von 16 Teilnehmerinnen beim mit 30.000 Euro dotierten Stuten-Pokal auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn endete am Sonntag (20-6-10) mit einem Sieg im Spaziergang für die fünfjährige Stute Noxean Com mit dem Recklinghäuser Andor Schute (41) im Sulky. Für den Waltroper Besitzer und Züchter Hubert Beckmann, dessen Stute sich trotz einer Zulage von 25 Metern durchsetzte, gab es eine Prämie von 15.000 Euro. Schute: Obwohl ich nicht einmal einen optimalen Start erwischt hatte, waren wir am Ende doch klar überlegen.
Für Noxean Com war es der vierte Sieg beim vierten Start in diesem Jahr. Obwohl die Stute in diesem aus drei Bändern gestarteten Rennen sogar etwas an Boden auf die weiter vorne gestarteten Pferde verloren hatte, reichte es zu einem ungefährdeten Erfolg. Für Andor Schute, der seit rund 25 Jahren Trabrennen fährt, bedeutete der Sieg im Stuten-Pokal den bisher größten Erfolg seiner Karriere.
Der Niederländer Cees Kamminga (45/Willemsoord), der mit Mona Lisa As die Höchstzulage von 50 Metern wettmachen musste, kam mit der von Ex-Springreiter-Olympiasieger und Traberzüchter Alwin Schockemöhle (71/Mühlen) gezüchteten sechsjährigen Stute auf den zweiten Platz, hatte für den Sieg gegen die überlegene Noxean Com bei fünf Längen Rückstand jedoch keine Chance. Das galt auch für Yquem Rich, die der niederländische Spitzenfahrer und Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega) auf den dritten Platz ganz knapp hinter Mona Lisa As pilotierte.

Ini Lou, die Stutenderby-Siegerin von 2008, die lange verletzt war und nach einer Pause von 20 Monaten erst ihr zweites Rennen bestritt, kam für Besitzerin Marion Jauß (70/Neritz) mit Ex-Dauerchampion Heinz Wewering (60/Hamburg) als Siebte im geschlagenen Feld ins Ziel. Als die Stute, die ebenfalls mit Höchstzulage ins Rennen gegangen war, richtig Tritt gefasst hatte, waren die Pferde aus der ersten Startreihe schon 70 bis 80 Meter enteilt. Dass noch sieben Stuten disqualifiziert wurden, war auch nicht gerade von Vorteil. Denn so war es noch schwieriger, die Lücken nach vorne zu schließen. Wichtig ist jetzt aber erst einmal, dass Ini Lou gesund aus dem Rennen herausgekommen ist. Sie hat nichts verlernt. Man wird noch Positives von ihr hören, so Wewering.

Die Entlastung zum Stuten-Pokal, dotiert mit 10.000 Euro, sah Hella Hanover vorn. Josef Franzl jun. (38/Sauerlach) siegte aus dem ersten von drei Bändern für Dietmar Buchwald, den Pfaffenhofener Ex-Präsidenten. Lange ließ sich Hella Hanover von Starchip Combination mit Stefan Musga (45/Duisburg), ebenfalls ein Teilnehmer aus dem ersten Band, ziehen. 350 Meter vor dem Ziel griff Jung-Ehemann Franzl an und war sofort in einem entscheidenden Vorteil. Für das zweite Geld wurde Starchip Combination noch von Lincolns Sara mit Champion Michael Nimczyk (24/Willich) abgefangen.
Lincolns Sara, im Besitz von Dieter Handke (52/Hamm) war nach einem frühen Rumpler schnell wieder aufgerückt und war schon als drittes Pferd im Schlussbogen aufgetaucht, zeigte noch einiges an Reserven. Höwings Naomi kam mit Jochen Haide (42/Sauerlach) nie an die Spitzengruppe heran. Die ebenfalls hoch eingeschätzte Times mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL) lief recht ausdruckslos.

Die beiden Vorbereitungsrennen für das Criterium der Vierjährigen, das am 18. Juli (Dotierung 30.000 Euro, Distanz 1.609 Meter) in München-Daglfing ausgetragen wird, wurden von Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) gewonnen. Nach seinem Triumph mit Making Moves setzte er sich auch in der zweiten Abteilung durch und stellte mit insgesamt drei Tagessiegen seine derzeitige Glanzform unter Beweis. Mit Mayrose aus dem Besitz von Dagmar und Thomas Bosner (Bargteheide), die ihre Pferde beim Schweden Lars Erik Glad (58) im westfälischen Dülmen trainieren lassen, ließ er den sieben vierjährigen Konkurrenten keine Chance. Im toten Rennen teilten sich Knowitall Diamant mit dem aktuellen Champion Michael Nimczyk und Zero mit Arnold Mollema den zweiten Platz.
16 Stuten wollen in Gelsenkirchen Pokal und 30.000 Euro

Ini Lou hat nichts verlernt

Gelsenkirchen (mspw) - Am Sonntag (20-6-10) wird es auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen eng! Denn für den hoch dotierten Stuten-Pokal (30.000 Euro) wurden nicht weniger als 16 Starterinnen angegeben. Eine von ihnen hat als Dreijährige fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab: Ini Lou aus dem Besitz von Marion Jauß (Neritz) triumphierte 2008 nicht nur im Buddenbrock-Rennen und im Stuten-Derby, sondern auch in der Breeders Crown (Züchter-Krone) für dreijährige Stuten in Gelsenkirchen. Seitdem war sie nicht mehr am Nienhausen Busch am Start.
Nach ihrem Sieg in der Breeders Crown machten der inzwischen fünfjährigen Ini Lou gesundheitliche Probleme zu schaffen. Fast 20 Monate absolvierte sie kein richtiges Rennen. Bei ihrem Comeback Anfang des Monats in Hamburg wurde sie Zweite und musste damit beim neunten Karriere-Start ihre erste Niederlage hinnehmen. Trainer und Fahrer Heinz Wewering (Hamburg) ist überzeugt, dass sie an die alte Form anknüpfen kann. Ihre Klasse ist unbestritten. In Hamburg musste sie auf den Sieger Jazzman auf der relativ kurzen 1.680 Meter-Distanz 20 Meter Zulage wettmachen. Dafür war das in Ordnung, so Wewering.

In Gelsenkirchen soll Ini Lou am Sonntag trotz der Höchst-Zulage von 50 Metern vorne mitmischen. Fest steht, dass sie nichts verlernt hat. Ob es für ganz vorne reicht, werden wir sehen. Bei insgesamt 16 Starterinnen hängt das auch entscheidend vom Rennverlauf ab, sagte Rekord-Champion Wewering vor der Bänderstart-Prüfung.

Neben Ini Lou nehmen noch sechs weitere Stuten das Rennen aus dem dritten Band mit 50 Metern Zulage auf. Unter anderem gibt der Niederländer Hugo Langeweg sen. (Schagerbrug) ein Gastspiel in Gelsenkirchen. Der 57-Jährige steuert Royal Justina, die bei ihrem letzten Start in Hamburg Mitte Juni nicht zu schlagen war.
Gleich vier frische Siegerinnen starten aus dem zweiten Band mit je 25 Metern Zulage. Noxean Com mit Andor Schute (Recklinghausen), Höwings Okaleia Z mit Roland Hülskath (Mönchengladbach), Yquem Rich mit Arnold Mollema (Wolvega, NL) und Velten Brown Sugar mit Hans Joachim Tipke (Heeslingen) waren bei ihren jüngsten Auftritten erfolgreich.

Neben dem mit 30.000 Euro dotierten Stuten-Pokal stehen am Nienhausen Busch drei weitere hochdotierten Rennen auf dem Programm. Im Entlastungslauf zum Stuten-Pokal (10.000 Euro) kämpfen zwölf Kandidatinnen um den Sieg. Außerdem starten je acht Teilnehmer in zwei Vorbereitungsläufen zum Criterium der Vierjährigen, das am 18. Juli in München entschieden wird. Beide Gelsenkirchener Rennen sind ebenfalls mit je 10.000 Euro dotiert.

Der dritte Sieg

innerhalb von

nur 14 Tagen

Gelsenkirchen (mspw) - Dass es zumindest eine kleine Überraschung geben würde, stand bereits wenige Sekunden nach dem Start des 4. Laufs zum Pokal der Traberallianz West für Hobbyfahrer am Fronleichnamstag (3-6-10) in Gelsenkirchen fest. Denn der 15:10-Favoritin Super d’Aunou, die in diesem Jahr mit dem Schwarzer Steward-Rennen in Hamburg-Bahrenfeld bereits eine hochdotierte Prüfung für sich entscheiden konnte, unterlief ein Fehler.
Die Rennleitung disqualifizierte die von Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) gesteuerte Stute. Davon profitierte die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees (68/Gronau-Epe), die mit der 29:10-Mitfavoritin Bungee vor dem 321:10-Außenseiter Quildy Yacom mit Julia Knoch (26/Mönchengladbach) gewann. Dritte wurde Idee Folle mit Anke Börnig (32/Dinslaken), am Toto 72:10 gewettet. Die Quote der Dreierwette lag bei 1.864:10. Für das Gespann Rita Drees/Bungee war es bereits der dritte Treffer hintereinander innerhalb von nur 14 Tagen.
Ihre Führung im bundesweiten Championat der Trabreiter baute Cathrin Nimczyk (18/Wallach) durch ihren Sieg mit Yankee Warden (71:10) im Karola Döme-Cup weiter aus. Sie hat jetzt bereits neun Sattel-Treffer auf ihrem Konto und führt damit vor Titelverteidigerin Marisa Bock (29/Schöneiche), die 2010 bisher vier Trabreiten für sich entscheiden konnte.
Mitfavorit Velten Couture gewinnt Derby-Test in Gelsenkirchen

Diamond Way-Sohn spaziert zum Sieg

Gelsenkirchen (mspw) - Das mit 25.000 Euro dotierte Diamond Way-Rennen am Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen hätte wohl keinen passenderen Sieger finden können. Die Derby-Vorprüfung, mit der an den Anfang des vergangenen Jahres eingegangenen Jahrhundert-Vererber erinnert wurde, gewann mit Velten Couture ausgerechnet ein Nachkomme von Diamond Way, der von 1992 bis 2009 gleich 18 Mal in Folge Deutschlands Deckhengste-Champion war.
Gesteuert von Hans Joachim Tipke (Heeslingen) gewann der 32:10-Mitfavorit Velten Couture leicht mit zwei Längen vor Shali’s Alesi mit Roman Spengler (Petershausen-Kollbach) und Armando Kievitshof mit Cees Kamminga (Willemsoord, NL). Die Prüfung am Nienhausen Busch war den Dreijährigen vorbehalten und galt als wichtiger Fingerzeig auf das Derby am ersten August-Sonntag in Berlin-Mariendorf.

Velten Coutures Fahrer und Trainer Hans Joachim Tipke strahlte nach dem Rennen. Der Rennverlauf war optimal. Er ist vorne spazieren gegangen und hätte jederzeit noch einmal zulegen können, freute sich Tipke, der selbst durch einen Bänderriss im Bein leicht gehandicapt war. Velten Couture, der bereits ein Vorbereitungsprüfung zum Diamond Way-Rennen für sich entschieden hatte, gilt jetzt als Anwärter auf den Derby-Sieg. Die glückliche Besitzerin Sigrid Velten (Hochheim): Das Derby gewinnt man entweder einmal oder keinmal im Leben. Ich wäre nicht böse, wenn ich es einmal gewinnen könnte.

Rekord-Champion Heinz Wewering (Hamburg) steuerte den 22:10-Favoriten Baltimore As nach einem aufwändigen Rennverlauf auf Rang fünf. Damit entschied er zumindest das Familien-Duell gegen Mary’s Boy aus dem Besitz seiner Tochter Marie-Charlott, seiner Ex-Frau Sonja Wewering (Seppenrade) sowie deren Lebensgefährten Manfred Ostermann (Werne) für sich. Mary’s Boy wurde Sechster.

Einen erwarteten Sieg gab es im Stutenlauf (12.500 Euro) zum Diamond Way-Rennen. Mit Michael Schmid (Oberhausen) im Sulky war die 13:10-Favoritin Finca aus dem Besitz des niederländischen Erfolgsrennstalls Vibelzee von Ger Visser (Deventer) nicht zu bezwingen. Rang zwei im strömenden Regen ging an Anky Kievitshof mit dem Niederländer Robin Bakker (Deurze). Dritte wurde die 222:10-Außenseiterin Vin Race mit Gerhard Holtermann (Bladenhorst) im Sulky.
Wenn sie gesund bleibt, kann Finca im Stuten-Derby auf jeden Fall eine gute Rolle spielen. Sie besitzt enormes Laufvermögen, zeigte sich Siegfahrer Schmid nach dem überlegen Erfolg mit der Stute, die zweijährig bereits die Breeders Crown (Züchter-Krone) gewonnen hatte, sehr zufrieden. Traber-Trainer Jack de Jong (Lüdinghausen), Manager bei Vibelzee, ging sogar noch einen Schritt weiter: Vielleicht ist sogar das große Derby gegen die Hengste und Wallache für uns eine Option.

Silberhelm triumphiert am Vatertag

Gelsenkirchen (mspw) - Silber war am Himmelfahrtstag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen Gold wert. Gleich viermal trug sich Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) am Nienhausen Busch in die Siegerliste ein und dürfte den Wettern, die auf den furios fahrenden Rheinländer gesetzt hatten, eine ordentliche Rendite beschert haben. Die Saison im Trabrennsport ist zwar erst fünfeinhalb Monate alt, doch schon jetzt deutet sich an, dass der Deutsche Meister-Titel wohl nur über Hülskath führen wird, der das Championat bereits zweimal für sich entscheiden konnte (2006 und 2007). In der Berufsfahrer-Wertung liegt er mit 64 Siegen deutlich vor seinem hartnäckigsten Verfolger Michael Nimczyk (23/Willich). Der aktuelle Goldhelm gewann zeitgleich auf der Bahn in Hamburg allerdings ebenfalls vier Rennen und liegt bei 54 Saison-Erfolgen.
Hopp oder Top hieß es in dieser Saison für die Traber-Stute Whippet Boshoeve vor ihrem Auftritt am Himmelfahrtstag auf der Rennbahn in Gelsenkirchen: Fünf Starts, zwei Siege, drei Disqualifikationen. So lautete die Bilanz der von Jos Oorthuijsen (50/Soest, NL) vorbereiteten Sechsjährigen. Die Wetter auf der gut besuchten Bahn am Nienhausen Busch schenkten Whippet Boshoeve dennoch viel Vertrauen - und wurden nicht enttäuscht. Denn die 19:10-Favoritin verkniff sich mit Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky jeden falschen Schritt und siegte überlegen.

Drei Längen hinter der Favoritin kam Wish me luck mit Lokalmatador Peter Poen (53) auf Rang zwei, das dritte Geld sicherte sich Ylaine Hanover, gesteuert von Michael Schmid (43/Oberhausen). Für Siegfahrer Roland Hülskath war die fehlerfreie Vorstellung von Whippet Boshoeve am Vatertag keine Überraschung. Die letzten Disqualifikationen waren eher auf unglückliche Rennverläufe zurückzuführen. Eigentlich ist die Stute trabsicher, sagte Hülskath, der aktuell in der Berufsfahrer-Statistik führt und seine gute Form mit dem Sieg bestätigte. Vier seiner letzten acht Starts hatte der Familienvater bis zu diesem Zeitpunkt gewonnen.

Nach einem kurzen Zweikampf mit Ylaine Hanover steckte Whippet Boshoeve gleich nach dem Start die Nase in Front. Dahinter waren Zanetti Djamel mit Arnold Mollema (61/Wolvega, NL), Lindys Matador mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen), Uranus Vivant mit Stefan Musga (45/Duisburg) und Wish me luck zu sehen. Bugatti (Sigrid Eichler/49/Kevelaer) unterlief in der Startphase ein Fehler, konnte aber auspariert werden. Der achtjährige Hengst musste das Rennen deshalb mit reichlich Rückstand aufnehmen. Während Whippet Boshoeve vorne alles im Griff hatte, beorderte Arnold Mollema den von ihm auch trainierten Zanetti Djamel zum Angriff in die Spur. Dort kam der vierjährige Wallach, der bei seinen ersten beiden Auftritten in dieser Saison jeweils disqualifiziert worden war, gut voran und tauchte neben Whippet Boshoeve in zweiter Position auf. Allerdings kam Zanetti Djamel nicht zurück an die Innenkante und musste in zweiter Spur weite Wege gehen. Als das Feld auf die Zielgerade einbog, konnte Zanetti Djamel nicht mehr zulegen und fiel zurück. Whippet Boshoeve löste sich hingegen von den Verfolgern und kam souverän zu ihrem dritten Saison-Sieg.

Einen Favoriten-Sieg gab es auch im zweiten Rennen des Tages. Der dreijährige Hengst Mary’s Boy war mit Robbin Bot (19/Wolvega, NL) im Sulky bei seinem Debüt zum Totokurs von 14:10 nicht zu schlagen. Im Endspurt setzte sich Mary’s Boy gegen El Paso mit Markus Bock (41/Gelsenkirchen) durch, dessen Ausreißversuch erst kurz vor der Ziellinie endete.
Nach seinem Start mit Mary’s Boy, der von Sonja Wewering (Seppenrade) gezüchtet wurde und Manfred Ostermann (Mit-Besitzer des Galopper-Gestüts Ittlingen/Werne) gehört, kam Robbin Bot aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Ein Naturtalent! Er fährt sich wie ein Auto, war Bot voll des Lobes. Die weitere Marschroute für Mary’s Boy ist bereits abgesteckt. Der Hengst benötigt noch ein bis zwei Starts, um Erfahrungen zu sammeln. Das Derby in Berlin-Mariendorf ist das Ziel, wagte Bot bereits einen Blick in die Zukunft.

Roland Hülskath tauchte am Himmelfahrtstag nach seiner Fahrt mit dem Deutschland-Debütanten Zizou zum zweiten Mal im Winner-Circle auf. Der Zweite aus dem Niederländischen Derby 2009, der von Paul Hagoort (32/Oldetrijne, NL) vorbereitet wird, siegte überlegen mit zweieinhalb Längen vor Year of Transs R mit Robbin Bot. Bei seinem 99. Start wurde Chingagchook, gesteuert von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach), hinter I’m sorry Bi mit Age Posthumus (45/Koekange, NL) Vierter.

Bild-Pokal am 1. Mai in Gelsenkirchen: Hauptrennen um 30 000 Euro

Gustav Diamant kann Hattrick schaffen

Gelsenkirchen (mspw) Mit einem Meilenrennen wird der Spitzenklasse der deutschen Trabrennpferde zur Eröffnung der großen Saison am 1. Mai auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn gleich mächtig auf den Zahn gefühlt. Der vom Münchner Gerhard Biendl (53) aufgebotene Hengst Gustav Diamant hat für seine bayerische Besitzergemeinschaft Johann Holzapfel/Max Schwarz (Anzing/Langenmosen) gute Aussichten, dieses Sprinterrennen zum dritten Mal in Serie zu gewinnen.

Wie gut Gustav Diamant durch den langen Winter gekommen ist, bewies er bei seiner Generalprobe in Bologna, wo er zwar nur den dritten Platz belegte, dabei aber eine Zeit lief, die höchsten Ansprüchen genügt.Der Hengst hat sich in Bologna die nötige Kondition für den Gelsenkirchener Sprint geholt, war Gerhard Biendl, der in dieser Woche sein Rennen Nummer 15.000 bestritt, mit dem Jahreseinstand von Gustav Diamant durchaus zufrieden.
Die Wettervorhersage für den Mai-Feiertag ist gut, so dass mit einem sehr schnellen Rennen zu rechnen ist. Wie schnell die Piste am Nienhausen Busch zur Zeit präpariert ist, hatte sich bereits am letzten Wochenende gezeigt, als zahlreiche Rennpferde dort ihre Rekorde verbessern konnten.

Hollys Boy, im Vorjahr Vierter im Gelsenkirchener Sprint, wird von Thomas Panschow (43/Bladenhorst) gesteuert. Er kommt mit einer frischen Siegform für Besitzer Peter Erwig (56/Frechen) an den Start. Dabei ließ er den diesmal ebenfalls engagierten Armstrong As, Derby-Dritter 2006, klar hinter sich. Ein Wiedersehen gibt es für Gustav Diamant und Hollys Boy auch mit dem Vorjahres-Zweiten Unforgettable, den der niederländische Spitzenfahrer und Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega) bei seinem Deutschland-Jahresdebüt vorstellt. Der Hengst, der das Deutsche Derby 2005 gewonnen hat, war im Training so überzeugend, dass ich ihn als Starter angegeben habe, rechnet sich Mollema, der auch Trainer von Armstrong As ist, durchaus Chancen für Unforgettable aus.
Olivier Monshouwer (37/Neukeferloh) stellt Corleone vor, der gerade auf dem Gelsenkirchener Rechtskurs schon Klasseleistungen geboten hat.
Max de Guez hat Ex-Champion Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky. Wenn Hülskath, der zur Zeit im Rennen um das Fahrer-Championat in Führung liegt, mit dem launischen zehnjährigen Hengst zurecht kommt, kann er alle Berechnungen durchkreuzen.
Der Niederländer Robin Bakker (26/Deurze) reist mit dem siebenjährigen Hengst Victor Bas an. Der schnelle Dunkelbraune verlor zuletzt in Gelsenkirchen einen Sieg am grünen Tisch, weil er im Einlauf die Fahrspur verändert hatte. Zuvor hatte er zweimal in Serie gewonnen.
Die Veranstaltung am 1. Mai wird erneut als Volksrenntag durchgeführt. Zahlreiche Prominente haben bereits zugesagt. Rennbeginn ist um 13.00 Uhr.

Starterliste :
  • 1. Armstrong As mit Michael Schmid (43/Oberhausen)
  • 2. Unforgettable mit Arnold Mollema (61/Wolvega, NL)
  • 3. Corleone mit Olivier Monshouwer (37/Neukeferloh)
  • 4. Max de Guez mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach)
  • 5. Hollys Boy mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst)
  • 6. Victor Bas mit Robin Bakker (26/Deurze, NL)
  • 7. Gustav Diamant mit Gerhard Biendl (53/München)

  • Gelsenkirchen: Nach 2.600 Metern entschieden nur wenige Zentimeter

    Udo Siebar holt

    den April-Pokal

    Gelsenkirchen (mspw) - Das war knapp. Nach 2.600 Metern trennten die beiden Erstplatzierten im April-Pokal der Steher am Donnerstag (15-4-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen nur wenige Zentimeter. Nach Kampf siegte der von Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) gesteuerte achtjährige Wallach Udo Siebar bei seinem Saison-Einstand mit einem Kopf vor Thor Boshoeve mit Besitzerin und Amateurfahrerin Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) im Sulky.                           Mehr...
    Wieder ein Sturz in Gelsenkirchen: Pellander
    Frank Terhardt nicht mehr auf Intensivstation

    Gelsenkirchen (mspw) - Mit einer Gehirnerschütterung und einem Bluterguss am Gesäß als Folge eines Sturzes mit der fünfjährigen Stute You’re The Queen am Sonntag (11-4-10) in einem Amateurfahren auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, dem letzten Rennen, wurde Christoph Pellander (31/Köln) in eine Klinik eingeliefert. Eine zuerst befürchtete Schulterverletzung bestätigte sich nicht.
    Nach Ansicht der Rennleitung, die Pellander mit 28 Tagen Fahrverbot und 100 Euro Geldbuße bestrafte, hatte sich der Amateurfahrer nicht vorschriftsmäßig mit seinem galoppierenden Pferd verhalten“ und damit die Kollision und den Sturz selbst ausgelöst.

    13 Tage nach seinem schweren Sturz bei einem Rennen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn konnte Amateurfahrer Frank Terhardt (48/Rheinberg) die Intensivstation des Krankenhauses in Gelsenkirchen-Ückendorf verlassen. Er wurde auf die Kardiologie verlegt, wird weiter untersucht. Inzwischen soll - so berichtet MSPW - auch feststehen, dass sich Terhardt Rippenbrüche und Brustquetschungen nicht beim Sturz selbst zugezogen haben dürfte, sondern dass diese Verletzungen wohl bei der Wiederbelebung verursacht wurden. Offen ist, wie lange Terhardt noch in der Klinik bleiben muss. Der Amateurfahrer war während des Rennens plötzlich aus dem Sulky gekippt und musste nach diesem Zwischenfall wieder reanimiert werden, ehe er in der Klinik in ein künstliches Koma versetzt wurde.
    Niederländische Doppel-Siege in Dinslaken und Hamburg

    Super d’Aunou im Schwarzer Steward-Rennen

    Siegfahrer Schmid strahlte: Sie war die Beste!

    Hamburg/Berlin/Dinslaken (mspw) - Eine Super-Vorstellung legte die vierjährige Stute Super d’Aunou am Ostermontag auf der Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld hin. Mit Spitzen-Fahrer Michael Schmid (Oberhausen) im Sulky gewann die Stute aus dem Besitz von Klaus Storck (Drensteinfurt) turmhoch überlegen das mit 25.000 Euro dotierte Finale zum Schwarzer Steward-Rennen und damit den abschließenden Trabrenn-Höhepunkt der Osterfeiertage. Bereits in ihrem Vorlauf war Super d’Aunou nicht zu schlagen.

    Ich hatte schon vor dem Finale das Gefühl, dass sie die Beste ist. Und das hat sie eindrucksvoll bestätigt, strahlte der gebürtige Straubinger Michael Schmid nach seinem Finalsieg mit der 17:10-Favoritin.
    Bei ihrem ungefährdeten Sieg verwies Super d’Aunou, die vom Niederländer Appie Bosscha (Langezwaag) trainiert wird, den fünfjährigen Wallach Darwin mit dem Deutschen Champion Michael Nimczyk (Willich) im Sulky mit fünfeinhalb Längen auf Rang zwei. Dritter wurde Come on Bo, gesteuert von Silberhelm Roland Hülskath (Mönchengladbach), vor Quint Hawaii mit Rekord-Champion und Lokalmatador Heinz Wewering (Hamburg) im Sulky.

    Um 10.000 Euro ging es in der Hansestadt in einer Vorprüfung zum Bild-Pokal (1. Mai in Gelsenkirchen). Die Siegprämie von 5.000 Euro sicherte sich der bayerische Gast Gerhard Biendl (München), der Top of the Rocks zum Sieg steuerte. Yorki Boko (Rob de Vlieger/Zwaanshoek) und Jubilar Way (Michael Nimczyk) belegten die Plätze.

    Beim Neustart auf der Trabrennbahn in Dinslaken nach einer fast dreimonatigen Pause, bedingt durch die Insolvenz des alten Trabrennvereins, stand am Ostermontag der traditionsreiche KöPi-Pokal im Mittelpunkt. Die beiden Vorläufe und auch das mit 8.000 Euro dotierte Finale dominierten dabei niederländische Farben. Im Endlauf setzte sich der 16:10-Favorit Year of Transs R, der in der vergangenen Saison als Vierjähriger den beachtlichen siebten Platz im hochkarätigen Großen Preis von Deutschland auf der Bahn in Gelsenkirchen belegt hatte, leicht mit zwei Längen durch. Der erst 18-jährige Siegfahrer Robbin Bot (Wolvega) reckte bereits einige Meter vor dem Ziel die Faust in die Luft. Rang zwei ging an Warrior Boko mit Stefan Schoonhoven (Nije Berkoop) im Sulky. Die beiden Erstplatzierten hatten sich jeweils auch in ihren Vorläufen behauptet.
    Der deutsche Lehrlings-Champion Tim Schwarma (Weeze) steuerte im Finale den 171:10-Außenseiter Lincolns Ass auf Platz drei.

    Bereits am Karfreitag hatten die niederländischen Gäste dem ersten Oster-Höhepunkt auf der Bahn in Hamburg-Bahrenfeld ihren Stempel aufgedrückt. Im ebenfalls mit 25.000 Euro dotierten Finale zum Johannes Frömming-Memorial landeten sie einen Doppelsieg. Den Endlauf, der aus drei Bändern gestartet wurde, entschied die 36:10-Mitfavoritin More Diamonds mit Jesse ter Borgh (Amsterdam) vor der Außenseiterin Wanda W (172:10), gesteuert von John Westenbrink (Meppel), für sich. Exakt diesen Einlauf hatte es auch in einem der insgesamt fünf Vorläufe gegeben.
    Auf Platz drei in dieser Stuten-Prüfung sorgte auch Jambalaya Diamant (406:10) mit dem Münchner Detlef Fleischer im Sulky für eine Überraschung. Mitfavoritin Riwa (46:10), die ihren Vorlauf überzeugend gewonnen hatte, wurde mit Heinz Wewering (Hamburg) Vierte.

    Auf der Derby-Bahn in Berlin-Mariendorf standen gleichzeitig die Amateure im Mittelpunkt. Im Fritz Brandt-Rennen feierte der Gelsenkirchener Versicherungskaufmann Jörg Hafer einen großen Erfolg: Der 50-Jährige entschied mit dem sechsjährigen Wallach Bronco Be zum Totokurs von 46:10 das mit 12.000 Euro dotierte Finale für sich. Auf Platz zwei in diesem Klassiker für Amateurfahrer, der bereits seit 1933 ausgetragen wird, landete André Pögel (Baruth) mit der 30:10-Favoritin Donna Key vor dem amtierenden Deutschen Meister Dieter Steghofer (Johanniskirchen) mit dem 168:10-Außenseiter Top Charm.

    Für den erfahrenen Amateurfahrer Jörg Hafer, der bereits über 1.170 Siege auf seinem Konto hat, war es der Premieren-Erfolg im Fritz Brandt-Rennen. Ich bin sehr froh, dass ich das Rennen zum ersten Mal gewinnen konnte. Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch die Deutsche Amateur-Meisterschaft, dachte Hafer schon an die kommenden Höhepunkte für Hobbyfahrer in diesem Jahr. Die Deutsche Amateur-Meisterschaft wird im Rahmen der Derby-Woche in Berlin-Mariendorf am 29. und 30. Juli entschieden.

    Viererwette mit nur drei Pferden

    Gelsenkirchen (mspw) - Die Favoriten-Wetter konnten sich am Donnerstag (25-3-10) in Gelsenkirchen auf Michael Schmid verlassen. Der Oberhausener machte sich fünf Tage nach seinem 43. Geburtstag erstmals in der zweiten Tagesprüfung ein nachträgliches Geschenk, als er Yip Dragon aus dem Trainingsquartier des Niederländers Age Posthumus (45/Koekange) und aus dem Besitz von dessen Landsmann Tjalco de Witte (Dragon Trotters BV/Wolvega) zu einem sicheren Sieg steuerte. Am Toto war der fünfjährige Wallach mit 13:10 notiert. Seinen zweiten Volltreffer machte Michael Schmid dann mit dem weiteren 13:10-Favoriten Zaido Dragon perfekt, der ebenfalls von Age Posthumus vorbereitet wird und Tjalco de Witte gehört. Kurios: In diesem Rennen mit Viererwette erreichten neben dem Sieger nur noch Zanadu Lane mit Krista Timmer (Heemskerk, NL) und Titania Till (Ralf Oppoli) das Ziel. Alle anderen sechs Starter wurden disqualifiziert. So trafen alle Tipper die Viererwette, die diese drei Pferde als Erstplatzierte und einen beliebigen Vierten auf ihrem Wettschein hatten. Die Viererwette zahlte 848 Euro für zehn Euro Einsatz.
    Mehr zum Donnerstag-Renntag

    Gelsenkirchen am Donnerstag: Wieder Serien-Sieger Ymond B

    Elfmeter mit Roland Hülskath

    Gelsenkirchen (mspw) - Zu gerne spielte Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) früher Fußball, kickte als gebürtiger Krefelder in der Jugend für den einstigen Bundesligisten Bayer 05 Uerdingen und ist heute Anhänger des Deutschen Rekordmeisters FC Bayern München. Inzwischen ist Fußball für Traber-Profi Hülskath nur noch Sportart Nummer zwei. Und dennoch kann er am Donnerstag (25-3-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn (neun Rennen ab 18.30 Uhr) einen Elfmeter verwandeln.
    Als Elfmeter bezeichnen die Anhänger des Trabrennsports bekanntlich eine Fahrt hinter einem Pferd, das sozusagen als unverlierbar gilt. Am Donnerstag gibt es mal wieder so einen Elfmeter, wenn Hülskath in den Sulky steigt, um Ymond B zu steuern.

    Der von Marcel Hauber (39/Deurze, NL) trainierte Ymond B ist nämlich am Donnerstag das Pferd mit der besten Serie aller Traber, die an diesem Abend am Nienhausen Busch an den Start kommen. Drei frische Siege stehen für den Wallach zu Buche. Zuletzt gab es am Toto gerade einmal 11:10 auf Sieg für den Hauber-Schützling.
    Hinzu kommt, dass Ymond B bei seinem letzten Start auch seinen Rekord verbesserte. Der steht nun bei 1:17,1 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer. Marcel Hauber: Ymond B hat durchaus noch weiteres Steigerungspotenzial.

    Mit einer Siegform geht auch Santa Barbara DC, gefahren von Andor Schute (41/Recklinghausen), in dieses Rennen, das am Nienhausen Busch als achte Tagesprüfung gelaufen wird. Die Wetter werden aber sicherlich auch ein Auge auf Urso Negro werfen. Hans-Jürgen Mark (Wiehl), Schwiegervater von Berufsfahrer Thomas Kornau (50/Recklinghausen) und Besitzer von Urso Negro, erlebte beim Jahresdebüt am 14. März etwas Ungewohntes bei seinem Pferd. Urso Negro machte mit Thomas Kornau, der ihn auch am Donnerstag wieder steuert, einen Fehler und wurde disqualifiziert. Das hatte der Besitzer des dunkelbrauen Wallachs lange nicht mehr erlebt. Urso Negro überzeugte nämlich bisher vor allem durch eine konstante Form. Donnerstag muss der Wallach beweisen, dass er wieder in der Verfassung des letzten Jahres ist, auch wenn es gegen den Seriensieger Ymond B wohl eher um eines der Platzgelder gehen dürfte.
    Mehr: Fußballer-Traber läuft jetzt für eine Lehrerin

    Goldhelm Michael ist der Fleissigste

    Gelsenkirchen (mspw) - Fleißig und erfolgreich ist Goldhelm Michael Nimczyk (23) aus Willich. Kein anderer Fahrer hat in den letzten beiden Jahren mehr Fahrten (1.973) wahrgenommen. Niemand hat mehr Siege (rund 370) geholt. Und auch am Sonntag (21-3-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (zehn Rennen, erster Start 14 Uhr) soll es für den Doppel-Champion wieder wie am Schnürchen laufen. Fünfmal greift Nimczyk am Nienhausen Busch ins Geschehen ein.

    An den Titel-Hattrick denkt Nimczyk (noch) nicht. Wir haben gerade erst März. Ich bin im Januar weniger gefahren, weil die meisten unserer Pferde noch pausiert haben. Die kommen jetzt langsam nach draußen, erklärt Nimczyk. Wenn es weiter so gut läuft, werden wir auch in diesem Jahr unsere Siege einfahren. Wichtig ist, dass unsere Besitzer zufrieden sind.
    Mehr: Raspelt es am Sonntag wieder?

    Gelsenkirchen: Michael Schmid siegt im März-Pokal der Stuten

    Keiner konnte Follow Me folgen

    Gelsenkirchen (mspw) - Verpatzte Generalproben für das mit 25.000 Euro dotierte und für den 2. April in Hamburg terminierte Johannes Frömming-Memorial prägten auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn am Sonntag (14-3-10) den März-Pokal der Stuten. Nur vier von neun Teilnehmerinnen kamen ins Ziel, allen voran die Seriensiegerin Follow Me mit Michael Schmid (42/Oberhausen), die sich als 19:10-Favoritin deutlich durchsetzte. Follow Me, im Besitz von Franz Klein (59/Versmold), nutzte den Vorteil des ersten Bandes, fand sofort ausgezeichnet ins Rennen und düpierte die acht Mitbewerberinnen in dieser am Nienhausen Busch mit 2.400 Euro dotierten Stuten-Prüfung.

    Bestens abgekommen, das Tempo immer hoch gehalten. Wir waren eigentlich nie in Gefahr, meinte ein zufriedener Michael Schmid. Am besten zu der überragenden Siegerin, die ihren vierten Sieg in Folge unter Dach und Fach brachte, hielt sich noch die aus dem zweiten Band gestartete Yasmine Boshoeve auf dem zweiten Rang. In der Anfangsphase unterlief der von Marcel Hauber (39/Deurze, NL) vorbereiteten und erneut von Roland Hülskath vorgestellten Stute von Wiebe D. Landman (64/St. Nicolaasga, NL) ein leichter Rumpler, so dass der Weg für Yasmine Boshoeve im Vergleich zu Follow Me noch etwas länger wurde. Marcel Hauber war mit dem zweiten Platz aber keineswegs unzufrieden: Wir werden, wie es jetzt aussieht, am 2. April in Hamburg dabei sein.

    Mit Fehlern waren schon kurz nach dem Start Beagee mit Klaus Horn (60/Marl), Mary Poppins mit Tim Schwarma (19/Weeze) und Zoesja Kievitshof mit Robbin Bot (18/Wolvega, NL) ausgefallen. Bibi S, Starterin aus dem zweiten Band, kam bei einem gut aussehenden Angriff im letzten Bogen mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) aus dem Tritt und landete ebenso disqualifiziert am Turm wie Starchip Combination mit Wolfgang Musga (54/Dinslaken). Dessen Stute des Gestüts Aschau mischte lange Zeit an zweiter Stelle mit. Musga: Wäre ihr der Fehler nicht unterlaufen, dann wären wir wohl auf dem zweiten Platz gelandet.
    Rang vier hinter Miss Dynamite mit Stefan Musga (44/Duisburg) ging an Idee Folle aus dem Stall Oberdorf von Heinz-Bernd Langendorf (51/Waltrop). Thomas Panschow (42/Bladenhorst) war mit der von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) trainierten Sechsjährigen aus dem zweiten Band gestartet, konnte nie ernsthaft ins Geschehen um die Plätze weiter vorne eingreifen. Der Gesamtumsatz betrug bei acht Rennen 89.977,50 Euro, davon 27.562 Euro auf der Bahn.
    Fortsetzung vom Sonntag-Rentag

    Jetzt 10 Prozent Abwrackprämie für die Wetter

    Eine Besonderheit hat sich der Gelsenkirchener Rennveranstalter einfallen lassen: Die neue Abwrackprämie wird am Sonntag (14-3-10) ihre Premiere erleben. Bei einer verlorenen Wette mit einem Mindesteinsatz von zehn Euro erhalten die Wetter gegen Vorlage ihres Wett-Tickets jeweils zehn Prozent ihres Einsatzes in Form eines Gutscheins zurück, der dann bei der folgenden Wette oder auch an einem der nächsten Renntage in Gelsenkirchen eingelöst werden kann. Die Gutscheine besitzen eine Gültigkeit von 180 Tagen.

    Sonntag Testlauf für hoch dotiertes Stutenrennen in Hamburg

    Generalproben und Bruder-Duell

    Gelsenkirchen (mspw) - Der erste Höhepunkt im Trabrennkalender 2010 wirft schon jetzt seinen Schatten voraus. Um satte 25.000 Euro geht es am Karfreitag, 2. April, im Finale zum Johannes Frömming-Memorial für Stuten in Hamburg. Diesen Termin haben viele Besitzer und Traber-Trainer dick in ihrem Terminplaner angestrichen. Die Veranstaltung am Sonntag (14-3-10) auf der Rennbahn in Gelsenkirchen (acht Rennen, erster Start um 14.24 Uhr) wird daher von den Aktiven ausgiebig zum Testen genutzt.

    Gleich mehrere potenzielle Hamburg-Starterinnen gehen in einem mit 2.400 Euro dotierten Bänderstart-Rennen für Stuten an den Start. Eine von ihnen ist die von Wolfgang Musga (54/Dinslaken) trainierte und gesteuerte Starchip Combination. Nach drei Starts in diesem Jahr stehen für die Fünfjährige ein zweiter, ein dritter sowie ein vierter Platz in der Bilanz. Sie ist manchmal sehr heftig. Da muss man als Fahrer schon ein wenig aufpassen, verrät Musga: Bei ihrem letzten Start hat sie im Endspurt so kräftig gezogen, dass ich dachte, sie bricht mir beide Arme. Aber das spricht für ihren Kampfgeist.
    Zu den Konkurrentinnen von Starchip Combination, die am Nienhausen Busch voraussichtlich bereits ihre Generalprobe für Hamburg absolviert, zählt Miss Dynamite mit Wolfgang Musgas Bruder Stefan (44/Duisburg) im Sulky. Nach einer zweimonatigen Pause wurde die explosive Stute zuletzt in einem Probelauf in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:18,3 Minuten Zweite. Erst am vergangenen Sonntag konnte sich Stefan Musga mit Shali’s Timmy in Gelsenkirchen in die Siegerliste eintragen. Beide Musga-Pferde starten am Sonntag aus dem ersten Band, müssen also keine Zulage wettmachen.
    Das gilt auch für die Mitfavoritin Follow Me, die von Michael Schmid (42/Oberhausen) gesteuert wird. Bei vier ihrer letzten fünf Starts war die Fünfjährige nicht zu schlagen. Zuletzt siegte die fünfjährige Stute aus dem Besitz von Franz Klein (59/Versmold) dreimal in Serie.

    Aus dem Quartier von Trainer-Champion Roman Matzky (46/Schöneiche) soll Beagee mit Fahrer Klaus Horn (60/Marl) an den Ablauf kommen. Am vergangenen Sonntag hatte eine Autopanne den geplanten Auftritt der sechsjährigen Stute am Nienhausen Busch verhindert.
    Jeweils 25 Meter mehr zurücklegen als ihre Konkurrentinnen müssen - wegen ihrer höheren Gewinnsummen - Idee Folle mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst), Bibi S mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) im Sulky und die frische Gelsenkirchener Siegerin Yasmine Boshoeve, die erneut von Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) gesteuert wird.
    Alle drei Stuten stehen ebenfalls noch auf der Nennungsliste für das Johannes Frömming-Memorial, das am Karfreitag auf der Bahn in Hamburg-Bahrenfeld an einen der erfolgreichsten deutschen Trabrennfahrer aller Zeiten erinnern wird. Schon die drei geplanten Vorläufe werden dabei mit jeweils 2.500 Euro dotiert sein.
    Mehr zum Sonntag: Christian Eisl zweimal aktiv

    Viel Sonne, aber auch viel Schlamm

    Gelsenkirchen (mspw) - Einer Schlammschlacht glichen die Rennen am Sonntag (7-3-10) am Nienhausen Busch. Herrlichster Sonnenschein ließ den gefrorenen Boden so schnell schmelzen, dass er wie dicker Brei unter den Sulkys und Hufen auf Pferde und Dresse hochspritzte. Aber trotz eingeschränkter Sicht landete Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) einen Dreierpack. Zunächst war der deutsche Vize-Champion mit Yasmine Boshoeve nicht zu bezwingen. Später steuerte Hülskath auch Yavari Boshoeve und Whippet Boshoeve für niederländische Farben zu vollen Erfolgen. Alle drei stammen aus der Zucht von Wiebe Landman (64/St. Nicolaasga, NL). Mit seinen drei Siegen war Hülskath auch der erfolgreichste Akteur der Veranstaltung am Nienhausen Busch. Er liegt bei den Profis jetzt mit 16 Treffern in diesem Jahr auf Rang vier. Es führt Manfred Zwiener (53/Berlin) mit 25 Siegfahrten vor Goldhelm Michael Nimczyk (23/Willich) mit 19 Treffern und Marisa Bock (17 volle Erfolge).

    Unter den Nichtstartern war auch Zico Buitenzorg aus dem Quartier von Trainer-Champion Roman Matzky (46) aus Schöneiche in der Nähe von Berlin. Mit der lange Zeit in Recklinghausen beheimateten Marisa Bock (29/Schöneiche) hätte der vierjährige Wallach wohl gute Chancen gehabt, am Nienhausen Busch vorne mitzumischen. Aber daraus wurde nichts. Marisa hatte nach rund 30 Kilometern eine Autopanne, erklärte Matzky. Zwar konnten wir sie schnell wieder einsammeln. Aber die Fahrt nach Gelsenkirchen war danach nicht mehr möglich.
    Der Umsatz betrug bei neun Rennen 106.974 Euro, davon 35.902 Euro auf der Bahn.
    Die Berichte vom Sonntag...

    Gelsenkirchen (Sonntag, 7. März): Mollema auch mit Nevele Wood

    Deutschland-Debüt für Rekordrenner

    Gelsenkirchen (mspw) - Dienstag im französischen Cagnes-sur-Mer, Donnerstag in der Normandie auf der Bahn in Le Croisé-Laroche, Sonntag in Gelsenkirchen. Der niederländische Traber-Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega) ist fast ständig in Europa für seinen Sport unterwegs. Wenn ich nur zu Hause herum sitzen würde, käme kein Geld in die Kasse, lacht Mollema. Außerdem macht mir der Sport immer noch großen Spaß. Die Folge: Mit fünf Pferden reist der Gelsenkirchener Trainer des Jahres 2009 (29 Siege) am Sonntag (7-3-10) zum Nienhausen Busch, wo ab 14 Uhr neun Prüfungen ausgetragen werden.
    Eigentlich wollte Mollema einige seiner Schützlinge am Samstag auf seiner Heimatbahn in Wolvega an den Start bringen. Doch daraus wurde auch im siebten Anlauf nichts. Erneut musste der geplante Renntag auf der finanziell angeschlagenen Traditions-Bahn abgesagt werden. Die Situation ist sehr schwierig, erklärt Mollema, dessen Stallungen und Trainingsbahn sich direkt hinter dem Rennbahn-Gelände befinden.

    Der Winter war sehr hart. Es herrscht nach wie vor akuter Startermangel bei uns. Ich hoffe sehr, dass sich die Situation bald bessert, so Mollema.
    Viele Niederländer weichen zurzeit nach Deutschland aus. Seit vielen Jahren ist die Bahn am Nienhausen Busch eine beliebte Anlauf-Station für die Aktiven aus dem Nachbarland. Die Bedeutung von Gelsenkirchen für die Niederländer ist sehr groß. Umgekehrt ist das aber auch nicht viel anders. Die deutschen Kollegen starten auch gerne bei uns, sagt der gut verheiratete Niederländer und Vater von zwei Kindern.

    Am Sonntag wird Mollema, der die Folgen einer Hüft-Operation mittlerweile fast komplett überstanden hat, seine fünf Schützlinge selbst um den Kurs steuern. Ich fahre nicht nach Gelsenkirchen, um mir die Bahn anzuschauen. Jedes meiner Pferde hat eine Chance auf eine vordere Platzierung, lautet Mollemas Ansage an die Konkurrenz.

    Besonders gespannt dürfen die Zuschauer auf das Deutschland-Debüt von Nevele Wood sein. Der dreijährige Hengst aus dem Trainingsquartier von Arnold Mollema legte bereits als Zweijähriger einen bemerkenswerten Auftritt hin. Auf der Trabrennbahn im dänischen Charlottenlund deklassierte Nevele Wood Anfang November die Konkurrenz, siegte in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:15,6 Minuten. Das war nicht nur Bahn-Rekord, sondern auch dänischer Rekord. Ich glaube, er hatte im Ziel 100 Meter Vorsprung, so Mollema.

    Auf die niederländischen Jahrgangs-Rennen soll Astreos vorbereitet werden. Für den dreijährigen Hengst ist es Sonntag der erste Auftritt auf einer deutschen Bahn. Ein junges Pferd mit viel Potenzial. Er soll in erster Linie sicherer werden, lautet Mollemas Einschätzung.
    Die weiteren Mollema-Starter in Gelsenkirchen sind Yquem Rich, die Zweitplatzierte aus dem Stutenrennen zum Großen Preis von Deutschland 2009, Zero Sugar und Armbro Embellish. Die letzten Trainingseindrücke waren bei meinen Pferden sehr positiv. Sie werden gut vorbereitet an den Ablauf kommen, kündigt Arnold Mollema an.
    Mehr: Wiedersehen mit Marisa Bock...

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    Schwarma machte Viererwette fett

    Gelsenkirchen (mspw) - Besser kann ein Jahresdebüt nicht ausfallen als das des siebenjährigen Hengstes Lincolns Ass am Sonntag (28-2-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Mit Nachwuchs-Vize-Europameister Tim Schwarma (19/Weeze) im Sulky kam Lincolns Ass als 149:10 Außenseiter zu einem nicht erwarteten Erfolg in der Viererwetten-Prüfung, die durch den Sieg des Hengstes richtig fett wurde. Für zehn Euro Einsatz gab es am Toto 41.862 Euro!

    Rund sechs Wochen hatte Lincoln Ass pausieren müssen. Es gab muskuläre Probleme und auch an den Fesseln war nicht alles in Ordnung, begründete Schwarma die Zwangspause für Lincolns Ass, der seiner Mutter Heike gehört. Deswegen war er schon froh, mit der Startnummer eins gut am Start abgekommen zu sein. Das Rennen wurde sehr zügig von Mieke van der Meer (41/Wateren, NL) mit Zoon van Minne aufgenommen. Dahinter war zunächst Elias Joy mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) zu sehen. Doch mit Rang zwei wollte sich Panschow nicht zufrieden geben. Mieke van der Meer war zunächst nicht bereit, die Führung kampflos preiszugeben. Deswegen musste Thomas Panschow noch einmal den Turbo einlegen, ehe er die Spitzenposition inne hatte. Mit 1:13,2 Minuten war die Eröffnungsphase dadurch äußerst schnell geworden.

    Für die beiden Pferde vorn sollte das Folgen haben. Zoon van Minne sprang im Schlussbogen weg und wurde disqualifiziert. Elias Joy spürte wenig später nun auch den anstregenden Rennverlauf. Jedenfalls reagierte er in Front Mitte der Zielgeraden mit einem Fehler und wurde ebenfalls aus der Partie genommen.
    Jetzt sah Tim Schwarma, bisher mit Lincolns Ass in Lauerstellung, seine Chance gekommen. Er brachte Lincolns Ass mächtig auf Touren. Und da vorne Elias Joy disqualifiziert war, musste Lincolns Ass sein Tempo nur auslaufen, um sicher mit einem Vorsprung von eineinhalb Längen die Ziellinie zu überqueren.
    Fidelios aus dem Besitz von Ferdi Sax (71/Schermbeck) knüpfte mit Ralf Oppoli an die konstant guten Leistungen in diesem Jahr an, war allerdings für den Sieg chancenlos. Der dritte Platz ging an den am Toto stark beachteten Wildfire mit Cees Kamminga (45/Willemsoord, NL). Die Viererwette komplettierte Vanity Fame B mit Rick Wester (24/Schaandam, NL) im Sulky.
    Mehr vom Sonntag

    USA, Kanada und Schweden melden für den Großen Preis 2011

    Überraschungen vorprogrammiert

    Gelsenkirchen (mspw) - Ein großes Ereignis wirft seinen Schatten voraus. In den letzten Tagen war Nennungsschluss für den Großen Preis von Deutschland 2010 auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, wo es am 17. Oktober um garantierte 150.000 Euro an Preisgeldern gehen wird. In diesem international ausgeschriebenen Rennen kommen die besten vierjährigen Traber an den Start. Der Grand Prix ist eines der wertvollsten Rennen im deutschen Trabrennkalender.
    Exakt 96 Pferde sind derzeit noch startberechtigt für das Spektakel, bei dem der Nachfolger des Derbysiegers von 2008 gesucht wird. Denn 2009 hatte sich Nu Pagadi aus dem Besitz des Oberhausener Kaufmanns Detlef Tappe (51) in beeindruckendem Stil in dieser wertvollen Prüfung durchgesetzt.

    Vor einigen Tagen mussten auch schon die Traber angemeldet werden, die im Großen Preis von Deutschland 2011 an den Start kommen sollen. Exakt 190 Meldungen gingen beim Gelsenkirchener Veranstalter ein, darunter Anmeldungen aus Kanada, den USA, Finnland, Schweden und den Niederlanden.

    Am letzten Sonntag hatte sich der Ex-Schalke-Fußballer Heiner Kördell (78), Meisterspieler von 1958, mal wieder auf die Gelsenkirchener Trabrennbahn verirrt. Kördell: Meine Schalker spielten auswärts in Wolfsburg. Da habe ich mir am Nienhausen Busch gleich eine doppelte Freude gegönnt: Schalke im TV gesehen und gleichzeitig Trabrennen erlebt.
    Hat Spaß gemacht, sagte Kördell und kündigte an: Ich komme bald mal wieder vorbei. Vielleicht ja schon am kommenden Sonntag (28-2-10) ab 14 Uhr, zumal Schalke schon am Freitag daheim gegen Borussia Dortmund antritt, so dass der Sonntag für den Besuch der Trabrennbahn ganz frei wäre!
    Dass sich Oldie“ Heiner Kördell auf der Rennbahn so gut unterhielt, lag vielleicht auch an seiner attraktiven Tischnachbarin: Es war Kathi Werning (25), laut BILD Deutschlands schönste Rennreiterin. Sie war mit Dietrich von Mutius (50), Geschäftsführer des Gelsenkirchener Rennveranstalters Win Race, zum Nienhausen Busch gekommen.

    Überraschungen bei den acht Rennen am kommenden Sonntag sind geradezu vorprogrammiert. Das hängt auch damit zusammen, dass wegen des lange anhaltenden Winterwetters nur wenig oder so gut wie überhaupt nicht trainiert werden konnte. Hinter der aktuellen Form der Pferde stehen also einige Fragezeichen. Da dürfte für die Wetter das eine oder andere Schnäppchen als Sonntags-Geld zu holen sein.
    Verlegt wurde im Übrigen die übernächste Gelsenkirchener Rennveranstaltung. Statt am Donnerstag, 4. März, wird nun am Sonntag, 7. März, am Nienhausen Busch getrabt.
    Der Mitfavorit trabte bei Probe für Pit Pan-Rennen gar nicht gut

    Wall Street-Aktien rutschten in den Keller

    Gelsenkirchen (mspw) - An der Wall Street-Börse geht es bekanntlich rauf und runter. An diese Achterbahn dachten sicherlich auch die Wetter am Sonntag (21-2-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, als sie die Vorstellung des sechsjährigen Wallachs Wall Street sahen. Der war als Mitfavorit in das Rennen um die Viererwette gegangen, trabte aber sehr unrein und wurde deswegen von der Rennleitung disqualifiziert.

    Er war das Jahresdebüt von Wall Street, der sich Mitte November mit einem Sieg in die Winterpause verabschiedet hatte. Fahrer und Trainer Jan van Dooyeweerd (48/Hoofddorp, NL) wollte in Gelsenkirchen für das mit mehr als 34.000 Euro dotierte Pit Pan-Rennen am 7. März in Hamburg testen. Daraus wurde nichts, weil der Sechsjährige nicht mitspielte. Wir werden dennoch in Hamburg starten, kündigte Jan van Dooyeweerd nach der Disqualifikation an. Anscheinend waren die Trainingsleistungen daheim besser als der Auftritt in Gelsenkirchen.
    Mehr vom Sonntag-Renntag


    Großer Tag mit Doppelerfolg für Silvia Raspe

    Erst hatte die 24-Jährige aus Weeze-Wemb mit ihrem Schimmel Thor Boshoeve gegen die Profis gewonnen, dann sicherte sie sich auch den Sieg im Finale um den Valentins-Cup am Sonntag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Hier mit Dieter Kerbaum (Traberallianz West) und Katrin Petrasch (Ladytrab). Der Umsatz blieb allerdings deutlich hinter den Zahlen aus Mariendorf zurück.       Mehr zum Sonntag

    Training am Strand verbessert Rekord

    Gelsenkirchen (mspw) - Der niederländische Trabertrainer Rob T. de Vlieger (45/Zwaanshoek) arbeitet mit seinen Pferden gerne am Nordseestrand. Dort tanken sie bei frischer Seeluft Kondition. Auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn konnte der fünfjährige Wallach Ytranssbelwin R am Sonntag (7-2-10) zeigen, wie gut ihm das Training am Strand bekommt. Mit Robin Bakker (26/Deurze/NL) im Sulky gewann er leicht und verbesserte dabei seinen Rennrekord gleich ganz beachtlich.
    Ytranssbelwin R hatte im Mai des letzten Jahres wegen eines Beinschadens eine Zwangspause einlegen müssen. Ende November qualifizierte er sich wieder für den Rennbetrieb, ehe er am Sonntag in Gelsenkirchen sein offizielles Comeback auf der Rennbahn gab.

    Kilometerweit sind wir immer wieder am Strand in der Nähe von Zandvoort getrabt. Das hat ihm sehr gut getan, strahlte Rob de Vlieger. Von Zwaanshoek aus, wo er wohnt und wo seine Schützlinge stehen, fährt de Vlieger regelmäßig an den Nordseestrand. Dort hat er eine Unterkunft, in der acht Sulkys stehen. Die Pferde werden im Stall vorbereitet, dann zum Strand gefahren, dort angespannt und trainiert“, verriet der sympathische Niederländer nach dem Erfolg am Nienhausen Busch.
    Zufrieden war auch Siegfahrer Robin Bakker, der im August des letzten Jahres bei de Vlieger anheuerte und seit dieser Zeit schon eine ganze Reihe von Siegen für seinen Chef nach Hause fahren konnte.

    Bei seinem Gelsenkirchener Erfolg sahen die Besucher den Wallach früh in Front. Im Fahrwasser war stets Luciano mit dem Gelsenkirchener Lokalmatador Peter Poen (52) zu sehen. Kansas C, den Michael Nimczyk (23/Willich) für den erkrankten Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) steuerte, musste immer äußere Wege gehen. Das sollte sich in der Endphase auswirken, denn hinter dem Sieger sah es kurze Zeit so aus, als könne Kansas C außen noch die zweite Position ergattern. Aber an der Innenkante zog Luciano immer wieder an und war genau auf der Linie mit einem kurzen Kopf Zweiter vor Kansas C.

    Sieger Ytranssbelwin R verbesserte seinen Rennkord von 1:19,0 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer um 1,6 Sekunden! Sein Trainer Rob de Vlieger legte wenig später noch einmal nach. Den fünfjährigen Hengst Yankee Butcher steuerte er selbst zum Totokurs von 46:10 zum ersten Jahressieg.
    Deutschlands erfolgreichster Trabrennfahrer aller Zeiten wird 60

    Heinz Wewering:

    Einen Tag Pause

    zum Geburtstag

    Hamburg (mspw) - Mit dem Sulky ist Heinz Wewering, rechnet man alle von ihm bestrittenen Trabrennen zusammen, mehrfach um die Welt gefahren. Mehrere zehntausend Mal hat er sich hinter dem Startauto eingereiht. Mehr als 16.300 Siege konnte er feiern. Am 28. Januar wird der 29-fache deutsche Fahrer-Champion 60 Jahre.

    Zehn Jahre darf ich laut Statuten noch an Rennen teilnehmen. Und das habe ich auch vor, gibt sich Heinz the Champ, trotz solcher Größen wie Hänschen Frömming und Eddy Freundt Deutschlands erfolgreichster Trabrennfahrer aller Zeiten, kämpferisch wie eh und je. Ob er das, wie jetzt für seine Chefin Marion Jauß (Neritz), weiter in der Doppelfunktion als Trainer und Fahrer machen wird, hängt vor allem von seiner Gesundheit ab. Noch fühlt er sich fit, gönnt sich freilich inzwischen ab und zu auch mal einen freien Tag. An meinem Geburtstag will ich mal pausieren und durchschnaufen, sagt er. Drei Tage später hat er einen Besuch auf der berühmten Trabrennbahn in Paris-Vincennes ins Auge gefasst, wo am Sonntag mit dem Prix d’Amérique eines der schwersten und wertvollsten Trabrennen der Welt vor wohl wieder 60.000 Besuchern ausgetragen wird. Wewering will als Zuschauer dabei sein.

    Ein wenig Sehnsucht dürfte mitschwingen, wenn der gebürtige Münsterländer, der mit acht Geschwistern aufgewachsen ist, Richtung Paris aufbricht. Mehrfach in seiner unvergleichlichen Karriere trug er sich mit dem Gedanken, sich beruflich in Richtung Frankreich zu verändern. Dort hat der Trabrennsport einen höheren Stellenwert. In nahezu jedem Ort gibt es eine Rennbahn. Pferderennen sind so etwas wie Volkssport.

    Es blieb bei Überlegungen. Heinz Wewering nahm nur ein einziges Mal am Prix d’Amérique teil, landete mit Unique James 1993 auf Rang 13. Es ist eines der wenigen bedeutenden Rennen in Europa, das der zweifache Welt- und vierfache Europameister nie gewinnen konnte. In Frankreich wird die Musik gespielt. Und wenn du dort nicht ständig vor Ort bist, hörst du auch nicht das Lied, das gespielt wird, ist seine Erkenntnis darüber, dass er im Nachbarland nicht den Stellenwert genoss wie in seiner Heimat, wo er alleine sieben Triumphe im Deutschen Derby und sogar neun Siege im Stuten-Derby feierte. Hinzu kommen unzählige Erfolge in hochdotierten nationalen und internationalen Rennen.

    Dass er bei den Trabern landete, war seiner Körperstatur zuzuschreiben. Eigentlich wollte er zu den Galoppern, bei denen sein Onkel Theo Grieper unter anderem als Privattrainer für das Traditionsgestüt Röttgen (Köln) tätig war. Für einen chancenreichen Jockey brachte Heinz Wewering zu viele Pfunde auf die Waage. Deswegen flüchtete er sich zu den Trabern, wo er in sportlicher Hinsicht ein echtes Schwergewicht wurde. Wenn du fleißig bist, dann geht vieles von allein, sagt er über seine glanzvolle Karriere, womit er zweifellos untertreibt. Workaholic Wewering ist so sehr mit den Rennpferden verwachsen, dass er ein Pferd, ohne es zu sehen, alleine am Huf-Geräusch identifizieren kann.

    In den Glanzzeiten des Sports gegen Ende des 20. Jahrhunderts schätzte er die Entwicklung wohl nicht richtig ein. Das Wettgeschäft verlagerte sich ins Internet. Die Umsätze wurden teilweise ins Ausland umgeleitet. Die Erträge aus dem Wettgeschäft, mit denen die Veranstalter den Rennbetrieb finanzieren, gingen zurück. Mit ihnen auch die Rennpreise. Die Zahl der Besitzer und Züchter schrumpfte. Dadurch brach auch das Verkaufsgeschäft mit Rennpferden, von denen Wewering sehr viele hatte, drastisch ein.

    Heinz Wewering wechselte Mitte 2006 für knapp eineinhalb Jahre nach Italien. Inzwischen ist das deutsche Aushängeschild unter den Trabrennfahrern wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt. In den beiden letzten Jahren triumphierte er erneut mit zwei beeindruckenden Siegen im Stuten-Derby für seine im Rennsport sehr engagierte Chefin Marion Jauß. In der Fahrerstatistik freilich wurde er 2009 mit 118 Siegen nur Dritter, nachdem er nahezu drei Jahrzehnte (!) lang bis 2006 die Branche dominiert hatte. Grund: Er fährt längst nicht mehr so viele Rennen wie die nachrückenden Youngster Michael Nimczyk (23/Willich) und Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), die im Championat vor ihm landeten.

    Und weil er zwar immer noch von morgens bis abends arbeitet, dabei zwischen seinem neuen Wohnort Hamburg und dem Jauß-Gestüt in Neritz pendelt, aber nicht mehr wie früher pro Jahr im Schnitt 500 Rennen gewinnt, wird es wohl nichts mit seinem Ziel, vielleicht sogar 20.000 Rennen gewinnen zu können. Diese Marke hatte er genannt, als er 50 Jahre wurde. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen für solche Ziele geändert, auch wenn man intensiv an einer Trendwende arbeitet, so Wewering, der ergänzt: Auch wenn die Wende gelingt: 20.000 Siege für mich werden wohl Utopie bleiben.

    Traben Gelsenkirchen: Hollys Boy legte eine ordentliche Arbeit hin

    Schwieriges Geläuf beim Paris-Test

    Gelsenkirchen (mspw) - Eine lockere Arbeit legte Peter Erwigs neunjähriger Wallach Hollys Boy bei seinem Probelauf am Sonntag (17-1-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn hin. Der Test für den geplanten Start im französischen Traber-Mekka Vincennes, wo Hollys Boy mit Frank Eickmann (45/Recklinghausen) am 30. Januar in einem mit 16.000 Euro dotierten Amateurrennen um den Prix de Saint Claude starten soll, endete mit dem erwarteten Sieg in der wenig aussagekräftigen durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:20,7 Minuten. Kommentar von Fahrer Thomas Panschow (42/Bladenhorst): Schade, dass die Bahn so tief war. Aber wir wollten ohnehin nicht in einer 16-er Zeit um die Kurven flitzen.

    Alles andere als optimale Bahnverhältnisse, in erster Linie wegen des in der Nacht eingesetzten Tauwetters, hatte der Bahnsprecher schon vor dem Rennen bekannt gegeben. Nur zwei weitere Teilnehmer begleiteten Hollys Boy bei seinem Auftritt, wovon Limpino (Gewinnsumme 500 Euro) mit Marcel Marks (24/Dinslaken) kurzfristig ins Feld gerückt war.
    So konzentrierten sich die Besucher zumindest bis zum Erreichen der Zielgeraden auf den Zweikampf zwischen Hollys Boy und dem eigens aus Berlin angereisten vierjährigen Hengst Heros, den Benjamin Hagen (37/Berlin) nach halbjähriger Pause vorstellte. Hagen: Heros hatte sich in der letzten Saison kurz vor dem Derby eine Infektion und wenig später noch eine Fissur am Fesselgelenk zugezogen. Aber wir halten große Stücke auf ihn, wollen in diesem Jahr in gut dotierten Rennen anspannen. Deswegen war es uns wert, die weite Reise nach Gelsenkirchen anzutreten und hier zu proben.

    Bis zum Erreichen der Zielgeraden hielt Heros auch tatsächlich gut mit, was freilich bei den Zwischenzeiten (26,3/20,6/17,9) nicht sonderlich überraschte. Dann machte Thomas Panschow mit Hollys Boy ernst, zog sofort um einige Längen davon, tat mit seinem Schützling allerdings nicht mehr, als unbedingt nötig war, um ins Ziel zu kommen.
    Peter Erwig (56/Frechen): Der Stellenwert der Vorstellung war zweitrangig. Wir wollten ein Rennen, das Hollys Boy in Anbetracht auch der schwierigen Trainingsverhältnisse unbedingt nötig hat, um für die Aufgabe in Frankreich gut vorbereitet zu sein. Ich hoffe nur, dass wir in der verbleibenden Zeit bessere Verhältnisse antreffen. Jedenfalls wollen wir das Frankreich-Projekt optimistisch angehen.
    Benjamin Hagen war mit dem Laufen von Heros (1:22,0 Minuten) keineswegs unzufrieden. Darauf können wir aufbauen, meinte er. Limpino kam mit Marcel Marks ins Ziel, als die beiden anderen Fahrer schon beim Duschen waren. Mit einer Zeit von 1:28,3 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer verpasste er die erforderliche Qualifikationszeit und muss sich demnächst erneut versuchen, um am Rennbetrieb teilnehmen zu können.

    Bahn-Champion startet Sonntag beim Saisonauftakt Gelsenkirchen

    Jeder Sieg zählt: Hülskath greift an

    Gelsenkirchen (mspw) - Genau 21 Tage mussten sich die Traber-Freunde seit dem 2. Weihnachtstag gedulden. Sonntag (17-01-10) geht es auf der Gelsenkirchener Bahn am Nienhausen Busch wieder los. Um 14 Uhr soll das erste von elf Rennen gestartet werden. Mit dabei ist dann auch der aktuelle Bahn-Champion Roland Hülskath. Mit 55 Siegen war der 34-Jährige aus Mönchengladbach im Jahr 2009 der überragende Fahrer in Gelsenkirchen. Am Sonntag will er beim Saisonauftakt 2010 am Nienhausen Busch den Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung in Gelsenkirchen legen. Er nimmt sechs Fahrten wahr. Jeder Sieg zählt: Denn auch im bundesweiten Berufsfahrer-Championat, in dem Hülskath 2009 zum zweiten Mal in Folge hinter Doppel-Champion Michael Nimczyk (23/Willich) Rang zwei belegt hatte, möchte der Silberhelm wieder ganz vorne mitmischen. Ich werde alles versuchen und wieder angreifen, verspricht Roland Hülskath.

    Bisher läuft es im neuen Jahr für den amtierenden Europameister und WM-Vierten ausgezeichnet: Mit schon fünf Siegen hat er einen ausgezeichneten Start hingelegt, mischt wieder ganz vorne mit.

    Im vergangenen Jahr fühlte sich Roland Hülskath auf der Gelsenkirchener Bahn pudelwohl. Satte 55 seiner insgesamt 163 Saison-Erfolge holte der Mönchengladbacher am Nienhausen Busch. Für diese Erfolge wird Hülskath am Sonntag geehrt. Der gebürtige Gelsenkirchener Thomas Panschow (42/Bladenhorst) hatte in der Bahn-Wertung mit 22 Treffern Rückstand auf Hülskath deutlich das Nachsehen, wurde mit 33 Siegen Zweiter. Rang drei teilten sich mit je 22 Siegfahrten Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe), die damit einmal mehr die mit Abstand erfolgreichste Hobbyfahrerin in Gelsenkirchen war, und Berufsfahrer Michael Schmid (42) aus Oberhausen, der auch regelmäßig mit Auslandserfolgen (unter anderem im Traber-Mekka Paris-Vincennes) auf sich aufmerksam machen konnte. Ebenso wie Roland Hülskath sind auch Rita Drees, Thomas Panschow und Michael Schmid am Sonntag beim Saisonauftakt dabei.

    Michael Nimczyk kam 2009 mit nur 14 Siegen in Gelsenkirchen auf Rang sieben des Bahn-Championats, verteidigte aber bundesweit seinen Goldhelm. Am Sonntag ist Nimczyk zeitgleich auf der Bahn in Berlin-Mariendorf aktiv.



    Traben: Championatsfeier in Hamburg - so früh wie noch nie

    Ovationen für den Pferdeflüsterer

    Hamburg (mspw) - Der deutsche Trabrennsport hat am Wochenende, so früh im Jahr wie noch nie, in Hamburg seine Championats-Gewinner 2009 geehrt. Die Gastgeber Hauptverband für Traber-Zucht (HVT) und sein Kooperationspartner Win Race meldeten ein volles Haus und erlebten eine von TV-Moderator und Filmproduzent Frederic Meisner unterhaltsam präsentierte Gala mit mehr als 150 Gästen, darunter auch Christoph Bartsch von der Behörde für Kultur und Sport als Vertreter der Hansestadt. Dabei gab es für die Besten ihres Fachs wiederholt stehende Ovationen, als die Championats-Gewinner aus dem Nähkästchen plauderten und von HVT-Präsident Max Stadler für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet wurden.

    Schon gleich zu Beginn erntete auch der Hamburger Rennvereins-Präsident Peter Heitmann Applaus, als er bekannt gab, man werte es als gutes Zeichen, dass die Veranstaltung in Hamburg stattfinde. Heitmann: Das steht für einen Neuanfang in unserer Stadt. Das Hamburger Trab-Zentrum (HTZ) war bekanntlich kürzlich wieder in die Vereins-Gemeinschaft unter dem Dach des HVT zurückgekehrt.

    Und dann verlief die Gala im Hotel Hafen Hamburg genau so, wie es sich Präsident Max Stadler gewünscht hatte: Heute keine große Politik, nichts über Wetten, sondern ein fröhlicher Abend, an dessen Ende alle sagen können, dass es so wieder öfter sein müsste.

    Moderator Frederic Meisner entlockte den Championats-Gewinnern zahlreiche Episödchen“, die im Publikum wiederholt für Schmunzeln sorgten. Als er den alten und neuen Goldhelm Michael Nimczyk einen Pferdeflüsterer nannte, strahlte der 23-Jährige aus Willich. Doch auf seine Zukunftspläne angesprochen, blieb der zweitjüngste Titelträger aller Zeiten zurückhaltend: Ein dritter Titel wäre zwar schön. Aber ich gehe die Sache nicht verbissen an. Sein großer Traum bleibe es, einmal das Derby zu gewinnen.
    Silberhelm Roland Hülskath, der aus privaten Gründen (Taufe von Tochter Katja) verhindert war, wurde von Frederic Meisner telefonisch zugeschaltet und kündigte an, auch 2010 alles zu versuchen, weiterhin in der Spitzenguppe der Trabrennfahrer mitzumischen.

    Ein Heimspiel hatte der einstige Dauerchampion Heinz Wewering, der inzwischen in Hamburg ansässig ist. Er sparte nicht mit Lob für den aktuellen Zweifach-Champion Michael Nimczyk. Wewering: Ich traue ihm durchaus noch den einen oder anderen Titel zu. Aber ich selbst will auch noch mitmischen. Meine Chefin Marion Jauß hat gute Pferde im Stall, so dass ich zuversichtlich bin, 2010 einiges erreichen zu können.

    Roman Matzky, mit 101 Trainersiegen 2009 gewinnreichster seiner Sparte, schwärmte von seiner herrlichen Anlage in Schöneiche und lobte seine Mitarbeiter Marisa Bock (sicherte sich das Championat im Trabreiten) sowie Thorsten Tietz. Auch Marisa Bock lobte die Trainingsbedingungen: Unser Haupttrainingsgebiet ist der große Wald. Das war sicherlich für unsere Erfolge mitentscheidend.

    Der 19-jährige Lehrlings-Champion Tim Schwarma (Weeze) verriet, dass er auch ein ausgezeichneter Sprinter und die 100 Meter schon in 11,1 Sekunden gelaufen ist. Eilig hat er es jetzt auch im Trabrennsport. Ich will möglichst schnell und erfolgreich sein, sagte Schwarma, der sich im abgelaufenen Jahr auch schon den Titel des Vize-Europameisters bei den Nachwuchsfahrern gesichert hatte.

    Rita Schockemöhle und Tochter Vanessa waren aus Mühlen angereist, um die Ehrung für den erneuten Deckhengste-Champion Diamond Way (18-maliger Titelträger aus dem Besitz von Alwin Schockemöhle) entgegen zu nehmen.
    Einige Championatsträger fehlten, vor allem wegen des winterlichen Wetters: Besitzer Detlef Tappe, Rita Drees als erfolgreichste Amateurfahrerin und Züchter-Primus Dr. Friedrich Gentz.

    Gelsenkirchen: Renntag am 3. Januar muss abgesagt werden

    Saisonstart wegen Startermangels verschoben

    Gelsenkirchen (mspw) - Der Saisonstart 2010 auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn muss verschoben werden. Weil zu wenige Pferde für die geplante Auftaktveranstaltung am kommenden Sonntag, 3. Januar, gemeldet wurden, entschloss sich der Veranstalter Win Race zur Absage der Veranstaltung. Der erste Renntag am Nienhausen Busch im neuen Jahr soll nun am Sonntag, 17. Januar, über die Bühne gehen.

    Traben unterm Tannenbaum in Gelsenkirchen am 2. Feiertag

    Chouchou vor zweitem Bahn-Championat

    Gelsenkirchen (mspw) - Eigentlich ist es für den Traber-Wallach Chouchou am 2. Weihnachtsfeiertag (Samstag, 26. Dezember) auf der Rennbahn in Gelsenkirchen (zehn Prüfungen, erster Start 14.18 Uhr) nur noch ein Schaulaufen. Denn das Bahn-Championat am Nienhausen Busch hat der Schützling von Trainer und Besitzer Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) schon vor dem letzten Renntag des Jahres, der unter dem Motto Traben unterm Tannenbaum ausgetragen wird, sicher. Die Frage lautet aber: Kann Chouchou die alleinige Führung im Bahn-Championat verteidigen und zum zweiten Mal in Serie das Gelsenkirchener Pferd des Jahres werden? Oder ziehen Bibi S und/oder Goetmals Best noch gleich? Mit sieben Siegen liegt Chouchou in der Bahn-Wertung in Führung. Mit jeweils sechs Erfolgen rangieren Bibi S und Goetmals Best dahinter. Die beiden Verfolger, die am 2. Weihnachtstag in anderen Prüfungen starten, müssen also gewinnen und zusätzlich auf einen Patzer von Chouchou hoffen, um mit dem Führenden noch gleich zu ziehen.

    Dass Chouchou überhaupt noch Trabrennen bestreitet, ist keineswegs selbstverständlich. Denn der neunjährige Wallach musste in seiner Karriere zwei Verletzungen überstehen, die beinahe zum Ende seiner Laufbahn geführt hätten. Im Alter von vier Jahren hatte sich Chouchou eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Und 2007 machte ihm ein hartnäckiger Hornspalt zu schaffen. Doch Eckhardt Drees führte den Wallach, den er 2007 vom befreundeten Besitzer Michael Liebhardt (Pfaffenhofen) gekauft hatte, zurück in die Erfolgsspur. Zu Beginn der Saison 2008 qualifizierte sich Chouchou nach mehrmonatiger Pause wieder für den Rennbetrieb.

    In der letzten Saison gewann Chouchou nicht weniger als 13 Rennen und wurde damit bereits zum ersten Mal das Gelsenkirchener Pferd des Jahres. Auch wegen einer knapp fünfmonatigen Ruhepause in diesem Jahr von März bis August reichte es in dieser Saison nur zu sieben Erfolgen am Nienhausen Busch. Dennoch konnte Chouchou, der meist von der vielfachen Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe) oder Trabreit-Spezialistin Susanne Koch (33/Lüdinghausen) gesteuert wird, seinen Titel verteidigen. Darauf kann man schon stolz sein, freut sich Eckhardt Drees. In erster Linie spricht so eine Auszeichnung für das Pferd. Aber es zeigt auch, dass Trainer und Fahrer nicht so viel falsch gemacht haben können.
    Besonders in Trabreiten mit Susanne Koch im Sattel zeigte Chouchou immer wieder seine Klasse. Allein drei seiner sieben Saison-Siege stammen aus Trabreiten. Im letzten Jahr waren es sogar sieben. Er zählt zu den besten Satteltrabern Deutschlands, ist Eckhardt Drees stolz auf seinen Schützling.

    Am Samstag ist für Chouchou Saison-Sieg Nummer acht am Nienhausen Busch möglich. Rita Drees, die Schwester von Eckhardt Drees und vielfache Amateur-Championesse, wird den Fuchswallach im mit 4.000 Euro dotierten Weihnachts-Preis der Amateure (vierte Tagesprüfung) steuern. Chouchou weiß, worum es geht, wenn er auf die Bahn kommt. Er ist alles andere als eine Schlafmütze, erklärt Eckhardt Drees. Vom Rennverlauf ist er unabhängig. Chouchou ist jedoch in Führung etwas ruhiger.

    Mit sieben Gegnern bekommt es Chouchou am 2. Weihnachtstag zu tun. Als Hauptkonkurrent dürfte der achtjährige Schimmel-Wallach Thor Boshoeve mit Silvia Raspe (23/Wemb) ins Rennen gehen. Lokalmatador und Vize-Europameister Heinrich Wolf (57), dessen mehrwöchige Pause durch die kurzfristige Absage des Renntages am letzten Sonntag noch ein wenig verlängert wurde, greift mit It’s Kathis Best an.
    Chouchous Verfolger Goetmals Best hat mit Tim Schwarma (18/Weeze) bereits im Auftakt-Rennen die Chance, seinen siebten Gelsenkirchener Saison-Sieg zu landen. Bibi S kommt mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) in der siebten Tagesprüfung an den Ablauf.

    Gelsenkirchen: Winter-Einbruch verhindert Renntag

    Sonntag-Veranstaltung abgesagt

    Gelsenkirchen (mspw) - Am heutigen Sonntag finden die angekündigten Trabrennen auf der Rennbahn in Gelsenkirchen wegen der widrigen Witterungsverhältnisse nicht statt. Um 11 Uhr hat der Veranstalter die Rennen abgesagt. Damit findet auf der Trabrennbahn am Nienhausen Busch in diesem Jahr nur noch eine Veranstaltung statt, und zwar am Samstag, 26. Dezember (zweiter Weihnachtsfeiertrag), ab 14.00 Uhr. Es ist der traditionelle Renntag mit dem Motto Traben unterm Tannenbaum. Die erste Veranstaltung des Jahres 2010 in Gelsenkirchen ist für Sonntag, 3. Januar, terminiert.


    Vorläufe zum Weihnachtspreis der Amateure am 2. Feiertag

    Wolf will wieder angreifen

    Gelsenkirchen (mspw) - Sonntag (20-12-09) steigt Heinrich Wolf (57/Gelsenkirchen) wieder in den Sulky, wenn auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn der vorletzte Renntag des Jahres ab 14 Uhr (zehn Prüfungen) stattfindet. Zuletzt war es etwas ruhig geworden um den Trabrenn-Amateurfahrer Wolf, der einige Wochen nicht im Sulky saß. Ich habe meinen Pferdebestand etwas ausgedünnt, hatte nicht viel zu fahren, erläutert der aktuelle Vize-Europameister der Hobbyfahrer.

    Dass er am Sonntag mal wieder eine Fuhre hat, verdankt er Trainer Klaus Horn (60/Marl). Der stellte ihm nämlich für ein Amateurfahren, den zweiten Vorlauf zum Weihnachts-Preis der Amateure (zehnte Tagesprüfung), den gutklassigen neunjährigen Wallach It’s Kathis Best zur Verfügung. Ich kenne dieses Pferd recht gut, sagt Wolf, war mit ihm schon Zweiter und Dritter, habe aber noch nie mit ihm gewinnen können. Vielleicht klappt es ja diesmal. Dass Züchterin Katharina Hessler schon früh große Hoffnungen in ihn setzte, zeigt schon die Namensgebung. Sie erinnert an die Mutter It’s Katytime. It’s Kathis Best sollte deren Bester sein. Die Hoffnungen erfüllten sich durchaus. Denn bei bisher 110 Starts gelangen dem zuverlässigen Schwarzbraunen 16 Volltreffer und immerhin 61 Platzierungen.

    Der muss allerdings seine letzten Vorstellungen schon steigern, denn in Mönchengladbach und Dinslaken reichte es nur zu kleineren Platzprämien. Der letzte Auftritt mit Heinrich Wolf in Gelsenkirchen endete sogar mit einer Disqualifikation, als der Wallach aus dem Tritt gekommen war und wegen einer Galoppade aus dem Rennen genommen werden musste. Ein solcher Fehltritt ist bei It’s Kathis Best freilich eine absolute Ausnahme. Der Wallach gilt nämlich als ausgesprochen pflegeleicht, wurde sogar in diesem Jahr in einem Gästefahren mit dem ehemaligen Fußballprofi und jetzigen Schalke-Scout Manfred Dubski angespannt.

    Neben dem frischen Sieger Chouchou, der von der vielfachen Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe) gesteuert wird, dürfte auch der fünfjährige Wallach Roy Horn, der für den Gocher Besitzer Josef Tönisen mit dem Gelsenkirchener Jörg Hafer (50) aufgeboten wird, bei den Wettern Beachtung finden. Die Bilanz des fünfjährigen Wallachs: 58 Starts, davon zwölf Siege und 31 Platzierungen. Ebenfalls im Achterfeld dabei ist Joyman Laurelton, der dem Stall Steelers gehört, hinter dem sich die Fußball-Profis Tobias Willi (29/MSV Duisburg), Zlatan Bajramovic (30/Eintracht Frankfurt) sowie der Essener Spielerberater Thorsten Weck (41) verbergen. Als Fahrer für Joyman Laurelton wurde der niederländische Spitzen-Amateur Fred Handelaar (53/Heerenveen) verpflichtet.

    Die Favoritenrolle im ersten Vorlauf, der als vierte Tages-Prüfung auf dem Programm steht, dürfte der kürzlichen Gelsenkirchener Doppelsiegerin Royal Justina zufallen, die allein bei ihren vier letzten Deutschland-Starts 4.500 Euro verdiente. Mit sieben Gegnern bekommt es die siebenjährige Stute zu tun, die ebenfalls von Fred Handelaar gesteuert wird. Zu ihren stärksten Gegnern zählen der Schimmel-Wallach Thor Boshoeve, der zuletzt mit Silvia Raspe (23/Wemb) am Nienhausen Busch Zweiter war, und Noble Umbria mit Andrea Dworatzyk (26/Wesel) im Sulky. Bei 25 Starts in diesem Jahr kam die neunjährige Stute gleich 17-mal ins Geld. Ein Sieg fehlt allerdings noch in der Bilanz.

    Aus beiden Vorläufen ziehen jeweils die fünf bestplatzierten Pferde in den Endlauf ein, der am Samstag, 26. Dezember, (2. Weihnachtstag) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn über die Bühne gehen und mit 4.000 Euro dotiert sein soll.


    Erst gab es den Formel 1-Star zu sehen

    Dann zeigte Odessa Santana seine Klasse

    Gelsenkirchen (mspw) - Mit dem siebten Sieg in diesem Jahr unterstrich der fünfjährige Hengst Odessa Santana mit dem Oberhausener Michael Schmid (42) im Sulky Sonntag (13-12-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, dass er in diesem Jahr zu den Stars der deutschen Traberszene gehört. Im Igor Font-Rennen, in dem es über die Steherdistanz von 2.600 Metern ging, war der Hengst, der von Josef Gramüller (55/München) trainiert wird, im Ziel sicher vor dem heißen Feuerstuhl Icare de Bois, der mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) lange geführt hatte und sich diesmal jede Unsicherheit verkniff.

    Die Gelsenkirchener Prüfung war ein Test für den Großen Weihnachtspokal, der am 26. Dezember auf der Rennbahn in München-Daglfing gelaufen wird. Sowohl Odessa Santana als auch Icare de Bois sollen dann an den Start gehen, wobei Michael Schmid noch nicht genau weiß, ob er diese Fahrt wahrnehmen kann. Es ist möglich, dass ich an diesem Tag in Paris-Vincennes ein Engagement habe. Warten wir mal ab. Das Gelsenkirchener Laufen jedenfalls war überzeugend. Ich hatte mit Icare de Bois das ideale Führpferd, konnte bis 300 Meter vor dem Ziel mit meinem Angriff warten und hatte dann keine Probleme, weil sich Odessa Santana immer willig streckte.

    Auch Henk Grift (34/Kevelaer) war als Trainer von Icare de Bois zufrieden. Wir sind wieder ein Stück weiter. Über 2.600 Meter keine einzige Unsicherheit, das macht Laune. Wir wissen ja, dass der Hengst über ein großes Laufvermögen verfügt. In Daglfing wird er weiter gefördert sein und dann eine wichtige Rolle spielen, wenn es um die Preisgelder geht.
    Die Besucher hatten den Eindruck, dass Roland Hülskath Icare de Bois nicht mehr abverlangte, als für Platz zwei nötig war, nachdem der Schmid-Schützling die Partie schon etwa hundert Meter vor dem Ziel für sich entschieden hatte. Rang drei ging an Bonifacio aus dem Stall von Henno Sürder (67/Odenthal) und seiner Familie. Thomas Panschow (42/Bladenhorst) entlockte dem Hengst, der lange hinten gelegen hatte, auf der Zielgeraden noch einige Reserven. Provence war mit Olivier Monshouwer (36/Neukeferloh) im letzten Bogen ruckartig geschlagen, wurde nur Fünfte im Sechser-Feld.

    In einer Rennpause wurde der kürzlich vom aktiven Rennsport zurückgezogene Spitzenhengst Igor Font aus dem Stall Catch Glory (Reifberg) vorgestellt. Willi Rode präsentierte den beeindruckenden Hengst, der am 15. Januar als Deckhengst in Italien aufgestellt wird. Catch Glory-Chef Roger Wittmann (48) und Igor Fonts Mitbesitzer bieten den Hengst (Willi Rode: Das ist ein Pferd wie ein Auto in der Formel 1) an. 7.000 Euro beträgt die Decktaxe in Italien, jeweils 6.000 Euro in Deutschland, in den Niederlanden und in Österreich. Für Igor Font war der Auftritt in Gelsenkirchen eine Deutschland-Premiere. Hier ist er nie gelaufen, wurde nur im Ausland angespannt und maß seine Kräfte mit der europäischen Spitzenklasse.

    Roland Hülskath reichte der Sieg am Nienhausen Busch mit dem 13:10-Favoriten Goetmals Best, um wieder die alleinige Führung im Berufsfahrer-Championat zu übernehmen. Der Silberhelm liegt mit 154 Siegen - zumindest bis Montag - einen Treffer vor Titelverteidiger Michael Nimczyk, der am Nienhausen Busch leer ausging. Montag ist Nimczyk in Berlin-Mariendorf engagiert, Hülskath muss auf Grund eines Fahrverbots aussetzen.


    Igor Font kommt Sonntag zur Abschiedsvorstellung

    Henk Grift hofft auf Weihnachtsgeld

    Gelsenkirchen (mspw) - Die Adventszeit gilt als ruhig und besinnlich. Sonntag (8-12-09), dritter Advent, auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (elf Rennen, erster Start 14 Uhr) wird es damit aber wohl spätestens dann vorbei sein, wenn der Feuerstuhl Icare de Bois im Igor Font-Rennen (fünfte Tagesprüfung) in einem recht überschaubaren Starterfeld um Prämien in Höhe von 10.000 Euro kämpft. Und Trainer Henk Grift (34/Kevelaer), dem der Hengst gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Claudia de Leeuw (29) und der Brüsseler Börsenexpertin Tanie Bonte (40) gehört, darf sich Hoffnungen auf ein fürstliches Weihnachtsgeld machen. Denn der laufgewaltige Icare de Bois zählt - sollte er keinen Fehler machen - zum Favoritenkreis. Allein der Sieger erhält 5.000 Euro.

    Wegen einer Bänderverletzung musste Icare de Bois, den der belgische Hexenmeister Jos Verbeeck (52) zu Henk Grift ins Training vermittelt hatte, von Juni bis Ende November pausieren. Bei seinem Comeback vor zwei Wochen in Gelsenkirchen wurde der fünfjährige Hengst in aussichtsreicher Position wegen eines Fehlers disqualifiziert. Ich habe ihm mit der Leine einen Klaps auf den Hintern gegeben, da hat er sich erschrocken, erklärt Grift. Ihm fehlt nach nicht einmal zehn Starts in seiner noch jungen Karriere die Erfahrung.

    Für Sonntag am Nienhausen Busch wurde Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) als Fahrer engagiert. Icare de Bois ist noch nicht wieder bei 100 Prozent. Das ist nach so einer langen Pause aber ganz normal, so Grift. Wir wollen ihn behutsam aufbauen. Im nächsten Jahr soll er dann in Schweden und Frankreich angreifen. Er besitzt das Potenzial, in Europas Spitze vorzustoßen.
    Mit fünf Gegnern bekommt es Feuerstuhl Icare de Bois, der bei acht Starts viermal gewann, im Igor Font-Rennen über 2.600 Meter zu tun. Der fünfjährige Hengst Odessa Santana, gesteuert von Michael Schmid (42/Oberhausen), gilt als stärkster Herausforderer. Außerdem kommen Bonifacio mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky, die frische Siegerin Provence mit dem Belgier Olivier Monshouwer (35/Vaterstetten), Sir Bajazzo (Thomas Kornau/49/Recklinghausen) und der kurzfristig nachgerückte Royal Diamond BR mit Benny Christensen (Skurup, Schweden) an den Ablauf.

    Die Parade vor dem Rennen wird von Spitzen-Traber Igor Font angeführt, der kürzlich seine aktive Karriere beendet hatte. Der Gewinner von über 900.000 Euro wird demnächst in die Zucht wechseln und zunächst in Italien aufgestellt. Vorher präsentiert er sich am Sonntag dem deutschen Publikum am Nienhausen Busch.
    Ein Comeback im Rennbetrieb wird es für den fünfjährigen Hengst aus dem Besitz des Stalles Catch Glory 2009 (dahinter verbergen sich Ex-Fußballer Mario Basler, die ehemalige Tennisspielerin Anke Huber, Spielerberater Roger Wittmann sowie Züchter Max Schwarz) freilich nicht geben. Für eine Verlosung im Rahmen des Renntages hat Mit-Besitzer Max Schwarz wertvolle Preise zur Verfügung gestellt.

    Das Igor Font-Rennen am Sonntag dient auch als Vorbereitung für den Großen Weihnachts-Pokal am Samstag, 26. Dezember, auf der Trabrennbahn in München-Daglfing. Wenn es gut läuft, soll Icare de Bois dann auch in Bayern angreifen, hat Henk Grift die weitere Marschroute für seinen Schützling bereits abgesteckt.

    Varenne-Sohn imponierte wieder

    mit einem hoch überlegenen Sieg

    Gelsenkirchen (mspw-pf) - Die Konkurrenz musste den fünfjährigen Traber-Hengst Armbro Embellish am Donnerstag (3-12-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen fast schon mit dem Fernglas suchen. Zu überlegen zeigte sich der von Arnold Mollema (61/Wolvega, NL) trainierte Varenne-Sohn am Nienhausen Busch. Mit acht Längen Vorsprung kam der vom Belgier Sydney van den Brande (20/Sint-Niklaas) gesteuerte 12:10-Favorit spielerisch leicht zum fünften Erfolg beim sechsten Auftritt in diesem Jahr. Ein zweiter Platz mit einem Amateur ist überhaupt der einzige Makel sämtlicher Auftritte des Varenne-Nachkommen in Deutschland. Hinter dem Sieger belegten Eckstein mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) und Joyman Laurelton (Roland Hülskath/34/Mönchengladbach) die Plätze zwei und drei.

    Es lief perfekt, strahlte der junge Belgier Sydney van den Brande nach dem Rennen. Armbro Embellish mag es, von der Spitze mit konstantem Tempo zu laufen. Ich hatte nie Zweifel, dass es nicht reichen könnte. Für van den Brande, der vor ziemlich genau einem Jahr sein erstes Rennen in Gelsenkirchen gewinnen konnte, war es der 44. Erfolg in seiner noch jungen Karriere.
    Gleich nach dem Start hatte Armbro Embellish nach einem kurzen Duell mit Joyman Laurelton die Führung übernommen. Thor Boshoeve, gesteuert von Reinier Feelders (45/Kevelaer) und Tara Pavas mit Mario van Dooyewerd (19/Hoofddorp, NL) im Sulky waren dahinter zu sehen.

    Vorne hatte Armbro Embellish alles im Griff. Auf der Gegengerade setzte sich der haushohe Favorit vom restlichen Feld ab, kam mit großem Vorsprung auf die Zielgerade und ließ sich den Sieg in einer sehr guten durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:14,9 Minuten nicht mehr nehmen.
    Dahinter entschied der von Willi Rode (71/Recklinghausen) trainierte Eckstein den Endspurt um Platz zwei gegen Joyman Laurelton aus dem Besitz des Fußballer-Stalles Steelers, hinter dem sich die Fußball-Profis Tobias Willi (29/MSV Duisburg), Zlatan Bajramovic (30/Eintracht Frankfurt) und der Essener Spielerberater Thorsten Weck verbergen, für sich.
    Ecksteins Fahrer Ralf Oppoli war nach dem zweiten Platz nicht unzufrieden. Armbro Embellish war ein übermächtiger Gegner. Gegen ihn hatten wir keine Chance, analysierte Oppoli. Bei seinem letzten Auftritt hatte Eckstein einige Probleme mit der Gangart. Davon war diesmal überhaupt nichts zu spüren.

    Den richtigen Riecher hatten die Wetter auch in der ersten Tages-Prüfung. Denn der 21:10-Favorit Wouter mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) enttäuschte seine Anhänger nicht. Allerdings musste sich der fünfjährige Wallach reichlich strecken, um beim vierten Saison-Start den ersten Erfolg zu landen. Nach Kampf siegte Wouter mit einem Kopf vor Easy on the Eyes mit Lokalmatador Peter Poen (52), der bis kurz vor der Ziellinie in Führung gelegen hatte. Es sah alles nach einem Start/Ziel-Sieg aus, sagte Peter Poen. Aber dann kam der Räuber und hat mich noch geschnappt. Auf Rang drei verpasste Noble Shaolin (Eckhardt Drees/63/Lüdinghausen) aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters und Rechtsanwalts Volker Heimeshoff (41) seinen zweiten Sieg in Serie.
    Armstrong As vor dem Ziel in der Luft

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    Der zweite Auftritt ohne Eisen:

    Mollema glaubt an Armstrong As

    Gelsenkirchen (mspw) - Exakt 128.042 Euro hat der sechsjährige Traber-Hengst Armstrong As in seiner Karriere bisher gewonnen. Damit ist er das mit Abstand gewinnreichste Pferd, das am Donnerstag (3-12-09) auf der Gelsenkirchener Rennbahn (neun Prüfungen, erster Start 18.30 Uhr) an den Ablauf kommt. In einer Bänderstart-Prüfung über 2.500 Meter muss der von Arnold Mollema (61/Wovega, NL) vorbereitete Armstrong As mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky eine Zulage von 25 Metern wettmachen.

    Besonders seinen großen Erfolgen als Zwei- und Dreijähriger verdankt Armstrong As, der Groß-Unternehmer Gideon Hoogstrate (Goes, NL) gehört, seine hohe Gewinnsumme. Gleich in seiner ersten Saison verdiente der Hengst knapp 45.000 Euro. Im folgenden Jahr wurde Armstrong As nicht nur Derby-Dritter (hinter Russel November und Sir Karan), sondern gewann auch mehrere hoch dotierte Prüfungen und rund 80.000 Euro Preisgeld. Danach blieben große Erfolge allerdings aus. Nach einigen Monaten in Belgien soll der Sechsjährige nun wieder in Deutschland und den Niederlanden angreifen. Er hat sich zuletzt von Rennen zu Rennen gesteigert, erklärt Trainer Mollema. Ich hoffe, dass der Knoten bald richtig platzt. Es ist mehr ein Kopfproblem. Er befindet sich jedenfalls auf einem guten Weg.

    Bei seinem letzten Auftritt am Nienhausen Busch im Hauptlauf um die Breeders Crown (Züchter-Krone) für fünf- bis siebenjährige Hengste reichte es für Armstrong As beim Sieg von Brioni nur zu Rang sieben. Die gleiche Platzierung sprang auch bei seinem jüngsten Start Mitte November auf der Bahn in Wolvega heraus. Bei seinen letzten beiden Auftritten hatte er sehr gute Gegner und jeweils den Rennverlauf gegen sich, erinnert sich Mollema. Optimal für ihn wäre am Donnerstag ein verdecktes Rennen. Wenn er dann auf den letzten 500 Metern freie Bahn hat, kann Armstrong As ganz weit vorne landen. In Wolvega lief Armstrong As erstmals ohne Eisen. Wir haben bei ihm zuletzt einiges ausprobiert. Das Laufen ohne Eisen war gut, deshalb werden wir in Gelsenkirchen nichts ändern, so Mollema.

    Mit acht hochkarätigen Gegnern bekommt es Armstrong As am Donnerstag im Frei für Alle-Rennen am Nienhausen Busch zu tun. Darunter sind der ehemalige Derby-Dritte Sir Hajo mit Rob de Vlieger (45/Zwaanshoek, NL) sowie Campione Maffia mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen). Wie Armstrong As müssen auch diese beiden Teilnehmer eine Zulage von 25 Metern wettmachen.
    Zum Favoriten-Kreis zählt Sir Groenhof mit dem Niederländer Thomas Kooyman (48/Limmen), der bei drei seiner letzten fünf Starts nicht zu schlagen war. Als frischer Sieger geht Höwings Kumpel (Eckhardt Drees/63/Lüdinghausen) an den Start. Der siebenjährige Wallach gewann zuletzt mit Drees’ Schwester Rita (67/Gronau-Epe) in Dinslaken.


    Hauber-Stute Zandina Boshoeve bleibt unbesiegt

    Spaziergang mit Roland Hülskath

    Gelsenkirchen (mspw) - Ein Spaziergang, der mit einem Preisgeld von 600 Euro für den niederländischen Besitzer Wiebe D. Landman (64/St. Nicolaasga) belohnt wurde, war Sonntag (29-11-09) das erste Rennen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn für den amtierenden Berufsfahrer-Vizemeister Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) und die dreijährige Stute Zandina Boshoeve. Trainiert von Marcel Hauber (39/Deurze/NL), kam die Braune bei ihrem dritten Lebensstart zum dritten vollen Erfolg. Das Ende der Fahnenstange dürfte für die 12:10-Siegerin noch längst nicht erreicht sein. Ein perfektes Rennen, strahlte denn auch Roland Hülskath.

    Trainer Marcel Hauber war ebenfalls sehr zufrieden: Zandina ist bärenstark gelaufen, hat ihren Rekord eingestellt, obwohl Roland zwischendurch das Tempo raus genommen hatte. Auf den letzten 500 Metern ist die Stute, die einen echten Rennkopf hat, geradezu explodiert, ist richtig abgegangen.
    Hülskath verkürzte mit diesem Sieg zwischenzeitlich den Rückstand im Championatskampf gegenüber dem gleichzeitig in Berlin-Mariendorf engagierten Goldhelm Michael Nimczyk (23/Willich) auf elf Siegpunkte. Doch schätzt er seine Chancen, gut vier Wochen vor dem Jahresende Nimczyk um das Championat noch abfangen zu können, nicht gerade optimistisch ein. Elf Siege gutmachen, das ist verdammt schwer, meinte Hülskath.
    Luciano war mit Peter Poen (52/Gelsenkirchen) von Beginn an im Vorderfeld zu sehen, behauptete das zweite Geld sicher, war aber für den Sieg, den Zandina Boshoeve überlegen mit fünf Längen Vorsprung unter Dach und Fach brachte, nie ein Thema. Platz zwei fiel allerdings hochverdient und völlig ungefährdet an Luciano aus dem Gestüt Lasbek von Günter Herz. Dritter wurde Eau Rouge mit Kurt Roeges (34/Ureterp, NL).

    Wer im zweiten Rennen auf den 15:10-Favoriten Icare de Bois mit Henk Grift (34/Kevelaer) gesetzt hatte, der hatte sich im Schlussbogen gedanklich wohl schon Richtung Auszahlkasse aufgemacht. Der heftige Hengst aus dem Besitz von Tanie Bonte, einer belgischen Börsenexpertin aus Brüssel, kam mit respektablem Vorsprung auf die Zielgerade, erlaubte sich dann aber wieder einmal einen schweren Fehler, der von Henk Grift nicht korrigiert werden konnte. Icare de Bois, der fünf Monate pausiert hatte, wurde disqualifiziert. Grift: Ich hatte ihm mit der Leine angezeigt, dass er noch zulegen sollte. Dabei hat er sich wohl erschrocken und mit einem Fehler reagiert. Trotz des verunglückten Rennens will Grift am Plan festhalten, Icare de Bois am 13. Dezember in Gelsenkirchen in einem mit 10.000 Euro dotierten Rennen über 2.600 Meter anzuspannen.

    Nach dem Fehler von Icare de Bois war der Weg frei für Ocean of Fire, den Peter Grundmann (34/Ascheberg) für Patricia Ruckdäschel (47/Moers) zum Kurs von 73:10 zum Sieg steuerte. Der Hengst musste zwar im letzten Bogen weite Wege gehen, zog aber gut durch und war genau in der Phase zur Stelle, als Icare de Bois an der Spitze ausfiel. Grundmann: Ein Start heute, ein Sieg. Was will man mehr?
    Lion mit Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) verdiente sich das zweite Geld vor Noble Umbria, deren dritter Platz Trainer und Fahrer Gerrit Gommans (59/Uedem) sehr zufrieden stimmte: Eigentlich hatte ich nur mit dem fünften Rang in diesem gut besetzten Rennen gerechnet. Aber Noble Umbria war bestens auf dem Posten und zog sehr gut durch.


    Sonntag in Gelsenkirchen Entscheidung im Ladytrab-Cup

    Nicole Hildebrandt: Lasse mir

    diesen Titel nicht mehr nehmen

    Gelsenkirchen (mspw) - Bis in die Haarspitzen motiviert ist Amateurfahrerin Nicole Hildebrandt (Borken) vor dem entscheidenden Lauf im Ladytrab-Cup am Sonntag (29-11-09) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn (elf Prüfungen, erster Start 14.00 Uhr). Denn vor dem letzten Rennen für die Ladys in diesem Jahr am Nienhausen Busch liegt Hildebrandt deutlich an der Spitze der Gesamtwertung. Und genau das will die 35-Jährige auch bleiben. Den Titel lasse ich mir nicht mehr nehmen, ist sich die Taxifahrerin sicher. Ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Anke Börnig (32/Dinslaken) ist komfortabel. Es besteht allenfalls eine theoretische Möglichkeit, dass Hildebrandt den Gesamt-Sieg doch noch verpasst.
    Denn 14 Zähler Vorsprung von Hildebrandt (49 Punkte) vor ihrer hartnäckigsten Konkurrentin bedeuten, dass Börnig (35 Zähler) gewinnen und gleichzeitig auf einen Ausfall von Hildebrandt hoffen muss. Für einen Sieg gibt es exakt 14 Punkte. Zusätzliche Bonus-Zähler sind nur bei einer guten Platzierung mit einem hohen Außenseiter drin. Ich werde voll angreifen und hoffe, dass mein Pferd keinen Fehler macht, so Hildebrandt, der notfalls auch eine schwächere Platzierung mit dem fünfjährigen Hengst Winnetou Boshoeve reichen würde, um den Titel zu sichern. Als Drittplatzierter aus einem Entlastungslauf zur Breeders Crown (Züchter-Krone) für die fünf- bis siebenjährigen Hengste Anfang November in Gelsenkirchen dürfte Winnetou Boshoeve allerdings erneut gute Möglichkeiten besitzen.

    Die Sieg-Chancen im letzten Wertungslauf, der am Sonntag als fünfte Tagesprüfung zur Austragung kommt, stehen für Hildebrandts Konkurrentin Anke Börnig, kaufmännische Angestellte in einem Oberhausener Autohaus, ebenfalls gut. Denn die von Willi Rode (71/Recklinghausen) trainierte Bibi S könnte der Dinslakenerin zum Abschluss noch einmal die volle Punktzahl bringen. Bei ihren letzten elf Auftritten war die Stute nie schlechter als Rang vier platziert, gewann drei Rennen. Ich habe Bibi S zwar noch nie gefahren. Aber ich habe das Pferd schon mehrfach beobachtet und weiß, dass ich mit ihr weit vorne landen kann, ist Anke Börnig optimistisch.

    Um zumindest den zweiten Platz in der Gesamtwertung abzusichern, wäre eine gute Platzierung für Börnig wichtig. Schließlich sitzt ihr die Konkurrenz im Nacken. Mit jeweils 34 Punkten belegen Titelverteidigerin Andrea Dworatzyk (26/Wesel) und Silvia Raspe (26/Wemb), die bereits die Dinslakener Ladytrab-Wertung in dieser Saison für sich entscheiden konnte, gemeinsam Rang drei. Sie haben lediglich einen Punkt Rückstand auf Börnig. Während Dworatzyk die Außenseiterin Noble Princess steuert, geht Raspe mit Jojo Sigero (drei Erfolge in diesem Jahr) durchaus chancenreich an den Start.

    Die Gewinnerinnen der drei Ladytrab-Wertungen im Westen (Dinslaken, Gelsenkirchen, Mönchengladbach) werden im Übrigen im Rahmen der Ladytrab-Weihnachtsfeier am Samstag, 5. Dezember, in Willich ausgezeichnet. Im letzten Jahr gewann Silvia Raspe die Dinslakener Wertung, Andrea Dworatzyk holte die anderen beiden Titel. Anke Börnig wurde dreimal Zweite. Und diese Platzierung zeichnet sich auch diesmal in Gelsenkirchen für sie ab. Denn Nicole Hildebrandt hat vor dem Final-Lauf die besseren Karten.
    Mehr zum Sonntag: Marcel Hauber will Erfolgsserie fortsetzen


    Dreijährige Noble Star als erste Siegerin

    Gelsenkirchen (mspw) - Im ersten Rennen am Donnerstag (19-11-09) hatte der Gelsenkirchener Steuerberater Gregor Baumeister (65) allen Grund zur Freude. Denn seine dreijährige Stute Noble Star war mit Christian Schuster (26/Recklinghausen) im Sulky nicht zu schlagen. Im Endspurt setzte sich die Baumeister-Stute gegen Victoria Camelot mit Thomas Kooyman (48/Limmen, NL) und Aramis Lobell mit dem jungen Belgier Sebastian Grisez (19/Mons) durch.
    Noble Star hat gezeigt, dass sie wieder da ist, war Baumeister glücklich. Zuletzt hatte sie es immer mit schweren Gegner zu tun und mit einer Pilz-Erkrankung zu kämpfen. Die ist jetzt ausgestanden. Ich hoffe, dass es nun weiter so gut läuft.
    Mehr: Hohe Zweierwette und Japa´s Dream


    Donnerstag gibt’s Fernduelle um den Goldhelm

    Gelsenkirchen (mspw) - Gut einen Monat vor dem letzten Renntag in diesem Jahr auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn wird es am Donnerstag (acht Rennen, erster Start um 18.42 Uhr) am Nienhausen Busch kein direktes Aufeinandertreffen zwischen dem aktuellen Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk (23/Willich) und seinem Herausforderer Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) geben. Während sich Hülskath, der zur Zeit einen Rückstand von acht Siegpunkten gegenüber Nimczyk aufweist, für sechs Rennen in Gelsenkirchen entschieden hat, nimmt Nimczyk zur gleichen Zeit sieben Fahrten auf der Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld wahr.

    Das Championat, stolze 29 Jahre lang in Serie eine Domäne von Heinz Wewering (59/Hamburg), wird auf Grund der erzielten Jahressiege vergeben. Hülskath, der die Erfolgsserie von Wewering mit einem Doppel-Championat 2006 und 2007 beendet hatte, benötigte für seine bisher 135 Siege im Jahr 2009 exakt 663 Starts, kam damit auf eine respektable Gewinnsumme von 440.451 Euro. Neben 135 Siegen, darunter der Triumph im Deutschen Traber-Derby mit Zar As, gab es für den Silberhelm auch 296 Platzierungen in den Geldrängen.

    Goldhelm Michael Nimczyk benötigte für seine 143 Jahressiege und 419 Platzierungen immerhin 839 Starts. Er war also zumindest fleißiger als Konkurrent Hülskath. Seine Preisgelder freilich liegen deutlich hinter denen von Roland Hülskath, betragen nämlich nur 280.783 Euro.
    Sollte Nimczyk seinen Titel erfolgreich verteidigen, dann wäre das identisch mit zwei Jahres-Bestleistungen. Er hätte die meisten Siege errungen und wäre der am meisten beschäftigte deutsche Trabrennfahrer. Ein Vergleich: Ex-Dauerchampion Heinz Wewering ist in der laufenden Saison erst 369 Mal (108 Siege) in den Sulky gestiegen, hat es dabei übrigens mit 305.947 Euro auf eine höhere Preisgeldsumme gebracht als Nimczyk.
    Mehr zum Donnerstag-Renntag

    Machbarkeitsstudie und Recklinghäuser Renntage
    Über eine Machbarkeitsstudie, die zeigen soll, ob und gegebenenfalls unter welchen Bedingungen nachhaltig Trabrennsport in Recklinghausen möglich ist, will der Pferdesportparkverein Recklinghausen seine Mitglieder und Interessierte informieren. Die Veranstaltung findet statt am Freitag, 20. November, 20 Uhr, in der Recklinghäuser Gaststätte Haus Rosewitz, Herner Straße 195. Nach dieser Information wollen sich noch alle Trabrennfeunde austauschen, die aktiv die geplanten zwei Renntage am 9. Juli und 22. August 2010 in Recklinghausen unterstützen wollen.     Mehr...

    Wenn Pferde auf der Weide

    plötzlich tot umfallen...

    Atypische Weidemyopathie: In diesem Herbst wieder aktuell
    (pf-de) Zahlreiche Verdachtsfälle von atypischer Weidemyopathie sind in diesem Herbst bereits bei Pferden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aufgetreten. Nachdem vor einigen Tagen gleich sechs Pferde über Nacht auf einer Weide im Raum Büren verendeten und man Vergiftungen durch einen Pferde-Killer vermutete, steht inzwischen fest, dass es sich nur um einen der inzwischen täglich neu auftretenden Fälle der speziellen Myopathie handelt, die bisher eher selten beschrieben wurde und in der Literatur erstmals 1976 erwähnt wird.

    In den 80er Jahren waren Fälle in England und Schottland aufgetreten. Die weitaus größte Zahl von an einer Weidemyoglobinurie erkrankten Pferden wurde im Herbst 1995 in Deutschland mit 103 Fällen beschrieben. Seither sind immer wieder sporadisch oder gehäuft auftretende Fälle in Belgien, der Schweiz, Deutschland und anderen europäischen Ländern bekannt geworden.

    Die Ursache dieser Erkrankung gelten immer noch als unklar. Es wird vermutet, dass sich aufgrund spezifischer Klima- und Witterungsbedingungen ein Gift, möglicherweise in Pflanzen, bildet, das bei den Pferden eine akute Muskelerkrankung auslöst und sehr schnell zum Tod führt. Erkrankungsfälle scheinen sich besonders auf feuchten Weiden in Waldnähe oder auch auf mit Laub bedeckten Wiesen bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius zu häufen. Betroffen sind Tiere jeden Alters und jeder Rasse, wobei vielfach jüngere, ungearbeitete Tiere in guter körperlicher Verfassung verenden. Die Pferde zeigen im lebenden Zustand plötzliche Steifheit der Muskulatur, Zittern, dunklen oder braunen Harnabsatz sowie Schweißausbruch und eine erhöhte Puls- und Atemfrequenz. Schon in diesem Zustand führt eine Behandlung der Tiere in der Regel nicht mehr zur Gesundung.

    Der Chef des Veterinärdienstes im Kreis Soest, Professor Dr. Wilfried Hopp, hat inzwischen den Pferdehaltern geraten, die Tiere bei den beschriebenen Weide- und Temperaturbedingungen aufzustallen. Andere Experten sehen hauptsächlich Tiere gefährdet, die robust gehalten werden und ohne Beifutter ständig auf den Weiden stehen. Eine Forschungsgruppe der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Lüttich beschäftigt sich mit epidemiologischen und pathophysiologischen Aspekten dieser Erkrankung. Sie sammeln europaweit Angaben von betroffenen Besitzern und Tierärzten.

    Die Veterinäre der Unversität Hannover schreiben: Muskelerkrankungen treten beim Pferd in erster Linie als belastungsinduzierte Myopathien auf und sind unter den Begriffen Kreuzverschlag, Tying up-Syndrom oder dem englischen Begriff des Equine Rhabdomyolysis Syndrome bekannt. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um verschiedene klinische Manifestationen der gleichen Erkrankung handelt. Die atypische Myoglobinurie der Weidepferde gehört vermutlich ebenfalls zu diesem Krankheitskomplex, tritt im Unterschied zu den vorgenannten Myopathien jedoch nicht belastungsassoziiert auf.

    Weiter heißt es: Die Erkrankung kommt bei Pferden verschiedener Altersgruppen vor, meist aber bei jüngeren Tieren in gutem Allgemeinzustand. Geschlechts- oder rassespezifische Unterschiede kommen nicht vor. Übereinstimmend sind in allen Literaturangaben und auch bei den an unserer Klinik vorgestellten Tieren ausschließlich Weidepferde betroffen, wobei die Erkrankung bei einem oder mehreren Pferden gleichzeitig auftreten kann. Die Weidemyoglobinurie kommt immer nur phasenweise und dann gehäuft in den Herbst- und Wintermonaten vor. Krankheitsbegünstigend wirken kalte Witterungsverhältnisse mit Frostperioden über 1 – 2 Tage...

    Klinische Symptome treten plötzlich in Form eines steifen Ganges auf, ohne dass die Pferde vorher bewegt oder angestrengt gearbeitet worden sind. Diese Symptomatik wird sehr schnell begleitet von einer Myoglobinurie. Die Tiere sind oft apathisch und können auch Koliksymptome zeigen. Bezeichnenderweise ist der Appetit meist erhalten, selbst wenn die Pferde zum Festliegen kommen. Daneben können Muskelzittern und ein schwankender Gang auftreten. Fieber, erhöhte Atem- und Herzfrequenz sind häufig vorkommende Symptome, die aber nicht zwingend vorhanden sind.

    Inzwischen wurde bekannt, dass Tierärzte der Pferdeklinik an der Uni Bern angeblich ein Bakterium als Auslöser des tückischen Muskelleidens fanden. Clostridium sordelli, das praktisch überall im Boden vorkomme, vermehre sich im Inneren des Pferdekörpers sehr schnell und setze ein Toxin frei, welches die Muskeln zerstört, den Urin braun verfärbt und das erkrankte Tier so lange schwächt, bis es nicht mehr aufstehen könne. 90 Prozent der betroffenen Pferde sterbe schließlich, weil ihre Atemmuskulatur versagt. Die Schweizer Wissenschaftler hatten bei Myopathie-Pferden eine im Vergleich zu gesunden Pferden stark erhöhte Anzahl von Antikörpern gegen das Clostridium-sordelli-Toxin belegen können. Die Schweizer arbeiten jetzt mit Hochdruck an einem Impfstoff sowie an Behandlungsmethoden.

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    Marc Burgerheide mit Rekord nur Neunter in Paris-Vincennes

    Europa-Championat der Dreijährigen

    an Zola Boko mit Hugo Langeweg jr.

    Paris (mspw) - Auf der berühmten Trabrennbahn in Paris-Vincennes kam der deutsche Derby-Dritte Marc Burgerheide im mit 150.000 Euro dotierten Europa-Championat der Dreijährigen am Sonntag (29-9-09) nicht über Rang neun hinaus. Fahrer war der Niederländer Ruud Pools (56/Heiloo). Der in den Niederlanden von Appie Bosscha (49/Langezwaag) für Fahrrad-Händler Meindert Terpstra (68/Noordbergum) trainierte Hengst verbesserte dabei seinen persönlichen Rekord für den durchschnittlichen Kilometer zwar von 1:14,4 auf 1:12,7 Minuten, konnte aber trotzdem nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen.

    Start/Ziel gewann der aus schwedischer Zucht stammende Zola Boko mit Pools’ niederländischem Landsmann Hugo Langeweg jr. (25/Schagerbrug) im Sulky. Der 16:10-Favorit wird von Langeweg jr. für den niederländischen Rennstall Vibelzee von Unternehmer Ger Visser (Deventer) vorbereitet. Zola Boko verwies Sam Bourbon (Jean Pierre Dubois) und Saxo de Vandel (Êric Raffin) auf die Plätze.

    Trotz der Rekord-Verbesserung wusste Marc Burgerheides Trainer Bosscha die Zeit richtig einzuordnen. Auf diesem Niveau hat man damit noch keine Chance, so Bosscha: Marc Burgerheide ist kein guter Starter. Deswegen hat er gleich zu Beginn des Rennens viel Boden verloren. Es war nicht mehr drin.
    Eigentlich war Derby-Sieger Zar As für das Rennen in Vincennes vorgesehen. Doch der Hengst bestand den letzten Fitness-Test nicht, wurde auf Grund von Atemwegs-Beschwerden abgemeldet. Trainer Paul Hagoort (31/Oldetrijne, NL): Die Saison ist für ihn beendet.
    Weiter im Training bleibt dagegen Marc Burgerheide. Der Bosscha-Schützling peilt noch die Rennen um die Züchter-Kronen (Breeders Crown) Anfang November in Gelsenkirchen an.

    Für einen deutschen Sieg in Paris sorgte am Sonntag Brioni aus dem Besitz von Günter Herz (Gestüt Lasbek/Hamburg) in einer 58.000 Euro-Prüfung. Der sechsjährige Hengst siegte mit dem Schweden Joakim Lövgren als Favorit zum Totokurs von 19:10. Fünfter in dieser Prüfung wurde Corleone, der Renate Lindinger aus Aschheim gehört.
    Der Deutsche verpasst auf Mallorca nur knapp den EM-Titel

    Vize-Europameister der

    Lehrlinge: Tim Schwarma

    Palma de Mallorca/Weeze (mspw) - Bei der Europameisterschaft der Trabrenn-Lehrlingsfahrer in Palma auf Mallorca wurde der deutsche Teilnehmer Tim Schwarma (Weeze) nach vier Wertungsläufen Zweiter. Der 18-Jährige, der einen der vier Läufe für sich entscheiden konnte, musste sich in der Gesamtwertung nur dem gleichalterigen Tschechen David Dobrovolny (18) hauchdünn geschlagen geben. Dobrovolny punktete konstant in allen vier Rennen. Der dritte Platz ging an den Belgier Lucas van den Meersch (22).

    Vize-Europameister wird man nicht jeden Tag. Deshalb bin ich sehr glücklich über meinen zweiten Platz, strahlte Schwarma, sagte aber auch: Ein bisschen Enttäuschung ist schon dabei. Es war schließlich sehr knapp. Aber diesen Erfolg kann mir keiner mehr nehmen.

    Das gute Abschneiden von Tim Schwarma bestätigte einmal mehr die gute Rolle, die der deutsche Trabrennsport im internationalen Vergleich spielt. Erst vor wenigen Tagen wurde Heinrich Wolf (57) aus Gelsenkirchen Vize-Europameister bei den Amateuren. Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) ist nicht nur aktueller Europameister bei den Profis, sondern erreichte bei der Weltmeisterschaft in Norwegen auch einen hervorragenden vierten Platz.

    Die nächste Chance auf einen Titelgewinn hat Katharina Merz aus Schöneiche bei Berlin. Die 35-Jährige nimmt vom 11. bis 13. September in der ukrainischen Hauptstadt Kiew an der Europameisterschaft der Amateur-Trabrennfahrerinnen teil. Insgesamt sind Amazonen aus 15 Nationen am Start.

    Heinrich Wolf zurück von der Amateur-EM in der Schweiz:

    Vize-Europameister wird

    man nicht jeden Tag

    Gelsenkirchen/Avenches (mspw) - Überglücklich kehrte der Gelsenkirchener Amateur-Trabrennfahrer Heinrich Wolf (57) aus dem schweizerischen Avenches in die Heimat zurück. Denn bei der Amateur-Europameisterschaft wurde Wolf nach drei Wertungsläufen mit 36 Punkten Zweiter. Der deutsche Teilnehmer musste lediglich Christian Mayr (38 Zähler) aus Österreich den Vortritt lassen.

    Durch seinen zweiten Platz sicherte Wolf dem deutschen Verband außerdem einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Frankreich. In einem Interview lässt Heinrich Wolf die Titelkämpfe noch einmal Revue passieren.

    Hallo, Herr Wolf! Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem zweiten Platz bei der EM. Hätten Sie damit gerechnet?
    Wolf: Nach der Auslosung war ich alles andere als optimistisch. Denn ich hatte Außenseiter zugelost bekommen. Umso glücklicher bin ich, dass es zu Rang zwei gereicht hat. Vize-Europameister wird man schließlich nicht jeden Tag.

    Am Ende fehlten gerade einmal zwei Punkte für Rang eins!
    Wolf: Als Christian Mayr im letzten Lauf außen an mir vorbei gezogen ist, habe ich mich geärgert. Aber er hatte in dem Moment eben das bessere Pferd. Das muss man halt akzeptieren.

    Sie waren viele Jahre Berufsfahrer. Hat Ihnen diese Erfahrung in der Schweiz geholfen?
    Wolf: Das war auf jeden Fall ein Vorteil. Die Besitzer der Pferde haben uns aber auch bestens auf ihre Schützlinge eingestellt. Eine Herausforderung war die Bahn in Avenches. Eine Runde ist dort 1.450 Meter lang und zum Schluss gibt es eine 450 Meter lange Zielgerade. Da durfte man nicht die Nerven verlieren.

    Wie war die Stimmung im Fahrerlager und auf der Bahn?
    Wolf: Die Schweizer haben sich sehr um uns bemüht. Wir haben im Fahrerlager und bei einigen Ausflügen viel Spaß gehabt. Von übertriebener Konkurrenz zwischen den Aktiven war nichts zu spüren. Die Bahn in Avenches ist ein Traum, wunderschön gelegen. Es war ein gelungenes Wochenende.


    Heinrich Wolf fährt für Deutschland

    Der 57jährige Heinrich Wolf aus Gelsenkirchen (114 Siege) vertritt Deutschland bei den Europameisterschaften der Amateure, die am Sonntag (30-8-09) im schweizerischen Avenches ausgetragen werden. Der Niederländer Fred Handelaar ist mit 580 Siegen der bisher erfolgreichste Teilnehmer vor dem Oesterreicher Christian Mayr (465 Siege) und dem Finnen Juha Kulin (243 Siege).
    Das erste der drei Entscheidungsrennen findet bereits um 11.50 Uhr statt. Bei der großen Veranstaltung in Avenches werden neben den Trab- auch Galopprennen ausgetragen, darunter das mit 50 000 Schweizer Franken dotierte St. Leger und ein weiteres Listenrennen für Zweijährige. Bei den Trabern geht es im Großen Preis des Kantons Luzern immerhin um 10 000 Franken. Über den drei Läufen zum "Championat d´Europe des drivers amateurs" stehen jeweils 3000 Franken.


    Gelsenkirchen: Test für St. Leger musste abgesagt werden

    Celebration XL kam in die Klinik

    Gelsenkirchen (mspw) - Am Montag wurde der dreijährige Traberhengst Celebration XL, der dem Hamburger Polo-Spieler Gerhard Hölter (58) gehört, von Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) in die Tierklinik nach Hochmoor im Münsterland gefahren. Dort soll der Hengst, der das Derby-Finale nur um eine Hundertstel-Sekunde verpasst hatte, von den Medizinern auf den Kopf gestellt werden.

    Spätestens seit Samstag war nämlich klar, dass aus dem auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn geplanten St. Leger-Test von Celebration XL nichts werden würde. Er ist nicht in Ordnung. Da passt einiges nicht. Ich vermute einen weiteren Wachstumsschub, orakelte Trainer Holtermann und meldete den hoffnungsvollen Dreijährigen mit Attest für das Sonntag-Rennen (23-8-09) ab.

    Es ist bereits die zweite Zwangspause des hervorragend gezogenen Hölter-Hengstes. Schon vor dem Derby hatte er wegen Wachstumsproblemen mehrere Wochen pausieren müssen. Gerd Holtermann schaffte es zwar, seinen Schützling für das Derby noch fit zu bekommen. Zwingend wirkte er aber bei seinem dritten Platz im Vorlauf hinter Wings of Crown und Peter Burgerheide nicht. Auf den letzten Metern merkte man, dass er noch nicht auf Hundert war.

    Was die nähere Zukunft bringt, das werden wohl in erster Linie die Tierärzte in Hochmoor entscheiden. Geplant war zunächst ein Start am 10. September in Schweden. Am 20. September stand - bisher jedenfalls - das Gelsenkirchener Traber-St. Leger auf dem Fahrplan. Und auch die Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November, ebenfalls in Gelsenkirchen, war eingeplant.
    Gerd Holtermann will mit dem Zucht-Juwel Celebration XL nichts überstürzen. Er startet nur, wenn er hundertprozentig in Ordnung ist, ist seine Devise.

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