Zuletzt bearbeitet: 22.01.2012

Europameister holt sich in Neuseeland WM-Titel

Straubinger Marian Tux ist

dritter deutscher Weltmeister

Motukarara (mspw) - Marian Tux ist neuer Weltmeister der Trabrenn-Amateurfahrer. Der Kaufmann aus Straubing holte nach dem Gewinn der Europameisterschaft im vergangenen Jahr auf Mallorca jetzt auch den WM-Titel nach Deutschland, triumphierte im fernen Neuseeland. "Die gesamte WM war gigantisch und ein einmaliges Erlebnis für mich“, geriet Marian Tux nach seinem Husarenstreich am anderen Ende der Welt ins Schwärmen. Er ist nach Edelbert Ohmer (Rotenburg/Borchel), der 1984 in den Niederlanden triumphiert hatte, und Xaver Schachtner (Johanniskirchen), der 1998 in Kanada ganz oben auf dem Podium stand, der dritte deutsche Weltmeister der Traber-Geschichte. Der 14-Jahres-Rhythmus erwies sich erneut als gutes Omen.
Nach insgesamt zehn Wertungsläufen an drei Veranstaltungstagen setzte sich Marian Tux, der die letzten beiden WM-Rennen auf der Grasbahn von Motukarara für sich entschied, in der Gesamtwertung mit 87 Punkten vor dem Spanier Damian Oliver Oliver (85 Zähler) durch. Der Niederländer Jaap Terstal (81) machte den europäischen Dreifach-Erfolg perfekt. Der neuseeländische Lokalmatador Steve Phillips (78), der vor dem letzten WM-Tag noch geführt hatte, fiel auf Rang vier zurück.
"Ich muss zugeben, dass ich nach dem ersten WM-Tag schon nicht mehr so recht an den Titel geglaubt habe“, so Marian Tux: "Aber ich bin bis zum Schluss ruhig geblieben. Das hat sich am Ende ausgezahlt.“
Selbst sein neunter Platz zum Auftakt in Motukarara, mit dem sich Tux' Abstand zur Spitze auf 13 Punkte vergrößert hatte, brachte den Bayer nicht aus der Ruhe. Vielmehr spielte er in den beiden letzten Rennen die größte Erfahrung unter den zwölf Teilnehmern entscheidend aus. Mit The Doctor kam er früh an die Spitze ("Das hatte mir der Trainer geraten“) und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit New Revenue gewann er trotz des Handicaps der zweiten Startreihe hauchdünn mit dem letzten Schritt. "Das ist die Krönung meiner Karriere“, strahlte Marian Tux nach der Siegerehrung und der anschließenden Champagner-Dusche. Tux will jetzt erstmal eine Woche Urlaub in Neuseeland machn und sich das Land ansehen.
Die Gesamtwertung der Amateur-WM:
  • 1. Marian Tux (Deutschland) 87 Punkte
  • 2. Damian Oliver Oliver (Spanien) 85 Punkte
  • 3. Jaap Terstal (Niederlande) 81 Punkte
  • 4. Steve Phillips (Neuseeland) 78 Punkte
  • 5. Mitchell Walker (USA) 68 Punkte
  • 6. Piet van Pollaert (Belgien) 64 Punkte
  • 7. Jiri Svoboda (Tschechien) 62 Punkte
  • 8. Bernt Oksnevad (Norwegen) 59 Punkte
  • 9. Bjarke Haagensen (Dänemark) 54 Punkte
  • 10. Franck Marty (Frankreich) 52 Punkte
  • 11. Volodymyr Kushtal (Ukraine) 50 Punkte
  • 12. Georgy Makarevich (Russland) 49 Punkte

  • Sonntag Trial I zum Criterium der Vierjährigen um 10.000 Euro

    Zwiener hofft auf Fabius-Hattrick

    Berlin (mspw) Die Bilanz ist makellos. Zweimal hat der Berliner Traber-Trainer Manfred Zwiener den vierjährigen Hengst Fabius aus dem Hamburger Stall Hanseatic gesteuert, zweimal erreichte er als Sieger das Ziel. Am Sonntag (26-6-11) hofft Zwiener auf den Hattrick, wenn Fabius im Trial I zum Criterium der Vierjährigen auf der Derby-Bahn in Berlin-Mariendorf vor einer seiner bisher größten Herausforderungen steht. In der mit 10.000 Euro dotierten Prüfung geht es gegen acht Konkurrenten.

    "Fabius trifft am Sonntag mit Sicherheit auf stärkere Konkurrenz als in den letzten beiden Rennen. Aber ich traue ihm auf jeden Fall zu, erneut ganz vorne zu landen“, gibt sich Manne Zwiener äußerst optimistisch. "Er ist unkompliziert und besitzt enormes Potenzial“, beschreibt der Trainer die Vorteile seines Schützlings, den er seit gut vier Wochen betreut.
    Neben Fabius treten freilich noch zahlreiche weitere Starter mit ausgezeichneten Formen in der Hauptstadt an. Der Hengst Independence, den Andreas Gläser (Berlin) für Tina Dahlbüdding (Münchehofe) vorbereitet, ist sogar noch ungeschlagen, hat allerdings auch seine Rennkarriere erst vor knapp zwei Monaten begonnen und lediglich zwei Rennen bestritten. "Er ist noch nicht voll ausgereift und ihm fehlt noch die Routine“, formuliert Gläser vorsichtig, fügt aber gleich hinzu: "Independence ist ein Dauerläufer und kann, wenn alles glatt läuft, einen der ersten drei Plätze erreichen.“ Zuletzt gewann der Hengst trotz eines Fehlers.
    Eine weite Anreise nach Berlin hat Nobile Be, der bei Rudi Haller im österreichischen Grimming stationiert ist und in der Regel in seinem Heimatland Italien eingesetzt wird. Während es dort jedoch bisher gar nicht nach Wunsch lief, beendete Nobile Be seinen bislang einzigen Deutschland-Start im April in Berlin-Mariendorf siegreich. "Er ist mit dem Rechtskurs sehr gut zurecht gekommen. Ich musste ihn gar nicht fordern“, erinnert sich sein Fahrer Hans Hellmeier aus dem bayerischen Haar, der auch diesmal wieder in den Sulky von Nobile Be steigen wird: "Wenn er an diese Leistung anknüpfen kann, dann ist einiges möglich.“
    Als besonders starken Konkurrenten im Kampf um die Siegprämie von 5.000 Euro schätzt Hellmeier den frischen Münchner Sieger Nintendo SAS mit Georg Frick (Hohenlinden) ein. "Das war schon ein sehr starker Auftritt“, lobt Hellmeier den Wallach, der bei fünf Starts dreimal gewann, aber auch zweimal nach Galoppaden disqualifiziert wurde. Ebenfalls für bayerische Farben bietet Helmut Biendl (Ascha) die Stute Inara auf, zuletzt Vorlauf-Zweite und Final-Sechste im Schwarzer Steward-Rennen.
    Aus dem Traber-Westen reisen Goldhelm Roland Hülskath (Mönchengladbach), der für Marion Jauß (Neritz) Kamina steuert, und der Oberhausener Michael Schmid mit Absolut Newport an. Weltrekordler Heinz Wewering (Berlin) startet mit VanHalen aus dem Besitz seines Chefs Ulrich Mommert (Berlin) und der tschechische Champion Mykola Volf (Tochovice) mit der in Mariendorf schon mehrfach erprobten Nina Belle.

    Stuten-Pokal um 30.000 Euro:

    Noxean Com nicht zu stoppen

    Hamburg (mspw) - Auch der Umzug des Stuten-Pokals von Gelsenkirchen nach Hamburg konnte Noxean Com nicht stoppen. Die sechsjährige Traber-Stute aus dem Besitz und der Zucht von Hubert Beckmann (Waltrop) verteidigte am Sonntag (19-6-11) in der Hansestadt ihren vor einem Jahr in Gelsenkirchen gewonnenen Titel in der mit 30.000 Euro dotierten Bänderstart-Prüfung und schraubte ihre Gewinnsumme auf 78.456 Euro.
    Mit ihrem ständigen Fahrer Andor Schute (Recklinghausen) siegte Noxean Com als 32:10-Mitfavoritin sicher mit einer halben Länge vor Kataja (46:10) mit dem schwedischen Meisterfahrer Björn Goop (Kil) im Sulky und Cilantro (95:10), gesteuert von Thomas Panschow (Bladenhorst). Alle drei Erstplatzieren waren aus dem dritten Band gestartet, mussten also 40 Meter Zulage aufholen.

    "Auch gegen diese starke Konkurrenz ist der Sieg drin," hatte Andor Schute schon vor dem Rennen große Zuversicht verbreitet, obwohl es in diesem Jahr noch nicht zu einem vollen Erfolg für Noxean Com gereicht hatte. Zu Beginn des Schlussbogens beorderte Schute seine Stute zu einem unwiderstehlichen Angriff und wehrte auf der Zielgeraden auch die Schlussattacke von Kataja, Stutenderby-Siegerin von 2009, sicher ab. "Ich kann auch mit dem zweiten Platz gut leben“, sagte Besitzerin Marion Jauß (Neritz), die Kataja seit einigen Monaten von Björn Goop in Schweden trainieren lässt. "Sie tut sich bei Regen immer etwas schwer. Am Ende fehlte ihr dann die Kraft“, so Marion Jauß.

    In einer mit 10.000 Euro dotierten ersten Sichtungsprüfung zum Großen Preis von Deutschland für Vierjährige, der am 16. Oktober ebenfalls zum ersten Mal in der Hansestadt entschieden wird, hatte der 33:10-Mitfavorit Stormy Nightriver mit Jens-Holger Schwarma (Moers) das beste Ende für sich. Trotz eines Startfehlers, der ihn weit zurückgeworfen hatte, kam Baltimore As mit Björn Goop am Ende noch im toten Rennen mit Armando Kievitshof (Cees Kamminga/Willemsoord, NL) auf den geteilten zweiten Rang. Im Derby 2010 hatten Armando Kievitshof und Baltimore As hinter Unikum die Plätze zwei und drei belegt.

    Im Trial I zum Buddenbrock-Rennen (7.000 Euro) sowie im dazu gehörenden Stutenlauf (3.500 Euro) war der aktuelle Derby-Jahrgang gefragt. Bei den Hengsten und Wallachen trumpfte der von Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) für Johann Holzapfel (Langenmosen) gesteuerte Halley Jet Star auf, siegte zum Totokurs von 24:10 vor den beiden Jauß-Startern Isildur mit Björn Goop und Franck Ribery mit dem deutschen Berufsfahrer-Champion Roland Hülskath (Mönchengladbach).
    Einen Volltreffer hatte das Quartier von Marion Jauß zuvor im Stutenlauf zum Buddenbrock-Trial I gelandet. What a Feeling, trainiert von Gerhard Holtermann (Bladenhorst) und gesteuert von Roland Hülskath, wurde ihrer Favoritenstellung (12:10) gerecht. Juwelie (Heinz Wewering) wurde Zweite vor What a Feelings Stallgefährtin Kaiserin (Björn Goop).

    Großer Preis der NRZ geht an Mitfavoriten aus Bayern

    Shali’s Alesi siegt am Bärenkamp

    Dinslaken (mspw) - Im mit 30.000 Euro dotierten Großen Preis der NRZ für Vierjährige stellte der von Roman Spengler (Petershausen-Kollbach) für Dr. Jürgen Franz (München) und das Gestüt Aschau von Dr. Otto Adelberger (München) vorbereitete Shali’s Alesi am Sonntag auf der Trabrennbahn in Dinslaken einmal mehr seine ausgezeichnete Form unter Beweis. Mit seinem Trainer im Sulky gewann der Hengst bereits sein fünftes Rennen beim sechsten Start in dieser Saison.

    Sicher mit einer Länge behauptete sich der 27:10-Mitfavorit Shali’s Alesi, der nun in diesem Jahr damit bereits 24.000 Euro für seine Besitzer verdient hat, im Endspurt gegen den von Heinz Wewering (Berlin) trainierten und gesteuerten Golden Sunlight (86:10) aus dem Besitz von Ulrich Mommert (Berlin). Rang drei ging an den lange Zeit führenden 18:10-Favoriten Velten Couture, gesteuert von Thomas Panschow (Bladenhorst) für Besitzerin Sigrid Velten (Hochheim).
    "Meine Taktik ist voll aufgegangen," strahlte Roman Spengler nach seinem Erfolg am Bärenkamp. "Ich habe im Endspurt auf die Speed-Qualitäten des Hengstes vertraut. Er hat mich nicht enttäuscht.“

    Von den neun gemeldeten Pferden waren in diesem hochkarätigen Vierjährigen-Vergleich acht an den Start gekommen. Denn die Spitzen-Stute Finca, die im vergangenen Jahr unter anderem den Breeders Crown-Hauptlauf für dreijährige Stuten für sich entschieden hatte und im großen Derby Siebte war, konnte nicht am Rennen teilnehmen. "Bei Finca wurde eine Kehlkopf-Entzündung festgestellt“, sagte ihr niederländischer Trainer Hugo Langeweg jun. (Schagerbrug).

    Die von Gerhard Biendl (München) trainierte und gesteuerte Cosmic Love hatte zuvor im mit 10.000 Euro dotierten Trial II zum Stuten-Pokal am Bärenkamp ihren Erfolg aus dem Trial I in Hamburg wiederholt. Start/Ziel ließ die vierjährige Cosmic Love aus dem Mitbesitz von Amateurfahrer Peter Platzer (Zorneding) der Konkurrenz keine Chance, siegte leicht mit zwei Längen Vorsprung.
    Hinter der 34:10-Mitfavoritin belegte die von Trainer-Champion Roman Matzky (Schöneiche) für Ulrike Dassler (Kranenkamp) vorbereitete Cilantro (28:10) mit Thomas Panschow (Bladenhorst) im Sulky Rang zwei. Dritte wurde überraschend Twilight Mo mit dem Niederländer Robbin Bot (Lippenhuizen) im Sulky. Die 522:10-Außenseiterin wird von Heinz Wewering für seinen Chef Ulrich Mommert und dessen Ehefrau Karin Walter-Mommert (beide Berlin) trainiert.
    Der 18:10-Favoritin Blue Phoenix war mit Goldhelm Roland Hülskath (Mönchengladbach) schon in der Anfangsphase des Rennens ein Fehler unterlaufen. Zwar konnte sie auspariert werden. Am Ende reichte es aber hinter May Girl (Heinz Wewering) nur noch zu Platz fünf.

    Brioni siegt im Elitloppet

    Lasbek/Solvalla (jmm/mspw) - Brioni aus dem Besitz des Gestüts Lasbek von Günter Herz (Hamburg) hat den Elitloppet, das Kräftemessen der europäischen Top-Sprinter, gewonnen. Am Sonntagnachmittag (29-5-11) wurde auf der Trabrennbahn im schwedischen Solvalla der mit insgesamt fast 700.000 Euro dotierte Elitloppet über die klassische Meilen-Distanz (1.609 Meter) entschieden. Der achtjährige Hengst Brioni hatte in dieser Prüfung bereits im vergangenen Jahr als Dritter geglänzt.

    Brioni wurde auf der Bahn, die nur rund zehn Kilometer vom Stockholmer Stadtzentrum entfernt ist, von seinem Trainer und ständigen Fahrer Joakim Lövgren (Skurup) gesteuert. Der Lasbek-Hengst überstand den ersten von zwei Vorläufen (Dotierung: je 52.095 Euro) als Fünfter nach einer rekordverdächtigen Eröffnung nur durch die Qualifizierung des Vierten.

    Der Lasbecker Brioni war in diesem Jahr schon der bisher gewinnreichste deutsche Traber. Bei sechs Starts verdiente der Hengst bis zu diesem großen Sieg mehr als 260.000 Euro und hatte eine Gewinnsumme von rund 860.000 Euro. Günter Herz - eigentlich sehr öffentlichkeitsscheu - ließ sich das Spektakel in Schweden vor mehreren zehntausend Zuschauern nicht entgehen und erlebte eine umjubelte Siegerehrung mit der deutschen Nationalhymne.

    Diamond Way-Rennen am Sonntag in Gelsenkirchen

    Rode setzt auf Gräfin Dönhoff

    Gelsenkirchen (mspw) - Für den Derby-Jahrgang wird es am Sonntag (29-5-11) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen ernst. Der Hauptlauf zum Diamond Way-Rennen, dotiert mit 25.000 Euro, und der dazu gehörende Stutenlauf (12.500 Euro) sind die ersten großen Höhepunkte für die Dreijährigen in dieser Saison. Zehn Starter kämpfen im Hauptlauf um den Sieg. Für das Stutenrennen wurden acht Teilnehmerinnen genannt.

    Mit Gräfin Dönhoff, Goldige und Seda Rapide stellen sich im Hauptlauf gleich drei Stuten der männlichen Konkurrenz. Mit ihren Siegen in den beiden Trials zum Diamond Way-Rennen in Gelsenkirchen und Berlin-Mariendorf haben Gräfin Dönhoff und Goldige bereits bewiesen, dass sie mit dem starken Geschlecht nicht nur mithalten können. Willi Rode (Bladenhorst), Trainer von Gräfin Dönhoff und einer der erfolgreichsten deutschen Trabrennfahrer aller Zeiten: "In diesem Jahr scheinen die Stuten auf einer Stufe mit den Hengsten und Wallachen zu stehen.“
    Das soll die Gräfin, die Nicole und Hans-Joachim Kleemann aus Berlin gehört, auch am Nienhausen Busch unter Beweis stellen. In diesem Jahr kam die Stute bei drei Starts allerdings nur einmal ins Ziel. Das war im Trial I zum Diamond Way-Rennen am Maifeiertag in Gelsenkirchen, den sie überlegen für sich entscheiden konnte. "Gräfin Dönhoff ist noch jung und unerfahren. Da passieren schnell mal Fehler“, sagt Rode: "Wenn sie Sonntag glatt geht, ist alles drin.“
    Gesteuert wird die Kleemann-Stute, die mit Startnummer 10 ins Rennen geht, von Thomas Panschow (Bladenhorst). "Es ist geplant, dass er Gräfin Dönhoff in dieser Saison auch weiterhin fahren soll“, sagt Rode, der das Stuten-Derby und das Deutsche Traber-Derby am 30./31. Juli (Vorläufe) sowie am 6./7. August (Finals) im Blick hat. "Zunächst peilen wir das Buddenbrock-Rennen in Berlin Mitte Juli an. Dann wird die Entwicklung zeigen, ob wir vielleicht sogar im großen Derby angreifen.“

    Trainer-Champion Roman Matzky (Schöneiche) schickt im Diamond Way-Rennen die Trial II-Siegerin Goldige erneut mit Thorsten Tietz (Schöneiche) ins Rennen. Für Seda Rapide, die dritte Stute im Hauptlauf, wurde Michael Nimczyk (Willich) als Fahrer verpflichtet. Der bisher größte Erfolg der von Gerd Holtermann (Bladenhorst) für Isabel Jauß (Neritz) trainierten Stute war Rang zwei im Preis des Winterfavoriten 2010. Goldhelm Roland Hülskath (Mönchengladbach) ist mit Isildur aus dem Besitz von Marion Jauß (Neritz) vertreten. Der Hengst belegte in beiden Trials die Plätze zwei und drei. Für niederländische Interessen bietet Trainer und Fahrer Cees Kamminga (Willemsoord) Trigger As auf.
    Im Stutenlauf zum Diamond Way-Rennen dürfte der Sieg erneut über die Jauß-Stute What a Feeling führen, die ihre letzten beiden Starts gegen die gleichaltrige Konkurrenz jeweils überlegen gewinnen konnte. Christophe Martens (Geel/Belgien), 2007 Weltmeister der Trabrennfahrer, spannt mit Miss Love ebenfalls eine frische Siegerin an.

    Am Sonntag Trial II zum Diamond Way-Rennen in Berlin

    Marion Jauß mit Großangriff

    Berlin (mspw) Für den Derby-Jahrgang 2011 steht am Sonntag (15-5-11) auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm. Im Trial II zum Diamond Way-Rennen (7.000 Euro) sowie im dazu gehörenden Stutenlauf (3.500 Euro) dürften bereits viele Pferde zu sehen sein, die an gleicher Stelle auch im Stuten-Derby oder im Deutschen Traber-Derby am 30./31. Juli (Vorläufe) sowie am 6./7. August (Finals) angreifen werden.

    Insgesamt wurden 18 Pferde für die beiden Prüfungen genannt. Gleich fünf davon werden von Gerd Holtermann (Bladenhorst) für Besitzerin Marion Jauß (Gestüt Neritz) oder deren Tochter Isabel trainiert. Während insgesamt acht Starterinnen für den Stutenlauf gemeldet wurden, stellen sich vier weitere Kandidatinnen im Trial II der männlichen Konkurrenz. Eine davon ist Seda Rapide. Die Jauß-Stute hatte bereits als Zweijährige bewiesen, dass sie mit den Hengsten nicht nur mithalten kann. Im mit 25.000 Euro dotierten Preis des Winterfavoriten in Gelsenkirchen war Seda Rapide nur vom Hengst Staro foot Loose mit Arnold Mollema (Wolvega, NL) zu bezwingen.
    Nun steht Seda Rapide vor ihrem ersten richtigen Start als Dreijährige. Zur Vorbereitung auf den Trial II absolvierte sie zwei Probeläufe in Hamburg, zuletzt schon mit Heinz Wewering im Sulky. Der Rekord-Champion aus Berlin, dessen Zusammenarbeit als Privattrainer für Marion Jauß vor knapp einem Jahr endete, wird Seda Rapide auch im Rennen am Sonntag steuern. "Wenn es meine aktuellen Verpflichtungen als Trainer und Fahrer zulassen, nehme ich nach wie vor gerne Engagements für Marion Jauß wahr. Seda Rapide hat im Probelauf einen sehr ordentlichen Eindruck hinterlassen," sagte Wewering.
    Seda Rapide weist im Feld der ingesamt zehn Teilnehmer die mit Abstand höchste Gewinnsumme (9.750 Euro) auf. Das beschert der Stute allerdings auch das Handicap der zweiten Startreihe. "Die Nummer 10 ist sicher nicht ganz optimal“, sagt Trainer Holtermann. Aber Seda Rapide ist vom Rennverlauf unabhängig, kann das meistern.“

    Zu den Gegnern von Seda Rapide zählen ihr Stallgefährte Isildur mit Goldhelm Roland Hülskath (Mönchengladbach), die frische Siegerin Goldige mit Thorsten Tietz (Schöneiche) sowie der noch unbesiegte Admiral Boom (Josef Franzl jun./Sauerlach). Für einen weiteren Paukenschlag könnte Gräfin Dönhoff mit Thomas Panschow (Bladenhorst) sorgen. Die Stute hatte am Maifeiertag in Gelsenkirchen den Trial I zum Diamond Way-Rennen als 244:10-Außenseiterin gewonnen. Im Stutenlauf dürfte - wie schon in Gelsenkirchen - erneut die Jauß-Stute What a Feeling mit Roland Hülskath zum Kreis der Sieganwärterinnen zählen.
    Der Hauptlauf zum Diamond Way-Rennen für Dreijährige um 25.000 Euro wird am Sonntag, 29. Mai, in Gelsenkirchen entschieden.

    Fast die gesamte deutsche Sulky-Elite ist am Start

    Sieger und Seriensieger im Trial

    zum NRZ-Pokal in Mariendorf

    Berlin (mspw) - Nahezu die gesamte deutsche Sulky-Elite ist Montag (9-5-11) auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf am Start. Im Mittelpunkt steht das Trial I zum NRZ-Pokal, dotiert mit 10.000 Euro. Allein an den Sieger des Vierjährigen-Rennens über 1.900 Meter gehen 5.000 Euro. Wer sich das größte Stück vom Preisgeldkuchen abschneiden wird, ist recht offen. Alle zwölf Kandidaten haben in diesem Jahr mindestens schon ein Rennen gewonnen. Einige sind sogar Serien-Sieger.
    Einer davon ist Shali’s Alesi. Der Hengst, der von Roman Spengler (Petershausen-Kollbach) für Dr. Jürgen Franz (München) und das Gestüt Aschau von Dr. Otto Adelberger (München) trainiert wird, war in dieser Saison dreimal am Start und jeweils nicht zu bezwingen. Bei seiner Generalprobe für den Berlin-Start deklassierte Shali’s Alesi die Konkurrenz in München. Der Hengst siegte überlegen mit Weile.
    Roman Spengler, der seinen Schützling in Berlin selbst steuern wird, ist optimistisch, dass Sieg Nummer vier möglich ist. "Der Hengst hat alles, was ein Rennpferd ausmacht," schwärmt er. "In der Startphase wird Shali’s Alesi zum Turbo. Er ist gut im Speed und völlig unabhängig vom Rennverlauf. Ich bin sicher, dass wir ein Wort um den Sieg mitsprechen werden. Nicht ganz optimal ist allerdings die Nummer 8’. Dem Start kommt daher wahrscheinlich vorentscheidende Bedeutung zu.“
    Zu den Konkurrenten von Shali’s Alesi zählt unter anderem Stormy Nightriver mit Jens-Holger Schwarma (Moers) im Sulky. Fünf Starts, fünf Siege: So lautet die makellose Saison-Bilanz des Wallachs aus dem Besitz von Michael Wittig aus Bochum. Allerdings hat Stormy Nightriver, der mit Nummer 11 ins Rennen geht, das Handicap der zweiten Startreihe auszugleichen.
    Gleiches gilt für Ike Kievitshof aus dem Trainingsquartier von Gerd Holtermann (Bladenhorst). Der Wallach nimmt das Rennen mit Startnummer 10 auf. Fahrer ist der aktuelle deutsche Champion Roland Hülskath (Mönchengladbach). Nach drei Siegen in Serie war Ike Kievitshof zuletzt in Hamburg wegen eines Fehlers disqualifiziert worden.
    Neben Hülskath reisen aus dem Westen unter anderem auch die Spitzen-Fahrer Thomas Panschow (Bladenhorst) und Bronzehelm Michael Nimczyk (Willich) an. Panschow ist mit Velten Samuraj, Nimczyk mit Commander Columbus dabei. Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) steuert VanHalen und Gerhard Biendl (München) ist mit der Stute Cosmic Love vertreten.
    Beissinger mit seinem Besitzer Uwe Zevens (Bedburg-Hau) im Sulky blieb bei bisher sieben Karriere-Starts nie ohne Prämie. Bei seinem letzten Auftritt in Gelsenkirchen, bei dem er Rang zwei hinter Admiral Newport belegte, war Beissinger stark gewettet. Im letzten Jahr gewann er eine Entlastung zur Breeders Crown in Gelsenkirchen.


    Rick Wester triumphiert im Bild-Pokal in Gelsenkirchen

    Armstrong As war das Trumpf-Ass

    Gelsenkirchen (mspw) Mit dem größten Karriere-Erfolg für den niederländischen Trainer und Fahrer Rick Wester endete der Bild-Pokal am Maifeiertag (1-5-11) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen. Der in Schaandamm beheimatete Wester triumphierte mit seinem Schützling Armstrong As zum Totokurs von 82:10 in der mit 30.000 Euro dotierten Traditions-Prüfung über die Meile.
    Bei seinem Erfolg ließ der achtjährige Hengst, der 2006 Dritter im Deutschen Traber-Derby war, den 23:10-Mitfavoriten Bagley, dem gleich nach dem Start ein Rumpler unterlaufen war, mit Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) im Sulky sowie Odessa Santana (151:10) mit dem Oberhausener Michael Schmid hinter sich.
    "Armstrong As hatte in den letzten Monaten immer wieder mit kleineren Blessuren zu kämpfen, war bis jetzt nie auf 100 Prozent,“ freute sich Wester über den unerwarteten und bisher größten Erfolg seiner Laufbahn. "Voraussetzung für gute Leistungen bei Armstrong As ist Spaß bei der Trainingsarbeit. Daher trainiere ich ihn häufig am Strand,“ verriet Wester.
    Nicht nach Plan verlief die Prüfung für den 21:10-Favoriten Unforgettable, den Deutschen Derby-Sieger von 2005 aus dem Trainingsquartier von Arnold Mollema (Wolvega, NL). Der neunjährige Hengst führte lange, gab aber auf der Zielgeraden nach und landete abgeschlagen auf dem siebten Platz hinter Hollys Boy (152:10) mit Thomas Panschow (Bladenhorst), Narval d’Ecajeul mit Roland Hülskath (Mönchengladbach) und Beer Budget mit Hannu Voutilainen (Bünzen).

    Im mit 10.000 Euro dotierten Entlastungslauf zum Bild-Pokal machte Michael Nimczyk (Willich) die Musik. Mit dem von Henk Grift (Kevelaer) vorbereiteten 108:10-Außenseiter Let the music play gewann der Bronzehelm nach Kampf mit einem Hals vor Light of Europ mit Gerhard Biendl (München) und Love Times mit Thomas Panschow (Bladenhorst).
    Wesentlich deutlicher fiel der Erfolg von What a Feeling mit Roland Hülskath im Stutenlauf (3.500 Euro) zum Trial I des Diamond Way-Rennens für Dreijährige aus. What a Feeling, die von Gerhard Holtermann (Bladenhorst) für Marion Jauß (Neritz) trainiert wird, siegte überlegen vor Bea Kievitshof mit Cees Kamminga (Willemsoord, NL) und Flyabout mit Mario van Dooyeweerd (Hoofddorp, NL).
    Mit einer Überraschung endete der mit 7.000 Euro dotierte Trial I zum Diamond Way-Rennen. Denn die 244:10-Außenseiterin Gräfin Dönhoff, trainiert von Willi Rode (Recklinghausen) für Nicole und Hans-Joachim Kleemann (Berlin), siegte Start/Ziel. Mit Thomas Panschow im Sulky zeigte es die einzige Stute im Feld, die zuvor noch keine Prämie gewinnen konnte, der männlichen Konkurrenz. Die Plätze zwei und drei belegten Goetz mit Thomas Kornau (Recklinghausen) und Isildur, gesteuert von Roland Hülskath.

    Erster Gelsenkirchener Saisonhöhepunkt am Maifeiertag

    Bild-Pokal: Manuel Neuer

    und viele gute Pferde

    Gelsenkirchen (mspw) - Mit dem Bild-Pokal am Sonntag (1-5-11) beginnt auch auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen die große Saison . Beim ersten Jahres-Höhepunkt am Nienhausen Busch geht es um Prämien von 30.000 Euro. Gesucht wird der Nachfolger von Sensations-Sieger Max de Guez. Der Schützling von Trainer Henk Grift (Kevelaer) hatte die Prüfung im vergangenen Jahr mit Roland Hülskath (Mönchengladbach) im Sulky zum Totokurs von 288:10 für sich entschieden.
    Max de Guez ist diesmal zwar nicht am Start. Allerdings hat Henk Grift mit Narval d’Ecajeul erneut ein heißes Eisen im Feuer . Der zehnjährige Wallach aus dem Besitz von Grifts Lebensgefährtin Claudia de Leeuw hat in seiner Laufbahn bereits 383.026 Euro zusammengetrabt. Fahrer von Narval d’Ecajeul ist der deutsche Champion Roland Hülskath. "Narval d’Ecajeul ist ein Klasse-Pferd. Die letzten Trainings-Eindrücke waren top. Hinzu kommt, dass dem Wallach die Meilen-Distanz besonders liegt. Bei einem guten Rennverlauf kann er den Bild-Pokal gewinnen," ist Trainer Grift optimistisch.
    Als einer der Favoriten dürfte der von seinem Trainer Arnold Mollema (Wolvega, NL) gesteuerte Unforgettable in das Meilen-Rennen in Gelsenkirchen gehen. Der Deutsche Derby-Sieger von 2005 hat gute Chancen, seine Gewinnsumme von derzeit 766.031 Euro weiter aufzustocken. Allerdings musste der neunjährige Hengst zuletzt bei der Generalprobe für den Bild-Pokal eine überraschende Niederlage einstecken. Als 12:10-Favorit verlor Unforgettable am Nienhausen Busch mit einer Länge gegen den 130:10-Außenseiter Armstrong As, der am Maifeiertag erneut zu seinen Gegnern zählt. Rick Wester (Schaandamm, NL) ist auch diesmal wieder der Fahrer von Armstrong As.
    Beer Budget mit dem Finnen Hannu Voutilainen, der sich in Bünzen (Schleswig-Holstein) auf dem Gestüt Helenenhof der Familie Frahm niedergelassen hat, reist aus dem Norden, Perl’s Fortune mit Gerd Biendl (München) aus dem Süden ins Ruhrgebiet. Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) steuert den Wallach Bagley, Thomas Panschow (Bladenhorst) ist mit Hollys Boy dabei und Michael Schmid (Oberhausen) mit Odessa Santana. Der Bild-Pokal wird gegen 16.55 Uhr gestartet.

    Zu den weiteren sportlichen Höhepunkten am 1. Mai zählt der mit 7.000 Euro dotierte Trial I zum Diamond Way-Rennen für Dreijährige sowie der dazu gehörende Stutenlauf um 3.500 Euro. Der Hauptlauf zum Diamond Way-Rennen (25.000 Euro) sowie die entsprechende Stutenprüfung (12.500 Euro) gehen am Sonntag, 29. Mai, ebenfalls auf der Bahn am Nienhausen Busch über die Bühne. Die Rennen gelten als richtungweisend für Engagements im Stuten-Derby und im Deutschen Traber-Derby am 30./31. Juli (Vorläufe) und 6./7. August (Finals) in Berlin-Mariendorf.

    Traditionell sind bei der Gelsenkirchener Großveranstaltung am 1. Mai Promis aus Funk und Fernsehen zu Gast. So haben sich auch Nationaltorhüter Manuel Neuer und Formel 1-Reporter Kai Ebel angesagt.

    Fritz Brandt-Rennen in Berlin-Mariendorf an Thomas Royer

    Benni Hagen triumphiert im

    Frömming-Memorial Hamburg

    Hamburg/Berlin (mspw) - Gleich zwei Höhepunkte des Trabrennkalenders wurden am Karfreitag entschieden. Im mit 25.000 Euro dotierten Finale zum Johannes Frömming-Memorial für Stuten auf der Rennbahn in Hamburg-Bahrenfeld triumphierte die vierjährige Nomea SAS mit dem Berliner Benjamin Hagen im Sulky. Gleichzeitig standen auf der Bahn in Berlin-Mariendorf die Amateure im Mittelpunkt. Thomas Royer (Ramsau) gewann das traditionsreiche Fritz Brandt-Rennen. Im mit 12.000 Euro dotierten Endlauf steuerte der Österreicher den siebenjährigen Wallach Cyrano zum Sieg.

    In Hamburg war die Ausbeute von Nomea SAS optimal. Denn die von Lars Erik Glad (Dülmen) für den Stall ADAMAS von Thomas und Dagmar Bosner (Bargteheide) vorbereitete Stute entschied sowohl Vor- als auch Endlauf zum Johannes Frömming-Memorial für sich. Damit steigerte Nomea SAS ihre Gewinnsumme von 9.100 Euro auf 22.300 Euro.
    Nach einem überlegenen Vorlauf-Erfolg musste sich die von Benjamin Hagen gesteuerte Nomea SAS im Finale kräftig strecken, um den Triumph unter Dach und Fach zu bringen. Im Endspurt setzte sich die ADAMAS-Stute knapp gegen You Win Kievitshof mit dem Niederländer Patrick de Haan (Barsingerhorn) sowie Lady Maud mit Andre Bakker (Wolvega, NL) durch.
    "Das ist der bisher größte Erfolg meiner Karriere“, strahlte Benjamin Hagen nach dem Endlauf. "Für mich ist das eine Riesen-Sache, auch einmal ein so bedeutendes Rennen zu gewinnen.“

    In Hagens Heimatstadt Berlin gab es im Fritz-Brandt-Rennen, einem Saison-Höhepunkt für Amateure, einen österreichischen Erfolg. Im Endlauf war Cyrano mit Thomas Royer trotz Höchst-Zulage von 40 Metern nicht zu bezwingen. Der siebenjährige Wallach zog auf der Zielgeraden noch an Jillis Star, die mit 20 Metern Zulage ins Rennen gegangen war, mit dem Kölner Christoph Pellander im Sulky vorbei. Rang drei ging an Riga de Mai mit Alois Ortner aus Landshut.
    Cyrano, der bereits seinen Vorlauf gewonnen hatte, wird von Rudolf Haller trainiert. Der geborene Münchner bereitet seine Schützlinge mittlerweile im österreichischen St. Martin am Grimming vor.
    "Cyrano musste wegen der Zulage weite Wege gehen, war zeitweise sogar in vierter/fünfter Spur zu sehen. Dennoch war ich mir ganz sicher, dass er das Finale gewinnen kann“, sagte Rudolf Haller, der auch Fahrer Thomas Royer ein Lob Aussprach. "Er hat das ganz abgezockt gemacht und zählt für mich zu den besten Amateuren Österreichs.“

    Viele Höhepunkte in Hamburg, Berlin und Dinslaken

    Zu Ostern locken über 114.000 Euro

    Hamburg/Berlin/Dinslaken (mspw) - Die besten Berufs- und Amateur-Trabrennfahrer Deutschlands sind am Osterwochenende im Großeinsatz. Denn innerhalb von vier Tagen stehen gleich vier Höhepunkte des Trabrennkalenders mit einer Dotierung von mehr als 114.000 Euro an.

    Karfreitag eröffnen die Bahnen in Hamburg-Bahrenfeld mit dem Johannes Frömming-Memorial (Gesamtdotierung: 34.500 Euro) und Berlin-Mariendorf mit dem Fritz Brandt-Rennen (25.000 Euro) das umfangreiche Programm. Am Ostermontag geht es in der Hansestadt beim Schwarzer Steward-Rennen (44.264 Euro) erneut um lukrative Rennpreise. Zeitgleich wird auf der West-Bahn in Dinslaken der traditionelle KöPi-Pokal“ (10.800 Euro) entschieden.

    Für das den Stuten vorbehaltene Johannes Frömming-Memorial am Karfreitag in Hamburg wurden 23 Starterinnen gemeldet. Aus drei Vorläufen (Dotierung: je 2.500 Euro) qualifizieren sich jeweils die besten Vier für den mit 25.000 Euro dotierten Endlauf. Alle Qualifizierungs-Rennen sowie A- und B-Finale werden aus den Bändern gestartet.
    Im vergangenen Jahr hatte der Niederländer Jesse ter Borgh (Amsterdam) mit More Diamonds das Finale zum Johannes Frömming-Memorial für sich entschieden. Ter Borgh ist auch diesmal wieder mit zwei Starterinnen vertreten. Zu den Anwärterinnen auf einen der vorderen Plätze zählt die siebenjährige El Conchita aus dem Mitbesitz des ehemaligen Fußball-Profis Hannes Bongartz (Bottrop). Fahrer ist Thomas Panschow (Bladenhorst), der mit Zowie Butcher in einem anderen Vorlauf noch ein weiteres "heißes Eisen im Feuer“ hat. Mit der Fünfjährigen hatte Panschow kürzlich bereits das mit 25.000 Euro dotierte Finale zum Pit Pan-Rennen in Hamburg gewonnen.
    Mehrere Chancen auf einen Finalplatz haben unter anderem auch der Deutsche Meister Roland Hülskath (Mönchengladbach) und Bronzehelm Michael Nimczyk (Willich), die auch aus dem Westen anreisen.
    Mit dem Rennen am Karfreitag erinnert der Hamburger Veranstalter an den legendären Johannes Hänschen Frömming. Der im Alter von 86 Jahren 1996 in Hamburg verstorbene Gentleman unter den Fahrern gewann zwischen 1933 und 1974 elfmal das Deutsche Derby und triumphierte auf der Rennbahn in Paris-Vincennes dreimal im Prix d’Amerique, dem berühmtesten Trabrennen Europas. Insgesamt gewann Frömming in seiner Laufbahn fast 6.000 Rennen.

    Zeitgleich zum Johannes Frömming-Memorial kämpfen die besten deutschen Amateurfahrer auf der Hauptstadtbahn in Mariendorf um den Gewinn des prestigeträchtigen Fritz Brandt-Rennens. Insgesamt 25.000 Euro werden in gleich fünf Vorläufen sowie dem A- und dem B-Finale ausgeschüttet. Die ersten vier Pferde aus dem ersten Vorlauf mit elf Startern ziehen direkt in das Finale ein. Der gleiche Qualifikations-Modus gilt auch für den dritten Vorlauf, der mit sechs Startern besetzt ist. Vorlauf Nummer zwei wird dagegen in drei Abteilungen entschieden. Nur die drei Sieger qualifizieren sich direkt für den Endlauf. Außerdem kommt auch der zeitschnellste Zweite aus diesen drei Läufen weiter.
    Der Gelsenkirchener Jörg Hafer zählt seit Jahren zu den besten Amateurfahrern Deutschlands. Den Triumph im Fritz Brandt-Rennen konnte er 2010 zu seiner umfangreichen Titelsammlung hinzufügen. Hafer war mit Bronco Be im Vor- und Endlauf erfolgreich. Diesmal ist Hafer mit dem von Trainer-Champion Roman Matzky (Schöneiche) trainierten Zoshua Transs R dabei. Bei drei gemeinsamen Auftritten sprangen die Plätze eins, zwei und drei heraus. "Jörg Hafer kommt mit dem Hengst gut zurecht, kennt seine Qualitäten im Speed und weiß sie einzusetzen," ist Matzky optimistisch, dass sein Schützling zumindest den Einzug im das mit 12.000 Euro dotierte A-Finale schaffen wird.

    Sehr gut gefüllt sind die Preisgeldtöpfe auch am Ostermontag in Hamburg, wo die Entscheidung im Schwarzer Steward-Rennen fällt. Auch hier müssen sich die Teilnehmer zunächst über vier Vorläufe ihren Finalplatz erkämpfen. Im Endlauf geht es dann um 25.000 Euro.
    Zum Kreis der Favoriten zählt der vom Niederländer Tom Kooyman (Lijnden) gesteuerte Serien-Sieger Yashin Hallinck. Bei seinen letzten acht Auftritten war der sechsjährige Wallach jeweils nicht zu bezwingen. Allerdings gewann Yashin Hallinck die Rennen allesamt auf der Bahn in Dinslaken.
    Auch das Schwarzer Steward-Rennen lockt Ostermontag Deutschlands Top-Fahrer in die Hansestadt. Neben Roland Hülskath, Michael Nimczyk und Thomas Panschow sind auch Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) sowie Michael Schmid (Oberhausen) dabei. Die Prüfung richtet sich an Pferde mit noch recht geringer Gewinnsumme von bis zu 5.000 Euro. Im vergangenen Jahr hatte Michael Schmid mit Super d’Aunou triumphiert.

    Ebenfalls am Montag öffnet die Bahn am Dinslakener Bärenkamp ihre Pforten. Im Mittelpunkt steht der traditionsreiche KöPi-Pokal, dessen Finale mit 8.000 Euro dotiert ist. Aus zwei Vorläufen mit je elf Pferden ziehen jeweils die besten fünf Teilnehmer in den Endlauf ein. Mit Silvia Raspe (Weeze-Wemb) versucht sich dabei auch eine Amateurfahrerin gegen die Profis. Sie steuert ihren siebenjährigen Wallach Lion Furniture, der allein 2010 mit seiner Besitzerin im Sulky zwölf Rennen für sich entschieden hatte.

    Nach Triumph im schwedischen Aby Start im Elitloppet geplant

    "Olympiasieger“ Brioni soll

    jetzt in Solvalla angreifen

    Aby (mspw) - Der deutsche Spitzen-Traber Brioni aus dem Besitz des Gestüts Lasbek von Günter Herz (Hamburg) hat einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er zu den besten Rennpferden in Europa zählt. Durch seinen Sieg vor 15.000 Zuschauern im mit rund 300.000 Euro dotierten Olympiatravet am Samstag (16-4-11)im schwedischen Aby hat der achtjährige Hengst seine Gewinnsumme auf 858.000 Euro gesteigert. 168.000 Euro gab es allein für den Triumph zum Siegkurs von 84:10 in einer der prestigeträchtigsten Prüfungen im europäischen Trabrennkalender.

    Die Freude im Lager von Brioni war riesig. Sein Trainer und ständiger Fahrer Joakim Lövgren (Skurup) jubelte unmittelbar nach der Zieldurchfahrt ausgelassen, reckte immer wieder die Faust in den Himmel.
    Begeistert über den Triumph des von ihm auch gezüchteten Brioni war Günter Herz, der das Rennen gemeinsam mit Lasbek-Cheftrainer Harry Losse auf seinem Gestüt, rund 640 Kilometer von Aby bei Göteborg entfernt, per TV live verfolgt hatte. "Es war ein Traumrennen," analysierte Losse den Verlauf der 2140 Meter-Prüfung, in der sich Brioni lange Zeit im Feld verstecken konnte. "Im Endspurt hat er seine Speed-Qualitäten ausgespielt," so Losse.

    Mit Marshland (219:10), gesteuert von Örjan Kihlström, und Yarrah Boko (144:10) mit Ulf Ohlsson landeten zwei Außenseiter auf den weiteren Plätzen. Der hoch eingeschätzte Commander Crowe (31:10) mit dem Franzosen Jean-Michel Bazire im Sulky hatte schon in der Startphase einen Fehler gemacht. Der achtjährige Wallach konnte zwar auspariert werden, aber danach nicht mehr in den Kampf um die ersten Plätze eingreifen. Commander Crowe blieb unplatziert. Der 26:10-Favorit Torvald Palema mit Ake Svanstedt konnte nach einem Rennen im Vorderfeld im Endspurt nicht mehr entscheidend zulegen, belegte nur Rang vier.

    Brioni ist nach Copper Beech, der im vergangenen Jahr als 650:10-Außenseiter im Olympiatravet triumphiert hatte, der zweite deutsche Sieger in diesem schwedischen Formel 1-Rennen.
    Nun soll Brioni gezielt auf ein weiteres großes Rennen in Schweden vorbereitet werden. Geplant ist ein Start im Elitloppet über eine Meile am Sonntag, 29. Mai, in Solvalla bei Stockholm. "Brioni wird zuvor aber noch ein Vorbereitungsrennen bekommen," verriet Harry Losse.

    Die Teilnahmeberechtigung für den Elitloppet hat Brioni durch seinen Triumph im Olympiatravet bereits sicher. Für das mit rund 550.000 Euro dotierte Finale müssen sich die Teilnehmer über Vorläufe am gleichen Tag qualifizieren. Im vergangenen Jahr hatten Brioni und auch Nu Pagadi, Deutscher Derby-Sieger von 2008 aus dem Besitz von Detlef Tappe (Oberhausen), den Endlauf erreicht und beim Sieg von Iceland vor Torvald Palema die Plätze drei und vier belegt.

    Hamburg: Großer Andrang für das Pit Pan-Rennen

    Wewering mit vier Mommert-Trabern

    Hamburg (mspw)- Sonntag fällt auf der Bahn in Hamburg-Bahrenfeld der Startschuss für die "große Saison“ im deutschen Trabrennsport. Mit dem Pit Pan-Rennen steht am 3. April der erste Höhepunkt des Kalenderjahres 2011 auf dem Programm. Heinz Wewering (Berlin), zweimaliger Weltmeister und 29-facher Deutscher Meister, ist das Kribbeln anzumerken, obwohl er schon seit vielen Jahren im Geschäft ist. "Die Vorfreude ist riesig“, sagt der aktuelle Silberhelm.
    Das Pit Pan-Rennen, ausgeschrieben für vier- bis 14-jährige Pferde mit einer Gewinnsumme von bis zu 25.000 Euro, ist mit insgesamt 36.000 Euro dotiert. Der Andrang war so groß, dass der Veranstalter gleich vier Vorläufe anbietet. Wewering ist in jedem Lauf mit einem Pferd aus dem Besitz oder Mitbesitz seines Chefs Ulrich Mommert (Berlin) vertreten.
    Mit San Siro BR und Golden Sunlight sind auch zwei hoffnungsvolle Vierjährige darunter. "Wir wollten die Saison für die Vierjährigen eigentlich erst später starten“, so Wewering. "Aber die Gewinnsummen haben so gut gepasst, dass wir es bereits jetzt versuchen.“
    Sowohl mit San Siro BR (Gewinnsumme: 16.075 Euro) als auch mit Golden Sunlight (20.918 Euro) rechnet sich Wewering gute Chancen aus, das mit 25.000 Euro dotierte Finale zu erreichen. Golden Sunlight, der im vergangenen Jahr unter anderem hinter Baron W. den zweiten Platz im Breeders Crown-Hauptlauf für dreijährige Hengste und Wallache belegt hatte, wurde bei seiner Generalprobe in Berlin-Mariendorf Zweiter. San Siro BR gewann am gleichen Tag ebenfalls in der Hauptstadt ein Rennen und kommt in Hamburg als frischer Sieger an den Start.
    Insgesamt kämpfen in den vier Vorläufen zum Pit Pan-Rennen über jeweils 2.200 Meter 42 Starter um die zwölf Finalplätze. Die jeweils drei Erstplatzierten qualifizieren sich für den Endlauf. Nahezu alle deutschen Spitzen-Fahrer sind vertreten. Neben Wewering reisen auch Goldhelm Roland Hülskath (Mönchengladbach), Bronzehelm Michael Nimczyk (Willich), Gerhard Biendl (München), Michael Schmid (Oberhausen), Thorsten Tietz (Schöneiche), Daniel Wagner (Zossen) und Thomas Panschow (Bladenhorst) in die Hansestadt. Mit Anke Börnig (Dinslaken) tritt sogar eine Amateurfahrerin gegen die Sulky-Profis an.
    Zweiter Höhepunkt am Sonntag auf der Bahn in Bahrenfeld, die nach einem Brand im Tribünenhaus renoviert werden musste und vor wenigen Wochen erst wieder eröffnet worden war, ist das mit 10.000 Euro dotierte Trial I zum Bild-Pokal (1.680 Meter). Gute Chancen, sich ein großes Stück vom Preisgeldkuchen abzuschneiden, hat der frische Sieger Light of Europ mit Gerhard Biendl. Der niederländische Trainer Henk Grift (Kevelaer) bietet mit Minaccia eine Saison-Debütantin auf. Fahrer ist Grifts Landsmann Jesse ter Borgh (Amsterdam). "Wir fahren bestimmt nicht nach Hamburg, um nur mit dabei zu sein“, so Grift.

    Fohlenbrand: Krach um Tradition

    Der Schenkelbrand beim Pferd sorgt in Berlin für anhaltenden Streit. Der Ernährungsausschuss des Deutschen Bundestages vertagte jetzt erneut einen SPD-Antrag für ein Verbot. Man wolle zunächst die Ergebnisse einer in Auftrag gegebenen Expertise der Tierärztlichen Hochschule Hannover abwarten, begründete die Koalition.
    In den Reihen von Union und FDP wurde wieder Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner kritisiert, die sich wie der Bundesrat bereits öffentlich für ein Brandzeichenverbot ausgesprochen hatte. Die Ministerin verweist auf ein EU-Gesetz, das seit 2009 jeden Pferdezüchter verpflichtet, seinem Pferd einen Chip per Kanüle am Hal einzuplanzen. Für Pferdezüchter und Reiter gilt das sichtbare und fälschungssichere Brandzeichen als unerlässlich, weil es das züchterische Leistungsniveau der heimischen Pferdezucht im weltweiten Vergleich dokumentiere. Durch den Brand am Hinterteil sei der Trakehner auf den ersten Blick vom Hannoveraner zu unterscheiden. Das sei seit Jahrhunderten so, meinen die Züchter und Reiter.
    Als Breido Graf zu Rantzau, der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung mit ihren 760.000 Mitgliedern, jetzt den ganzen Bundestag zu einer Vorführung von Schenkelbrand und Chip-Einsetzen in eine Grunewalder Reithalle einlud, kam Ilse Aigner erst gar nicht. Sie will aus Tierschutzgründen die Brennerei verbieten. Der Brand sei "mit erheblichen Schmerzen verbunden", empört sich Tierschutzbundpräsident Wolfgang Apel. Verbrennungen dritten Grades entstünden aus "nur kommerziellen Interessen", ein Pferd sei doch keine Werbewand. Tierärzte warnen ebenso vor der "grausamen Tradition", die Fohlen wochenlang unter Schwellung und Brandwundschmerz leiden lasse.
    Reiter und Züchter halten aber das Chip-Verfahren "noch nicht ausgereift". Wenn der Chip, der schon seit Jahrzehnten bei den Trabern ohne Probleme benutzt wird, technisch versage, behaupten die Reiter, verliere ein Pferd seine Identität. Für Ilse Aigner aber bleibt das Brandzeichen überflüssig und unnötige Tierquälerei. (März 2011)
    Spitzen-Traber des Gestüts Lasbek nur von Pretty Jet geschlagen

    Brioni guter Zweiter in Paris

    Paris (mspw) Erneut eine überzeugende Leistung zeigte Donnerstag (24-2-11) der deutsche Spitzen-Traber Brioni aus dem Besitz des Gestüts Lasbek von Günter Herz (Hamburg). Im mit 110.000 Euro dotierten "Prix du Plateau de Gravelle“ belegte Brioni Platz zwei. Der von seinem schwedischen Trainer und ständigen Fahrer Joakim Lövgren (Skurup) gesteuerte achtjährige Hengst, als 61:10-Mitfavorit gestartet, musste sich im Zwölfer-Feld nur der 204:10-Außenseiterin Pretty Jet mit dem Franzosen Matthieu Abrivard im Sulky geschlagen geben. Dritter wurde der höher eingeschätzte 24:10-Favorit Main Wise As mit Pierre Levesque (Frankreich).
    Brioni, mit Startnummer 1 ins Rennen gegangen, verdiente bei seinem zweiten Start in diesem Jahr in der französischen Hauptstadt 27.500 Euro. Seine Gewinnsumme steigerte er damit auf exakt 642.037 Euro. Bei seinem Jahres-Debüt Ende Januar war für Rang drei in einer mit ebenfalls 110.000 Euro dotierten Prüfung eine Prämie von 14.300 Euro gezahlt worden.
    Lasbek-Cheftrainer Harry Losse zeigte sich mit der Leistung von Brioni sehr zufrieden. "Der Rennverlauf war nicht optimal. Brioni hat erst spät eine Lücke gefunden, war dann aber das schnellste Pferd im Feld. Leider war der Vorsprung von Pretty Jet zu groß“, sagte Losse. Brioni war gleich nach dem Start ins Mittelfeld zurückgefallen.
    Seinen nächsten Auftritt soll Brioni Mitte März auf der Bahn im französischen Cagnes-sur-Mer in einem 1.600 Meter-Rennen absolvieren.

    Ready Cash gewinnt 90. Prix d’Amerique

    Paris (mspw:30-1-11) - Französischer Triumph im 90. Prix d’Amerique auf der berühmten Trabrennbahn in Paris-Vincennes: Der 32:10-Mitfavorit Ready Cash, gesteuert von Franck Nivard, gewann den mit einer Million Euro dotierten Klassiker, der als schwerstes und wertvollstes Trabrennen der Welt gilt. Für Nivard, der eine Handverletzung rechtzeitig auskuriert hatte, war es bereits der zweite Sieg im Amerique nach 2009, als er mit Meaulness du Corta triumphiert hatte.

    Der sechsjährige Hengst Ready Cash, der von Thierry Duvaldestin trainiert wird, verwies den leicht favorisierten Maharajah (29:10) mit Örjan Kihlström im Sulky auf den zweiten Platz. Der schwedische Gast hatte das Feld der insgesamt 18 Teilnehmer lange angeführt, musste sich auf der Zielgeraden jedoch Ready Cash geschlagen geben.
    Auf den weiteren Plätzen landeten - allerdings schon recht deutlich zurück - die Stute Olga du Biwetz (Eric Raffin), mit über zwei Millionen Euro das gewinnreichste Pferd im Feld, und Vorjahressieger Oyonnax (Sebastien Ernault). Auch eine nachträgliche Überprüfung durch die Rennleitung brachte keine Änderung des Ergebnisses.
    Deutsche Traber waren in diesem Jahr im Prix d’Amerique nicht am Start. Der 2008-Derbysieger Nu Pagadi aus dem Besitz des Oberhausener Unternehmers Detlef Tappe und auch der zwei Jahre ältere Brioni, der dem Gestüt Lasbek von Günter Herz (Hamburg) gehört, hatten im Dezember zwar die Qualifikation für das Großereignis auf dem Plateau de Gravelle in Angriff genommen, müssen ihren ersten Start im Millionenrennen jedoch mindestens auf das nächste Jahr verschieben.
    Sozusagen als Entschädigung kam der achtjährige Hengst Brioni bereits am Vortag des Prix d’Amerique im mit 110.000 Euro dotierten Prix du Luxembourg auf der Bahn in Vincennes an den Ablauf und belegte mit seinem schwedischen Trainer Joakim Lövgren (Skurup) den dritten Platz hinter dem 15:10-Favoriten Rapide Lebel mit Eric Raffin im Sulky und Opaline d’Atout, gesteuert von Matthieu Abrivard.
    Mit der Prämie von 14.300 Euro erhöhte Brioni, der trotz eines äußeren Startplatzes zwischenzeitlich sogar die Führung übernommen hatte, seine aktuelle Gewinnsumme auf 614.537 Euro.

    Deutschlands Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) schnitt bei seinen beiden Fahrten, die er am Samstag in Paris-Vincennes wahrnahm, mit dem sechsjährigen Wallach Bagley am besten ab. Im mit 58.000 Euro dotierten Prix du Jura sprang am Ende der fünfte Platz für den Außenseiter heraus. Außerhalb der Geldränge blieb Wewering mit der fünfjährigen Stute Parisienne Blue im Prix de Chateaubriant (46.000 Euro). Die aktuelle Breeders Crown-Siegerin wurde Neunte.

    Paris-Vincennes: Prix d'Amerique ohne deutsche Spitzen-Traber

    Wewering und Hafer beim Meeting dabei

    Paris (mspw) Ohne deutsche Beteiligung wird am Sonntag (30. Januar) auf der berühmten Rennbahn in Paris-Vincennes die 90. Auflage des Prix d'Amerique entschieden. Die mit einer Million Euro dotierte Langstrecken-Prüfung über 2.700 Meter gilt als das schwerste und bedeutendste Trabrennen der Welt. Rund 40.000 Zuschauer werden zum Jahres-Höhepunkt des europäischen Trabrennsports erwartet.
    Der Kampf um die Siegprämie von 500.000 Euro verspricht auch in diesem Jahr Hochspannung. Zu den Favoriten gehört der schwedische Gast Maharajah. Der Gewinner von insgesamt 1,15 Millionen Euro hatte vor zwei Wochen mit dem Prix de Belgique (120.000 Euro) die letzte wichtige Vorprüfung für sich entschieden. Er wird von Örjan Kihlström gesteuert. Als stärkster Herausforderer gilt Ready Cash mit dem Franzosen Franck Nivard im Sulky. Seine Generalrobe war jedoch verpatzt. Er musste sich als 17:10-Favorit nicht nur zunächst mit Rang zwei zufrieden geben, sondern wurde schließlich auch noch wegen Gangartproblemen komplett aus der Wertung genommen.
    Den beiden am Wettmarkt favorisierten Sulky-Stars könnten aber auch Vorjahressieger Oyonnax (Sebastien Ernault), der den Amerique 2010 zum sensationellen Totokurs von 1.725:10 gewonnen hatte, oder Olga du Biwetz (Eric Raffin) einen Strich durch die Rechnung machen. Die Stute ist mit mehr als zwei Millionen Euro das gewinnreichste Pferd im Feld der insgesamt 18 Teilnehmer und hatte am vergangenen Sonntag bei ihrem Triumph im Prix de Cornulier, dem mit einer Dotierung von 700.000 Euro wertvollsten Trabreiten Europas, ihre gute Form bestätigt.
    Nu Pagadi, Deutschlands frisch gekürter Traber des Jahres 2010, hatte im Dezember zwar ebenfalls die Qualifikation für den Prix d'Amerique in Angriff genommen. Nach einem siebten Platz in einer Vorprüfung entschied sich sein schwedischer Trainer Stig H. Johansson (Stora Alby) jedoch, den inzwischen sechsjährigen Hengst (aktuelle Gewinnsumme: 629.481 Euro) in die Winterruhe zu schicken. Für Nu Pagadi kommt der Prix d'Amerique in diesem Jahr noch zu früh, er bleibt aber unser Fernziel, sagte Nu Pagadis Besitzer Detlef Tappe, Unternehmer aus Oberhausen: Ich hoffe sehr, dass es im nächsten Jahr klappt.
    Dem achtjährigen Spitzen-Hengst Brioni aus dem Besitz des Gestüts Lasbek von Günter Herz (Hamburg) gelang die Qualifikation für das Großereignis ebenfalls nicht. Doch sozusagen als Entschädigung wird der Gewinner von über 600.000 Euro mit seinem schwedischen Trainer Joakim Lövgren (Skurup) bereits am Samstag in Vincennes im Prix du Luxembourg (110.000 Euro) starten. Am Vortag des Prix d'Amerique vertreten dort im Rahmenprogramm auch Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin), der sich einen Tag nach seinem 61. Geburtstag selbst beschenken kann, mit Parisienne Blue und Bagley sowie der Münchner Detlef Fleischer (mit Gondolin) und der Gelsenkirchener Amateurfahrer Jörg Hafer (mit Gondar Park) deutsche Interessen.

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    Im Berufsfahrer-Championat ist jetzt alles klar

    Silber für Wewering durch fünf Siege

    Berlin/Willich - Am vorletzten Renntag des Jahres fiel in Hamburg-Barenfeld die Entscheidung um den Vize-Titel im Championat der deutschen Berufs-Trabrennfahrer. Die 133 Treffer von Gold-Titelverteidiger Michael Nimczyk (24/Willich) wurden durch Heinz Wewering (60/Berlin), der ohnehin vorher nur einen winzigen Rückstand von einem Zähler hatte, mit einem (mal wieder) Fünf-Siege-Auftritt deutlich überboten. Platz eins war bereits an Roland Hülskath (35/Mönchengladbach) vergeben, der mit 186 Saison-Siegen uneinholbar in Führung ging und nach 2006 und 2007 zum dritten Mal als Champion triumphiert.
    Der erfahrene Wewering, zweimaliger Weltmeister und 29-facher deutscher Champion, hatte bei seinem letzten Auftritt in diesem Jahr sieben aussichtsreiche Fahrten, wobei er auch noch einmal zweiter wurde und selbst die Quali für sich entschied. Pech für Nimczyk: Sein für Donnerstag geplantes Heimspiel auf der Trabrennbahn in Mönchengladbach wurde wegen Startermangels ebenso abgesagt wie der traditionelle Silvester-Renntag auf der Bahn in Dinslaken wegen gefährlicher Vereisung.

    Gelsenkirchen verzichtet auf mspw

    Die Redaktion von MSPW (Ralf Debat und Franz Josef Colli) stellt ihren von Win-Race finanzierten Pressedienst für die Trabrennen in Gelsenkirchen mit sofortiger Wirkung ein. In einer entsprechenden Mitteilung heißt es: "Zahlreiche Veröffentlichungen waren für uns der Beweis, dass unser Konzept, den Trabrennsport mehr zu personifizieren und über die Menschen zu schreiben, die sich mit den Trabrennpferden, in welcher Form auch immer, beschäftigen, gut angenommen worden ist. Das positive Echo, das unsere intensive Arbeit ständig begleitet hat, war für uns immer Ansporn, den Sport "in Trab" zu halten, aktueller und schneller zu machen."
    Hintergrund der Win-Race-Kündigung soll eine stark unterschiedliche Auffassung über die Berichterstattung sein. Statt der personifizierten mspw-Artikel drängen die Hamburger auf althergebrachte Texte, die den Trabsport schon seit Beginn des anhaltenden Niedergangs begleiteten.

    Gelungen: Traben unterm Tannenbaum

    Der Bericht über den
    weißen Renntag
    Gelsenkirchen - Massenweise Schnee. Aber mit Gewaltanstrengungen gelang es, zumindest sechs Spuren am am zweiten Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) zu räumen - seitlich meterhohe weiße Barrieren. Und die elf Rennen zum letzten Renntag des Jahres brachten spannenden Sport. Der mit Spannung erwartete erste Auftritt von Kathi Werning, 154fache Siegerin bei den Galoppern, in einem Trabreiten ging allerdings daneben: Galoppierend disqualifiziert! Dafür konnte sich vorher Michael Gutsche über seinen 200. Sieg freuen.
    Silvia Raspe hat erstes
    Championat fast sicher
    Gelsenkirchen - So gut wie sicher hat Silvia Raspe, die 24jährige aus Weeze-Wemb, ihr erstes Championat als Deutschlands erfolgreichste Trabrenn-Amateurfahrerin. Wenn sie am Sonntag (19-12-10) in Gelsenkirchen antritt, führt sie mit sieben Punkten die Liste an.Am Sonntag (zehn Rennen, erster Start 14.00 Uhr) kann Raspe, die als Büro-Fachkraft arbeitet, ihre Erfolgs-Bilanz weiter ausbauen.
    Obwohl der Veranstalter am Nienhausen Busch ein Frei für Alle-Rennen für die Profis mit der Tages-Höchstprämie von 3.200 Euro ausgeschrieben hatte, bei dem sogar die ersten acht Platzierten (!) mit einem Geldgewinn belohnt worden wären, kam das Rennen nicht zu Stande. Mit einem Einsatz in Höhe von 30 Euro hätten Besitzer ihre Pferde starten lassen können.

    Zwei Amateur-Novizen machten
    zweiten Start zum ersten Sieg
    Katharina Werning, Deutschlands schönster Jockey, und Kim Kornau, die hübsche Recklinghäuser Trainingstochter, hatten am Sonntag (12-12-10) auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn einen Einstand nach Maß. Großer Jubel! Mit Kathi Werning freuten sich ihre Mutter Maria (53), ihre Schwester und Galopprennreiterin Clarissa Christina Werning (22), ihre Nichte Nina (13) und ihr Lebensgefährte Stephan Maubach (47), Vertriebsdirektor und Mitglied der Geschäftsleitung einer großen Brauerei. Alle waren zur Unterstützung mit nach Gelsenkirchen gereist.
    Weil die meisten Spitzenfahrer in Hamburg antraten, waren fünf der elf Rennen den Amateuren gewidmet. Das Pferd des Jahres von 2008 und 2009, Chouchou aus dem Stall von Trainer Eckhardt Drees, schaffte beim Comeback nur einen fünften Platz.
    Der Gesamtumsatz lag bei 99.517,55 Euro, davon 23.131 Euro auf der Bahn.
    Deutscher Derby-Sieger von 2008 bekommt eine Ruhepause

    Nu Pagadi nicht zum Prix d’Amerique

    Hamburg (mspw) - Nachdem er mit leichten Beinproblemen aus dem Prix du Bourbonnais im französischen Vincennes, wo er Siebter wurde, gekommen war, erhält der deutsche Spitzentraber Nu Pagadi, Derbysieger von 2008, zunächst eine Ruhepause.
    Der fünfjährige Hengst Nu Pagadi, der Detlef Tappe (Oberhausen) gehört, wird in diesem Jahr kein Rennen mehr bestreiten und fällt auch für den mit einer Million Euro dotierten Prix d’Amerique, das weltweit wertvollste Trabrennen, Ende Januar auf der berühmten Rennbahn in Vincennes aus. Das meldet die Internet-Seite des schwedischen Nu Pagadi-Trainers Stig H. Johansson (Stora Alby).
    Nu Pagadi, der bisher fast 630.000 Euro für seinen Besitzer verdient hat, ist inzwischen in seine Wahlheimat Schweden zurückgekehrt, wo er im Frühjahr auf die neue Saison vorbereitet werden soll. Sein erstes großes Ziel ist nach Angaben von Trainer Johansson der hochdotierte Olympiatravet Mitte April auf der Bahn im schwedischen Aby.

    Nur Nu Pagadi holte noch eine Prämie

    Paris (mspw) - Trotz zwischenzeitlicher Führung kam der deutsche Spitzen-Traber Nu Pagadi mit seinem schwedischen Fahrer Erik Adielsson (Stora Alby) beim mit 110.000 Euro dotierten Prix du Bourbonnais auf der berühmten Rennbahn in Paris-Vincennes nicht über Platz sieben hinaus. Für Besitzer Detlef Tappe (Oberhausen) gab es noch eine kleine Prämie von 1.100 Euro.
    Die zweite deutsche Hoffnung, Brioni aus dem Gestüt Lasbek von Günter Herz (Hamburg), blieb mit dem Schweden Joakim Lövgren (Skurup) im Sulky unplatziert, landete im geschlagenen Feld. Es gewann die 248:10-Außenseiterin Private Love, gesteuert vom Franzosen Matthieu Abrivard, vor dem 30:10-Favoriten Qwerty (Pierre Levesque) und Nuit Torride mit Bernard Piton.
    Wir sind schon ein wenig enttäuscht, räumte Harry Losse, Cheftrainer am Gestüt Lasbek, nach dem Rennen ehrlich ein. "Vor allem auf den letzten 100 Metern hatte Brioni nicht mehr genug zuzusetzen," so Losse.
    Der fünfjährige Hengst Nu Pagadi, Deutscher Derby-Sieger von 2008, und der zwei Jahre ältere Brioni sollen beide auf den Prix d’Amerique vorbereitet werden. Das wertvollste Trabrennen Europas wird am 30. Januar 2011 ebenfalls in Paris-Vincennes entschieden und ist mit einer Million Euro dotiert. Wegen ihrer im internationalen Vergleich noch recht geringen Gewinnsummen von etwas über 600.000 Euro müssen sich Nu Pagadi und Brioni jetzt durch gute Leistungen in den verbleibenden Vorprüfungen noch für den Prix d’Amerique qualifizieren. Brioni soll seinen nächsten Start Anfang Januar in einem 2.100 Meter-Rennen auf dem Plateau de Gravelle in Vincennes bestreiten. Das kündigte Harry Losse an.
    In den beiden Championats-Wertungen der gewinnreichsten Traber-Besitzer und -Züchter liegt Lasbek-Chef Günter Herz knapp drei Wochen vor dem Saisonende weiterhin in Führung. Seine Verfolger Detlef Tappe, Besitzer von Nu Pagadi, und dessen Züchter Dr. Friedrich Gentz (Gestüt Westerau) konnten durch den siebten Platz ihres Derby-Siegers von 2008 diesmal nur wenig Boden gutmachen.

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    Derbysieger von 2007 war beim Comeback in Gelsenkirchen wieder fit

    Lotis Photo: Frankreich als Ziel

    Gelsenkirchen (mspw) - Klirrende Kälte und leichtes Schneetreiben waren Donnerstag (2-12-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen kein Problem für Lotis Photo. Der Derbysieger von 2007 war bei seinem ersten Auftritt seit fast einem Jahr auf Anhieb wieder voll im Bilde und gewann eine Wiederqualifikation turmhoch überlegen in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:19,6 Minuten. Henk Grift (35/Kevelaer), seit knapp einem Monat Trainer des Gewinners von insgesamt 108.615 Euro, verlangte seinem Schützling dabei längst nicht alles ab. "Ich sehe ihn momentan bei 70 bis 80 Prozent seines Leistungsvermögens," sagte Grift über den sechsjährigen Hengst.
    Gleich nach dem Start der Wiederqualifikation hatte sich Lotis Photo mit seinem Trainer im Sulky an die Spitze gesetzt. Schon nach wenigen Metern betrug der Vorsprung des Hengstes vor Wartburg As mit Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) und Come on Bo mit Klaus Horn (61/Marl), die beide nur einen Bruchteil der Gewinnsumme von Lotis Photo aufweisen, fünf bis sechs Längen. Näher ließ der Grift-Schützling seine Verfolger in keiner Phase des Rennens heran kommen. Auf der Zielgeraden ließ Lotis Photo dann kurz die Muskeln spielen und siegte überlegen mit Weile (mehr als zehn Längen) vor Wartburg As und Come on Bo. Man hat gemerkt, welches Potenzial in Lotis Photo schlummert, war Grift zufrieden.
    Der größte Erfolg von Lotis Photo aus dem Besitz der Gerrits Recycling Group (Willem und Leendert Gerrits/Helmond, NL) liegt mehr als drei Jahre zurück. Mit Peter Strooper (44/Callantsoog, NL) im Sulky gewann der Hengst das Deutsche Derby 2007 und verdiente dabei 81.500 Euro - den Großteil seiner aktuellen Gewinnsumme. Der letzte und bis Donnerstag auch einzige Auftritt von Lotis Photo am Nienhausen Busch folgte knapp zwei Monate nach dem Derby im Traber-St. Leger. In der klassischen Derby-Revanche belegte der Hengst beim Sieg von Titus B lediglich Rang sechs.
    Nach seinem St. Leger-Start war Lotis Photo häufig durch Verletzungen zurückgeworfen worden. Monatelange Pausen waren die Folge. Zuletzt zog er sich Mitte Dezember 2009 bei einem Start in Frankreich eine Blessur zu. Damals war er beim Franzosen Pierre Levesque (50) im Training. Nun zeichnet Grift für Lotis Photo verantwortlich.
    Der Niederländer hält große Stücke auf seinen neuen Schützling. Ich bin davon überzeugt, dass Lotis Photo wieder zu 100 Prozent in Form kommen wird. Er soll noch zwei bis drei Aufbau-Starts in Gelsenkirchen bestreiten und dann wieder in Frankreich angreifen, hat Grift die Marschroute bereits abgesteckt.

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    Goldhelm fehlt Donnerstag am Nienhausen Busch: Liegt am Strand

    Champion bescheidet sich mit Bronze

    Gelsenkirchen (mspw) - Er ist gefahren auf Teufel komm raus, stieg in diesem Jahr bisher mehr als 320 Mal in den Sulky: Jetzt ist er abgetaucht. Michael Nimczyk (24/Willich), im Berufsfahrer-Championat als Goldhelm der Titelverteidiger, fehlte am Donnerstag (2-12-10) bei den Rennen auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn. Der Grund für die Atempause des aktuellen Vize-Europameisters: Er liegt eine Woche lang am Strand von Gran Canaria, könnte erst am Sonntag wieder aktiv ins Geschehen eingreifen.
    Wenn Nimczyk am Samstag von den Kanaren zurückfliegt, wird er voraussichtlich vom zweiten Platz in der Championatswertung auf Rang drei abgestürzt sein. Hinter Roland Hülskath (35/Mönchengladbach/176 Siege) rangiert Nimczyk zwar mit 130 Jahreserfolgen 2010 noch auf dem zweiten Platz. Doch der 29-fache Champion Heinz Wewering (60/Berlin) ist ihm mit 128 Siegen inzwischen dicht auf den Fersen.
    Während sich Nimczyk, der in diesem Jahr rund 80.000 Kilometer mit dem Auto unterwegs gewesen sein wird, einen verdienten einwöchigen Urlaub gönnt, steigt Heinz Wewering am Donnerstag bei allen acht Profi-Rennen auf der Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld in den Sulky. Bei der Glanzform, mit der Wewering seit vielen Wochen auftrumpft, wäre es absolut keine Überraschung, wenn der gebürtige Münsterländer auf den zweiten Platz im Championat springen würde. Selbst fünf Siege an einem Tag hat er jüngst schon geschafft.
    Michael Nimczyk nimmt einen Rückfall auf Rang drei freilich absolut nicht tragisch. Bronze ist sicherlich keine Schande, hat er sich bereits geäußert und wohl auch schon damit abgefunden, dass Heinz Wewering noch an ihm vorbei ziehen wird. Michaels Vater Wolfgang (53), übrigens in der bundesweiten Wertung des Trainer-Championats aktuell Zweiter hinter Titelverteidiger Roman Matzky (47/Schöneiche), meint: "Hinter solchen Klasseleuten wie Roland Hülskath und Heinz Wewering Dritter zu werden, das kann sich doch sehen lassen. Dass sich Michael, der ja in dieser Saison auch noch bei der Europameisterschaft in Italien sowie bei Rennen in Skandinavien, Frankreich und in den Niederlanden mit von der Partie war, nun eine kurze Verschnaufpause gönnt, ist sicherlich verständlich bei dem ganzen Stress, den er tagtäglich hat."

    Interessant ist auch ein Blick auf die aktuelle Geldrangliste bei den Spitzenfahrern. Hier führt Heinz Wewering mit 409.957 Euro an Geldpreisen vor Hülskath (384.509 Euro) und dem in Oberhausen wohnenden 43-jährigen Bayern Michael Schmid (257.392 Euro), wobei Schmid nur einen minimalen Vorsprung von 1.100 Euro vor Nimczyk hat. Der gebürtige Gelsenkirchener Thomas Panschow (43/Bladenhorst) liegt mit 143.847 Euro auf Rang fünf, kann aber am Donnerstag, wenn er in Hamburg engagiert ist, noch zulegen.
    Ohne Michael Nimczyk, aber mit dem designierten Champion Roland Hülskath findet die Donnerstag-Veranstaltung am Nienhausen Busch statt. In fünf Rennen ist der Mönchengladbacher, der schon vor Nimczyk Titelträger war, engagiert. Außerdem spannt er in zwei Qualifikationsrennen an.

    Silvia Raspe holt den Ladytrab-Cup

    Gelsenkirchen - Den Ladytrab-Cup holte sich in Gelsenkirchen am ersten Advents-Sonntag (28-11-10) erwartungsgemäß Silvia Raspe. Ihr reichte diesmal ein zweiter Platz im Finale. Im letzten Jahr hatte sich Raspe den Titel noch mit der damals punktgleichen Nicole Hildebrandt (36/Borken) geteilt. Diesmal triumphierte sie mit 55 Punkten allein vor Anke Börnig (33/Dinslaken), die 46 Zähler verbuchen konnte, und Hildebrandt (34 Punkte).
    Bei den Profis war Silberhelm Roland Hülskath diesmal der einzige Fahrer am Nienhausen Busch, der zwei Treffer verbuchen konnte. Mit inzwischen 175 Jahressiegen ist Hülskath der Goldhelm praktisch nicht mehr zu nehmen. Titelverteidiger Nimczyk folgt mit 130 vollen Erfolgen deutlich zurück auf Platz zwei.

    Nu Pagadi bleibt der Star

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    zum BC-Meeting
    Gelsenkirchen (mspw) - Der schwedische Spitzen-Fahrer Erik Adielsson (Stora Aby) brachte es auf den Punkt. Nu Pagadi ist einfach der Beste, sagte der 35-Jährige nach dem Sieg mit seinem Lieblingspferd aus dem Besitz des Oberhausener Unternehmers Detlef Tappe (51) im Breeders Crown-Hauptlauf für die fünf- bis siebenjährigen Hengste und Wallache um 46.463 Euro am Abschlusstag der dreitägigen BC-Veranstaltung auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen.
    Bei seinem Erfolg wurde dem haushohen 12:10-Favoriten Nu Pagadi, der 2008 das Deutsche Derby und 2009 den Großen Preis von Deutschland für sich entschieden hatte, allerdings nichts geschenkt. Nach einem vorsichtigen Start, bei dem er bis ans Ende des Feldes zurückgenommen wurde (Adielsson: Er hat ein wenig Angst vor dem Flügel des Startautos), musste der Gewinner von jetzt fast 630.000 Euro weite Wege gehen, um den Anschluss an die Spitze herzustellen.
    Trotz der vielen Extra-Meter in zweiter/dritter Spur behauptete sich Superstar Nu Pagadi, der vom Schweden Stig H. Johansson (65/Stora Aby) vorbereitet wird, am Ende überlegen gegen zehn Konkurrenten und holte sich beim ersten BC-Start auch seine erste Krone.
    Ebenfalls begeisternd war der Sieg von Noxean Com im Hauptlauf für die älteren Stuten. Andor Schute (42/Recklinghausen) steuerte die Stute beim neunten Saison-Start zum siebten Erfolg für ihren Waltroper Züchter und Besitzer Hubert Beckmann (59).
    Die Umsatzzahlen fielen positiv aus. Bei insgesamt 26 Rennen während der drei Veranstaltungstage wurden insgesamt 467.714 Euro umgesetzt (pro Rennen 17.989 Euro). Im Vorjahr war der Gesamt-Umsatz mit 473.092 Euro zwar minimal höher. Damals wurden allerdings drei Prüfungen mehr durchgeführt. Pro Rennen waren es 2009 damit 16.313 Euro im Schnitt, so dass der Veranstalter diesmal eine Steigerung um 10,25 Prozent melden konnte.

    Je drei Siege: Lehrlings-Champion und Silberhelm

    Gelsenkirchen (mspw) - Es war ein Renntag so ganz nach dem Geschmack von Lehrlings-Champion Tim Schwarma (19/Weeze) und Silberhelm Roland Hülskath (35/Mönchengladbach). Denn das Fahrer-Duo erwischte Donnerstag (28-10-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen einen "Sahne-Tag“. Jeweils dreimal bogen Schwarma und Hülskath in den Winner-Circle ein. Sie gewannen damit zusammen mehr als die Hälfte der zehn Prüfungen und waren die erfolgreichsten Akteure am Nienhausen Busch.

    Sensation im ELE Großen Preis von Deutschland:
    Rob de Vlieger flog mit Zorba Oldeson an allen vorbei
    Gelsenkirchen (mspw) - Im mit 161.190 Euro dotierten Großen Preis von Deutschland auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn siegte vor rund 13.000 Zuschauern mit Zorba Oldeson der zweitgrößte Außenseiter im Neuner-Feld.
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    über den Großen Preis
    Mit dem 46-jährigen Rob de Vlieger aus Zwaanshoek im Sulky brachte Zorba Oldeson dem schwedischen Derbysieger Joke Face eine unerwartete Niederlage bei.
    Im Winterfavorit siegte Arnold Mollema mit dem schwedischen Hengst Staro foot Loose, der im deutschen Derby nicht startberechtigt ist. Deshalb wurde der zweite Platz von Seda Rapide (Hülskath) besonders beachtet.
    Am Wettmarkt gab es mit 326.759 € bei sogar einem Rennen weniger eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr (310.532 €).

    PMU-Premiere: Für uns ernüchternd

    Drei Tage vor dem Großen Preis am Sonntag gab es Donnerstag (14-10-10) in Gelsenkirchen die ersten fünf PMU-Rennen. 4900 bis 5100 Euro standen jeweils über den teils spannenden Entscheidungen mit bis zu zwölf Geldprämien zwischen 2000 bis 100 Euro. Das gab es seit langem nicht mehr. Doch der heimische Wettmarkt war mit etwas mehr als 12.000 Euro pro Rennen nur geringfügig verbessert.
    Der Umsatz in Frankreich kann einen da nur neidisch machen: 1,1 Mio. mit den fünf Rennen in Gelsenkirchen. PMU geht aber eigentlich von 300 000 Euro pro Rennen aus. Danach gab es sogar ein dickes Minus: Viermal so hoch wie der Gesamtumsatz in Gelsenkirchen, der bei 98.000 Euro lag. Von den PMU-Millionen soll der Veranstalter drei Prozent bekommen, also diesmal 33.000 Euro. Wie sich das rechnet, wissen vorläufig nur die Vertragspartner. Bleibt zu hoffen, dass dieses »Zuckerl« französisch-deutscher Partnerschaft, für das der HVT die Vermarktung französischer Traber schluckte, nicht zur »Kröte« wird.

    Lockerer Spaziergang von Express Merett

    Gelsenkirchen (mspw) - Die doppelte Premiere von Express Merett am Donnerstag (7-10-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen ist geglückt. Der Spitzen-Traber aus dem Besitz von Leo Beckmann (79/Marl) gewann seinen ersten Start auf deutschem Boden souverän, ließ seinen vier Gegnern in einem Probelauf nicht den Hauch einer Chance. Ganz locker kam der Beckmann-Express bei seinem ersten Auftritt auf einem Rechtskurs zu einem überlegenen Weile-Sieg. Der Gewinner von mehr als 700.000 Euro spazierte in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:15,6 Minuten um den Kurs.
    Damit ist die Generalprobe von Express Merett für seinen angepeilten Start am Sonntag, 17. Oktober, in einem Frei für Alle-Rennen (15.000 Euro) im Rahmenprogramm des Großen Preises von Deutschland geglückt. Beckmann hatte Express Merett Ende März gekauft und möchte ihn demnächst noch verstärkter in der Zucht einsetzen. Erst einmal soll er aber noch auf der Rennbahn zeigen, was in ihm steckt.
    Man bekommt nicht so häufig die Gelegenheit, so ein Klasse-Pferd zu steuern, war Fahrer Michael Schmid (43/Oberhausen) nach seinem ersten Auftritt mit Express Merett begeistert. Zwar war das nur ein Probelauf. Aber der stimmt mich für kommende Aufgaben sehr optimistisch. Gleich nach dem Start hatte Express Merett die Führung übernommen, bestimmte danach ganz locker das Geschehen. Eingangs des Schlussbogens ließ der Hengst kurz seine Muskeln spielen und die Gegner stehen. Die letzten 600 Meter waren sehr beeindruckend, lautete Schmids Fazit.
    Jetzt wird in Gelsenkirchen
    geprobt für "Großen Preis"
    und Breeders Crown-Rennen


    Gelsenkirchen (mspw) - Innerhalb von wenigen Wochen stehen auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen zwei Groß-Ereignisse auf dem Programm. Am Sonntag, 17. Oktober, wird unter anderem der mit mindestens 150.000 Euro dotierte Große Preis von Deutschland, das Derby der Vierjährigen, am Nienhausen Busch entschieden. Vom 5. bis 7. November werden dann die Breeders Crown (Züchter-Krone)-Rennen für die besten deutschen Traber, getrennt nach Jahrgängen und Geschlechtern, ausgetragen. Die Vorbereitung spürt man schon am Donnerstag (7-10-10), weil einige Pferde die Gelegenheiten nutzen, sich an die speziellen Eigenschaften der Bahn zu gewöhnen.
    Dazu gibt es in einem Probelauf den Auftritt von Geldschrank Express Merett, einer Neuerwerbung des Marler Züchters Leo Beckmann, der sich mit Michael Schmid dem deutschen Publikum vorstellen soll.

    Silvia Raspe führt im Amateurfahrer-Championat

    Gelsenkirchen (mspw) - Silvia Raspe landete gegen Ende der Donnerstag-Veranstaltung (30-9-10) mit dem achtjährigen Wallach Sir Bajazzo unerhofft den zweiten Tagessieg. Die 24-Jährige war kurzfristig als Fahrerin für Britta Kornau (47/Recklinghausen) eingesprungen, die sich krank gemeldet hatte. Ebenso wie Silvia Raspe, die das Amateurfahrer-Championat mit jetzt 28 Saison-Siegen anführt, kamen auch die beiden Niederländer Jos Oorthuijsen (50/Soest) und Tom Kooyman zu zwei Volltreffern.

    Der Berliner Berufsfahrer Benjamin Hagen (38) kam bei seinem Gastspiel am Nienhausen Busch nicht zu einem vollen Erfolg. Beste Platzierung bei drei Starts war der zweite Rang mit der fünfjährigen Stute Nomea SAS hinter Attrape Moi mit dem Niederländer Cees Kamminga (46/Willemsoord) in der abschließenden zehnten Tagesprüfung.                      

    57. Traber-St. Leger an Außenseiter Garant

    Erster Leger-Sieg für Nimczyk

    Gelsenkirchen (mspw) - Das 57. Deutsche Traber-St. Leger auf der Rennbahn in Gelsenkirchen brachte nicht das erhoffte Gipfeltreffen zwischen dem Herausforderer Velten Couture und dem Rest der dreijährigen Jahrgangsspitze. Velten Couture, im Derby-Vorlauf Ende Juli unglücklich gescheitert, musste diesmal wegen einer Erkältung passen. Es siegte der 153:10-Außenseiter Garant für finnische Farben mit dem Willicher Michael Nimczyk (24) im Sulky. Für den aktuellen Berufsfahrer-Champion Nimczyk war es der erste St. Leger-Triumph in seiner erfolgreichen Laufbahn.                    Der Bericht zum St. Leger

    5. Platz für Nu Pagadi im Europa-Championat
    Oslo (mspw) - Der deutsche Spitzentraber und 2008-Derby-Sieger Nu Pagadi aus dem Besitz des Oberhausener Kaufmanns Detlef Tappe schaffte Sonntag (19-9-10) als Vertreter Deutschlands im Europa-Championat der Fünfjährigen im norwegischen Oslo nur den fünften Platz. Yield Boko, gefahren von Björn Goop, und Noras Bean (Stefan Söderkvist) sorgten für einen schwedischen Doppelsieg. Außerdem musste der als 11:10-Favorit ins Rennen gegangene Nu Pagadi, der von seinem ständigen Fahrer Erik Adielsson (Malmö/Schweden) gesteuert wurde, auch den beiden krassen Außenseitern Sweet Case mit Thor Boreg (Norwegen) und Neo Holmsminde mit dem Dänen Stehen Juul den Vortritt lassen.
    Besitzer Detlef Tappe zeigte sich vom Abschneiden seines Hengstes gegen die europäische Jahrgangs-Elite ein wenig enttäuscht, nahm es jedoch sportlich. Nu Pagadi hatte mit der 7’ keine günstige Startnummer und musste während des Rennens weite Wege gehen. Diesmal waren die Gegner am Ende stärker. Beim nächsten Mal wird er aber wieder sein wahres Können abrufen.
    Nu Pagadi, der aus der Zucht von Dr. Friedrich Gentz (Westerau) stammt und früher bei Willi Rode (Bladenhorst) im Training war, ist jetzt in Schweden stationiert und wird dort von Stig H. Johansson (Stora Alby) vorbereitet. Insgesamt kommt Nu Pagadi bei 33 Starts auf 18 Siege und zehn Platzierungen. Mit der Prämie von rund 8.000 Euro, die es für Rang fünf in Oslo gab, erhöhte er seine aktuelle Gewinnsumme auf über 605.000 Euro.
    Beim Donnerstag-Renntag in Gelsenkirchen (9-9-10) fehlen zwar diesmal Spitzenfahrer wie Roland Hülskath (35/Mön-chengladbach) und Michael Nimczyk (24/Willich). Aber der in Frankreich lebende Belgier Dominik Locqueneux, der gleich in fünf Rennen engagiert ist, sorgt zweifellos für ein fahrerisches Highlight. Im ersten Rennen des Abends, das zur ungewohnten Zeit um 18.52 Uhr gestartet wird, ist Locqueneux freilich nicht mit von der Partie, dafür aber bereits um 18.25 Uhr in einer Qualifikation.
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