Zuletzt bearbeitet: 04.03.2010
Berufsfahrerin Marisa Bock mal wieder am Nienhausen Busch:
Opa hat wieder Bock auf Traber
Gelsenkirchen (mspw) - Viermal öffnet die Gelsenkirchener Trabrennbahn am Nienhausen Busch ihre Pforten im Monat März. Zunächst wird in Serie dreimal sonntags veranstaltet, ehe es am 25. März wieder am einstigen Traditionstermin Donnerstag rund geht. An diesem Sonntag (7. März, Beginn 14 Uhr, neun Rennen) wird es für Pferde mit höheren Gewinnsummen nicht leicht werden, den Sieg nach Hause zu traben. In einem Bänderstart-Rennen müssen diese Teilnehmer nämlich bis zu 50 Meter mehr zurücklegen als Pferde, die bisher weniger an Gewinnsumme aufweisen.
In Gelsenkirchen schaut am Sonntag auch mal wieder Berufsfahrerin Marisa Bock (29) vorbei. Lange hat die Hamburgerin im Traber-Westen gewohnt und gearbeitet. Jetzt macht sie das von Schöneiche nahe Berlin aus, wo sie zusammen mit ihrem Berufskollegen Thorsten Tietz (32) lebt. In der vierten Tagesprüfung spannt sie Zico Buitenzorg an, der ihren Großeltern Hille (68) und Karl Bock (76) gehört.
Opa Karl ist seit vielen Jahren mit dem Traberbazillus infiziert. Er war auch zusammen mit Charles Grendel (66) Besitzer des Prix d’Amerique-Siegers Sea Cove, der sich - sehr zum Ärger seiner Besitzer - nach Beendigung seiner triumphalen Karriere als nicht zeugungsfähig erwies. Jetzt hat mein Großvater aber wieder richtig Bock auf Traber,
sagt Enkelin Marisa. Zico Buitenzorg hat einen gewissen Anteil daran, hat er doch eine beachtliche Siegesserie hingelegt, ehe es zuletzt nach einer Pause mit einem dritten Platz und danach mit einer Disqualifikation in einem Trabreiten nicht mehr so richtig rund lief. Nun versucht man es mit einem Bahnwechsel.
In Gelsenkirchen findet Zico Buitenzorg im vierten Rennen eine gut ausgesuchte Prüfung aus drei Bändern vor. Marisa Bock kann dabei aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen und müsste bei glattem Rennverlauf und in der Form der siegreichen Auftritte alle Chancen haben, weit vorne dabei zu sein. Trotz eines zweiten Platzes bei seinem letzten Start wird es diesmal ganz schwer für Icetiger Diamant, der mit Lokalmatador Peter Poen (52) eine doppelte Zulage wettmachen muss.
Auch für die Mitglieder der Traberallianz West steht ein Bänderstart-Rennen auf dem Programm. Pferde mit einer Gewinnsumme von bis zu 60.000 Euro sind in diesem Amateurfahren startberechtigt. Eine Zulage (25 Meter) gibt es ab 11.001 Euro.
Tests für das Pit Pan-Rennen
Gelsenkirchen (mspw) - Rennen, zumal so früh im Jahr, die mit mehr als 30.000 Euro dotiert sind, finden nicht alle Tage statt. Deswegen ist der Andrang für das Hamburger Pit Pan-Rennen (34.500 Euro), das am 7. März stattfindet, allerorten groß. Noch sind dafür 76 Starter genannt. Einige von ihnen nutzen die Veranstaltung am Sonntag (21-2-10) in Gelsenkirchen (Beginn 14 Uhr, zehn Rennen), um für das Pit Pan-Rennen gerüstet zu sein.
Dass die Hamburger Prüfung sich in ihren Vorläufen an drei verschiedene Gewinnklassen wendet (12.000, 18.000 und 25.000 Euro), hat auch Auswirkungen auf die Rennen Sonntag am Nienhausen Busch. So wird der sechsjährige Wallach Bemms Axel aus dem Besitz von Pia Krug (Moers) im zweiten Rennen mit dem von einer schweren Grippe genesenen Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) Sonntag in ein Rennen geschickt, das für Teilnehmer mit einer Gewinnsumme bis 20.000 Euro ausgeschrieben ist. Dass der niederländische Hengst Wim Wielinga (Ruud Pools/57/Heiloo, NL) seine Vorbereitung in einem Probelauf absolvieren muss, ist eine Folge seiner Gewinnsumme von 20.095 Euro, denn das zunächst ausgeschriebene Gelsenkirchener Rennen bis 30.000 Euro kam nicht zustande. Und für einen Start in der Prüfung bis 20.000 Euro hat Wim Wielinga einige Euro zuviel auf seinem Gewinnkonto.
I will fight for U mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen), Wall Street, der von seinem Trainer Jan van Dooyeweerd (48/Hoofddorp, NL) vorgestellt wird, und die von Roland Hülskath pilotierte Lincolns Sara passen am Nienhausen Busch in das Rennen für Pferde mit einer Gewinnsumme bis 11.000 Euro, das als dritte Prüfung gelaufen wird.
Sonntag dürfte sich das Pit Pan-Starterfeld lichten. Besitzer, deren Traber im Vorfeld nicht überzeugen, werden sich reiflich überlegen, in die schwere Hamburger Prüfung mit ihren Vorläufen und einem Finale zu gehen.
Bei Bemms Axel (33 Starts, acht Siege) wird sich zeigen, ob der letzte Start in Mönchengladbach (fünfter Platz mit Rita Drees) nur ein Ausrutscher war. Der Wallach hatte im Vorjahr seine beste Phase im Vorjahr, als er mit Roland Hülskath eine Serie mit drei Siegen in Folge (inclusive eines siegreichen Probelaufs) hinlegte. Danach aber überzeugte er nicht mehr, bekam schließlich eine Ruhepause verpasst, ehe er am 8. Februar in Mönchengladbach erstmals wieder ein Rennen bestritt.
Gepatzt hat zuletzt auch Lincolns Sara, die mit der erfahrenen Anke Börnig (32/Dinslaken) im Sulky im Gelsenkirchener Finale um den Valentins-Cup nicht glatt über den Kurs kam. Der niederländische Gast Wall Street ist zum ersten Mal seit seinem Sieg in Berlin-Mariendorf, als es bemerkenswerte 58:10 Euro auf diesen Erfolg gab, wieder draußen. Sechs Siege und sechs Platzierungen bei nur zwölf Starts sind zweifellos eine gute Empfehlung für den dunkelbraunen Wallach. I will fight for U, der dem Bankkaufmann Udo Eppinger (48/Frauenstetten) gehört, kennt nur gute Leistungen und kommt mit der Empfehlung eines frischen Sieges auf der Mönchengladbacher Trabrennbahn mit seinem ständigen Fahrer Ralf Oppoli an den Start.
Was einen Start in Hamburg betrifft, so sollten die Wetter auch noch auf Yordi va Camstra in einem Amateurfahren mit Bänderstart achten. Dagegen kann man den Auftritt des ebenfalls noch für Hamburg angegebenen Wallachs Jolimede in einem Trabreiten wohl eher unter dem Aspekt des Konditionsaufbaus einstufen.
Am Wochenende mit dabei ist wieder der Dinslakener Ralf Künzel, der kürzlich mit seiner Trainieranstalt nach Gelsenkirchen umgezogen ist. Neuer Arbeitsplatz, neue Herausforderung für den 52-Jährigen, der es in seiner Laufbahn bisher auf 551 Siege gebracht hat.
Am letzten Renntag empfahl er sich mit der vierjährigen Stute Titania Tinkerbell, die einen guten zweiten Platz belegte. Am Sonntag nun stellt er in der Anfängerklasse den fünfjährigen Hengst Methusalem aus dem Besitz des Drensteinfurter Kaufmanns Dirk Aschenbrenner in der vierten Tagesprüfung vor. Künzel: In dieser Klasse muss man immer mit Überraschungen rechnen. Vielleicht bin ich ja diesmal dabei, wenn es eine Überraschung gibt.
Künzel ist zuversichtlich: Beim letzten Mal, als ich mit Methusalem Fünfter war, wurde ich durch das Führpferd direkt vor mir ausgebremst, kam nicht auf freie Bahn und musste Methusalem ganz zurücknehmen. Vom letzten Platz aus haben wir dann noch angegriffen. Die Art und Weise, wie Methusalem die letzten 400 Meter aufgedreht hat, war ausgezeichnet. Bekommen wir am Sonntag einen störungsfreien Rennverlauf, dann müsste einiges drin sein.
Insgesamt nimmt er am Sonntag drei Fahrten wahr.
Um den Fahrer-Nachwuchs bei den Trabern ist es derzeit nicht sonderlich gut bestellt. Dem will der Gelsenkirchener Veranstalter Rechnung tragen. Als besonderen Anreiz soll es am Sonntag nämlich in allen Profi-Rennen für solche Pferde, die von Auszubildenden gesteuert werden und keine honorierte Platzierung erzielen, eine Aufwandsprämie in Höhe des jeweiligen fünften Platzgeldes geben.
Gelsenkirchen: Finale im Kampf der Geschlechter um 3.000 Euro
Valentins-Cup: Rosen und Rennen
Gelsenkirchen (mspw) - Am Sonntag (14-02-10) geht es beim Kampf der Geschlechter auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn (neun Rennen, erster Start um 14.12 Uhr) um 3.000 Euro an Preisgeldern. Fünf Amazonen treten im Finale um den Valentins-Cup gegen fünf Amateurfahrer an. In zwei Vorläufen haben sich die Besten für den Endlauf qualifiziert, allen voran die Vorlaufsieger Winston C mit dem Niederländer Erik van den Bergh (42/Duindigt) bei den Herren und Follow Me mit Silvia Raspe (24/Weeze) bei den Hobby-Fahrerinnen. Winston C lief dabei die schnellste Vorlaufzeit. Und nicht zuletzt deshalb gebührt dem frischen Gelsenkirchener Doppelsieger Winston C wohl auch die Favoritenrolle im Finale.
Die Wetter sollten allerdings bedenken, dass die Amazonen mit ihren Schützlingen in der Bänderstart-Prüfung eine um 25 Meter kürzere Distanz zurückzulegen haben als die Traber der männlichen Teilnehmer. Unter diesem Aspekt sieht die Sache nämlich schon etwas anders aus. Die Fahrerinnen waren nämlich hinter Follow Me auf den Plätzen zwei und drei mit Valerie Boshoeve, gesteuert von Andrea Dworatzyk (26/Wesel), und Lincolns Sara mit Anke Börnig (32/Dinslaken) im Sulky in ihrem Vorlauf schneller unterwegs als der Zweite und Dritte bei den Amateurfahrern.
Allerdings waren die Unterschiede nicht groß, so dass unterm Strich mit einem spannenden Rennen gerechnet werden darf. Nicht zuletzt auf Argentini, im Vorlauf vom Gelsenkirchener Jörg Hafer (50) auf Rang zwei gesteuert, sollte geachtet werden. Hafer musste zuletzt die Überlegenheit von Winston C anerkennen. Auf der Zielgeraden nahm er die Hände herunter, als er merkte, dass Winston C an diesem Tag nicht zu gefährden war. Allerdings könnte es am Sonntag bei einem passenderen Rennverlauf durchaus möglich sein, dass Jörg Hafer diesmal mit Argentini das bessere Ende für sich hat.
Ralf Künzel will sich selbst beschenken
Zwei Tage nach seinem 52. Geburtstag will sich Traber-Trainer und Berufsfahrer Ralf Künzel (Dinslaken) am Sonntag (14-02-10) in Gelsenkirchen selbst beschenken. Bei seinem einzigen Auftritt in der siebten Tages-Prüfung steuert Künzel, der in seiner über 30-jährigen Karriere schon mehr als 9.050 Rennen bestritten hat, die noch sieglose Titania Tinkerbell. Für den erfahrenen Akteur ist Karriere-Erfolg Nummer 552 durchaus möglich. Nach meiner ersten Trainings-Fahrt mit der Stute war ich begeistert. Die Qualifikation auf schwerem Boden war in Ordnung und bei den letzten Arbeiten hat sie überzeugt,
ist Künzel guter Dinge.
Anfang Februar hatte Ralf Künzel seine Trainieranstalt von Dinslaken nach Gelsenkirchen verlegt. Bekanntlich musste der alte Dinslakener Trabrennverein einen Insolvenzantrag stellen und den Rennbetrieb erst einmal ruhen lassen. Ich hoffe, dass bald wieder Rennen am Bärenkamp stattfinden werden,
sagt Künzel, der sich trotzdem auf ein dauerhaftes Engagement am Nienhausen Busch einstellt. In Zukunft sollen in Dinslaken keine Pferde mehr zum Training stationiert werden, sondern nur noch Rennveranstaltungen über die Bühne gehen. Deshalb war der Umzug nach Gelsenkirchen notwendig und wird wohl zu einer Dauerlösung werden,
meint Ralf Künzel, der aktuell acht Pferde betreut.
Auf seiner neuen Heimatbahn fühlt er sich schon nach wenigen Tagen pudelwohl. Besonders die weitläufigen Waldwege gefallen ihm. Ich wusste bis zu meinem Umzug gar nicht, dass es in Gelsenkirchen solche Trainingsmöglichkeiten gibt. Ich nutze sie sehr gerne,
erklärt Künzel. Nur an eine Sache musste er sich erst gewöhnen. Da ich weiterhin in Dinslaken wohne, benötige ich nun wesentlich mehr Zeit, um zur Arbeit zu kommen. Einige Staus gab es auch schon. Das kannte ich aus meiner Dinslakener Zeit gar nicht,
grinst Künzel: In Dinslaken war ich innerhalb von nur zwei Minuten an meinem Arbeitsplatz.
Für die Gelsenkirchener Besitzerinnen Bettina (25) und Renate Matczak (46) steuert Künzel am Sonntag die Stute Titania Tinkerbell. Ende Januar ging Künzel erstmals mit der Vierjährigen, die in ihrer Karriere erst zwei richtige Rennen (Plätze sechs und acht) bestritten hat, in einer Wiederqualifikation an den Start - und war sehr zufrieden. Bei schwierigen Verhältnissen war die durchschnittliche Kilometer-Zeit von 1:22,2 Minuten nicht schlecht,
ist Künzel für Sonntag optimistisch. Ich bin gespannt, wie sie sich nun im Rennen verhält. Die letzten Trainingseindrücke waren jedenfalls sehr positiv.
Ausnahmslos mit ebenfalls noch sieglosen Pferden bekommt es Titania Tinkerbell am Nienhausen Busch zu tun. Über die meiste Erfahrung verfügt Ad Dahna, die von Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) gesteuert wird. Die fünfjährige Stute kam bei ihren ersten beiden Saison-Auftritten auf die Plätze drei und vier, muss aber am Sonntag das Handicap der zweiten Startreihe in Kauf nehmen. Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), der nach seiner Grippe wieder in den Sulky steigen will, greift mit Heras Perle an, während Goldhelm Michael Nimczyk (23/Willich) mit Quadriga dagegen hält.
Sieben Gespanne kämpfen zuvor im Valentins-Cup der Stuten um Preisgelder in Höhe von 2.000 Euro. Mit Charm Francaise nimmt es der Recklinghäuser Amateurfahrer Frank Eickmann (45/Recklinghausen) dabei mit den Profis auf. Charm Francaise kommt ebenso als frische Siegerin an den Ablauf wie Yours or mine mit dem Niederländer Robin Bakker (26/Deurze). Der Gelsenkirchener Trainer Peter Poen (52/Gelsenkirchen) bietet Maralena auf, die in diesem Jahr bei drei Auftritten einmal Erste und einmal Dritte wurde. Hinzu kam eine Disqualifikation.
Gelsenkirchen: Sonntag Vorläufe im Kampf der Geschlechter
Ladytrab fordert Traberallianz heraus
Gelsenkirchen (mspw) - Das schwache Geschlecht kennt keine Scheu. Am Sonntag (7. Februar: ab 14 Uhr neun Rennen) fordern die Mitglieder von Ladytrab ihre männlichen Kollegen der Traberallianz West heraus. Freilich geht es auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn zunächst einmal nach dem Motto: Erst getrennt und dann vereint fahren! In nach Geschlechtern getrennten Vorläufen wollen sich die erfolgreichsten Amateurfahrer für ein Final-Rennen qualifizieren, das dann am 14. Februar ebenfalls auf der Rennbahn am Nienhausen Busch auf der Tageskarte stehen wird.
Weil am 14. Februar Valentins-Tag ist, lag es nahe, dass es sich beim erwähnten Kampf der Geschlechter“ um den Valentins-Cup handelt. Wer den Ehrgeiz der Sulky-Amateure kennt, der weiß freilich, dass in diesen Rennen keine Geschenke verteilt werden.
Hoch motiviert geht die inzwischen 150-fache Siegerin und Amateurfahrerin Anke Börnig (32/Dinslaken) an den Start. Im letzten Jahr landete Börnig übrigens im Gelsenkirchener Ladytrab-Cup hinter den beiden punktgleichen Gesamt-Siegerinnen Silvia Raspe (24/Weeze) und Nicole Hildebrandt (35/Borken) auf dem dritten Platz.
Nun bietet sie Lincolns Sara auf, die dem Hammer Bau-Unternehmer Dieter Handke (24) gehört. Mit Michael Schmid (42/Oberhausen) im Sulky war die sechsjährige Stute bei ihrem letzten Auftreten in Gelsenkirchen nach langer Führung gute Zweite, wurde nur von dem frischen dreifachen Sieger Ortiz abgefangen. Mit Lincolns Sara hat der Besitzer in dieser Saison noch einiges vor. So soll sie in einem gut dotierten Rennen in Hamburg starten.
Als mir die Fahrt angeboten wurde, habe ich sofort zugesagt, denn ich rechne mir einiges aus,
sagt Börnig, die im Hauptberuf als kaufmännische Angestellte in einem Oberhausener Autohaus arbeitet. Ehrgeizig ist sie immer, auch wenn ihr Vorlauf am Sonntag nicht zur Rennserie um den Gelsenkirchener Ladytrab-Cup zählt.
Gelsenkirchen: Große Besitzer-Gemeinschaft drückt die Daumen
Sir Herten soll Haiti helfen
und Win Race verdoppelt
Gelsenkirchen (mspw) - Die knapp 100-köpfige Besitzer-Gemeinschaft Bürgertraber Herten e.V.
wird ihrem vierjährigen Wallach Sir Herten am Donnerstag (28-1-10) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen ganz besonders die Daumen drücken. Der als Bürgertraber bekannte Sir Herten wird nämlich mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) im Sulky im zweiten von insgesamt zehn Rennen (erster Start um 18.30 Uhr) für einen besonders guten Zweck laufen. Seine zahlreichen Besitzer werden den Rennpreis, den ihr Schützling für Sieg oder Platzierung bekommt, für die Erdbebenopfer von Haiti spenden. Auch der Rennveranstalter Win Race unterstützt diese spontane Aktion und wird noch einmal die gleiche Summe drauflegen.
Doris Wenglorz (69), 2. Vorsitzende der Hertener Besitzer, begründet das Engagement: Normalerweise traben unsere Pferde zu Gunsten sozialer Projekte für Hertener Kinder und Jugendliche. Die Not in Haiti ist jedoch unbeschreiblich und unvergleichlich groß. Deshalb läuft unser Dunkelbrauner diesmal für die Erdbebenopfer.
Sir Herten, der aus der Zucht von Ursula Messmann (70/Waltrop) stammt und am Nienhausen Busch auf sechs Gegner trifft, könnte dabei seine Gewinnsumme mehr als verdoppeln. Bei bisher fünf Starts - übrigens alle auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen - verdiente er insgesamt 500 Euro. Nun winken dem Sieger allein 600 Euro.
Bei seinem letzten Start unterlief Sir Herten, der zuvor gut vier Monate pausiert hatte, am Nienhausen Busch in aussichtsreicher Position vor dem letzten Bogen eine Galoppade, so dass er von der Rennleitung disqualifiziert werden musste. Sein Trainer Willi Rode (71/Recklinghausen), der den Wallach auf die Rennen vorbereitet, gibt sich zuversichtlich: Das Pferd ist weiterhin gut auf dem Posten. Zuletzt ist Sir Herten vor allem an den äußeren Bedingungen gescheitert. Ich bin guter Dinge, dass es diesmal besser läuft, obwohl er sogar in einer höheren Gewinnklasse antritt.
Sollte der Bürgertraber kein Geld abbekommen, dann wird der Verein dennoch den Opfern in der Karibik helfen. Wir haben noch etwas in unserer Spendenschatulle,
verrät Vorsitzender Winfried Kunert (52), der auch stellvertretender Bürgermeister von Herten ist.
Spitzen-Traber absolviert Sonntag (17. Januar) einen Testlauf
Hollys Boy probt für Vincennes
Gelsenkirchen (mspw) - Frühes Erscheinen dürfte sich am Sonntag (17-01-10) beim ersten Renntag des Jahres auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (elf Prüfungen, erster Start 14 Uhr) lohnen. Denn mit Hollys Boy aus dem Besitz von Peter Erwig (55/Frechen) absolviert ein deutscher Spitzen-Traber noch vor dem ersten richtigen Rennen am Nienhausen Busch einen Probelauf. Es ist ein Test für einen möglichen Start in Paris-Vincennes am Prix d’Amerique-Wochenende.
Einen Tag vor dem Prix d’Amerique, dem bedeutendsten und schwersten Trabrennen der Welt, soll Hollys Boy, der in seiner Karriere 177.402 Euro verdiente, am Samstag, 30. Januar, in einer mit 16.000 Euro dotierten Amateurprüfung (2.100 Meter) für Pferde mit einer Gewinnsumme von maximal 180.000 Euro an den Start gehen. Das Rennen passt perfekt. Ich hoffe, dass wir einen Startplatz in der ersten Reihe erwischen,
ist Erwig für den Auftritt seines Schützlings im Prix de Saint-Claude optimistisch. Als Fahrer für Hollys Boy ist Frank Eickmann (Recklinghausen) vorgesehen. Dem 45-Jährigen gelang mit dem Erwig-Wallach im Jahr 2006 auf der Bahn in Hamburg sein bisher größten Erfolg, als er die Deutsche Amateur-Meisterschaft gewinnen konnte.
Mit einem Sieg in Paris könnte Hollys Boy in die Fußstapfen des zehnjährigen Wallachs Japa’s Dream treten. Der von Willi Rode (71/Recklinghausen) trainierte Geldschrank (Gewinnsumme: 267.430 Euro) konnte die begehrte Amateur-Prüfung im Jahr 2007 mit dem erfahrenen Hobbyfahrer Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) im Sulky für sich entscheiden.
Bevor es Richtung Eiffelturm geht, soll sich Hollys Boy am Sonntag in Gelsenkirchen mit Berufsfahrer Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky ordentlich präsentieren. Eine kleinere Blessur, die einen Start Mitte Dezember an gleicher Stelle verhindert hatte, ist längst ausgestanden. Das war nichts Ernstes,
winkt Erwig ab - und strahlt Zuversicht aus: Zwar waren die Trainingsbedingungen zuletzt auf Grund von Schnee und Eis nicht optimal. Aber Hollys Boy ist gut drauf.
Ein möglicher Start seines neunjährigen Wallachs im Frei für Alle-Rennen (neunte Tagesprüfung) am Sonntag am Nienhausen Busch kam für Erwig nicht in Frage. Da hätte er aus den Bändern abgehen müssen und das mag er nicht so,
erklärt der Besitzer seine Entscheidung. Außerdem wird das Rennen in Frankreich auch hinter dem Auto gestartet. Der Probelauf kommt Hollys Boy deshalb mehr entgegen,
so Erwig.
Im Frei für Alle in Gelsenkirchen kommen trotzdem gleich mehrere Top-Verdiener an den Start. Neben Japa’s Dream, der von Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) gesteuert wird, kämpfen unter anderem auch der elfjährige Wallach Lys Petteviniere (Gewinnsumme: 783.485 Euro) mit Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky und der bereits zwölfjährige Kebby du Bocage (330.522 Euro) mit Michael Schmid (42/Oberhausen) um den Sieg. Die drei Spitzen-Traber müssen jeweils eine Zulage von 25 Metern gegenüber ihren weiteren sieben Konkurrenten aufholen.
Traben unterm Tannenbaum in Gelsenkirchen am 2. Feiertag
Chouchou vor zweitem Bahn-Championat
Gelsenkirchen (mspw) - Eigentlich ist es für den Traber-Wallach Chouchou am 2. Weihnachtsfeiertag (Samstag, 26. Dezember) auf der Rennbahn in Gelsenkirchen (zehn Prüfungen, erster Start 14.18 Uhr) nur noch ein Schaulaufen. Denn das Bahn-Championat am Nienhausen Busch hat der Schützling von Trainer und Besitzer Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) schon vor dem letzten Renntag des Jahres, der unter dem Motto Traben unterm Tannenbaum ausgetragen wird, sicher. Die Frage lautet aber: Kann Chouchou die alleinige Führung im Bahn-Championat verteidigen und zum zweiten Mal in Serie das Gelsenkirchener Pferd des Jahres werden? Oder ziehen Bibi S und/oder Goetmals Best noch gleich? Mit sieben Siegen liegt Chouchou in der Bahn-Wertung in Führung. Mit jeweils sechs Erfolgen rangieren Bibi S und Goetmals Best dahinter. Die beiden Verfolger, die am 2. Weihnachtstag in anderen Prüfungen starten, müssen also gewinnen und zusätzlich auf einen Patzer von Chouchou hoffen, um mit dem Führenden noch gleich zu ziehen.
Dass Chouchou überhaupt noch Trabrennen bestreitet, ist keineswegs selbstverständlich. Denn der neunjährige Wallach musste in seiner Karriere zwei Verletzungen überstehen, die beinahe zum Ende seiner Laufbahn geführt hätten. Im Alter von vier Jahren hatte sich Chouchou eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Und 2007 machte ihm ein hartnäckiger Hornspalt zu schaffen. Doch Eckhardt Drees führte den Wallach, den er 2007 vom befreundeten Besitzer Michael Liebhardt (Pfaffenhofen) gekauft hatte, zurück in die Erfolgsspur. Zu Beginn der Saison 2008 qualifizierte sich Chouchou nach mehrmonatiger Pause wieder für den Rennbetrieb.
In der letzten Saison gewann Chouchou nicht weniger als 13 Rennen und wurde damit bereits zum ersten Mal das Gelsenkirchener Pferd des Jahres. Auch wegen einer knapp fünfmonatigen Ruhepause in diesem Jahr von März bis August reichte es in dieser Saison nur zu sieben Erfolgen am Nienhausen Busch. Dennoch konnte Chouchou, der meist von der vielfachen Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe) oder Trabreit-Spezialistin Susanne Koch (33/Lüdinghausen) gesteuert wird, seinen Titel verteidigen. Darauf kann man schon stolz sein,
freut sich Eckhardt Drees. In erster Linie spricht so eine Auszeichnung für das Pferd. Aber es zeigt auch, dass Trainer und Fahrer nicht so viel falsch gemacht haben können.
Besonders in Trabreiten mit Susanne Koch im Sattel zeigte Chouchou immer wieder seine Klasse. Allein drei seiner sieben Saison-Siege stammen aus Trabreiten. Im letzten Jahr waren es sogar sieben. Er zählt zu den besten Satteltrabern Deutschlands
, ist Eckhardt Drees stolz auf seinen Schützling.
Am Samstag ist für Chouchou Saison-Sieg Nummer acht am Nienhausen Busch möglich. Rita Drees, die Schwester von Eckhardt Drees und vielfache Amateur-Championesse, wird den Fuchswallach im mit 4.000 Euro dotierten Weihnachts-Preis der Amateure (vierte Tagesprüfung) steuern. Chouchou weiß, worum es geht, wenn er auf die Bahn kommt. Er ist alles andere als eine Schlafmütze,
erklärt Eckhardt Drees. Vom Rennverlauf ist er unabhängig. Chouchou ist jedoch in Führung etwas ruhiger.
Mit sieben Gegnern bekommt es Chouchou am 2. Weihnachtstag zu tun. Als Hauptkonkurrent dürfte der achtjährige Schimmel-Wallach Thor Boshoeve mit Silvia Raspe (23/Wemb) ins Rennen gehen. Lokalmatador und Vize-Europameister Heinrich Wolf (57), dessen mehrwöchige Pause durch die kurzfristige Absage des Renntages am letzten Sonntag noch ein wenig verlängert wurde, greift mit It’s Kathis Best an.
Chouchous Verfolger Goetmals Best hat mit Tim Schwarma (18/Weeze) bereits im Auftakt-Rennen die Chance, seinen siebten Gelsenkirchener Saison-Sieg zu landen. Bibi S kommt mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) in der siebten Tagesprüfung an den Ablauf.
Niederländischer Trainer will Erfolgsserie fortsetzen
Laufband macht Hauber-Trabern Beine
Gelsenkirchen (mspw) - Für Traber-Trainer Marcel Hauber (Deurze) läuft es in dieser Saison wie am Schnürchen. Kaum ein Renntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen vergeht, an dem kein Pferd aus dem Trainingsquartier des 39-jährigen Niederländers auf einem der vorderen Plätze zu finden ist. Einer der größten Erfolge in diesem Jahr war der Sieg von Yewel Boshoeve mit Heinz Wewering (59/Hamburg) im Breeders Crown-Hauptlauf für vierjährige Stuten Anfang November. Am Sonntag (29-11-09) hat Marcel Hauber, der sein Handwerk unter anderem bei seinem erfolgreichen Landsmann Hugo Langeweg sen. (57/Schagerbrug) gelernt hatte, für die elf Rennen am Nienhausen Busch (erster Start um 14.00 Uhr) wieder einige aussichtsreiche Starter gemeldet.
In der niederländischen Provinz Drenthe betreut Marcel Hauber in Deurze, vier Kilometer von Assen entfernt, rund 65 Pferde in einer eigenen Trainieranstalt unter optimalen Bedingungen. Auf einer 1.000 Meter langen Trainingsbahn, die nach dem Vorbild der benachbarten Trabrennbahn in Wolvega gebaut wurde, auf zwei geraden Bahnen mit einer Länge von jeweils 750 Metern und auf den Waldwegen im Umland werden die Pferde auf ihre Rennen in Deutschland, Schweden, Frankreich und den Niederlanden vorbereitet. Zusätzlich verfügt der Trainer auch noch über einen Indoor-Bereich mit einem Laufband. Das ist eine gute Ergänzung zum Bahn-Training,
erklärt Hauber.
Zandina Boshoeve aus dem Besitz von Wiebe Landman (64/St. Nicolaasga, NL) ist eine Kandidatin, die Hauber am Sonntag gleich in der Auftaktprüfung an den Start bringen wird. Mit Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Sulky könnte die dreijährige Stute bereits bei ihrem dritten Lebens-Start zur Serien-Siegerin werden. Die Trainingsleistungen waren überzeugend. Ich bin zuversichtlich, dass es mit dem dritten Erfolg in Serie klappen kann,
so Hauber, der mit dem amtierenden Europameister Roland Hülskath die Optimal-Besetzung für seine Schützlinge gefunden hat. Er versteht es, meine Pferde perfekt einzusetzen,
lobt Hauber den zweimaligen Champion, der in der aktuellen Berufsfahrer-Wertung hinter Titelverteidiger Michael Nimczyk (23/Willich) erneut Rang zwei belegt. Der Goldhelm ist am Sonntag auf der Bahn in Berlin-Mariendorf engagiert.
Zu den stärksten Konkurrenten von Zandina Boshoeve zählt unter anderem der von Lokalmatador Peter Poen (52) trainierte und gesteuerte Luciano. Der vierjährige Wallach kam bei fünf Starts zu einem Sieg und vier Platzierungen. Zandina Boshoeve wird nur ganz schwer zu schlagen sein. Ich rechne mir mit Luciano aber schon einiges aus,
sagt Poen.
Einen Spitzen-Traber können die Besucher in der zweiten Tagesprüfüng unter die Lupe nehmen. Denn über fünf Monate nach seinem letzten Auftritt auf einer deutschen Bahn kommt der von Henk Grift (34/Kevelaer) trainierte und gesteuerte Icare de Bois als Favorit an den Ablauf. Der fünfjährige Hengst, der in Deutschland bei sieben Starts viermal erfolgreich war, gehört der Börsenexpertin Tanie Bonte (40) aus Brüssel. Icare de Bois wurde vom belgischen Hexer Jos Verbeek (52) zu Henk Grift ins Training vermittelt.
Schon vor dem ersten Rennen findet im Abano As-Club im Tribünengebäude auf der Gelsenkirchener Rennbahn die Championats-Ehrung der Minitraber statt. Organisatorin Karola Döme (68/Gronau-Epe) gratuliert dann Vorjahres-Champion Mike Konrad (16/Brünen) zur erfolgreichen Titelverteidigung. Rang zwei ging in diesem Jahr an Nancy Brodoch (13/Essen). Den dritten Platz teilen sich Hanna Schmitz (13/Kaarst) und Daniel Dotzauer (13/Gelsenkirchen). Nach dem zweiten Rennen werden sich die Minitraber-Champions im Winner-Circle noch einmal dem Publikum präsentieren.
Eckstein erstmals bei Amateuren
Gelsenkirchen (mspw). Er gilt als einer der besten Amateurfahrer Deutschlands. Jörg Hafer (50) aus Gelsenkirchen hat in seiner Karriere über 6.400 Rennen bestritten. Und fast jede fünfte Fahrt war ein Volltreffer. Für den Versicherungsmakler stehen annähernd 1.200 Siege zu Buche. Donnerstag (19-11-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (acht Rennen, erster Start 18.42 Uhr) könnte ein weiterer Erfolg hinzu kommen. Mit dem formstarken Eckstein, den Altmeister Willi Rode (71/Recklinghausen) in seinem Trainingsquartier in Bladenhorst (Castrop-Rauxel) vorbereitet, bestreitet Hafer eine Amateur-Prüfung. Für den routinierten Amateurfahrer eine Herausforderung. Denn noch nie zuvor ging Hafer mit dem Rode-Schützling an den Start. Und auch für den Wallach Eckstein ist es eine Premiere. Zum ersten Mal startet der Vierjährige in einer Amateur-Prüfung.
Wir haben kein passendes Profi-Rennen für ihn ausgemacht,
erklärt Rode. Und da wir ihn nicht zu lange pausieren lassen wollten, haben wir uns für einen Start bei den Amateuren entschieden.
Jörg Hafer sieht dem Start mit dem unbekannten Eckstein recht gelassen entgegen. Ich werde Eckstein im Heat kennen lernen und ganz genau hinhören, wenn mir Willi Rode Tipps gibt,
so Hafer.
Nach 15 Starts in dieser Saison wurden für Eckstein sieben Siege, davon zwischenzeitlich sogar fünf in Folge, notiert. Nur einmal kehrte der vierjährige Wallach, der Ursula und Manfred Sauer aus Mainz gehört, ohne Prämie in den Stall zurück. Und auch nach seinem Auftritt am Donnerstag ist für Eckstein noch nicht Saison-Schluss. Rode: So lange er Lust hat, wird er weiterhin an Rennen teilnehmen.
Zuletzt war Eckstein bei seinem fünften Platz Anfang November in Gelsenkirchen am Rennverlauf gescheitert. Er ist in der Startphase erst spät ins Rollen gekommen. Das Tempo wurde danach verschleppt und am Ende ging die Post ab. Da war für Eckstein nicht mehr als der fünfte Rang drin,
erinnert sich Rode.
Donnerstag geht es für Eckstein nicht nur um den Sieg in der Amateur-Prüfung, sondern auch um die alleinige Führung im Bahn-Championat. Am Nienhausen Busch überquerte der Rode-Schützling in diesem Jahr bereits sechsmal als Erster die Ziellinie. Damit führt er die Wertung gemeinsam mit Vaudeville K, Tara Pavas und Wishbone Dragon an. Das Trio ist Donnerstag allerdings am Nienhausen Busch nicht am Start, so dass Eckstein dem Titelgewinn einen großen Schritt näher kommen könnte.
Mit acht Gegnern bekommt es Eckstein am Donnerstag zu tun. Jörg Hafer hat besonders vor Thor Boshoeve mit Silvia Raspe (23/Wemb) im Sulky sowie den frischen Siegern Chouchou mit Rita Drees (67/Gronau-Epe) und Ulli Klee mit Lutz Will (53/Dieburg) großen Respekt. Das werden die Haupt-Gegner sein,
meint Hafer.
25. Oktober 2009: Amateur-Vergleich mit Skandinavien
Noch ein internationaler Renntag
Gelsenkirchen (mspw) - International geht es weiter! Nach dem hochkarätigen Renntag rund um den Großen Preis von Deutschland, dem Aufeinandertreffen zahlreicher Spitzen-Traber und Klasse-Fahrer aus dem In- und Ausland auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen, steht Sonntag (elf Rennen, erster Start 14.00 Uhr) am Nienhausen Busch ein Vergleichskampf deutscher Amateurfahrer der Traber Allianz West gegen ihre Kollegen aus Dänemark und Schweden im Mittelpunkt. In zwei Läufen werden nach einer Punkte-Wertung der Mannschafts- und der Einzel-Sieger ermittelt.
Die deutschen Farben werden unter anderem von Anke Börnig (32/Dinslaken), Hannes Bongartz (58/Bongartz), Michael Gutsche (53/Oberhausen), Jörg Hafer (50/Gelsenkirchen) und Werner Pietsch (52/Mönchengladbach) vertreten. Pietsch, Präsident des Mönchengladbacher Trabrennvereins, steuert seinen Wallach Wahtamin, Ex-Fußball-Nationalspieler Bongartz die ehemalige Serien-Siegerin El Conchita. Wir werden alles versuchen, um erfolgreich zu sein,
so Dieter Kerbaum (62/Oer-Erkenschwick), Vorsitzender der Traber Allianz West.
Bereits am Samstag gibt es mit den Gästen aus Skandinavien ein gemütliches Beisammensein. Nach dem Renntag treffen sich die Teilnehmer im Abano As-Club auf der Gelsenkirchener Rennbahn. Für Dänemark treten Bjarke Haagensen, Teddy Wang, Jorgen Reffling und Goran Pajhovic an, aus Schweden kommen Bengt Nilsson, Kaj Jönsson, Peter Edberg und Roger Allercrantz an den Nienhausen Busch.
Gleich 13 Starter kommen in der vierten Tages-Prüfung an den Ablauf. Beste Chancen auf einen Erfolg dürfte El Conchita besitzen, die zwei ihrer letzten vier Rennen für sich entschieden hat. Für einen vorderen Platz kommt jedoch auch Wico Toscana in Betracht, der vom Schweden Bengt Nilsson gesteuert wird. Der fünfjährige Wallach kehrte bei sechs Starts immer mit einer Prämie in den Stall zurück, gewann dabei dreimal. Ein glückliches Ende finden könnten auch die Auftritte von Wishmelucktoday mit Franz-Josef Pellander (59/Kevelaer) oder Wish me luck mit dem Dänen Goran Pajhovic.
Nu Pagadi-Schwester Norwegian Dream vor drittem Sieg
Roland Hülskath peilt Hattrick an
Gelsenkirchen (mspw) - Ihr Halbbruder Nu Pagadi ist aktuell eines der besten vierjährigen Trabrennpferde in ganz Europa. Davon konnten sich 8.000 Besucher auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen vor wenigen Tagen überzeugen, als der Hengst aus dem Besitz von Detlef Tappe (50/Oberhausen) mit dem schwedischen Spitzen-Fahrer Erik Adielsson (34/Malmö) im Sulky in überlegener Manier den mit 176.510 Euro dotierten Großen Preis von Deutschland gewann. Am kommenden Sonntag (20-10-09) greift nun Nu Pagadis Halbschwester Norwegian Dream auf der Bahn am Nienhausen Busch (elf Rennen, erster Start um 14 Uhr) mit guten Chancen ins Geschehen ein.
Die dreijährige Stute, die von Klaus Horn (60/Marl) vorbereitet wird, könnte mit ihrem dritten Treffer in Folge ebenfalls zur Serien-Siegerin werden. Fahrer wird Silberhelm Roland Hülskath (Mönchengladbach) sein, den ein Hattrick mit Norwegian Dream doppelt freuen dürfte. Denn für den 34-Jährigen geht es – knapp zwei Monate vor dem Saisonende – um wichtige Punkte im Berufsfahrer-Championat. Wie schon im vergangenen Jahr läuft alles auf einen spannenden Zweikampf mit Titelverteidiger Michael Nimczyk (23/Willich) hinaus.
Michael und ich besitzen alle Chancen. Ein anderer Fahrer wird nicht mehr in den Zweikampf eingreifen können,
sagt Hülskath, der aktuell führt. Ich denke nicht, dass sich einer von uns beiden absetzen kann. Vielleicht gibt es ja sogar ein Foto-Finish an Silvester.
Mit Norwegian Dream, die Detlef Tappes Lebensgefährtin Martina Jänsch (Oberhausen) gehört, kann sich Hülskath am Sonntag in der fünften Tagesprüfung einiges ausrechnen. Man merkt, dass das Pferd eine sehr gute Veranlagung besitzt. Die letzten Arbeiten waren überzeugend. Norwegian Dream ist prächtig in Form,
lobt Trainer Klaus Horn: Bei ihren letzten beiden Starts ist sie auf Grund ihres guten Antritts sofort in Front gekommen. Im Training hat sie mir fast noch besser gefallen, wenn sie von hinten kam.
Bei ihrem ersten Lebens-Start vor einem halben Jahr war der norwegische Traum auf Rang vier gelandet, wenige Wochen später wurde die Stute wegen eines Fehlers disqualifiziert. Nach einer viermonatigen Pause meldete sich Norwegian Dream jedoch gleich mit ihrem ersten Sieg zurück und ließ zuletzt Anfang Oktober Erfolg Nummer zwei folgen. Sie befindet sich im Wachstum. Ich erschrecke mich manchmal selbst, wie groß sie schon wieder geworden ist,
verrät Horn: Deshalb haben wir ihr längere Auszeiten gegönnt. Ihr Saison-Höhepunkt soll die BC-Züchter-Krone Anfang November in Gelsenkirchen werden.
Michael Nimczyk will einen erfolgreichen Testlauf von Norwegian Dream und damit einen weiteren Hülskath-Treffer mit You’re the Queen verhindern. Für die vierjährige Stute hieß es in dieser Saison immer Hopp oder Top. Zwei Siegen stehen vier Disqualifikationen gegenüber. Die Startphase ist entscheidend. Wenn You’re the Queen einmal eingetreten ist, kann sie ganz vorne mitmischen. Norwegian Dream ist die Haupt-Konkurrentin,
erwartet Goldhelm Nimczyk ein direktes Duell mit seinem Championats-Konkurrenten Roland Hülskath, der alle sieben Profi-Rennen bestreitet. Nimczyk nimmt sechs Fahrten wahr.
Stall Success peilt mit Jamilah Diamant einen neuen Erfolg an
Gäste aus Bayern mit Probe-Auftritt
Gelsenkirchen (mspw) - Beim Stall Success von Elektro-Techniker Karl Bühler (47/Unterhaching) und Kaufmann Frank Zickmantel (60/München) ist der Name durchaus Programm. Denn Erfolg hatte der Traber-Stall in den letzten Jahren reichlich. E.T. Diamant, Esina Diamant und Jamilah Diamant, die Aushängeschilder des Stalles Success, gewannen gleich mehrere hoch dotierte Zuchtrennen und verdienten zusammen fast 240.000 Euro.
Sonntag (11-10-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (elf Rennen, erster Start um 14 Uhr) soll nun ein weiterer Erfolg hinzu kommen. Im mit 10.000 Euro dotierten Stuten-Rennen wird Jamilah Diamant mit Trainer Georg Frick (45/Hohenlinden) versuchen, ihren Gelsenkirchener Sensations-Sieg aus dem Stuten-Pokal von Mitte Juni nun am Nienhausen Busch zu wiederholen.
Damals gewann die vierjährige Stute überraschend zum Totokurs von 346:10 und schnappte sich mit 15.000 Euro das größte Stück vom Prämien-Kuchen. Sie scheint ganz genau zu wissen, wenn es um etwas geht. Dann ist sie besonders konzentriert,
erklärt Jamilah Diamants Mit-Besitzer Karl Bühler. Für den Start am Nienhausen Busch ist der Bayer optimistisch: Bei der Abschlussarbeit hat sie einen glänzenden Eindruck hinterlassen. Sonst hätten wir die weite Anreise auch nicht in Kauf genommen.
Geplant ist nach dem Auftritt am kommenden Sonntag auch ein Start beim Drei-Tage-Meeting um die Züchter-Kronen (Breeders Crown) in Gelsenkirchen Anfang November. Ihren großen Auftritt könnte Jamilah Diamant am Freitag, 6. November, haben. Dann finden die Hauptläufe für die Vierjährigen statt.
Damit Jamilah Diamant fit ist, legte die Stute von Ende Juli bis Ende September eine Renn-Pause ein. Sie hat zu Jahres-Beginn viel geleistet und sich die Pause verdient. Jetzt ist sie wieder voll da,
glaubt Bühler. Am Sonntag wird Bühler nicht vor Ort die Daumen drücken können. Er ist mit einer deutschen Züchter-Delegation in Frankreich unterwegs und besichtigt einige Gestüte.
Jamilah Diamant trifft Sonntag am Nienhausen Busch auf einige bekannte Gegnerinnen. So kommt es – wie schon im Stuten-Pokal – zum Duell mit Velten Moviestar (Hans Joachim Tipke/52/Heeslingen) und May Day (Michael Schmid/42/Oberhausen). Das Duo kam im Stuten-Pokal hinter Indira Comtesse (Josef Franzl jun./37/Sauerlach) auf die Plätze drei und vier. Mit von der Partie ist auch Volann Rich, die im Juni mit 50 Meter Zulage auf den neunten Platz kam. Fahrer ist diesmal statt Robin Bakker (26/Deurze, NL) der aktuelle Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach). Die Stuten-Prüfung gilt auch als Vorbereitungsrennen für den Stuten-Grand Prix, der am 25. Oktober an gleicher Stelle ausgetragen wird. Dann geht es um Prämien in Höhe von insgesamt 30.000 Euro.
Jung-Trainer Jochen Holzschuh (34/Mönchengladbach) bietet Betty Kramer auf. Die siebenjährige Stute war bei ihren letzten fünf Auftritten immer platziert, gewann dabei zweimal. In der abgelaufenen Saison kam die Holzschuh-Stute auf 17 Siege. Nur Bentley Sun hatte im vergangenen Jahr zwei Erfolge mehr auf dem Konto. Der Bentley eilt im Übrigen auf den norddeutschen Bahnen von Erfolg zu Erfolg. Seit insgesamt 23 Starts hat der meist von Marisa Bock (28/Schöneiche) gesteuerte sechsjährige Wallach inzwischen nicht mehr verloren.
Herbst-Handicap der Amateure
Neben der Auslosung zum Großen Preis dürfte das Herbst-Handicap der Amateure am Sonntag (11-10-09) besondere Beachtung finden. Hier gilt es für einige Teilnehmer, eine Zulage von 25 Metern wett zu machen.
Unter anderem muss Chouchou aus dem Trainingsquartier von Eckhardt Drees (63/Lüdinghausen) aus dem zweiten Band ins Rennen gehen.
Der neunjährige Wallach wird von der vielfachen Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe) gesteuert, mit der Chouchou in dieser Saison bei vier Starts zweimal Erster und einmal Zweiter wurde. Bei seinem letzten Auftritt in Gelsenkirchen mit Susanne Koch (33/Seppenrade) in einem Trabreiten lief es allerdings nicht nach Plan. Schon am Start unterlief Chouchou ein Fehler. Er verließ das Geläuf und wurde aus der Wertung genommen.
Trainer Drees weiß, worauf es Sonntag ankommt. Wichtig ist, dass Chouchou aus den Bändern gut eintritt. Wenn er erst einmal im Rennen ist, hat er sehr gute Chancen, ganz vorne mitzumischen,
ist Drees sicher. Als größte Konkurrentin hat der erfahrene Trainer und Bruder von Rita Drees die von Ex-Fußball-Profi Hannes Bongartz (57/Bottrop) gesteuerte El Conchita ausgemacht. Auch die Bongartz-Stute muss eine Zulage von 25 Metern aufholen. Ebenfalls aus dem zweiten Band wird It’s Kathis Best mit Heinrich Wolf (57/Gelsenkirchen) das Rennen aufnehmen.
Mollema-Hengst probt für Deutschland-Preis in Gelsenkirchen
Letzter Härtetest für Yardley Rich
Gelsenkirchen (mspw) - Ein besonders frühzeitiger Besuch der Sonntag-Veranstaltung (4-10-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (zehn Prüfungen, Start des ersten Rennens um 14 Uhr) dürfte sich für die Trabrennsport-Freunde lohnen. Denn bereits gegen 13.35 Uhr testet der frühere Derby-Zweite Yardley Rich in einem Probelauf für den Großen Preis von Deutschland. Exakt zwei Wochen vor dem mit mindestens 150.000 Euro dotierten Saison-Höhepunkt für Vierjährige am Nienhausen Busch wird der vom Niederländer Arnold Mollema (61/Wolvega) vorbereitete Hengst einem letzten Härtetest unterzogen.

Yardley Rich ist gesund und gut drauf. Die Arbeit zu Hause war in Ordnung. Jetzt soll er noch einmal auf der Gelsenkirchener Bahn proben,
erklärt Trainer Mollema (Bild), der den Hengst für den pensionierten Architekten Joop de Rijk aus dem niederländischen Epe vorbereitet. Fahrer von Yardley Rich wird am Sonntag Thomas Panschow (42/Bladenhorst) sein. Wie es aussieht, wird er Yardley Rich auch im Großen Preis steuern
, hat Mollema volles Vertrauen in den gebürtigen Gelsenkirchener.
Im Deutschland-Preis dürfte es dann zum Aufeinandertreffen zwischen dem letztjährigen Derby-Sieger Nu Pagadi, der seit Monaten in seiner schwedischen Wahlheimat von Sieg zu Sieg eilt, und seinem Kronprinzen Yardley Rich kommen. Am Derby-Wochenende im vergangenen Jahr gab es das Duell der beiden Spitzen-Traber im Vor- und auch im Endlauf. In beiden Prüfungen musste sich Yardley Rich nur Nu Pagadi, damals übrigens gesteuert von Thomas Panschow, geschlagen geben. Nu Pagadi ist nur eines von mehreren Klasse-Pferden, die im Großen Preis von Deutschland starten könnten. Aber Yardley Rich ist gut drauf und kann vorne mitmischen,
ist Mollema sicher.
Der Große Preis von Deutschland, der als Vierjährigen-Derby gilt, wurde zuletzt 2004 ausgetragen. Mollema kann sich noch genau daran erinnern. Schließlich gewann er das Rennen in Gelsenkirchen damals mit dem 217:10-Außenseiter Atoll Plage. Die Wiedereinführung begrüßt der Niederländer. Ein Höhepunkt wie der Große Preis von Deutschland ist sehr wichtig, um den Trabrennsport wieder ein Stück weiter nach vorn zu bringen,
so Mollema.
Stall Adamas hat Sonntag in Gelsenkirchen zwei Eisen im Feuer
Schweden-Rückkehrer Pablo Picasso
fordert den Derby-Finalisten U.S.Lane
Gelsenkirchen (mspw) - Einen Picasso
kann das Bargteheider Ehepaar Dagmar und Thomas Bosner (Stall Adamas) am Sonntag (4-10-09) auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (zehn Rennen, erster Start 14.00 Uhr) gewinnen. Denn sollte ihr Schützling Pablo Picasso mit Thomas Holtermann (37/Mühlen) im Sulky die achte Tages-Prüfung für sich entscheiden, dann wird das Siegerbild eingerahmt und dem Besitzer-Ehepaar übergeben.
Anfang des Jahres war der sechsjährige Wallach Pablo Picasso aus Schweden, wo er von Joakim Lövgren trainiert worden war, nach Deutschland zurückgekehrt. Auf dem Hof von Alwin Schockmöhle (72) in Mühlen sollte der Wallach auf Rennen vorbereitet werden. Seine Wieder-Qualifikation meisterte er, gesteuert von seinem Betreuer Thomas Holtermann, souverän in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:18,8 Minuten. Bei seinem ersten Start in einem Amateurfahren Mitte Juli mit Silvia Raspe (23/Wemb) im Sulky wurde Pablo Picasso allerdings nur Fünfter. Das war schon ein wenig enttäuschend,
erinnert sich Holtermann: Er lief nicht rund.
Danach wurde der Wallach noch einmal tierärztlich durchgecheckt. Es wurden Wirbelprobleme im Rückenbereich festgestellt, die aber von einem Spezialisten behoben werden konnten,
erklärt Holtermann. Außerdem haben wir etwas am Beschlag und an der Zäumung verändert. Die letzten Arbeiten waren wieder sehr ordentlich,
ist Thomas Holtermann, der Neffe von Traber-Trainer Gerd Holtermann (53/Bladenhorst), für den Start am Sonntag guter Dinge.
Das Besitzer-Ehepaar Bosner hat neben dem Meistermaler in dieser Prüfung aber auch noch ein anderes heißes Eisen im Feuer. Derby-Finalist U.S.Lane dürfte mit Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) im Feld der insgesamt sieben Teilnehmer gute Chancen besitzen, seinen fünften Jahres-Sieg einzufahren. Für Hülskath wäre ein Erfolg mit U.S.Lane, der im Derby-Endlauf wegen eines Fehlers disqualifiziert worden war, ein weiterer Schritt in Richtung Berufsfahrer-Championat. Vor wenigen Tagen hatte Hülskath, der seit Wochen in bestechender Form fährt, im spannenden Duell mit Titelverteidiger Michael Nimczyk (23/Willich) erstmals wieder die Führung bei den Sulky-Profis übernommen. Nun treffen beide am Samstag in Hamburg direkt aufeinander und liefern sich dann am Sonntag ein Fernduell. Während Roland Hülskath in Gelsenkirchen sechsmal in den Sulky steigt, ist Goldhelm Nimczyk gleichzeitig auf der Bahn in Berlin-Mariendorf engagiert.
Einen Hülskath-Sieg mit U.S.Lane verhindern könnte am Nienhausen Busch unter anderem der von Willi Rode (71/Recklinghausen) trainierte Serien-Sieger Eckstein, der Ursula und Manfred Sauer aus Mainz gehört. Viermal in Folge war der vierjährige Wallach zuletzt nicht zu schlagen. Sonntag wird Eckstein von Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) gesteuert.
Mission Impossible am Donnerstag im Traloppo-Rennen
Nichts ist unmöglich für Inhester-Traber
Gelsenkirchen (mspw) - Wetter aufgepasst! Am Donnerstag (24.9.09) kommt auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn (neun Rennen, erster Start um 18.30 Uhr) eine Stute an den Start, die den Toto bereits mehrfach zum Beben gebracht hat. Mission Impossible aus dem Besitz des Gelsenkircheners Stephan Inhester (41) und seines Sohnes Sascha (13) zahlte bei ihren insgesamt acht Karriere-Erfolgen jeweils mindestens 400 Euro bei einem Einsatz von zehn Euro auf Sieg. Sollte der Sechsjährigen am Nienhausen Busch im Traloppo-Rennen (vierte Tagesprüfung) mit 14 Startern ein ähnliches Kunststück gelingen, ein saftiger Gewinn - besonders in der Viererwette - wäre wohl vorprogrammiert.
Stephan Inhester, der bei einem Essener Autohaus in leitender Funktion arbeitet, wird Donnerstag in der Amateur-Prüfung seine Mission Impossible selbst steuern. Und der Lokalmatador ist fest davon überzeugt, dass ein Sieg keineswegs eine unmögliche Mission ist. Sie ist in blendender Form. Leider hatte ich bei meinen letzten Auftritten mit ihr ein wenig Pech. Einmal wurde ich behindert, sonst hätte ich wohl gewonnen. Ich rechne mir für Donnerstag gute Chancen aus,
gibt sich Inhester optimistisch.
Ein Lob für Mission Impossible gab es zuletzt von keinem Geringeren als Derby-Siegfahrer und Silberhelm Roland Hülskath (34/Mönchengladbach). Er war nach seinem zweiten Platz mit ihr begeistert,
sagt Inhester nicht ohne Stolz. Besonders vom schnellen Antritt der Stute zeigte sich Roland Hülskath sehr angetan.
Genau diese Stärke möchte Inhester nun auch am Donnerstag mit Mission Impossible ausspielen. Gut vom Start wegkommen und dann eine günstige Lage suchen,
lautet die Marschrichtung von Inhester, der in seiner 13-jährigen Amateur-Laufbahn bisher rund 40 Siege eingefahren hat.
Als Sieg-Anwärter Nummer eins hat Inhester, dessen Sohn Sascha bei fast jedem Rennen dabei ist und kräftig die Daumen drückt, freilich Priamus ausgemacht. Wie Mission Impossible wird auch der sechsjährige Wallach von Trainer Klaus Horn (60/Marl) vorbereitet. Fahrerin von Priamus, der Gisela (63) und Hubert Glied (65) aus Heek gehört, ist die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees (67/Gronau-Epe). Drees und Priamus, das ist fast schon so etwas wie ein Traum-Paar. Bei den letzten sieben Starts überquerte das Gespann nicht weniger als fünfmal als Sieger die Ziellinie. Priamus ist das zu schlagende Pferd,
hat Stephan Inhester großen Respekt vor dem Gegner.
Sattel-Expertin am Donnerstag am Nienhausen Busch zu Gast
Marisa hat Bock auf Trabreit-Titel
Gelsenkirchen (mspw) - Sie ist eine der besten Trabreiterinnen Deutschlands. Marisa Bock (28/Schöneiche) gibt am Donnerstag (24.9.09) auf der Rennbahn in Gelsenkirchen (neun Prüfungen, erster Start um 18.30 Uhr) eine Kostprobe ihres Könnens in ihrer Parade-Disziplin ab. Mit dem von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vorbereiteten Prince of Night zählt die nur 1,59 Meter große Marisa Bock zu den Sieg-Anwärtern im Trabreiten. Ihre Bilanz mit dem neunjährigen Wallach ist nahezu makellos. Bei fünf Starts mit dem Prinzen, sowohl im Trabreiten als auch in normalen Rennen, wurde Bock viermal Erste und einmal Zweite. Ich hätte nichts dagegen, wenn es so weiter geht,
lächelt Marisa Bock.
Mit Prince of Night, der bei insgesamt 103 Starts stolze 47-mal als Erster die Ziellinie überquerte, möchte Bock am Donnerstag einen weiteren Schritt in Richtung Trabreit-Championat machen. Aktuell hat sie neun Erfolge auf dem Konto und führt mit einem Treffer Vorsprung vor Cathrin Nimczyk (18/Willich), der Schwester des Deutschen Meisters Michael Nimczyk (23/Willich). Bock: Wenn es auf das Jahresende zugeht, stehen die Championatswertungen besonders im Mittelpunkt. Ich werde daher in den nächsten Monaten verstärkt beim Trabreiten angreifen.
Am Nienhausen Busch kommt es zum direkten Spitzen-Duell. Cathrin Nimczyk ist mit der dreifachen Jahres-Siegerin Speedy Amana am Start. Bei ihrem letzten Auftritt mit der siebenjährigen Stute in Dinslaken wurde die Schwester des Goldhelms Zweite.
Marisa Bock muss mit dem ihr anvertrauten Prince of Night eine Zulage von 25 Metern gegenüber Speedy Amana aufholen. Das kann der Wallach. Er ist ein grundehrliches Pferd, vor allem aber ein Kämpfer,
ist Bock optimistisch, einen weiteren Sieg in ihrer Parade-Disziplin landen zu können.
In der abgelaufenen Saison war Marisa Bock kurz davor, das Trabreit-Championat für sich zu entscheiden. Vor dem letzten Rennen des Jahres lagen Franz Forstner (52/Straubing) und Bock noch gleichauf. In einem hochspannenden Finale auf der Rennbahn in Straubing musste sich die Amazone mit Rang zwei zufrieden geben, weil Forstner mit Oak General nicht zu schlagen war. Das war damals Werbung für unseren Sport. Aber Werbung hin, Werbung her: Diesmal möchte ich wieder den Titel holen,
hofft Bock.
Noch vor einigen Monaten war die ehemalige Recklinghäuserin Stammgast auf der Gelsenkirchener Rennbahn. Dann entschloss sie sich zu Jahres-Beginn, gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Trabrenn-Profi Thorsten Tietz (31) für eine Weile auf dem Hof von Trainer Roman Matzky in Schöneiche in der Nähe von Berlin zu arbeiten. Aus dem geplanten Kurz-Aufenthalt sind mittlerweile mehr als neun Monate geworden. Es läuft perfekt. Wir sind sehr erfolgreich und haben sogar noch neue Besitzer hinzu bekommen. Vorerst bleiben wir hier,
so die gebürtige Hamburgerin, der deshalb nur noch selten im Traber-Westen aktiv ist.
Auch dank der Mithilfe von Bock und Tietz hat Matzky gute Chancen, in diesem Jahr sogar das bundesweite Trainer-Championat zu gewinnen. Aktuell rangiert der 46-Jährige auf Rang eins der Statistik. Ein Baustein des Erfolges sind die guten Trainingsbedingungen. Es gibt drei Trainingsbahnen mit unterschiedlichen Belegen. Außerdem können wir die umliegenden Waldwege für Geländefahrten nutzen,
erklärt Marisa Bock.
Donnerstag (10-9-09) in Gelsenkirchen Probe für Großen Preis von Deutschland
Vierjährigen-Test um 10.000 Euro
Gelsenkirchen (mspw) - Noch sind 78 vierjährige Traber für den Großen Preis von Deutschland am 18. Oktober auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn startberechtigt. Das Rennen wird mit mindestens 150.000 Euro dotiert sein. Wie ein Leckerchen vorab wird am Donnerstag (10-9-09) auf der Rennbahn am Nienhausen Busch ein Vorbereitungsrennen angeboten. Die Dotierung von stattlichen 10.000 Euro an einem eigentlich normalen Donnerstag-Renntag lockt nicht weniger als vier erfolgshungrige niederländische Fahrer und auch den bayerischen Erfolgstrainer Gerd Biendl an. Ab 18.30 Uhr stehen insgesamt neun Rennen auf der Abendkarte, die diesmal auch im Rahmenprogramm zum Vierjährigen-Test überdurchschnittlich gute Starterfelder aufweist.
Alle neun für das Vierjährigen-Rennen genannten Pferde sind auch noch für den Großen Preis von Deutschland startberechtigt. Die Favoritenrolle dürfte dabei dem Hengst Yardley Rich zufallen. Der Schwarzbraune, von Arnold Mollema (60) im niederländisch-friesischen Wolvega trainiert, löste kürzlich mit Thomas Panschow (42/Bladenhorst) im Sulky eine anspruchsvolle Prüfung in Berlin äußerst souverän. Den Mariendorfer Vierjährigen-Marathon über 2.540 Meter gewann der frühere Derby-Zweite Yardley Rich trotz doppelter Zulage von insgesamt 40 Metern gegen seine Altersgenossen im imponierenden Stil. Auch auf der Berliner Derby-Bahn wurde der Mollema-Schützling, wie jetzt in Gelsenkirchen, von Thomas Panschow gesteuert. Mit einer so überzeugenden Vorstellung hatten selbst eingefleischte Wetter nicht gerechnet, denn die Siegquote von Yardley Rich betrug 85:10.
So viel dürfte es auf einen neuerlichen Erfolg des Hengstes, der dem inzwischen pensionierten Architekten Joop de Rijk aus Epe/NL gehört, am Donnerstag nicht geben. Arnold Mollema: Yardley Rich läuft in überragender Form, die wir nun überprüfen wollen. Gelsenkirchen liegt ihm. Seine beiden letzten Starts dort hat er gewonnen. Wir rechnen uns erneut einiges aus, obwohl die Konkurrenz nicht von Pappe ist.
Zu den Sieganwärtern sollte auch wieder der von Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vorbereitete Sunrise Star aus dem Besitz des Hamburger Polo-Spielers Gerd Hölter (58) gehören. Allerdings wird sich der Hengst gegenüber seinem letzten Gelsenkirchener Auftreten, als er mit Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) Dritter gegen Eckstein und Wim Robel wurde, noch steigern müssen.
Dass Gerd Biendl (52/München) die weite Reise mit Perl’s Fortune nicht als Ausflugsfahrt sieht, wird durch die beachtliche Erfolgsstatistik des Hengstes unterstrichen. 16 Starts, davon zehn Siege und zwei Platzierungen, sagen einiges über die Klasse aus. Allerdings war der Biendl-Schützling zuletzt in Berlin in dem von Yardley Rich trotz Zulage gewonnenen Rennen mit Detlef Fleischer (38/München) im Sulky aus dem ersten Band lediglich als fünfter ins Ziel gekommen. Davor aber hatte Perl’s Fortune in Daglfing und Pfaffenhofen jedoch zwei überzeugende Siegvorstellungen gegeben.
Gelsenkirchen am Sonntag, 30.08.09: Zehn Rennen ab 14 Uhr
Michael Nimczyk erwartet spannenden
Zweikampf ums Fahrer-Championat
Gelsenkirchen (mspw) - Im Rennen um das Championat der Trabrenn-Berufsfahrer deutet vieles auf einen Krimi hin. Knapp vier Monate vor dem Jahresende liegen Titelverteidiger Michael Nimczyk (23/Willich) und Vize-Champion Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) an der Spitze ganz dicht beieinander. Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (zehn Rennen, erster Start um 14 Uhr) geht das Duell in eine neue Runde. Insgesamt achtmal kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden aktuell siegreichsten Sulky-Profis.
Das wird ein ganz enger Kampf bis zum Jahresende,
freut sich Nimczyk auf die kommenden Wochen. Zu Beginn des Jahres schien es zunächst so, als würde am 30. Meistertitel für Heinz Wewering kein Weg vorbei führen. Aber er fährt nicht so häufig. Wenn das so bleibt, wird der Titel wohl erneut zwischen Roland und mir entschieden,
prophezeit Nimczyk.
Der 23-Jährige könnte nach 2008 zum zweiten Mal in Serie im Berufsfahrer-Championat triumphieren. Für Hülskath, nationaler Titelträger 2006 und 2007, wäre es bereits der dritte Titel. Ich möchte erneut ganz vorne sein. Beim Fahren lasse ich mich davon aber nicht beeinflussen. Im letzten Jahr habe ich die entscheidenden Siege gegen Jahresende eingefahren. Ich hoffe, dass mir das auch diesmal gelingen wird,
bleibt Nimczyk gelassen, obwohl sein Konkurrent in den letzten Wochen mächtig Boden gut gemacht hat.
In der sechsten Tages-Prüfung am Sonntag am Nienhausen Busch hat Nimczyk beste Chancen, vor seinem Kontrahenten zu landen. Denn mit Robinson Columbus steuert der Lehrlings-Europameister von 2005 einen Sieg-Anwärter. Fünf Siege und zwei zweite Plätze stehen für den sechsjährigen Hengst aus dem Besitz von Lars Erik Glad (57/Dülmen) in dieser Saison zu Buche. Bei seinem letzten Auftritt in Berlin wurde er allerdings von der Rennleitung als Dritter wegen einer Behinderung nachträglich disqualifiziert. Es lag am Rennverlauf,
erinnert sich Michael Nimczyk: Ich hatte lange Zeit keine freie Bahn bekommen und habe ihn dann im Schlussbogen nach außen gesteuert. Leider war die Rennleitung der Meinung, dass ich dabei einen Teilnehmer gestört habe. Wenn Robinson Columbus in Gelsenkirchen die letzten Leistungen bestätigt, wird er ganz vorne landen.
Hülskath dürfte es mit Wahtamin aus dem Besitz von Werner Pietsch (51/Mönchengladbach), dem ehrenamtlichen Präsidenten des Mönchengladbacher Trabrennvereins, in diesem Rennen dagegen schwer haben, in den Kampf um den Sieg einzugreifen. Denn Wahtamin, ein fünfjähriger Wallach, war von seiner Glanzform zu Jahresbeginn in den letzten Wochen deutlich entfernt. Seit dem 15. Februar wartet Pietsch auf den vierten Treffer seines ehemaligen Serien-Siegers in diesem Jahr. Wahtamin hatte zuletzt gegen starke Kontrahenten immer auch ein wenig Pech beim Rennverlauf. Er ist zweifellos ein sehr gutes Pferd. Ich hoffe, dass wir die Formumkehr hinbekommen. Gegen Robinson Columbus wird es allerdings schwer,
ist Pietsch verhalten optimistisch.
Rode: Nur nicht wieder die Todesspur
Gelsenkirchen (mspw) - Wer hat Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (zehn Rennen, erster Start 14.00 Uhr) den längsten Atem? Diese Frage wird in einer mit 4.850 Euro dotierten Prüfung über die Marathon-Distanz von 2.600 Metern beantwortet. Zum Favoriten-Kreis zählt der von Willi Rode (71/Recklinghausen) trainierte Eckstein. Für den vierjährigen Wallach läuft es in dieser Saison wie am Schnürchen. Vier Siege, drei zweite und zwei dritte Plätze stehen für Eckstein zu Buche. Zuletzt war er zweimal in Folge nicht zu schlagen. Der Rode-Schützling, der erstmals von Michael Schmid (42/Oberhausen) gesteuert wird, könnte am Nienhausen Busch zum Serien-Sieger werden. Er trifft in der achten Tagesprüfung insgesamt auf sieben Gegner.
Trainer Willi Rode ist guter Dinge: Eckstein ist riesig in Form, besitzt Sonntag erneut Sieg-Chancen. Allerdings muss bei einer so langen Prüfung auch der Rennverlauf stimmen,
erklärt Rode. Zuletzt ging er bei seinem Sieg in Gelsenkirchen fast das gesamte Rennen durch die Todesspur, lag also immer außen. Das sollte diesmal nicht passieren.
Für Eckstein ist dennoch wieder Puste“ gefragt. Der braune Wallach hat in dieser Saison schon mehrfach bewiesen, dass ihm lange Distanzen nichts ausmachen. Erst vor wenigen Wochen triumphierte er in einer 3.200 Meter-Prüfung im Rahmen der Derby-Woche auf der Bahn in Berlin-Mariendorf. Er verfügt über das nötige Stehvermögen,
freut sich Willi Rode.
Schon bei seinem letzten Auftritt am Nienhausen Busch mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) in einem 2.000 Meter-Rennen waren Steher-Qualitäten gefragt. Denn Ecksteins Angriff auf den lange führenden Ideal Pink mit Thomas Kornau (50/Recklinghausen) blieb zunächst in der äußeren Spur stecken. Danach legte Eckstein durch die Todesspur viele Extra-Meter zurück. Dennoch siegte der Wallach aus dem Besitz von Ursula und Manfred Sauer (Mainz) sicher mit eineinhalb Längen vor Ideal Pink.
Sonntag könnte sich Ideal Pink beim zweiten Aufeinandertreffen innerhalb von nur einer Woche revanchieren. Auch der von Thomas Kornau gesteuerte achtjährige Wallach gehört zum Starterfeld. Beim letzten Mal war Eckstein eindeutig das bessere Pferd. Aber das heißt nicht, dass das Sonntag wieder so sein wird,
weiß Kornau, der erneut angreifen will: Ideal Pink ist gegenüber Eckstein der bessere Starter. Das wollen wir ausnutzen.
Mit Zalgado Transs R treffen Ideal Pink und Eckstein unter anderem auch auf den aktuellen Derby-Vierten. Der dreijährige Wallach wird vom Niederländer Cees Kamminga (44/Willemsoord) trainiert und gesteuert. Im Derby-Endlauf unterlag Zalgado Transs R nur Zar As, Karaburan und Marc Burgerheide. Es ist der erste Auftritt des Wallachs nach dem Rennen der Rennen. Es könnte ein Testlauf für das Traber-St. Leger, der klassischen Derby-Revanche, am 20. September am Nienhausen Busch sein. Die Distanz beträgt im St. Leger (30.000 Euro) ebenfalls 2.600 Meter.
Vorbericht zu Gelsenkirchen am Sonntag (23-8-09):
Er guckt sich bei den Profis die Tricks ab
Gelsenkirchen (mspw) - Den 29. Juni 2009 wird Tim Schwarma (Weeze) in seinem Leben wohl nie vergessen. Mit dem vierjährigen Traber-Hengst Noddy Flamingo holte der Lehrling in Dinslaken seinen ersten Sieg bei den Profis. Das war etwas ganz Besonderes, mein bisher größter Karriere-Erfolg,
leuchten bei dem 18-Jährigen die Augen. Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (elf Rennen, erster Start 14.00 Uhr) möchte Schwarma, der seine Ausbildung bei Trainer Klaus Thomaskamp (58/Rees) absolviert, seine Bilanz von inzwischen drei Erfolgen im direkten Wettstreit mit den besten deutschen Berufsfahrern weiter ausbauen.
Und die Chancen auf Treffer Nummer vier in einem Profi-Rennen stehen am Sonntag nicht einmal so schlecht. Besonders mit der von seiner Mutter Heike (41/Weeze) vorbereiteten Stute Gimmick As sind die Voraussetzungen recht gut. Denn mit der Fünfjährigen hat Tim Schwarma den Profis bereits zweimal keine Chance gelassen.
Außerdem gilt Gimmick As als sehr gute Beginnerin und geht mit einer günstigen, inneren Startnummer ins Rennen. Bei unseren Siegen bin ich jeweils schnell in Führung gekommen. Das scheint Gimmick As zu gefallen. Ich werde das auch diesmal wieder probieren,
hat sich Schwarma vorgenommen. Zuletzt gewann Gimmick As mit dem 18-jährigen Nachwuchsfahrer zweimal in Folge. Die Stute könnte also in Gelsenkirchen zur Serien-Siegerin werden.
Allerdings gibt es eine Unbekannte: Für Gimmick As, die bisher ihre 27 Starts (sechs Siege, zehn Platzierungen) allesamt auf dem Linkskurs in Dinslaken absolviert hat, ist es der erste Auftritt auf dem Rechtskurs in Gelsenkirchen. Sie soll für das Entlastungs-Rennen in der Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November am Nienhausen Busch proben,
erklärt Tim Schwarma und gibt sich zuversichtlich: Ich bin mir sicher, dass sie auch mit einem Rechtskurs klar kommen wird.
In den nächsten zwei Jahren absolviert Tim Schwarma noch seine Ausbildung zum Berufsfahrer bei Klaus Thomaskamp. Die tägliche Arbeit mit den Pferden macht großen Spaß. Bei Klaus kann ich sehr viel lernen. Ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin,
so Schwarma, der eigentlich bei der Bundeswehr eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker absolvieren wollte. Meine krumme Wirbelsäule hat allerdings dazu geführt, dass ich ausgemustert worden bin,
weiß Tim noch genau. Und so kam es fast zwangsläufig dazu, wie es oft in so genannten Traber-Familien der Fall ist: Tim Schwarma lebt und arbeitet intensiv mit Pferden, ebenso wie Mutter Heike oder Stiefvater Heiko (55).
Sonntag (23-8-09) der erste Auftritt nach dem verpassten Derby-Finale
Celebration XL testet für das St. Leger
Gelsenkirchen (mspw) - Es war ganz knapp. Eine Hundertstel-Sekunde fehlte dem von Trainer-Champion Gerd Holtermann (53/Bladenhorst) vorbereiteten Hengst Celebration XL zum Erreichen des Endlaufs um das Deutsche Traber-Derby Anfang August in Berlin-Mariendorf. Das war schon eine herbe Enttäuschung,
gesteht Holtermann. Jetzt richtet sich sein Blick aber nur noch nach vorn. Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (elf Rennen, erster Start 14.00 Uhr) probt der dreijährige Hengst für einen geplanten Schweden-Start am 10. September. Im Anschluss soll Celebration XL am 20. September im Deutschen Traber St. Leger, der klassischen Derby-Revanche, am Nienhausen Busch an den Start gehen. Der letzte Auftritt in diesem Jahr für den Hengst aus dem Besitz von Gerhard Hölter (58/Hamburg) ist dann für die Rennen um die Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November in Gelsenkirchen geplant.
In Abwesenheit seiner Stamm-Fahrer Thomas Panschow (42/Bladenhorst) und Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), die beide zeitgleich in Berlin-Mariendorf engagiert sind, wird Holtermann Celebration XL in der fünften Tages-Prüfung selbst steuern. Im Derby hat man Celebration XL angemerkt, dass ihm nach seiner wachstumsbedingten Trainings-Pause noch die nötige Kraft und Ausdauer gefehlt haben,
erklärt Holtermann. Hinzu kam noch eine Eigenart des hoch veranlagten Hengstes, der bei fünf Starts dreimal siegreich war. Auf der Zielgeraden lag er im Vorlauf mit fünf Längen in Führung. Doch wenn er alleine läuft, macht es bei ihm im Kopf Klick’ und er legt einfach nicht mehr zu.
Die Folge: Die Konkurrenz zog auf den letzten Metern noch vorbei. Für den drittplatzierten Celebration XL war es erst die zweite Niederlage seiner Rennlaufbahn überhaupt.
Gerd Holtermann plant auch deshalb für Sonntag ein verdecktes Rennen mit seinem Schützling, setzt auf dessen Speed im Endspurt. Zwei Haupt-Konkurrenten hat der Trainer im Neuner-Feld ausgemacht. Eckstein und Sharif Norton sind zwei gute Pferde. Ich erwarte daher einen Dreikampf um den Sieg,
so Holtermann.
Der von Willi Rode (71/Recklinghausen) trainierte Eckstein kommt mit Fahrer Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) als frischer Sieger an den Start. Insgesamt stehen für den vierjährigen Wallach in dieser Saison bei neun Starts drei Erfolge und fünf Platzierungen zu Buche. Sharif Norton, gesteuert vom Niederländer Didier Kokkes (24/Twisteden), gewann bei acht Auftritten in diesem Jahr zweimal, kehrte nur einmal ohne Prämie in den Stall zurück.
Gerd Holtermann wird aber noch ein anderes Pferd am Sonntag ganz genau verfolgen. Denn sein Schützling Sunrise Star startet gleichzeitig mit Europameister Roland Hülskath auf der Derby-Bahn in Berlin-Mariendorf im mit 30.000 Euro dotierten Vierjährigen-Marathon (2.500 Meter) gegen 14 Konkurrenten. Dabei muss der Holtermann-Hengst, der wie Celebration XL dem passionierten Polo-Spieler Gerhard Hölter gehört, 20 Meter Zulage wettmachen. Ein so offenes Rennen habe ich selten gesehen. Alle 15 Kandidaten besitzen Sieg-Chancen. Sunrise Star ist gut drauf. Ich hoffe, dass er einen guten Rennverlauf bekommt und ganz vorne mitmischen kann.
Spitzen-Traber von Ursula Augst wieder um die Züchter-Krone
Sir Karan diesmal mit Hülskath
Gelsenkirchen (mspw) - Eines der aktuell besten deutschen Trabrennpferde gibt sich am Donnerstag (13-08-09) auf der Rennbahn in Gelsenkirchen (sieben Rennen, erster Start um 18.50 Uhr) die Ehre. Für Sir Karan aus dem Besitz von Ursula Augst (67/Sprockhövel) und Manfred Wulf (69/Senden) ist das Frei für Alle“-Rennen, eine Bänderstart-Prüfung, gelaufen als siebtes Rennen, am Nienhausen Busch eine wichtige Station. Denn für den sechsjährigen Geldschrank (Gewinnsumme: 292.385 Euro) steht am 22. August ein mit 68.000 Euro dotiertes Rennen auf der berühmten Bahn in Paris-Vincennes auf dem Programm. Mit-Besitzerin Ursula Augst, die bei nahezu jedem Start ihres Schützlings dabei ist, wird auch am Donnerstag wieder vor Ort sein und erhofft sich eine gelungene Generalprobe. Sir Karan hat im Training sehr gut gearbeitet. Wenn er die Startphase unbeschadet übersteht, sollte er eigentlich kaum zu schlagen sein,
ist Ursula Augst überzeugt.
Fern-Ziel für Sir Karan sind in dieser Saison die Läufe um die Züchter-Krone (Breeders Crown) für Fünf- bis Siebenjährige Anfang November in Gelsenkirchen. Beim ersten Versuch vor einem Jahr, diese Prüfung für sich zu entscheiden, hatte es für den Sir hinter Orso November nur zu Rang zwei gelangt. 2007 hatte der Hengst die Züchter-Krone für Vierjährige gewonnen. Für Sir Karan gibt es in Deutschland wegen seiner hohen Gewinnsumme nicht so viele Rennen. Daher bereiten wir ihn gezielt auf das Groß-Ereignis im November vor,
erklärt Frau Augst. Wir wollen ihm bis dahin nicht mehr allzu viele Starts zumuten. Er soll frisch und in Bestform sein, wenn es um die Krone’ geht.
Donnerstag soll Sir Karan, gesteuert vom aktuellen Europameister und Derby-Siegfahrer Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), in Gelsenkirchen eine aktuelle Kostprobe seines Könnens abliefern. Es könnte beim 45. Start der 20. Erfolg für den sechsjährigen Hengst herausspringen.
Größter Konkurrent des deutschen Spitzen-Trabers ist Antzinthepantz aus Belgien. Der sechsjährige Hengst (Gewinnsumme: 94.606 Euro) und Sir Karan sind schon einmal aufeinander getroffen. Im niederländischen Duindigt lief es am 29. Juni 2008 für den Sieger Antzinthepantz optimal. Sir Karan hingegen wurde damals nach einem Fehler in der Startphase nur Zwölfter.
Sowohl Sir Karan, Derby-Zweiter 2006 hinter Russel November, wie auch Anthzinthepantz müssen eine Zulage von 25 Metern wettmachen. Gesteuert wird der belgische Gast dabei von seinem Trainer Vincent Martens. Gleiches gilt für Sir Hajo mit Robin Bakker (26/Deurze, NL), der beim Duell zwischen Deutschland-Debütant Anthzinthepantz und Sir Karan durchaus in die Entscheidung eingreifen kann.

Gewann am Donnerstag (6-8-09) in Gelsenkirchen gleich drei der ersten vier Rennen: Roland Hülskath - hier mit Volero knapp drei Zentimeter vor Robinson Columbus mit dem Goldhelm. Aber Michael Nymczyk schaffte an diesem Tag auch noch seinen 98. Sieg. Der Kampf ums Fahrer-Championat ist schon jetzt spannend und hart wie selten zuvor.

Erster Auftritt nach dem Triumph im Blauen Band
Am Donnerstag (6-8-09) können die Besucher der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (neun Rennen, erster Start 18.30 Uhr) einen frisch gebackenen Derby-Siegfahrer gleich mehrfach in Aktion erleben. Europameister Roland Hülskath (34/Mönchengladbach) nimmt – vier Tage nach seinem Triumph im wichtigsten Rennen des Jahres mit Zar As in Berlin-Mariendorf (unser Bild) – sechs Fahrten am Nienhausen Busch wahr. Während der Donnerstag-Veranstaltung wird Hülskath seinen Sieg mit Zar As in einem Interview noch einmal Revue passieren lassen. Ich habe meinen Erfolg noch gar nicht in vollem Umfang realisiert. Das wird wohl noch ein paar Tage dauern,
sagte Hülskath.
Für seinen Derby-Helden Zar As, der vom Niederländer Paul Hagoort (31/Oldetrijne) trainiert wird, sieht der Fahrplan in dieser Saison noch einige große Aufgaben vor. Zu den wichtigsten Zielen – das kündigte Roland Hülskath an - gehören die Rennen um die Züchter-Krone (Breeders Crown) Anfang November in Gelsenkirchen sowie das Europa-Championat der Dreijährigen in Frankreich.